| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 190 600 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
05.12.1990 Patentblatt 1990/49 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.01.1986 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B41F 31/04 |
|
| (54) |
Farbdosiereinrichtung an Druckmaschinen
Ink-metering device for printing machines
Dispositif de dosage d'encre pour machines à imprimer
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT CH FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
04.02.1985 DE 3503736
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
13.08.1986 Patentblatt 1986/33 |
| (73) |
Patentinhaber: M.A.N.-ROLAND Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
|
63012 Offenbach (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Hummel, Peter
D-6050 Offenbach/Main (DE)
- Steuer, Joachim
D-6050 Offenbach/Main (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Marek, Joachim, Dipl.-Ing. |
|
c/o MAN Roland Druckmaschinen AG
Patentabteilung/FTB S,
Postfach 10 12 64 63012 Offenbach 63012 Offenbach (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 021 002 EP-A- 0 120 298
|
EP-A- 0 046 206 DE-A- 2 951 653
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Vorrichtung zum Dosieren der Farbmenge auf einer Farbkastenwalze im Farbkasten des
Farbwerks einer Druckmaschine mit gegenüber der Farbkastenwalze einstellbaren, zonenbreiten
Dosierelementen, die mit einer Dosierkante versehen sind, welche mit der Farbkastenwalze
einen Dosierspalt bildet und radial oder annähernd radial zur Farbkastenwalze verschiebbar
ist, wobei die Dosierkante auf einer an einem Farbschieber lösbar gehalterten Schieberspitze
angeordnet ist, die in sich starr ist.
[0002] Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der DE-C-3 030 774 bekannt.
[0003] Vorrichtungen der genannten Gattung werden in Farbwerken von Druckmaschinen, insbesondere
in Offsetdruckmaschinen verwendet, um eine exakte und reproduzierbare Einstellung
der Farhmenge zu erzielen. Die Farbmenge muß hierbei in Breitenrichtung zur Druckmaschine
unterschiedlich und zonal unabhängig einstellbar sein. Problematisch ist an dieser
Anordnung, daß für sehr kleine Farbschichtdicken eine außerordentlich genaue Ausrichtung
der einzelnen Dosierelemente notwendig wird. Der Aufwand der hierzu betrieben werden
muß und die Gefahr der Beschädigung der Dosierkante der einzelnen Dosierelemente ist
nicht zu unterschätzen. Durch ungenügend genaue Ausrichtung von einzelnen Dosierelementen
bzw. auch der Schieberspitzen auf den Farbschiebern der Dosierelemente kann es zu
sogenannte Kantenträgern kommen, die eine exakte Nullstellung der jeweiligen Dosierelemente
nicht zulassen. Da für diese Fälle der Drucker versucht, das Dosierelement durch zusätzliches
Verstellen in der jeweiligen Zone vollkommen gegen die Farbkastenwalze anzustellen,
ergeben sich leicht Schäden durch erhöhten Verschleiß. Bei alledem soll aber die Genauigkeit
der Einstellung gewährleistet werden.
[0004] Aus der DE-C-3 030 774 ist bekannt, auf einzelnen als Schieber ausgebildeten Farbdosierelementen
die Dosierkante an einem mit einem Federstahlplättchen versehenen Steckschuh anzuordnen.
Das Federstahlplättchen bildet so mit seinem harten federnden Werkstoff die Dosierkante
und ist in einer elastischen Einbettmasse befestigt. Zusätzlich ist hinter der Dosierkante
in der Einbettmasse eine Ausnehmung vorgesehen. Dieses Dosierelement vermeidet teilweise
erhöhten Verschleiß durch die höhere Festigkeit der Dosierkante selbst und durch eine
Fexibilisierung der Dosierkante über eine Federmöglichkeit. Die Bedienungsfreundlichkeit
wird durch ein einfaches Austauschen des Steckschuhes verbessert. Der Steckschuh kann
über angegossene Noppen in dem Farbdosierelement eingerastet werden.
[0005] Am beschriebenen Farbdosierelement ist die Ausrichtung des Steckschuhes zum Schieber
nicht veränderbar, d.h. die Dosierkante kann für sich nicht gegenüber dem Schieber
justiert werden. Fertigungsfehler übertragen sich also voll auf die Exaktheit der
Dosierung. Insgesamt gesehen verringert das Farbdosierelement zwar die Verschleißanfälligkeit,
bietet aber nicht die Gewährleistung für eine immer exakte Einstellung auch geringer
Farbschichtdicken. Die exakte Ausrichtung und Abgleichung der Dosierkante der jeweiligen
Dosierelemente zueinander bereitet ebenso große probleme wie die Justierung gegenüber
der Farbkastenwalze. Würde beispielsweise ein leicht schrägstehendes Farbdosierelement
mit der Farb- schichtdicke Null gefahren, so müßte sich die Dosierkante zur vollkommenen
Abstellung der Farbzufuhr verbiegen. Dies ist zwar möglich, legt aber für die Öffnung
des Dosierspaltes einen falschen Nullpunkt fest, da beim Zurückfahren des Farbdosierelementes
der Dosierspalt zunächst nur einseitig freigegeben und damit eine zu geringe Farbzufuhr
ermöglicht wird. Außerdem ist der Kraftaufwand gegenüber der Farbkastenwalze so groß,
daß sie sich um etwa das 10-fache des für minimale Farbführung noch zulässigen Abstands
zwischen Dosierkante und Walzenoberfläche verbiegt. Somit ist die in Breitenrichtung
unabhängige Einstellung der Dosierelemente nicht mehr gewährleistet.
[0006] Weiterhin ist aus der DE-A-2 951 653 eine Vorrichtung zum Dosieren von Farbe auf
der Farbkastenwalze eines Farbwerks für Druckmaschinen bekannt. Hierin sind auf einer
Grundplatte jeweils zwei der drei Schieber elemente vorhanden. Diese Schieberelemente
sind in sich starr und dienen zur Erzeugung eines Farbfilms auf einer Farbkastenwalze.
Zum Dosieren wird jeweils eines der Schieberelemente zur Positionierung des zweiten
gegen die Farbkastenwalze abgestützt. Hier ist nicht erkennbar, wie eine exaktreproduzierbare
Positionierung des Schieberelementes erfolgen soll. Außerdem ist die Justierung der
Schieberelemente gegenüber der Farbkastenwalze enorm erschwert, da die Schieberelemente
einander nahezu über die gesamte Länge berühren und daher eine exakte Ausrichtung
des gesamten Schieberelementes gegenüber der Farbkastenwalze notwendig wird.
[0007] Weiterhin ist die EP-A-0 120 298 bekannt, in der Dosierelemente in Farbkästen von
Offsetdruckmaschinen beschrieben werden. Hierin sind die Dosierelemente mit Hilfe
von Stützelementen in radialer Richtung zur Farbkastenwalze auf deren Oberfläche abgestützt.
