Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Bei
einer bekannten Vorrichtung dieser Art (US-A-4 275 697) wird die Zusammensetzung des
Abgases erfassende Lambda-Sonde zur Steuerung von Tanktentlüftungsventilen so eingesetzt,
daß abhängig vom Signal der LambdaSonde ein solches Ventil kontinuierlich geöffnet
bzw. geschlossen wird. Das Tankentlüftungsventil ist dabei zwischen einem Zwischenspeicher
und dem Einlaß der Brennkraftmaschine angeordnet und elektrisch gesteuert; ein entsprechendes,
jedoch pneumatisch gesteuertes Tankentlüftungsventil ist ferner bekannt aus DE-A-2
612 300.
[0002] Die DE-A-2 633 617 offenbart eine Kombination von Vorsteuerung und Regelung von Einstellgrößen
bei Brennkraftmaschinen, ohne jedoch auf die speziellen Verhältnisse bei der Entlüftung
von Kraftstofftanks einzugehen.
[0003] Bemerkenswert ist aber bei allen bekannten Ausführungsformen von Tanktentlüftungssystemen,
die in Abhängigkeit zum Ausgangssignal einer λ-Sonde oder auch abhängig von einem
Kraftstoffregelimpuls Tankentlüftungsventile ansteuern, daß eine Freigabe von Dämpfen
aus dem Zwischenspeicher immer dann zugelassen wird, wenn sich aus dem Ausgangssignal
der λ-Sonde eine magere Gemischzusammensetzung ergibt, während das Tankentlüftungsventil
geschlossen oder nahezu geschlossen ist, wenn die λ-Sonde eine fette Gemischzusammensetzung
anzeigt. Hierdurch soll eine ausgleichende Wirkung im Hinblick auf eine Verstetigung
der Verhältnisanteile des der Brennkraftmaschine insgesamt zugeführten Kraftstoffluftgemisches
erzielt werden, wobei aber die Aufbereitung des Kraftstoffluftgemisches über die in
beiden US-Patentschriften vorgesehene Vergasung durch die Tankentlüftungsmittel unbeeinflußt
bleibt. Das bedeutet, daß bei Anzeige eines entsprechend mageren Gemisches durch die
λ-Sonde die Anfettung gleichzeitig und daher parallel über das Gemischaufbereitungssystem
und die Tankentlüftung erfolgt.
[0004] Unterschiedlich hierzu ist lediglich die Tankentlüftungsvorrichtung nach der US-A-4
275 697, die das in eine Taktimpulsfolge umgewandelte Ausgangssignal der λ-Sonde,
welches ursprünglich dem Solenoid einer Steuerdüse im Vergaser zugeführt ist, um für
ein möglichst stöchiometrisches Gemisch zu sorgen, parallel dazu benutzt, die Tankentlüftung
immer dann abzuschalten oder auf minimale Werte zu halten, wenn entweder eine minimale
oder eine maximale Kraftstoffzugabe über den Vergaser erfolgt. In diesen beiden Fällen
soll die zusätzliche Tankentlüftung zu einer nicht wünschenswerten Überfettung des
Gemisches führen; bei Normalbetrieb bleiben die zusätzlichen, aus der Tankentlüftung
stammenden Kraftstoffmengen ohne größeren Einfluß und werden letztlich auch, nämlich
indirekt über die Reaktion der λ-Sonde, in ihrer Einwirkung auf die Gemischzusammensetzung,
wenn auch mit Zeitverzögerung und unter Umständen phasenverschoben, in etwa ausgeregelt.
[0005] Die genannten Veröffentlichungen sind Beispiele dafür, daß man bei dem Betrieb von
Brennkraftmaschinen bestrebt ist, die sich aufgrund und in Abhängigkeit bestimmter
Parameter (Kraftstoff-Temperatur, -Menge, Dampfdruck, Luftdruck, Spülmenge ...) bildenden
Kraftstoffdämpfe nicht lediglich ins Freie zu entlüften, sondern der Brennkraftmaschine
wieder zuzuführen; üblicherweise so, daß der erwähnte, mit Aktivkohle gefüllte Zwischenspeicher
vorgesehen ist, der die sich bildenden Kraftstoffdämpfe, beispielsweise bei stehendem
Fahrzeug, aufnimmt und über eine Leitung dem Ansaugbereich der Brennkraftmaschine
zuführt. In diesem Zusammenhang ist es ferner bekannt, eine durch eine solche zusätzliche,
auf die Tankentlüftung zurückzuführende Kraftstoffluftgemischmenge mögliche Erhöhung
der Abgasemission zu verhindern oder kleinzuhalten, indem die Tankentlüftung nur bei
bestimmten Betriebszuständen der Brennkraftmaschine zugelassen wird (s. Bosch "Motronic"
- Technische Beschreibung C5/1 vom August 1981; DE-OS-2 829 958).
