| (19) |
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(11) |
EP 0 192 097 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.10.1989 Patentblatt 1989/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 31.01.1986 |
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Verfahren zum Beschichten von Gegenständen mit Hilfe eines Sprühstrahls und Zerstäubungsvorrichtung
zur Durchführung dieses Verfahrens
Method for spray coating objects, and spray gun for carrying out this method
Procédé de revêtement des objets, par pulvérisation et pistolet pour exécuter ce procédé
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
19.02.1985 DE 3505618
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.08.1986 Patentblatt 1986/35 |
| (73) |
Patentinhaber: Kopperschmidt-Mueller GmbH & Co KG |
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D-4800 Bielefeld 14 (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Luttermöller, Jürgen, Dipl.-Ing.
D-4800 Bielefeld 1 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Knoblauch, Ulrich, Dr.-Ing. |
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Patentanwälte Dr. Knoblauch,
Kühhornshofweg 10 60320 Frankfurt 60320 Frankfurt (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 063 707 AT-B- 247 998 DE-C- 647 713 US-A- 3 927 833
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EP-A- 0 068 097 DE-B- 1 034 076 FR-A- 2 127 874
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Beschichten von Gegenständen mit
Hilfe eines Sprühstrahls aus pneumatisch zerstäubtem Material und eines Sprühstrahls
aus hydrostatisch zerstäubtem Material, wobei Sprühstrahlen und Gegenstand relativ
zueinander bewegt werden, und auf eine Zerstäubungsvorrichtung zur Durchführung dieses
Verfahrens.
[0002] Bei einer bekannten Zerstäubungsvorrichtung (US-PS 3927833) sind nebeneinander drei
Zerstäuberköpfe angeordnet deren Achsen in einem Winkel zueinander stehen. Mit Hilfe
der äußeren Zerstäuberköpfe wird ein erstes Material hydraulisch und mit Hilfe des
mittleren Zerstäuberkopfes ein zweites Material mittels Druckluft zerstäubt. Über
weitere Austrittsöffnungen wird ein gekörntes Material und ein Fasermaterial zugeführt.
Durch Betätigung des Hebels einer gemeinsamen Steuervorrichtung können sämtliche Abgabevorrichtungen
gleichzeitig in Betrieb gesetzt werden.
[0003] Auf diese Weise ergibt sich jedoch eine sehr ungleichmäßige Beschichtung. Denn jeder
der drei nebeneinander erzeugten Sprühstrahlen reißt Luft aus der Umgebung mit. Daher
bilden sich jeweils zwischen benachbarten Sprühstrahlen Luftpolster, die die Homogenität
der Mischung und die Geschlossenheit des Spritzbildes beeinträchtigen. Bezüglich der
Mischung ergibt sich ein zur Mittelebene symmetrisches Muster. Der kombinierte Sprühstrahl
expandiert in Richtung der Mittelebene. Der Auftrag ist bei horizontaler Relativbewegung
zwischen Zerstäubungsvorrichtung und Werkstück erheblich anders als bei vertikaler
Relativbewegung. Überdies ist die Homogenität der Mischung und die Geschlossenheit
des Spritzbildes in hohem Maße von dem Abstand zwischen der Zerstäubungsvorrichtung
und dem Werkstück abhängig. Außerdem ist die Zerstäubungsvorrichtung groß und schwer.
Sie läßt sich kaum mit der Hand halten oder mit ihren Zerstäubungsköpfen in Hohlräume
einführen.
[0004] Es sind auch Zerstäubungsvorrichtungen in der Form von Spritz- oder Sprühpistolen
bekannt (DE-PS 647713), mit der allein ein Sprühstrahl aus pneumatisch zerstäubtem
Material abgegeben werden kann. Der Zerstäuberkopf dieser Vorrichtung besitzt eine
pneumatische Zerstäuberanordnung mit einer Materialdüse, der Material mit geringem
Druck zuführbar ist, und einer die Materialdüse umgebenden Zerstäuberluftdüse, der
Luft mit zur Zerstäubung ausreichendem Druck zuführbar ist, sowie Austrittsöffnungen
zur Abgabe von den Sprühstrahl zusätzlich beeinflussender Zusatzluft. Außerdem gibt
es eine Steuervorrichtung mit einem Handbetätigungshebel, der Ventile für Material
und Luft ansteuert. Die Luft wird hierbei der Zerstäuberluftdüse und den Zusatzluft-Austrittsöffnungen
über ein gemeinsames Luftventil zugeführt. Eine einstellbare Drossel erlaubt es, das
Verhältnis von Zerstäubungsluft und Zusatzluft einzustellen. Diese pneumatische Zerstäubung
führt zu einem Sprühstrahl mit feinen Tröpfchen, der nur eine begrenzte Filmdicke
erlaubt. Will man die Filmdicke durch Erhöhung des Materialdurchsatzes verstärken,
verschlechtert sich die Zerstäubung erheblich. Dies kann zwar durch einen etwa mit
dem Luftdruck erhöhten Luftdurchsatz ausgeglichen werden ; hierdurch werden aber Störungen
durch starken Spritznebel verursacht.
