[0001] Die Erfindung betrifft einen Furniertrockner für Messerfurniere gemäss dem Oberbegriff
des Patentanspruchs1.
[0002] Beim Trocknen von Furnieren ist es bekannt, die Furniere zwischen zwei übereinanderliegenden
Bändern durch eine Trockenkammer zu fördern. Je nach Ausführungsform der Bänder, z.B.
als Drahtgewebeband, lässt sich durch das Gewicht des oberen Bandes (Deckband) eine
Glättwirkung auf die Furniere erzielen. Diese Glättwirkung ist jedoch in vielen Fällen
nicht ausreichend, um das Auftreten von Wellen während der Trocknung zu verhindern.
[0003] In Rollentrocknern erreicht man einen grösseren Pressdruck- und damit eine bessere
Glättwirkung -, indem man das Furnier zwischen übereinander angeordneten Rollen durchführt,
die es gleichzeitig auch fördern. Rollentrockner sind jedoch mit Nachteilen behaftet,
die sich bei dünnen, empfindlichen und hochwertigen Messerfurnieren besonders gravierend
auswirken: Das Furnier benötigt eine gewisse Eigensteifigkeit, damit es von Rollenpaar
zu Rollenpaar gefördert werden kann. Diese ist bei dünnen und/oder zu nassen Furnieren
nicht gegeben. Weiterhin sind die Furniere zwischen den Rollenpaaren fest eingespannt.
Da die Furniere während des Trockenvorgangs bis zu 12% schrumpfen, führt dies zu Spannungen,
die insbesondere dünne Furniere zerstören.
[0004] Bei Bandtrocknern ist es dem Furnier möglich, zwischen den Bändern zu schrumpfen,
so werden Risse vermieden. Gleichzeitig ist die Führung von dünnen, nassen Furnieren
zwischen Bändern problemlos. Als Nachteil bleibt, dass das Gewicht des Deckbandes
nicht ausreicht, um das Furnier zufriedenstellend zu glätten. Dünne Messerfurniere
werden daher häufig in Bandtrocknern getrocknet und anschliessend zusätzlich in einer
Glättpresse geglättet, um die während des Trocknens aufgetretenen Wellen zu entfernen.
[0005] In der EP-A-0152576, die den Stand der Technik nach Artikel 54(3) EPÜ darstellt,
wird ein gattungsgemässer Furniertrockner mit zwei übereinanderliegenden Transportbändern
beschrieben, die Umlenkeinrichtungen, insbesondere Walzen, Trommeln oder Rollen, im
wesentlichen schleifenförmig umlaufen. Zwischen zwei Umlenkeinrichtungen verlaufen
die Transportbänder auf einer Strecke geradlinig, deren Länge mindestens die Hälfte
der maximalen Furnierbreite beträgt.
[0006] Während die Furnierblätter zwischen den beiden Transportbändern liegend die Umlenkeinrichtungen
wechselweise umlaufen, werden sie durch den beim Umlenken auftretenden Druck des jeweils
äusseren Bandes geglättet. In den geradlinigen Anteilen der Förderstrecke liegt kein
Pressdruck an, dadurch können die Furnierblätter dort frei schrumpfen. Darüber hinaus
werden sie durch die Relativbewegung der Transportbänder gegeneinander, die durch
das wechselseitige Umlenken erzeugt wird, permanent glattgestrichen. Mit diesem Furniertrockner
gelingt es, Furniere mit erheblich verbesserter Qualität zu trocknen. Die Furniere
sind selbst bei hoher Austrocknung - bis weit unter 12% Restfeuchte-sehr geschmeidig,
wodurch ihre Weiterverarbeitung wesentlich vereinfacht wird.
