| (19) |
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(11) |
EP 0 190 169 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.03.1988 Patentblatt 1988/12 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.07.1985 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH8500/109 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8601/489 (13.03.1986 Gazette 1986/06) |
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| (54) |
BEHÄLTER MIT EINEM VERSCHLUSS
CONTAINER PROVIDED WITH A CLOSURE
RECIPIENT MUNI D'UN OBTURATEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
23.08.1984 CH 4034/84
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.08.1986 Patentblatt 1986/33 |
| (73) |
Patentinhaber: HAFINA TREUFINANZ AG |
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CH-6340 Baar (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- WORKUM, Donald, Jan
CH-8700 Küsnacht (CH)
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| (74) |
Vertreter: Scheidegger, Werner & Co. |
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Siewerdtstrasse 95 8050 Zürich 8050 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-B- 1 486 228 FR-A- 2 094 286 US-A- 3 592 365
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FR-A- 2 081 244 US-A- 2 170 588
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Behälter mit einem Verschluss der im Oberbegriff des
Anspruchs 1 bezeichneten Art.
[0002] Bei einem in der DE-AS 1 486 228 beschriebenen Behälter weist das selbsttätig schliessende
Auslassventil einen Zapfen an der Aussenseite einer den Behälter deckelartig abschliessenden
und mit Löchern für den Durchtritt des Produkts versehenen Platte auf und ferner eine
den Behälter über der genannten Platte abschliessende Kappe aus einem elastischen
Kunststoffmaterial, die in der Mitte eine Austrittsöffnung hat und mit dem Oeffnungsrand
gegen die Dichtfläche des Zapfens aufgrund der Eigenelastizität und der Formgebung
der Kappe angedrückt ist, weil die Kappe zwischen ihrem äusseren Befestigungsrand
und einem den Zapfen wie eine Buchse umschliessenden Teil einen wie eine Tellerfeder
wirkenden radialen Abschnitt besitzt, durch den die selbsttätige Schliessbewegung
herbeigeführt wird, nachdem das Produkt durch Druck auf den Behälter entnommen worden
ist. Bei dem Behälter handelt es sich jedoch ausschliesslich um eine Tube, für die
dieser vorbekannte Verschluss vorgesehen ist, wobei die Tube vorzugsweise ein pastenförmiges
Füllgut enthält und bei der Entnahme zusammengedrückt wird. Eine Tube verbleibt in
diesem zusammengedrückten Zustand und der bekannte selbsttätige Verschluss lässt es
nicht zu, dass für das entnommene Füllgutquantum eine entsprechende Menge Luft in
die Tube wieder zurückströmen kann.
[0003] Bei einem weiteren bekannten in der US-PS 2 170 588 beschriebenen Behälterverschluss
ist die Austrittsöffnung nicht durch eine federelastisch gegen den Zapfen angedrückte
Kappe verschlossen, sondern wird ein Zapfen unter der Wirkung einer Feder gegen eine
die Austrittsöffnung aufweisende Fläche gedrückt, wobei die Feder gegen einen auf
der der Austrittsöffnung abgewandten Seite als Kolben ausgebildeten Zapfenteil andrückt
und in dem auf die Tube aufschraubbaren Verschlussgehäuse abgestützt ist. Bei auf
die Tube ausgeübtem Druck wird durch das unter Druck stehende Produkt der Kolben des
Zapfens gegen die Wirkung der Feder in Oeffnungsrichtung bewegt und das Produkt kann
austreten, wobei jedoch zusätzlich zu der Kraft der Feder auch die in dem die Feder
enthaltenen zylindrischen Raum des Verschlussgehäuses durch die Zapfenbewegung komprimierte
Luft einen Druck in Schliessrichtung des Zapfens ausübt.