Damit ergibt sich automatisch eine Ausrichtung des Dosierelementes gegenüber der Farbkastenwalze.
Die Vorrichtung weist aber verschiedene Nachteile auf. Wesentlich ist, daß farbfreie
Zonen erzeugt werden, die die Farbdosierung erschweren. Weiterhin wird zwischen den
Stützelementen und der Farbkastenwalze Verschleiß erzeugt, der bis zur Beschädigung
der Walzenoberfläche führen kann. Außerdem wird sich mit der Zeit die Bezugsfläche
zwischen Dosierelement und Farbkastenwalze in Folge des VerschleiBes verändern.
[0008] Mit den geschilderten Vorrichtungen ist also die Minimierung von Verschleiß, Kraftwirkung
gegenüber der Farbkastenwalze und optimaler Ausrichtbarkeit gegenüber deren Walzenoberfläche
nicht erreichbar.
[0009] Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, eine Vorrichtung zum Dosieren der
Farbmenge auf einer Farbkastenwalze zu erstellen, bei der der Aufwand zur Ausrichtung
der Farbdosierelemente gegenüber der Farbkastenwalze und die Krafteinwirkung vom Dosierelement
auf die Farbkastenwalze bei minimaler Farbführung entscheidend verringert wird, wobei
deren Dosierkante sich leicht und insgesamt an der Oberfläche der Farbkastenwalze
ausrichten.
[0010] Eine Lösung dieser Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale beschrieben.
[0011] Die in sich starre Ausbildung der Schieberspitze legt die Position der Dosierkante
gegenüber dem Antrieb der Dosierelemente immer exakt fest. Durch die drehbewegliche
Anordnung der Schieberspitze auf dem Dosierelement ist es möglich, daß durch einfaches
Anstellen der Schieberspitze an die Farbkastenwalze eine Ausrichtung der Dosierkante
gegenüber der Oberfläche der Farbkastenwalze erfolgt. Eine manuelle Feinausrichtung
entfällt. Es hat sich gezeigt, daß die hydrodynamischen Einflüsse von der Druckfarbe
her sich nicht negativ auf die Ausrichtung der Dosierkante auswirken, wenn die Schieberspitze
in der Form eines pendelnd angeordneten Elementes ausgeführt ist. Die jeweilige Schieberspitze
stellt sich auf ein Kräftegleichgewicht aus dem Druck in der durch den Farbspalt gezogenen
Druckfarbe ein. Dabei ist nach der beschriebenen Anordnung immer der Mittelpunkt der
Dosierkante in der richtigen Entfernung von der Farbkastenwalze während die Eckpunkte
der Dosierkante jeweils gleich weit oder entsprechend unterschiedlich weit von der
Oberfläche der Farbkastenwalze entfernt sind. Die für den Farbtransport zur Verfügung
stehende Öffnung weist aber jeweils die gleiche Fläche auf, d.h. daß die durchtransportierte
Farbmenge über die Breite einer Farbzone immer gleich ist. Eine Schrägstellung der
Dosierkante kann sich prinzipiell nur bei Fertigungsungenauigkeiten im Bereich der
Lagerung der Schieberspitze ergeben, wobei diese sich aber durch die flexible Anbringung
kaum auswirken können. Die Ungenauigkeiten sind auch sehr klein und spielen im Endeffekt
keine Rolle für die Farbverteilung, da durch die Verreibung quer zum Farbwerk die
auf der Farbkastenwalze innerhalb einer einzelnen Farbzone noch vorhandenen Schichtunterschiede
fast vollständig wieder eingeebnet werden.
[0012] Ein sehr entscheidender Effekt an der dargestellten Vorrichtung ist, daß auch bei
schräger Ausrichung der Farb-Dosierelemente dieser Art gegenüber der Oberfläche der
kastenwalze keine Kantenträger mehr entstehen können. Beim Zufahren der Dosierelemente
bzw. beim Schließen des Farbspaltes stützt sich die Schieberspitze mit der vorstehenden
Ecke an der Oberfläche der Farbkastenwalze ab und richtet sich dann über ihre drehbewegliche
Lagerung aus bis die Dosierkante vollkommen an der Oberfläche der Farbkastenwalze
anliegt.
[0013] Die Lagerung der Schieberspitzen auf den Dosierelementen erfordert im Allgemeinen
keine allzu hohe Genauigkeit, da es lediglich darauf ankommt, eine Anlagefläche für
die Schieberspitze zu schaffen, die eine Ausrichtung der Schieberspitze um einen Drehpunkt
ermöglicht. Durch die auf diese Weise notwendig werdende relativ lose Anordnung der
Schieberspitze wird auch eine einfache Austauschbarkeit der Schieberspitze erreicht.
Die Schieberspitze kann sogar im Farbkasten ausgetauscht werden, ohne daß das Dosierelement
aus dem Farbkasten ausgebaut werden müßte. Damit sind sehr wesentliche Vorteile, den
Montage- und Einrichtungsaufwand und vor allem auch die Einstellgenauigkeit der Farbdosierelemente
betreffend, erreicht.
[0014] Die Erfindung wird am Beispiel nachfolgend im Einzelnen erläutert. Dazu sind
Fig. 1 eine Übersicht über einen Farbkasten,
Fig. 2 eine Darstellung der Zuordnung von Dosierelementen an der Farbkastenwalze,
Fig. 3 ein Querschnitt durch die Befestigung einer Schieberspitze,
Fig. 4 Varianten zur Lagerung in Draufsicht, bis 8
Fig. 9 ein Detail zur äußeren Form der Schieberspitze.
[0015] Die grundsätzliche Zuordnung eines Farbkastens 1 zu einer Farbkastenwalze 2 ist aus
Fig. 1 erkennbar. Im Farbkasten 1 ist ein Dosierelement 3 mit seinem Antrieb 4 befestigt.
Der Antrieb 4 ist über eine Stellspindel 5 spielfrei einem Farbschieber 6 angekoppelt.
Der Farbschieber 6 kann radial bzw. annähernd radial zur Farbkastenwalze 2 bewegt
werden. Auf dem Farbschieber 6 ist eine Schieberspitze 7 angeordnet. Durch die Bewegung
des Farbschiebers 6 wird eine Dosierkante 8 an der Vorderseite der Schieberspitze
7 gegenüber der Farbkastenwalze 2 bewegt. Damit wird zwischen der Oberfläche der Farbkastenwalze
2 und der Dosierkante 8 ein Farbspalt 9 erzeugt.