[0007] Dort sind Ausführungsformen beschrieben, bei denen die Transportbänder wechselseitig
Walzen, Trommeln oder Rollen umschlingen, die hintereinander in einer waagrechten
Ebene angeordnet sind. Dabei ist bei einigen Ausführungsformen vor der ersten Umlenkeinrichtung
eine geradlinige Förderstrecke im Furniertrockner vorgeschaltet. Die Furniertrockner
bauen sich modulartig aus aufeinanderfolgenden Feldern auf, wobei die Walzen, Trommeln
oder Rollen jeweils zu zweit nebeneinander liegend in einem Feld angeordnet sind.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemässen Furniertrockner
platzsparend und kostengünstiger zu gestalten.
[0009] Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0010] Es hat sich gezeigt, dass sich auf diese Weise vier und mehr Umlenkeinrichtungen
in ein einziges Trockenfeld mit einem gemeinsamen Heiz- und Regelsystem einbauen lassen,
ohnedass-bei entsprechender Auslegung dieses Systems - eine Qualitätsminderung der
getrockneten Furnierblätter auftritt.
[0011] Als weiterer Vorteil tritt hinzu, dass es durch die Anordnung von Umlenkeinrichtungen
übereinander möglich ist, den Abstand zweier Umlenkeinrichtungen voneinander zu verringern,
ohne dass durch einen steileren Anstieg der geradlinigen Anteile der Förderstrecke
die Furniere zu rutschen beginnen. Darüber hinaus hat es sich überraschenderweise
gezeigt, dass sich bestehende Altanlagen mit geradliniger Förderstrecke ohne zusätzlichen
Platzbedarf auf höhere Leistung bringen lassen, wobei gleichzeitig die Furnierqualität
wesentlich verbessert wird.
[0012] Die Unteransprüche enthalten bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Ihre Merkmale
verbessern einzeln und in Kombination die Furnierqualität, die Betriebssicherheit
und -kosten und/ oder die Konstruktion des Furniertrockners.
[0013] So wird durch das Merkmal des Patentanspruchs 4 die an den Umlenkeinrichtungen anliegende
Seite des Furnierblattes beim Umlaufen ebenfalls getrocknet. Das verhindert Wärmespannungen
und das Einrollen des Furnierblattes (Curieffekt).
[0014] Die Differenzgeschwindigkeit nach Anspruch 5 vermindert das Auftreten von Rissen.
[0015] Furniere, die mit den Furniertrocknern gemäss den Ansprüchen 6 oder 7 getrocknet
werden, weisen eine besonders gute Qualität auf, wobei bei der Ausführungsform gemäss
Anspruch 7 kostengünstig die Leistung gesteigert ist.
[0016] Das Merkmal des Anspruchs 8 gewährleistet ein freies Schrumpfen, ohne dass das Furnierblatt
rutscht.
[0017] Während durch das Merkmal des Anspruchs 9 die Trocknerleistung weiter gesteigert
wird, zeigt Anspruch 10 eine einfache Konstruktion, die Oberfläche der Walzen bzw.
Rollen aufzuheizen.
[0018] Im folgenden werden zwei Beispiele von bevorzugten Ausführungsformen eines erfindungsgemässen
Furniertrockners beschrieben.
[0019] Die Zeichnungen dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung.
[0020] Figur 1 und Figur 2 zeigen vereinfachte Längsschnitte durch erfindungsgemässe Furniertrockner.
[0021] Ein erfindungsgemässer Furniertrockner baut sich baukastenartig aus hintereinander
angeordneten Trocknerfeldern 1.1-1.2 bzw. 1.3-1.8 auf, wobei jedes Trocknerfeld 1.1-1.8
Einrichtungen enthält, mit denen sich das erforderliche Trockenklima herstellen lässt.
