[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrisch-pneumatischen Signalwandler, mit
einem piezoelektrischen Biegeelement, das in einem abgeschlossenen Gebergehäuse, aus
dem ein Signalausgang herausgeführt ist, angeordnet ist, sich beim Anlegen einer elektrischen
Spannung biegt und hiebei einen pneumatischen Signalgeber steuert, der aus einem Zuluftsitz
und einem Abluftsitz besteht, die einander gegenüberliegend im Gebergehäuse vorgesehen
sind, wobei das piezoelektrische Biegeelement durch eine Feder gegen den Zuluftsitz
vorgespannt ist.
[0002] Ein Signalwandler dieser Bauart ist aus der DE-OS 34 00 645 bekannt. Das piezoelektrische
Biegeelement ist dort mit einem Randbereich im Gebergehäuse eingespannt und federnd
auf den Zuluftsitz gedrückt. Sobald eine elektrische Spannung an das piezoelektrische
Biegeelement angelegt wird, hebt sich dieses vom Zuluftsitz ab und verschließt den
Abluftsitz. Der Signalausgang, der durch den Abluftsitz entlüftet war, wird dadurch
mit dem Zuluftsitz verbunden, so daß das durch den Zuluftsitz zugeführte Druckmedium
am Signalausgang als pneumatisches Drucksignal ansteht. Sobald die Spannung am piezoelektrischen
Biegeelement abgeschaltet oder umgepolt wird, kehrt das Biegeelement in die Ausgangslage
zurück, wobei der Signalausgang wieder entlüftet wird. Dieser elektrisch-pneumatische
Signalwandler zeichnet sich durch einen geringen Leistungsbedarf aus. Er arbeitet
ohne nennenswerten Energieverbrauch, so daß er die herkömmlichen Magnetventile für
die elektrische Betätigung pneumatischer Schaltkreise und Geräte, z.B. zur Vorsteuerung
von Ventilen, vorteilhaft ersetzen kann.
[0003] Die Erfindung hat eine Verbesserung dieses Signalwandlers zum Gegenstand, insbesondere
eine Vereinfachung der Herstellung, eine genauere Führung des piezoelektrischen Biegeelementes
während der Steuerbewegung und eine Verringerung der Ansprechzeit des pneumatischen
Teils.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das piezoelektrische Biegeelement
in einer es eng umschließenden Kammer des Gebergehäuses angeordnet ist, in der in
Achsrichtung des Biegeelementes voneinander entfernte Abstützstellen für dieses vorgesehen
sind, und daß das piezoelektrische Biegeelement durch eine im Gebergehäuse verankerte
Lenkerfeder gehalten und gegen die Abstützstellen gedrückt ist. Mit der weitgehenden
Verkleinerung des Volumens der Kammer des abgeschlossenen Gebergehäuses ergeben sich
auch bei kleinen pneumatischen Durchflußmengen durch den Signalwandler kleine Ansprechzeiten,
so daß, z.B. bei der Vorsteuerung von pneumatischen Ventilen, kurze Ventilschaltzeiten
erreicht werden können. Die enge Kammer in der das bewegliche Biegeelement angeordnet
ist, erfordert eine genaue Verankerung und Führung des Biegeelementes, was durch die
erfindungsgemäße Anordnung von Abstützstellen und insbesondere durch die gemäß der
Erfindung vorgesehene Lenkerfeder erreicht wird. Insgesamt wird dadurch eine präzise
Führung des piezoelektrischen Biegeelementes verwirklicht, die eine vorteilhafte Funktion
des Signalwandlers ermöglicht. Darüber hinaus zeichnet sich die erfindungsgemäße Anordnung
trotz ihrer konstruktiven und funktionellen Genauigkeit durch überraschende Einfachheit
aus.
