[0001] Die Erfindung betrifft platten-, folien- oder bandförmige Trägermaterialien für Offsetdruckplatten
auf der Basis von Aluminium mit einer hydrophilen Beschichtung, ein Verfahren zur
Herstellung dieser Materialien und die Verwendung der Materialien bei der Herstellung
von Offsetdruckplatten. Trägermaterialien für Offsetdruckplatten werden entweder vom
Verbraucher direkt oder vom Hersteller vorbeschichteter Druckplatten ein- oder beidseitig
mit einer lichtempfindlichen Schicht (Kopierschicht) versehen, mit deren Hilfe ein
druckendes Bild auf photomechanischem Wege erzeugt wird. Nach Herstellung des druckenden
Bildes trägt der Schichtträger die druckenden Bildstellen und bildet zugleich an den
bildfreien Stellen (Nichtbildstellen) den hydrophilen Bilduntergrund für den lithographischen
Druckvorgang.
[0002] An einen Schichtträger für lichtempfindliches Material zum Herstellen von lithographischen
Platten sind deshalb folgende Anforderungen zu stellen:
-Die nach der Belichtung relativ löslicheren Teile der lichtempfindlichen Schicht
müssen durch eine Entwicklung leicht zur Erzeugung der hydrophilen Nichtbildstellen
rOckstandsfrei vom Träger zu entfernen sein.
-Der in den Nichtbildstellen freigelegte Träger muß eine große Affinität zu Wasser
besitzen, d. h. stark hydrophil sein, um beim lithographischen Druckvorgang schnell
und dauerhaft Wasser aufzunehmen und gegenüber der fetten Druckfarbe ausreichend abstoßend
zu wirken.
-Die Haftung der lichtempfindlichen Schicht vor, bzw. der druckenden Teile der Schicht
nach der Belichtung muß in einem ausreichenden Maß gegeben sein.
[0003] Als Basismaterial für derartige Schichtträger können Aluminium-, Stahl-, Kupfer-,
Messing- oder Zink-, aber auch Kunststoff-Folien oder Papier verwendet werden. Diese
Rohmaterialien werden durch geeignete Operationen wie z.B. Körnung, Mattverchromung,
oberflächliche Oxidation und/oder Aufbringen einer Zwischenschicht in Schichtträger
für Offsetdruckplatten überführt. Aluminium, das heute wohl am häufigsten verwendete
Basismaterial für Offsetdruckplatten, wird nach bekannten Methoden durch Trockenbürstung,
Naßbürstung, Sandstrahlen, chemische und/oder elektrochemische Behandlung oberflächlich
aufgerauht Zur Steigerung der Abriebfestigkeit kann das aufgerauhte Substrat noch
einem Anodisierungsschritt zum Aufbau einer dünnen Oxidschicht unterworfen werden.
[0004] In der Praxis werden die Trägermateriafien, insbesondere anodisch oxidierte Trägermaterialien
auf der Basis von Aluminium, oftmals zur Verbesserung der Schichthaftung, zur Steigerung
der Hydrophilie und/oder zur Erleichterung der Entwickelbarkeit der lichtempfindlichen
Schichten vor dem Aufbringen einer lichtempfindlichen Schicht einem weiteren Behandlungsschritt
unterzogen, dazu zählen beispielsweise die folgenden Methoden:
In der DE-C 907 147 (= US-A 2 714 066), der DE-B 14 71 707 (= US-A 3 181 461 und US-A
3 280 734) oder der DE-A 25 32 769 (= US-A 3 902 976) werden Verfahren zur Hydrophilierung
von Druckplattenträgermaterialien auf der Basis von gegebenenfalls anodisch oxidiertem
Aluminium beschrieben, in denen diese Materialien ohne oder mit Einsatz von elektrischem
Strom mit wäßriger Natriumsilikat-Lösung behandelt werden.
[0005] Aus der DE-A 11 34 093 (= US-A 3 276 868) und der DE-C 16 2
1 478 (= US-A
4 153 461) ist es bekannt, Polyvinylphosphonsäure oder Mischpolymerisate auf der Basis
von Vinylphosphonsäure, Acrylsäure und Vinylacetat zur Hydrophilierung von Druckplattenträgermaterialien
auf der Basis von gegebenenfalls anodisch oxidiertem Aluminium einzusetzen. Es wird
auch der Einsatz von Salzen dieser Verbindungen erwähnt, aber nicht näher speziffziert.
[0006] Der Einsatz komplexer Fluoride des Titans, Zirkons oder Hafniums gemäß der DE-B 13
00 415 (= US-A 3 440 050) führt ebenfalls zu einer zusätzlichen Hydrophilierung von
Aluminiumoxidschichten auf Druckpiattenträgermaterialien.
[0007] Neben diesen besonders bekanntgewordenen Hydrophilierungsmethoden ist beispielsweise
auch noch der Einsatz folgender Polymerer auf diesem Anwendungsgebiet beschrieben
worden:
[0008] In der DE-B 10 56 931 wird der Einsatz von wasserlöslichen, linearen Mischpolymeren
auf der Basis von Alkylvinylethern und Maleinsäureanhydriden in lichtempfindlichen
Schichten für Druckplatten beschrieben. Besonders hydrophil sind von diesen Mischpolymeren
solche, bei denen die Maleinsäureanhydridkomponente nicht oder mehr oder weniger vollständig
mit Ammoniak, einem Alkalihydroxid oder einem Alkohol zur Reaktion gebracht wurde.
[0009] Aus der DE-B 10 91 433 ist die Hydrophilierung von Druckplattenträgermaterialien
auf der Basis von Metallen mit filmbildenden organischen Polymeren wie Polymethacrylsäure
oder Natriumcarboxymethylcellulose oder
[0010] -hydroxyethylcellulose bei Aluminiumträgern oder einem Mischpolymeren aus Methyivinylether
und Maleinsäureanhydrid bei Magnesiumträgem bekannt.
[0011] Zur Hydrophilierung von Druckplattenträgermaterialien aus Metallen gemäß der DE-B
11 73 917 (= GB-A 907 718) werden zunächst wasserlösliche polyfunktionelle Amino-Hamstoff-Aldehyd-Kunstharze
oder sulfonierte Harnstoff-Aidehyd-Kunstharze verwendet, die auf dem Metallträger
in einem wasserunlöslichen Zustand ausgehärtet werden.
