[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur elektronischen Fehleranzeige, insbesondere
einer Motorelektronik in Kraftfahrzeugen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Zur elektronischen Fehleranzeige ist es bereits bekannt, in einer Motorelektronik
einen Mikrocomputer so auszubilden, daß er seine Ein- und Ausgangssignale selbst prüfen
und Abweichungen von den Sollwerten feststellen kann. Die erkannten Fehler können
gespeichert und es können Schaltmaßnahmen zum Vermindern schädlicher Folgen dieser
Fehler, beispielsweise durch einen Notfahrbetrieb, eingeleitet werden. Die erkannten
Fehler können auch angezeigt werden, wozu sich beispielsweise Leuchtdioden anbieten,
von denen je eine für einen bestimmten Fehler eingeschaltet werden kann Dies würde
bedeuten, daß die Fehler in einem (1 aus n)-Code codiert sind, wobei n die Anzahl
der Leuchtdioden ist.
[0003] Zur Erkennung von Fehlern der Motorelektronik in Kraftfahrseparat zeugen sind auch
v verwendbare Meßgeräte und Diagnoserechner bekannt, die in Werkstätten an die Motorelektronik
zur Fehlererfassung angeschlossen werden können. Diese Meßgeräte und Diagnoserechner
sind aber verhältnismäßig aufwendig, so daß sie in kleineren Werkstätten nicht immer
angetroffen werden können.
[0004] Andererseits nimmt der Bedarf, Fehler der Motorelektronik zu erfassen, mit dem Einsatz
komplexerer oder mehrerer Mikroprozessoren und einer erhöhten Anzahl Sensoren, welche
Betriebsgrößen des Motors erfassen, ständig zu.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der
eingangs genannten Gattung zur elektronischen Fehleranzeige so auszubilden, daß unter
Verzicht auf separate Meßgeräte und Diagnoserechner,die in Werkstätten willkürlich
an zu prüfende Fahrzeuge anzuschließen sind, eine große Vielzahl von Fehlern erkannt
und mit verhältnismäßig wenig aufwendigen Anzeigemitteln angezeigt werden können.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Ausbildung der Einrichtung mit den im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
[0007] Erfindungsgemäß wird zur Fehleranzeige der Anzeigeteil des Bordrechners verwendet,
der in der Regel als alphanumerische Anzeige ausgebildet ist und infolgedessen ohne
großen Aufwand die Anzeige einer Vielzahl differenzierter Fehler gestattet. Je nach
der Art des Fehlers erscheint eine spezielle fest zugeordnete Zahl, die sonst einem
Betriebsdatum des Fahrzeugs entsprechen würde. Die Fehleranzeige kann dadurch von
der Betriebsdatenanzeige unterschieden werden, daß den Fehlern Zahlen zugeordnet werden,
die als Betriebsdaten nicht in Betracht kommen, beispielsweise bei einer Drehzahl
als Betriebsdatum eine Fehleranzeige von 30.000. Weiterhin bietet sich als stimuliertes
Betriebsdatum für die Fehleranzeige der Verbrauch in Liter pro Stunde bevorzugt an.
[0008] Erfindungsgemäß werden die Fehlersignale in der gleichen Weise wie die Betriebssignale
von der Motorelektronik in den Bordrechner übertragen, beispielsweise als Impulsfolge,
die in dem Bordrechner auszuzählen und anzuzeigen ist. Bei der Anzeige der normalen
Betriebsdaten, beispielsweise des Stunde Verbrauchs in Liter pro 1st die anzuzeigende
Verbrauchsgröße proportional der Impulszahl der Impulsfolge oder einem anderen Modulationsinhalt
des von der Motorelektronik zu dem Bordrechner übertragenen Signals.
[0009] Bei der angegebenen Anzeige von Fehlern mit dem Bordrechner genügt es, den für die
normalen Betriebsdaten unüblichen WertEn spezifische Fehler fest zuzuordnen, die von
dem Personal, beispielsweise nach einer vorgegebenen Liste, erkannt werden können.
[0010] Es ist statt dessen auch denkbar, daß die Fehler mit den gleichen Zahlenwerten wie
die normalen Betriebsdaten in dem Bordrechner angezeigt werden, daß jedoch ein zusätzliches
angezeigtes Signal die Fehleranzeige signalisiert, so daß keine Verwechslungen zwischen
normalen Betriebsdaten und Fehlern vorkommen können.
[0011] Die erfindungsgemäße Einrichtung zeichnet sich durch einen besonders geringen zusätzlichen
Aufwand aus, da einerseits die Erzeugung der die Fehler angebenden, simmulierten Betriebssignale
wenigstens teilweise mit dem oder den ohnehin in der Motorelektronik vorgesehenen
Mikrocomputer(n) erfolgen kann,und da andererseits der Bordrechner zur Fehleranzeige
im wesentlichen unverändert verwendet werden kann.