[0005] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das piezoelektrische Biegeelement
an einem Stützlager und in axialem Abstand von diesem an einer Kippstelle am Gebergehäuse
abgestützt, die aus punkt- oder linienförmigen Kipplagern besteht, die auf beiden
Seiten der Längsachse des piezoelektrischen Biegeelementes angeordnet sind. Die Abstützstellen
sind hiebei am Gebergehäuse selbst angeordnet und damit in ihrer Raumlage genau definiert.
Das Stützlager kann von einem in das Gebergehäuse eingesetzten elektrischen Kontaktstift
gebildet sein, der zugleich zur Spannungszuführung dient.
[0006] Die Lenkerfeder, die das piezoelektrische Biegeelement gegen die Abstützstellen drückt,
kann nach einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung am piezoelektrischen Biegeelement
in einem in axialer Richtung zwischen dem Stützlager und der Kippstelle liegenden
Bereich mit wenigstens einer, vorzugsweise punkt- oder linienförmigen Auflagestelle,
z.B. über eine kugelförmige Sicke, angreifen. Dadurch wird ein definierter Angriffspunkt
der Federkraft erreicht. Vorzugsweise sind die Auflagestelle bzw. die Auflagestellen
der Lenkerfeder auf einer axial verlaufenden Zunge derselben vorgesehen, die durch
Einschnitte von den Randbereichen getrennt ist. Mit dieser Ausbildung wird verhindert,
daß der Angriffspunkt der Federkraft bei einer Verwindung der Lenkerfeder verschoben
wird.
[0007] Für die Befestigung der Lenkerfeder im Gebergehäuse kann die Lenkerfeder über das
piezoelektrische Biegeelement seitlich vorragende Befestigungslaschen besitzen, an
denen im Gebergehäuse gehaltene Stifte, vorzugsweise gleichzeitig zur Spannungszuführung
dienende Kontaktstifte, befestigt sind. Die Lenkerfeder wird bei dieser Ausbildung
lediglich zwischen zwei Gehäusehälften eingespannt, wobei die Stifte eine genaue Zentrierung
bewirken. Da die Zuführung der elektrischen Spannung zum piezoelektrischen Biegeelement
zweckmäßig über die Lenkerfeder erfolgt, ergibt sich eine einfache Bauart, wenn die
für die Zentrierung vorgesehenen Stifte zugleich als Kontaktstifte dienen.
[0008] Neben der Befestigung der Lenkerfeder im Gehäuse ist beim erfindungsgemäßen Signalwandler
eine feste Verbindung zwischen der Lenkerfeder und dem piezoelektrischen Biegeelement
erforderlich. Die Lenkerfeder kann für diesen Zweck über das piezoelektrische Biegeelement
seitlich vorragende Haltelaschen besitzen, die um die Ränder des piezoelektrischen
Biegeelementes herumgebogen und an diesem befestigt, vorzugsweise festgeklebt sind.
[0009] Da für die Lenkerfeder im Gebergehäuse nur ein beschränkter Raum zur Verfügung steht,
ist diese zweckmäßig als flache Biegefeder ausgebildet. Sie kann gegen die Abstützstellen
aufgebogen sein und so die erforderliche Federkraft liefern. Bei einer weiteren Ausführung
der Erfindung besitzt die Lenkerfeder eine Zunge, die vom piezoelektrischen Biegeelement
weg aus der Ebene der Lenkerfeder herausgebogen und mit ihrem Ende gegen das Biegeelement
abgewinkelt ist, wobei das Ende der Zunge auf dem piezoelektrischen Biegeelement aufliegt.
Das Ende der so abgewinkelten Zunge kann kantig ausgeführt sein, so daß die auf dem
piezoelektrischen Biegeelement aufliegende Kante eine genau definierte Angriffstelle
der Federkraft ergibt.