[0004] Die beiden bekannten und unterschiedlich funktionierenden Behälterverschlussarten
sind jedoch nicht für einen Behälter geeignet, der für die portionsweise Entnahme
des Füllguts zusammendrückbar ist und aus nachgiebigem Material besteht und der nach
der Entnahme des Füllguts wieder seine ursprüngliche Behälterform zurückgewinnen soll,
indem das herausgedrückte Füllgutquantum durch zurückströmende Luft ersetzt wird,
so dass ein vorzugsweise aufrechtstehender Behälter seine Form und Standfestigkeit
behält. Bei beiden bekannten Verschlussarten kann Luft nicht wieder in den Behälter
zurückströmen, wenn das Produkt portionsweise entnommen wird. Insbesondere ist aber
bei den bekannten Verschlussarten von Nachteil, dass bei der durch Druck auf den Behälter
erfolgenden Entnahme des Produkts mit dem Oeffnen des Ventils der Druck sofort abfällt,
was sich dann bei erneuter Druckausübung auf die Tube wiederholt, so dass das Auslassventil
flattert, aber keine konstante Produktentnahme mit einem einmal erfolgten Druck möglich
ist.
[0005] Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Aufgabe bestand darin, einen Behälter
mit einem Verschluss zu schaffen, der die vorstehend erwähnten Nachteile, insbesondere
den nicht aufrecht erhalten bleibenden Druck beim Austritt des Produkts und das flatternde
Ventil nicht aufweist, sondern bei dem das Ventil durch die unter Druck stehende Luft
betätigbar ist, welche in dem Behälter vorhanden ist, was voraussetzt, dass bei einem
zwecks Produktentnahme zusammendrückbaren Behälter Luft auch wieder bei jeder Entnahme
in den Behälter zurückströmen kann.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe, den Ventilöffnungsdruck aufrecht zu erhalten, besitzt
der Behälter die Merkmale gemäss Anspruch 1. Von den voneinander unabhängigen Strömungswegen
kann der nicht zur Ventilöffnung führende, sondern nach aussen abgeschlossene und
zum Aufrechterhalten eines Drucks dienende Strömungsweg bei einer besonderen Ausführungsform
des Erfindungsgegenstandes auch das unter Druck stehende Produkt enthalten, wenn der
Behälter eine Tube ist. Dies ist bei einer Ausführungsform der Fall, bei der die im
Zusammenwirken mit dem Zapfen das Auslassventil bildende Abschlussfläche relativ zum
Zapfen beweglich ist und von einem membranartigen Körper gebildet ist, der gemeinsam
den ersten Strömungsweg für das Produkt und einen diesen konzentrisch umschliessenden
und von diesem getrennten zweiten Strömungsweg nach aussen abschliesst.
[0007] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert, in denen verschiedene
Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes rein beispielsweise dargestellt sind.
Es zeigen :
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch den oberen Teil des Behälterverschlusses in einer
ersten Ausführungsform ;
Fig. 1a den rückwärtigen Teil des Behälterverschlusses mit anders ausgebildetem Luftventil
;
Fig. 2 eine abgewandelte Ausführungsform des Behälterverschlusses mit einem Belüftungsventil
im Zapfen und auf einen Behälter mit einem das Produkt enthaltenen Innenbehälter aufgesetzt
;
Fig. 3 den gleichen Verschluss gemäss Fig. 2, der auf einen das Produkt enthaltenen
einwandigen Behälter aufgesetzt ist ;
Fig. 4 einen Vertikalschnitt durch eine weitere Ausführungsform des Verschlusses mit
einem unbeweglichen Zapfen ;
Fig. 5 einen Vertikalschnitt durch eine Ausführungsform ähnlich Fig. 4.
[0008] Die in den Fig. 1 bis 2 dargestellten verschiedenen Ausführungsformen zeigen jeweils
einen Verschluss, der mit einem doppelwandigen Behälter, 1,2 gemäss Fig. oder mit
einem einwandigen Behälter 1 gemäss Fig. 3 verbunden wird. Der äussere Behälter 1
gemäss Fig. 2 besteht vorzugsweise aus Kunststoffmaterial und ist derart beschaffen,
dass sich der Behälter zusammendrücken lässt und anschliessend die ursprüngliche Gestalt
wieder erlangt. Das aus dem Behälter portionsweise zu entnehmende Produkt ist in dem
inneren dünnwandigen Behälter 2 enthalten, der aus einem solchen Material besteht,
welches es zulässt, dass der innere Behälter 2 sich unter der Wirkung eines in dem
Zwischenraum zwischen dem inneren Behälter 2 und dem äusseren Behälter 1 herrschenden
Ueberdrucks vollkommen nach oben entleert. Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 3 ist
das Produkt in dem Behälter 1 enthalten, der als sogenannte Quetschflasche seine ursprüngliche
Form wieder zurückgewinnt, wenn Luft in diesen zurückströmen kann.