[0016] Die Zuordnung der Dosierelemente 3 in Richtung der Achse A der Farbkastenwalze 2
ist aus Fig. 2 erkennbar. Die Dosierelemente 3 mit ihren Antrieben 4 sind nebeneinander
am Farbkasten 1 angebracht. Die Längsachsen B der Dosierelemente 3 stehen dabei im
wesentlichen parallel zueinander. Die Zuordnung ist so gewählt, daß sich die Schieberspitzen
7 gegenseitig berühren. Für die Farbschieber 6 ist eine Berührung nicht vorgesehen.
Die Ausrichtung der Dosierelemente 3 wird durch Befestigungsschrauben festgelegt.
Diese Befestigungsschrauben greifen in Schraublöcher der Dosierelemente 3 ein und
halten diese am Unterteil des Farbkastens 1 fest. Bei der Ausrichtung der Dosierelemente
3 gegenüber der Oberfläche der Farbkastenwalze 2 spielt die Verschraubung der Dosierelemente
3 am Farbkasten 1 eine wichtige Rolle. Beim endgültigen Anziehen der genannten Halteschrauben
wird ein Drehmoment auf die Dosierelemente 3 aufgebracht, das deren Ausrichtung beeinflußt.
So kann eine exakte Justierung der Längsachse B der Dosierelemente 3 senkrecht zur
Achse A der Farbkastenwalze 2 nur unter sehr großem Aufwand erreicht werden. Die Montage
der einzelnen Dosiereiemente 3 bzw. ein späterer Austausch würde sehr erschwert, wenn
die Justierung der Dosierkante 8 über die Ausrichtung der Dosierelemente 3 vorgenommen
werden müßte. Die Befestigung der Schieberspitze 7 auf dem Farbschieber 6 wird daher
nach der Erfindung wie im Folgenden beschrieben nicht starr, sondern beweglich ausgeführt.
[0017] In den beschriebenen Versionen ist die Sicherung der Schieberspitze grundsätzlich
gleich. In Fig. 3 ist sie einmal im Querschnitt dargestellt. In dem Farbschieber 6
ist, senkrecht zu seiner flächigen Ausdehnung stehend, ein Haltebolzen 10 eingenietet.
Er ist mit einem Gewinde versehen. Die Schieberspitze 7 wird von einer Haltemutter
11 am Haltebolzen 10 auf dem Farbschieber 6 gehalten und gegen Kippen gesichert. Die
Haltemutter 11 sollte zur besseren Montage mit einem Querschlitz versehen sein So
ist sie in eine Senkung 12 einschraubbar, an deren Grund eine Befestigungsöffnung
13 zur Führung der Schieberspitze 7 vorgesehen ist. Die Senkung 12 und Befestigungsöffnung
13 stehen senkrecht zur Auflagefläche 14. Die Form dieser Befestigungsöffnung 13 und
ihrer Größenbezeichnung zum genannten Haltebolzen 10 werden noch näher erläutert,
da sie das Bewegungsverhalten der Schieberspitze 7 inder Hauptsache bestimmen. Zwischen
Haltemutter 11 und Schieberspitze 7 kann eine Zwischenlage vorgesehen werden, etwa
eine Tellerfeder, um die Lage der Schieberspitze 7 spielfreizu machen und Fertigungsungenauigkeiten
auszugleichen. Die Haltemutter 11 kann aber auf dem Haltebolzen 10 auch ohne Zwischenlage
so knapp über die Schieberspitze 7 gestellt, und dann etwa durch Kleben gesichert
werden, daß sie die Schieberspitze 7 direkt sichert. Auf diese Weise wird einerseits
eine freie Beweglichkeit der Schieberspitze 7 auf ihrer Auflagefläche 14 sichergestellt,
andererseits ist auch kein Kippen der Schieberspitze 7 aus der glatten Auflage am
Farbschieber 6 möglich. Nach dem Zusammenbau wird die Senkung 12 mit einer Füllmasse
ausgefüllt und gegen eindringende Druckfarbe geschützt.
[0018] Im Folgenden sollen nun durch Verlagerung der Drehachse C der Schieberspitze 7 verschiedene
Varianten zur Ausbildung bezüglich ihrer Querschnittsform in der flächigen Ausdehnung
und bezüglich der Form der Befestigungsöffnungen 13 dargestellt werden.
[0019] In einem Grundgedanken wird davon ausgegangen, daß die Schieberspitze 7 sich einmal
an der Oberfläche der Farbkastenwalze 1 ausrichten soll, und zwar nur dann wenn der
Farbspalt 9 geschlossen werden soll. Beim Öffnen des Farbspaltes 9 soll das Spiel
innerhalb der Lagerung ausgenutzt werden, indem sich dann die Schieberspitze 7 in
der Art einer Waage gegenüber dem Farbschieber 6 durch den anfallenden hydrodynamischen
Druck aus der Druckfarbe einpendelt. Der Durchlaßquerschnitt am Farbspalt 9 wird immer
dem jeweils nötigen Öffnungsquerschnitt für eine bestimmte Farbmenge entsprechen,
da die kennzeichnende Größe für die Farbmenge die Stellung des Farbschiebers 6 bzw.
seiner jeweiligen Ausrichtfläche ist. Dazu ist in Fig. 4 eine sehr einfache Variante
gezeigt..
[0020] Die Befestigungsöffnung 13 ist als einfaches Bohrloch 15 vorgesehen, das relativ
viel Spiel gegenüber dem Haltebolzen 10 aufweist. Das Bohrloch 15 kann nach vorne
hin etwas erweitert sein, so daß sich eine ebene Anlagefläche 16 ergibt. Beim Ausrichten
an der Farbkastenwalze 2 bzw. durch die Wirkung des Farbdruckes liegt die SchiebersPitze
7 normalerweise an der Anlagefläche 16 an, kann aber nach allen Seiten hin ausweichen,
wobei die Drehachse hinter der Dosierkante 8 liegt.
[0021] Eine weitere Version zeigt Fig. 5. Die Schieberspitze 7 ist hier mit an die Hinterkante
verlagerter Drehachse C gezeigt. Sie ist dazu mit einer gewölbten Rückfläche 17 versehen,
die der Dosierkante 8 gegenüber liegt. Mit dieser Rückfläche 17 soll sich die Schieberspitze
7 auf einer geraden Stützfläche 18 des Farbschiebers 6 abstützen. Zur Halterung der
Schieberspitze 7 auf dem Farbschieber 6 ist wieder ein Haltebolzen 10 im Farbschieber
6 angebracht. Weiterhin ist in der Schieberspitze 7 ein Langloch 19 vorgesehen, durch
das der Haltebolzen 10 greift. Die Sicherung der Schieberspitze 7 wird nach dem bekannten
Modus vorgenommen. Diese Variante kann in verschiedener Weise verändert werden. Das
ist etwa dadurch möglich, daß die gewölbte Fläche nicht an der Schieberspitze 7 sondern
an dem Farbschieber 6 angebracht wird. Die Rückfläche 17 der Schieberspitze 7 ist
dann als ebene Fläche vorgesehen. Ebenso kann sich die Schieberspitze 7 an ihrer ebenen
Rückfläche 17 auf einem in den Farbschieber 6 eingesetzten zylindrischen Stift abstützen.