[0012] Zur Herstellung einer hydrophilen Schicht auf Druckplattenträgermaterialien wird
nach der DE-B 12 00 847 (= US-A 3 232 783) auf dem Träger zunächst a) eine wäßrige
Dispersion eines modifizierten Hamstoff--Formaidehyd-Harzes eines alkylierten Methylol-Melamin--Harzes
oder eines Melamin-Formaldehyd--Polyalkylenpolyamin-Harzes aufgebracht, darauf b)
eine wäßrige Dispersion einer Polyhydroxy- oder Polycarboxyverbindung wie Natriumcarboxymethylcellulose,
und abschließend wird die so überzogene Unterlage c) mit einer wäßrigen Lösung eines
Zr-, Hf-, Ti- oder Th-Salzes behandelt
[0013] In der DE-B 12 57
170 (= US-A 2 991 204) wird ein Mischpolymeres als Hydrophilierungsmittel für Druckpiattenträgermaterialien
beschrieben, das neben Acrylsäure-, Acrylat-, Acrylamid- oder Methacrylamid-Einheiten
noch Si--trisubstituierte Vinylsilan-Einheiten enthält
[0014] Aus der DE-A 14 71 706 (= US-A 3 298 852) ist der Einsatz von Polyacrylsäure als
Hydrophilierungsmittel für Druckplattenträgermaterialien aus Aluminium, Kupfer oder
Zink bekannt
[0015] Die hydrophile Schicht auf einem Druckplattenträgermaterial gemäß der DE-C 21 07
901 (= US-A 3 733 200) wird aus einem wasserunlöslichen hydrophilen ACrylat- oder
Methacrylat-Homopolymeren oder --Copolymeren mit einer Wasserabsorption von mindestens
20 Gew.-% gebildet
[0016] In der DE-B 23 05 231 (= GB-A 1 414 575) wird eine Hydrophilierung von Druckplattenträgermaterialien
beschrieben, bei der auf den Träger eine Lösung oder Dispersion eines Gemisches aus
einem Aldehyd und einem synthetischen Polyacrylamid aufgebracht wird.
[0017] Aus der DE-A 23 08
196 (= US-A 3 861 917) ist eine Hydrophilierung von aufgerauhten und anodisch oxidierten
Aluminium-Druckplattenträgem mit Ethylen- oder Methylvinylether-Maleinsäureanhydrid-Copolymeren,
Polyacrylsäure, Carboxymethylcellulose, Natrium-poly-(vinylbenzol-2,4-disulfonsäure)
oder Polyacrylamid bekannt
[0018] In der DE-B 23 64 177 (= US-A 3 860 426) wird eine hydrophile Haftschicht für Aluminium-Offsetdruckplatten
beschrieben, die zwischen der anodisch oxidierten Oberfläche des Druckplattenträgers
und der lichtempfindlichen Schicht angeordnet ist und neben einem Celluloseether noch
ein wasserlösliches Zn-, Ca-, Mg-, Ba-, Sr-, Co- oder Mn-Saiz enthält Das Schichtgewicht
der hydrophilen Haftschicht an Celluloseether beträgt 0,2 bis 1,1 mg/dm
2, ein gleiches Schichtgewicht wird auch für die wasserlöslichen Salze angegeben. Das
Gemisch aus Celluloseether und Salz wird in wäßriger Lösung, gegebenenfalls unter
Zusatz eines organischen Lösemittels und/oder eines Tensids auf den Träger aufgetragen.
[0019] Zur Verdichtung anodisch oxidierter Aluminiumoberflächen gemäß der US-A 3 672 966
werden nach ihrer Versiegelung zur Vermeidung von Sealbelägen wäßrige Lösungen von
Acrylsäure, Polyacrylsäure, Polymethacrytsäure, Polymaleinsäure oder Copolymeren von
Maleinsäure mit Ethylen oder Vinylalkohol eingesetzt.
[0020] Die Hydrophilierungsmittel für Druckplattenträgermaterialien nach der US-A 4 049
746 enthalten saizartige Reaktionsprodukte aus wasserlöslichen Polyacrylharzen mit
Carboxylgruppen und Polyalkylenimin-Harnstoff--Aidehyd-Harzen.
[0021] In der GB-A 1 246 696 werden als Hydrophilierungsmittel für anodisch oxidierte Aluminium-Druckplattenträger
hydrophile Kolloide wie Hydroxyethylceliulose, Polyacrylamid, Polyethylenoxid, Polyvinylpyrrolidon,
Stärke oder Gummi arabicum beschrieben.
[0022] Aus der JP-A 64/23 982 ist eine Hydrophilierung von Metall-Druckplattenträgern mit
Polyvinylbenzolsulfonsäure bekannt
[0023] Aus dem Stand der Technik ist auch der Einsatz von soichen Metallkomplexen zur Hydrophiiierung
von Druckpiattenträgermaterialien bekanntgeworden, die niadermolekulare Liganden aufweisen,
dazu zählen beispielsweise:
-Kompiexionen aus zwei- oder mehrwertigen Metallkationen und Liganden wie Ammoniak,
Wasser, Ethyiendiamin, Stickstoffoxid, Harnstoff oder Ethyiendiamintetraacetat nach
der DE-A 28 07 396 (= US-A 4 208 212),
-Eisencyanid-Kompiexe wie K4[Fe(CN)6] oder Na3[Fe(CN)6] in Anwesenheit von Heteropolysäuren wie Phosphormolybdänsäure oder ihren Salzen
und von Phosphaten nach der US-A 3 769 043 oder und US-A 4 420 549 oder
-Eisencyanid-Komplexe in Anwesenheit von Phosphaten und Komplexbildnern wie Ethylendiamintetraessigsäure
für eiektrophotographische Druckplatten mit Zinkoxidoberfläche nach der NL-A 68 09
658 (= US-A 3 672 885).
[0024] In der EP-A 0 069 320 (= US-A 4 427 765) wird ein Verfahren beschrieben, in dem Salze
von Polyvinylphosphonsäuren, Polyvinylsulfonsäuren, Polyvinylmethylphosphinsäuren
und anderen Polyvinylverbindungen als Nachbehandlungsmittel eingesetzt werden.
[0025] In der US-A 4 21
4 531 wird ein Verfahren zur Behandlung bildtragender Offsetdruckplatten mit Polyacrylamid
oder einer Mischung von Polyacrylamid und Polyacrylsäure benutzt
[0026] In der SU-A 647 142 wird ein Copolymer von Acrylamid und Vinyl-Monomeren zur Hydrophiiierung
von Offsetdruckplatten eingesetzt.
[0027] In der DE-C 26 15 075 (= GB-A 1 495 895) wird ein Polyacrylamid zu dem gleichen Zweck
benutzt.
[0028] Die DE-C 10 91 433 beschreibt ein Verfahren zur Nachbehandlung von Offsetdruckplattenträgem
mit Polymeren von Methacrylsäure, Methylvinylether und Maleinsäureanhydrid.
[0029] Acrylamid zur Behandlung von Druckplattenträgern wird auch in der DE-A 25 40 561
erwähnt
[0030] Zum gleichen Zweck, insbesondere zur Verbesserung der Lagerfähigkeit von Druckplatten,
beschreibt die DE-A 29 47 708 u.a. Ni-Salzlösungen von Acrylamid und Acrylsäure sowie
Acrylamid und Vinylpyrrolidon.
[0031] All die oben beschriebenen Methoden sind jedoch mit mehr oder weniger großen Nachteilen
behaftet, so daß die so hergestellten Trägermaterialien oft nicht mehr den heutigen
Erfordernissen des Offsetdrucks genügen:
-So muß nach der Behandlung mit Alkalisilikaten, die zu guter Entwickelbarkeit und
Hydrophilie führen, eine gewisse Verschiechterung der Lagerfähigkeit von darauf aufgebrachten
lichtempfindlichen Schichten hingenommen werden.
-Die Komplexe der Übergangsmetalle begünstigen zwar prinzipiell die Hydrophilie von
anodisch oxidierten Aluminiumoberflächen, sie haben jedoch den Nachteil, sehr leicht
in Wasser löslich zu sein, so daß sie beim Entwickeln der Schicht mit wäßrigen Entwicklersystemen,
die neuerdings in zunehmendem Maße Tenside und/oder Chelatbildner enthalten, die eine
große Affinität zu diesen Metallen besitzen, leicht entfernt werden können. Dadurch
wird die Konzentration der Übergangsmetallkomplexe auf der Oberfläche mehr oder weniger
stark reduziert, was zu einer Abschwächung der hydrophilen Wirkung führen kann.