[0009] Der Verschluss gemäss Fig. 1 weist einen Zapfen 55 auf, der gegen eine mit einer
zum Zapfen zentrischen Austrittsöffnung 56 versehene Abschlussfläche 57 angedrückt
ist. Der Zapfen 55 und die Abschlussfläche 57 mit der Oeffnung 56 bilden das Auslassventil,
das durch die Bewegung des Zapfens 55 geöffnet und geschlossen wird. Zu diesem Zweck
ist an der von der Dichtfläche des Zapfens entgegengesetzten Endpartie 58 des Zapfens
ein membranartiger Körper 59 fest angeordnet, der aufgrund seiner Eigenelastizität
Federeigenschaft und eine Vorspannung im Schliessinn aufweist. Mit seinem Aussenrand
ist der membranartige Körper 59 abgedichtet im Verschluss-Oberteil 60 befestigt. Der
vorzugsweise einstückige Zapfen, der den Zapfenabschnitt 55 und den im Durchmesser
grösseren Zapfenabschnitt 58 umfasst, weist eine einen Kolben 61 bildende radiale
Verdickung auf. Dieser Kolben 61 ist abgedichtet in einer zylindrischen Bohrung 62
geführt. Dadurch ist zwischen diesem Kolben 61 und dem membranartigen Körper 59 ein
abgedichteter Raum 63 vorhanden, in welchen über einen Kanal 64 die unter Druck stehende
Luft in Richtung des Pfeils E in diesen Raum eintritt. Dieser Kanal 64 mündet in den
Zwischenraum zwischen einem äusseren Behälter 1 und einem inneren Behälter 2 gemäss
Fig. 2, so dass beim Ausüben eines Drucks auf den Behälter 1 die dadurch unter Druck
stehende Luft in den Raum 63 vor dem membranartigen Körper 59 gelangt, wodurch der
Zapfen 55 in Oeffnungsrichtung, in der Zeichnung nach rechts, bewegt wird.
[0010] Das in dem in Fig. 2 dargestellten inneren Behälter 2 enthaltende Produkt gelangt
durch den Kanal 68 in Pfeilrichtung F in den den Zapfen 55 umgebenden zylindrischen
Raum 62 und von dort durch die Austrittsöffnung 56 nach aussen, nachdem das vom Zapfen
55 und dieser Austrittsöffnung 56 gebildete Auslassventil durch Druckluft betätigt
in die Offenstellung gebracht ist.
[0011] Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 kann nach der portionsweisen Entnahme des Produkts
keine Luft über den membranartigen Körper in den Behälter zurückgelangen. Aus diesem
Grund weist der Verschluss 60 ein in Fig. 1 gestrichelt dargestelltes Luftventil 15
auf. Dieses besteht aus einer abgesetzen Bohrung 16 mit einer darin festgehaltenen
Kugel 18, die den engeren Teil der abgesetzten Bohrung 16 nach oben abschliessen kann,
wenn der Druck von unten, d. h. aus dem Zwischenraum zwischen dem äusseren Behälter
1 und dem inneren Behälter 2 gemäss Fig. 2 oder aus dem Luftraum 80 über dem Produkt
in einem Behälter gemäss Fig. 3 wirksam ist. Ueber dieses Luftventil 15 gelangt Luft
wieder in diesen Zwischenraum zwischen den Behältern hinein, bzw. in den Luftraum
80 zurück.
[0012] Das aus dem Zapfen 55 und der Austrittsöffnung 56 bestehende Auslassventil gemäss
Fig. 1 lässt sich erst in die Oeffnungsstellung durch Ausüben von Druck auf den Behälter
bewegen, wenn zuvor eine den Verschlussoberteil 60 umschliessende Kappe 65, die um
eine Achse 66 schwenkbar ist, in die strichpunktierte Stellung gebracht worden ist.
In der geschlossenen Stellung sichert die Kappe 65 durch Andrücken gegen das rückwärtige
Ende des Zapfens 55, 58 diesen Zapfen in der Schliessstellung. Die Kappe 65 ist durch
einen Rastvorsprung 67 in der geschlossenen Stellung festgehalten.