Zu diesen Einrichtungen gehören Umluftventilatoren 2, Heizregister, Regeleinrichtungen
etc. Im Anschluss an das jeweils letzte Trocknerfeld 1.2 bzw. 1.8 führt ein Übergabefeld
3 zu einem Kühlfeld 4. Jeweils die beiden letzten Trocknerfelder 1.1, 1.2 bzw. 1.7,
1.8 sind mit Umlenkeinrichtungen 5 in Form horizontal quer zur Förderrichtung liegender
Zylinder bestückt; in den vorliegenden Ausführungsformen sind es über Ketten angetriebene
Hohlwalzen, der Einsatz von Rollen oder Trommeln ist ebenfalls möglich. Die Walzen
5 sind in aufeinanderfolgenden Gruppen aus senkrecht übereinanderliegenden Walzen
5 angeordnet, wobei jeweils zwei Gruppen in einem Trocknerfeld 1.1, 1.2, 1.7, 1.8
eingebaut sind. Die Walzenlänge entspricht der maximalen Furnierlänge (ca. 5 m), ihr
Durchmesser beträgt ca. 85 cm. Die Länge eines mit Walzen 5 bestückten Trocknerfeldes
beträgt ca. 3 m.
[0022] In der Ausführungsform nach Figur 1 befinden sich in den Trocknerfeldern 1.1 und
1.2 jeweils zwei Gruppen aus jeweils vier senkrecht übereinanderliegenden Walzen 5,
also insgesamt 16 Walzen. In der Ausführungsform nach Figur 2 sind in den Feldern
1.7 und 1.8 jeweils zwei Gruppen aus zwei senkrecht übereinanderliegenden Walzen 5
angeordnet, also insgesamt 8 Walzen.
[0023] Ein Bandförderer aus zwei endlosen Transportbändern 6.1,6.2 durchläuft die Trocknerfelder
1.1-1.2, 1.3-1.8. In der Ausführungsform nach Figur 2 durchlaufen die fördernden Trums
der Bänder 6.1, 6.2 geradlinig die vier Felder 1.3-1.6, bevor sie von der ersten Walze
5.1 nach oben abgelenkt werden.
[0024] In den Ausführungsformen, in denen entlang der gesamten Förderstrecke durch den Trockner
Umlenkeinrichtungen angeordnet sind (Figur 1), beträgt der Anteil der gekrümmten Förderstrecke
an der gesamten Förderstrecke mindestens 40%, vorzugsweise zwischen 50% und 70%.
[0025] Im Beispiel nach Figur 2 sind die Felder 1.3-1.6 jeweils ca. 2 m lang. Der Anteil
des geradlinig verlaufenden Teils der Förderstrecke vor der ersten Umlenkwalze beträgt
weniger als 50%, vorzugsweise zwischen 20 und 35% der Gesamtförderstrecke; im Beispiel
nach Figur 2 ca. 32%.
[0026] Nach einer anderen, vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind drei Felder
mit jeweils vier Walzen bestückt. Vor diesen drei Feldern sind vier Felder mit geradlinigem
Verlauf der Förderstrecke vorgeschaltet, wodurch der geradlinige Anteil vor der ersten
Umlenkwalze an der Gesamtförderstrecke knapp 24% beträgt.
[0027] Horizontal ankommend werden die beiden Bänder 6.1, 6.2 von der ersten Walze 5.1 um
einen Winkel von etwa 150° nach oben umgelenkt. Sie umschlingen anschliessend wechselseitig
die Walzen der ersten Gruppe nacheinander von unten nach oben, bis sie von der obersten
Walze 5.2 der ersten Gruppe horizontal zur obersten Walze 5.3 der zweiten Gruppe umgelenkt
werden. Von den mittleren Walzen einer Gruppe (Fig. 1) werden die Transportbänder
6.1, 6.2 jeweils um etwa 120° umgelenkt, während die untersten und obersten Walzen
5.1 bzw. 5.2 jeweils um etwa 150° umlenken. Die Walzen der zweiten Gruppe werden entsprechend
denen der ersten Gruppe wechselseitig von oben nach unten umschlungen, die unterste
Walze 5.4 dieser Gruppe lenkt die Bänder anschliessend in die Horizontale in Richtung
des nächsten Feldes 1.2 bzw.1.8 um. Die auslaufseitigen Felder 1.2 bzw. 1.8 werden
von den Bändern 6.1, 6.2 auf identische Weise gemeinsam durchlaufen, bevor sie im
Übergangsfeld 3 getrennt und zum Trocknereingang zurückgeführt werden.
