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EP 0 192 115 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.07.1989 Patentblatt 1989/29 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.02.1986 |
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Ziehapparat an Pressen
Drawing apparatus for presses
Appareil d'étirage pour presses
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
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Priorität: |
21.02.1985 DE 3505984
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.08.1986 Patentblatt 1986/35 |
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Patentinhaber: L. SCHULER GmbH |
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D-73012 Göppingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Roos, Gerhard
D-7333 Ebersbach (DE)
- Dexling, Hartmut
D-7344 Gingen (DE)
- Michael, Wolfgang
D-7320 Göppingen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 742 405 GB-A- 1 092 869
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DE-C- 3 202 134
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Ziehapparat an Pressen nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1, wie z. B. aus der DE-C-32 02 134 bekannt geworden ist.
[0002] Ziehapparate dienen der Erzeugung der Blechhaltekraft während des Blechumformens
(Ziehen) und der Erzeugung der Auswerferbewegung (Hochbringen) des geformten Werkstückes
in Pressen und Transferpressen. Ziehapparate weisen eine Druckwange auf, die beim
Verfahren des Pressenstößels in den unteren Totpunkt - Endbereich des Umformvorganges
- über Druckstangen unter Aufbringung der Blechhaltekraft verdrängt wird und der Bewegung
des Stößels in den oberen Totpunkt - dem werkzeugfernen Bereich - unter Mitnahme des
geformten Werkstückes folgt. Die Kraft des Ziehapparates, während die Druckwange der
Bewegung des Stößels in den oberen Totpunkt folgt, ist etwa gleichgroß der Blechhaltekraft
beim Werkstückumformen. Die Werkstücke werden infolgedessen beim Auswerfen über die
Druckstangen gegen das Werkzeugoberteil gedrückt und können deformiert werden.
[0003] Bei der Einrichtung nach der DE-A-27 42 405 wird zur Vermeidung der Deformierung
der Werkstücke ein Ziehapparat verwendet mit einer gesteuert, der Bewegung des Stößels
in dessen oberen Totpunkt nachlaufenden Druckwange. Hierbei drückt der Pressenstößel
die Druckwange wie bei dem ungesteuerten Ziehvorgang in den unteren Totpunkt. Mit
dem Erreichen des unteren Totpunktes wird eine hydraulische Sperrvorrichtung angesteuert,
die die Druckwange mit dem Werkstück verzögert zur Bewegung des Stößels in den oberen
Totpunkt folgen läßt. Der nächste Umformvorgang - erneutes Verfahren des Pressenstößels
in den unteren Totpunkt - kann erst nach der Werkstückentnahme und dem Einlegen eines
neuen Blechzuschnittes erfolgen, so daß sich bei Ziehapparaten dieser Art eine geringe
Ausstoßquote ergibt.
[0004] Zur Erhöhung der Ausstoßquote sieht die DE-C-32 02 134 einen Ziehapparat vor, bei
dem die Ziehkraft von der Auswerferkraft getrennt wird. Nach dem Umformen des Blechzuschnittes
folgt der Auswerfer mit geringerer Kraft der Bewegung des Stößels entsprechend einem
geringeren verdrängten Volumen in den Auswerferzylindern, während der Druckzylinder
für die Ziehfunktion von einer Nachlaufregeleinrichtung zunächst an einer der Bewegung
des Stößels folgenden Bewegung in den oberen Totpunkt gehindert ist. Es befinden sich
mehrere Auswerferzylinder auf einer verfahrbaren Druckwange. Das Werkstück wird mit
der Geschwindigkeit der Stößelrücklaufbewegung in die Entnahmestellung gebracht. Zur
Verhinderung unerwünschter Bewegungen des Werkstückes aus dem Werkzeugunterteil sind
andere Maßnahmen, wie z. B. im Werkzeugoberteil eingebrachte Beruhigungsstifte, erforderlich.
[0005] Ausgehend von einem Ziehapparat nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, einen Ziehapparat zu schaffen, bei dem die Einzelfunktionen
- Steuerung des Blechhalter-(Zieh-) Druckes, Steuerung der Blechhalteraufwärtsbewegung,
Steuerung der Auswerfer-(Hochbringer-) Aufwärtsbewegung und Steuerung des Endlagenanschlages
- voneinander unabhängig einstellbar bzw. steuerbar sind.