[0006] Der den Aktivkohlefilter enthaltende Zwischenspeicherbehälter ist in der Lage, Kraftstoffdämpfe
bis zu einer bestimmten Maximalmenge zu speichern, wobei eine Spülung des Filters
während des Motorbetriebes durch den von der Brennkraftmaschine entwickelten Unterdruck
im Ansaugtrakt erfolgt, wozu das Filter eine Öffnung zur Außenluft besitzt. Notwendigerweise
ergibt sich daher auch dann, wenn man nur bei bestimmten Betriebsbedingungen die Spülung
des Zwischenspeichers zuläßt, ein zusätzliches, auf diese Tankentlüftung zurückzuführendes
Kraftstoffluftgemisch, welches als nicht gemessenes oder mit sinnvollem Aufwand nicht
meßbares Gemisch das normalerweise mit hohem Berechnungsaufwand sehr exakt erstellte
Kraftstoffzumeßsignal - bei einer Kraftstoffeinspritzanlage die Dauer des Einspritzsteuerbefehls
t
i - und die sich hierdurch ergebende, der Brennkraftmaschine zugeführte Kraftstoffmenge
verfälscht. Eine solche, insbesondere auch das Fahrverhalten unter bestimmten Bedingungen
beeinflussende zusätzliche Kraftstoffmenge, die in den Extremfällen als Tankentlüftungsgemisch
auch aus nahezu 100 % Luft oder 100 % Kraftstoffdampf bestehen kann, ist auch dann
nicht akzeptierbar, wenn man den Einfluß, dieser Störgröße durch pneumatische Stellglieder
unmittelbar auf den von der Brennkraftmaschine entwickelten Saugrohrdruck bezieht
oder die Zuführung des Tankentlüftungs-Gemisches durch eine elektronische Ein/Aus-Steuerung
für besonders empfindliche Betriebszustände, etwa Leerlauf, völlig ausschließt.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die
das in seinen Verhältnisanteilen bzw. seinen Mengen nicht vorgebbare Tankentlüftungs-Gemisch
in einer solchen Weise dem Ansaugtrakt der jeweiligen Brennkraftmaschine zuführen
kann, daß sich einerseits eine wirksame Entlüftung des Zwischenspeichers, andererseits
aber kein störender Einfluß auf die unter der Führung einer λ-Regelung arbeitenden
Kraftstoffdosiereinrichtung für die Brennkraftmaschine ergibt.
Vorteile der Erfindung
[0008] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
1 und hat den entscheidenden Vorteil, daß der Tankentlüftungseinfluß aus dem Bereich
willkürlicher Aufschaltungen herausgenommen und gezielt bei kontinuierlicher Änderung
der jeweils zuzuführenden Maximalmenge feinfühlig auf das jeweilige Brennkraftmaschinenverhalten
abgestimmt wird, wobei die Tankentlüftung in Abhängigkeit zur bei Brennkraftmaschinen
ohnehin schon vorhandenen λ-Regelung des Betriebsgemisches so gesteuert und geregelt
wird, daß negative Einflüsse weder auf das Fahrverhalten, noch auf die Grundregelung
der Kraftstoffzufuhr möglich sind.
[0009] Dabei ist von besonderem Vorteil die Steuerung der Tankentlüftung im Sinne einer
Vorsteuerung aus einem Last-Drehzahl-Kennfeld heraus, wobei diese Vorsteuerung dann
noch weiter abhängig vom λ-Regelfaktor gemacht wird.
[0010] Besonders vorteilhaft ist auch die Einführung einer zusätzlichen oder auch allein
in Verbindung mit dem Last-Drehzahlkennfeld wirksamen Grenzwertregelung um den Grenzwert
eines minimal zulässigen λ-Regelfaktors.
[0011] Dabei wird das Tankentlüftungsventil in der Tankentlüftungsleitung zwischen dem Filter
und dem Saugtrakt vom zugeordneten Steuergerät periodisch angesteuert, wobei die Periode
sich aus dem Wechsel zwischen Öffnen und Schließen des Ventils ergibt und eine Variation
dieses Verhältnisses Öffnungsdauer zu Schließdauer (was dem Tastverhältnis der Tankentlüftungsansteuerung
entspricht) eine entsprechende Verstellung der Tankentlüftungs-Gemischmenge erzielt
werden kann. Auf diese Weise kann über einen weiten Bereich in Abhängigkeit zum λ-Regelfaktor
auch die Tankentlüftung im Sinne einer kontinuierlichen Regelung in das Gesamtverhalten
der Brennkraftmaschine einbezogen und realisiert werden.
[0012] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Vorrichtung möglich.