[0028] Entlang der Förderstrecke verlaufen die Bänder 6.1, 6.2 zwischen zwei Walzen 5 auf
einer Strecke gerade, die mindestens der Hälfte der maximalen Furnierbreite entspricht;
in dem vorliegenden Beispiel zwischen zwei übereinanderliegenden Walzen 5 ca. 50 cm
bei 1000 mm maximaler Furnierbreite. Dies wird erreicht, indem zwei benachbarte Walzen
5 nicht unmittelbar aufeinander folgen, sondern mit Abstand voneinander angeordnet
sind. Als besonders vorteilhaft hat es sich gezeigt, wenn Umfang und Abstand zweier
übereinanderliegender Walzen 5 so abgestimmt sind, dass der geradlinige Teil mit weniger
als 45°, vorzugsweise mit ca. 30°, gegen die Horizontale geneigt verläuft. So wird
ein Rutschen auch dünnster Furniere vermieden.
[0029] Die Bänder 6.1, 6.2 sind aus nicht dehnbarem Material hergestellt. Es ist durchaus
möglich, dass sie eine gewisse Elastizität aufweisen, wenn gewährleistet wird, dass
sie in der Lage sind, über eine genügend grosse Zugspannung den gewünschten Pressdruck
bei der Umlenkung zu erzeugen. Sie weisen Öffnungen für das Trockenmedium - in den
vorliegenden Beispielen Heissluftauf, diese sind so klein wie möglich, damit eine
möglichst grosse Anpressfläche auf das Furnier zur Verfügung steht. Weiterhin sind
die Bänder so beschaffen, dass sie auf dem Furnier hin- und hergleiten können, ohne
dass Markierungen erzeugt werden. In der Praxis haben sich Flachspiral-Drahtgewebebänder
und Spiralbänder aus Runddraht bewährt.
[0030] In dem Trockner befinden sich entlang der Förderstrecke des Furniers in den Zeichnungen
nicht dargestellte Düsenkästen, aus denen Heissluft im wesentlichen senkrecht auf
beide Furnierseiten geblasen wird. In den Feldern 1.1,1.2,1.7 und 1.8 sind die Düsenkästen
sowohl rechts als auch links der Walzen 5 entlang einem Kreisbogen angeordnet.
[0031] Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung sind - wie bereits in der EP-A-0152576
beschrieben - anstelle der Walzen aussengelagerte Trommeln in die Felder 1.1, 1.2
bzw. 1.7,1.8 eingebaut. Im Innern der Trommeln sind Düsenkästen feststehend installiert.
Die Trommeln haben keine Böden, zusätzlich sind ihre Wände mit Löchern versehen. Daher
lässt sich die Heissluft mit den inneren Düsenkästen durch die Trommelwände und das
jeweils innenliegende Transportband auf die Furniere blasen. Im Innern der Trommeln
können auch andere Heizsysteme installiert werden, z.B. ÖI- oder Gasbrenner, mit denen
die Trommeln direkt beheizt werden.
[0032] In der Ausführungsform nach Figur 2 verläuft die Förderstrecke der Furniere durch
die ersten Felder 1.3-1.6 gradlinig. In diesen Feldern sind die Düsenkästen zum Erreichen
einer hohen Trocknungsleistung nebeneinander beidseitig der Förderstrecke angeordnet.
Durch diese Ausgestaltung des Trockners lässt sich dessen Gesamtleistung kostengünstig
steigern, ohne dass die Furnierqualität wesentlich beeinträchtigt wird.
[0033] Die Messerfurniere werden einzeln über ein Einlauffeld in den Furniertrockner eingebracht.
Beim Durchlauf liegen sie zwischen Trag- und Deckband, wobei das Deckband mit seinem
Gewicht für einen gewissen Glättungseffekt sorgt. Das Gewicht des Deckbandes und die
Differenzgeschwindigkeit zwischen Trag- und Deckband sind so bemessen, dass die Furniere
während des Trocknens am Schrumpfen nicht gehindert sind.
