[0001] Die Erfindung betrifft eine Packung gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
[0002] Solche Packungen werden häufig benötigt, um vor Gebrauch die in den verschiedenen
Kammern befindlichen Füllgüter zu einer gebrauchsfertigen Mischung zu vermengen.
[0003] Bislang hat man zu diesem Zweck Zwischenblätter in die Packung eingelegt und längs
deren Ränder verklebt.
[0004] Ganz abgesehen davon, daß die Anbringung eines solchen Zwischenblattes schwierig
zu bewerkstelligen ist, ist mit der solchermaßen hergestellten Packung keine zuverlässige
Trennung der Güter in den Kammern möglich. Zum einen weil die Verklebung nur unzureichend
an den Rändern stattfindet, zum anderen, weil die Packung beim Auffalten stellenweise
sich von dem Zwischenblatt losreißen kann.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Packung gemäß dem Oberbegriff des
Hauptanspruchs einfacher herstellbar sowie hinreichend zuverlässig dicht auszubilden.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einer Packung gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs erfindungsgemäß
durch die kennzeichnenden Merkmale der Nebenansprüche in überraschend einfacher Weise
gelöst.
[0007] So wird zum einen beispielsweise zumindest eine halbe Packung seitlich an eine vollständige
Packung angesetzt und deren Seitenbereiche übergreifend festgelegt. Andererseits ist
es auch möglich, zwei praktisch gleich große Packungen aber mit verschiedener Breite
ineinander zu setzen und wenigstens bereichsweise miteinander zu verkleben.
[0008] Mit ganz besonderem Vorteil läßt sich die erfindungsgemäße Packung als innerer Beutel
einer Faltschachtel einsetzen, wie sie an sich bekannt ist (DE-GM 84 11 704), weil
sich bei Einsatz der erfindungsgemäßen Packung die Faltschachtel auch bei seitlichem
Druck auf die Mittelfaltlinie öffnet, so daß eine automatische Weiterverarbeitung
der aufeinander gestapelten flachen Faltschachteln ohne die Gefahr möglich ist, daß
die als Blockbodenbeutelausgebildete Packung reißt, weil dieser auch im aufgefalteten
Zustand vollständig in der Faltschachtel deren vier Innenseiten und deren Boden fest
und ohne Zwischenraum anlegt. Schließlich gestattet sich das Ausschütten des Füllgutes
aus jeder Kammer einfach, weil deren oberes, freies Ende jeweils zu einer Schmalseite
der Faltschachtel hin als Ausgußtülle geformt werden kann, wohingegen die andere Kammeröffnung
geschlossen gehalten oder gefaltet wird.
[0009] Zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
[0010] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine aufgefaltete Faltschachtel, in Draufsicht, mit eingesetztem inneren Beutel;
Fig. 2 den Beutel gemäß Fig. 1, in perspektivischer Darstellung und
Fig. 3 eine Druntersicht 111-111 gemäß Fig. 2 des inneren Beutels.
[0011] Die insgesamt mit 5 bezeichnete Faltschachtel ist im fertig gefalteten Zustand quaderförmig
und weist vier zueinander parallele Faltlinien 6, 7, 8, 9 als Kanten auf. An zwei
einander gegenüberliegenden Seiten 10, 11 der Faltschachtel 5 ist ferner je eine in
deren Mitte und parallel zu den anderen Faltlinien 6 bis 9 verlaufende Mittelfaltlinie
12, 13 vorgesehen. Weiterhin ist im oberen und unteren Bereich der Faltschachtel 5
je ein senkrecht zu den Faltlinien 6 bis 9 verlaufender Querfalz 14 bzw. 15 vorgesehen.
[0012] Der insgesamt mit 16 bezeichnete innere Beutel ist ein sogenannter Klotz- oder Blockbodenbeutel,
der hinsichtlich seiner Abmessungen, Breite und Tiefe im aufgefalteten Zustand dem
Innenraum der Faltschachtel genau entspricht. Der ebenflächige Blockboden 17 (Fig.3)
ist hierbei unter Bildung zweier zueinander paralleler sowie gleich großer Beutelflachseiten
18 bzw. 19 längs seiner Symmetrielinie 20 V-förmig nach unten gefalzt.
[0013] Der Beutel 16 wird deckungsgleich so auf eine der Innenseiten 21, 22 ohne die Mittelfaltlinien
12, 13 so aufgelegt, daß das untere Ende 23, 24 jeder Beutelflachseite 18, 19 an dem
unteren Querfalz der Faltschachtel 5 endet.
[0014] Beim wiedergegebenen Ausführungsbeispiel wird jede Beutelflachseite 18, 19 in dem
Bereich 25 der Innenseite, vorzugsweise in dessen Randbereich festgeklebt, der auf
jeder Innenseite 21, 22 ohne die Mittelfaltlinien 12, 13 zwischen dem oberen und dem
unteren Querfalz 14, 15 festgelegt ist. Der eigentliche, mit Klebstoff versehene Bereich
ist in Fig. 1 schraffiert dargestellt und mit 26 bzw. 27 bezeichnet. Der innere Beutel
16 liegt hierbei in Fig. 1 auf der mit 21 bezeichneten Innenseite an.