Zeichnung
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 stark schematisiert
das Grundprinzip der Tankentlüftung mit Tankentlüftungsventil mit kontinuierlich änderbarem
Öffnungsquerschnitt und elektronischem Steuergerät, Fig. 2 den angenähert linearen
Verlauf der Kennlinie des Tankentlüftungsventils über dem Tastverhältnis der Ansteuerimpulsfolge,
Fig. 3 ein Tankentlüftungs-Kennfeld zur Vorsteuerung des Tastverhältnisses der Ansteuerimpulsfolge
für das Tankentlüftungsventil über Last und Drehzahl, Fig. 4 den Kennlinienverlauf
des Mittelwerts des Lambda-Regelfaktors zur Lambda-regelungsabhängigen Steuerung der
Tankentlüftung, Fig. 5 Kennlinienverläufe von Tastverhältnis, Tankentlüftung und Lambda-Regelfaktor
über der Zeit jeweils bei reiner Steuerung über das Tankentlüftungs-Kennfeld und zusätzlich
mit vom Mittelwert des Lambda-Regelfaktors abhängiger Steuerung, Fig. 6 den Kennlinienverlauf
des Tastverhältnisses der Ansteuerimpulsfolge, der Tankentlüftung und des Mittelwerts
des Lambda-Regelfaktors über der Zeit bei Vorsteuerung über das Tankentlüftungs-Kennfeld
und zusätzlicher Grenzwertregelung, Fig. 7 schematisiert das Blockschaltbild der Tankentlüftung
mit Vorsteuerkennfeld und wahlweisem ergänzendem Eingriff einer Lambdaregelungsabhängigen
Steuerung und einer Grenzwertregelung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0014] In Fig. 1 ist ein Kraftstoffbehälter oder Tank 10 gezeigt, der ausschließlich über
ein in einem Zwischenspeicherbehälter 11 befindliches Aktivkohlefilter beund entlüftet
wird, wobei der aus dem Tank verdampfende Kraftstoff bis zu einer begrenzten Maximalmenge
im Aktivkohlefilter gespeichert wird. Dieser gespeicherte Kraftstoff wird dann bei
laufender Brennkraftmaschine - in Fig. 1 ist lediglich der Ansaugbereich 12 mit Drosselklappe
12a dargestellt - in den Motor abgesaugt. Die Zumessung des aus dem Bereich der Tankentlüftung
abgesaugten Kraftstoffs oder des dort gebildeten, in seinen Verhältnisanteilen nicht
bestimmbaren Kraftstoffluftgemisches erfolgt über ein spezielles Tankentlüftungsventil
13 so, daß in allen Betriebszuständen des Systems keine Beeinträchtigung von Fahrverhalten
und Abgasverhalten und keine Beeinträchtigung der an der Kraftstoffzumessung beteiligten
Regelkreise und adaptiver Systeme auftritt.
[0015] Die Ansteuerung des Tankentlüftungsventils 13 erfolgt auf dessen Magnetteil 13a von
einem Steuergerät 14, wobei dieses eine Ansteuerimpulsfolge mit veränderbarem Tastverhältnis
TV ausgibt, wodurch sich eine geeignete Variation des Öffnungsquerschnitts des Tankentlüftungssystems
13 einstellen läßt. Dabei kann die Kennlinie des Tankentlüftungsventils 13 zwischen
Minimaldurchsatz Qmin und Qmax über dem Tastverhältnis angenähert linear, gegebenenfalls
auch exponentiell verlaufen, was in die Berechnung einbezogen werden kann.
[0016] Die folgenden Angaben beziehen sich auf speziell numerische Daten eines geeigneten
Tankentlüftungsventils mit in Abhängigkeit zum Tastverhältnis der Ansteuerimpulsfolge
kontinuierlich veränderbarem Durchlaßquerschnitt.
[0017] Mit Vorteil basiert das Tankentlüftungsventil auf dem Hubmagnetprinzip, welches im
stromlosen Zustand offen ist und einer geeigneten Taktfrequenz-Impulsfolge von 10
Hz angesteuert wird. Hierbei ergibt sich dann bei einem Druckunterschied Δp = 20 mbar
ein Maximaldurchsatz von 2<Q≦4 m³/h und ein Minimaldurchsatz beim gleichen Druckunterschied
von 0<Q≦0,1 m³/h, wobei bei diesem bevorzugten Ausführungsbeispiel die über das Tastverhältnis
herstellbare Variation zwischen Qmin und Qmax im Verhältnis 1 : 20 liegt. Ein entsprechender
Kennlinienverlauf ist in Fig. 2 qualitativ dargestellt.
[0018] Für die weiteren Funktionen der Tankentlüftung TE wird auf die Blockbilddarstellung
der Fig. 7 Bezug genommen; hierbei umfaßt eine erste Ausführungsform, die auch unabhängig
von anderen, gegebenenfalls ergänzend und unterstützend eingreifenden Steuer- und
Regelungsmöglichkeiten für die Tankentlüftung erfinderische Bedeutung besitzt, die
Ansteuerung des Tankentlüftungsventils über ein Tankentlüftungs-Kennfeld oder Vorsteuerkennfeld,
welches in Abhängigkeit zur Last (dargestellt als Vorsteuer-Einspritzimpuls t
L hier einer Kraftstoffeinspritzanlage) und der Drehzahl n über 4x4 Stützstellen mit
der Möglichkeit der Interpolation jeweils quantisierte Tastverhältnisgrößen ausgibt
und beispielsweise einer Multiplizierstelle 15 für die Tankentlüftungsventilansteuerung
zuführt. In der Darstellung der Fig. 7 ist ein solches Vorsteuerkennfeld mit 16 bezeichnet
und in Fig. 3 als Diagramm dargestellt, wobei das Kennfeld so auszulegen ist, daß
die prozentuale Anfettung des der Brennkraftmaschine zugeführten Verbrennungsgemisches
bei gegebenem TE-Gemisch in allen Bereichen gleich groß ist.