[0013] Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1a weist der membranartige Körper 59 radial ausserhalb
seines Befestigungsrandes einen Lippendichtrand 70 auf, der gegen eine mit dem Verschlussoberteil
60 verbundene Scheibe 71 federnd angedrückt ist, und zwar aufgrund der Materialeigenschaft
des membranartigen Körpers 59 und der einstückig damit ausgebildeten Lippendichtung
70. Bei Unterdruck im Behälter hebt sich dieser Lippendichtrand 70 ab und lässt Luft
in den Behälter eintreten.
[0014] Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 2 ist innerhalb des im Durchmesser grösseren
Abschnitt 58 des Zapfens 55,58 ein zum rückwärtigen Zapfenende offener Hohlraum 72
ausgebildet und in diesem Hohlraum ist ein Luftventil 73 angeordnet, das unter Federwirkung
in Schliessstellung gehalten ist.
[0015] Ferner steht der Raum 63 mit dem Hohlraum 72 in dem Zapfenabschnitt 58 über eine
Bohrung 78 in Verbindung. Auf dem dadurch hergestellten Strömungsweg gelangt nach
Entnahme einer bestimmten Menge des Produkts eine entsprechende Luftmenge wieder in
den Zwischenraum zwischen dem äusseren Behälter 1 und dem inneren Behälter 2.
[0016] Die Ausführungsform gemäss Fig. 3 ist in Bezug auf den Verschluss 60 identisch mit
dem in Fig. 2 dargestellten Verschluss und der Unterschied besteht nur darin, dass
das Produkt nicht wie bei der Ausführungsform gemäss Fig. 2 in einem inneren Behälter
2 enthalten ist, der von einem äusseren Behälter 1 umschlossen ist, sondern bei der
Ausführungsform gemäss Fig. 3 ist das Produkt nur in dem einen vorhandenen Behälter
1 enthalten, über welchem ein Luftpolster 80 vorhanden ist. Der beim Zusammendrücken
des Behälters 1 entstehende Druck in diesem Luftpolster wirkt auf den membranartigen
Körper 59 im Oeffnungssinn. Durch einen von dem Kanal 68 bis in den unteren Bereich
des Behälters 1 sich erstreckenden unten offenen Schlauch 81 gelangt das Produkt,
wenn der Behälter unter Druck steht, zum Auslassventil. Bei dieser Ausführungsform
erübrigt sich also ein innerer Behälter 2 zur Aufnahme des Produkts.
[0017] Von den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen unterscheiden sich die Ausführungsformen
gemäss Fig. 4 und 5 in Bezug auf das Funktionsprinzip dadurch, dass ein feststehender
Zapfen 47 mit einer beweglichen und als membranartiger Körper ausgebildeten Abschlussfläche
46 zusammenwirkt, um das Auslassventil für das Produkt zu bilden, wobei jedoch der
membranartige Körper 46 bei jedem der beiden Ausführungsformen zwei getrennte Räume
in dem Verschluss-Oberteil 45 nach aussen abschliesst, und zwar einen Ausstömkanal
51 für das Produkt und einen ringförmigen Raum 49, in welchem beim Zusammendrücken
des Behälters ein Luftdruck herrscht, mit dem der membranartige Körper 46 zusätzlich
zu dem vom Produkt ausgeübten Druck beaufschlagt ist. Das Auslassventil wird hier
durch Abheben des membranartigen Körpers 46 von dem Zapfen 47 geöffnet, und der genannte
Körper nimmt dann die in strichpunktierten Linien dargestellte Stellung ein und gelangt
aufgrund seiner Eigenelastizität und der Vorspannung im Schliessinn wieder in die
Ausgangslage zurück. Der membranrtige Körper 46 besitzt einen zylindrischen Fortsatz
48, der abgedichtet in dem ringförmigen Raum 49 geführt ist, und dieser Raum 49 steht
über den Kanal 50 mit dem Zwischenraum zwischen einem äusseren Behälter 1 und einem
inneren Behälter 2 oder mit dem Luftraum über dem in nur einem Behälter enthaltenen
Produkt in Verbindung.
