| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 191 372 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
26.10.1988 Patentblatt 1988/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.01.1986 |
|
|
| (54) |
Wirkstoffkonzentrate für alkalische Zweikomponentenreiniger, Verfahren zur ihrer Herstellung
und ihre Verwendung
Active agent concentrates for alkaline cleaner having two constituents, method for
their fabrication and their use
Concentrés d'agents actifs pour alcalines de nettoyage à deux composants, méthode
pour leur fabrication et leur utilisation
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
BE DE FR GB IT NL |
| (30) |
Priorität: |
07.02.1985 DE 3504172
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
20.08.1986 Patentblatt 1986/34 |
| (73) |
Patentinhaber: Henkel Kommanditgesellschaft auf Aktien |
|
40191 Düsseldorf (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Rossmann, Christian
D-4018 Langenfeld (DE)
- Flüchter, Horst
D-4044 Kaarst 2 (DE)
- Schreiber, Gerald
D-4000 Düsseldorf 13 (DE)
- Wichelhaus, Winfried, Dr.
D-4020 Mettmann (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 467 605 DE-A- 3 246 080
|
DE-A- 2 806 161
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft Wirkstoffkonzentrate für alkalische Zweikomponenten-Reiniger,
Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung.
[0002] Zum Reinigen starrer Materialien, beispielsweise von Werkstücken aus Metall oder
Glas werden alkalische Reinigungsmittel verwendet, die Ätznatron, Orthophosphate,
kondensierte Phosphate, Silikate, Komplexbildner, Netzmittel und gegebenenfalls Korrosionsinhibitoren,
Antischaummittel und Konservierungsmittel enthalten. Im allgemeinen werden diese Bestandteile
enthaltende Produkte als pulvrige Gemische in den Handel gebracht und dem Reinigungsbad
in Pulverform diskontinuierlich zugeführt, wobei die Konzentration des Reinigungsmittels
im Bad je nach Anwendungszweck und Verschmutzungsgrad zwischen 0,1 und 20 Gew.-% liegen
kann.
[0003] Voraussetzung für die Wirksamkeit der Reinigungslösung ist die Einhaltung der optimalen
Konzentration der Reinigerbestandteile. Diese kann durch Titration oder über eine
Leitfähigkeitsmessung festgestellt werden. Die Leitfähigkeitsmessung zur Konzentrationsbestimmung
kann in Verbindung mit einer automatischen Zudosierung des Pulvergemischs zur Einstellung
der gewünschten Reinigerkonzentration durchgeführt werden.
[0004] Ein Nachteil der Arbeitsweise mit pulverförmigen Produkten, insbesondere wenn diese
hygroskopische Salze enthalten, ist es, dass eine kontinuierliche, störungsfreie Zudosierung
nur schwer sichergestellt werden kann. Weiterhin sind gerade besonders wirksame nichtionische
Tenside empfindlich gegenüber festem Ätznatron. Bei längerer Lagerzeit werden sie
zu Ethercarbonsäuren oxidiert. Dadurch wird bei bestimmten Reinigungsvorgängen eine
Verschlechterung der Wirksamkeit und bei einem Spritzauftrag der Reinigungslösung
eine störende Schaumbildung verursacht.
[0005] Neben pulverförmigen Reinigungsmitteln ist auch die Verwendung flüssiger alkalischer
Reinigungsmittelkonzentrate bekannt. Nach der DE-OS 1467605 lassen sich bei längerer
Lagerung dieser Konzentrate auftretende Verluste an Polymerphosphaten durch Hydrolyse
sowie die schlechte Kompatibilität von darin enthaltenen nichtionogenen Netz- und
Antischaummitteln und Polymerphosphaten mit dem restlichen Reinigerkonzentrat dadurch
ausgleichen, dass man die Reiniger mit einem flüssigen, sauren, nichtionogenen Netzmittel
und/oder Antischaummittel und wasserlösliche, mit den Härtebildnern des Wassers Komplexe
bildende organische Säuren oder deren saure Salze enthaltenden Wirkstoffkonzentrat
ergänzt. Diese sauer oder neutral reagierenden Wirkstoffkonzentrate wurden dann durch
Zugabe eines Überschusses Alkali zu alkalisch reagierenden flüssigen Reinigern verarbeitet.
Der Nachteil eines derartigen Vorgehens ist jedoch, dass silikathaltige Reinigungsmittel
auf diesem Wege nicht hergestellt werden konnten, da die verwendeten Tenside mit hohen
Builderkonzentrationen, d. h. grossen Mengen an Silikaten in der Lösung, nicht verträglich
sind.
[0006] Nach der DE-OS 3246080 wurden nun Reinigungskonzentrate aus zwei Komponenten hergestellt,
von denen die eine im wesentlichen aus Natronlauge besteht, die zweite die übrigen
Reinigerbestandteile enthält. Die letztere Lösung kann dabei auf saure oder neutrale
pH-Werte eingestellt werden, wobei eine saure Einstellung den Vorteil hat, dass alle
ihre Komponenten, insbesondere die Tenside, besonders gut löslich sind. Die offenbarten
Zweikomponentenreiniger sind insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass die saure bzw.
neutrale Komponente eine wässrige Dispersion von Kieselsäure ist, die aus pyrogener
oder gefällter Kieselsäure hergestellt wurde und gegebenenfalls weitere Bestandteile,
wie Phosphorsäure, Schwefelsäure, Polyphosphate, Tenside, Stabilisatoren und/oder
Konservierungsmittel enthalten kann.