[0005] Bekannt ist sodann eine Spritzpistole, die auch für Zweikomponentenlacke geeignet
ist (AT-B-247 998), bei der der Austrittsdüse, welche von einer ringförmigen Zerstäuberluftdüse
umgeben ist, ein Katalysator über einen zentrischen Kanal in einen inneren Düsenkörper
und Lack über eine änderbare Ringöffnung zwischen dem inneren und einem äußeren Düsenkörper
zugeführt wird. Der innere Düsenkörper ist axial verschiebbar und verschließt in der
Ruhestellung die Zerstäuberdüse. Hier werden Lack und Katalysator vor dem pneumatischen
Zerstäuben zusammengeführt. Es ergibt sich ein gemeinsamer Sprühstrahl mit durch die
pneumatische Zerstäubung vorgegebenen Teilchenspektrum.
[0006] Es sind ferner Zerstäubungsvorrichtungen bekannt (FR-PS 21 27 874), bei denen die
Zerstäubung allein hydrostatisch erfolgt. Hierbei können zwar hohe Filmdicken in einem
Arbeitsgang erzielt werden. Wegen des scharf abgegrenzten Spritzstrahls ergibt sich
aber eine schlechte Überlappung. Da mit der Düsengeometrie sowohl die Einsatzbedingungen
als auch das Beschichtungsmaterial im wesentlichen festgelegt sind, ergibt sich eine
geringe Flexibilität bezüglich der Arbeitsverhältnisse. Eine Mengenregulierung während
der Applikation ist nicht möglich. Will man den Materialdurchsatz durch Verwendung
einer kleineren Düsengröße herabsetzen, führt dies zu Verstopfungen. Will man die
Herabsetzung durch einen geringeren Materialdruck herbeiführen, ergibt sich eine gröbere
Zerstäubung.
[0007] Man kann die hydrostatische Zerstäubung auch in Verbindung mit Zusatzluft vornehmen,
die der Sprühstrahlformung oder einer geringfügigen Sekundärzerstäubung dient. Hierdurch
kann zwar eine größere Tropfenfeinheit erreicht werden, jedoch bleiben die Nachteile
der rein hydrostatischen Zerstäubung grundsätzlich bestehen. Es wird nicht ein gleichmäßig
feiner Film wie bei der pneumatischen Zerstäubung erreicht.
[0008] Bei elektrostatisch unterstützten Zerstäubungseinrichtungen werden die durch eine
Hochspannungs-Elektrode geladenen Tröpfchen zum geerdeten Werkstück hin gelenkt. Dies
ergibt einen Umgriff, der die Beschichtungsausbeute, insbesondere bei filigranen Teilen,
verbessert. Bei der pneumatisch-elektrostatischen Zerstäubung wird zur Erhöhung der
elektrostatischen Wirkung die kinetische Energie der kleinen Tröpfchen reduziert.
Dies führt zu einem weniger guten Eindringen in die Vertiefungen des Werkstücks, beispielsweise
zwischen die Kühlrippen eines Motorgehäuses (Faraday-Effekt) und zur Überbeschichtung
der Kanten. Bei hydrostatisch-elektrostatischen Zerstäubern werden Tröpfchen mit hoher
kinetischer Energie erzeugt, welche auch in Hohlräume einzudringen vermögen. Die Reduzierung
des Materialdrucks zur besseren Ausnutzung des elektrostatischen Effektes führt zu
einer gröberen Zerstäubung.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs beschriebenen
Art anzugeben, das die Voraussetzungen bietet, in höherem Maße als bisher eine gleichmäßige
Beschichtung zu erzielen.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der eine Sprühstrahl als Hohlstrahl
und der andere Sprühstrahl als von diesem umgebener Kernstrahl erzeugt wird.
[0011] Da der eine Sprühstrahl den anderen umgibt, ist es sehr viel leichter, eine gleichmäßige
Vermischung zu erreichen. Denn zwischen diesen Sprühstrahlen bildet sich kein Polster
aus mitgerissener Luft. Auch ergibt sich ein geschlossenes Spritzbild, gleichgültig,
ob der Kemstrahl ein Rundstrahl oder ein Flachstrahl ist. Bei Verwendung eines Rundstrahls
lassen sich sogar punktsymmetrische Verhältnisse erzielen, bei denen die Gleichmäßigkeit
des Auftrags von der Relativbewegung zwischen Zerstäubungsvorrichtung und Werkstück
vollkommen unabhängig ist. Auch der Abstand zwischen Zerstäubungsvorrichtung und Werkstück
kann in weitem Umfang geändert werden, ohne das gute Ergebnis zu beeinträchtigen.
[0012] Insbesondere ist es möglich, eine gleichmäßige Beschichtung auch bei stark strukturierter
Oberfläche zu erzielen. Es lassen sich auch mittlere Filmdicken erzielen. Hierbei
ergibt sich nur eine geringe Spritznebeiwirkung. Entsprechend gering sind auch die
hierdurch bedingten Filmstörungen. An den Überlappungsstellen lassen sich weiche Übergänge
erzielen. Im optimalen Fall kann eine Einstellung der jeweils erforderlichen Strahlcharakteristik
und eine Mengenregulierung auch während der Applikation erfolgen.