[0018] Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 5 ist der membranartige Körper 46 am Aussenrand
als nachgiebiger Lippendichtring ausgebildet, über den bei Unterdruck Luft zurück
in den Zwischenraum zwischen einem äusseren Behälter 1 und einem inneren Behälter
2 oder in den Luftraum über dem in nur einem Behälter enthaltenen Produkt strömen
kann.
[0019] Die verschiedenen vorstehend beschriebenen Arten des Verschlusses können für Behälter
aus Plastikmaterial oder aus metallischem Material wie auch für Laminattuben verwendet
werden.
1. Behälter mit einem Verschluss, zur Aufnahme fliessfähiger Produkte, die durch Anwendung
von Druck auf den nachgiebigen Behälter portionsweise durch ein im Behälterverschluss
vorhandenes, im unbetätigten Zustand unter Federwirkung in Schliessstellung gehaltenes
Auslassventil austreten, das einen Zapfen mit einer stirnseitigen Dichtfläche zum
Zusammenwirken mit einer eine zum Zapfen zentrische Austrittsöffnung aufweisenden
Abschlussfläche aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zum Betätigen des Auslassventils
(46, 47 ; 55, 56, 57) durch Druck in die durch Relativbewegung zwischen dem Zapfen
(47 ; 55) und der Abschlussfläche (46 ; 57) bewirkte Offenstellung zwei voneinander
unabhängige Strömungswege (51, 50 ; 62/68 ; 63/64) zwischen dem Behälterinnenraum
und dem die Relativbewegung ausführenden Teil (46 ; 55) vorhanden sind, von denen
der erste Strömungsweg (51 ; 62/68) das Produkt zur Ventilöffnung leitet und der zweite,
nach aussen abgedichtete Strömungsweg (50 ; 63/64) zum Aufbau eines Drucks zwecks
Oeffnen und Offenhalten des Auslassventils dient.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite, zum Aufbau eines
Drucks dienende Strömungsweg (50 ; 63, 64) über ein nach aussen führendes Luftventil
(73) oder einen Luftdurchlass bei im Behälter herrschendem Unterdruck nach Beendigung
der Produktentnahme belüftbar ist.
3. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (55, 58) des
Auslassventils (55, 56, 57) relativ zu der im Verschluss (60) ausgebildeten Abschlussflächen
(57) beweglich ist und einen in einem zylindrischen Kanal (62) geführten Kolben (61)
aufweist, der den zum ersten Strömungsweg (62, 68) für das Produkt gehörenden zylindrischen
Kanal (62) von dem zweiten Strömungsweg (63, 64) trennt, in den sich ein auf der vom
Auslassventil abgewandten Seite an den Kolben (61) anschliessender Endabschnitt (58)
des Zapfens (55, 58) hineinerstreckt, welcher an diesem Endabschnitt (58) mit einem
membranartigen Körper (59) verbunden ist, der den zum Aufbau eines Drucks dienende
zweiten Strömungsweg (63, 64) gegen die Atmosphäre abschliesst und unter Federwirkung,
bei nicht vorhandenem Druck, den Zapfen (55, 58) in seiner Schliessstellung hält.
4. Behälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Strömungsweg (62,
68) den den Zapfen (55) umgebenden zylindrischen Kanal (62) und einen diesen Kanal
mit dem das Produkt enthaltenden Behälterinnenraum verbindenden Kanal (68) im Behälterverschluss
(60) umfasst und der zweite Strömungsweg (63, 64) den den Endabschnitt (58) des Zapfens
vor dem membranartigen Körper (59) umgebenden Raum (63) und einen diesen Raum mit
dem Behälterzwischenraum zwischen einem inneren Behälter (2) und einem äusseren Behälter
(1) oder mit dem Luftraum (80) über dem in nur einem Behälter enthaltenen Produkt
verbindenden Luftkanal (64) umfasst.
5. Behälter nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftventil zum
Belüften des zweiten Strömungsweges (63, 64) ein in einem nach aussen offenen Hohlraum
(72) im Endabschnitt (58) des Zapfens (55, 58) angeordnetes, federbelastetes Ventil
(73) ist und der Hohlraum im Endabschnitt (58) über eine radiale Verbindungsbohrung
(78) mit dem zweiten Strömungsweg in Verbindung steht.