[0022] Außerdem kann das Spiel aus der Lagerung herausgenommen werden. Das verkompliziert
teilweise die Bauweise der Dosierelemente 3, da nun größere Genauigkeit bei der Fertigung
verlangt werden muß. Von großer Bedeutung kann aber sein, daß die Schieberspitzen
7 in Längsrichtung spielfrei gelagert werden. Dabei wird in einem zweiten Grundgedanken
davon ausgegangen, daß die Schieberspitzen 7 in Längsrichtung immer exakt geführt
werden sollen, daß sie sich aber in ihrer Ausrichtung zur Längsachse B bezüglich der
Winkellage und der Lage quer zur Längsachse B selbst einstellen können sollen. Wenn
diese Einstellung vorgenommen ist, soll ihre Ausrichtung weitestgehend beibehalten
werden, wenigstens aber bis zur nächsten Einstellung.
[0023] Zunächst soll hier ein Beispiel durch die Version nach Fig. 6 gezeigt werden, die
eine Mittelstellung zwischen den beiden beschriebenen Grundgedanken darstellt.
[0024] Die Schieberspitze 7 ist wieder mit einem Langloch 19 als Befestigungsöffnung versehen.
Die Rückfläche 17 ist nun gerade und berührt den Farbschieber 6 nicht. Im Bereich
der Stützfläche 18 am Farbschieber 6 ist eine Vertiefung eingearbeitet, so daß am
äußeren Rand der Stützfläche 18 jeweils ein Haltenocken 20 stehen bleibt. Zwischen
die Haltenocken 20 wird eine Blattfeder 21 eingeklemmt, die mit ihrer Wölbung die
Rückfläche 17 der Schieberspitze 7 belastet, so daß diese mit der hinteren Begrenzungsfläche
des Langlochs 19 gegen den Haltebolzen 10 angestellt wird. Die Schieberspitze 7 wird
so in Längsrichtung spielfrei gehalten, kann aber Dreh- bzw. Schiebebewegungen ausführen.
Sie wird allerdings bei offenem Farbspalt 9 durch die Blattfeder 21 wieder in eine
kräftefreie Normallage zurückgedrückt werden. Diese Normallage ist bezüglich ihrer
Ausrichtung zur Längsachse B der Dosierelemente 3 von der Fertigungsgenauigkeit der
genannten Anordnung abhängig, insbesondere von der Zentrierung der Blattfeder 21 gegenüber
dem Haltebolzen 10.
[0025] In Fig. 7 wird nun die Version einer auf dem Farbschieber 6 beweglichen Schieberspitze
7 dargestellt, die nach den jetzigen Erkenntnissen als die wirtschaftlich, konstruktiv
und verfahrenstechnisch günstigste Bauform anzusehen ist. Hier wird insbesondere die
Erkenntnis verwirklicht, daß das Spiel in der Lagerung in Bewegungsrichtung des Farbschiebers
6 minimiert, quer zur Bewegungsrichtung aber an die Verhältnisse zum Lageausgleich
angepaßt werden soll. Dazu ist auf dem Farbschieber 6 ein Führungsbolzen 22 eingesetzt.
Der Führungsbolzen 2Z ist mit einer tolerierten Oberfläche versehen. Die Schieberspitze
7 ist mit einem Führungsschlitz 23 versehen. Der Führungsschlitz 23 weist Abmessungen
wie folgend auf: Parallel zur Dosierkante 8 ist er um etwa 1 mm größer als durch den
Durchmesser des Führungsbolzens 22 vorgesehen; die Breite des Führungsschlitzes 23
in Richtung der Längsachse B ist gleich dem Durchmesser des Führungsbolzens 22. Die
parallel zur Dosierkante 8 liegenden Flächen des Führungschlitzes 23 sind als ebene
Führungsflächen 24 ausgebildet und müssen weitestgehend parallel liegen. Die Schieberspitze
7 soll sich dabei noch relativ leicht auf den Führungsbolzen 23 aufsetzen lassen und
auch dort noch beweglich bleiben. Deshalb ist auch an der Rückseite ein Bewegungsabstand
25 zum Farbschieber 6 hin notwendig. Für die Halterung ist lediglich noch die in Fig.
3 gezeigte Art der Sicherung vorzusehen. Bei der Bewegung des Farbschiebers 6 ist
immer sichergestellt, daß die Schieberspitze 7 der Vorgabe vom Antrieb 4 her folgt.
Trotzdem ist aber die Beweglichkeit der Schieberspitze 7 gegenüber dem Farbschieber
6 und damit auch gegenüber dem Dosierelement 3 sichergestellt.
[0026] Bei allen Varianten ist zur Anpassung der Seitenkanten der Schieberspitzen 7 aneinander,
deren Bearbeitung in den Bereichen nahe der Dosierkante 8 notwendig. Die Querschnittsform
wird in Fig. 8 so dargestellt, wie sie bei Anlage zweier Schieberspitzen 7 aneinander
aussieht. Die Schieberspitzen 7 sind an ihren Seitenkanten 26 nach hinten konisch
zulaufend vorgesehen. Im Idealfall müßte für optimale Beweglichkeit und Abdichtung
eine zylindrische Dichtfläche 27 an einem kurzen Stück der Seitenkanten 26 im Bereich
der Dosierkante 8 angebracht. In der Praxis sind diese Dichtflächen 27 bei einer Länge
von ca. 2 mm aber eben angeläppt und mit einer reibungsarmen Beschichtung versehen.
[0027] Der Bauraum ist durch die seitlich der betrachteten Schieberspitze 7 liegenden Schieberspitzen
7 vorgegeben Dadurch muß zusätzlich zur Drehung der Schieberspitze 7 auch eine Seitenverschiebung
der hinteren Ecken möglich sein, da sich die Schieberspitze 7 bei ihrer Drehung an
der Dichtfläche 27 abstützt. Dazu ist die Halterung der Schieberspitze 7 mit einem
ausreichend großen Spiel versehen, das die maximale mögliche Seitenbewegung der Schieberspitze
7 aufnehmen kann, und die Breite der Schieberspitze 7 verringert sich von der Dosierkante
8 aus nach hinten kontinuierlich. Zwischen zwei Schieberspitzen 7 entsteht so ein
keilförmiger Bewegungsraum 28.