-Bei der Behandlung von Trägern mit wasserlöslichen Polymeren führt deren gute Löslichkeit
besonders in wäßrig--alkalischen Entwicklern, wie sie überwiegend zum Entwickeln von
positiv arbeitenden lichtempfindlichen Schichten verwendet werden, ebenfalls zur deutlichen
Abschwächung der hydrophilierenden Wirkung.
-Bei Säuregruppen enthaltenden Polymeren macht sich negativ bemerkbar, daß freie anionische
Säurefunktionen mit den Diazokationen von negativ arbeitenden lichtempfindlichen Schichten
in Wechselwirkung treten können, so daß nach dem Entwickeln auf den Nichtbildstellen
ein deutlicher Farbschleier durch zurückgehaltene Diazoverbindungen zurückbleibt
-Auch die Kombination eines Gemisches aus einem wasserlöslichen Polymeren wie einem
Celluloseether und einem wasserlöslichen Metallsalz führt, da die Schichtgewichte
und damit die Schichtstärke relativ hoch gewählt wird (siehe DE-B 23 64 177), zu einer verminderten Schichthaftung, die sich beispielsweise darin äußern
kann, daß beim Entwickeln Teile der Entwicklerflüssigkeit Bildstellen unterwandern.
[0032] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, Trägermateriafien für Offsetdruckplatten mit
guten Hydrophilierungseigenschaften herzustellen, daß diese als Träger für positiv,
negativ oder elektrophotographisch arbeitende lichtempfindliche Schichten gleichermaßen
geeignet sind, ohne daß die Lagerfähigkeit vermindert wird, Reaktionen zwischen dem
Hydrophilierungsmittel und der lichtempfindlichen Schicht auftreten oder die Schichthaftung
verringert wird.
[0033] Die Erfindung geht aus von einem platten-, folien- oder bandförmigen Trägermaterial
für Offsetdruckplatten bestehend aus gegebenenfalls vorbehandeltem Aluminium oder
einer seiner Legierungen, das auf wenigstens einer Seite eine hydrophile Beschichtung
aus einer Phosphonsäureverbindung aufweist.
[0034] Das kennzeichnende Merkmal besteht darin, daß die hydrophile Beschichtung aus a)
einem Polymerisat der Acrylamidoisobutylenphosphonsäure oder b) einem Copolymerisat
aus Acrylamid und der Acrylamidoisobuiylenphosphonsäure oder c) einem Salz von a)
oder b) mit mindestens einem zweiwertigen Metallkation besteht.
[0035] In den copolymeren Salzen sind 1 bis 3, bevorzugt 2, Koordinationsstellen des Metallkations
durch die funktionellen Gruppen des Polymeren besetzt.
[0036] Zur Herstellung der Umsetzungsprodukte der Varianten c) werden die Metallkationen
im allgemeinen in Form ihrer Salze mit Mineralsäure-Anionen oder als Acetate eingesetzt;
dabei werden die zwei-, drei- oder vierwertigen, insbesondere die zweiwertigen, bevorzugt.
Die Kationen sind insbesondere V
5+-, Bi
3+-, Al
3+-, Fe
3+-, Zr
4+-, Sn
4+-, Ca
2+-, Ba
2+-, Sr
2+-, Ti
3+-, Co
2+-, Fe
2+-, Mn
2+-, Ni
2+-, Cu
2+-, Zn
2+-oder Mg
2+-lonen.
[0037] Die Herstellung dieser Umsetzungsprodukte kann auf einfache Weise in wäßriger Lösung
bei Temperaturen von 20 bis 100 °C, vorzugsweise bei 25 bis 40 °C erfolgen. Zu der
wäßrigen Polymerlösung wird das Metallsalz gelöst in Wasser, bzw. falls notwendig
gelöst in verdünnter Minerafsäure, langsam zugetropft. Dabei tritt die sofortige Umsetzung
der Reaktionskomponenten zu den vorher beschriebenen Produkten ein. Der schnelle Reaktionseintritt
zeigt sich - in Abhängigkeit vom eingesetzten Metallkation - in sofort eintretender
Farbänderung der Lösung oder durch Niederschlagsbildung.
[0038] Zur Reinigung können die Produkte durch Neutralisieren der Reaktionslösung mit verdünnten
Alkalihydroxid-oder Ammoniaklösungen ausgefällt werden, wobei die nicht--umgesetzten
Ausgangsprodukte in der Lösung zurückbleiben. Die Ausbeuten dieser Reaktionen liegen
Ober 90 %. Es ist auch möglich, statt der beschriebenen Säureformen der Polymeren
deren Salzformen mit einem einwertigen Kation wie Natrium- oder Ammoniumsalz einzusetzen.
[0039] Der chemische Aufbau der erfindungsgenmäßen Polymer-Metall-Komplexe kann folgendermaßen
dargestellt werden:

wobei insbesondere
M =Zentralion
im Falle von 2-wertigen Metallkationen A = B = H,0 oder im Falle von 3-wertigen Metallkationen
A = H2O und
B = NO3-, Cl-, HSO4-, H2PO4-, CH3COO-, OH- oder ähnliche Anionen
bedeuten.
[0040] Derartige Komplexe entstehen insbesondere, wenn man die Polymerlösung zu einem Überschuß
des Metallsalzes langsam zugibt.
[0041] Zur Behandlung der Aluminiumoberfläche zur Herstellung der erfindungsgemäßen Trägermaterialien
für Offsetdruckplatten werden die wäßrigen Lösungen der Copolymeren mit Konzentrationen
von 0,02 bis 5 %, vorzugsweise mit Konzentrationen von 0,1 bis 1 % eingesetzt.
[0042] Zur Behandlung der Substrate zur Herstellung der erfindungsgemäßen Trägermaterialien
für Offsetdruckplatten mit den Salzen der Copolymeren werden bevorzugt die isolierten
und getrockneten Umsetzungsprodukte in 0,1 bis 10%igen, insbesondere 0,5 bis 3%igen
Mineratsäuren, vorzugsweise Phosphorsäure, in Konzentrationen von 0,05 bis 5 %, insbesondere
in Konzentrationen von 0,1 bis 1 %, gelöst
[0043] Die Behandlung dieser Substrate mit den Lösungen wird zweckmäßigerweise durch Tauchen
von Formaten oder durch Durchführen des Substratbandes durch ein Bad dieser Lösungen
durchgeführt. Dabei erweisen sich Temperaturen von 20 bis 95 °C, vorzugsweise von
25 bis 60 °C und Verweilzeiten von 2 sec bis 10 min, vorzugsweise von 10 sec bis 3
min, für den praktischen Einsatz am günstigsten. Eine Steigerung der Badtemperatur
beschieunigt die Chemisorption der Copolymeren und der Poiymer-Metall-Komplexe auf
dem Substrat Dadurch ist es möglich, insbesondere bei einer kontinuierlichen Bandbehandlung,
die Verweilzeiten erheblich zu reduzieren. An die Tauchbehandiung schließt sich dann
zweckmäßig ein Spülschritt mit Wasser an. Das derart behandelte Substrat wird anschließend
zweckmäßig bei Temperaturen von 110 bis 130 °C getrocknet.