[0019] In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, daß die nachfolgenden Ausführungen
sich im wesentlichen auf die Anwendung der Tankentlüftung auf eine Kraftstoffeinspritzanlage
beziehen, so daß im folgenden für die Einspritzung gebräuchliche Bezeichnungen verwendet
werden. Hierdurch wird die Erfindung jedoch nicht auf die Zuordnung zu einer Kraftstoffeinspritzanlage
eingeschränkt, sondern umfaßt die Anwendungsmöglichkeit bei beliebigen Kraftstoffzumeßeinrichtungen
für Brennkraftmaschinen.
[0020] Die Quantisierung des Tastverhältnisses der Ansteuerimpulsfolge für das Tankentlüftungsventil
kann dabei kontinuierlich oder in Schritten von beispielsweise jeweils 10 % im Bereich
zwischen 0 und 100 % erfolgen. In Fig. 7 ist die Ansteuerung der weiterverarbeitenden
Stelle 15 aus dem Vorsteuerkennfeld 16 über einen Schalter S1 dargestellt, was sinnvoll
ist, damit bei bestimmten Betriebszuständen (Leerlauf, Schubabschaltung) die Tankentlüftung
gegebenenfalls völlig unterbunden werden kann, oder auch deshalb, um unter Verzicht
auf die Vorsteuer-Kennfeldansteuerung andere, im folgenden noch zu erläuternde Steuer-
und Regelverfahren wirksam werden zu lassen.
[0021] Fig. 7 zeigt zum besseren Verständnis auch den Lambda-Regelkreis für die Erstellung
des Kraftstoffzumeßsignals der Brennkraftmaschine 17, in diesem Fall einer fremdgezündeten
Brennkraftmaschine (Otto-Motor) mit Einspritzung, wobei in einer Multiplizierstufe
18, ausgehend von dem Ausgangssignal eines nicht dargestellten Lastsensors, beispielsweise
eines Luftmengenmessers, und eines Drehzahlgebers ein Lastsignal, nämlich ein Einspritzzeitdauersignal
t
L erzeugt und einer weiteren, nachgeschalteten Multiplizierstufe 19, letztlich für
die Ansteuerung des oder der Einspritzventile, zugeführt wird. An der Multiplizierstufe
19 wird die Einspritzzeitdauer mit einem Korrekturfaktor F
R beaufschlagt, der als Lambda-Korrekturfaktor hinter einem Vergleicher 20 aus dem
von der Lambda-Sonde 21 erzeugten Lambda-Istwert und einem Lambda-Sollwert von einem
Lambda-Regler 22 erzeugt wird.
[0022] In einer Ausgestaltung vorliegender Erfindung wird dieser ohnehin aufgrund des Lambda-Regelkreises
vorliegende Lambda-Korrekturfaktor F
R benutzt, um eine Lambda-regelungsabhängige Steuerung auch der Tankentlüftung möglich
zu machen.
[0023] Hierzu wird der über einen zwischengeschalteten Tiefpaß 23 erzeugte gemittelte Wert
F
R des Lambda-Korrekturfaktors benutzt und gelangt über einen Kennlinienblock 24 ebenfalls
zur Multiplizierstelle 15 für die TE-Ventilansteuerung.
[0024] Der Kennlinienverlauf der Tankentlüftungsänderung oder -beeinflussung über dem Mittelwert
der Lambda-Regelung ist in Fig. 4 nochmals gesondert dargestellt und umfaßt vier Stützstellen
mit Interpolation, wobei die Grundfunktion so ist, daß eine steigende Anfettung des
Tankentlüftungsgemisches (TE-Gemisches) über den Mittelwert F
R des Lambda-Korrekturfaktors erkannt wird, da dieser sich zu niedrigeren Werten verschiebt,
und die Tankentlüftung durch entsprechende Veränderung des Tastverhältnisses der Ansteuerimpulsfolge
für das Tankentlüftungsventil entsprechend geschlossen wird.
[0025] Schließlich enthält das Blockschaltbild der Fig. 7 noch eine zweite mögliche Variante
zur Kennlinien-Mittelwertregelung, die alternativ zu dieser eingesetzt werden kann
und eine Grenzwertregelung des Mittelwerts des Lambda-Korrekturfaktors umfaßt. Hierzu
ist eine weitere Vergleichsstelle 25 vorgesehen, der ein Grenzwert F
RGW des Mittelwerts des Lambda-Korrekturfaktors zugeführt wird, zusammen mit dem Istwert-Mittelwert
F
R des Korrekturfaktors. Über einen Schalter S2 gelangt das Vergleichsergebnis auf einen
Komparator 26, der entscheidet, ob der Mittelwert F
R des Korrekturfaktors oberhalb oder unterhalb des vorgegebenen Grenzwerts liegt; je
nach dem Ergebnis wird ein nachgeschalteter Integrator 27 als I-Regler für die Grenzwertregelung
mit entsprechender Polung angesteuert, dessen Ausgangssignal dann ebenfalls der Multiplizierstelle
15 zugeführt wird.
