[0001] Die Erfindung betrifft einen Fensterreiniger mit einem leistenförmigen Träger, einem
daran festgelegten Reinigerteil und einem an der Trägerleiste winklig angesetzten
Stiel.
[0002] Fensterreiniger dieses Aufbaus sind in einer Vielzahl von Ausführungs - formen bekannt,
die sich im konstruktiven Aufbau allerdings weitgehend ähnlich sind. Üblicherweise
weist die Trägerleiste an ihrer Vorderkante ein nutartiges Profil auf, in das als
Reinigerteil beispielsweise eine Wischleiste aus Gummi mit Lippenprofil eingesetzt
ist. Diese Wischleiste kann bei Abnutzung ausgetauscht werden. Darüber hinaus weist
die Trägerleiste häufig ein Klemmprofil auf, um einen Schwamm oder dergleichen einspannen
zu können, der vor allem zum Befeuchten und Vorreinigen der Scheiben dient, während
mittels der Wischleiste die Endreinigung und das Abschieben des Wassers von der Scheibenfläche
geschieht.
[0003] Üblicherweise greift der Stiel winklig an der Trägerleiste an, um einerseits den
notwendigen Abstand zur zu reinigenden Fläche zu erhalten, andererseits den notwendigen
Druck auf das Reinigerteil ausüben zu können. Ferner ist bei diesen Fensterreinigern
der Stiel üblicherweise mehrteilig ausgebildet , wobei ein starr mit der Trägerleiste
verbundenes kurzes Teil, das an die Trägerleiste winklig angesetzt ist, als Handgriff
ausgebildet ist, um das Reinigungsgerät auch ohne Stiel betreiben zu können. An dem
Griffteil ist an einer Schwenkachse ein Aufnahmeteil gelagert, in das der eigentliche
Stiel des Reinigungsgerätes eingesteckt, eingeschraubt oder in anderer Weise befestigt
werden kann. Im Bereich des Schwenklagers sind ferner Verrastungen vorgesehen, um
den Stiel gegenüber dem Griffteil in verschiedenen Winkel lagen festlegen zu können,
um so die Relativlage von Stiel und Reinigerteil ergonomisch optimieren zu können.
[0004] Die bekannten Geräte haben mehrere Nachteile. So ist es nur mit Schwierigkeiten möglich,
bei einer bestimmten,durch den Benutzer eingenommenen Position mit dem Reinigerteil
den Bereich in den Ecken eines Fensters exakt und vollständig zu überstreichen und
damit solche Ecken einwandfrei zu reinigen. In der Regel muß der Benutzer hierzu seine
Position ständig wechseln. Wird die Fensterscheibe von oben nach unten in senkrechten
Bahnen gereinigt, so muß auch hier der Benutzer in aller Regel seine Position ständig
ändern. Bei einer anderen Wischtechnik, bei der der Benutzer den Fensterreiniger in
horizontalen Bahnen über die Scheibe zieht, muß er ständig auf eine Schräglage bedacht
sein, damit das abgeschobene Wasser nicht auf die bereits gereinigte Fläche zurückgedrängt
wird. Hierbei leidet in der Regel wiederum die Sauberkeit entlang der Rahmenkanten.
Weiterhin ist die Verbindung zwischen Griffteil und Aufnahmeteil als nachteil ig anzusehen,
da zur Einstellung einer anderen Winkellage bzw. zum Demontieren des Aufnahmeteils
mit dem Stiel (um das Gerät nur mit dem Griffteil zu benutzen) die Spannschraube,
die für eine einwandfreie Fixierung beider Teile fest angezogen werden muß, teilweise
bzw. vollständig gelöst werden muß, was nur mit entsprechendem Kraftaufwand möglich
ist. Ferner bestehen die Verbindungsteile (Gewindebolzen und Spannmutter) dt aus Metall,
des entweder korrosionsfest ausgeführt sein muß oder aber im anderen Fall leicht zu
rosten beginnt. Bei einer anderen bekannten Ausführung ist zwischen Griffteil
[0005] und Trägerleiste ein Kugelgelenk vorgesehen, das mittels einer Überwurfmutter in
beliebigen Positionen festgelegt werden kann. Damit läßt sich zwar ein weiter Winkelbereich
überstreichen, doch muß für jede Änderung die Überwurfmutter gelöst, der gewünschte
Winkel eingestellt und die Mutter wieder angezogen werden. Hiervon macht der Benutzer
wegen der damit verknüpften Umstände nur in Ausnahmefällen Gebrauch.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorgenannten Nachteile zu beseitigen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß zunächst dadurch gelöst, daß die Trägerleiste
an dem Stiel drehbar gelagert ist und daß die Drehachse etwa parallel zur Erstreckungsebene
und etwa senkrecht zu Erstreckungsrichtung der Trägerleiste bzw. des Reinigerteils
verläuft.
