[0001] Die Erfindung betrifft einen Brausekopf für sanitäre Dusch- oder Brauseeinrichtungen
mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
[0002] Brauseköpfe dieser Gattung sind bekannt (DE-PS 23 32 437, EP 0 066 289 A2). Bei diesen
bekannten Einrichtungen ist ein erster Brauseboden mit Wasseraustrittsöffnungen mit
dem Kopfgehäuse fest verbunden und ein zweiter Brauseboden auf einer Mittelachse verdrehbar
gehaltert nachgeschaltet. In dem drehbar gehalterten Brauseboden sind verschieden
gestaltete Wasseraustrittsöffnungen ausgebildet, so daß in Abhängigkeit von seiner
Drehstellung verschiedene Wasserstrahlen abgegeben werden können. Zu diesem Zweck
können die Durchtrittsöffnungen mit und ohne Strahlzerteilungseinrichtung versehen
sein, so daß wahlweise nur ` Wasser enthaltende oder ein Wasser-Luftgemisch bzw. Luftblasen
enthaltende Brausestrahlen erzeugt werden können.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Anordnung und Halterung des drehbaren
Brausebodens zu verbessern.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 angegebenen Merkmale gelöst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen
2 bis 6 angegeben.
[0005] Mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen wird mit einfachen Mitteln eine exakte Führung
und Halterung des drehbaren Brausebodens zum Kopfgehäuse und dem feststehenden Brauseboden
erreicht. Die von den austretenden Wasserstrahlen erzeugten axialen Kräfte können
günstig in das Kopfgehäuse eingeleitet werden, wobei die Mittelachse der Brauseböden
für andere Einrichtungen, z.B. für eine Absperrvorrichtung für einen Teil der Wasserdurchtritts-
öffnungen,freibleiben kann.
[0006] Schließlich können im wesentlichen alle Einzelteile kostengünstig im Spritzgußverfahren
hergestellt werden.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben.
[0008] Es zeigt
Figur 1 einen Brausekopf im Längsschnitt;
Figur 2 den Brausekopf gemäß Figur 1 in der Schnittebene II;
Figur 3 den Brausekopf gemäß Figur 1 in der Schnittebene III;
Figur 4 einen Brauseboden gemäß Figur 1 in der Schnittebene IV der Figur 5;
Figur 5 eine Draufsicht des Brausebodens gemäß Figur 4;
Figur 6 einen nachgeschalteten, feststehenden Brauseboden gemäß Figur 1 in der Schnittebene
der Figur 7;
Figur 7 eine Draufsicht des Brausebodens gemäß Figur 6.
[0009] Der in den Figuren gezeigte Brausekopf wird im wesentlichen von einem Kopfgehäuse
1, einem ersten,feststehend am Kopfgehäuse 1 angeordneten Boden 2, einem weiteren,
drehbar gehalterten Boden 3 sowie einem ebenfalls drehfest mit dem Kopfgehäuse 1 verbundenen
Boden 4 gebildet, wobei in den Böden 2,3,4 Wasseraustrittsöffnungen 5 ausgebildet
sind.
[0010] Das Kopfgehäuse 1 ist aus Kunststoff im Spritzgußverfahren hergestellt und weist
stromaufwärts einen Wasserzuführungsanschluß 12 sowie stromabwärts einen Rohrstutzen
10 auf. In dem Rohrstutzen 10 ist mit Hilfe von Befestigungsschrauben 13 der Boden
2 gedichtet und drehfest gehaltert. Koaxial in dem Boden 2 ist eine axial festliegende
Schraubspindel 14 angeordnet, die stromaufwärts vor dem Boden 2 eine Haube 15 trägt,
mit der wahlweise ein Teil der Wasseraustrittsöffnungen 5 im Boden 2 abgesperrt werden
kann.