[0044] Die Behandlung des Aluminiumsubstrats mit den Salzen der Copolymeren kann auch als
Zweistuten-Prozeß durchgeführt werden. Dabei wird das Substrat im ersten Schritt beispieisweise
in eine 0,01 bis 10%ige, vorzugsweise 0,1 bis 5%ige wäßrige Lösung des Ausgangspolymeren
getaucht Danach kann das Substrat ohne vorherige Spülung oder Trocknung in ein zweites
Bad überführt werden. das eine 0,1%ige bis gesättigte, vorzugsweise bis 10%ige wäßrige
Salzlösung mit den weiter oben aufgeführten mehrwertigen Metallionen enthält Die Spülung
und Trocknung wird wie beim Ein-Stufen-Verfahren durchgeführt. Bei der Zwei-Stuten-Behandlung
werden die oben beschriebenen Umsetzungsprodukte auf dem Substrat während der Behandlung
gebildet Durch diese Verfahrensvariante können auch die in stark sauren Medien schwer
löslichen Umsetzungsprodukte von dreiwertigen Metallionen auf das Substrat aufgebracht
werden.
[0045] Eine Bestimmung des Gewichts der aufgebrachten hydrophilen Beschichtung ist problematisch,
da bereits geringe Mengen des aufgebrachten Produkts deutliche Effekte zeigen und
verhältnismäßig stark in und an der Oberfläche des Trägermaterials verankert sind.
Es kann jedoch davon ausgegangen werden, daß die aufgebrachte Menge deutlich unter
0,1 mg/dm
2 liegt, insbesondere unter 0,08 mg/dm
2.
[0046] Die so hergestellten erfindungsgemäßen Trägermaterialien können dann mit verschiedenen
lichtempfindlichen Schichten zur Herstellung von Offsetdruckplatten beschichtet werden.
[0047] Als geeignete Substrate zur Herstellung der erfindungsgemäßen Trägermaterialien zählen
solche aus Aluminium oder einer seiner Legierungen. Dazu gehören beispielsweise:
-"Reinaluminium" (DIN-Werkstoff Nr. 3.0255), d. h. bestehend aus ≧ 99,5% Al und den
folgenden zulässigen Beimengungen von (maximale Summe von 0,5%) 0,3% Si, 0,4% Fe,
0,03% Ti, 0,02% Cu, 0,07% Zn und 0,03% Sonstigem, oder
-"Al-Legierung 3003" (vergleichbar mit DIN-Werkstoff Nr.3.0515), d. h. bestehend aus
≧ 98,5% Al, den Legierungabestandteilen 0 bis 0,3% Mg und 0,8 bis 1,5% Mn und den
folgenden zulässigen Beimengungen von 0,5% Si, 0,5% Fe, 0,2% Ti, 0,2% Zn, 0,1% Cu
und 0,15% Sonstigem.
[0048] Jedoch läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren auch auf andere Aluminiumlegierungen
übertragen.
[0049] Die in der Praxis sehr häufig anzutreffenden Aluminiumträgermaterialien für Druckplatten
werden im allgemeinen vor Aufbringen der lichtempfindlichen Schicht noch mechanisch
(z. B. durch Bürsten und/oder mit Schleifmittel--Behandlungen), chemisch (z. B. durch
Ätzmittel) oder elektrochemisch (z. B. durch Wechselstrombehandiung in wäßrigen HCI-
oder HNO
3-Lösungen) aufgerauht Für die vorliegende Erfindung werden insbesondere Aluminium--Druckplatten
mit elektrochemischer Aufrauhung eingesetzt Im allgemeinen liegen die Verfahrensparameter
in der Aufrauhstufe in folgenden Bereichen: die Temperatur des Elektrolyten zwischen
20 und 60° C, die Wirkstoff-(Säure-, Satz-Konzentration zwischen 5 und 100 g/l, die
Stromdichte zwischen 15 und 130 A/dm', die Verweilzeit zwischen 10 und 100 sec und
die Elektrolytströmungsgeschwindigkeit an der Oberfläche des zu behandelnden Werkstücks
zwischen 5 und 100 cm/sec; als Stromart wird meistens Wechselstrom eingesetzt, es
sind jedoch auch modifizierte Stromarten wie Wechselstrom mit unterschiedlichen Amplituden
der Stromstärke für den Anoden-und Kathodenstrom möglich.
[0050] Die mittlere Rauhtiefe R
z der aufgerauhten Oberfläche liegt dabei im Bereich von etwa 1 bis 15 u.m, insbesondere
im Bereich von 4 bis 8 µm.
[0051] Die Rauhtiefe wird nach DIN 4768 (in der Fassung vom Oktober 1970) ermittelt die
Rauhtiefe R
z ist dann das arithmetische Mittel aus den Einzeirauhtiefen fünf aneinandergrenzender
Einzetmeßstredcen. Die Einzetrauhtiefe ist definiert als der Abstand zweier Parallelen
zur mittleren Linie, die innerhalb der Einzelmßstrecken das Rauhheitsprofil am höchsten
bzw. am tiefsten Punkt berühren. Die Einzelmeßstrecke ist der fünfte Teil der senkrecht
auf die mittlere Linie projizierten Länge des unmittelbar zur Auswertung benutzten
Teils des Rauhheitsprofils. Die mittlere Linie ist die Linie parallel zur allgemeinen
Richtung des Rauhheitsprofils von der Form des geometrisch-idealen Profils, die das
Rauhheitsprofil so teitt, daß die Summe der werkstofferfüllten Flächen Ober ihr und
der werkstofffreien Flächen unter ihr gleich sind.
[0052] Nach dem elektrochemischen Aufrauhverfahren - schließt sich dann in einer weiteren,
gegebenenfalls anzuwendenden Verfahrensstufe eine anodische Oxidation des Aluminiums
an, um beispielsweise die Abriebs- und Haftungseigenschaften der Oberfläche des Trägermaterials
zu verbessern. Zur anodischen Oxidation können die üblichen Elektrolyte wie H
2SO
4, H
3PO
4, H
2C
2O
4, Amidosulfonsäure, Sulfobernsteinsäure, Sulfosalicylsäure oder deren Mischungen eingesetzt
werden. Es wird beispielsweise auf folgende Standardmethoden für den Einsatz von H
2SO
4 enthaltenden wäßrigen Elektrolyten für die anodische Oxidation von Aluminium hingewiesen
(s. dazu z.B. M.Schenk, Werkstoff Aluminium und seine anodische Oxydation, Francke
Verlag - Bem, 1948, Seite 760; Praktische Galvanotechnik, Eugen G. Leuze Verlag -
Saulgau, 1970, Seite 395 ff und Seiten 518/519; W.Hübner und C.T.Speiser, Die Praxis
der anodischen Oxidation des Aluminiums, Aluminium Verlag - Düsseldorf, 1977, 3.Auflage,
Seiten 137 ff):
-Das Gleichstrom-Schwefelsäure-Verfahren, bei dem in einem wäßrigen Elektrolyten aus
üblicherweise ca. 230 g H2SO4 pro 1 Liter Lösung bei 10 bis 22 °C und einer Stromdichte von 0,5 bis 2,5 A/dm2 während 10 bis 60 min anodisch oxidiert wird. Die Schwefelsäurekonzentration in der
wäßrigen Elektrolytlösung kann dabei auch bis auf 8 bis 10 Gew.-% H2SO4 (ca. 100 g/l H2SO4) verringert oder auch auf 30 Gew.-% (365 g/l H2SO4) und mehr erhöht werden.