[0013] Die Zerstäubungsvorrichtung kann ferner klein und leicht und sogar als handbetätigte
Pistole ausgebildet werden. Auch der Zerstäuberkopf ist klein und läßt sich in Hohlräume
einführen.
[0014] Es besteht die Möglichkeit, daß Hohlstrahl und Kernstrahl aus dem gleichen Material
bestehen. Dies ergibt völlig neuartige Beschichtungsmöglichkeiten.
[0015] So können Hohlstrahl und Kernstrahl alternativ erzeugt werden. Das bedeutet, daß
die hydrostatische Zerstäubung nur dort angewendet wird, wo das Beschichtungsmaterial
in tiefere Hohlräume gelangen muß, während im übrigen die pneumatische Zerstäubung
benutzt wird.
[0016] Wenn man aber Hohlstrahl und Kernstrahl gleichzeitig erzeugt, erhält man ein neuartiges
Teilchenspektrum, das sich aus dem gewählten Mischungsverhältnis zwischen pneumatisch
und hydrostatisch zerstäubtem Material ergibt. Man kann daher die Vorteile beider
Zerstäubungsarten zur optimalen Beschichtung ausnutzen. Hierbei ergibt sich der synergetische
Effekt, daß zur Beschichtung der Oberflächen von Vertiefungen ein sehr viel geringerer
Anteil an hydrostatisch zerstäubtem Material erforderlich ist, beispielsweise statt
70 % bei alleiniger Beschichtung lediglich 30 %, weil die energiereichen Tröpfchen
der hydrostatischen Zerstäubung einen erheblichen Teil der pneumatisch zerstäubten
Tröpfchen in die Vertiefung mitreißen. Dies gilt insbesondere bei elektrostatischer
Unterstützung.
[0017] Bei der gleichzeitigen Anwendung der Sprühstrahlen ergänzen sich die Zerstäubungsarten
zu einer mittleren Filmdicke. Außerdem sind trotz der hydrostatischen Zerstäubung
weiche Übergänge zur Überlappung vorhanden.
[0018] Besonders günstig ist es, wenn der Anteil des hydrostatisch zerstäubten Materials
20 bis 40 %, vorzugsweise 30 % des gesamten zerstäubten Materials beträgt. Dies gibt
im Durchschnitt eine optimale Zusammensetzung der Strahlcharakteristik, die zu einer
gleichmäßigen Beschichtung über stark unterschiedlich strukturierte Oberflächen führt.
[0019] Häufig ist es auch vorteilhaft, wenn Hohlstrahl und Kernstrahl aus unterschiedlichen
Materialien bestehen. Beispielsweise haben die Materialien zur optimalen Zerstäubung
unterschiedliche Viskosität. Sie können auch unterschiedliche Farben haben, um bestimmte
Oberflächeneffekte hervorzurufen. Die beiden Materialien können auch so beschaffen
sein, daß sie erst gemeinsam den gewünschten Beschichtungswerkstoff ergeben. Insbesondere
können Hohlstrahl und Kernstrahl je aus einer Komponente eines Zwei-Komponenten-Materials,
wie eines Zwei-Komponenten-Lackes, bestehen.
[0020] In diesem Zusammenhang ist es günstig, wenn die beiden Sprühstrahlen sich vor dem
Auftreffen auf dem Gegenstand zu einem wesentlichen Teil vermischen. Dies gibt noch
bessere Mischerfolge als wenn die Teilchen nacheinander auf die Oberfläche des Gegenstandes
auftreffen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform besteht der Kernstrahl aus hydrostatisch
zerstäubtem Material und der Hohlstrahl aus pneumatisch zerstäubtem Material. Da der
Kernstrahl durch den Hohlstrahl gegen das Eindringen atmosphärischer Luft geschützt
ist, ergibt sich eine definierte Zerstäubungscharakteristik. Soweit der Hohlstrahl
an der Außenseite mit Umgebungsluft vermischt wird, ist dies erstrebenswert, weil
sich anstelle des bei hydrostatischer Zerstäubung vorhandenen scharfen Übergangs ein
weicher Übergang mit der Möglichkeit einer Überlappung beim Beschichten ergibt.
[0021] In manchen Fällen ist es auch vorteilhaft, wenn der Kernstrahl einen kleineren Sprühwinkel
und der Hohlstrahl einen größeren Sprühwinkel hat. Es ergeben sich dann zwei getrennte
Strahlbereiche, von denen der innere das Eindringen der Tröpfchen in Vertiefungen
begünstigt und der äußere eine Beschichtung der übrigen Oberfläche hervorruft und
bei elektrostatischer Aufladung der Tröpfchen einen guten Umgriff um das Werkstück
ermöglicht.
[0022] Mit besonderem Vorteil werden die .Teilchen der Sprühstrahlen elektrostatisch aufgeladen.