[0026] Anhand der Diagrammverläufe der Figuren 5 und 6 werden im folgenden die sich aufgrund
der möglichen Tankentlüftungs-Steuerungsverfahren ergebenden Funktionen erläutert.
[0027] Dabei zeigen die Diagrammverläufe auf der linken Seite der Fig. 5 die Zustände, die
sich bei reiner Steuerung aus dem Vorsteuer-Kennfeld 16 ergeben; es sei angenommen,
daß das Tastverhältnis der Steuerung sich aufgrund der Drehzahlen und Lastwerte bei
0,25 befindet; tritt zu einem vorgegebenen Zeitpunkt t₁ (s. Diagramm b) der Fig. 5)
ein sprungartiger Anstieg des Kraftstoffgehalts im TE-Gemisch auf (verdeutlicht durch
drei verschiedene Kurvenverläufe (1); (2); (3)), dann reagiert die Steuerung über
das Vorsteuerkennfeld hierauf überhaupt nicht und der Lambda-Korrekturfaktor F
R verschiebt sich lediglich entsprechend in Richtung auf mageres Gemisch als Folge
der "Kraftstoffwolke" (theoretische Sprungfunktion) im TE-Gemisch (s. bei c) der Fig.5),
d.h. der Regler magert ab.
[0028] Anders ist dies bei den Diagrammverläufen auf der rechten Seite der Fig. 5; geht
man auch hier zunächst von einem Tastverhältnis 0,25 aus der Kennfeldsteuerung aus,
dann ergeben sich durch die Einflußnahme der F
R-abhängigen Steuerung je nach der Kraftstoffwolke im TE-Gemisch geringere Tastverhältnis-Werte,
wie bei (2) und (3) gezeigt; diese Veränderung des Tastverhältnisses resultiert aus
dem Vorsteueranteil über dem Kennlinienblock der Mittelwert-Lambda-Regelung und zeigt
bei c) auch einen weniger starken Abfall des Lambda-Korrekturfaktors F
R.
[0029] Die Wirkung der Grenzwertregelung, in den Diagrammverläufen der Fig. 6 bei a), b)
und c) ohne eine FR-abhängige Steuerung dargestellt, ist demgegenüber so, daß die
Tankentlüftung TE über das Tastverhältnis der Ansteuerimpulsfolge vom Vorsteuerkennfeld
der Tankentlüftung KFTE des Blocks 16 (maximal) geöffnet ist (numerischer Wert bei
a) in Fig. 6: TV = 0,25), bis sich zum Zeitpunkt t₁ die TE-Kraftstoffanreicherung
auf in diesem Fall einen angenommenen Wert von 100 % ergibt (s. b) der Fig. 6).
[0030] Entsprechend dem Kennlinienverlauf bei c) der Fig. 6 für den Lambda-Korrekturfaktor
(= durchgezogene, einem Dreieckverlauf folgende Linie, wobei der Mittelwert F
R des Korrekturfaktors in diesem Diagramm gestrichelt dargestellt ist) verschiebt die
durch die Tankentlüftung jetzt bewirkte Anfettung den Mittelwert F
R über den Grenzwert GW hinaus, was zum Zeitpunkt t₂ eintritt. Ab hier wird dann über
den I-Regler 27 das Tastverhältnis der Ansteuerimpulsfolge (zunehmend) geschlossen,
nimmt also ab bis zum Zeitpunkt t₃ der Mittelwert F
R wieder über den Grenzwert zurückgelaufen ist; ab diesem Zeitpunkt steigt dann entsprechend
der Verstellung des I-Reglers 27 das Tastverhältnis wieder an, wobei sich auch mehrfache
Schwingungen, wie bei c) in Fig. 6 dargestellt, um den Grenzwert GW ergeben können,
bis die Wolkenbildung zum Zeitpunkt t₄ abgeklungen ist und Mittelwert F
R und Tastverhältnis wieder auf die früheren Werte zurückkehren.
[0031] Es vorsteht sich, daß die Zeitkonstante des I-Reglers 27 für die Tankentlüftung größer
als die Zeitkonstante des für sich gesehen bekannten I-Reglers der Lambda-Regelung
für die Kraftstoffzumessung oder die Berechnung der Kraftstoffeinspritzimpulse sein
muß, wobei für den gesamten Drehzahl/Lastbereich eine konstante Zeitkonstante für
die Tankentlüftung ausreichend ist. Ferner sollte für den I-Regler eine Maximalbegrenzung
I
TEmax vorgesehen und die Quantisierung des I-Reglers etwa vierfach feiner als die Ausgabequantisierung
für das Tastverhältnis sein.
[0032] Die Gesamtfunktion der Tankentlüftung entsprechend der Blockbilddarstellung der Fig.