[0007] Für die Herstellung der Kieselsäuredispersionen wurde eine aus Wasserglas durch Fällen
mit Schwefelsäure, Auswaschen und Trocknen erhaltene Kieselsäure verwendet. Das Verfahren,
Kieselsäure durch Säurebehandlung von Wasserglas auszufällen und den Niederschlag
zu waschen und zu trocknen, ist jedoch sehr aufwendig und gerade in grosstechnischem
Massstab schwierig durchzuführen. Zudem ist die auf diesem Wege erhaltene Kieselsäure
bei der Anwendung in Zweikomponentenreinigern relativ schlecht löslich. Löslichkeitsnachteile
ergeben sich insbesondere dann, wenn das Si0
2/Na
20-Verhältnis im Reinigungsbad grösser als 0,3 : 1 ist. Ein weiterer Nachteil der Verwendung
gefällter und isolierter Kieselsäure ist darin zu sehen, dass aufgrund der begrenzten
Löslichkeit nichtionischer Tenside relativ saure Konzentrate hergestellt werden müssen,
um eine ausreichende Stabilisierung zu gewährleisten. Dies hat zur Folge, dass zur
Neutralisation bzw. zur Einstellung eines bevorzugt alkalischen pH-Wertes von Reinigerlösungen
hohe Mengen an Alkalimetallhydroxid zugesetzt werden müssen.
[0008] Es wurde nun gefunden, dass es keineswegs nötig ist, aus Wasserglas mit Hilfe von
Säuren ausgefällte Kieselsäure zu isolieren und zu trocknen. Vielmehr liessen sich
hochwirksame flüssige Zweikomponentenreinigersysteme mit Kieselsäuredispersionen erhalten,
die in situ durch Fällen der Kieselsäure aus Natron- oder Kaliwasserglas mit Säuren
erhalten und mit Stabilisatoren, Tensiden und möglicherweise anderen Buildersubstanzen
versetzt wurden. Überraschend ist, dass bei der Neutralisation entstehende Salze die
Stabilität der Suspension nicht beeinträchtigen. Zusätzlich ist es möglich, stabile
und lagerfähige Wirkstoffkonzentrate auch mit pH-Werten im alkalischen Bereich (bis
pH 11) herzustellen.
[0009] Die Erfindung betrifft daher Wirkstoffkonzentrate B für aus zwei Komponenten A und
B bestehende alkalische Reiniger, deren eine Komponente A eine stark alkalische, überwiegend
Alkalimetallhydroxide enthaltende und im Überschuss eingesetzte basische wässrige
Lösung und deren andere Komponente B eine Kieselsäure enthaltende wässrige Dispersion
ist, die als weitere Zusätze anionische, nichtionogene und/oder amphotere Tenside,
Buildersubstanzen, Stabilisatoren und gegebenenfalls anorganische Mineralsäuren, Komplexbildner,
Konservierungsmittel und/oder weitere in Reinigerkonzentraten übliche Mittel aufweist,
die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie eine auf einen pH-Wert im Bereich von 1
bis 11 eingestellte, durch Behandlung von Alkalimetallsilikatlösungen mit Mineralsäuren
oder in wässriger Lösung seiner reagierenden Gase in situ gewonnene Kieselsäuredispersion
enthalten.
[0010] Die Erfindung betrifft ausserdem ein Verfahren zur Herstellung von Wirkstoffkonzentraten
B für aus zwei Komponenten A und B bestehende alkalische Reiniger, deren eine Komponente
A eine stark alkalische, überwiegend Alkalimetallhydroxide enthaltende und im Überschuss
eingesetzte basische wässrige Lösung und deren andere Komponente B eine Kieselsäure
enthaltende wässrige Dispersion ist, die als weitere Zusätze anionische, nichtionogene
und/oder amphotere Tenside, Buildersubstanzen, Stabilisatoren und gegebenenfalls anorganische
Mineralsäuren, Komplexbildner, Konservierungsmittel und/oder weitere in Reinigerkonzentraten
übliche Mittel aufweist, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man Alkalimetallsilikatlösungen
bei einem pH-Wert zwischen 8 und 11 mit Mineralsäuren oder in wässriger Lösung sauer
reagierenden Gasen behandelt und die dadurch erhaltenen Kieselsäuredispersionen, ohne
die bei der Neutralisation entstehenden Salze zu entfernen, mit den zur Herstellung
der Wirkstoffkonzentrate B erforderlichen Bestandteilen versetzt.
[0011] Die Erfindung betrifft ausserdem die Verwendung derartiger Wirkstoffkonzentrate B
in alkalischen Zweikomponentenreinigern zum Reinigen starrer Materialien.
[0012] Für die Zwecke der Erfindung geeignet sind wässrige Alkalimetallsilikatlösungen,
deren Si0
2-/ M
20-Verhältnis (M=Alkalimetall) im Bereich von 2 bis 3,5 liegt. Dabei sind Natron- und
Kaliwasserglaslösungen prinzipiell gleichermassen gut geeignet. Es werden jedoch bevorzugt
wässrige Natronwasserglaslösungen verwendet, da diese billiger und in grösseren Mengen
zugänglich sind.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden unverdünnte technische
Wasserglaslösungen eingesetzt. Dies hat sich allein schon deshalb als vorteilhaft
erwiesen, weil für die entstehenden Wirkstoffkonzentrate ein hoher Wirkstoffgehalt
angestrebt wird, der bei Einsatz verdünnter Lösungen weitere Verfahrensschritte zur
Steigerung des Wirkstoffgehaltes, wie z. B. Einengen der Dispersion durch Eindampfen
oder Filtration, erforderlich machte. Diese Schritte werden entbehrlich, wenn konzentrierte
Lösungen eingesetzt werden.