-Die "Hartanodisierung" wird mit einem wäßrigen H2SO4 enthaltenden Elektrolyten einer Konzentration von 166 g/l H2SO4 (oder ca. 230 g/l H2SO4) bei einer Betriebstemperatur von 0 bis 5 °C, bei einer Stromdichte von 2 bis 3 A/dm2, einer steigenden Spannung von etwa 25 bis 30 V zu Beginn und etwa 40 bis 100 V gegen
Ende der Behandlung und während 30 bis 200 min durchgeführt.
[0053] Neben den im vorhergehenden Absatz bereits genannten Verfahren zur anodischen Oxidation
von Druckplattenträgermaterialien können beispielsweise noch die folgenden Verfahren
zum Einsatz kommen: die anodische Oxidation von Aluminium in einem wäßrigen H
2SO
4 enthaftenden Elektrolyten, dessen Al
3+-Ionengehalt auf Werte von mehr als 12g/l eingestellt wird (nach der DE-A 28 11 396
= US--A 4 211 619), in einem wäßrigen, H
2SO
4 und H
3PO
4 enthaltenden Elektrolyten (nach der DE-A 27 07 810 = US-A 4 049 504) oder in einem
wäßrigen, H
2SO
4, H
3PO
4 und AP
3+-Ionen enthaltenden Elektrolyten (nach der DE-A 28 36 803 = US-A 4 229 226).
[0054] Zur anodischen Oxidation wird bevorzugt Gleichstrom verwendet, es kann jedoch auch
Wechselstrom oder eine Kombination dieser Stromarten (z. B. Gleichstrom mit überlagertem
Wechselstrom) eingesetzt werden. Die Schichtgewichte an Aluminiumoxid bewegen sich
im Bereich von 1 bis 10 g/m
2, entsprechend einer Schichtdicke von etwa 0,3 bis 3,0 µm.
[0055] Als lichtempfindliche Schichten sind grundsätzlich alle Schichten geeignet, die nach
dem Belichten, gegebenenfalls mit einer nachfolgenden Entwicklung und/oder Fixierung
eine bildmäßige Fläche liefem, von der gedruckt werden kann. Sie werden entweder beim
Hersteller von vorsensibilisierten Druckplatten oder direkt vom Verbraucher auf eines
der üblichen Trägermaterialien aufgebracht
[0056] Neben den auf vielen Gebieten verwendeten Silberhalogenide enthaltenden Schichten
sind auch verschiedene andere bekannt, wie sie z.B. in "Light-Sensitive Systems" von
Jaromir Kosar, John Wiley & Sons Verlag, New York 1965 beschrieben werden: die Chromate
und Dichromate enthaltenden Kolloidschichten (Kosar, Kapitel 2); die ungesättigte
Verbindungen enthaltenden Schichten, in denen diese Verbindungen beim Belichten isomerisiert,
umgelagert, cyclisiert oder vemetzt werden (Kosar, Kapitel4); die photopolymerisierbare
Verbindungen enthaltenden Schichten, in denen Monomere oder Präpolymere gegebenenfalls
mittels eines Initiators beim Belichten polymerisieren (Kosar, Kapitel5); und die
o-Diazo-chinone wie Naphthochinondiazide, p-Diazo-chinone oder Diazoniumsalz-Kondensate
enthaftenden Schichten (Kosar, Kapitel7). Zu den geeigneten Schichten zählen auch
die elektrophotographischen Schichten, d.h. solche die einen anorganischen oder organischen
Photoleiter enthalten. Außer den lichtempfindlichen Substanzen können diese Schichten
selbstverständlich noch andere Bestandteile wie z.B. Harze, Farbstoffe oder Weichmacher
enthalten. Insbesondere können die folgenden lichtempfindlichen Massen oder Verbindungen
bei der Beschichtung der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Trägermaterialien
eingesetzt werden:
positiv arbeitende, o-Chinondiazid-, bevorzugt o--Naphthochinondiazid-Verbindungen,
die beispielsweise in den DE-C 854 890, 865 109, 879 203, 894 959, 938 233, 1 109
521, 1 144 705, 1 118 606, 1 120 273 und 1 124 817 beschrieben werden;
negativ arbeitende Kondensationsprodukte aus aromatischen Diazoniumsalzen und Verbindungen
mit aktiven Carbonylgruppen, bevorzugt Kondensationsprodukte aus Diphenylamindiazoniumsalzen
und Formaldehyd, die beispielsweise in den DE-C 596 731, 1 138 399, 1 138 400, 1 138
401, 1 142 871, 1 154 123, den US-A 2 679 498 und 3 050 502 und der GB-A 712 606 beschrieben werden;
negativ arbeitende, Mischkondensationsprodukte aromatischer Diazoniumverbindungen,
beispielsweise nach der DE--A 20 24 244, die mindestens je eine Einheit der allgemeinen Typen A(-D)n und B verbunden durch ein zweibindiges, von einer kondensationsfähigen Carbonylverbindung
abgeleitetes Zwischenglied aufweisen. Dabei sind diese Symbole wie folgt definiert:
A ist der Rest einer mindestens zwei aromatische carbo- und/oder heterocyclische Kerne
enthaftenden Verbindung, die in saurem Medium an mindestens einer Position zur Kondensation
mit einer aktiven Carbonylverbindung befähigt ist D ist eine an ein aromatisches Kohlenstoffatom
von A gebundene Diazoniumsalzgruppe; n ist eine ganze Zahl von 1 bis 10 und B der
Rest einer von Diazoniumgruppen freien Verbindung, die in saurem Medium an mindestens
einer Position des Moleküls zur Kondensation mit einer aktiven Carbonylverbindung
befähigt ist;
positiv arbeitende Schichten nach der DE-A 26 10 842, die eine bei Bestrahlung Säure
abspaltende Verbindung, eine Verbindung, die mindestens eine durch Säure abspaltbare
C-O-C-Gruppe aufweist (z.B. eine Orthocarbonsäureestergruppe oder eine Carbonsäureamidacetalgruppe)
und gegebenenfalls ein Bindemittel enthalten;
negativ arbeitende Schichten aus photopolymerisierbaren Monomeren, Photoinitiatoren,
Bindemitteln und gegebenenfalls weiteren Zusätzen. Als Monomere werden dabei beispielsweise
Acryl- und Methacrylsäureester oder Umsetzungsprodukte von Diisocyanaten mit Partialestern
mehrwertiger Alkohole eingesetzt, wie es beispielsweise in den US-A 2 760 863 und
3 060 023 und den DE-A 20 64 079 und 23 61 041 beschrieben wird. Als Photoinitiatoren eignen sich u.a. Benzoin, Benzoinether, Mehrkernchinone,
Acridinderivate, Phenazinderivate, Chinoxalinderivate, Chinazolinderivate oder synergistische
Mischungen verschiedener Ketone. Als Bindemittel können eine Vielzahl löslicher organischer
Polymere Einsatz finden, z. B. Polyamide, Polyester, Alkydharze, Polyvinylalkohol,
Polyvinylpyrrolidon, Polyethylenoxid, Gelatine oder Celluloseether;
negativ arbeitende Schichten gemäß der DE-A 30 36 077, die als lichtempfindliche Verbindung
ein Diazoniumsalz--Poiykondensationsprodukt oder eine organische Azidoverbindung und
als Bindemittel ein hochmolekulares Polymeres mit seitenständigen Alkenylsulfonyl-
oder Cycloalkenylsulfonylurethan-Gruppen enthalten.