7 kann daher so aussehen, wie die beiden nachfolgenden Formeln alternativ angeben
und wobei die alternativ vorgesehenen ergänzenden Regelungsmöglichkeiten über den
Mittelwert der Lambda-Regelung oder die Grenzwertregelung additiv zur Kennfeldsteuerung
auftreten:

[0033] Dabei sind noch folgende Randbedingungen als Einschaltbedingungen generell zu beachten:
1. Die Ausgabe des Tastverhältnisses TV ist unterbunden (TV = 0), also die Tankentlüftung
gesperrt, wenn
a) die Lambda-Regelung der Brennkraftmaschine selbst unwirksam ist.
b) der Betriebszustand Schubabschneiden vorliegt oder
c) gegebenenfalls bei Leerlauf.
2. Erfolgt die Kraftstoffzuführung oder -dosierung, etwa bei einer Kraftstoffeinspritzanlage
mit adaptiver Vorsteuerung der Lambda-Regelung (LRA), dann würden diese beiden Funktionen
(LRA und TE) sich gegenseitig beeinflussen und zu einem Fehlverhalten führen. Die
TE ist daher abzuschalten, wenn LRA aktiv ist oder umgekehrt, die adaptive Lambda-Regelung
ist abzuschalten, wenn die Tankentlüftung TE aktiv ist.
3. Dabei können noch folgende Bedingungen gelten:
a) Bei Start mit Motortemperatur TMOT < 30° und TANS < 30° ist die Tankentlüftung TE für ca. 10 Minuten geschlossen; währenddessen ist
die erwähnte adaptive Vorsteuerung der Lambda-Regelung (LRA) aktiv.
b) Es schließt sich eine TE-Phase von ca. 5 Minuten an, dann wird TE mit Änderungsbegrenzung
geschlossen. Unter Beachtung des Korrekturfaktors FR wird dann, wenn die Abweichung
ΔFR > 5 % vom Normalwert FR = 1 ist, die LRA aktiviert und abgewartet, bis ΔFR < 5 % ist oder maximal 5 Minuten vergangen sind. Anschließend kann die TE wieder
mit Änderungsbegrenzung zugelassen werden.
1. Vorrichtung zur Entlüftung von Kraftstofftanks (10) bei Brennkraftmaschinen in Verbindung
mit einer von einem Lambda-Regelfaktor geregelten Kraftstoffzumessung des Betriebsgemisches,
mit einem sich bildende Kraftstoffdämpfe aufnehmenden Zwischenspeicher, insbesondere
Aktivkohle-Filterbehälter (11), und Mitteln (14, 13a, 13) zur gesteuerten Abgabe des
Tankentlüftungsgemisches (TE-Gemisch) zur Brennkraftmaschine in Abhängigkeit zu ausgewählten,
mindestens das Ausgangssignal einer Lambda-Sonde umfassenden Betriebsbedingungen durch
Veränderung des Durchlaßöffnungsquerschnitts eines zwischen dem Zwischenspeicher und
der Brennkraftmaschine geschalteten elektrisch gesteuerten Tankentlüftungsventils
(13), dadurch gekennzeichnet, daß der Durchlaßöffnungsquerschnitt des Tankentlüftungsventils
(13) über ein Vorsteuer-Kennfeld (16) (Fig. 3) in Abhängigkeit zu Last (tL) und Drehzahl (n) zwischen vorgegebenen Werten (0 % - 100 %) gesteuert bestimmt ist
und ergänzend in einem geschlossenen Wirkungskreis in Abhängigkeit vom Lambda-Sondensignal
gesteuert wird, daß das als Magnetventil, insbesondere Hubmagnet, ausgebildete Tankentlüftungsventil
(13) von einer Steuerschaltung (14) mittels einer getakteten, in ihrem Tastverhältis
(TVTE) zur Veränderung des Durchlaßöffnungsquerschnitts derart veränderlichen Ansteuerimpulsfolge
angesteuert ist, daß mit steigendem Tastverhältnis der Durchlaßöffnungsquerschnitt
kontinuierlich steigt und daß zur Lambda-Sondensignal-abhängigen Steuerung des Tastverhältnisses
(TVTE) in dem oben genannten geschlossenen Wirkungskreis entweder Mittel (23,24,15)
vorgesehen sind, welche das Tastverhältnis längs einer Mittelwert-Kennlinie des Lambda-Regelfaktors
(FR) derart steuern, daß eine steigende Anfettung des TE-Gemisches über den Mittelwert
des Lambda-Regelfaktors (FR) erkannt und das Tankentlüftungsventil durch entsprechende Reduzierung des Tastverhältnisses
entsprechend geschlossen wird oder eine Vergleichsstelle (25) vorgesehen ist, der
ein Grenzwert (GW) des Mittelwerts des Lambdaregelfaktors (FR) und dieser zugeführt ist, mit einem nachgeschalteten Komparator (26) zur Vorzeichenbestimmung
und einem Integrator (27), der in kontinuierlicher Verstellung mit vorgegebener Konstante
ein sich änderndes Tastverhältnis für die Absteuerimpulsfolge erzeugt und einer Multiplizierstufe
(15) zuführt, der auch das durch die Kennfeld-Vorsteuerung ausgegebene Tastverhältnis
(KFTE) zugeführt wird, derart, daß alternativ zur Steuerung über den Mittelwert des
Lambda-Regelfaktors eine Regelung des Mittelwerts des Lambda-Regelfaktors auf einen
Grenzwert mittels Änderung des Tastverhältnisses (TVTE) der Ansteuerimpulsfolge vorgenommen
wird, wobei bei Überschreiten eines vorgegebenen Grenzwertes (FRGW) durch den Mittelwert des Lambda-Regelfaktors (FR) das Tastverhältnis (TVTE) im Sinne einer Reduzierung des Öffnungsquerschnittes und
bei Rücklauf im Sinne einer Erhöhung des Durchlaßöffnungsquerschnittes verändert wird
(Fig. 6)
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorsteuerkennfeld (KVTE)