[0006] Diese Aufgabe ist durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Die Merkmale der weiteren Ansprüche kennzeichnen wesentliche Ausgestaltungen innerhalb
der Erfindung.
[0008] Die Kupplung von Werkstück und Ziehapparat erfolgt über den Blechhalter, die Druckstangen
und die Druckwange nur durch Schwerkraft. Der Ziehapparat ermöglicht auslegungsgemäß
eine Verzögerung der Aufwärtsbewegung der Druckwange bzw. der Druckstangen zum Auswerfen
von weniger als 1 g. Die restliche Anschlaggeschwindigkeit ist auf Werte unter 0,1
m/sek. einstellbar, so daß die Werkstücke von der Werkstückumsetzeinrichtung in deren
Stillstand erfaßbar sind direkt nach vollendeter Auswerferbewegung. Die Verstellmaßnahmen
der Einzeifunktionen beeinflussen sich nicht gegenseitig. So ist auch der Druck in
den Einzelabstützpunkten des Blechhalters unterschiedlich zueinander einstellbar.
Die Anordnung der Druckzylinder und der Hilfszylinder auf einer gemeinsamen pressenfesten
Konsole und das Abheben (Lösen) der Druckwange zum Auswerfen von den die Blechhaltung
bei dem Ziehen bewirkenden Kolbenstangen dienen der verbesserten Steuerung des Auswerfens
der Werkstücke und der guten Einstellbarkeit der Zieh- und Auswerfervorgänge. Der
Ziehapparat ist vollautomatisch auf andere Werkstückformen und Dicken der Blechzuschnitte
einstellbar. Die Anordnung der Bauteile der Nachlaufregeleinrichtungen zu Funktionsblöcken
und in den zylindernahen Bereichen vermeidet bewegliche Druckleitungen großer Querschnitte,
schafft darüber hinaus kürzere Fließwege und kürzere Schaltzeiten.
[0009] Weitere besondere Vorteile bestehen darin, daß die Aufwärtsbewegung der Druckzylinder
für die Blechhaltung bei konstanter Geschwindigkeit und der Aufwärtshub des Auswerferbetriebes
geschwindigkeitsreguliert unabhängig von der eingestellten Blechhalterkraft bei konstanter,
kleiner Kraft erfolgt. Die Steuerungsvarianten ergeben verlustarme Endlagendämpfungen
(geringe Drosselverluste). Weitere wesentliche Vorteile ergeben sich aus dem z. B.
dreiphasengesteuerten Auswerferbetrieb, indem während der Auswerferbewegung der Kraftschluß
zwischen der Druckwange, den Druckstangen und dem Werkstück zum Stößel aufgehoben
wird. Bei gleichbleibender Auswerferkraft ist die Auswerfergeschwindigkeit regulierbar.
[0010] Der in der Zeichnung beispielhaft dargestellte Ziehapparat zeigt in seinem Aufbau
eine Druckwange 1, die in Gleitführungen 2 beweglich ist. Die Gleitführungen 2 befinden
sich an der Druckwange 1 sowie im Tisch einer Presse, Stufenpresse u. dgl. mit z.
B. einer Ziehstation zum Umformen flacher Blechzuschnitte. Die oberhalb der Druckwange
1 angedeuteten Druckstangen 15 übertragen die Blechhaltekraft und die Auswerferbewegung
auf das auf dem Pressentisch aufliegende Werkzeugunterteil. Die Druckwange 1 wird
über Kolbenstangen 6, 7 sowie über zwischen Druckwange 1 und Kolbenstangen 6, 7 eingebrachte
Kugelpfannen 3 und Kalotten 4 in Richtung der Pfeile 14 abgestützt. Die Kolbenstangen
6 sind von der Unterseite der Druckwange 1 lösbar und die Druckwange 1 ist ohne diese
in eine hochgefahrene Stellung (oberer Totpunkt), die der Entnahmestellung für die
Werkstücke entspricht, hochbringbar. Die Druckzylinder 8, 9 sind oberhalb einer pressenfesten
- im Pressentisch befestigten - Konsole 11 installiert. Die Hilfszylinder 16, 17 sind
unterhalb der Konsole 11 und koaxial zu dem zugeordneten Druckzylinder 8, 9 installiert.
Die Kolbenstangen 6, 7 sind aus dem jeweiligen Druckzylinder 8, 9 auch unterseitig
herausgeführt und durch die Konsole 11 und den zugehörenden Hilfszylinder 16, 17 hindurchgeführt.