[0012] Mit dem zusätzlichen Fehlerspeicher in der nach Anspruch 2 charakterisierten Struktur
können auch solche Fehler ermittelt und in einer Werkstatt angezeigt werden, die sich
nur während der Fahrt, beispielsweise durch Plausibilitätsprüfung der von den Sensoren
abgegebenen Werte, feststellen lassen. Die Fehlersignale oder die codierten Fehlerzahlen
werden also während der Fahrt des Fahrzeugs festgestellt und in dem Fehlerspeicher
gespeichert, aus dem sie auch im Stand, insbesondere in einer Werkstatt, ausgelesen
werden können. Damit ist es auch kleineren wirtschaftlich weniger leistungsfähigen
Werkstätten möglich, die elektronische Fehleranzeige eines Fahrzeugs weitgehend zu
prüfen.
[0013] Damit kann ein während der Fahrt auftretender Fehler stets auch im fahrenden Fahrzeug
angezeigt werden, beispielsweise im Multiplexbetrieb mit den normalen Betriebsdaten,
oder aber im Fehlerfall hierarchisch bevorzugt, und außerdem bei stehendem Fahrzeug,
wenn ein vorteilhaft in Verbindung mit den Merkmalen des Anspruchs 2 vorgesehender
Umschalter von Normalanzeige auf Diagnoseanzeige umgelegt und damit der Inhalt des
Fehlerspeichers zur Anzeige in dem Bordrechner ausgegeben wird.
[0014] Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung, die ein Blockschaltbild der
Einrichtung zur elektronischen Fehleranzeige darstellt, erläutert:
Der konventionelle Teil der Einrichtung umfaßt zunächst Sensoren 1 bis 4, von denen
beispielsweise ein Sensor 1 ein Luftmengensensor ist und Sensor 2 ein Verbrauchssensor,
der den Kraftstoffdurchfluß mißt. Von den Sensoren führen Leitungen zu einer allgemein
mit 10 bezeichneten Motorelektronik, die einen oder mehrere Mikrocomputer enthält.
[0015] Im einzelnen werden in einem Betriebssignal- und Stellgrößenbilder 5 aufgrund der
Sensorsignale Stellgrößen gebildet, die an einem Anschluß 6 zu Stellgliedern führen,
beispielsweise einem Bypass zur Leerlaufdrehzahlregelung. Ein weiterer Anschluß 6a
führt über eine Leitung zu einem Bordrechner 7.
[0016] Der Bordrechner 7 besteht im wesentlichen aus einer alphanumerischen Anzeige 8 sowie
einem hier nicht näher interessierenden Bedienteil 9, welcher Tasten zur Aktivierung
einer von mehreren möglichen Anzeigen dient.
[0017] In dem Betriebssignalbilder 5 werden normale Betriebssignale als Impulsfolgen gebildet,
die in dem Bordrechner, zu dem sie übertragen werden, ausgewertet, d.h. ausgezählt
und in der alphanumerischen Anzeige 8 dargestellt werden.
[0018] Die ordnungsgemäße Betriebsweise des Betriebssignal- und Stellgrößenbilders 5 sowie
der Sensoren 1 bis 4, insbesondere der Leistungsausgänge zur Stellgrößenbildung, wird
mit einer Schaltungsanordnung 11 zur Fehlererkennung überprüft, die in üblicher Weise
aufgrund von Plausibilitätskriterien arbeitet. Diese können zumeist während der Fahrt
des Fahrzeugs festgestellt werden, in welches die Motorelektronik 10 und der Bordrechner
7 eingebaut sind. Hierzu wird die Schaltungsanordnung zur Fehlererkennung außer von
den Sensoren 1 bis 4 von einem Ausgang des Betriebssignal- und Stellgrößenbilders
5 über eine Verbindung 12 gespeist.
[0019] Das mit der Schaltungsanordnung 11 erkannte Fehlersignal wird einem nachgeschalteten
Fehlercodierer 13 zugeführt, der aus dem Fehlersignal eine Fehlerzahl codiert, die
entweder in dem Fehlercodierer selbst oder aber gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel
in dem Fehlerspeicher 14 gespeichert wird.
[0020] Der gespeicherte codierte Fehler kann ebenfalls mit dem Bordrechner 7, und zwar mit
der Anzeige 8, dargestellt werden Hierzu wird die codierte Fehlerzahl mit einem Umsetzer
15 in simmulierte Betriebssignale umgesetzt, die von dem Bordrechner 7 ohne weiteres
verarbeitet und angezeigt werden können.