[0034] Ab dem Erreichen der ersten Walze 5.1 werden die Furniere auf einer schleifenförmigen
Bahn durch den restlichen Trockner geführt. Durch die Zwangsführung entlang einer
kreisbogenförmigen Bahn entsteht ein radialer Pressdruck, der senkrecht auf die Furnieroberfläche
drückt: Das jeweils äussere Band (bei der ersten Walze 5.1 das untere Band 6.2) presst
das Furnier gegen das innere Band, dieses wiederum liegt auf der Walze 5.1 auf. Durch
den hohen Pressdruck wird das Furnier geglättet, ein freies Schrumpfen ist in dieser
Phase in Folge des hohen Druckes nicht möglich. Die Bänder 6.1, 6.2 sind so gestaltet,
dass dabei keine Markierungen auf dem Furnier auftreten. Der Anpressdruck lässtsich
nach den jeweiligen Erfordernissen mit Spannvorrichtungen über die Zugspannung der
Bänder 6.1,6.2 einstellen. Zwischen den Bändern 6.1,6.2 ist eine Differenzgeschwindigkeit
von 1%-12%, vorzugsweise zwischen 2% und 5%, eingestellt.
[0035] Die Bänder 6.1, 6.2 im Übergangsstück zwischen zwei Walzen 5 verlaufen jeweils für
eine Strecke gradlinig. Während der gradlinigen Führung tritt kein Anpressdruck -
mit Ausnahme des Druckes durch die Komponente des Deckbandgewichtes senkrecht zur
Förderbahn - auf; das Furnier kann frei schrumpfen. Die Komponente des Gewichtes senkrecht
zur Förderbahn lässt sich über den Neigungswinkel der Förderbahn zur Horizontalen
variieren; im vorliegenden Beispiel beträgt er zwischen zwei Walzen einer Gruppe ca.
30 Grad. Es hat sich gezeigt, dass dieser Winkel wegen der Tendenz der Furnierblätter,
sich zusammenzuschieben, nicht beliebig zu vergrössern ist. Durch die Mindeststrecke
für den gradlinigen Verlauf ist sichergestellt, dass jede Faser eines Furnierblattes
zumindest einen Augenblick frei schrumpfen kann, so werden Risse zwischen benachbarten
Fasern verhindert.
[0036] Die Walzen 5 einer Gruppe werden wechselseitig rechts oder links mit ebenfalls wechselndem
Umlaufsinn umlaufen. Durch diese Führung werden beide Seiten eines Furnierblattes
der gleichen Behandlung ausgesetzt. Darüber hinaus wird durch diese Art des Umlaufens
eine periodische Hin- und Herbewegung der Bänder 6.1, 6.2 gegeneinander erzeugt, da
das jeweils äussere Band in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Umlaufradien zurückbleibt.
Durch diese Bewegung der Bänder 6.1, 6.2 werden die Furniere glattgestrichen. Die
Stärke der Relativbewegung gegeneinander lässt sich u.a. durch die Dicke der Transportbänder
6.1, 6.2 beeinflussen, da ihr Betrag von den unterschiedlichen Umlaufradien, und damitvon
der Banddicke abhängt. Unterstützt wird das Glattstreichen durch die Differenzgeschwindigkeit
zwischen den beiden Bändern 6.1, 6.2.
[0037] Zur Verhinderung eines Temperaturunterschiedes zwischen der äusseren, mit Heissluft
beaufschlagten Seite eines Furnierblattes und seiner inneren Seite - sie wird von
der Walzenwand verdeckt - werden die Walzen 5 auf der dem Umlauf gegenüberliegenden
Seite ebenfalls mit Heissluft aus Düsenkästen angeblasen und so erhitzt. Diese Wärme
geben sie durch Strahlung an die Furnierinnenseite ab.
[0038] Bei den Ausführungsformen mit Trommeln wird die Furnierinnenseite direkt durch die
durchlöcherte Trommelwand angeblasen. Mit den in den Trommeln angebrachten Düsenkästen
ist eine genaue Dosierung und Führung des Heissluftstromes möglich.