[0057] Es können auch photohalbleitende Schichten, wie sie z.B. in den DE-C 11 17 391, 15
22 497, 15 72 312, 23 22 0
46 und 23 22 0
47 beschrieben werden, auf die Trägermaterialien aufgebracht werden, wodurch hochlichtempfindliche,
elektrophotographische Schichten entstehen.
[0058] Die aus den erfindungsgemäßen Trägermaterialien erhaltenen beschichteten Offsetdruckplatten
werden in bekannter Weise durch bildmäßiges Belichten oder Bestrahlen und Auswaschen
der Nichtbildbereiche mit einem Entwickler, vorzugsweise einer wäßrigen Entwicklerlösung,
in die gewünschte Druckform überführt. Überraschenderweise zeichnen sich Offsetdruckplatten,
deren Basisträgermaterialien erfindungsgemäß behandelt wurden, gegenüber solchen Platten,
die zum Vergleich mit homopolymerem Acrylamid, mit polymerer Vinylphosphonsäure oder
nur mit heißem Wasser behandelt wurde, einen deutlich geringeren Farbschleier und
eine verbesserte Hydrophilie. Auch die Haftung der lichtempfindlichen Schicht auf
der Oberfläche des Trägers war bei den erfindungsgemäß behandelten Mustern besser
als bei den Vergleichsproben.
[0059] Beispiele A zur Herstellung eines aufgerauhten und anodisierten Druckplattenträgers
[0060] A
1: Ein walzblankes Aluminiumband (DIN-Werkstoff Nr. 3.0255) der Dicke 0,3 mm wird mit
einer wäßrig-alkalischen 2%igen Beizlösung bei erhöhter Temperatur von etwa 50 bis
70 °C entfettet. Die elektrochemische Aufrauhung der Aluminiumoberfläche erfolgt mit
Wechselstrom und in einem HNO
3 enthattenden Elektrolyten; dabei wird eine Oberflächenrauhigkeit mit einem R
2-Wert von 6 µm erhalten. Die anschließende anodische Oxidation wird entsprechend dem
in der DE-A 28 11 396 beschriebenen Verfahren in einem schwefelsäurehaltigen Elektrolyten
durchgeführt; das Oxidgewicht beträgt etwa 3,0 g/m
2.
[0061] Ein so hergestellter Träger ist in den Tabellen 2 und 3 mit der Nummer 1 bezeichnet
[0062] Das derart vorbereitete Aluminiumband wird anschließend durch ein 60 °C warmes Bad
aus einer 0,5%igen Lösung geführt, die eines der erfindungsgemäßen Polymeren oder
eine der Vergleichssubstanzen (N1 bis NV13) enthält. Die Zusammensetzungen dieser
Lösungen sind in Tabelle 1 gelistet. Die Verweilzeit im Bad beträgt 30 sec. Danach
wird in einem Spülschritt die überschüssige Lösung mit Leitungswasser entfernt und
das Band mit Heißluft bei Temperaturen zwischen 100 und 130 °C getrocknet
[0063] A2: Ein walzblankes Aluminiumband (DIN-Werkstoff Nr. 3.0515) der Dicke 0,3 mm wird
mit einer wäßrig-alkalischen 2%igen Beizlösung bei erhöhter Temperatur von etwa 50
bis 70 °C entfettet. Die elektrochemische Aufrauhung der Aluminiumoberfläche erfolgt
mit Wechselstrom und in einem Salzsäure enthaltenden Elektrolyten; dabei wird eine
Oberflächenrauhigkeit mit einem R
z-Wert von 6 µm erhalten. Die anschließende anodische Oxidation wird entsprechend dem
in der DE-A 28 11 396 beschriebenen Verfahren in einem schwefelsäurehaltigen Elektrolyten
durchgeführt; das Oxidgewicht beträgt etwa 3,0 g/m
2.
[0064] Ein so hergestellter Träger ist in den Tabellen 2 und 3 mit der Nummer 2 bezeichnet.
[0065] Das derart vorbereitete Aluminiumband wird anschließend durch ein 50 °C warmes Bad
aus einer 0,5%igen Lösung geführt, die eines der erfindungsgemäßen Polymeren oder
eine der Vergleichssubstanzen (N1 bis NV13) enthält Die Zusammensetzungen dieser Lösungen
sind in Tabelle 1 gelistet.
[0066] A3: Ein walzblankes Aluminiumband (DIN-Werkstoff Nr. 3.0255) der Dicke 0,2 mm wird
mit einer wäßrig-alkalischen 2%igen Beizlösung bei erhöhter Temperatur von etwa 50
bis 70 °C entfettet. Anschließend wird der Träger unter Anwendung schneidender Körnmittel
gebürstet Dabei wird eine Oberflächenrauhigkeit mit einem R
z-Wert von
4 µm erhalten. Die anschließende anodische Oxidation erfolgt gemäß der DE-C 16 71 614
(= US-A 3 511 661) in einem Phosphorsäure enthaltenden Elektrolyten. Das Oxidgewicht
beträgt 0,9 g/m
2. Das derartig bearbeitete Aluminiumband wird in Bleche der Größe 50 x 45 cm geschnitten.
[0067] Ein so hergestellter Träger ist in den Tabellen 2 und 3 mit der Nummer 3 bezeichnet.
[0068] Die derartig vorbereiteten Träger werden in ein 60 °C warmes Bad einer wäßrigen Lösung
von 0,4 % eines der in Tabelle 1 unter N1 bis NV13 angeführten Polymeren getaucht
Die Verweilzeit im Bad beträgt 60 sec. Danach wird in einem Spülschritt die überschüssige
Lösung mit entsalztem Wasser entfernt und der Träger an der Luft getrocknet
[0069] Beispiel B zur Herstellung der Umsetzungsprodukte - (Polymer-Metall-Komplexe)
[0070] Es werden 0,2 moi, bezogen auf eine Phosphonsäureeinheit, des in Tabelle 1 unter
N3 aufgeführten Polymeren in 600 ml Wasser gelöst Zu dieser Lösung werden dann 0,2
mol Co(NO
3)
2 gelöst in 200 ml Wasser langsam zugetropft; nach Beendigung der Zugabe wird eine
weitere Stunde gerührt. Anschließend wird die Reaktionslösung durch langsame Zugabe
verdünnter wäßriger NaOH-Lösung neutralisiert, Dabei fällt der Kobalt-Komplex als
zäher, gummiartiger, violettgefärbter Niederschlag quantitativ aus. Dieser Niederschlag
wird abfiltriert, mit Wasser und anschließend mit Methanol gewaschen und bei 60 °C
im Trockenschrank getrocknet; die überschüssigen Co
2+--lonen verbleiben im Filtrat. Auf die gleiche Weise können die Polymeren auch mit
anderen, mindestens zweiwertigen, Metallkationen umgesetzt werden.