Die Kolbenstangen 6, 7 wirken so mit Kolben 12, 13 in den Druckzylindern 8, 9 und
mit Kolben 18, 19 in den Hilfszylindem 16, 17 zusammen. Die Konsole 11 nimmt den im
einzelnen noch zu beschreibenden Steuerblock 20 für Nachlaufregeleinrichtungen 48,
49 auf. Bei der Darstellung der Konsole 11 hat die Darstellung der Nachlaufregeleinrichtungen
48, 49 Vorrang. Die in den Hilfszylindern 16, 17 verschieblichen Kolben 18, 19 sind
über ein Bewegungsgewinde an einem Gewindeansatz 32 im Endteil 23, 24 der Kolbenstange
6 bzw. 7 in Richtung der Längsachse dieser verstellbar gelagert. In die Wandung jedes
Hilfszylinders 16, 17 ist je ein Schneckenrad 28 drehbar und axial zur Kolbenstange
6, 7 nicht verschieblich eingelassen, wobei jedes Schneckenrad 28 über eine Paßfeder
29 und eine Längsnut 31 mit einem der Kolben 18, 19 in der Weise wirkverbunden ist,
daß bei Drehung einer Drehwelle 27 und der an dieser befestigten, nicht dargestellten
Schnecke durch einen Stellmotor 26 die axiale Lage der Kolben 18, 19 in den Hilfszylindern
16, 17 in Bezug auf die Kolbenstange 6 bzw. 7 verstellt wird, um so die Endlage der
Kolbenstangen 6, 7 bezüglich ihres oberen Totpunktes einzustellen. Mit den Kolben
18, 19 sind jeweils ein Stellglied 36, 37 in Richtung der Bewegung der Kolbenstangen
6, 7 mitgeführt. Die Stellglieder 36, 37 sind über Steuerkurven 38, 39 an mechanisch
betätigbare Ventile 52, 54 gelegt und im Bereich ihrer Steuerkurven 38, 39 in der
Konsole 11 - schraffierte Flächenabschnitte - geführt. Die Kolbenstangen 6, 7 sind
gegen Verdrehung über in den Zylinderdeckeln 34 gehaltene und in Längsnuten 41 der
Endteile 23, 24 der Kolbenstangen 6, 7 geführte Paßfedern 33 gesichert.
[0011] Bei dem Niederfahren der Druckwange 1 als Folge der Umformbewegung des Pressenstößels
verringern sich die Volumina von Druckräumen 5, 10 unterhalb der Kolbenstangen 12,
13 in den Druckzylindern 8, 9 und die hier vorhandene, druckvorgespannte Luft wird
über Leitungen 42, 43 in die angeschlossenen druckeingestellten Druckgaskessel 45,
46, 47 verdrängt. Die Volumina von Druckräumen 21 22 oberhalb der Kolben 18, 19 in
den Hilfszylindem 16, 17 vergrößern sich bei dem Niederfahren der Druckwange 1 und
füllen sich über Leitungen 56, 57, 58 und über die Rückschlagventile 52 bzw. 55 aus
einem ggf. luftvorgespannten Hydraulikspeicher 51 auf. Die Rückschlagventile 52 sind
als mechanisch entsperrbare Ventile ausgelegt. Die für die Blechhaltung bei dem Ziehen
erforderliche Kraft ist über die vordruckeingestellten Druckgaskessel 45, 46, 47 in
den Druckzylindern 8 und zum Teil auch in dem Druckzylinder 9 aufzubringen. Der Druck
in den Druckgaskesseln 45, 46, 47 und den Druckräumen 5 und 10 führt ohne eine Nachlaufregelung
zum direkten Nachlaufen der Druckwange 1 auf den in den oberen Totpunkt zurückbewegten
Pressenstößel.
[0012] Den Druckzylindern 8, 9 sind über die Druckräume 21, 22 der Hilfszylinder 16, 17
Nachlaufregeleinrichtungen 48, 49 zugeschaltet, die ein zum Verfahren des Stößels
in den oberen Totpunkt zeitlich versetztes Hochfahren der Kolbenstangen 6 und 7 bewirken.