[0014] Die Herstellung der in situ gefällten Kieselsäure erfolgt durch Umsetzung der genannten
Wasserglaslösungen mit beliebigen Mineralsäuren oder in wässriger Lösung sauer reagierenden
Gasen, z. B. HCI, S0
2 und/oder C0
2. Bei Einsatz saurer Gase wird die Fällung mit C0
2 bevorzugt. Bei Verwendung von Mineralsäuren haben sich Phosphorsäure und Schwefelsäure
sowie ein Gemisch beider Säuren im Gewichtsverhältnis 3 : 1 bis 1 : 3 bewährt. Besonders
bevorzugt ist ein Verhältnis von 1 : 1. In der Praxis werden mit Vorteil konzentrierte
Säuren eingesetzt, um einen hohen Wirkstoffgehalt in den entstehenden Kieselsäuredispersionen
zu erzielen.
[0015] Während der Fällungsreaktion soll der pH-Wert zwischen 8 und 10 und die Reaktionstemperatur
zwischen 60 und 90°C liegen. Unter diesen Bedingungen werden Kieselsäurequalitäten
erhalten, die besonders stabile Dispersionen liefern. Der angegebene Bereich des pH-Wertes
lässt sich in vorteilhafter Weise einhalten, wenn in einem Puffersystem gearbeitet
wird. Als Puffer sind insbesondere Alkalimetallsalze von Säuren geeignet, deren Anionen
im pH-Bereich von 8 bis 10 puffernd wirken, beispielsweise Phosphate, Carbonate und/oder
Borate. Die puffernden Salze können sowohl in wässriger Lösung für die Fällungsreaktion
vorgelegt werden als auch sich im Verlauf der Fällungsreaktion bilden.
[0016] Bei der Fällung der Kieselsäure aus den Alkalimetallsilikatlösungen mit Schwefelsäure
hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die im Wirkstoffkonzentrat gewünschte Menge
an Phosphat als wässrige Lösung vorzulegen und durch gleichzeitiges Zudosieren von
Wasserglaslösung und Schwefelsäure eine Kieselsäurefällung zu bewirken.
[0017] Am Ende der Fällung kann die Dispersion auf den gewünschten pH-Wert im sauren, neutralen
oder alkalischen Bereich eingestellt werden. Durch einen Überschuss an Mineralsäure
sind pH-Werte um 1 erreichbar, ohne dass dies die Eignung der Dispersionen für alkalische
Zweikomponentenreiniger beeinträchtigen würde. Vorzugsweise werden die Dispersionen
jedoch alkalisch auf pH-Werte von 8 bis 11 eingestellt, wozu wässrige Natronlauge
oder Kalilauge, Natriumorthophosphat oder Kaliumorthophosphat, Natriumcarbonat oder
Kaliumcarbonat und/oder Natriumsilicate oder Kaliumsilicate verwendet werden können.
[0018] Für die vorgesehene Verwendung der erfindungsgemässen Wirkstoffkonzentrate in alkalischen
Zweikomponentenreinigern ist ein gewisser Gehalt an Buildersalzen vorteilhaft, die
bei der in-situ-Fällung entstehen oder als Puffer zugesetzt werden. Unter Buildersalzen
werden dabei Salze verstanden, die die Reinigungswirkung der Tenside verstärken, beispielsweise
Alkalimetall-orthophosphate und/oder -polyphosphate, -carbonate, -borate und/oder
-sulfate. Insbesondere kommen hierfür Alkalimetallpolyphosphate, d. h. Alkalimetallpyrophosphat
und/oder -tripolyphosphat, in Betracht.
[0019] Um eine gute Reinigungswirkung zu erzielen, ist es ausserdem zweckmässig, der Kieselsäuredispersion
Tenside zuzusetzen. Für diesen Zweck sind anionische, nichtionische und/oder amphotere
Tenside geeignet. Im einzelnen kommen Verbindungen wie Alkylbenzolsulfonate, Alkylsulfonate,
Fettalkoholsulfate, Anlagerungsprodukte von Ethylenoxid und/oder Propylenoxid an Fettalkohole,
Fettamine und Alkylphenole sowie oberflächenaktive Ethylenoxid/Propylenoxid-Blockpolymerisate
in Frage. Die Kettenlängen der Alkylreste liegen bei den genannten Verbindungen im
Bereich von 8 bis 20 C-Atomen und im Fall der Alkylphenole im Bereich von 6 bis 18
C-Atomen. Weiterhin kommen als amphotere Tenside Verbindungen wie Alkyldimethylammoniumbetaine
mit 12 bis 18 C-Atomen im Alkylrest in Betracht.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die Fällung
der Kieselsäuren aus Alkalimetallsilikatlösungen durch Mineralsäuren auch in Gegenwart
der genannten Tenside erfolgen. Durch diese Verfahrensweise wird insbesondere die
Stabilisierung von alkalischen niotensidhaltigen Dispersionen erleichtert.
[0021] Zusätzlich können die Kieselsäuredispersionen für die erfindungsgemässen Wirkstoffkonzentrate
auch Komplexbildner enthalten, wie z. B. Alkalimetallsalze der Nitrilotriessigsäure,
Ethylendiamintetraessigsäure, Gluconsäure, Citronensäure oder Phosphonsäuren (z. B.
Hydroxyethan-1, 1-diphosphonsäure, Aminotrimethylenphosphonsäure und 2-Phosphono-1,
2,4-butantricarbonsäure).
[0022] Als Stabilisatoren werden Verbindungen verwendet, die die Sedimentation der Kieselsäure
in den Dispersionen verhindern. Es werden z. B. Reinsubstanzen oder Gemische aus der
Gruppe Pflanzengummi, d. h. Xanthan, und der Copolymeren aus Polyalkylvinylethern
und Carbonsäureanhydriden verwendet, z. B. GANTREZ
R AN-Typen der Firma GAF-Corporation wie Copolymere aus Polymethylvinylethern und Maleinsäureanhydrid.