[0010] Beim erfindungsgemäßen Signalwandler muß natürlich auch das Gebergehäuse so ausgebildet
sein, daß es die das piezoelektrische Biegeelement haltende und führende Lenkerfeder
ausreichend genau und im Verhältnis zum Zuluftsitz und zum Abluftsitz genügend starr
abstützt. Um dies zu erreichen, besteht das Gebergehäuse aus massiven Platten eines
starren werkstoffes, in denen flache Ausnehmungen für das piezoelektrische Biegeelement
und dessen Lenkerfeder vorgesehen sind. Die Ausnehmungen in den Platten des Gebergehäuses
umschließen eng das piezoelektrische Biegeelement und die zugehörige Lenkerfeder unter
Freilassung lediglich des Bewegungsspiels und des für die Fertigungstoleranzen notwendigen
Übermaßes. Mit dieser Ausbildung wird das erforderliche kleine Eigenvolumen des Signalwandler
sichergestellt, ohne daß die Bewegungen des piezoelektrischen Biegeelementes und dessen
Lenkerfeder durch Verwindungen od.dgl. der Gehäuseteile behindert werden.
[0011] Um die Spannungsversorgung des piezoelektrischen Biegeelementes zu erleichtern, kann
das Gebergehäuse aus einem elektrisch isolierenden Werkstoff, vorzugsweise aus Keramik
oder Glas bestehen. Beide Werkstoffe sind ausreichend fest, um auch die erforderliche
Biegesteifigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Verwindungen zu gewährleisten. Die
das Gebergehäuse bildenden Platten um die Ausnehmungen herum liegen luftdicht aufeinander
auf und sind vorzugsweise miteinander verklebt.
[0012] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen, die in den Zeichnungen dargestellt sind. In
diesen zeigt Fig. 1 einen Axialschnitt durch einen erfindungsgemäßen Signalwandler
nach der Linie I-I in Fig. 2, Fig. 2 dazu einen Querschnitt nach der Linie II-II in
Fig. 1 und Fig. 3 einen Axialschnitt nach der Linie III-III in Fig. 2. Fig. 4 zeigt
die im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 verwendete Lenkerfeder im Längsschnitt
und in den Fig. 5 und 6 ist ein anderes Ausführungsbeispiel der Lenkerfeder in Draufsicht
und im Längsschnitt dargestellt.
[0013] Der elektrisch-pneumatische Signalwandler nach den Fig. 1 bis 3 besteht aus einem
Gebergehäuse 1, das eine dicht abgeschlossene Kammer 2 bildet, in der ein piezoelektrisches
Biegeelement 3 angeordnet ist. Aus der Kammer 2 ist ein Signalausgang 4 herausgeführt.
Außerdem sind ein Zuluftsitz 5 und ein Abluftsitz 6 in miteinander fluchtende Bohrungen
des Gehäuses 1 eingesetzt. Das piezoelektrische Biegeelement 3 ist durch eine Lenkerfeder
7 in der Kammer 2 gehalten und geführt. Es steuert den Zuluftsitz 5 und den Abluftsitz
6. Für die Zuführung der elektrischen Spannung zum piezoelektrischen Biegeelement
3 sind Kontaktstifte 8 und 9 in das Gehäuse 1 eingesetzt.
[0014] Das Gebergehäuse 1 besteht aus zwei massiven Platten 10 und 11, die aus starrem,
vorzugsweise elektrisch isolierendem Werkstoff bestehen, z.B. aus Keramik oder Glas.
Die Kammer 2 ist aus flachen Ausnehmungen 12 und 13 in den Platten 10 und 11 gebildet.
Insbesondere aus den Fig. 1 und 3 ist ersichtlich, daß die Ausnehmungen 12, 13 in
den Platten 10, 11 das piezoelektrische Biegeelement 3 und die zugehörige Lenkerfeder
7 eng umschließen, so daß lediglich das erforderliche Bewegungsspiel und das für die
Fertigungstoleranzen notwendige Übermaß verbleiben. Um die Ausnehmungen 12, 13 herum
liegen die beiden Platten 10, 11 luftdicht aufeinander auf, vorzugsweise sind sie
miteinander verklebt.