Durch die unterschiedliche Auslegung (Bestückung) der Nachlaufregeleinrichtungen 48
und 49 ist eine Trennung des (Hochbringer-) Auswerfervorganges vermittels des Druckes
in dem Druckraum 10 des Druckzylinders 9 von dem Hochlaufen der zum größten Teil die
Blechhaltung bewirkenden Druckzylinder 8 möglich. In den Rückstrom von Hydraulikflüssigkeit
aus dem Druckraum 22 des Hilfszylinders 17 zum Hydraulikspeicher 51 ist eine sich
unter dem Sekundärdruck des mechanisch über die Steuerkurve (39) öffnenden Ventiles
54 (Stelldrossel) in ihrem Öffnungsquerschnitt einstellende Regeldrossel 53 eingeschaltet.
Der Sekundärdruck der Regeldrossel 53 wird von der Stelldrossel 54 eingestellt entsprechend
der über die Steuerkurve 39 erfolgten Bewegung des Kolbens 19. Der Druck kann bei
entsprechender Auslegung der Kurvenform in z. B. drei Stufen eingestellt werden, so
daß sich unterschiedliche Fließquerschnitte und somit unterschiedlich große Fließmengen
mit dieser Zweiwege-Stromreglung steuern lassen. So ist beispielsweise die Auswerferkraft
und - geschwindigkeit in der ersten Phase unter geringen Drosselverlusten mit der
Netto-Ausbringerkraft des Druckgaskessels 47 möglich. Die zweite Phase kann bei entsprechender
Auslegung der Steuerlemente einen dem Druck in dem Druckraum 10 entgegenwirkenden
Druckaufbau bewirken, der zur Beendigung des Kraftschlusses zwischen Druckwange 1,
Druckstangen 15, Auswerferteilen des Werkzeuges und Pressenstößels führt. Die dritte
Phase ist derart auslegbar, daß das Werkstück bei Konstantdruck durch weiteres Schließen
der Stelldrossel 54 und demzufolge erhöhtem Sekundärdruck an der Regeldrossel 53 mit
einem Verzögern in die Entnahmestellung (Transportebene) verbracht wird, die einem
Wert kleiner 1 g entspricht. Regeldrossel 53 und Stelldrossel 54 bilden von ihrem
gezeigten und funktionellen Aufbau her eine Zweiwege-Stromregelung.
[0013] In den Rückstrom von Hydraulikflüssigkeit aus den Druckräumen 21 der Hilfszylinder
16 zum gemeinsamen Hydraulikspeicher 51 ist eine Zweiwege-Stromregelung aus einer
Regeldrossel 59 und einer zu dieser in Reihe geschalteten Stelldrossel 60 eingebracht,
vermittels der der Hochlauf der Kolbenstangen 6 unter dem in den Druckgaskesseln 45,
46 gestauten Luftdruck (regelbar) steuerbar ist. Der Zeitpunkt des Einsetzens der
Regelung ist über das von der Steuerkurve 38 betätigte Rückschlagventil 52 einstellbar.
Für den Hochlauf der Kolbenstangen 6 ergeben sich somit verschiedene Varianten.
[0014] In die Leitung 42 ist ein Schaltventil 44 eingebracht, vermittels dessen die die
Ziehkraft aufbringenden Druckkreise der einzelnen Druckzylinder 8 voneinander trennbar
sind. Über unterschiedlich hohe Luftdrücke in den Druckgaskesseln 45, 46 ist so der
Ziehgegenhaltedruck in den einzelnen Ziehbereichen eines werkzeugseitigen Blechhalters
variabel und auf die Ziehbedingungen einstellbar.
1. Ziehapparat an Pressen, mit Druckzylindern (8) für die Blechhaltung beim Ziehen
und zumindest einem Druckzylinder (9) für das Auswerfen der Werkstücke, mit einer
im Pressentisch geführten Druckwange (1), die durch die Druckzylinder (8, 9) heb-
und senkbar abgestützt ist, und mit einer Nachlaufregeleinrichtung (48), die ein auf
das Hochfahren des Stößels der Presse aus dem unteren Totpunkt in den oberen Totpunkt
verzögertes Hochfahren der die Blechhaltung beim Ziehen bewirkenden Druckzylinder
(8) regelt, dadurch gekennzeichnet, daß jedem der Druckzylinder (8, 9) jeweils ein
Hilfszylinder (16, 17) zugeordnet ist, daß die Druckzylinder (8, 9) und Hilfszylinder
(16, 17) an einer pressenfesten Konsole (11) gehalten sind, daß die Kolbenstangen
(6) der Druckzylinder (8) bei dem Hochfahren der Druckwange (1) für das Auswerfen
der Werkstücke von der Unterseite der Druckwange (1) lösbar und für die Blechhaltung
erneut von unten gegen die Druckwange (1) legbar sind, daß die Kolbenstange (6, 7)
jedes der Druckzylinder (8, 9) mit einem Kolben (18, 19) des zugehörenden Hilfszynlinders
(16, 17) wirksam verbunden ist, und daß den oberhalb der Kolben (18, 19) in den Hilfszylindern
(16, 17) befindlichen Druckräumen (21, 22) jeweils eine einzeln einstellbare Nachlaufregeleinrichtung
(48, 49) zugeschaltet ist.