[0028] Die Funktion der selbsteinstellenden Schieberspitzen 7 soll im Folgenden allgemein
beschrieben werden. Beim Einbau eines Dosierelementes 3 mit seinem Antrieb 4 im Farbkasten
1 ist darauf zu achten, daß die Ausrichtung gegenüber der Farbkastenwalze 2 in etwa
rechtwinkelig eingehalten wird. Die Schieberspitzen 7 werden dann seitlich gegeneinander
angestellt. Weiterhin wird bei der Montage wie bei dieser Art von Dosierelementen
3 üblich eine Dichtmasse im Bereich der Farbschieber 6 eingefüllt. Diese Dichtmasse
soll sicherstellen, daß keine Druckfarbe in den Antrieb 4 bzw. anderer Teile der Dosierelemente
3 eindringt.
[0029] Nach dem Zusammenbau kann nun jedes Dosierelement 3 für sich auf einen Nullpunkt
justiert werden. Dazu wird der Farbschieber 6 mit Hilfe des Antriebs 4 in Richtung
zur Farbkastenwalze 2 verfahren. Sollte die Ausrichtung des Dosierelementes 3 gegenüber
der Farbkastenwalze 2 nicht exakt rechtwinkelig sein bzw. sollte die Schieberspitze
7 nicht gerade auf dem Farbschieber 6 sitzen, wird zuerst eine der Ecken der Dosierkante
8 mit der Farbkastenwalze 2 in Berührung kommen.
[0030] In der bekannten Version des starren Farbschiebers ist diese Berührung als Kantenträger
bekannt. Eine exakte Nullstellung des Farbschiebers war dort dann nicht mehr möglich.
[0031] Bei der Vorrichtung nach der Erfindung wird sich nun aber, durch die Beweglichkeit
der Schieberspitze 7, dies auf dem Farbschieber 6 solange verdrehen, bis die Dosierkante
8 vollkommen glatt an der Oberfläche der Farbkastenwalze 2 anliegt. Dann erst ist
die echte Nullstellung des Dosierelements 3 erreicht. Diese kann dann mechanisch oder
elektrisch festgehalten werden. In einer so justierten Stellung wird auch die Farbzufuhr
zu einem nachfolgenden Farbwerk vollkommen für die betreffende Farbzone abgestellt.
Die Justierung der Dosierelemente 3 kann nun nacheinander für den gesamten Farbkasten
1 vorgenommen werden.
[0032] Je nach der Art der Lagerung der Schieberspitze ergeben sich aber bei der Ausrichtung
an der Oberfläche der Farbkastenwalze unterschiedliche Bewegungsabläufe. Bei den in
Fig. 4 bis 7 dargestellten Versionen ergibt sich eine Überlagerung von Bewegungen.
Dadurch, daß der Drehpunkt der Schieberspitze 7 hinter der Dosierkante B liegt, würde
sich bei einer reinen Drehbewegung an der Dosierkante 8 eine Querbewegung bzw. ein
Querversatz ergeben. Dieser Querversatz muß durch eine Schiebebewegung der gesamten
Schieberspitze 7 ausgeglichen werden. Das geschieht in der Praxis so, daß durch die
seitliche Halterung der Schieberspitze 7 zwischen den benachbarten Schieberspitzen
7 diese nicht um den Lagerpunkt dreht, an dem sie sich momentan abstützt, sondern
eine Relativbewegung gegenüber der Lagerung unter Ausnutzung des dort vorhandenen
Spiels ausführt. Die als Schiebebewegung bezeichnete Relativbewegung führt auch dazu,
daß sich die Seitenkanten 26 der Schieberspitzen 7 relativ zueinander bewegen. Daher
ist es auch notwendig, daß die Schieberspitzen 7 an ihren vorderen Ecken nicht spitz
und an den Seitenkanten nicht exakt rechtwinkelig zur Dosierkante 8 ausgebildet sind,
sondern die oben beschriebene Form haben.
[0033] In einer weiteren eher grundsätzlichen, aber theoretisch als ideal anzusehenden Variante
fallen die beschriebenen Relativbewegungen weg. Sie geht davon aus, daß die Drehachse
C der Schieberspitze 7 in die Dosierkante 8 gelegt wird. Dazu kann die gesamte hintere
Begrenzungsfläche der Schieberspitze 7 als kreisbogenförmige Gelenkfläche 29 ausgebildet
werden. Sie stützt sich in einer ebenfalls kreisbogenförmig ausgebildeten Stützfläche
30 ab. Die Ecken der Dosierkante 8 bewegen sich bei einer Drehung der Schieberspitze
7 auf einer Kreisbahn entsprechend der Gelenkfläche 29 der Schieberspitze 7 um die
durch die Dosierkante 8 gehend gedachte Drehachse.
[0034] Damit ist sichergestellt, daß sie sich nicht über die seitliche Begrenzung, die in
der Normalstellung vorgegeben ist, hinaus bewegen. So kann also eine Schieberspitze
7 dieser Form nirgendwo mit einer benachbarten Schieberspitze 7 kollidieren. Bei größeren,
aber in der Praxis kaum zu erwartenden, Drehbewegungen wird sich allerdings die hinter
die Normallinie zurückweichende Ecke der Dosierkante 8 etwas von der benachbarten
Schieberspitze 7 entfernen. Dabei öffnet sich dann ein Spalt zwischen beiden Schieberspitzen
7. Unter extremen Bedingungen könnte dort also Druckfarbe zwischen die Farbschieber
6 eindringen. Damit würde die Funktion dieserAnordnung eventuell gestört, wobei aber
die zwischen den Dosierelementen 3 vorgesehene Abdichtung berücksichtigt werden muß.
Auf der Seite, an der die Ecke der Dosierkante über die Normallinie hinausragt wird
die Abdichtung gegenüber der benachbarten Schieberspitze 7 durch die kreisbogenförmige
Gelenkfläche 29 sichergestellt. Für den praktischen Gebrauch sind solche kreisbogenförmige
Gelenk- 29 bzw. Stützflächen 30 schwierig herzustellen. Zur spielfreien Lagerung muß
die Schieberspitze 7 von einer Druckfeder 31 gegen die Stützfläche 30 gedrückt werden.
[0035] Spielfreiheit kann auch in Form einer Gegenlagerfläche zur Gelenkfläche an der Schieberspitze
7 erzielt werden. Dazu kann z.B. die Schieberspitze aus einem zylindrischen Rohteil
mit dem Durchmesser entsprechend der Farbzonenbreite ausgearbeitet sein, wobei ein
zylindrischer Sockel als Lager dient und die Dosierkante in einem Durchmesser an der
dem Sockel gegenüberliegenden Stirnseite liegt.
