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EP 0 192 306 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.12.1991 Patentblatt 1991/50 |
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Anmeldetag: 18.02.1986 |
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Verfahren zum Anlöten der Aussenleiterkontakthülse einer Koaxialkabelanschlussbuchse
bzw. eines Koaxialkabelanschlusssteckers
Process for soldering an outer conductor contact sleeve of a coaxial socket or a coaxial
plug
Procédé de soudage d'une douille de contact du conducteur extérieur d'une prise coaxiale
ou d'une fiche coaxiale
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
19.02.1985 DE 3505616
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.08.1986 Patentblatt 1986/35 |
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Patentinhaber: |
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- Philips Patentverwaltung GmbH
22335 Hamburg (DE) Benannte Vertragsstaaten: DE
- Philips Electronics N.V.
5621 BA Eindhoven (NL) Benannte Vertragsstaaten: FR GB
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Erfinder: |
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- Veit, Ernst-Ludwig
D-6336 Solms (DE)
- Klee, Jürgen
D-6333 Braunfels (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kupfermann, Fritz-Joachim, Dipl.-Ing. et al |
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Philips Patentverwaltung GmbH
Postfach 10 51 49 20035 Hamburg 20035 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-U- 1 959 172
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GB-A- 2 092 692
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- C.J. THWAITES: "Capillary Joining - Brazing and Soft-Soldering", Seiten 51-55,85-89,
Research Studies Press
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Anlöten der Außenleiterkontakthülse
einer Koaxialkabelanschlußbuchse bzw. eines Koaxialkabelanschlußsteckers rings um
einen Durchbruch einer insbesondere einen Teil eines Gehäuses bildenden Blechplatte
bei stumpf auf die Blechplatte aufsetzbarer Kontakthülse.
[0002] Die Außenleiterkontakthülsen von Koaxialbuchsen oder Koaxialsteckern müssen zur Erzielung
einer ausreichenden Störabschirmung rundum einen guten metallischen Kontakt mit einem
geerdeten Gehäuseblech haben. Um dies zu erreichen, werden die Außenleiterkontakthülsen
von Koaxialbuchsen oder Koaxialsteckern im allgemeinen mit großem technischem Aufwand
manuell verlötet, indem die das Löten vornehmende Person mit den Lötkolben das Lot
ringsum die Kontakthülse herumschmilzt.
[0003] Es ist auch beispielsweise aus der DE-GM-19 59 172 bekannt, die Außenkontaktleiterhülse
mit einem Flansch zu versehen, der sich auf den Rand eines Gehäusedurchbruches zum
Durchführen eines Koaxialanschlusses auflegt. Dieser Flansch wird dann mit dem Rand
des Blechgehäuses verlötet.Auch hier muß aber rings herum sorgfältig gelötet werden,
da eine verbreiterte Auflagefläche des Flansches der Hülse die Lötverhältnisse an
sich nicht verbessert.
[0004] Es ist aus dem Buch "Capillary Joining-Brazing and Soft-Soldering" von C. J. Thwaites,
Seiten 51 bis 55 und 85 bis 89, bekannt, einen zu verlötenden Durchbruchsrand vor
dem Einlöten einer Hülse umzubördeln. Ebenso ist es aus dem Buch bekannt, zum Verlöten
einer Hülse in einem Durchbruch in eine Ringnut am Rande des Durchbruches einen Lochring
einzulegen.
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Anlöten von Außenleiterkontakthülsen
am Blechgehäuse derart zu verbessern, daß ein Umfahren der Lötnaht mittels eines Lötkolbens
überflüssig wird. Es soll genügen, den Lötbereich auf Löttemperatur zu bringen.
[0006] Die gestellte Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß rings um den auf der
Bestückungsseite hochgezogenen Durchbruchsrand ein Lötdrahtring gelegt, über den Lötdrahtring
hinweg die Kontakthülse auf die Blechplatte aufgesetzt und danach der Lötdrahtring
durch Erhitzen geschmolzen wird.
[0007] Durch das Einlegen eines Lötdrahtringes und das Hochziehen des Durchbruchsrandes
wird die Lötstelle an den inneren Rand der Kontakthülse verlegt. Das Flußmittel und
das Lot müssen gegen die Kontakthülse fließen. Auf diese Weise werden mit großer Sicherheit
der Hülsenrand und der Durchbruchsrand gleichmäßig und lückenlos miteinander verlötet.
Der Einsatz eines Lötkolbens wird überflüssig.