[0011] An dem stromabwärts gelegenen Ende des Rohrstutzens 10 ist außen eine zylindrische
Mantelfläche 11 ausgebildet, in dessen Bereich eine aus drei symmetrisch angeordneten
Bogenteilen bestehende Ringnut 111 eingelassen ist, wobei jeweils an einem Endbereich
eines jeden Bogenteils in Richtung des austretenden Wassers ein Axialschlitz 112 ausgebildet
ist, dessen Tiefe der Tiefe der Ringnut 111 - entspricht. Außerdem sind symmetrisch
in den Bogenteilen der Ringnut 111 an bestimmten Stellen Querrippen 113 eingeformt.
[0012] Der drehbare Boden 3, wie er insbesondere in Figur 4 und 5 dargestellt ist, weist
symmetrisch radial vorstehende Stege 32 auf, an denen ein axial vorstehendes Ringteil
31 angeformt ist. Der eigentliche Boden 3 ist leicht gewölbt ausgebildet und trägt
eine Vielzahl von Wasseraustrittsöffnungen 5, wobei ein bestimmter Teil als glatte
Durchgangsbohrungen ausgebildet sind, während ein weiterer Teil mit Prallkörpern bzw.
Strahlzerteilungseinrichtungen versehen sind. Als Strahlzerteilungsmittel sind hierbei
Siebe 313 vorgesehen, wobei ein bestimmter Teil der Wasseraustrittsöffnungen 5 mit
einem Sieb und ein anderer-Teil der Bohrungen mit zwei nacheinanderangeordneten Sieben
versehen sind. An der Innenseite des Ringteils 31 sind symmetrisch drei radial nach
innen vorstehende Knaggen 311 angeformt, wobei die Breite und Tiefe der der Axialschlitze
112 entspricht. Parallel zur Mittelachse sind außerdem an der Innenseite der Knaggen
311 Nuten 312 eingelassen.
[0013] Wie aus den Figuren 6 und 7 zu entnehmen ist, sind in dem dritten Boden in der leicht
gewölbten Fläche Wasseraustrittsöffnungen 5 angeordnet, die dem Muster der Wasseraustrittsöffnungen
5 in dem feststehenden Boden 2 entsprechen. An dem Außenrand sind symmetrisch axial
vorspringende Paßstücke 41 angeformt, wobei die Breite und Dicke etwa der Breite und
Tiefe der Axialschlitze 112 entspricht. Parallel zu den Paßstücken 41 nach innen versetzt,
sind Schnappzungen 42 angeformt.
[0014] Der vorstehend beschriebene Brausekopf kann wie folgt zusammengesetzt werden:
Zunächst wird die Gewindespindel 14 in den Boden 2 eingefügt und die Haube 15 aufgeschraubt.
Danach kann der Boden 2 an seiner Mantelfläche mit einem Dichtring versehen werden
und die gesamte Baueinheit an der stromabwärts gelegenen Stirnseite in den Rohrstutzen
10 eingeschoben und mit den Befestigungsschrauben 13 fest mit dem Kopfgehäuse 1 verbunden
werden. Hiernach kann der mit den Sieben 313 versehene Boden 2 mit seinen Knaggen
311 über die Axialschlitze 112 auf die Mantelfläche 11 aufgeschoben und bajonettartig
in seiner Stecklage durch eine Drehung mit seinen Knaggen 311 in die Bogenstücke der
Ringnut 111 eingeführt werden und ist somit axial festliegend auf dem Kopfgehäuse
1 gehaltert.
[0015] Nunmehr kann der Boden 4 mit den Paßstücken 41 in die Axialschlitze 112 eingeschoben
werden, so daß die Axialschlitze 112 ausgefüllt sind und die Knaggen 311 durch eine
Drehung hierher nicht mehr zurückgeführt werden können. Zur Axialsicherung greifen
die Schnappzungen 42 in der Stecklage radial in eine an der Innenseite des Rohrstutzens
10 ausgebildete Ringnut.
[0016] Hiernach ist der Brausekopf einsatzbereit. Durch ein Verdrehen des mit Griffnasen
33 versehenen Ringteils 31 kann der Boden 3 in verschiedene Stellungen gebracht werden,
in denen jeweils unterschiedliche Brausestrahlen vom Brausekopf abgegeben werden.