Bekanntlich sorgt die Aufladung dafür, daß ein größerer Teil der Teilchen sich auf
der Oberfläche des zu beschichtenden Gegenstandes absetzt. Da sich das elektrostatische
Feld aber nur begrenzt in Vertiefungen hinein erstreckt, war es bisher praktisch ausgeschlossen,
bei pneumatischer Zerstäubung und elektrostatischer Aufladung Vertiefungen überhaupt
zu beschichten.
[0023] Eine Zerstäubungsvorrichtung zum Beschichten von Gegenständen zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer Baueinheit, die eine pneumatische Zerstäuberanordnung
mit einer ersten Materialdüse, der Material mit geringem Druck zuführbar ist, und
einer die Materialdüse umgehenden Zerstäuberluftdüse, der Luft mit zur Zerstäubung
ausreichendem Druck zuführbar ist, sowie gegebenenfalls Luftaustrittsöffnungen zur
Abgabe von den Sprühstrahl zusätzlich beeinflussender Zusatzluft aufweist, mit einer
hydrostatischen Zerstäuberanordnung, die eine zweite Materialdüse, der Material mit
zur Zerstäubung ausreichendem Druck zuführbar ist, aufweist und mit einer Ventile
für Material und Luft aufweisenden Steuervorrichtung zur Betätigung der beiden Zerstäuberanordnungen,
ist dadurch gekennzeichnet, daß beide Materialdüsen in einem gemeinsamen Zerstäuberkopf
angeordnet sind und daß die erste Materialdüse eine die zweite Materialdüse umgebende
Ringdüse und ihrerseits von einer ringförmigen Zerstäuberluftdüse umgeben ist.
[0024] Die beiden Zerstäuberanordnungen sind etwa konzentrisch zueinander angeordnet. Sie
erlauben bei gleichzeitiger Betätigung eine gute Mischung zwischen den beiden Sprühstrahlen.
Und bei der alternativen Betätigung ergeben sich ähnlich geformte Sprühstrahlen. Man
kann auch eine schlitzförmige Materialdüse, wie sie für die hydrostatische Zerstäubung
häufig verwendet wird, mit einer ringförmigen Zerstäuberluftdüse kombinieren. In diesem
Fall wird bei gleichzeitiger Betätigung der Hohlstrahl durch den fächerförmigen Kernstrahl
aus der Konusform verformt.
[0025] Mit Vorteil ist die Steuervorrichtung so ausgelegt, daß bei Betätigung der hydrostatischen
Zerstäuberanordnung das Ventil für die Zerstäuberluft und/oder die Zusatzluft geöffnet
ist. Man kann daher die für die pneumatische Zerstäubung gebräuchlichen Luftaustrittsöffnungen
auch bei der hydrostatischen Zerstäubung nutzen.
[0026] Für den Fall, daß über beide Zerstäuberanordnungen das gleiche Material abgegeben
werden soll, empfiehlt es sich, daß die Zuleitung zur ersten Materialdüse über eine
Druckreduzierungsvorrichtung, wie eine einstellbare Drossel oder einen Druckregler,
mit der Zuleitung zur zweiten Materialdüse verbunden ist. Man benötigt dann nur eine
einzige Druckquelle für das Material.
[0027] Die Zuleitung zur zweiten Materialdüse ist zweckmäßigerweise mit einer druckgeregelten
Pumpe versorgbar. Man kann dann den hydrostatischen Druck auf einem konstanten Wert
halten und bei Bedarf in der Höhe einstellen.
[0028] Mit besonderem Vorteil weist der Zerstäuberkopf eine Elektrode für die elektrostatische
Aufladung des Materials auf. Diese Kombination führt zu einer sehr gleichmäßigen Beschichtung,
weil diejenigen Stellen einer stark strukturierten Oberfläche, die gegenüber dem elektrostatischen
Feld abgeschirmt sind, durch das hydrostatisch zerstäubte Material erreicht werden.
[0029] Die Ventile der Steuervorrichtung können von Hand oder durch eine Hilfskraft, also
pneumatisch, hydraulisch, elektromagnetisch, u. dgl., betätigt werden. Sie können
je für sich ansteuerbar sein. Vorzugsweise aber sind sie wenigstens teilweise miteinander
gekuppelt.
[0030] Insbesondere kann die Steuervorrichtung ein Betätigungselement aufweisen, das in
einer ersten Arbeitsstellung die eine Zerstäuberanordnung allein und in einer zweiten
Arbeitsstellung die andere Zerstäuberanordnung allein betätigt.
[0031] Eine Alternative besteht darin, daß die Steuervorrichtung ein Betätigungselement
aufweist, das in einer ersten Arbeitsstellung die eine Zerstäuberanordnung allein
und in einer zweiten Arbeitsstellung beide Zerstäuberanordnungen gemeinsam betätigt.