6. Behälter nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftdurchlass
zum Belüften des zweiten Strömungsweges (63, 64) ein am Aussenumfang des membranartigen
Körpers (59) ausgebildeter Lippendichtungsring ist.
7. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die im Zusammenwirken mit
dem Zapfen (47) das Auslassventil (46, 47) bildende Abschlussfläche (46) relativ zum
Zapfen (47) beweglich ist und von einem membranartigen Körper (46) gebildet ist, der
gemeinsam den ersten Strömungsweg (51) für das Produkt und einen den ersten konzentrisch
umschliessenden und von diesem getrennten zweiten Strömungsweg (50) nach aussen abschliesst
und bei vorhandenem Druck sich von der Dichtfläche des Zapfens (47) abhebt und bei
nicht vorhandenem Druck gegen die Dichtfläche anliegt, wobei der erste Strömungsweg
mit dem das Produkt enthaltenden Behälterinnenraum in Verbindung steht und der zweite
Strömungsweg (50) mit dem Behälterzwischenraum zwischen einem inneren Behälter (2)
und einem äusseren Behälter (1) oder mit dem Luftraum (80) über dem in nur einem Behälter
(1) enthaltenen Produkt in Verbindung steht.
8. Behälter nach Anspruch 2 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der membranartige
Körper (46) am Aussenumfang als Lippendichtungsring zum Belüften des zweiten Strömungsweges
(50) ausgebildet ist.
9. Behälter nach Anspruch 3 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der membranartige
Körper (46, 59) aufgrund eigener Elastizität seines Materials Federeigenschaft und
eine Vorspannung im Schliessinn des Ventils besitzt.
10. Behälter nach Anspruch 3 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der membranartige
Körper (46, 59) durch eine Feder im Schliessinn druckbelastet ist, welche einstückig
mit dem membranartigen Körper ausgebildet oder als separater Teil angeordnet ist.
11. Behälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet dass der Zapfen (55, 58) und
der membranartige Körper (59) einstückig ausgebildet sind und aus Kunststoffmaterial
bestehen.
12. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine schwenkbare und das
den Zapfen (55, 58) enthaltende Oberteil des Verschlusses (60) umschliessende Kappe
(65) den Zapfen vom rückseitigen Ende her in der Schliessstellung sichert.
1. A container provided with a closure for flowable products, which, by the application
of pressure to the flexible container, emerge in batches through an outlet valve provided
in the container closure and held in the closed position by spring action in the inoperative
state, the said valve comprising a plug having a sealing surface at the end face for
co-operation with a shut-off surface having an outlet aperture disposed centrally
with respect to the plug, characterised in that for actuation of the outlet valve
(46, 47 ; 55, 56, 57) by pressure into the open position produced by relative movement
between the plug (47 ; 55) and the shut-off surface (46 ; 57) two independent flow
paths (51, 50 ; 62/68 ; 63/64) are provided between the container interior and the
part (46 ; 55) performing the relative movement, the first flow path (51 ; 62/68)
leading the product to the valve aperture and the second flow path (50 ; 63/64), which
is sealed off from the exterior, serving to build up a pressure in order to open the
outlet valve and keep it open.
2. A container according to claim 1, characterised in that the second flow path (50
; 63, 64) serving to build up a pressure is adapted to be vented, via an air valve
(73) leading to the exterior, or an air passage, in the event of a vacuum in the container,
after completion of removal of the product.
3. A container according to claim 1, characterised in that the plug (55, 58) of the
outlet valve (55, 56, 57) is movable relatively to the shut-off surfaces (57) formed
in the closure (60) and comprises a piston (61) guided in a cylindrical duct (62)
and separating the cylindrical duct (62) belonging to the first flow path (62, 68)
for the product from the second flow path (63, 64), into which there extends an end
portion (58) of the plug (55, 58) which on the side remote from the outlet valve adjoins
the piston (61), the said plug being connected, at this end portion (58), to a member
(59) in the form of a diaphragm (59) which shuts off from atmosphere the second flow
path (63, 64) serving to build up a pressure and holds the plug (55, 58) in its closed
position by spring action in the absence of pressure.