[0023] Das Wirkstoffkonzentrat B enthält 10 bis 26Gew.-%, bevorzugt 15 bis 25Gew.-%, besonders
bevorzugt 18 bis 22 Gew.-%, Kieselsäure, berechnet als Si0
2; 5 bis 27 Gew.-%, bevorzugt 8 bis 25Gew.-%, besonders bevorzugt 13 bis 24 Gew.-%,
Builder; 0,5 bis 12Gew.-%, bevorzugt 1 bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 1 bis 8Gew.-
% Tenside; 0,2 bis 5 Gew.-%, bevorzugt 0,3 bis 3 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,5 bis
2 Gew.-%, Stabilisatoren; und 0,5 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 1 bis 8Gew.-%, besonders
bevorzugt 2 bis 7 Gew.-%, Komplexbildner.
[0024] Die alkalische Komponente A für die alkalischen Zweikomponentenreiniger besteht im
wesentlichen aus Natronlauge bzw. Kalilauge. Als weitere Bestandteile können gegebenenfalls
solche Verbindungen in Betracht kommen, die mit den Bestandteilen der erfindungsgemässen
Kieselsäuredispersions-Komponente nicht verträglich sind, wie beispielsweise Ligninsulfonate.
Die wässrige Alkalimetallhydroxidlösung wird für Zweikomponentenreiniger im Überschuss
verwendet; darunter ist eine solche Menge an Natronlauge oder Kalilauge zu verstehen,
die ausreichend ist, um dem Zweikomponentenreiniger-Konzentrat nach der Zusammengabe
der alkalischen und der erfindungsgemässen Kieselsäuredispersions-Komponente einen
pH-Wert grösser als 11, vorzugsweise grösser als 12 zu geben.
[0025] Zur Herstellung einer Zweikomponentenreinigerlösung werden die Wirkstoffkomponenten
A und B in auf wenigstens 40°C erwärmtem Wasser vermischt, wobei die Kieselsäure zu
wasserlöslichen Silikaten umgesetzt wird. Dabei werden pH-Werte grösser als 12 erreicht.
[0026] Der Vorteil der Verwendung der erfindungsgemässen, in situ gefällte Kieselsäure enthaltenden
Wirkstoffkonzentrate B ist darin zu sehen, dass die Dispersionen unter den Ansatzbedingungen
eines Reinigerbades wesentlich besser löslich sind als aus dem Stand der Technik bekannte
Dispersionen. Daneben bietet der Einsatz der in situ gefällten Kieselsäure grössere
Freiheiten bei der Formulierung der Wirkstoffkonzentrate bezüglich der weiteren Komponenten.
So wird beispielsweise die Verwendung alkalischer Salze als Builder ermöglicht. Im
Vergleich zu aus dem Stand der Technik bekannten Systemen kann ausserdem bei der Zusammengabe
der beiden Komponenten für das Reinigungsbad ein Teil der Alkalimetall-Lauge eingespart
werden, wenn die erfindungsgemässen Wirkstoffkonzentrate schon auf einen ph-Wert von
8 bis 11 eingestellt wurden und damit eine Neutralisation stark saurer Komponenten
mit grossen Überschüssen an Alkalimetallhydroxiden nicht mehr erforderlich ist.
[0027] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Vorgehensweise ist darin zu sehen, dass
der zumindest für grössere Substanzmengen verfahrenstechnisch aufwendige Schritt des
Auswaschens der gefällten Kieselsäure sowie die Schritte des Abtrennens von der Fällungslösung
und des Trocknens der isolierten Kieselsäure überflüssig werden. Ausserdem ist es
als vorteilhaft anzusehen, dass höhere Salzgehalte weder die Stabilität der Kieselsäuredispersionen
noch die Wirksamkeit der entstehenden Zweikomponentenreiniger beeinträchtigen.
[0028] Das Verfahren wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert.
Beispiel 1
[0029] Zu 8 Litern einer 2%igen Dinatriumhydrogenphosphatlösung wurden bei 80°C mit Hilfe
von zwei Dosierpumpen gleichzeitig 35 kg Natronwasserglas, das auf ein Si0
2/Na
20-Gewichtsverhältnis von 3,3 und einen Gesamtfeststoffgehalt von 35% eingestellt wurde,
und 4,7 kg einer Mischung aus 98%iger Schwefelsäure und 85%iger Phosphorsäure im Gewichtsverhältnis
1 : 1 so zudosiert, dass der pH-Wert immer im Bereich von 8 bis 9 gehalten wurde.
Der Suspension wurden 1,0% Xanthan als Stabilisator, 2% eines Additionsproduktes von
14 EO an Nonylphenol und 1% Alkylbenzolsulfonsäure zugesetzt. Die Dispersion wies
einen pH-Wert von 8,5 auf. Durch Zugabe von 5 kg Natronwasserglas stieg der pH-Wert
auf 10,4. Die Dispersion blieb dabei stabil.
Beispiel 2
[0030] Zu 8 Litern einer 10%igen Natriumtriphosphatlösung wurden bei 70°C gleichzeitig 40
kg Kaliwasserglas mit einem Si0
2/K
20-Gewichtsverhältnis von 2,1 und einem Gesamtfeststoffgehalt von 40% und 6kg 98%iger
Schwefelsäure zudosiert, so dass ein pH-Wert zwischen 8 und 9 eingehalten wurde. Der
Suspension wurden ausserdem 1,5% Xanthan als Stabilisator, 2% eines Additiosproduktes
von 14 EO an C,2-18-Fettalkohol und 1% Alkylbenzolsulfonsäure zugesetzt.
Beispiel 3
[0031] In einem Rührbehälter wurden zu 5 Litern einer 2%igen Dinatriumhydrogenphosphatlösung
60g Alkylbenzolsulfonsäure und 240g Nonylphenol + 14 EO gegeben und auf 80°C aufgeheizt.