[0015] Das piezoelektrische Biegeelement 3 ist in der Kammer 2 an zwei Stellen abgestützt,
die in Achsrichtung des Biegeelementes 3 im Abstand voneinander vorgesehen sind. Die
eine Abstützstelle besteht aus einem Stützlager 14, das im Ausführungsbeispiel vom
unteren Ende des Kontaktstiftes 8 gebildet ist. Dieser ist mit einer Hülse 15, die
zweckmäßig aus elektrisch isolierendem Material besteht, in eine Bohrung der Platte
11 des Gebergehäuses 1 eingesetzt. Die andere Abstützstelle ist dagegen als Kippstelle
ausgeführt und besteht aus zwei Kipplagern 16, die von der Platte 11 noppenförmig
in die Kammer 2 vorragen. In Fig. 2 sind die beiden Kipplager 16 gestrichelt dargestellt.
[0016] Die Lenkerfeder 7, die in Fig. 2 in Draufsicht und in Fig. 4 in einem Längsschnitt
dargestellt ist, hat die Aufgabe, das piezoelektrische Biegeelement 3 gegen die beiden
Abstützstellen 14 und 16 zu drücken. Sie greift mit einer punktförmigen Auflagestelle
17, die von einer kugelförmigen Sicke gebildet ist, am piezoelektrischen Biegeelement
3 an, u.zw. in einem in axialer Richtung zwischen dem Stützlager 14 und dem Kipplager
16 liegenden Bereich. Aus Fig. 2 ist zu erkennen, daß die Auflagestelle 17 auf einer
Zunge 18 vorgesehen ist, die durch seitliche Einschnitte 19 gebildet ist. Am Gebergehäuse
1 ist die Lenkerfeder 7 durch Laschen 20 befestigt, die seitlich über das piezoelektrische
Biegeelement 3 vorragen und zwischen den beiden Platten 10 und 11 des Gebergehäuses
1 festgespannt sind. Zur Zentrierung greifen die im Gebergehäuse 1 verankerten Kontaktstifte
9 in Bohrungen in den Laschen 20 ein. Dadurch erfolgt auch die Spannungszuführung
über die Kontaktfeder 7 zum piezoelektrischen Biegeelement 3. Eine zwischen den Laschen
20 quer zur Lenkerfeder 7 verlaufende Sicke 21 bildet eine Versteifung. Dem gleichen
Zweck und auch zur zusätzlichen Zentrierung dient der umgebogene Rand 22 der Lenkerfeder
7, der in eine Nut 23 in der Platte 10 des Gebergehäuses 1 hineinragt. Im Bereich
der Zunge 18 besitzt die Lenkerfeder 7 gleichfalls seitlich vorragende Haltelaschen
24, die über das piezoeletrische Biegeelement 3 umgebogen sind und dieses festhalten.
Das piezoeletrische Biegeelement 3 ist auf diese Weise durch die Lenkerfeder 7 im
Gebergehäuse 1 sicher gehalten und genau geführt.
[0017] Die in Fig. 4 gezeigte Lenkerfeder 7 ist nach oben, in Richtung der das dort nicht
eingezeichnete piezoelektrische Biegeelement festhaltenden Haltelaschen 24 aufgebogen,
wodurch die Federkraft erzielt wird. Die Lenkerfeder 7 nach den Fig. 5 und 6 unterscheidet
sich von dieser Ausführung dadurch, daß sie eine Zunge 25 besitzt, die zuerst nach
unten, von den Haltelaschen 24 weg, aus der Ebene der Lenkerfeder 7 herausgebogen
und daran anschließend mit ihrem Ende nach oben abgewinkelt ist. Das Ende der Zunge
25 bildet so eine linienförmige Auflagestelle 14, mit der die Lenkerfeder 7 auf dem
piezoeletrischen Biegeelement 3 aufliegt. Auch in diesem Ausführungsbeispiel sind
seitlich vorragende Befestigungslaschen 20 für die Befestigung der Lenkerfeder 7 im
Gebergehäuse 1 und Haltelaschen 24 für die Verankerung des piezoelektrischen Biegeelementes
3 vorgesehen. Die Zunge 25 ist durch seitliche Einschnitte 26 von den Rändern der
Lenkerfeder 7 getrennt.