4. A container according to claim 3, characterised in that the first flow path (62,
68) comprises the cylindrical duct (62) surrounding the plug (55) and a duct (68)
in the container closure (60), said latter duct connecting the first duct to the container
interior containing the product, and the second flow path (63, 64) comprises the chamber
(63) surrounding the end portion (58) of the plug in front of the diaphragm member
(59) and an air duct (64) which connects said chamber to the container interior between
an inner container (2) and an outer container (1) or to the air space (80) above the
product contained in just one container.
5. A container according to claims 2 and 3, characterised in that the air valve for
venting the second flow path (63, 64) is a springloaded valve (73) disposed in an
outwardly open cavity (72) in the end portion (58) of the plug (55, 58) and the cavity
in the end portion (58) communicates with the second flow path via a radial connecting
bore (78).
6. A container according to claims 2 and 3. characterised in that the air passage
for venting the second flow path (63, 64) is a lipped sealing ring formed on the outer
periphery of the diaphragm member (59).
7. A container according to claim 1, characterised in that the shut-off surface (46)
forming the outlet valve (46, 47) in cooperation with the plug (47) is movable relatively
to the plug (47) and is formed by a member (46) in the form of a diaphragm which jointly
shuts off from the exterior the first flow path (51) for the product and a second
flow path (50) separated from and concentrically surrounding the first flow path (51)
and which lifts off from the sealing surface of the plug (47) in the presence of pressure
and bears against the sealing surface in the absence of pressure, the first flow path
communicating with the container interior containing the product and the second flow
path (50) communicating with the intermediate space between an inner container (2)
and an outer container (1) or with the air space (80) above the product contained
in just one container (1).
8. A container according to claims 2 and 7, characterised in that the diaphragm member
(46) is formed as a lipped sealing ring at the outer periphery in order to vent the
second flow path (50).
9. A container according to claims 3 and 7, characterised in that the diaphragm member
(46, 59) has a spring characteristic and biasing in the valve closing direction owing
to the inherent elasticity of its material.
10. A container according to claims 3 and 7, characterised in that the diaphragm member
(46, 59) is pressure-loaded by a spring in the closing direction, said spring being
formed integrally with the diaphragm member or being provided as a separate part.
11. A container according to claim 3, characterised in that the plug (55, 58) and
the diaphragm member (59) are formed integrally and consist of plastics material.
12. A container according to claim 1, characterised in that a pivotable cap (65) enclosing
the top part of the closure (60) containing the plug (55, 58) secures the plug in
the closed position from the rear end.
1. Récipient muni d'un obturateur pour recevoir des produits susceptibles de couler
qui, au moyen d'une pression exercée sur le récipient souple, sortent par portions
par une valve de sortie située dans l'obturateur du récipient, qui au repos est maintenue
en position fermée sous l'effet d'un ressort et qui présente un tampon muni d'une
surface d'étanchéité frontale destinée à coopérer avec une surface de fermeture présentant
un orifice de sortie centré par rapport au tampon, caractérisé en ce que, pour amener
la valve de sortie (46, 47 ; 55. 56, 57) au moyen d'une pression dans la position
d'ouverture grâce au mouvement relatif du tampon (47 ; 55) et de la surface de fermeture
(46 ; 57), deux voies d'écoulement (51, 50 ; 62/68 ; 63/64) indépendantes l'une de
l'autre sont prévues entre l'intérieur du récipient et l'élément (46 ; 55) qui réalise
le mouvement relatif, la première voie d'écoulement (51 ; 62/68) conduisant le produit
à l'ouverture de la valve et la seconde voie d'écoulement (50 ; 63/64) fermée vers
l'extérieur sérvant à l'établissement d'une pression en vue de l'ouverture et du maintien
en position d'ouverture de la valve de sortie.
2. Récipient selon la revendication 1, caractérisé en ce que la deuxième voie d'écoulement
(50 ; 63, 64) qui sert à l'établissement d'une pression peut être alimentée en air
grâce à une valve à air (73) conduisant vers l'extérieur ou grâce à un passage pour
l'air lorsqu'une dépression règne dans le récipient, le prélèvement du produit étant
terminé.