Zu dieser Lösung wurden gleichzeitig 3,8 kg einer Mischung aus 98%iger Schwefelsäure
und 85%iger Phosphorsäure im Gewichtsverhältnis 5 : 1 und 40 kg Natronwasserglas mit
einem Si0
2/Na
20-Gewichtsverhältnis von 3,3 und einer Dichte von 1,35g/cm
3 so zudosiert, dass der pH-Wert im Bereich von 8,8 bis 9,2 gehalten wurde. Nach vollständiger
Umsetzung bildete sich eine Dispersion mit einem pH-Wert von 9,1. Der Dispersion wurden
0,3% eines Stabilisatorgemisches aus Xanthan und eines Copolymeren auf der Basis Polymethylvinylether/Maleinsäureanhydrid
(GAN-TREZ
R AN 149) zugesetzt.
Beispiel 4
[0032] Das bessere Löseverhalten der in situ gefällten Kieselsäure gegenüber handelsüblichen
Fällungskieselsäuren wird durch das folgende Beispiel erläutert: In einem Reinigungsbad,
das 5% Natronlauge und 1% Kieselsäure enthielt, wurde bei 60°C eine vollständige Auflösung
der Kieselsäurearten a) in situ gefällte Kieselsäure nach 4min. (aus Beispiel 1, 3
Monate gelagert) b) Fällungskieselsäure FK 320 nach 7 min. Fa. DEGUSSA erreicht.
Beispiel 5
[0033] Der Vorteil der in situ gefällten Kieselsäure im Hinblick auf die gleichmässige und
stabile Verteilung von Tensiden in flüssigen builderhaltigen Wirkstoffkonzentraten
gegenüber Lösungen ohne Kieselsäure wird durch den Vergleich von Lösungen und Dispersionen
deutlich: Wie die Wirkstoffkonzentrate a, b, c, d in Tabelle 1 zeigen, konnten in
Gegenwart von Tensiden (hier z. B. Nonylphenyl + 14 EO) nur begrenzte Builderkonzentrationen
gewählt werden, um eine bei Raumtemperatur gerade noch stabile Lösung zu erhalten.
Im Falle der Dispersionen e und f dagegen waren Tenside auch bei hohen Builderkonzentrationen
homogen verteilbar und über lange Zeit lagerstabil.
Wirkstoffkonzentrate:
Beispiel 6
[0035] Der Vorteil der in situ gefällten Kieselsäure gegenüber herkömmlicher, durch saure
Fällung hergestellter, handelsüblicher Kieselsäure in Hinblick auf eine gleichmässige
und stabile Verteilung von Tensiden in flüssigen builderhaltigen Wirkstoffkonzentraten
wird durch den Vergleich der Dispersion (f) des Beispiels 5 mit der nachfolgend formulierten
Dispersion deutlich:
20 % Fällungskieselsäure Degussa FK 320
5 % Nonylphenol + 14 EO
11 % Trinatriumphosphat
0,05% Stabilisator
Rest Wasser
[0036] Diese Dispersion zeigte schon nach zwei Monaten eine messbare Entmischung; an der
Konzentratoberfläche schied sich sichtbar das Netzmittel ab.
[0037] Im Vergleich dazu war die Dispersion (f) des Beispiels 5 auch nach langer Lagerzeit
(12 Monaten) noch homogen, und eine Entmischung wurde nicht beobachtet.
Beispiel 7
[0038] Herstellung und Verwendung der Zweikomponentenreiniger
[0039] Befettete, drei Monate gelagerte, tiefgezogene Stahlteile wurden in einer mit der
erfindungsgemässen Wirkstoffkomponente (B) hergestellten alkalischen Reinigerlösung
(I) und im Vergleich dazu mit einer gleichartigen, aus pulvrigem Reiniger hergestellten
alkalischen Reinigerlösung (11) entfettet.
[0040] Die Reinigerlösungen waren wie folgt zusammengesetzt:
Reinigerlösung I:
[0041]
25 g/l Kieselsäuredispersion (siehe unten) und
50 g/I Natronlauge, 50%ig
Kieselsäuredispersion:
[0042]
20 % Si02
10 % Na3P04
6 % Nonylphenol + 14 EO
1 % Stabilisator (Xanthan)
Rest Wasser
Reinigerlösung 11:
[0043]
50 g/I eines pulverförmigen Reinigers folgender
Zusammensetzung:
[0044]
20 % Natriummetasilikat
5 % Na3P04
25 % Ätznatron
47 % Soda und
3 % Nonylphenol + 14 EO
[0045] Die mit den angegebenen Komponenten hergestellten Reinigerlösungen (I) und (11) zeigten
bei gleichen Wirkstoffkonzentrationen (50g/I) bei 80°C einen Trübungspunkt von 62°C.
Die Entfettungszeit betrug mit frisch hergestellter Reinigerlösung (I) 12 min, mit
frisch hergestellter Reinigerlösung (11) 13 min.
[0046] Wie die nachfolgende Tabelle 2 zeigt, hatte die Lagerung der mit dem erfindungsgemässen
Wirkstoffkonzentrat hergestellten Reinigerlösung (I) keinen Einfluss auf Entfettungszeit
und Trübungspunkt des Reinigers. Hingegen veränderten sich diese Eigenschaften bei
der Lösung, die mit dem pulverförmigen Reiniger hergestellt wurde, bei längerer Lagerzeit.
Die darin enthaltenen Niotenside wurden in Gegenwart von Ätzalkalien und Luftsauerstoff
zu anionischen Tensiden abgebaut. Dieser Abbau der Niotenside war ausserdem mit einer
Verstärkung des Schaumvermögens verbunden, die sich insbesondere für spritzbare Reinigerlösungen
störend auswirkte.

