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EP 0 190 426 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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13.08.1986 Patentblatt 1986/33 |
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Anmeldetag: 02.12.1985 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
10.01.1985 DE 3500555
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Anmelder: Degussa Aktiengesellschaft |
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D-60311 Frankfurt (DE) |
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Erfinder: |
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- Berchtold, Lorenz, Dr.
D-6450 Hanau 9 (DE)
- Jäckel, Gernot, Dipl.-Ing.
D-6467 Hasselroth I (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Verwendung von Nickellegierungen für Schmuckgegenstände und Uhrenteile |
(57) Es werden neue Nickellegierungen für Schmuckstücke und Uhrenteile beschrieben, die
neben sehr guten Korrosionseigenschaften auch gute Verarbeitungseigenschaften und
eine gute Galvanisierbarkeit zeigen. Sie enthalten neben Nickel 5 bis 20 % Kupfer,
2 bis 6 % Aluminium und 0 bis 0,5 % Kohlenstoff.
[0001] Die Erfindung betrifft die Verwendung von Nickellegierungen für Schmuckgegenstände,
Uhrengehäuse und Uhrenarmbänder.
[0002] Für die Herstellung von Schmuckgegenständen, insbesondere von Modeschmuck, kommen
aus Preisgründen keine Edelmetalle, sondern Kupferlegierungen, wie z.B. Zinnbronze
(CuSn 6, CuSn 8), Kupfer-Bronze (Cu 82 Ni 2 Sn 5 Zn 11) und Neusilber, oder Nickellegierungen
zur Anwendung. Diese zeichnen sich zwar durch gute Bearbeitbarkeit aus, besitzen aber
eine hohe Korrosionsanfälligkeit, so daß die aus diesen Werkstoffen gefertigten Teile
mit Überzügen aus edleren Metallen bzw. Legierungen versehen werden müssen. Der Gebrauch
solcher Verbundwerkstoffe ist jedoch unbefriedigend, da bereits kleinste Poren in
den Überzügen den Trägerwerkstoff korrodieren lassen und die Gegenstände einem abrasiven
Verschleiß unterliegen, die nach einiger Zeit den unedlen Trägerwerkstoff freilegt.
[0003] Die Verwendung hoch korrosionsbeständiger Cr-Ni-Stähle führt umgekehrt zu großen
Nachteilen bei der Formgebung und der Galvanisierung mit Edelmetallen. Die hohe Festigkeit
und steile Verfestigungscharakteristik mit steigendem Verformungsgrad erlauben eine
Formgebung nur mit wiederholten Zwischenglühungen und erfordern oft Spezialwerkzeuge.
Eine Galvanisierung, die oft zu dekorativen Zwecken gewünscht wird, ist wegen der
korrosionsschützenden Passivierungsschichten auf diesen Werkstoffen nur erschwert
möglich.
[0004] Es war daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Nickellegierungen für Schmuckgegenstände
und Uhrenteile zu entwickeln, die korrosionsbeständig, gut verformbar und leicht galvanisierbar
sein sollten.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Verwendung von Nickellegierungen
aus 5 bis 20 % Kupfer, 2 bis 6 % Aluminium, und 0 bis 0,5 % Kohlenstoff, Rest Nickel.
[0006] Vorzugsweise enthalten die Legierungen 9 bis 14 % Kupfer und 2,5 bis 5 % Aluminium.
[0007] Die erfindungsgemäßen Nickel-Kupfer-Aluminium-Legierungen besitzen eine sehr gute
Korrosionsbeständigkeit, gute Galvanisierbarkeit und eine gute Verarbeitbarkeit. Die
möglichen Zusätze von bis zu 0,5 % Kohlenstoff, verbessern die Federeigenschaften
der Legierungen und bewirken eine Verschiebung der Rekristallisationstemperatur zu
höheren Temperaturen.
[0008] Für Schmuckgegenstände gut geeignete Legierungen enthalten beispielsweise 84,4 %
Nickel, 11,3 % Kupfer, und 4,3 % Aluninium oder 85 % Nickel, 11,1 % Kupfer, 3,8 %
Aluminium und 0,1 % Kohlenstoff.
1. Verwendung von Nickellegierungen aus 5 bis 20 % Kupfer, 2 bis 6 % Aluminium, und
0 bis 0,5 % Kohlenstoff, Rest Nickel, als Werkstoff für Schmuckgegenstände und Uhrenteile.
2. Verwendung von Nickellegierungen gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie 9 bis 14 % Kupfer und 2,5 bis 5 % Aluminium enthalten.