[0008] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das schmelzende
Lot durch radiale Sicken in der Blechplatte unter dem auf die Blechplatte aufgesetzten
Aufsetzrand der Kontakthülse hindurchfließt zur Rundum-Außenverlötung des Randes mit
der Blechplatte. Das Lot fließt damit teilweise unter der Lötnaht hindurch nach außen
und verlötet danach auch von der Außenseite her lückenlos rundum die Außenleiterkontakthülse
mit dem Durchbruchsrand. Für die dabei entstehende Kontaktverbindung ist kennzeichnend,
daß die Blechplatte längs des Aufsetzbereiches der Kontakthülse mit auf Abstand angeordneten
Sicken versehen ist, die sich unter dem Aufsetzrand der Kontakthülse hindurch von
innen nach außen erstreckt, daß der Durchbruchsrand innerhalb des Aufsetzbereiches
der Kontakthülse tüllenartig hochgezogen ist und daß Aufsetzrand und Blechplatte im
Aufsetzbereich mittels des Lotes miteinander verbunden sind.
[0009] Das Verfahren nach der Erfindung wird mit Hilfe des in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in auseinandergezogener Ansicht schaubildlich das Vorbereiten eines Lötverfahrens
zum Anlöten einer Außenleiterkontkthülse einer Kontaktbuchse bzw. eines Kontaktsteckers
an einem Gehäusedurchbruch für einen Koaxialanschluß,
Fig. 2 die zusammengesteckten Teile nach dem Zusammenstecken und Verlöten.
[0010] An einem Blechgehäuse 1, beispielsweise aus Weißblech, soll ein Koaxialanschluß in
Form eines Koaxialanschlußsteckers oder einer Koaxialanschlußbuchse 3 angelötet werden.
In dem Blechgehäuse 1 ist ein Durchbruch 5 vorgesehen, durch den der Mittelleiter
7, beispielsweise der Koaxialbuchse 3, hindurch in das Innere des Gehäuses geführt
wird.
[0011] Der Durchbruchsrand 9 ist tüllenartig hochgezogen. Rings um den Durchbruchsrand 9
befinden sich sternförmig angeordnete Sicken 11. Die Kontakthülse 3 hat einen unteren
Aufsetzrand 13, mit dem sie auf das Blechgehäuse 1 bzw. den Durchbruchsrand 9 stumpf
aufsetzbar ist.
[0012] Die Verbindung der Kontakthülse 3 mit dem Blechgehäuse 1 geht nun derart vonstatten,
daß zunächst ein Lötdrahtring 15 auf den tüllenförmigen Rand 9 des Blechgehäusedurchbruchs
5 aufgelegt wird. Daraufhin wird die Kontakthülse 3 mit Hilfe ihres Aufsetzrandes
13 auf den Durchbruchsrand 9 aufgesetzt, wobei der Aufsetzrand 13 auf den Zwischenräumen
17 zwischen den Sicken 11 aufsitzt, während in dem Bereich der Sicken der Aufsetzrand
13 einen gewissen Abstand vom Blech aufweist. Der Lötdrahtring 15 liegt dabei in einer
Mulde 16 zwischen der Kontakthülse 3 und dem tüllenartigen Durchbruchsrand 9. Nach
dem Aufsetzen wird das Blechgehäuse 1 rings um die Kontakthülse 3 aufgeheizt auf die
Schmelztemperatur des Lötdrahtringes 15. Dabei fließt das schmelzende Lot an dem tüllenartigen
Durchbruchsrand 9 nieder zur Innenseite 19 der Kontakthülse 3. Außerdem unterfließt
das Lot im Bereich der Sicken 11 den Aufsetzrand 13. Auf diese Weise wird eine lückenlose
Lötnaht zwischen der Kontakthülse 3 und dem Gehäuseblech 1 herbeigeführt.
1. Verfahren zum Anlöten der Außenleiterkontakthülse (3) einer Koaxialkabelanschlußbuchse
bzw. eines Koaxialkabelanschlußsteckers rings um einen Durchbruch (5) einer insbesondere
einen Teil eines Gehäuses bildenden Blechplatte (1) bei stumpf auf die Blechplatte
aufsetzbarer Kontakthülse (31), dadurch gekennzeichnet, daß rings um den auf der Bestückungsseite
hochgezogenen Durchbruchsrand (9) ein Lötdrahtring (15) gelegt, über den Lötdrahtring
hinweg die Kontakthülse (3) auf die Blechplatte (11) aufgesetzt und danach der Lötdrahtring
(15) durch Erhitzen geschmolzen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das schmelzende Lot durch radiale
Sicken (11) in der Blechplatte (1) unter dem auf die Blechplatter aufgesetzten Aufsetzrand
(13) der Kontakthülse hindurchfließt zur Rundum-Außenverlötung des Randes mit der
Blechplatte.