[0071] Tabelle
1

[0072] Die Abkürzungen bedeuten:
* Acrylamidoisobutylenphosphonsäure
** Acrylamid
*** Metallsalze (Ca, Sr, Mg oder Co) der copolymeren Säure, hergestellt nach Beispiel
B p Polymeres
[0073] Die unter A1 bis A3 beschriebenen Trägermaterialien, die jeweils mit 13 verschiedenen
Lösungen behandelt wurden, ergaben insgesamt 39 nachbehandelte Träger. Sie sind zusammen
mit den weiter unten erläuterten Meßergebnissen in Tabelle 2 aufgeführt.
[0074] Außer der unter A1 bis A3 beschriebenen Tauchbehandlung wurden einige Träger einer
elektrochemischen Nachbehandlung unterworfen, die im folgenden beschrieben wird.
Beispiel C zur elektrochemischen Behandlung
[0075] Träger aus dem Beispiel A2 werden in eine 0,2%ige Lösung der Präparate N1 bis NV12
(Tabelle 1) bei 40 °C getaucht Die Träger werden als Anode geschattet und mit Gleichstrom
bei 10 V 20 sec behandelt Der Strom fällt während dieser Behandlung von anfangs 3
A/dm
2 auf 0,2 A/dm
2. Danach wird in einem Spülschritt die überschüssige Lösung mit entsalztem Wasser
entfemt, und die Träger werden an der Luft getrocknet In Tabelle 3 sind die so hergestellten
Träger und die Ergebnisse der unten beschriebenen Messungen gelistet
[0076] Mit jedem der nach den Beispielen gewonnenen Trägermaterialien wurden folgende Messungen
durchgeführt
[0077] Prüfung der Alkaliresistenz der Oberfläche (nach US--A 3 940 321, Spalten 3 und
4, Zeilen 29 bis 68 und Zeilen 1 bis 8):
Als Maß für die Alkaliresistenz einer Aluminiumoxidschicht gilt die Auflösegeschwindigkeit
der Schicht in sec in einer alkalischen Zinkatlösung. Die Schicht ist umso alkalibeständiger
je länger sie zur Auflösung braucht Die Schichtdicken sollten in etwa vergleichbar
sein, da sie natürlich auch einen Parameter für die Auflösegeschwindigkeit darstellen.
Man bringt einen Tropfen einer Lösung aus 500 ml H20 dest, 480 g KOH und 80 g Zinkoxid auf die zu untersuchende Oberfläche und bestimmt
die Zeitspanne bis zum Auftreten von metallischem Zink, was an einer Schwarzfärbung
der Untersuchungsstelle zu erkennen ist. Dieser "Zinkattest" ist in der Spalte 4 der
Tabelle 2 erwähnt
[0078] Prüfung der Hydrophilie der erfindungsgemäß hergestellten Trägermaterialien
[0079] Die Prüfung wird anhand von Randwinkelmessungen gegenüber einem aufgesetzten Wassertropfen
durchgeführt. Dabei wird der Winkel bestimmt zwischen der Trägeroberfläche und einer
durch den Berührungspunkt des Tropfens gelegten Tangente; er liegt im allgemeinen
zwischen 0° und 90°. Die Benetzung ist umso besser, je kleiner der Winkel ist Auf
diese Randwinkelmessungen beziehen sich die Angaben in Spalte 5 der Tabelle 2.
[0080] Beispiele D zur Beschichtung der Träger mit lichtempfindli- c
hen Materialien
[0081] D1: Ein Stück eines jeden der in den Träger--Beispielen A1 bis A3 beschriebenen Träger
wird mit folgender Lösung beschichtet
6,6 Gew.-Teile Kresol-Formaldehyd-Novolak (mit dem Erweichungsbereich 105° - 120°C
nach DIN 53 181),
1,1 Gew.-Teile des 4-(2-Phenyl-prop-2-yl)-phenylesters der Naphthochinon-(1,2)-diazid-(2)-sulfonsäure-(4),
0,6 Gew.-Teile 2,2'-Bis-(naphthochinon-(1,2)-diazid-(2)--sulfonyloxy-(5))-dinaphthyl-(1,1')-methan,
0,24 Gew.-Teile Naphthochinon-(1,2)-diazid-(2)-sulfochlorid--(4),
0,08 Gew.-Teile Kristallviolett,
91,36 Gew.Teile Lösemittelgemisch aus 4 Vol.-Teilen Ethylenglykolmonomethylether,
5 Vol.-Teilen Tetrahydrofuran und 1 Vol.-Tei Butylacetat.
[0082] Die beschichteten Träger werden im Trockenkanal bei Temperaturen bis 120°C getrocknet.
Die so hergestellten Druckplatten werden unter einer Positivvorlage belichtet und
mit einem Entwickler der folgenden Zusammensetzung entwickelt:
5,3 Gew.-Teile Natriummetasilikat x 9 H2O
3,4 Gew.-Teile Trinatriumphosphat x 12 H2O
0,3 Gew.-Teile Natriumdihydrogenphoshat (wasserfrei),
91,0 Gew.-Teile Wasser.
[0083] Die erhaltenen Druckformen werden optisch im Hinblick auf evtl. in den Nichtbildstellen
noch vorhandenen Farbstoffresten (Blauschleier) beurteilt Das Ergebnis ist in Spatte
6 der Tabelle 2 aufgeführt.
[0084] D2: Ein Stück eines jeden der in den Träger--Beispielen A1 bis A3 beschriebenen Träger
wird mit der folgenden negativ arbeitenden lichtempfindlichen Schicht versehen:
16,75 Gew.-Teileneiner 8 %igen Lösung des Umsetzungsproduktes eines Polyvinylbutyrals
mit einem Molekulargewicht von 70 000 bis 80 000, bestehend aus 71 Gew.-% Vinylbutyral-, 2 Gew.-% Vinylacetat- und 27 Gew.-% Vinylalkohol-Einheiten,
mit Propenylsulfonylisocyanat.
2,14 Gew.-Teilen 2,6-Bis-(4-azido-benzal)-4-methyl--cyclohexanon,
0,23 Gew.-Teilen (R)Rhodamin 6 GDN extra und
0,21 Gew.-Teiien 2-Benzoylmethylen-1-methyl-β--naphthothiazolin in
100 Vol.-Teilen Ethylenglykolmonomethylether und
50 Vol.-Teilen Tetrahydrofuran
[0085] Die Träger werden getrocknet wie unter 3 beschrieben.
[0086] Das Trockenschichtgewicht beträgt 0,75 g/m
2. Die Reproduktionsschicht wird unter einer Negativvorlage 35 sec lang mit einer Metallhalogenid-Lampe
von 5kW Leistung belichtet. Die belichtete Schicht wird mittels eines Plüschtampons
mit einer Entwicklerlösung folgender Zusammensetzung
5 Gew.-Teile Natriumlaurylsulfat
1 Gew.-Teil Natriummetasilikat x 5 H2O
94 Vol.-Teile Wasser entwickelt
[0087] Die Nichtbildstellen der erhaltenen Druckformen werden optisch im Hinblick auf evtl.
noch vorhandene Schichtreste beurteilt. Das Ergebnis dieser Beurteilung im Vergleich
zum Stand der Technik (NV12) steht in Spalte 7 der Tabelle 2.