[0032] Die Erfindung wird nachstehend anhand in der Zeichnung dargestellter bevorzugter
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen :
Fig. 1 einen Teillängsschnitt durch eine erfindungsgemäße Zerstäubungsvorrichtung,
Fig. 2 eine Vorderansicht der Zerstäubungsvorrichtung,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch den Zerstäuberkopf der Vorrichtung der Fig. 1,
Fig. 4 eine Steuervorrichtung zur Betätigung der Zerstäubungsvorrichtung der Fig.
1 bis 3 und
Fig. 5 eine abgewandelte Steuervorrichtung.
[0033] Die Zerstäubungsvorrichtung der Fig. 1 bis 4 hat die Form einer Pistole 1 mit einem
Zerstäuberkopf 2, der an einem Gehäuse 3 befestigt ist. Dieses ist mit einem Handgriff
4 zum Halten der Vorrichtung und einem Haken 5 zum Aufhängen versehen.
[0034] Der Zerstäuberkopf weist, wie Fig. 3 erkennen läßt, eine pneumatische Zerstäuberanordnung
6 mit einer ringförmigen ersten Materialdüse 7 und einer diese umgebenden ringförmigen
Zerstäuberluftdüse 8 sowie eine hydrostatische Zerstäuberanordnung 9 mit einer zweiten
Materialdüse 10 auf, die im Zentrum der ersten Materialdüse 7 angeordnet ist. Außerdem
sind auf einander gegenüberliegenden Seiten in Hörnern 11 und 12 ZusatzluftAustrittsöffnungen
13 vorgesehen. Zur Bildung dieser Zerstäuberanordnungen sitzt an der Stirnseite eines
zum Zerstäuberkopf 2 gehörenden Blocks 14 unter Zwischenschaltung einer Dichtscheibe
15 ein Verteilerkörper 16. Dieser wird zusammen mit einer die Hörner 11 und 12 tragenden
Stirnplatte 17 durch ein Überwurf-Schraubglied 18 am Block 14 festgehalten. In das
Innere ist ein Einsatz 19 eingeschraubt, der einen Düsenkörper 20 trägt, welcher an
seinem Umfang zusammen mit dem Verteilerkörper 16 die erste Materialdüse 7 begrenzt
und in der Mitte die zweite Materialdüse 10 aufweist.
[0035] Eine erste äußere Materialzuleitung 21 steht über eine Axialbohrung 22 und ein Materialventil
23 sowie Axialbohrungen 24 im Verteilerkörper 16 mit der ersten Materialdüse 7 in
Verbindung. Eine zweite äußere Materialzuleitung 25 steht über eine Axialbohrung 26
und ein Materialventil 27 mit der zweiten Materialdüse 10 in Verbindung. Eine durch
den Handgriff 4 gehende Luftzuleitung 28, die durch ein Schieberventil 29 beherrscht
wird, steht über eine Axialbohrung 30 einerseits über Bohrungen 31 im Verteilerkörper
16 mit der Zerstäuberluftdüse 8, die zwischen dem Verteilerkörper und der Stirnplatte
17 gebildet wird, und andererseits über eine einstellbare Drossel 32 und weitere Bohrungen
33 im Verteilerkörper 16 mit den Zusatzluft-Austrittsöffnungen 13 in Verbindung.
[0036] Das Materialventil 23 ist mit Hilfe einer Betätigungsstange 34, die durch eine Dichtung
35 nach hinten geführt ist, und das Materialventil 27 mittels einer Betätigungsstange
36, die durch eine Dichtung 37 nach hinten geführt ist, betätigbar. Zur Steuervorrichtung
S gehört ein von Hand betätigbares Element 38, das über einen Stoßel 39 das Luftventil
29, über einen Anschlag 40 das Materialventil 23 und über einen weiteren Anschlag
41 das Materialventil 27 betätigt. Das Betätigungselement 38 ist um eine Achse 42
schwenkbar.
[0037] Rückstellfedern 43, 44 und 45 sorgen für ständige Anlage des Stößels 39 bzw. der
Anschläge 40 und 41 am Betätigungselement 38. Ein drehbarer Anschlag 46 erlaubt eine
Verriegelung der Ventile.
[0038] Fig. 4 zeigt den Zerstäuberkopf 2 in Verbindung mit dem Schaltbild einer Steuervorrichtung
S. Ein Kompressor 47 fördert Druckluft über einen Druckregler 48 zur Luftzuleitung
28 und über einen zweiten Druckregler 49 zu dem Motor einer Materialpumpe 50. Diese
saugt das Material aus einem Behälter 51 an und fördert es über eine Druckleitung
52 einerseits in die äußere Materialzuleitung 25 und andererseits über eine einstellbare
Drossel 53 in die äußere Materialzuleitung 21.
[0039] Das Betätigungselement 38 hat die Ruhestellung I. In der ersten Arbeitsstellung II
ist lediglich das Materialventil 27 geöffnet; daher wird die zweite Materialdüse 10
zur hydrostatischen Zerstäubung beschickt. In der zweiten Arbeitsstellung 111 ist
zusätzlich sowohl das Luftventil 29 als auch das Materialventil 23 geöffnet, so daß
außer der hydrostatischen Zerstäubung auch noch eine pneumatische Zerstäubung erfolgt.