[0008] Im Gegensatz zum Stand der Technik, bei dem zwischen Trägerleiste und Stiel eine
starre oder ein e labile arretierbare Verbindung vorgesehen ist, schlägt die Erfindung
eine Drehverbindung vor derart, daß sich die Trägerleiste bzw. das Reinigerteil um
eine senkrecht zu ihrer Längserstreckung verlaufende Achse, die zugleich senkrecht
oder - je nach Haltung des Reigigungsgerätes- unter mehr oder minder geneigtem Winkel
zur zu rein genden Scheibenfläche, selbsttätig oder durch Drehen am Stiel schwenken
läßt. Dabei ist die Drehlagerung vorzugsweise mit etwas Reibung behaftet, so daß das
Reinlgerteil bzw. die Trägerleiste nach Einnahme einer bestimmten Relativposition
zum Stiel sich nicht mehr ohne weiteres verdreht bzw. unter dem vom Benutzer ausgeübten
Andruck die Position beibehält. Durch diese Ausbildung ist es zunächst möglich, das
Reinigerteil beispielsweise in Ecken so anzusetzen, daß der Bereich der Ecke vollständig
überstrichen wird. Das Reinigerteil erhält dabei seine Führung an den Rahmenkanten
der Scheibe. Dabei muß der Benutzer nicht ständig seinen Standort wechseln, da das
F einigertei durch die Führung an den Kanten und/oder durch Drehen am Stiel seine
optimale Position selbsttätig einnimmt. Während des Feinigens großer Flächen ändert
das Reingerteil nur dann seine Position, wenn nach Andruck an die Scheibe der Stiel
bewußt gedreht wird. Damit kann die Positicn des Reinigerteils mit Bezug auf die Scheibe
jeweils optimal an den Standort des Benutzers angepaßt werden.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Drehachse von zwei mit t Abstand
voneinander angeordneten Achsstummeln an dem einen Teil - Trägerleiste oder Stiel
- gebildet, wobei das jeweils andere Teil - Stiel oder Trägerleiste - in entsprechendem
Abstand Löcher aufweist, in die die Achsstummel einrastbar sind.
[0010] Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß der Stiel bzw. das an der Trägerleiste
angesetzte Teil desselben und die Trägerleiste selbst aus Kunststoff gespritzt und
lediglich durch einen einfachen Rastvorgang miteinander verbunden werden können. Es
sind also keine umständlichen Montagevorgänge notwendig. Bei Bedarf kann der Stiel
bzw. das Stielteil von der Trägerleiste getrennt und ausgetauscht werden.
[0011] In vorteilhafter Ausbildung weist der Stiel ein gabelförmiges Ende und an den einander
zugekehrten Innenseiten der Gabelschenkel die Achsstummel auf, während die Trägerleiste
einen von den Gabelschenkeln übergriffenen Ansatz mit den Löchern aufweist. Es wird
also der Stiel bzw. das Stielteil mit dem gabelförmigen Ende und den dort angeordneten
Achsstummeln über den Ansatz an der Trägerleiste geschoben, bis die Achsstummel in
die Löcher an der Trägerleiste einrasten.
[0012] Um das Montieren oder Trennen von Stiel und Trägerleiste besonders einfach zu gestalten,
ist gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel eines der beiden Löcher an der Trägerleiste
über einen Einschnitt kleineren Querschnittes zur Seite hin offen, so daß die Gabelschenkel
nur unwesentl ich ausweichen müssen, damit die Achsstummel in die Löcher einrasten
können.
[0013] Mit Vorteil ist zwischen der Trägerleiste und dem Stiel eine die Drehbewegung ausschließende
Arretierung vorgesehen. Diese Arretierung kann bei Bedarf eingelegt werden, wenn der
Benutzer eine starre Verbindung zwischen Trägerleiste bzw. Reinigerteil einerseits
und dem Stiel andererseits wünscht, wobei diese Arretierung im allgemeinen in einer
Position vorgesehen wird, bei der die Stielebene und die Ebene der Trägerleiste senkrecht
zueinander stehen.