mindestens 4x4 Stützstellen mit der Möglichkeit der Interpolation umfaßt und so ausgelegt
ist, daß die prozentuale Anfettung des Verbrennungsgemisches bei gegebenem TE-Gemisch
durchlaufend gleich groß ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alternativ zur kennlinienabhängigen
Steuerung über den Mittelwert die Grundadaption durch die Tankentlüftung unbeeinflußt
bleibt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Tastverhältniswerte
für die Ansteuerungsimpulsfolge des Tankentlüftungsventils gespeichert enthaltender
Kennfeld-Vorsteuerblock (16) vorgesehen ist, der in Abhängigkeit zu Last (tL) und Drehzahl (n) vorgegebene Wert des Tastverhältnisses ausgibt und einer Eingriffsstelle,
insbesodere Multiplizierstufe (15), zuführt (Fig. 7).
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingriffsstelle (Multiplizierstufe
15) ein weiteres Ausgangssignal eines Kennlinienblocks (24) zugeführt ist, der in
Abhängigkeit zum Verlauf des Mittelwerts (FR) des Lambda-Regelfaktors vorgegebene Werte des Tastverhältnisses erstellt zur alleinigen
Auswertung oder in Kombination mit den Angaben des Vorsteuerkennfeldes.
1. Device for purging fuel tanks (10) in the case of internal combustion engines in combination
with a fuel metering of the operating mixture, controlled by a λ-control factor, with
an intermediate reservoir which accommodates fuel vapours forming, particularly an
active carbon filter container (11), and means (14, 13a, 13) for the controlled emission
of the tank purging mixture (TE mixture) to the internal combustion engine in dependence
on selected operating conditions comprising at least the output signal of a λ probe
by changing of the passage opening cross-section of an electrically controlled tank
purging valve (13) connected between the intermediate reservoir and the internal combustion
engine, characterized in that the passage opening cross-section of the tank purging
valve (13) is determined in a controlled manner between predetermined values (0% -
100%) via a set of preliminary control characteristics (16) (Fig. 3) in dependence
on load (tL) and speed (n) and is additionally controlled in a closed effective circuit in dependence
on the λ-probe signal, in that the tank purging valve (13), constructed as a solenoid
valve, particularly a lifting solenoid, is actuated by a control circuit (14) by means
of a clocked actuating pulse sequence, the duty ratio (TVTE) of which is variable
for changing the passage opening cross-section, in such a manner that, with an increasing
duty ratio, the passage opening cross-section increases continuously and in that,
for the λ-probe signal-dependent controlling of the duty ratio (TVTE) in the abovementioned
closed effective circuit, either means (23, 24, 15) are provided, which control the
duty ratio along a mean value characteristic of the λ-control factor (FR) in such a manner that an increasing enrichment of the tank purging mixture is detected
via the mean value of the λ-control factor (FR) and the tank purging valve is closed correspondingly by corresponding reduction
of the duty ratio, or a comparison location (25) is provided which is supplied with
a limit value (GW) of the mean value of the λ-control factor (FR) and the latter, with a subsequent comparator (26) for determining the sign and an
integrator (27) which generates, in continuous adjustment with a predetermined constant,
a changing duty ratio for the actuating pulse sequence and supplies it to a multiplier
stage (15), to which the duty ratio (KFTE) output by the preliminary set-of-characteristics
control is also supplied, in such a manner that, alternatively to the controlling
via the mean value of the λ-control factor, a controlling of the mean value of the
λ-control factor to a limit value is carried out by means of changing the duty ratio
(TVTE) of the actuating pulse sequence, the duty ratio (TVTE) being changed in the
direction of a reduction of the opening cross-section when a predetermined limit value
(FRGW) is exceeded by the mean value of the λ-control factor (FR) and being changed in the direction of an increase of the passage opening cross-section
when it goes back (Figure 6).
2. Device according to Claim 1, characterized in that the set of preliminary control
characteristics (KVTE) comprises at least 4 × 4 data points with the possibility of
interpolation and is designed in such a manner that the percentage enrichment of the
combustion mixture is continuously of equal magnitude with the given tank purging
mixture.
3. Device according to Claim 1, characterized in that, as alternative to the characteristic-dependent
control via the mean value, the basic adaptation remains uninfluenced by the tank
purging.