In einer ersten Drehstellung werden unbelüftete Brausestrahlen bzw. die von den Wasseraustrittsöffnungen
5 des Bodens 2 erzeugten Wasserstrahlen gelangen ungehindert durch Öffnungen in die
nachgeschaltetenBöden 3,4 ins Freie. In einer zweiten Drehstellung müssen die Wasserstrahlen
ein Sieb als Strahlzerteiler durchdringen und gelangen als mäßig mit Luftblasen versetzte
Brausestrahlen ins Freie. In einer dritten Drehstellung müssen die im Boden 2 erzeugten
Wasserstrahlen zwei hintereinander jeweils auf den beiden Stirnflächen des Bodens
3 angeordnete Siebe durchdringen und gelangen danach durch die Wasseraustrittsöffnungen
5 im Boden 4 als relativ stark mit Luftblasen versehene Brausestrahlen ins Freie.
Damit diese drei Drehstellungen des Bodens 3 vom Benutzer leicht eingestellt werden
können und um ein unbeabsichtigtes Verdrehen des Bodens 3 auszuschließen, bewirken
die Querrippen 113 mit den Nuten 312 ein Verrastung in den drei Drehstellungen.
1. Brausekopf mit einer am Kopfgehäuse angeordneten Umstelleinrichtung zur Erzeugung
unterschiedlicher Wasserstrahlen, wobei zur Strahlbildung wenigstens je ein fest und
ein drehbar am Kopfgehäuse angeordneter Boden mit Wasseraustrittsöffnungen vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß am stromabwärts gelegenen Ende des Kopfgehäuses (1)
eine zylindrische Mantelfläche (11) mit einer Ringnut (111) ausgebildet und auf der
Mantelfläche (11) der drehbare Boden (3) mit einem vorspringenden Ringteil (31) gelagert
ist, wobei das Ringteil (31) mit radialen, entsprechend der Ringnut (111) geformten
Knaggen (311) über entsprechend ausgebildete Axialschlitze (112) im Kopfgehäuse (1)
bajonettartig auf die Mantelfläche (11) aufsteckbar ist und die Axialschlitze (112)
zur begrenzten Verdrehbarkeit des Bodens (3) sowie zu seiner Sicherung in der Stecklage
mit entsprechend dimensionierten Paßstücken (41) verschließbar sind.
2. Brausekopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem drehbaren Boden (3)
ein weiterer drehfest gehalterter Boden (4) mit Wasseraustrittsöffnungen (5) nachgeordnet
ist und die Paßstücke (41) an dem Boden (4) angeformt sind.
3. Brausekopf nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zylindrische
Mantelfläche (11) an der Außenseite des Kopfgehäuses (1) ausgebildet und der drehbare
Boden (3) durch Stege (32) mit dem Ringteil (31) verbunden ist, wobei die Paßstücke
(41) durch Freiräume neben den Stegen (32) hindurchgreifen.
4. Brausekopf nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß drei Knaggen
(311) symmetrisch an dem Ringteil (31) angeformt sind und die Ringnut (111) aus drei
symmetrisch angeordneten Bogenteilen besteht, wobei die Axialschlitze (112) jeweils
in einem Endbereich jedes Bogenteils vorgesehen sind und parallel zu den Paßstücken
(41) Schnappzungen (42) am nachgeordneten Boden (4) angeformt sind, die an der Innenwandung
des Kopfgehäuses (1) verrastbar sind.
-5. Brausekopf nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß im Grund der Ringnut (111) an bestimmten Stellen vorstehende Querrippen angeformt
sind, die mit einer oder mehreren entsprechenden Nuten (312) in den Knaggen (311)
eine Arretierung des Ringteils (31) in den entsprechenden Drehstellungen bewirken.
6. Brausekopf nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einzelteile im wesentlichen aus Kunststoff hergestellt sind.