[0014] Besteht der Stiel, wie eingangs angedeutet, aus einem kurzen, die Trägerleiste aufnehmenden
Griffteil und einem an diesem schwenkbar gelagerten und unter verschiedenen Winkeln
einstellbaren Aufnahmeteil für einen Stiel, so ist gemäß einem weiteren Merkmal der
Erfindung vorgesehen, daß am Griffteil oder am Aufnahmeteil ein in Stielrichtung gespaltener
Hohlzapfen und an dem jeweils anderen Teil eine den Hohlzapfen außenseitig umfassende
Lagerschale angeordnet ist und daß in den Hohlzapfen ein axial arretierbarer Exzenter
mit einem Spannhebel eingesetzt ist.
[0015] Auf diese Weise wird zwischen dem Grifftei und dem Aufnahmeteil für den Stiel eine
von Hand zu betätigende Spannverbindung für die Einstellung unterschiedlicher Winkellagen
zwischen Griffteit und Stiel erhalten.
[0016] Der an dem einen Teil angeordnete Hohlzapfen weist aufgrund des Spaltes eine Federwirkung
auf, die durch den in den Hohlzapfen eingreifenden Exzenter dazu ausgenutzt werden
kann, um die von dem Hohlzapfen gebildeten Backen gegen die ihn umfassende Lagerschale
an der Teil (Aufnahmeteil oder Griffteil) in einer bestimmten Lage zu verspannen.
[0017] Durch Drehen des Exzenters mittels des Spannhebels kann die Spannver - bindung gelöst
und gegebenenfalls eine andere Winkellage eingestellt werden. Gegenüber dem Stand
der Technik ergibt sich der funktionstechnische Vorteil, daß ein solcher Spannhebel
wesentlich leichter und mit weniger Kraftaufwand zu betätigen ist als eine Spannschraube
oder eine Überwurfmutter; in fertigungs- und gebrauchstechnischer Hinsicht ergibt
sich der Vorteil, daß das Griffteil, das Aufnahmetei und der Spannhebel zusammen mit
dem Exzenter jeweils einstückig aus Kunststoff gespritzt und durch einfache Steckvorgänge
montiert werden können. Damit entfallen hochwertige oder aber korrosionsanfällige
Metallteile und die damit zusammenhängenden Nachteile bei daLagerhaltung und der Montage.
[0018] In bevorzugter Ausführung sind die Hohlzapfen außenseitig oder die Lagerschale innenseitig
mit wenigstens zwei in verschiedenen Drehlagen angeordneten Vertiefungen und das jeweils
andere Teil mit wenigstens einem entsprechend ausgebildeten Vorsprung versehen.
[0019] Bei dieser Ausbildung nimmt der Benutzer zunächst eine Voreinstellung dadurch vor,
daß er Hohlzapfen und Lagerzapfen bzw. Griffteil und Aufnahmeteil axial ein wenig
auseinanderrückt, bis der bzw. die Vorsprünge aus der bzw. den Vertiefungen freikommen
und sich die beiden Teile gegeneinander verdrehen lassen, um sie dann wieder axial
so zusammenzuführen, daß der Vorsprung in eine andere Vertiefung eindringen kann.
Diese Umstellung ist bei einer bestimmten Position des Spannhebels, in der der Exzenter
keinen Druck auf die Backen des Hohlzapfens ausübt, möglich. Nach dem Umstecken von
Aufnahmeteil und Griffteil kann der Spannhebel wieder in seine Spannlage geschwenkt
werden, wobei die Backen des Hohlzapfens in ihre arretierte Lage gelangen. In der
Praxis reichen drei verschiedene Crehlagen aus.
[0020] Um das axiale Abrücken der Lagerteile oder das Trennen von Griff- und Aufnahmeteil
, wie auch das erneute Zusammenführen oder die Montage besonders einfach zu ermöglichen,
ist gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform zur axialen Arretierung an
dem Exzenter ein axialer Vorsprung ähnlich einem Schlüsselbart und an der Lagerschale
ein Durchbruch ähnlich einem Schlüssel.loch angeordnet.