2. Ziehapparat an Pressen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckzylinder
(8) für die Blechhaltung und die Druckzylinder (9) für das Auswerfen oberhalb an der
pressenfesten Konsole (11) angeordnet sind, und daß die den Druckzylindern (8, 9)
zugeordneten Hilfszylinder (16, 17) unterhalb an der pressenfesten Konsole (11) und
koaxial zu den Druckzylindern (8, 9) angeordnet sind und die Kolbenstangen (6, 7)
durch die Konsole (11) und durch die Hilfszylinder (16, 17) hindurchgeführt sind und
die Endteile (23, 24) der Kolbenstangen (6, 7) der Druckzylinder (8, 9) mit allen
Endteilen (23, 24) gemeinsamen Höhenverstellmitteln (18, 19, 26, 27, 28, 29, 32) zusammenwirken.
3. Ziehapparat an Pressen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckräume
(5) der Druckzylinder (8) für die Blechhaltung an einen gemeinsamen vordruckeinstellbaren
Druckgaskessel (46) angeschlossen sind, daß der Druckraum (10) des Druckzylinders
(9) bzw. die Druckräume (10) mehrerer Druckzylinder (9) für das Auswerfen an einen
weiteren vordruckeinstellbaren Druckgaskessel (47) angeschlossen sind, und daß die
Druckräume (21, 22) der Hilfszylinder (16, 17) über jeweils eigene Druckregeleinrichtungen
(48, 49) an einen allen gemeinsamen vordruckeinstellbaren Hydraulikflüssigkeitsspeicher
(51) angeschlossen sind.
4. Ziehapparat an Pressen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckräume
(5) der Druckzylinder (8) für die Blechhaltung voneinander unabhängig an je einem
auf unterschiedlichen Vordruck einstellbaren Druckgaskessel (45, 46) angeschlossen
sind.
5. Ziehapparat an Pressen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede den Druckräumen
(21) der den Druckzylindern (8) für die Blechhaltung zugeordneten Hilfszylinder (16)
zugeschaltete Nachlaufregeleinrichtung (48) ein Zweiwege-Stromregelventil ist, und
daß jeder Nachlaufregeleinrichtung (48) ein in Fließrichtung zum Hydraulikspeicher
(51) sperrendes Rückschlagventil (52) parallel geschaltet ist.
6. Ziehapparat an Pressen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckraum
(22) des dem Druckzylinder (9) für das Auswerfen zugeordneten Hilfszylinders (17)
über eine Zweiwege-Stromregelung mit einem Hydraulikspeicher (51) fließverbunden ist,
daß die Zweiwege-Stromregelung aus einer Regeldrossel (53) und einer Stelldrossel
(54) besteht, die in Reihe zueinander geschaltet sind, daß die Stelldrossel (54) über
ein mit der Kolbenstange (7) des Druckzylinders (9) mitgeführtes Stellglied (37, 39)
im Strömungsquerschnitt veränderbar ist, und daß der Zweiwege-Stromregelung ein in
Fließrichtung zum Hydraulikspeicher (51) sperrendes Rückschlagventil (55) parallel
geschaltet ist.
7. Ziehapparat an Pressen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nachlaufregeleinrichtung
(49) eine bezogen auf deren Strömungsverhalten mehrphasig den Durchfluß verringernde
Regelung ist.