[0018] Aus den Zeichnungen ist zu erkennen, daß das piezoelektrische Biegeelement 3 durch
die Lenkerfeder 7 im Gebergehäuse 1 sicher befestigt und genau geführt ist. Sie drückt
das piezoelektrische Biegeelement 3 gegen die beiden Abstützstellen, das Stützlager
14 und das Kipplager 16, die gegenseitig so ausgerichtet sind, daß das Ende des piezoelektrischen
Biegelementes 3 auf den Zuluftsitz 5 aufgedrückt wird und diesen dicht abschließt.
In dieser Stellung, die in Fig. 1 dargestellt ist, steht der Signalausgang 4 über
die Kammer 2 mit dem Abluftsitz 6 in Verbindung und ist dadurch druckentlastet. Wenn
über die Kontaktstifte 8 und 9 eine elektrische Spannung zugeführt wird, biegt sich
das piezoelektrische Biegeelement, wobei es sich vom Zuluftsitz 5 abhebt und den Abluftsitz
6 verschließt. Das durch den Zuluftsitz 5 zugeführte Druckmedium kann hierauf in die
Kammer 2 und aus dieser zum Signalausgang 4 gelangen, wodurch das zugeführte elektrische
Signal in ein pneumatisches Drucksignal umgewandelt wird. Sobald die Spannungzufuhr
aufhört, kehrt das piezoelektrische Biegeelement 3 in die Ausgangsstellung zurück,
wobei der Signalausgang 4 wieder druckentlastet wird.
[0019] Die Ausnehmungen 12, 13 in den Platten 10, 11 des Gebergehäuses 1 umschließen das
piezoelektrische Biegeelement 3 und die zugehörige Lenkerfeder 7 sehr eng, so daß
lediglich das erforderliche Bewegungsspiel und das für die Fertigungstoleranzen notwendige
Übermaß verbleibt. Die Kammer 2 weist deshalb ein kleines Volumen auf. Es sind zu
seiner Auffüllung nur kleine Mengen an pneumatischem Druckmittel erforderlich, wodurch
kurze Ventilschaltzeiten erreicht werden können. Die Dreipunktauflage des piezoelektrischen
Biegeelementes 3 an der Platte 11 des Gebergehäuses 1, u.zw. am Stützlager 14 und
an den beiden Kipplagern 16, ermöglicht eine genaue Einstellung der Lage des Biegeelementes
3 zwischen dem Zuluftsitz 5 und dem Abluftsitz 6. Eine Einstellung ist durch axiale
Verstellung des Zuluftsitzes 5 und des Abluftsitzes 6 sowie erforderlichenfalls auch
der Hülse 15 des Kontaktstiftes 8 möglich, dessen unteres Ende das Stützlager 14 bildet.
Trotz der geringen Auslenkung des piezoelektrischen Biegeelementes 3 ist dadurch eine
genaue Justierung des Signalwandlers möglich.