Der sich ergebende Sprühstrahl hat daher ein Teilchenspektrum, das sich aus Tröpfchen
zusammensetzt, die nach beiden Zerstäubungsarten erzeugt worden sind.
[0040] Die vorgehend beschriebene Vorrichtung kann so ausgelegt sein, daß zwei voneinander
getrennte Strahlbereiche entstehen. Beispielsweise hat der innere Sprühstrahl, der
aus der zweiten Materialdüse 10 austritt, einen Öffnungswinkel von 30°, während der
äußere hohlkeglige Sprühstrahl, der mit Hilfe der ersten Materialdüse 7 und der Zerstäuberluftdüse
8 erzeugt wird, einen Öffnungswinkel von 70° hat. Die beiden Sprühstrahlen können
aber auch solche Winkel aufweisen daß sie sich miteinander vermischen.
[0041] Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist eine andere Steuervorrichtung S veranschaulicht,
bei der entsprechende Teile um 100 gegenüber Fig. 4 erhöht sind. Bei dieser Ausführungsform
sind sämtliche Material- und Luft-Zuleitungen je durch ein eigenes Ventil absperrbar.
Es gibt ein erstes Materialventil 154 für die erste Materialdüse 107, ein zweites
Materialventil 155 für die zweite Materialdüse 110, ein erstes Luftventil 156 für
die Zerstäuberluftdüse 108 und ein zweites Luftventil 157 für die Zusatzluft-Austrittsöffnungen
113. Alle Ventile sind über Steuerleitungen mit einem Schaltkasten 158 verbunden,
der mit Hilfe eines Betätigungselements 138 ansteuerbar ist. In der Ruhestellung 1
sind sämtliche Ventile geschlossen. In der ersten Arbeitsstellung 11 sind die Ventile
154, 156 und 157 geöffnet. In der zweiten Arbeitsstellung 111 sind sämtliche Ventile
geöffnet. In der dritten Arbeitsstellung IV sind die Ventile 155 und 157 geöffnet.
Man hat es daher in der Hand, wahlweise die pneumatische oder die hydrostatische Zerstäubung
je für sich oder beide gleichzeitig anzuwenden. In allen Fällen wird Zusatzluft abgegeben,
um die Sprühstrahlen zu formen. Gegebenenfalls kann hierbei die Drossel 132 ebenfalls
eine automatische Umschaltvorrichtung aufweisen, damit zwei verschiedene Drosselwiderstände
eingeschaltet werden können.
[0042] Die Betriebsdrücke richten sich nach den Gegebenheiten, insbesondere nach dem zu
zerstäubenden Material. Die pneumatische Zerstäubung kann bei Luftdrücken zwischen
20 und 40 bar erfolgen. Die hydrostatische Zerstäubung bei Materialdrücken zwischen
30 und 300 bis 500 bar. Bei geringeren Materialdrücken während der hydrostatischen
Zerstäubung sollte eine ausreichende Menge an Zusatzluft mit Drücken von mehreren
bar, beispielsweise 5 bar, zugeführt werden.
[0043] Anstelle der Drosseln 32, 132 und 53, 153, kann auch ein entsprechender Druckregler
angewendet werden. Die Materialdüse 10 kann wahlweise als Schlitz oder als Bohrung
ausgebildet sein.
1. Verfahren zum Beschichten von Gegenständen mit Hilfe eines Sprühstrahls aus pneumatisch
zerstäubtem Material und eines Sprühstrahls aus hydrostatisch zerstäubtem Material,
wobei Sprühstrahlen und Gegenstand relativ zueinander bewegt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß der eine Sprühstrahl als Hohlstrahl und der andere Sprühstrahl als von diesem
umgebener Kernstrahl erzeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Hohlstrahl und Kernstrahl
aus dem gleichen Material bestehen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Hohlstrahl und Kernstrahl
alternativ erzeugt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Hohlstrahl und Kernstrahl
gleichzeitig erzeugt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil des hydrostatisch
zerstäubten Materials 20 bis 40 %, vorzugsweise etwa 30 %, des gesamten zerstäubten
Materials beträgt.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß Hohlstrahl und Kernstrahl
aus unterschiedlichen Materialien bestehen.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Hohlstrahl und Kernstrahl
je aus einer Komponente eines Zwei-Komponenten-Materials bestehen.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kernstrahl
aus hydrostatisch zerstäubtem Material und der Hohlstrahl aus pneumatisch zerstäubtem
Material besteht.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Kernstrahl einen kleineren
Sprühwinkel und der Hohlstrahl einen größeren Sprühwinkel hat.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchen
der Sprühstrahlen elektrostatisch aufgeladen werden.