[0021] In einer bestimmten Drehlage des Exzenters bzw. des Spannhebels kann der Vorsprung
an dem Exzenter durch den entsprechend geformten Durchbruch an der Lagerschale hindurchgeführt
werden. In jeder davon abweichenden Drehlage wird die Lagerschale von dem ähnlich
einem Schlüsselbart ausgebildeten Vorsprung hintergriffen und damit der Exzenter axial
gesichert.
[0022] In zweckmäßiger Ausgestaltung sieht die Erfindung weiterhin vor, daß der Hohlzapfen
und die Lagerschale an je einem schmal en Übergangsteil am Griff- bzw. Aufnahmeteil
angeordnet sind und daß sich die beiden Übergangsteite zur vollen Breite des Griff-
bzw. Aufnahmeteils ergänzen. Damit ist ein absatzloser Übergang zwischen Aufnahmeteil
und Griffteil gewährleistet.
[0023] Um ein unzeitiges Verdrehen des Exzenters in die Öffnungslage, beispielsweise durch
seitlichen Stoß oder dgl., zu vermeiden, ist der Spannhebel im rechten Winkel zur
Schwenkachse von Griffteil und Aufnahmeteil und in der Spannlage fluchtend mit dem
Aufnahmeteil unter Anlage an demselben angeordnet. Der Spannhebel liegt somit in der
Spannlage bündig am Stiel an und verläuft in dessen Erstreckungsrichtung, so daß unbeabsichtigte
seitliche Stoßkräfte zwar auf den Stiel, nicht aber auf den Spannhebel einwirken können
und sich somit der Exzenter auch nicht unbeabsichtigt lösen kann.
[0024] Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispiels
beschrieben.
[0025] In der Zeichnung zeigen:
Figur 1 eine teilweise geschnittene (Schnitt I-I in Figur 2) und abgebrochene Seitenansicht
eines Fensterreinigers;
Figur 2 eine Draufsicht auf den Fensterreiniger in Richtung des Pfeils II in Figur
1 (in der Zeichenebene um 90 o gedreht);
Figur 3 einen Schnitt III-II gemäß Figur 1 (in der Zeichenebene um 90o gedreht) und
Figur 4 einen Schnitt lV-lV gemäß Figur 3.
[0026] Der Fensterreiniger besteht aus einer Trägerleiste 1 mit darin eingeschobenem Wischerteil
2 in Form einer Gummileiste mit Lippenprofil, einem Griffteil 3 und einem daran schwenkbar
gelagerten Aufnahmeteil 4 für einen herkömmlichen Rund- oder Mehrkantstiel 5. Das
Griffteil 3 greift einerseits winklig an der Trägerleiste 1 an und ist andererseits
über eine senkrecht zu der Zeichenebene gemäß Figur 1 verlaufenden Achse mit dem Aufnahmeteil
4 verbunden, das zusammen mit dem eingesteckten Stiel 5 um diese Achse gegenüber dem
Griffteil 3 schwenkbar und in ein oder mehr Drehlagen mittels eines Spannhebels 6
feststellbar ist.
[0027] B
emgezeigten Ausführungsbeispiel weist das Griffteil 3 an seinem die Trägerleiste 1 aufnehmenden
Ende eine Gabel mit zwei Gabelschenkeln 7, 8 auf, die einen Ansatz 9 an der Trägerleiste
1 in Form eines kastenförmigen Hohlprofils übergreifen. An den einander zugekehrten
Innenseiten der Gabelschenkel 7, 8 ist je ein Achsstummel 10, 11 angeordnet, die gemeinsam
eine Drehachse für die Trägerleiste 1 bilden. Zur Aufnahme der Achsstummel 10, 11
sind in den gegenüberl iegenden Wandungen des Ansatzes 9 Löcher 12, 13 vorgesehen,
wobei das eine Loch 12 über einen Einschnitt 14 mit schmalerem Querschnitt (s. auch
Figur 2) zur Seite hin offen ist, so daß durch Aufschieben der Gabelschenkel 7, 8
auf den Ansatz 9 der Trägerleiste 1 die Achsstummel 10, 11 in die Löcher 12, 13 eingerastet
werden können.