1. Drawing apparatus on presses, comprising pressure cylinders (8) for holding the
sheet during drawing and at least one pressure cylinder (9) for the ejection of the
workpieces, a pressure cheek (1) which is guided in the press bed and is supported
in such a way that it can be lifted and lowered by the pressure cylinders (8, 9),
and a follow-up regulating device (48) which regulates upward travel of the pressure
cylinders (8, 9) which hold the sheet during drawing, which upward travel is delayed
in relation to the upward travel of the ram of the press from bottom dead centre to
top dead centre, characterized in that an auxiliary cylinder (16, 17) is in each case
allocated to each of the pressure cylinders (8, 9), that the pressure cylinders (8,
9) and auxiliary cylinders (16, 17) are held on a bracket (11) fixed to the press,
that the piston rods (6) of the pressure cylinders (8), during the upward travel of
the pressure cheek (1), for the ejection of the workpieces, can be released from the
underside of the pressure cheek (1) and, for holding the sheet, can again be placed
from below against the pressure cheek (1), that the piston rod (6, 7) of each of the
pressure cylinders (8, 9) is operatively connected to a piston (18, 19) of the associated
auxiliary cylinder (16, 17), and that an individually adjustable follow-up regulating
device (48, 49) is in each case connected to the pressure spaces (21, 22) located
above the pistons (18, 19) in the auxiliary cylinders (16, 17).
2. Drawing apparatus on presses according to Claim 1, characterized in that the pressure
cylinders (8) for holding the sheet and the pressure cylinders (9) for the ejection
are arranged at the top on the bracket (11) fixed to the press, and that the auxiliary
cylinders (16, 17) allocated to the pressure cylinders (8, 9) are arranged at the
bottom on the bracket (11) fixed to the press and are arranged coaxially to the pressure
cylinders (8, 9), and the piston rods (6, 7) are passed through the bracket (11) and
through the auxiliary cylinders (16, 17), and the end parts (23, 24) of the piston
rods (6, 7) of the pressure cylinders (8, 9) interact with height-adjusting means
(18, 19, 26, 27, 28, 29, 32) common to all end parts (23, 24).
3. Drawing apparatus on presses according to Claim 1, characterized in that the pressure
spaces (5) of the pressure cylinders (8) for holding the sheet are connected to a
common pressure-gas vessel (46) adjustable in admission pressure, that the pressure
space (10) of the pressure cylinder (9) or the pressure spaces (10) of a plurality
of pressure cylinders (9) for the ejection are connected to a further pressure-gas
vessel (47) adjustable in admission pressure, and that the pressure spaces (21, 22)
of the auxiliary cylinders (16, 17) are each connected via their own pressure-regulating
devices (48, 49) to a hydraulic-fluid reservoir (51) which is common to all and is
adjustable in admission pressure.
4. Drawing apparatus on presses according to Claim 1, characterized in that the pressure
spaces (5) of the pressure cylinders (8) for holding the sheet are connected independently
from one another to one pressure-gas vessel (45, 46) each which can be adjusted to
a different admission pressure.
5. Drawing apparatus on presses according to Claim 1, characterized in that each follow-up
regulating device (48) connected to the pressure spaces (21) of the auxiliary cylinders
(16) allocated to the pressure cylinders (8) for holding the sheet is a two-way flow-regulating
valve, and that a non-return valve (52) which cuts off flow in the direction of the
hydraulic reservoir (51) is connected in parallel with each follow-up regulating device
(48).
6. Drawing apparatus on presses according to Claim 5, characterized in that the pressure
space (22) of the auxiliary cylinder (17) allocated to the pressure cylinder (9) for
the ejection is fluidically connected to a hydraulic reservoir (51) via a two-way
flow-regulating arrangement, that the two-way flow-regulating arrangement consists
of a regulating restrictor (53) and a control restrictor (54) which are connected
in series with one another, that the control restrictor (54) can be varied in the
cross-section of flow via a final control element (37, 39) carried along by the piston
(7) of the pressure cylinder (9), and that a non-return valve (55) cutting off flow
in the direction of the hydraulic reservoir (51) is connected in parallel with the
two-way flow-regulating arrangement.
7. Drawing apparatus on presses according to Claim 1, characterized in that the follow-up
regulating device (49) is a regulating arrangement which, with respect to the flow
behaviour, reduces the throughflow in several phases.