11. Zerstäubungsvorrichtung zum Beschichten von Gegenständen zur Durchführung des
Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10, mit einer Baueinheit, die eine pneumatische
Zerstäuberanordnung (6) mit einer ersten Materialdüse (7), der Material mit geringem
Druck zuführbar ist, und einer die Materialdüse (7) umgehenden Zerstäuberluftdüse
(8), der Luft mit zur Zerstäubung ausreichendem Druck zuführbar ist, sowie gegebenenfalls
Luftaustrittsöffnungen (13) zur Abgabe von den Sprühstrahl zusätzlich beeinflussender
Zusatzluft aufweist, mit einer hydrostatischen Zerstäuberanordnung (9), die eine zweite
Materialdüse (10), der Material mit zur Zerstäubung ausreichendem Druck zuführbar
ist, aufweist und mit einer Ventile (23, 27, 29 ; 154, 155, 157) für Material und
Luft aufweisenden Steuervorrichtung (S) zur Betätigung der beiden Zerstäuberanordnungen
(6, 9), dadurch gekennzeichnet, daß beide Materialdüsen (7, 10) in einem gemeinsamen
Zerstäuberkopf (2) angeordnet sind und daß die erste Materialdüse (7) eine die zweite
Materialdüse (10) umgebende Ringdüse und ihrerseits von einer ringförmigen Zerstäuberluftdüse
(8) umgeben ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtung
(S) so ausgelegt ist, daß bei Betätigung der hydrostatischen Zerstäuberanordnung (9)
das Ventil (29 ; 156, 157) für die Zerstäuberluft und/oder die Zusatzluft geöffnet
ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleitung
(21) zur ersten Materialdüse (7) über eine Druckreduziervorrichtung (53; 113) mit
der Zuleitung (25) zur zweiten Materialdüse (10) verbunden ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zuleitung (25) zur zweiten Materialdüse (10) mit einer druckgeregelten Pumpe (50)
versorgbar ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der
Zerstäuberkopf eine Elektrode für die elektrostatische Aufladung des Materials aufweist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuervorrichtung (S) ein Betätigungselement (138) aufweist, das in einer ersten Arbeitsstellung
(II) die eine Zerstäuberanordnung allein und in einer zweiten Arbeitsstellung (IV)
die andere Zerstäuberanordnung allein betätigt.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuervorrichtung (S) ein Betätigungselement (38 ; 138) aufweist, das in einer ersten
Arbeitsstellung (11) die eine Zerstäuberanordnung allein und in einer zweiten Arbeitsstellung
(111) beide Zerstäuberanordnungen gemeinsam betätigt.
1. Process for the coating of articles by means of a spray jet of pneumatically atomized
material and a spray jet of hydrostatically atomized material, the spray jets and
the article being moved relative to one another, characterized in that one spray jet
is produced as a hollow jet and the other spray jet is produced as a core jet surrounded
by this.
2. Process according to Claim 1, characterized in that the hollow jet and core jet
consist of the same material.
3. Process according to Claim 1 or 2, characterized in that the hollow jet and core
jet are produced alternately.
4. Process according to Claim 1 or 2, characterized in that the hollow jet and core
jet are produced simultaneously.
5. Process according to Claim 4, characterized in that the proportion of hydrostatically
atomized material is 20 to 40 %, preferably approximately 30 %, of the total atomized
material.
6. Process according to Claim 4 or 5, characterized in that the hollow jet and core
jet consist of different materials.
7. Process according to Claim 6, characterized in that the hollow jet and core jet
each consist of one component of a two-component material.
8. Process according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the core jet consists
of hydrostatically atomized material and the hollow jet consists of pneumatically
atomized material.
9. Process according to Claim 8, characterized in that the core jet has a smaller
spray angle and the hollow jet a larger spray angle.
10. Process according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the particles
of the spray jets are charged electrostatically.
11. Atomizing device for the coating of articles, to carry out the process according
to one of Claims 1 to 10, with a constructional unit having a pneumatic atomizer arrangement
(6) with a first material nozzle (7), to which material can be fed at low pressure,
and an atomizing-air nozzle (8) which surrounds the material nozzle (7) and to which
air can be fed at a pressure sufficient for atomization, and, if appropriate, air-outflow
orifices (13) for the dispensing of additional air further influencing the spray jet,
with a hydrostatic atomizer arrangement (9) having a second material nozzle (10),
to which material can be fed at a pressure sufficient for atomization, and with a
control device (S) having valves (23, 27, 29 ; 154, 155, 157) for the material and
air and intended for actuating the two atomizer arrangements (6, 9), characterized
in that the two material nozzles (7, 10) are arranged in a common atomizer head (2),
and in that the first material nozzle (7) is an annular nozzle surrounding the second
material nozzle (10) and is itself surrounded by an annular atomizing-air nozzle (8).
12. Device according to Claim 11, characterized in that the control device (S) is
designed so that, when the hydrostatic atomizer arrangement (9) is actuated, the valve
(29 ; 156, 157) for the atomizing air and/or the additional air is opened.
13. Device according to Claim 11 or 12, characterized in that the feed line (21) to
the first material nozzle (7) is connected to the feed line (25) to the second material
nozzle (10) via a pressure-reducing device (53 ; 113).
14. Device according to one of Claims 11 to 13, characterized in that the feed line
(25) to the second material nozzle (10) can be supplied by means of a pressure-regulated
pump (50).