[0088] In der Tabelle 2 bedeuten die Zeichen
- schlechter als der Stand der Technik des Vergleichsbeispiels der Lösung NV12
o gleich gut wie der Stand der Technik des Vergleichsbeispiels der Lösung NV12,
+ besser als der Stand der Technik des Vergleichsbeispiels der Lösung NV12.
[0089] D3: Ein gemäß Beispiel 15 der Tabelle 2 hergesteliter, anodisch oxidierter Träger
wird zur Herstellung einer elektrophotographisch arbeitenden Offsetdruckplatte mit
folgender Lösung beschichtet
10 Gew.-Teile 2,5-Bis-(4'-diethylaminophenyl)-1,3,4--oxdiazol,
10 Gew.-Teile eines Mischpolymerisats aus Styrol und Maleinsäureanhydrid mit einem
Erweichungspunkt von 210 °C,
0,02 Gew.-Teile (R)Rhodamin FB (C. I. 45 170),
300 Gew.-Teile Ethylenglykolmonomathylether.
[0090] Die Träger werden getrocknet wie unter 3 beschrieben.
[0091] Die Schicht wird im Dunkeln mittels einer Corona auf etwa 400 V negativ aufgeladen.
Die aufgeladene Platte wird in einer Reprokamera bildmäßig belichtet und anschließend
mit einem elektrophotographischen Suspensionsentwickler entwickelt, der eine Dispersion
von 3,0 Gew.-Teilen Magnesiumsulfat in einer Lösung von 7,5 Gew.-Teilen Pentaeryth-,
ritharzester in 1200 Vol.-Teilen eines lsoparaffingemisches mit einem Siedebereich
von 185 bis 210 °C darstellt. Nach Entfernen der überschüssigen Entwicklerflüssigkeit
wird der Entwickler fixiert und die Platte während 60 sec in eine Lösung aus
35 Gew.-Teilen Natriummetasilikat x 9 H2O,
140 Vol.-Teilen Glycerin,
550 Vol.-Teilen Ethylenglykol und
140 Vol.-Teilen Ethanol
getaucht Die Platte wird dann mit einem kräftigen Wasserstrahl abgespült, wobei die
nicht mit Toner bedeckten Stellen der Photoleiterschicht entfernt werden. Die Platte
ist dann druckfertig. Die Nichtbildstellen der Platte zeigen eine gute Hydrophilie
und lassen auch nach der Einwirkung alkalischer Lösungen keine Zeichen eines Angriffs
erkennen. Es lassen sich mit der Druckform mehrere Zehntausend guter Drucke erzielen.
Tabelle 2
[0092]

[0093] Die Tabelle 2 beweist, daß die erfindungsgemäßen Produkte in vielen Eigenschaften
besser sind als der Stand der Technik, in keiner jedoch schlechter.
Tabelle 3
[0094]

Die Tabelle 3 zeigt, daß bei den elektrochemisch nachbehandelten Trägem entsprechend
gute Werte wie in Tabelle 2 erhalten werden, wobei insbesondere die Werte für den
Zinkattest noch verbessert sind.
[0095] Außer den vorbeschriebenen Tests, die mit allen Trägem unternommen wurden, wurden
Träger, die nach den Beispielen 1 bis 3 der Tabelle 2 hergestellt worden waren, wie
unter D1 beschrieben, mit einer positiv arbeitenden lichtempfindlichen Schicht beschichtet
und durch Belichten und Entwickeln Druckformen hergestellt Damit wurden Druckversuche
unternommen, die bis zu 210.000 einwandfreie Drucke lieferten. Eine Druckform, die
mit einem Träger des Vergleichsbeispiel NV12 (Tabelle 2) analog hergestellt wurde,
zeigte ein schlechteres Freilaufverhaften. Nach 170.000 Drucken wurden feine Rasterpunkte
nicht mehr richtig wiedergegeben.
1. Platten-, folien- oder bandförmiges Trägermaterial für Offsetdruckplatten bestehend
aus gegebenenfalls vorbehandeltem Aluminium oder seinen Legierungen, das auf wenigstens
einer Seite eine hydrophile Beschichtung aus einer Phosphonsäure-Verbindung trägt,
dadurch gekennzeichnet, daß die hydrophile Beschichtung aus
a) einem Polymerisat aus Acrylamidoisoburylenphosphonsäure oder
b) einem Copolymerisat aus Acrylamid und Acrylamidoisobutylenphosphonsäure oder
c) einem Salz von a) oder b) mit einem mindestens zweiwertigen Metallkation besteht
2. Trägermaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Monomerenverhältnis
von Acrylamid und Acrylamidoisobutylenphosphonsäure der Copolymeren von b) oder c)
1:99 bis 99:1 beträgt
3. Trägermaterial nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet daß das Monomerenverhältnis
3:97 bis 90:10 beträgt
4. Trägermaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Metallkation der Beschichtung c) V5+-, Bi3+-, Al3+-, Fe3+-, Zr4+-, Sn4+-, Ca2+-, Ba2+-, Sr2+-, Ti3+-, Co2+-, Fe2+-, Mn2+-, Ni2+-, Cu2+-, Zn2+-oder Mg2+-lon ist.
5. Trägermaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Beschichtung aus Mischungen der Produkte a) und/oder b) und/oder c) besteht
6. Trägermaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Aluminium gebeizt ist
7. Trägermaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das
Aluminium aufgerauht ist
8. Trägermaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das
Aluminium anodisch oxidiert ist
9. Trägermaterial nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet daß das
Aluminium eine Rauhtiefe Rz von 3 bis 10 um aufweist
10. Trägarmaterial nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Oxidschicht des Aluminiums 0,3 bis 3,0 um beträgt.
11. Verfahren zur Herstellung eines Trägermaterials für Offsetdruckplatten nach einem
der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß man das Aluminium seine Legierungen
mit den gelösten Produkten a) bis c) oder Mischungen davon in einer Konzentration
von 0,02 bis 5,0 Gew.-% in wäßriger, gegebenenfalls saurer Lösung durch Tauch- oder
elektrochemische Behandlung beschichtet und die Schicht anschließend trocknet
12. Verfahren zur Herstellung eines Trägermaterials nach einem der Ansprüche 1 bis
10, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Herstellung einer Beschichtung c) das Aluminium
oder seine Legierungen zuerst mit einer 0,01- bis 10,0%igen Lösung der Polymeren a) und/oder b) und anschließend mit einer 0,1%igen bis
gesättigten, vorzugsweise wäßrigen Lösung eines Salzes mit den Kationen V5+-, Bi3+-, Al3+-, Fe3+-, Zr4+-, Sn4+-, Ca2+-, Ba2+-, Sr2+-, Ti3+-, Co2+-, Fe2+-, Mn2+-, Ni2+-, Cu2+-, Zn2+- oder Mg2+-lon behandelt und die aus den Umsetzungsprodukten erzeugte Schicht trocknet
13. Verfahren zur Herstellung eines Trägermaterials nach einem der Ansprüche 11 oder
12, dadurch gekennzeichnet, daß man das Aluminium oder seine Legierungen vor der Beschichtung
mit der hydrophilen Verbindung beizt und/oder anodisch oxidiert.
14. Verwendung eines Trägermaterials nach einem der Ansprüche 1 bis 13 für die Beschichtung
mit lichtempfindlichen Substanzen.