[0036] Zur Ausbildung der beschriebenen Erfindung sind natürlich weitere Varianten möglich.
So könnte der zur Abstützung gedachte Lagerpunkt auch vor die Dosierkante verlegt
werden. Dies würde aber die Arbeitsverhältnisse erheblich erschweren.
Beugszeichenliste
[0037]
1 Farbkasten.
2 Farbkastenwalze.
3 Dosierelement.
4 Antrieb.
5 Stellspindel.
6 Farbschieber.
7 Schieberspitze.
8 Dosierkante.
9 Farbspalt.
10 Haltebolzen.
11 Haltemutter.
12 Senkung.
13 Befestigungsöffnung.
14 Anlagefläche.
15 Bohrloch.
16 Anlagefläche.
17 Rückfläche.
18 Stützfläche.
19 Langloch.
20 Haltenocken.
21 Blattfeder.
22 Führungsbolzen.
23 Führungsschlitz.
24 Führungsfläche.
25 Bewegungsabstand.
26 Seitenkante.
27 Dichtfläche.
28 Bewegungsraum.
29 Gelenkfläche.
30 Stützfläche.
31 Druckfeder.
A Achse der Farbkastenwalze.
B Längsachsen der Dosierelement.
C Drehachse.
1. Vorrichtung zum Dosieren der Farbmenge auf einer Farbkastenwalze (2) im Farbkasten
(1) eines Farbwerkes einer Druckmaschine mit gegenüber der Farbkastenwalze einstellbaren
zonenbreiten Dosierelementen, die mit einer Dosierkante (8) versehen sind, welche
mit der Farbkastenwalze (2) einen Dosierspalt (9) bildet und radial oder annähernd
radial zur Farbkastenwalze (2) verschiebbar ist, wobei die Dosierkante (8) auf einer
an einem Farbschieber (6) lösbar gehalterten Schieberspitze (7) angeordnet ist, die
in sich starr ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieberspitze (7) auf dem Farbschieber
(6) um eine Drehachse (C) senkrecht zu einer Ebene, die durch die Verschieberichtung
des Farbschiebers (6) und eine von der Dosierkante (8) berührte Mantellinie der Farbkastenwalze
definiert ist, schwenkbar ist und daß die Drehachse (C) in Bezug auf die Schieberspitze
(7) im Bereich eines vorgegebenen Bewegungsspiels verlagerbar ist, so daß durch einflaches
Anstellen der Schieberspitze (7) an die Farbkastenwalze (2) eine Ausrichtung der Dosierkante
(8) gegenüber der Oberfläche der Farbkastenwalze (2) erfolgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieberspitze (7)
um eine senkrecht auf der Längsachse (B) des Dosierelements (3) stehenden Drehachse
mit Spiel gelagert ist, und daß wenigstens eine Anlagefläche zur Abstützung der Schieberspitze
(7) in einem Punkt innerhalb ihrer Halterung vorgesehen ist, derart, daß die Drehachse
(C) der Schieberspitze (7) sich in begrenztem Umfang verlagern kann.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Spiel in allen
Richtungen gleich groß ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß quer zur Bewegungsrichtung
der Schieberspitze (7) Spiel vorgesehen ist und die Lagerung in Bewegungsrichtung
absolut annähernd spielfrei ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieberspitze (7)
mit einem Bohrloch (15) senkrecht zu ihrerAuflagefläche (14) versehen ist, daß auf
dem Farbschieber (6) ein Haltebolzen (10) senkrecht stehend angebracht ist, wobei
das Bohrloch (15) größer als der Durchmesser des Haltebolzens (10) und wenigstens
mit einer vorderen Auflagefläche (16) versehen ist, und daß die Schieberspitze (7)
am Haltebolzen (10) auf dem Farbschieber (6) von einer Haltemutter (11) direkt oder
indirekt gesichert wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieberspitze
(7) mit einem Langloch (19) senkrecht zu ihrer Auflagefläche (14) versehen ist, wobei
die größte Ausdehnung des Langlochs (19) parallel zur Dosierkante (8) verläuft, daß
ein Haltebolzen (10) senkrecht auf dem Farbschieber (6) angebracht ist, daß am Farbschieber
(6) in Bewegungsrichtung eine ebene Stützfläche (18) vorgesehen ist, daß die Schieberspitze
(7) an ihrer der Dosierkante (8) gegenüberliegenden Seite mit einer gewölbten, glatten
Rückfläche (17) versehen ist, und daß sie von einer Haltemutter (11) direkt oder indirekt
am Haltebolzen (10) auf den Farbschieber (6) gesichert wird, wobei die Stützfläche
(18) und die Rückfläche (17) miteinander in Berührung stehen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieberspitze
(7) senkrecht zu ihrer Auflagefläche (14) mit einem Langloch (19) versehen ist, das
wenigstens eine hintere ebene Führungsfläche aufweist, daß auf dem Farbschieber (6)
ein Haltebolzen (10) senkrecht stehend angebracht ist, daß das Langloch (19) wenigstens
parallel zur Dosierkante (8) größer ist als der Bolzendurchmesser, daß die Schieberspitze
(7) direkt oder indirekt auf dem Farbschieber (6) am Haltebolzen (10) gesichert wird,
und daß zwischen einer Halterung (18, 20) am Farbschieber (6) und der Rückfläche (17)
der Schieberspitze (7) eine Druckfeder angeordnet ist, so daß die Schieberspitze (7)
mit der Anlagefläche des Langlochs (19) dauernd am Haltebolzen (10) anliegt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieberspitze
(7) mit einer Befestigungsöffnung (13) senkrecht zu ihrer Auflagefläche (14) versehen
ist, daß die Befestigungsöffnung (13) als Führungsschlitz (23) ausgebildet ist, der
sich parallel zur Dosierkante (8) erstreckt, daß die Ausdehnung parallel zur Dosierkante
(8) größer ist als parallel zur Längsachse (B) des Dosierelements (3), daß die Flächen
parallel zur Dosierkante (8) als Führungsflächen (24) ausgebildet sind, daß auf dem
Farbschieber (6) ein senkrecht stehender Führungsbolzen (22) vorgesehen ist, daß der
Abstand der Führungsflächen (24) in der Schieberspitze (7) dem Durchmesser des Führungsbolzens
(22) entspricht, so daß die Schieberspitze (7) bei Montage auf dem Farbschieber (6)
über dem Führungsbolzen (22) spielfrei geführt wird, und daß eine Haltemutter (11)
die Schieberspitze (7) direkt oder indirekt sichert.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieberspitze
(7) eine zonenbreite Dosierkante (8) besitzt, von der aus rechtwinklig Dichtflächen
(27) abgehen, daß die Dichtflächen (27) eben oder leicht gewölbt und 1 bis 3 mm lang
sind, und daß die Schieberspitze (7) zur Rückfläche (17) hin leicht konisch zusammenlaufende
Seitenkanten (26) aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieberspitze (7)
um eine senkrecht auf der Längsachse (B) stehende Drehachse (C) ohne Spiel drehbar
gelagert ist, wobei die Drehachse (C) durch die Mitte der Dosierkante (8) geht.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieberspitze
(7) an ihrer Vorderseite mit einer zonenbreiten Dosierkante (8) und an ihrer Rückseite
mit einer kreisbogenförmigen Gelenkfläche (29) versehen wird, wobei der Kreismittelpunkt
in der Mitte der Dosierkante (8) liegt, daß der Farbschieber (6) mit einer kreisbogenförmigen
Stützfläche (30) versehen ist, daß die Radien der Gelenkfläche (29) und der Stützfläche
(30) gleich sind, und daß die Schieberspitze (7) am Farbschieber (6) von einer Druckfeder
(31) mit ihrer Gelenkfläche (29) gegen die Stützfläche (30) des Farbschiebers (6)
angedrückt wird.