15. Device according to one of Claims 11 to 14, characterized in that the atomizer
head has an electrode for the electrostatic charging of the material.
16. Device according to one of Claims 11 to 15, characterized in that the control
device (S) has an actuating element (138) which, in a first working position (II),
actuates one atomizer arrangement alone and, in a second working position (IV), actuates
the other atomizer arrangement alone.
17. Device according to one of Claims 11 to 16, characterized in that the*-control
device (S) has an actuating element (38; 138) which, in a first working position (II),
actuates one atomizer arrangement alone and, in a second working position (III), actuates
both atomizer arrangements together.
1. Procédé pour le revêtement d'objets à l'aide d'un jet pulvérisé en un matériau
atomisé pneu- matiquement, et d'un jet pulvérisé en un matériau atomisé hydrostatiquement,
les jets pulvérisés et l'objet étant animés de mouvements relatifs, caractérisé par
le fait que l'un des jets pulvérisés est engendré sous la forme d'un jet creux, et
l'autre jet pulvérisé est engendré sous la forme d'un jet central entouré par ce dernier.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le jet creux et le
jet central sont constitués par le même matériau.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que le jet creux
et le jet central sont engendrés en alternance.
4. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que le jet creux
et le jet central sont engendrés simultanément.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé par le fait que la part du matériau
atomisé hydrostatiquement représente de 20 à 40 %, de préférence environ 30 % de la
totalité du matériau atomisé.
6. Procédé selon la revendication 4 ou 5, caractérisé par le fait que le jet creux
et le jet central consistent en des matériaux différents.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé par le fait que le jet creux et le
jet central consistent chacun en un composant d'un matériau à deux composants.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que le jet
central consiste en un matériau atomisé hydrostatiquement, et le jet creux en un matériau
atomisé pneumatique- ment.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé par le fait que le jet central présente
un angle de pulvérisation plus petit, et le jet creux un angle de pulvérisation plus
grand.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait que les
particules des jets pulvérisés sont chargées électrostatiquement.
11. Pistolet de revêtement d'objets, pour la mise en oeuvre du procédé selon l'une
des revendications 1 à 10, comprenant un groupe structurel qui présente un ensemble
pneumatique d'atomisation (6) englobant une première buse (7) à matériau à laquelle
un matériau peut être délivré sous une faible pression, une buse (8) à air d'atomisation
qui contourne la buse (7) à matériau et à laquelle de l'air peut être délivré sous
une pression suffisant à l'atomisation, ainsi qu'éventuellement des orifices (13)
de sortie d'air pour distribuer de l'air d'appoint influençant addition- nellement
le jet pulvérisé ; un ensemble hydrostatique d'atomisation (9), muni d'une seconde
buse (10) à matériau à laquelle un matériau peut être délivré sous une pression suffisant
à l'atomisation ; et un dispositif de commande (S) assurant l'actionnement des deux
ensembles d'atomisation (6, 9) et équipé de valves (23, 27, 29 ; 154, 155, 157) pour
le matériau et pour l'air, caractérisé par le fait que les deux buses (7, 10) à matériau
sont logées dans une tête d'atomisation commune (2) ; et par le fait que la première
buse (7) à matériau est une buse annulaire entourant la seconde buse (10) à matériau,
et est à son tour entourée par une buse annulaire (8) à air d'atomisation.
12. Pistolet selon la revendication 11, caractérisé par le fait que le dispositif
de commande (S) est conçu de façon que la valve (29 ; 156, 157) pour l'air d'atomisation
et/ou pour l'air d'appoint soit ouverte lors d'un actionnement de l'ensemble hydrostatique
d'atomisation (9).
13. Pistolet selon la revendication 11 ou 12, caractérisé par le fait que le conduit
d'arrivée (21) gagnant la première buse (7) à matériau est relié, au conduit d'arrivée
(25) gagnant la seconde buse (10) à matériau, par l'intermédiaire d'un dispositif
(53 ; 113) réducteur de pression.
14. Pistolet selon l'une des revendications 11 à 13, caractérisé par le fait que le
conduit d'arrivée (25) menant à la seconde buse (10) à matériau peut être alimenté
par une pompe (50) à pression régulée.
15. Pistolet selon l'une des revendications 11 à 14, caractérisé par le fait que la
tête d'atomisation présente une électrode pour la charge électrostatique du matériau.
16. Pistolet selon l'une des revendications 11 à 15, caractérisé par le fait que le
dispositif de commande (S) présente un élément d'actionnement (138) qui manoeuvre
l'un seulement des ensembles d'atomisation dans une première position de travail (II),
et l'autre seulement des ensembles d'atomisation dans une seconde position de travail
(IV).
17. Pistolet selon l'une des revendications 11 à 16, caractérisé par le fait que le
dispositif de commande (S) présente un élément d'actionnement (38 ; 138) qui manoeuvre
l'un seulement des ensembles d'atomisation dans une première position de travail (II),
et manoeuvre conjointement les deux ensembles d'atomisation dans une seconde position
de travail (III).