[0015] Der in den Fig. 2 und 3 dargestellte innere Beutel 16 weist hierbei zwei Kammern
30, 31 auf. Die Kammer 30 wird hierbei von einem fertig hergestellten Beutel 32 mit
einer Faltenbrelte 40 von der vorderen zu der rückwärtigen Flachseite 18 und vorgegebener
Höhe 33 sowie beliebiger Breite der Flachseiten 18 auf. An die eine Schmalseite 35
des fertigen Beutels 32 ist ein deren Faltkanten 36 übergreifender Teilbeutel 37 angeordnet
und im Bereich der Faltkanten 36, 37 mit dem fertigen Beutel 32 verklebt. Der Teilbeutel
37 entsteht durch einen senkrechten Schnitt durch eine fertig hergestellte Packung
durch die Flachseiten 18, 19 und parallel zu den Faltkanten 36 mit einer sich daraus
ergebenden Breite 38, jedoch derselben Faltenbreite 40 wie der fertige Beutel 32.
[0016] Der Beutel 32 oder der Tei lbeutel 37 können aus Verbundwerkstoffen und/oder verschiedenen
Materialien bestehen.
1. Zumindest zwei Kammern aufweisende Packung zur getrennten Aufnahme verschiedener
Füllgüter, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern (30,31) von Beuteln (32) oder Teilbeuteln
(37) mit einem Formboden (17) gebildet sind, daß an eine Schmalseite (35) eines nur
eine Kammer (30) aufweisenden, fertig hergestellten Beutels (32) ein Teilbeutel (37)
mit demselben Formboden (17) gleicher Höhe (33) sowie derselben Faltenbreite,d.h.
Dicke (40) von der vorderen Flach-(18) zu der rückwärtigen Flachseite (19) und beliebiger
Breite (34) der Flachseiten (18,19) angeordnet ist, daß der Teilbeutel (37) durch
den senkrechten Schnitt einer fertig hergestellten, durch die Flachseiten (18, 19)
und parallel zu den Faltkanten (36) entsteht und daß die Schnittbereiche der Teilbeutel
(37) im Bereich der Faltkanten (36) des fertigen Beutels (32) miteinander verklebt
und/oder gesiegelt sind.
2. Zumindest zwei Kammern aufweisende Packung zur getrennten Aufnahme verschiedener
Füllgüter, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest zwei fertig hergestellte Beutel mit
gleichem Formboden, derselben Höhe, praktisch derselben Faltenbreite von der vorderen
Flachseite zu der rückwärtigen Flachseite und unterschiedlicher Breite der Flachseiten
ineinandergesetzt sowie dann miteinander zumindest bereichsweise verklebt und/oder
gesiegelt sind.
3. Packung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen Beutel
bzw. Teilbeutel aus verschiedenen Werkstoffen und/oder Verbundwerkstoffen bestehen.
4. Packung, insbesondere nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Packung
als Faltschachtel mit eingesetztem inneren Beutel (16) ausgebildet ist, die im fertig
gefalteten Zustand quaderförmig mit vier zueinander parallelen Faltlinien als Kanten
des Quaders ausgebildet sowie an einander gegenüberliegenden Seiten mit je einer mittig
zwischen zwei der zueinander benachbarten Faltlinien verlaufenden weiteren Mittelfaltlinie
versehen ist, wobei der in die Faltschachtel eingesetzte innere Beutel (16) an den
beiden Innenseiten der Faltschachteln ohne die Mittelfaltlinien zumindest bereichsweise
angeklebt ist und wobei die Faltschachtel durch Einschlagen an ihren oberen und unteren
Enden um je einen senkrecht zu den Faltlinien verlaufenden Querfalz faltbar ist.
5. Packung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Beutel (16) ein
Blockbodenbeutel mit zumindest zwei Kammern ist, daß dessen ebenflächiger Blockboden
(17) längs seiner symmetriellinie (20) unter Bildung zweier zueinander paralleler
sowie gleich großer Beutelflachseiten (18,19) V-förmig nach unten gefalzt ist, daß
jede Beutelflachseite (18, 19) deckungsgleich auf eine der Innenseiten (21, 22) ohne
die Mittelfaltlinien (12,13) der Faltschachtel so gelegt ist, daß das untere Ende
(23,24) jeder Beutelflachseite (18,19) an dem unteren Querfalz (15) der Faltschachtel
(5) endet und daß jede Beutelflachseite im Bereich zwischen den beiden Querfalzen
(14, 15) zumindest bereichsweise angeklebt ist.
6. Packung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der innere
Beutel (16) längs den Rändern seiner Beutelflachseiten (18,19) an den beiden einander
gegenüberliegenden, die Mittelfaltlinien (12,13) nicht aufweisenden Innenseiten (21,
22) der Faltschachtel (5) festgeklebt ist.
7. Packung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Beutel (16) höher
als der Abstand der zwei Querfalze (14, 15) ist.
8. Packung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet , daß der innere
Beutel (16) im fertig aufgefalteten Zustand einen Abstand zwischen der Symmetrielinie
(20) und jedem der beiden unteren Enden (23, 24) der Beutelflachseite (18, 19) aufweist,
der höchstens dem Abstand der Mittelfaltlinie (12,13) von den beiden, diesen benachbarten
Faltlinien (6 bzw. 9; 7 bzw. 8) entspricht.
9. Packung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der innere
Beutel (16) mit seiner gesamten Beutelflachseite (18, 19) an den beiden einander gegenüberliegenden,
die Mittelfaltlinien (12,13) nicht aufweisenden Innenseiten (21,22) der Faltschachtel
(5) festgeklebt ist.