1. Wirkstoffkonzentrate B für aus zwei Komponenten A und B bestehende alkalische Reiniger,
deren eine Komponente A eine stark alkalische, überwiegend Alkalimetallhydroxide enthaltende
und im Überschuss eingesetzte basische wässrige Lösung und
deren andere Komponente B eine Kieselsäure enthaltende wässrige Dispersion ist, die
als weitere Zusätze anionische, nichtionogene und/oder amphotere Tenside, Buildersubstanzen,
Stabilisatoren und gegebenenfalls anorganische Mineralsäuren, Komplexbildner, Konservierungsmittel
und/oder weitere in Reinigerkonzentraten übliche Mittel aufweist, dadurch gekennzeichnet,
dass sie eine auf einen pH-Wert im Bereich von 1 bis 11 eingestellte, durch Behandlung
von Alkalimetallsilikatlösungen mit Mineralsäuren oder in wässriger Lösung sauer reagierenden
Gasen in situ gewonnene Kieselsäuredispersion enthalten.
2. Wirkstoffkonzentrate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine aus
Natriumsilikat- oder Kaliumsilikatlösungen hergestellte Kieselsäuredispersion enthalten.
3. Wirkstoffkonzentrate nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine aus
Natriumsilikat- oder Kaliumsilikatlösungen mit einem Si02-/M20-Verhältriis (M = Na,K)
im Bereich von 2 bis 3,5 hergestellte Kieselsäuredispersion enthalten.
4. Wirkstoffkonzentrate nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie
eine durch Behandlung mit Schwefelsäure oder Phosphorsäure oder Gemischen aus Schwefelsäure
und Phosphorsäure im Verhältnis 3:1 bis 1:3 gefällte Kieselsäuredispersion enthalten.
5. Wirkstoffkonzentrate nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine durch
ein Gemisch von Schwefelsäure und Phosphorsäure im Verhältnis 1:1 gefällte Kieselsäuredispersion
enthalten.
6. Wirkstoffkonzentrate nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie
eine durch Behandlung mit HCI, S02 und/oder C02 in wässriger Lösung gefällte Kieselsäuredispersion enthalten.
7. Wirkstoffkonzentrate nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine durch
Behandlung mit C02 in wässriger Lösung gefällte Kieselsäuredispersion enthalten.
8. Wirkstoffkonzentrate nach Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie
anionische, nichtionogene und/oder amphotere Tenside enthalten.
9. Wirkstoffkonzentrate nach Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie
auf einen pH-Wert im Bereich von 8 bis 11 eingestellt werden.
10. Wirkstoffkonzentrate nach Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie
im pH-Wertbereich von 8 bis 10 puffernde Buildersalze enthalten.
11. Wirkstoffkonzentrate nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie Alkalimetallorthophosphate,
Alkalimetallpolyphosphate, Alkalimetallcarbonate, Alkalimetallborate und/oder Alkalimetallsulfate
enthalten.
12. Verfahren zur Herstellung von Wirkstoffkonzentraten B für aus zwei Komponenten
A und B bestehende alkalische Reiniger, deren eine Komponente A eine stark alkalische,
überwiegend Alkalimetallhydroxide enthaltende und im Überschuss eingesetzte basische
wässrige Lösung und deren andere Komponente B eine Kieselsäure enthaltende wässrige
Dispersion ist, die als weitere Zusätze anionische, nichtionogene und/oder amphotere
Tenside, Buildersubstanzen, Stabilisatoren und gegebenenfalls anorganische Mineralsäuren,
Komplexbildner, Konservierungsmittel und/ oder weitere in Reinigerkonzentraten übliche
Mittel aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass man
a) Alkalimetallsilikatlösungen bei einem pH-Wert zwischen 8 und 11 mit Mineralsäuren
oder in wässriger Lösung sauer reagierenden Gasen behandelt und
b) die dadurch erhaltenen Kieselsäuredispersionen ohne die bei der Neutralisation
entstehenden Salze zu entfernen mit den zur Herstellung der Wirkstoffkonzentrate B
erforderlichen Bestandteilen versetzt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass man die Fällung der Kieselsäuren
aus den Alkalimetallsilikatlösungen in Gegenwart der Tenside vornimmt.
14. Verfahren nach Ansprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass man als Alkalimetallsilikatlösungen
konzentrierte Wasserglaslösungen mit einem Si02-/M20-Verhältnis (M = Na, K) im Bereich von 2 bis 3,5 verwendet.
15. Verfahren nach Ansprüchen 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass man als Mineralsäuren
konzentrierte Mineralsäuren verwendet.
16. Verfahren nach Ansprüchen 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass man Schwefelsäure
oder Phosphorsäure oder Gemische von Schwefelsäure und Phosphorsäure 3:1 bis 1:3 verwendet.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von Schwefelsäure
und Phosphorsäure im Verhältnis 1:1 verwendet.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von 98%iger
Schwefelsäure und 85%iger Phosphorsäure im Gewichtsverhältnis 1:1 verwendet.
19. Verfahren nach Ansprüchen 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass man als in wässriger
Lösung sauer reagierende Gase Chlorwasserstoffgas, Schwefeldioxidgas und/oder Kohlendioxidgas
verwendet.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass man Kohlendioxidgas verwendet.
21. Verfahren nach Ansprüchen 12 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass man die Fällungsreaktion
in Gegenwart von puffernden Buildersubstanzen durchführt.
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass man die Fällungsreaktion
in Gegenwart von Alkalimetallorthophosphaten, Alkalimetallpolyphosphaten, Alkalimetallcarbonaten,
Alkalimetallboraten und/oder Alkalimetallsulfaten durchführt.
23. Verwendung der Wirkstoffkonzentrate nach Ansprüchen 1 bis 11 in alkalischen Zweikomponentenreinigern
zur Reinigung starrer Materialien, insbesondere Werkstücken aus Metall oder Glas.