4. Device according to one of Claims 1 to 3, characterized in that a preliminary set-of-characteristics
control block (16), which contains duty ratio values for the actuating pulse sequence
of the tank purging valve stored, is provided which outputs values, which are predetermined
in dependence on load (tL) and speed (n), of the duty ratio and supplies these values to an intervention location,
particularly a multiplier stage (15) (Figure 7).
5. Device according to Claim 4, characterized in that the intervention location (multiplier
stage 15) is supplied with a further output signal of a block of characteristics (24)
which generates values, which are predetermined in dependence on the variation of
the mean value (FR) of the λ-control factor, of the duty ratio for the sole evaluation or in combination
with the information of the set of preliminary control characteristics.
1. Dispositif pour dégazer un réservoir de carburant (10) de moteurs à combustion interne
alimentés par un mélange dont le dosage du carburant est régulé par un coefficient
de régulation λ, comprenant un réservoir intermédiaire (11) recueillant les vapeurs
de carburant qui se forment, notamment un réservoir de filtration à charbon actif,
et des moyens (14, 13a, 13) pour délivrer de façon contrôlée le mélange de dégazage
du réservoir de carburant, (mélange TE) au moteur à combustion interne suivant des
conditions de fonctionnement sélectionnées, comprenant au moins le signal de sortie
d'une sonde λ, par modification de la section de l'orifice de passage d'une soupape
de dégazage du réservoir de carburant, commandée électriquement, montée entre le réservoir
intermédiaire et le moteur à combustion interne, dispositif caractérisé en ce que
la section de l'orifice de passage de la soupape de dégazage (13) du réservoir de
carburant est déterminée de façon contrôlée par l'intermédiaire d'un champ de caractéristiques
de précommande (16) (figure 3) en fonction de la charge (tL), et de la vitesse de rotation (n), entre des valeurs prédéfinies (0 % - 100 %),
la soupape (13) de dégazage du réservoir de carburant est une soupape électromagnétique,
notamment à électro-aimant de levage, commandée par un circuit de commande (14) au
moyen d'une succession d'impulsions de commande synchronisée dont le rapport de travail
(TVTE) est susceptible d'être modifié pour modifier la section de l'orifice de passage
et lorsque le rapport de travail augmente, la section de l'orifice de passage augmente
et pour la commande du rapport de travail (TVTE) dépendant du signal de la sonde λ,
dans le circuit actif, fermé, ci-dessus, des moyens (23, 24, 15) sont prévus pour
commander le rapport de travail suivant une courbe caractéristique de valeur moyenne
du facteur de régulation λ (FR), l'augmentation de l'enrichissement du mélange (TE) au-delà de la valeur moyenne
du facteur de régulation λ (FR) étant détectée et la soupape de dégazage du réservoir étant fermée par une réduction
correspondante du rapport de travail ou encore il est prévu un point de comparaison
(25) qui compare et applique une valeur limite (GW) de la valeur moyenne du facteur
de régulation λ (FR), un comparateur (26), en aval, pour déterminer le signe et un régulateur intégral
(27) qui assure un réglage en continu, suivant une constante prédéterminée, d'un rapport
de travail variable pour la suite des impulsions de commande et un étage de multiplication
(15) qui reçoit également le rapport de travail (KFTE) provenant du champ de caractéristiques
de précommande, de façon qu'en variante à la commande par la valeur moyenne du facteur
de régulation λ, on effectue une régulation de la valeur moyenne du facteur de régulation
λ suivant une valeur limite en modifiant le rapport de travail (TVTE) de la suite
des impulsions de commande, et en cas de dépassant d'une valeur limite prédéterminée
(FRGW) par la valeur moyenne du facteur de régulation λ (FR), le rapport de travail (TVTE) est modifié dans le sens d'une réduction de la section
d'ouverture et en cas de retour, la modification se fait dans le sens d'une augmentation
de la section de l'ouverture (figure 6).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le champ de caractéristiques
de précommande (KVTE) comprend au moins 4 x 4 points d'appui avec possibilité d'interpolation,
et il est conçu de façon que l'enrichissement en pourcentage du mélange de combustion
présente la même valeur sur toute l'étendue du champ pour un mélange (TE) donné.
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que, en variante par rapport
à la commande en fonction de courbes caractéristiques par l'intermédiaire de la valeur
moyenne, l'adaptation de base reste inchangée par le dégazage du réservoir de carburant.
4. Dispositif selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il est prévu un
bloc de précommande (16) à champ de caractéristiques, contenant des valeurs de rapport
de travail pour la succession d'impulsions de commande de la soupape de dégazage du
réservoir de carburant, qui délivre des valeurs du rapport de travail, prédéfinies
en fonction de la charge (tL) et de la vitesse de rotation (n) et les transmet à une
entrée, notamment un étage de multiplication (15) (figure 7).
5. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'entrée (étage de multiplication
15) recoit un autre signal de sortie d'un bloc de courbes caractéristiques (24), qui
établit des valeurs du rapport de travail définies en fonction de l'évolution de la
valeur moyenne (FR) du facteur de réglage λ, pour l'exploitation exclusive, ou en combinaison avec les
données du champ de caractéristiques de précommande.