[0039] Die Furniere verlassen den Trockner über das Übergabefeld 3, von wo sie von dem Fördersystem
in das Kühlfeld 4 gefördert werden. Dort werden sie abgekühlt und anschliessend gesammelt.
1. Furniertrockner für Messerfurniere, mit zwei übereinanderliegenden Transportbändern
(6.1, 6.2), die innerhalb einer Trockenkammer mindestens vier Umlenkeinrichtungen
(5) im wesentlichen schleifenförmig gemeinsam umlaufen und zwischen zwei Umlenkeinrichtungen
(5) auf einer Strecke gradlinig verlaufen, deren Länge so bemessen ist, dass ein in
dieser Strecke geführtes Furnier frei schrumpfen kann, wobei mindestens 40% der Förderstrecke
in dem mit Umlenkeinrichtungen bestückten Teil der Trockenkammer umgelenkt verläuft,
gekennzeichnet durch mindestens zwei aufeinanderfolgende Gruppen aus jeweils mindestens
zwei übereinander angeordneten Umlenkeinrichtungen (5), wobei die Transportbänder
(6) entlang der Förderstrecke die Umlenkeinrichtungen (5) einer Gruppe aufeinanderfolgend
wechselseitig umschlingen.
2. Furniertrockner nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mindestens vier Gruppen aus
jeweils zwei Umlenkeinrichtungen (5) in Form liegender Zylinder.
3. Furniertrockner nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mindestens zwei Gruppen aus
jeweils vier Umlenkeinrichtungen (5) in Form liegender Zylinder.
4. Furniertrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch beheizte
Umlenkeinrichtungen (5).
5. Furniertrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen den beiden Transportbändern (6.1, 6.2) eine Differenzgeschwindigkeit von
1 %-12%, vorzugsweise 2%-5%, besteht.
6. Furniertrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch Umlenkeinrichtungen
(5) entlang der gesamten Förderstrecke, wobei der Anteil der umgelenkten Förderstrecke
50% bis 70% beträgt.
7. Furniertrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen geradlinig
geführten Teil der Förderstrecke vor der ersten Umlenkeinrichtung (5.1), deren Anteil
an der Gesamtförderstrecke weniger als 50%, vorzugsweise 20-35%, beträgt.
8. Furniertrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Transportbänder (6) zwischen zwei Umlenkeinrichtungen (5) einer Gruppe weniger
als 45°, vorzugsweise etwa 30° gegen die Horizontale geneigt verlaufen.
9. Furniertrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch Düsenkästen,
aus denen das durchlaufende Furnier im wesentlichen senkrecht mit einem Trockenmedium
angeblasen wird.
10. Furniertrockner nach Anspruch 9, mit Walzen (5) und/oder Rollen als Umlenkeinrichtungen,
gekennzeichnet durch Düsenkästen auf der den umlaufenden Transportbändern (9) gegenüberliegenden
Seite der Walzen (5) und/oder Rollen, aus denen diese mit einem Heizmedium angeblasen
werden.
1. Veneer dryer for sliced veneers with two conveyor belts lying one above the other
(6.1, 6.2) which within a drying chamber jointly run round at least four deflection
devices (5) mainly in loop form, and run between two deflection devices (5) in a straight
line along a section the length of which is so dimensioned that a veneer passed along
this section can shrink freely, at least 40% of the conveying section in the part
fitted with deflection devices running round deflections, characterized by the fact
that at least two successive groups of, in each case, at least two deflection devices
arranged one above the other (5), the conveyor belts (6) along the conveying section
being alternately wrapped round the deflection devices (5) of one group.
2. Veneer dryer according to claim 1, characterized by at least four groups of in
each case two deflection devices (5) in the form of horizontally arranged cylinders.
3. Veneer dryer according to claim 1, characterized by at least two groups of in each
case four deflection devices (5) in the form of horizontally arranged cylinders.
4. Veneer dryer according to one of the claims 1 to 3, characterized by heated deflection
devices (5).