3. Récipient selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tampon (55, 58) de
la valve de sortie (55, 56, 57) est mobile par rapport à la surface de fermeture (57)
formée dans l'obturateur (60) et présente un piston (61) guidé dans un canal cylindrique
(62) et qui sépare le canal cylindrique (62) qui fait partie de la première voie d'écoulement
(62, 68) pour le produit de la deuxième voie d'écoulement (63, 64) dans laquelle s'étend
un tronçon terminal (58) du tampon (55, 58) contigu au piston (61) du côté opposé
à la valve de sortie et relié à un corps (59) en forme de membrane qui ferme par rapport
à l'atmosphère la deuxième voie d'écoulement (63, 64) servant à l'établissement d'une
pression et qui maintient le tampon (55, 58) dans sa position de fermeture par un
effet de ressort en l'absence d'une pression.
4. Récipient selon la revendication 3, caractérisé en ce que la première voie d'écoulement
(62, 68) comprend, dans l'obturateur (60) du récipient, le canal cylindrique (62)
qui entoure le tampon (55) et un canal (68) qui relie ce canal à l'intérieur du récipient
contenant le produit, et en ce que la deuxième voie d'écoulement (63, 64) comprend
l'espace (63) qui entoure le tronçon terminal (58) dudit tampon devant le corps (59)
en forme de membrane et un canal pour l'air (64) qui relie cet espace à l'espace compris
entre un récipient interne (2) et un récipient externe (1) ou à l'espace rempli d'air
(80) situé au-dessus du produit contenu dans un seul récipient.
5. Récipient selon les revendications 2 et 3, caractérisé en ce que la valve à air
pour alimenter en air la deuxième voie d'écoulement (63, 64) est une valve (73) comprimée
par ressort et disposée dans une cavité (72) ouverte vers l'extérieur du tronçon terminal
(58) du tampon (55, 58) et en ce que la cavité du segment terminal (58) communique
avec la deuxième voie d'écoulement par un orifice de liaison radial (78).
6. Récipient selon les revendications 2 et 3, caractérisé en ce que le passage pour
l'air en vue d'alimenter en air la deuxième voie d'écoulement (63, 64) est constitué
par un anneau d'étanchéité en forme de lèvre disposé sur le bord externe du corps
(59) en forme de membrane.
7. Récipient selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface de fermeture
(46) formant la valve de sortie (46, 47) en coopération avec le tampon (47) est mobile
par rapport au tampon (47) et est constituée par un corps (46) en forme de membrane
qui ferme vers l'extérieur en même temps la première voie d'écoulement (51) pour le
produit et une deuxième voie d'écoulement (50) entourant la première voie de façon
concentrique tout en étant séparée, et qui en présence d'une pression se soulève de
la surface d'étanchéité du tampon 47 et en l'absence d'une pression repose contre
la surface d'étanchéité, la première voie d'écoulement communiquant avec l'intérieur
du récipient contenant le produit et la deuxième voie d'écoulement (50) communiquant
avec l'espace compris entre un récipient interne (2) et un récipient externe (1) ou
avec l'espace rempli d'air (80) situé au-dessus du produit contenu dans un seul récipient.
8. Récipient selon les revendications 2 et 7, caractérisé en ce que le bord externe
du corps (46) en forme de membrane constitue un anneau d'étanchéité en forme de lèvre
pour alimenter en air la deuxième voie d'écoulement (50).
9. Récipient selon les revendications 3 et 7, caractérisé en ce que le corps (46,
59) en forme de membrane présente un effet de ressort et exerce une tension préalable
dans le sens de la fermeture de la valve du fait de l'élasticité propre de la matière
qui le constitue.
10. Récipient selon les revendications 3 et 7, caractérisé en ce que le corps (46,
59) en forme de membrane est comprimé par un ressort dans le sens de la fermeture,
ce ressort étant d'une seule pièce avec le corps en forme de membrane ou formant une
pièce séparée.
11. Récipient selon la revendication 3, caractérisé en ce que le tampon (55, 58) et
le corps (59) en forme de membrane sont d'une seule pièce et sont en matière plastique.
12. Récipient selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un couvercle (65) capable
de pivoter et entourant la partie supérieure de l'obturateur (60) qui contient le
tampon (55, 58) maintient le tampon en position fermée par la partie arrière de celui-ci.