1. Active-substance concentrates B for alkaline cleaning preparations consisting of
two components A and B, of which component A is a strongly alkaline, basic aqueous
solution predominantly containing alkali metal hydroxides and used in excess while
component B is a silica-containing aqueous dispersion which contains as further additives
anionic, nonionic and/or amphoteric surfactants, builders, stabilizers and, optionally,
inorganic mineral acids, complexing agents, preservatives and/or other additives typically
used in concentrated cleaning preparations, characterized in that they contain a silica
dispersion adjusted to a pH of from 1 to 11 and obtained in situ by treatment of alkali
metal silicate solutions with mineral acids or gases showing an acidic reaction in
aqueous solution.
2. Active-substance concentrates as claimed in claim 1, characterized in that they
contain a silica dispersion prepared from sodium silicate or potassium silicate solutions.
3. Active-substance concentrates as claimed in claim 2, characterized in that they
contain a silica dispersion prepared from sodium silicate or potassium silicate solutions
having an SiO2 to M20 (M = Na, K) ratio of from 2 to 3,5.
4. Active-substance concentrates as claimed in claims 1 to 3, characterized in that
they contain a silica dispersion precipitated by treatment with sulfuric acid or phosphoric
acid or mixtures of sulfuric acid and phosphoric acid in a ratio of 3:1 to 1:3.
5. Active-substance concentrates as claimed in claim 4, characterized in that they
contain a silica dispersion precipitated by treatment with a mixture of sulfuric acid
and phosphoric acid in a ratio of 1:1.
6. Active-substance concentrates as claimed in claims 1 to 3, characterized in that
they contain a silica dispersion precipitated by treatment with HCI, S02 and/or C02 in aqueous solution.
7. Active-substance concentrates as claimed in claim 6, characterized in that they
contain a silica dispersion precipitated by treatment with C02 in aqueous solution.
8. Active-substance concentrates as claimed in claims 1 to 7, characterized in that
they contain anionic, nonionic and/or amphoteric surfactants.
9. Active-substance concentrates as claimed in claims 1 to 8, characterized in that
they are adjusted to a pH value in the range from 8 to 11.
10. Active-substance concentrates as claimed in claims 1 to 9, characterized in that
they contain builder salts buffering in the pH range from 8 to 10.
11. Active-substance concentrates as claimed in claim 10, characterized in that they
contain alkali metal orthophosphates, alkali metal polyphosphates, alkali metal carbonates,
alkali metal borates and/or alkali metal sulfates.
12. A process for the production of active-substance concentrates B for alkaline cleaning
preparations consisting of two components A and B, of which component A is a strongly
alkaline, basic aqueous solution predominantly containing alkali metal hydroxides
and used in excess while component B is a silica-containing aqueous dispersion which
contains as further additives anionic, nonionic and/or amphoteric surfactants, builders,
stabilizers and, optionally, inorganic mineral acids, complexing agents, preservatives
and/or other additives typically used in concentrated cleaning preparations, characterized
in that
a) alkali metal silicate solutions are treated with mineral acids or with gases showing
an acidic reaction in aqueous solution at a pH value in the range from 8 to 11 and
b) the constituents required for the production of the active-substance concentrates
3 are added to the resulting silica dispersion without removal of the salts formed
during the neutralization.
13. A process as claimed in claim 12, characterized in that the silicas are precipitated
from the alkali metal solutions in the presence of the surfactants.
14. A process as claimed in claims 12 and 13, characterized in that concentrated waterglass
solutions in which the ratio of Si02 to M20 (M = alkali metal) is from 2 to 3,5 are used as the alkali metal silicate solutions.
15. A process as claimed in claims 12 to 14, characterized in that concentrated mineral
acids are used as the mineral acids.
16. A process as claimed in claims 12 to 15, characterized in that sulfuric acid or
phosphoric acid or mixtures of sulfuric acid and phosphoric acid in a ratio of 3:1
to 1:3 are used.
17. A process as claimed in claim 16, characterized in that a mixture of sulfuric
acid and phosphoric acid in a ratio of 1:1 is used.
18. A process as claimed in claim 17, characterized in that a mixture of 98% sulfuric
acid and 85 % phosphoric acid in a ratio by weight of 1:1 is used.
19. A process as claimed in claims 12 to 14, characterized in that hydrogen chloride
gas, sulfur dioxide gas and/or carbon dioxide gas is/are used as the gases showing
an acidic reaction in aqueous solution.
20. A process as claimed in claim 19, characterized in that carbon dioxide gas is
used.
21. A process as claimed in claims 12 to 20, characterized in that the precipitation
reaction is carried out in the presence of buffering builders.
22. A process as claimed in claim 21, characterized in that the precipitation reaction
is carried out in the presence of alkali metal orthophosphates, alkali metal polyphosphates,
alkali metal carbonates, alkali metal borates and/or alkali metal sulfates.
23. The use of the active substance concentrates claimed in claims 1 to 11 in alkaline
two- component cleaning preparations for the cleaning of rigid materials, more particularly
workpieces of metal or glass.
1. Concentrats de substances actives B pour agents de nettoyage alcalins constitués
de deux composants A et B,
dont un composant A est une solution aqueuse basique fortement alcaline contenant
des hydroxydes de métaux alcalins en une quantité prépondérante et utilisée en excès,
tandis que l'autre composant B est une dispersion aqueuse contenant de l'acide silicique
et comportant, comme autres additifs, des agents tensio-actifs aninoni- ques, non
ionogènes et/ou amphotères, des substances d'adjuvants de lavage, des stabilisants
et éventuellement des acides minéraux inorganiques, des agents complexants, des agents
de conservation et/ou d'autres agents habituellement utilisés dans des concentrats
d'agents de lavage, caractérisés en ce qu'ils contiennent une dispersion d'acide silicique
réglée à un pH se situant dans le domaine allant de 1 à 11 et obtenue in situ par
traitement de solutions de silicates de métaux alcalins avec des acides minéraux ou
des gaz à réaction acide en solution aqueuse.