1. Dispositif pour doser la quantité d'encre sur un rouleau d'encrier (2) dans l'encrier
(1) d'un système encreur d'une machine imprimante, comportant des éléments de dosage
par zone, réglables par rapport au rouleau d'encrier, qui sont munis d'une arête de
dosage (8), laquelle forme, avec le rouleau d'encrier (2), une fente de dosage (9)
et est déplaçable, radialement ou approximativement radialement, par rapport au rouleau
d'encrier (2), l'arête de dosage (8) étant agencée sur un bout de coulisseau (7) monté
amovible sur un coulisseau d'encrage (6), qui, en soi, est rigide, caractérisé en
ce que le bout de coulisseau (7) sur le coulisseau d'encrage (6) peut pivoter autour
d'un axe de rotation (C) perpendiculairement à un plan, qui est défini par la direction
de déplacement du coulisseau (6) et une génératrice du rouleau d'encrier, en contact
avec l'arête de dosage (8), et en ce que l'axe de rotation (C) est déplaçable relativement
au bout de coulisseau (7) selon un jeu prédéfini, de sorte qu'un alignement de l'arête
de dosage (8) par rapport à la surface du rouleau d'encrier (2) est obtenu par simple
réglage du bout de coulisseau (7) contre le rouleau d'encrier (2).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bout de coulisseau
(7) est monté avec jeu autour d'un axe de rotation perpendiculaire à l'axe longitudinal
(B) de l'élémentde dosage (3), et en ce qu'au moins une surface d'appui pour le bout
de coulisseau (7) est prévue en un point à l'intérieur de son support, de sorte que
l'axe de rotation (C) du bout de coulisseau (7) peut se déplacer sur une étendue limitée.
3. Dispositif selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le jeu est identique
dans toutes les directions.
4. Dispositif selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce qu'un jeu est prévu
transversalement à la direction de déplacement du bout de coulisseau (7) et le montage
dans la direction de déplacement est à peu de choses près absolument sans jeu.
5. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le bout de coulisseau
(7) est muni d'un perçage (15) perpendiculairement à sa surface d'appui (14), en ce
qu'un boulon de maintien (10) est disposé orthogonalement sur le coulisseau d'encrage
(6), le perçage (15) étant plus grand que le diamètre du boulon (10) et étant muni
d'au moins une surface d'appui avant (16), et en ce que le bout de coulisseau (7)
est bloqué, directement ou indirectement, par un écrou de maintien (11) contre le
boulon (10) sur le coulisseau (6).
6. Dispositif selon les revendications 1 et 3, caractérisé en ce que le bout de coulisseau
(7) est muni d'un trou oblong (19) perpendiculairement à sa surface d'appui (14),
la plus grande étendue du trou oblong (19) s'étendant parallèlement à l'arête de dosage
(8), en ce qu'un boulon de maintien (10) est disposé orthogonalement sur le coulisseau
d'encrage (6), en ce qu'une surface d'appui plane (18) est prévue sur le coulisseau
d'encrage (6) dans la direction de déplacement, en ce que le bout de coulisseau (7)
est muni, sur son côté opposé à l'arête de dosage (8), d'une surface arrière lisse
cintrée (17), et en ce qu'il est bloqué, directement ou indirectement, contre le boulon
de maintien (10) sur le coulisseau d'encrage (6) par un écrou (11 ), la surface d'appui
(18) et la surface arrière (17) étant au contact l'une de l'autre.
7. Dispositif selon les revendications 1 et 4, caractérisé en ce que le bout de coulisseau
(7) est muni, perpendiculairement à sa surface d'appui (14), d'un trou oblong (19)
qui présente au moins une surface de guidage plane arrière, en ce que, sur le coulisseau
d'encrage (6), est disposé orthogonalement un boulon de maintien (10), en ce que le
trou oblong (19), au moins parallèlement à l'arête de dosage (8), est plus grand que
le diamètre du boulon, en ce que le bout de coulisseau (7) est bloqué, directement
ou indirectement, sur le coulisseau d'encrage (6) contre le boulon (10), et en ce
que, entre un support (18, 20) sur le coulisseau d'encrage (6) et la surface arrière
(17) du bout de coulisseau (7), est agencé un ressort de pression, de sorte que le
bout de coulisseau (7) avec la surface d'appui du trou oblong (19) repose continuellement
contre le boulon de maintien (10).
8. Dispositif selon les revendications 1 et 4, caractérisé en ce que le bout de coulisseau
(7) est muni d'une ouverture de fixation (13) perpendiculairement à sa surface d'appui
(14), en ce que l'ouverture de fixation (13) est réalisée sous forme de fente de guidage
(23), qui s'étend parallèlement à l'arête de dosage (8), en ce que la dimension parallèlement
à l'arête de dosage (8) est plus grande que parallèlement à l'axe longitudinal (B)
de l'élément de dosage (3), en ce que les surfaces parallèlement à l'arête de dosage
(8) sont réalisées en tant que surfaces de guidage (24), en ce que, sur le coulisseau
d'encrage (6), est prévu un boulon de guidage orthogonal (22), en ce que la distance
des surfaces de guidage (24) dans le bout de coulisseau (7) correspond au diamètre
du boulon de guidage (22), de sorte que le bout de coulisseau (7) lors du montage
sur le coulisseau d'encrage (6) est guidé sans jeu par le boulon de guidage (22),
et en ce qu'un écrou (11) bloque, directement ou indirectement, le bout de coulisseau
(7).