3. Kontaktverbindung zwischen einer Außenleiterkontakthülse (3) einer Koaxialkabelbuchse
bzw. eines Koaxialkabelsteckers und einer Blechplatte (11), die insbesondere ein Teil
eines Gehäuses ist, wobei die Kontakthülse (3) rings um einen Durchbruch (5) in der
Blechplatte stumpf auf diese aufgesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechplatte
(1) längs des Aufsetzbereiches der Kontakthülse (3) mit auf Abstand angeordneten Sicken
(11) versehen ist, die sich unter dem Aufsetzrand (13) der Kontakthülse (3) hindurch
von innen nach außen erstreckt, daß der Durchbruchsrand innerhalb des Aufsetzbereiches
der Kontakthülse (3) tüllenartig hochgezogen ist und daß Aufsetzrand (13) und Blechplatte
(1) im Aufsetzbereich mittels des Lotes miteinander verbunden sind.
1. A method for soldering the outer conductur contact sleeve (3) of a coaxial cable connecting
socket or a coaxial cable connecting plug around an opening (5) in a metal plate (1)
forming in particular a part of a housing, the contact sleeve (3) being butt-mounted
on the metal plate, characterized in that a ring of solder wire (15) is applied around
the raised edge (9) of the opening on the components side, the contact sleeve (3)
being placed over the ring of solder wire onto the metal plate (1) and the ring of
solder wire (15) subsequently being melted by heating.
2. A method as claimed in Claim 1, characterized in that the melting solder flows through
radial indentations (11) in the metal plate (1) underneath the mounting edge (13)
of the contact sleeve placed on the metal plate to ensure all-round external soldering
of the edge to the metal plate.
3. A contact joint between an outer conductor contact sleeve (3) of a coaxial cable socket
or a coaxial cable plug and a metal plate (1) which forms in particular part of a
housing, the contact sleeve (3) being butt-mounted on the metal plate around an opening
(5) in the latter, characterized in that the metal plate (1) is provided with indentations
(11) which are spaced at intervals along the area of mounting of the contact sleeve
(3) and which extend underneath the mounting edge (13) of the contact sleeve (3) from
the inside to the outside thereof, the edge of the opening being raised in the form
of a spout in the mounting area of the contact sleeve (3), and the mounting edge (13)
and the metal plate (1) being joined together in the mounting area by means of the
solder.
1. Procédé de soudage de la douille de contact (3) du conducteur extérieur d'une fiche
coaxiale femelle ou mâle autour d'un trou (5) d'une plaque de tôle (1) formant notamment
une partie d'un boîtier, dans le cas d'une douille de contact (3) devant être placée
en bout sur la plaque de tôle, caractérisé en ce qu'un anneau de fil d'apport (15)
est placé autour du bord (9) du trou, relevé du côté de soudage, et la douille de
contact (3) est placée sur la plaque de tôle (1), par-dessus l'anneau de fil d'apport
(15) et que, ensuite, l'anneau de fil d'apport (15) est porté à fusion par chauffage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, par des encoches radiales
(11) pratiquées dans la plaque de tôle (1), la soudure en fusion passe sous le bord
d'appui (13) de la douille de contact, placé sur la plaque de tôle, de façon à assurer
le soudage extérieur du bord à la plaque de tôle sur tout le pourtour.
3. Connexion de contact entre une douille de contact (3) d'un conducteur extérieur d'une
fiche coaxiale femelle ou mâle et une plaque de tôle (11) faisant notamment partie
d'un boîtier, la douille de contact (3) étant placée en bout sur la plaque de tôle,
autour d'un trou (5) pratiqué dans la plaque de tôle (1), caractérisée en ce que,
le long de la zone d'appui de la douille de contact (3), la plaque de tôle (1) présente
des encoches espacées (11) qui, en passant sous le bord d'appui (13) de la douille
de contact (3), s'étendent à partir de l'intérieur vers l'extérieur, en ce que le
bord du trou est relevé en bec à l'intérieur de la zone d'appui de la douille de contact
(3) et en ce que le bord d'appui (13) et la plaque de tôle (1) sont réunis par la
soudure dans la zone d'appui.