1. Appareil d'étirage pour presses, comportant des vérins de poussée (8) pour le maintien
des tôles pendant l'étirage, au moins un vérin de poussée (9) pour l'éjection des
pièces travaillées, une plaque de poussée (1) qui est guidée dans la table de la presse
et sollicitée par les vérins de poussée (8, 9) pour être élevée et abaissée, et un
dispositif de réglage de retard (48) qui règle une montée retardée des vérins (8)
assurant le maintien des tôles pendant l'étirage, quand le coulisseau de la presse
remonte du point mort bas au point mort haut, caractérisé en ce qu'un vérin auxiliaire
respectif (16, 17) est associé à chacun des vérins de poussée (8, 9), en ce que les
vérins de poussée (8, 9) et les vérins auxiliaires (16, 17) sont montés sur une console
(11) fixe dans la presse, en ce que les tiges de pistons (6) des vérins de poussée
(8) sont détachables de la face inférieure de la plaque de poussée (1) à la montée
de cette plaque (1) pour l'éjection des pièces et sont applicables à nouveau contre
cette plaque (1) par-dessous pour le maintien des tôles, en ce que la tige de piston
(6, 7) de chacun des vérins de poussée (8, 9) est reliée de manière active à un piston
(18, 19) du vérin auxiliaire respectif (16, 17), et en ce que les chambres de travail
(21, 22) situées au-dessus des pistons (18, 19) dans les vérins auxiliaires (16, 17)
sont raccordées chacune à un dispositif respectif de réglage de retard (48, 49), réglable
individuellement.
2. Appareil d'étirage pour presses selon la revendication 1, caractérisé en ce que
les vérins de poussée (8) pour le maintien des tôles et les vérins de poussée (9)
pour l'éjection sont disposés au-dessus de ladite console fixe (11), en ce que les
vérins auxiliaires (16, 17) associés aux vérins de poussée (8, 9) sont disposés au-dessus
de ladite console fixe (11) et coaxialement aux vérins de poussée (8, 9), en ce que
les tiges de piston (6, 7) passent à travers la console (11) et à travers les vérins
auxiliaires (16, 17), et en ce que les parties d'extrémité (23, 24) des tiges de pistons
(6, 7) des vérins de poussée (8, 9) coopèrent avec des moyens de réglage de hauteur
(18, 19, 26, 27, 28, 29, 32) qui sont communs à toutes lesdites parties d'extrémité.
3. Appareil selon la revendication 1, caractérisé en ce que les chambres de travail
(5) des vérins de poussée (8) pour le maintien des tôles sont raccordées à un réservoir
commun (46) de gaz comprimé à pression d'entrée réglable, en ce que la chambre de
travail (10) du vérin de poussée (9) ou les chambres de travail (10) des vérins de
poussée (9) pour l'éjection sont raccordées à un autre réservoir (47) de gaz comprimé
à pression d'entrée réglable, et en ce que les chambres de travail (21, 22) des cylindres
auxiliaires (16, 17) sont raccordées, chacune à travers son propre dispositif de réglage
de pression (48, 49), à un accumulateur commun (51) de liquide hydraulique à pression
d'entrée réglable.
4. Appareil selon la revendication 1, caractérisé en ce que les chambres de travail
(5) des vérins de poussée (8) pour le maintien des tôles sont raccordées indépendamment
l'une de l'autre à un réservoir respectif de gaz comprimé (45, 46) à pression d'entrée
réglable séparément.
5. Appareil selon la revendication 1, caractérisé en ce que chacun des dispositifs
de réglage de retard (48) raccordés aux chambres de travail (21) des vérins auxiliaires
(16) associés aux vérins (8) de maintien des tôles est formé par une soupape de réglage
de débit à deux voies, et en ce qu'une soupape de retenue (52) bloquant l'écoulement
en direction de l'accumulateur hydraulique (51) est montée en parallèle à chacun des
dispositifs de réglage de retard (48).
6. Appareil selon la revendication 5, caractérisé en ce que la chambre de travail
(22) du vérin auxiliaire (17) associé au vérin déjection (9) est raccordée hydrauliquement
à un accumulateur hydraulique (51) à travers un régulateur de débit à deux voies,
en ce que ce régulateur de débit à deux voies se compose d'un étranglement de réglage
(53) et d'un étranglement ajustable (54) qui sont montés en série, en ce que l'étranglement
ajustable (54) est ajustable quant à sa section de passage au moyen d'un organe de
commande (37, 39) entraîné par la tige de piston (7) du vérin de pression (9), et
en ce qu'une soupape de retenue (55) bloquant l'écoulement en direction de l'accumulateur
hydraulique (51) est montée en parallèle au régulateur de débit à deux voies.
7. Appareil selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de réglage
de retard (49) est un régulateur réduisant le débit en plusieurs phases en ce qui
concerne ses conditions d'écoulement.