2. Concentrats de substances actives selon la revendication 1, caractérisés en ce
qu'ils contiennent une dispersion d'acide silicique préparée à partir de solutions
de silicate de sodium ou de silicate de potassium.
3. Concentrats de substances actives selon la revendication 2, caractérisés en ce
qu'ils contiennent une dispersion d'acide silicique préparée à partir de solutions
de silicate de sodium ou de silicate de potassium avec un rapport Si02/MZO (M = Na, K) se situant dans l'intervalle allant de 2 à 3,5.
4. Concentrats de substances actives selon une des revendications 1 à 3, caractérisés
en ce qu'ils contiennent une dispersion d'acide silicique précipitée par traitement
avec de l'acide sulfurique ou de l'acide phosphorique ou encore des mélanges d'acide
sulfurique et d'acide phosphorique dans le rapport de 3:1 à 1:3.
5. Concentrats de substances actives selon la revendication 4, caractérisés en ce
qu'ils contiennent une dispersion d'acide silicique précipitée par un mélange d'acide
sulfurique et d'acide phosphorique dans le rapport de 1:1.
6. Concentrats de substances actives selon les revendications 1 à 3, caractérisés
en ce qu'ils contiennent une dispersion d'acide silicique précipitée par traitement
avec HCI, S02 et/ou C02 en solution aqueuse.
7. Concentrats de substances actives selon la revendication 6, caractérisés en ce
qu'ils contiennent une dispersion d'acide silicique précipitée par traitement avec
C02 en solution aqueuse.
8. Concentrats de substances actives selon les revendications 1 à 7, caractérisés
en ce qu'ils contiennent des agents tensio-actifs anioniques, non ionogènes et/ou
amphotères.
9. Concentrats de substances actives selon les revendications 1 à 8, caractérisés
en ce qu'on les règle à un pH se situant dans le domaine allant de 8 à 11.
10. Concentrats de substances actives selon les revendications 1 à 9, caractérisés
en ce qu'ils contiennent des sels d'adjuvants de lavage exerçant un effet tampon à
un pH se situant dans le domaine de 8 à 10.
11. Concentrats de substances actives selon la revendication 10, caractérisés en ce
qu'ils contiennent des orthophosphates de métaux alcalins, des polyphosphates de métaux
alcalins, des carbonates de métaux alcalins, des borates de métaux alcalins et/ou
des sulfates de métaux alcalins.
12. Procédé de préparation de concentrats de substances actives B pour des agents
de nettoyage alcalins constitués de deux composants A et B, dont un composant A est
une solution aqueuse basique fortement alcaline contenant une quantité prépondérante
d'hydroxydes de métaux alcalins et utilisée en excès, et dont l'autre composant B
est une dispersion aqueuse contenant de l'acide silicique et comportant, comme autres
additifs, des agents tensio-actifs anioniques, non ionogènes et/ou amphotères, des
substances d'adjuvants de lavage, des stabilisants et éventuellement des acides minéraux
inorganiques, des agents complexants, des agents de conservation et/ou d'autres agents
habituellement utilisés dans des concentrats d'agents de nettoyage, caractérisé en
ce que:
a) on traite des solutions de silicates de métaux alcalins à un pH se situant entre
8 et 11 avec des acides minéraux ou des gaz à réaction acide en solution aqueuse,
et
b) aux dispersions d'acides siliciques ainsi obtenues, sans éliminer les sels formés
lors de la neutralisation, on ajoute les constituants nécessaires pour préparer les
concentrats de substances actives B.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'on effectue la précipitation
des acides siliciques à partir des solutions de silicates de métaux alcalins en présence
des agents tensio-actifs.
14. Procédé selon les revendications 12 et 13, caractérisé en ce que, comme solutions
de silicates de métaux alcalins, on utilise des solutions concentrées de verre, soluble
présentant un rapport Si02/M20 (M = métaux alcalins) se situant dans l'intervalle allant de 2 à 3,5.
15. Procédé selon les revendications 12 à 14, caractérisé en ce que, comme acides
minéraux, on utilise des acides minéraux concentrés.
16. Procédé selon les revendications 12 à 15, caractérisé en ce qu'on utilise de l'acide
sulfurique ou de l'acide phosphorique ou encore des mélanges d'acide sulfurique et
d'acide phosphorique dans le rapport de 3:1 à 1:3.
17. Procédé selon la revendication 16, caractérisé en ce qu'on utilise un mélange
d'acide sulfurique et d'acide phosphorique dans le rapport de 1:1.
18. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce qu'on utilise un mélange
d'acide sulfurique à 98% et d'acide phosphorique à 85% dans le rapport pondéral de
1:1.
19. Procédé selon les revendications 12 à 14, caractérisé en ce que, comme gaz à réaction
acide en solution aqueuse, on utilise le chlorure d'hydrogène, l'anhydride sulfureux
et/ou l'anhydride carbonique.
20. Procédé selon la revendication 19, caractérisé en ce qu'on utilise l'anhydride
carbonique gazeux.
21. Procédé selon les revendications 12 à 20, caractérisé en ce qu'on effectue la
réaction de précipitation en présence de substances d'agents de lavage exerçant un
effet tampon.
22. Procédé selon la revendication 21, caractérisé en ce qu'on effectue la réaction
de précipitation en présence d'orthophosphates de métaux alcalins, de polyphosphates
de métaux alcalins, de carbonates de métaux alcalins, de borates de métaux alcalins
et/ou de sulfates de métaux alcalins.
23. Utilisation des concentrats de substances actives selon les revendications 1 à
11 dans des agents de nettoyage alcalins à deux composants en vue de nettoyer des
matières rigides, en particulier, des pièces à usiner en métal ou en verre.