1. Elektrisch-pneumatischer Signalwandler, mit einem piezoelektrischen Biegeelement,
das in einem abgeschlossenen Gebergehäuse, aus dem ein Signalausgang herausgeführt
ist, angeordnet ist, sich beim Anlegen einer elektrischen Spannung biegt und hiebei
einen pneumatischen Signalgeber steuert, der aus einem Zuluftsitz und einem Abluftsitz
besteht, die einander gegenüberliegend im Gebergehäuse vorgesehen sind, wobei das
piezoelektrische Biegeelement durch eine Feder gegen den Zuluftsitz vorgespannt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das piezoelektrische Biegeelement (3) in einer es eng
umschließenden Kammer (2) des Gebergehäuses (1) angeordnet ist, in der in Achsrichtung
des Biegeelementes (3) voneinander entfernte Abstützstellen (14,16) für dieses vorgesehen
sind, und daß das piezoelektrische Biegeelement (3) durch eine im Gebergehäuse (1)
verankerte Lenkerfeder (7) gehalten und gegen die Abstützstellen (14,16) gedrückt
ist.
2. Signalwandler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das piezoelektrische
Biegeelement (3) an einem Stützlager (14) und in axialem Abstand von diesem an einer
Kippstelle am Gebergehäuse (1) abgestützt ist, die aus punkt- oder linienförmigen
Kipplagern (16) besteht, die auf beiden Seiten der Längsachse des piezoelektrischen
Biegeelementes (3) angeordnet sind.
3. Signalwandler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützlager (14)
von einem in das Gebergehäuse (1) eingesetzten elektrischen Kontaktstift (8) gebildet
ist.
4. Signalwandler nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenkerfeder
(7) in einem in axialer Richtung zwischen dem Stützlager (14) und dem Kipplager (16)
liegenden Bereich mit wenigstens einer punkt- oder linienförmigen Auflagestelle (17),
z.B. über wenigstens eine kugelförmige Sicke, am piezoelektrischen Biegeelement (3)
angreift.
5. Signalwandler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagestelle (17)
oder die Auflagestellen der Lenkerfeder (7) auf einer axial verlaufenden Zunge (18)
derselben vorgesehen sind, die durch Einschnitte (19) von den Randbereichen getrennt
ist.
6. Signalwandler nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lenkerfeder (7) über das piezoelektrische Biegeelement (3) seitlich vorragende Befestigungslaschen
(20) besitzt, an denen im Gebergehäuse (1) gehaltene Stifte, vorzugsweise gleichzeitig
zur Spannungszuführung dienende Kontaktstifte (9), befestigt sind.
7. Signalwandler nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lenkerfeder (7) über das piezoelektrische Biegeelement (3) seitlich vorragende Haltelaschen
(24) besitzt, die um die Ränder des piezoelektrischen Biegeelementes (3) herumgebogen
und an diesem befestigt, vorzugsweise festgeklebt sind.
8. Signalwandler nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lenkerfeder (7) eine Zunge (25) besitzt, die vom piezoelektrischen Biegeelement (3)
weg aus der Ebene der Lenkerfeder (7) herausgebogen und mit ihrem Ende gegen das Biegeelement
(3) abgewinkelt ist, wobei das Ende der Zunge (25) als Auflagestelle (17) auf dem
piezoelektrischen Biegeelement (3) aufliegt (Fig. 5 u. 6).
9. Signalwandler nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gebergehäuse (1) aus massiven Platten (10,11) eines starren Werkstoffes besteht, in
denen flache Ausnehmungen (12,13) für das piezoelektrische Biegeelement (3) und dessen
Lenkerfeder (7) vorgesehen sind.
10. Signalwandler nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (12,13)
in den Platten (10,11) des Gebergehäuses (1) das piezoelektrische Biegeelement (3)
und die zugehörige Lenkerfeder (7) unter Freilassung lediglich des Bewegungsspiels
und des für die Fertigungstoleranzen notriendigen,Ubermaßes eng umschließen.
11. Signalwandler nach den Ansprüchen 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebergehäuse
(1) aus einem elektrisch isolierenden Werkstoff, vorzugsweise aus Keramik oder Glas,
besteht.
12. Signalwandler nach den Ansprüchen 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
das Gebergehäuse (1) bildenden Platten (10,11) um die Ausnehmungen (12,13) herum luftdicht
aufeinander aufliegen, vorzugweise miteinander verklebt sind.