9. Dispositif selon les revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le bout de coulisseau
(7) possède une arête de dosage (8) ayant une largeur de zone, de laquelle sont issues,
à angle droit, des surfaces d'étanchéité (27), en ce que les surfaces d'étanchéité
(27) sont planes ou légèrement cintrées et ont une longueur de 1 à 3 mm, et en ce
que le bout de coulisseau (7) présente des bords latéraux (26) convergeant de façon
légèrement conique par rapport à la surface arrière (17).
10. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bout de coulisseau
(7) est monté rotatif, sans jeu, autour d'un axe de rotation (C) s'étendant perpendiculairement
à l'axe longitudinal (B), l'axe de rotation (C) traversant le centre de l'arête de
dosage (8).
11. Dispositif selon les revendications 1 et 10, caractérisé en ce que le bout de
coulisseau (7) présente, sur son côté avant, une arête de dosage (8) ayant une largeur
de zone et, sur son côté arrière, une surface d'articulation (29) en forme d'arc de
cercle, le centre du cercle se trouvant au milieu de l'arête de dosage (8), en ce
que le coulisseau d'encrage (6) est muni d'une surface d'appui en forme d'arc de cercle
(30), en ce que les rayons de la surface d'articulation (29) et la surface d'appui
(30) sont identiques, et en ce que le bout de coulisseau (7) sur le coulisseau d'encrage
(6) est pressé par un ressort de pression (31), par sa surface d'articulation (29),
contre la surface d'appui (30) du coulisseau d'encrage (6).
1. Apparatus for metering the quantity of ink on to an ink fountain roller (2) in
the ink fountain (1) of an inking unit of a printing press with metering elements
adjustable zonewise opposite the ink fountain roller which are provided with a metering
edge (8) which forms with the ink fountain roller (2) a metering slot (9) and is displaceable
radially or substantially radially relative to the ink fountain roller (2), wherein
the metering edge (8) is arranged on a slide tip releasably mounted on an ink slide
(6), which is as such rigid, characterised in that the slide tip (7) on the ink slide
(6) is swingable about a rotational axis (C) perpendicular to a plane which is defined
by the sliding direction of the ink slide (6) and a surface line of the ink fountain
roller touched by the metering edge 8 and that the rotational axis (C) is displaceable
with reference to the slide tip (7) in the region of a predetermined amount of movement
play, so that by simply placing the slide tip (7) against the ink fountain roller
(2), an alignment of the metering edge (8) with respect to the surface of the ink
fountain roller (2) takes place.
2. Apparatus according to Claim 1, characterised in that the slide tip (7) is mounted
with play about a rotational axis standing perpendicular to the longitudinal axis
(B) of the metering element (3) and that at least one abutment surface for support
of the slide tip (7) is provided at a point within its mounting in such a fashion
that the rotational axis (C) of the slide tip (7) can be displaced within a limited
scope.
3. Apparatus according to Claim 1 and 2, characterised in that the play is the same
size in all directions.
4. Apparatus according to Claim 1 and 2, characterised in that play is provided transverse
to the direction of movement of the slide tip (7) and the mounting in the direction
of movement is play free absolutely as close as can be.
5. Apparatus according to Claim 3, characterised in that the slide tip (7) is provided
with a bored hole (15) perpendicular to its support surface (14), but on the ink slide
(6) a mounting pin (10) standing vertically is installed, wherein the bored hole (15)
is larger than the diameter of the mounting pin (10) and is provided at least with
a front support surface (16) and that the slide tip (7) is secured on the mounting
pin (10) on the ink slide (6) directly or indirectly by means of a mounting nut (11).
6. Apparatus according to Claim 1 and 3, characterised in that the slide tip (7) is
provided with a longitudinal hole (19) perpendicular to its support surface (14),
wherein the greatest extension of the longitudinal hole (19) runs parallel to the
metering edge (8), that a mounting pin (10) is set perpendicularly on the ink slide
(6), that on the ink slide (6) in the direction of movement a flat support surface
(18) is provided, that the slide tip (7) on its side lying opposite the metering edge
(8) is provided with an arched smooth rear surface (17) and that it is secured by
means of a mounting nut (11) directly or indirectly on the mounting pin (10) on the
ink slide (6), wherein the support surface (18) and the rear surface (17) are in contact
with one another.
7. Apparatus according to Claim 1 and 4, characterised in that the slide tip (7) is
provided perpendicular to its laying on surface (14) with a longitudinal hole (19)
which at least has a rear flat guide surface, that on the ink slide (6) a mounting
pin (10) is set standing vertically, that the longitudinal hole (19) at least parallel
to the metering edge (8) is larger than the pin diameter, that the slide tip (7) is
secured directly or indirectly on the ink slide (6) on the holding pin (10) and that
between a mounting (18, 20) on the ink slide (6) and the rear surface (17) of the
slide tip (7) a compression spring is arranged so that the slide tip (7) lies permanently
with the abutment surface of the longitudinal hole (19) against the mounting pin (10).
8. Apparatus according to Claims 1 and 4, characterised in that the slide tip (7)
is provided with a fixing opening (13) perpendicular to its abutment surface (14),that
thefixing opening (13) is constructed as a guide slot (23) which extends parallel
to the metering edge (8), that the extension parallel to the metering edge (8) is
greater than parallel to the longitudinal axis (B) of the metering element (3), that
the surfaces are constructed parallel relative to the metering edge (8) as guide surfaces
(24), that on the ink slide (6) an upright standing guide pin (22) is provided, that
the separation of the guide surfaces (24) in the slide tip (7) corresponds to the
diameter of the guide pin (22), so that the slide tip (7) on mounting on the ink slide
(6) is guided play free over the guide pin (22), and that a holding nut (11) secures
the slide tip (7) directly or indirectly.
9. Apparatus according to Claims 1 to 8, characterised in that the slide tip (7) has
a zone width metering edge (8) from which sealing surfaces (27) go off at right angles,
that the sealing surfaces (27) are flat or slightly arched and are 1 to 3 mm long
and that the slide tip (7) towards the rear surface (17) has slightly conically running
together side edges (26).
10. Apparatus according to Claim 1, characterised in that the slide tip (7) is mounted
without play rotatably about a turning axis (C) standing perpendicular to the longitudinal
axis (B), wherein the rotational axis (C) passes through the middle of the metering
edge (8).
11. Apparatus according to Claim 1 and 10, characterised in that the slide tip (7)
at its front edge is provided with a zone width metering edge 8 and at its rear edge
with an arcuately shaped pivoting surface (29), wherein the centre point of the circle
lies in the centre of the metering edge (8), that the ink slide (6) is provided with
a circularly arcuately shaped support surface (30), that the radii of the pivotal
surface (29) and the support surface (30) are the same, and that the slide tip (7)
is pressed against the ink slide (6) by means of a compression spring (31) with its
pivoting surface (29) against the support surface (30) of the ink slide (6).