[0021] Die simmulierten Betriebssignale werden in der in der Zeichnung dargestellten Schaltstellung
einer Umschalteinrichtung 16 von dem Umsetzer in den Bordrechner 7 übertragen. Eine
solche Übertragung erfolgt vorzugsweise während dem Stand des Fahrzeugs, wobei die
angezeigten Fehler in Ruhe abgelesen und beispielsweise mit einer Liste entschlüsselt
werden können.
[0022] Während des Fahrbetriebs ist hingegen die Umschalteinrichtung in die nicht dargestellte
Schaltlage gebracht, wodurch die von dem Betriebssignal- und Stellgrößenbilder 5 abgegebenen
Betriebssignale, beispielsweise des momentanen Kraftstoffdurchflusses, über die Umschalteinrichtung
16 zu dem Bordrechner 7 übertragen und dort umgerechnet auf Liter pro 100 km angezeigt
werden können.
[0023] Die Umschaltung der Umschalteinrichtung 16 zwischen Normalbetrieb, d.h. Fahrbetrieb,
und Anzeige der Betriebssignale einerseits oder Diagnose, d.h. Fehleranzeige der in
dem Fehlerspeicher gespeicherten codierten Zahlen andererseits erfolgt durch manuelle
Betätigung eines Schalters 17, der - wie mit der unterbrochenen Linie angedeutet -
auf die Umschalteinrichtung 16 einwirkt.
[0024] So kann beispielsweise während einer Probefahrt die Motorelektronik 10 einen Fehler
des Luftmengensensors 1 erkennen und durch den Fehlercodierer 13 codiert eine für
den Fehler kennzeichnende Zahl in den Fehlerspeicher 14 einspeichern. Diese Zahl kann
beispielsweise einer Verbrauchsanzeige von 10,1 Liter pro km entsprechen. Am Ende
der Probefahrt wird durch Umschaltung des Schalters 17 von Normal auf Diagnose die
in dem Fehlerspeicher 14 gespeicherte Zahl in ein Betriebssignal durch den Umsetzer
15 umgesetzt, welches dann in dem Bordrechner 7 wieder als momentane Verbrauchsanzeige
Stunde von 10,1 Liter pro angezeigt wird.
[0025] Wenn der Anzeigeteil 8 zu wenige Stellen hat, um sämtliche Fehler mit einer individuellen
Zahl anzuzeigen, ist es auch möglich, die codierte Fehlerzahl sequentiell umzusetzen
und zu dem Bordrechner zu übertragen. Dann erscheint beispielsweise die Kennzeichnung
eines bestimmten Fehlers als Folge zweier Zahlen von je 3 Stellen in dem Anzeigeteil
8.
[0026] In keinem Fall sind zur Fehlerdiagnose weitere externe Meßgeräte oder Diagnoserechner
erforderlich.
1. Einrichtung zur elektronischen Fehleranzeige, insbesondere einer Motorelektronik
in Kraftfahrzeugen, mit einer Fehlererkennungsschaltungsanordnung und mit einem Fehlercodierer,
der Ausgangssignale der Fehlererkennungsschaltungsanordnung in anzeigbare Fehlerzahlen
codiert, dadurch gekennzeichnet , daß zur Fehleranzeige ein Bordrechner (7) einschließlich
einem Anzeigeteil (8),der normalerweise zur Anzeige von Betriebsdaten des Fahrzeugs
(z.B. Drehzahl, Kraftstoffverbrauch) eingerichtet ist, verwendet wird, daß der Bordrechner
(7) umschaltbar (Umschalteinrichtung 16) von einem Betriebssignalbilder (5) der Motorelektronik
(10) beaufschlagbar ist oder von einem Umsetzer (15) beaufschlagbar ist, der die codierte
Fehlersignale in simmulierte, in dem Bordrechner (7) verarbeitbare und anzeigbare
Betriebssignale umsetzt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit der Fehlererkennungsschaltung
(11) und/oder dem Fehlercodierer (13) in Verbindung stehender Fehlerspeicher (14)
vorgesehen ist, in dem in einer ersten Stellung eines zur Umschaltung verwendeten
Schalters (Umschalteinrichtung 16), manuell betätigbarer Schalter 17) Fehlersignale
oder codierte Fehlerzahlen während der Fahrt des Fahrzeugs einspeicherbar sind und
aus dem in der zweiten Schalterstellung insbesondere im Stand des Fahrzeugs diese
Fehlersignale oder codierte Fehlerzahlen ausgegeben werden.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Fehlererkennungsschaltungsanordnung
(11), der Fehlercodierer (13) und der Fehlerspeicher (14) Bestandteile eines Mikrocomputers
der Motorelektronik (10) sind.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch Mittel zur sequentiellen
Ausgabe von codierten, einem bestimmten Fehler zugeordneten Zahlen aus dem Fehlercodierer.