5. Veneer dryer according to one of the claims 1 to 4, characterized by the fact that
there is a differential speed of 1%-12%, preferably 2%-5% between the two conveyor
belts (6.1, 6.2).
6. Veneer dryer according to the claims 1 to 5, characterized by deflection devices
(5) along the complete conveying section, the share of the deflecting conveying section
being 50%-70%.
7. Veneer dryer according to one of the claims 1 to 5, characterized by a part of
the conveying section guided in a straight line before the first deflection device
(5.1), said straigth section's share of the entire conveying section being less than
50%, preferably 20%-35%.
8. Veneer dryer according to one of the claims 1 to 7, characterized by the fact that
the conveyor belts (6) between two deflection devices (5) of one group run with an
inclination of less than 45°, preferably about 30°, to the horizontal.
9. Veneer dryer according to one of the claims 1 to 8, characterized by nozzle boxes
from which the veneer passing through is blown on mainly vertically with a drying
medium.
10. Veneer dryer according to claim 9, with rollers (5) and/or pulleys as deflection
devices, characterized by nozzle boxes which are on the side of the rollers (5) and/or
pulleys opposite to the circulating conveyor belts (9), and from which a heating agent
is blown onto the rollers and pulleys.
1. Séchoir pour placages tranchés, comprenant deux bandes transporteuses superposées
(6.1, 6.2) qui, à l'intérieur d'une chambre de séchage, tournent conjointement autour
d'au moins quatre dispositifs de renvoi (5) sensiblement en formant une boucle et
qui s'étendent de façon linéaire entre deux dispositifs de renvoi (5) sur un parcours
dont la longueur est mesurée de façon qu'un placage, guidé dans ce parcours, puisse
librement se rétrécir, au moins 40% du parcours de transport s'étendant de façon déviée
dans la partie de la chambre de séchage qui est équipée de dispositifs de renvoi,
caractérisé par au moins deux groupes successifs de chaque fois au moins deux dispositifs
de renvoi (5) agencés l'un au-dessus de l'autre, les bandes transporteuses (6) enlaçant,
le long du parcours de transport, successivement et mutuellement les dispositifs de
renvoi (5) d'un groupe.
2. Séchoir suivant la revendication 1, caractérisé par au moins quatre groupes de
chaque fois deux dispositifs de renvoi (5) sous la forme de cylindres couchés.
3. Séchoir suivant la revendication 1, caractérisé par au moins deux groupes de chaque
fois quatre dispositifs de renvoi (5) sous la forme de cylindres couchés.
4. Séchoir suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par des dispositifs
de renvoi chauffés (5).
5. Séchoir suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'une vitesse
différentielle de 1 % à 12%, de préférence de 2% à 5%, existe entre les deux bandes
transporteuses (6.1, 6.2).
6. Séchoir suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par des dispositifs
de renvoi (5) le long de la totalité du parcours de transport, la fraction du parcours
de transport dévié étant de 50% à 70%.
7. Séchoir suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par une partie, guidée
de manière linéaire, du parcours de transport en amont du premier dispositif de renvoi
(5.1 ), la fraction de cette partie par rapport au parcours de transport global étant
inférieure à 50%, de préférence de 20 à 35%.
8. Séchoir suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que, entre deux
dispositifs de renvoi (5) d'un groupe, les bandes transporteuses (6) s'étendent de
manière inclinée par rapport à l'horizontale de moins de 45°, de préférence à environ
30°.
9. Séchoir suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par des boîtes à tuyères
à partir desquelles le placage en train de passer est soumis à un soufflage par un
milieu de séchage, sensiblement perpendiculairement.
10. Séchoir suivant la revendication 9, comprenant des cylindres (5) et/ou des rouleaux
comme dispositifs de renvoi, caractérisé par des boîtes à tuyères du côté des cylindres
(5) et/ou rouleaux, qui est opposé aux bandes transporteuses (6) en circulation, ces
cylindres étant soumis à un soufflage par un milieu chauffé à partir de ces boîtes.