[0028] Das Griffteil 3 und das Aufnshmeteil 4 für den Stiel 5 weisen, wie Figur 2 zeigt,
je ein schalenartiges Übergangsteil 15 bzw. 16 auf, in deren Bereich die beiden Teile
etwa auf die Hälfte ihrer Dicke reduziert sind, so daß sie im montierten Zustand ansetzlos
ineinander übergehen. Im Bereich dieser Übergangsteile 15, 16 ist die eingangs erwähnte
Schwenkachse, die in Figur 2 und 3 mit strichpunktierter Linie 17 wiedergegeben ist,
angeordnet. Zur Bildung dieser Drehachse weist das Aufnahmeteil 4 im Bereich seines
Übergangsteits 15 einen Hohlzepfen 18 (Figur 3 und 4) auf, der ebenso wie das Griffteil
4 im unmittelbaren Anschluß an das Übergangsteil 15 gespalten ist. Der Spalt ist in
Figur 4 mit 19 bezeichnet. Auf diese Weise bildet der Hohlzapfen 18 zwei radial federnde
Backen 20, die in eine Lagerschale 21 an dem anderen Übergangsteil 16 des Griffteils
3 eingreifen. In den Hohlzapfen 18 greift ein Exzenter 22 ein, der wie dieser gleichfalls
bis in die Lagerschale 21 hineinragt. Der Exzenter 22 sitzt an dem hierzu senkrecht
verlaufenden Spannhebel 6.
[0029] An dem Übergangsteil 16 des Griffteils 3 ist ferner ein nach innen ragender Lagerzapfen
23 angeordnet, der von dem Exzenter 22 übergriffen ist und das eigentliche Drehlager
für den Hohl zapfen 18 und den Exzenter 22 bildet. Zur axialen Arretierung weist der
Exzenter 22 einen sich axial und radial erstreckenden Vorsprung 24 ähnlich einem Schlüsselbart
auf, der in eine entsprechende, ähnlich einem Schlüsselloch ausgebildete Ausnehmung
25 an der Stirnwand des Lagerzapfens 23 eingreift und in jeder von der Deckungslage
abweichenden Lage zur axialen Arretierung des Exzenters und damit auch des Hohlzapfens
18 bzw. des Aufnahmeteils 4 an dem Griffteil 3 fümt. Durch Verdrehen des Spannhebels
6 und damit des Exzenters 22 kann der Vorsprung 24 in Deckungslage mit dem Durchbruch
25 gebracht werden, so daß sich Griffteil 3 und Aufnahmetei l 4 in Richtung der Schwenkacnse
17 voneinander abrücken und auch wieder in Eingriff bringen lassen. Durch Verdrehen
des Spannhebels 6 wird dann wieder die axiale Arretierung eingelegt.
[0030] Wie aus Figur 4 ersichtlich, weist die Lagerschale 21 am Übergangsteil 16 des Griffteils
3 an gegenüberliegenden Seiten jeweils drei Vertiefungen 26 au", während die Backen
20 des Hohl zapfens 18 an diametral gegenüberliegenden Stellen je einen Vorsprung
27 besitzen. Beim axialen Aufschieben des Hohlzapfens 18 und des Exzenters 22 auf
den Drehzapfen 23 am Griffteil 3 greifen die Vorsprünge 27 an den Backen 20 in jeweils
zwei gegenüberliegende. Vertiefungen 26 an der Lagerschale 21 des Griffteils 3 ein.
Je nach Winkellage von Griffteil 3 und Übergangsteil 4 und damit von Hohlzapfen 18
und Lagerschale 21 sitzen die Vorsprünge 27 in jeweils anderen Vertiefungen 26, so
daß sich die Stellung des Aufnahmeteils 4 und damit des Stiels 5 gegenüber dem Griffteil
3 und damit gegenüber der Trägerleiste 1 bzw. dem Reinigerteil 2 verändern läßt. Nach
dem axialen Zusammenführen wird der Spannhebel 6 wieder in seine in Figur 1 wiedergegebene
Spannlage geschwenkt, so daß wieder eine feste Verbindung zwischen Griffteil 3 und
Aufnahmeteil 4 vorhanden ist.
[0031] Durch die vorgenannte Ausbildung sind also zwei Einstellmöglichkeiten gegenen. Einerseits
kann nämlich die Trägerleiste 1 mit dem Reinigertei 2 sicn gegenüber dem Griffteil
3 um eine in pralleler Ebene liegende Achse (Achsstummel 10, 11) frei drehen, während
andererseits die Winkellage des Stiels 5 gegenüber dem Griffteil 3 und damit gegenüber
dem Reinigertell 2 nach Lösen des Spannhebels 6 ändern läßt. Die freie Drehbarkeit
der Trägerleiste 1 an den Achsstummeln 10, 11 kann beispielsweise in der in Figur
2 gezeigten Lage, in der die Trägerleiste 1 und der Stiel in senkrecht zueinander
liegenden Ebenen angeordnet sind, durch eine nicht wiedergegebene Arretierung aufgehoben
werden.
1. Fensterreiniger mit einem leistenförmigen Träger, einen daran festgelegten Reinigerteil
und einem an der Trägerleiste winklig angesetzten Stiel,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Trägerleiste (1) an dem Stiel (3 bis 5) drehbar gelagert ist und daß die Drehachse
(10, 11) etwa parallel zur Erstreckungsebene und etwa senkrecht zur Erstreckungsrichtung
der Trägerleiste (1) bzw. des Reinigerteils (2) verläuft.
2. Fensterreiniger nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse von
zwei mit Abstand voneinander angeordneten Achsstummeln (10, 11) an dem einen Teil
- Trägerleiste (1) oder Stiel(3 bis 5) - gebildet ist, und daß das jeweils andere
Teil - Stiel oder Trägerleiste - in entsprechendem Abstand Löcher (12, 13) aufweist,
in die die Achsstummel (10, 11) einrastbar sind.
3. Fensterreiniger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stiel (3
bis 5) ein gabelförmiges Ende und an den einander zugekehrten Innenseiten der Gabelschenkel
(7, 8) die Achsstummel (10, 11) aufweist, während die Trägerleiste (1) einen von den
Gabelschenkeln (7, 8) übergriffenen Ansatz (9) mit den Löchern (12, 13) aufweist.
4. Fensterreiniger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eines
(12) der beiden Löcher (12, 13) an der Trägerleiste (1) über einen Einschnitt (14)
kleineren Querschnittes zur Seite hin offen ist.
5. Fensterreiniger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
der Trägerleiste (1) und dem Stiel (3 bis 5) eine die Drehbewegung ausschließende
Arretieiong vorgesehen ist.
6. Fensterreiniger nach einem der Ansprüche 1 b.s 5, bei dem der Stiel aus einem kurzen,
die Trägerleiste aufnehmenoen Griffteil und einem an diesem schwenkbar gelagerten
und unter verschiedenen Winkeln einstellbaren Aufnahmeteil für einen Stiel besteht,
dadurch gekennzeichnet, daß am Griffteil (3) oder am Aufnahmeteil (4) ein in Stiel
richtung gespaltener Hohlzapfen (18) und an dem jeweils anderen Teil (4 bzw. 3) eine
den Hohlzapfen (18) außenseitig umfassende Lagerschale (21) angeordnet ist und daß
in den Hohlzapfen (18) ein axial arretierbarer Exzenter (22) mit einem Spannhebel
(6) eingesetzt ist.
7. Fensterreiniger nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Hohlzapfen (18) außenseitig oder die Lagerschale (21, 23) innenseitig mit wenigstens
zwei in verschiedenen Drehlagen angeordneten radialen Vertiefungen (26) und das jeweils
andere Teil mit wenigstens einem entsprechend ausgebildeten Vorsprung (27) versehen
sind.
8. Fensterreiniger nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur
axialen Arretierung an dem Exzenter (22) ein axialer Vorsprung (24) ähnlich einem
Schlüsselbart und an der Lagerschale (21, 23) ein Druchbruch (25) ähnlich einem Schlüsselloch
angeordnet ist.
9. Fensterreiniger nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
Hohlzapfen (18) und die Lagerschale (21, 23) an je einem schmalen Übergangsteil (15,
16) am Griff- bzw. Aufnahmeteil (3, 4) angeordnet sind und daß sich die beiden Übergangsteile
(15, 16) zur vollen Breite des Griff- bzw. Aufnahmeteils (3, 4) ergänzen.
10. Fensterreiniger nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der Spannhebel (6) im rechten Winkel zur Schwenkachse (17) von Griffteil (3) und Aufnahmeteil
(4) und in der Spann-I age fluchtend mit dem Aufnahmetei l (4) unter Anlage an demselben
angeordnet ist.
11. Fensterreiniger nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei dem zur Bildung eines Handgerätes
das Grifftei I von dem Aufnahmetei I mit Trägerleiste und Reinigertei trennbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Arretierung (24, 25) nach dem Lösen zugleich
zum Trennen von Grifftei l (3) und Aufnahmetei l (4) dient.