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EP 0 193 632 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.07.1988 Patentblatt 1988/28 |
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Anmeldetag: 05.03.1985 |
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Verfahren zum kontrollierten Abbrennen eines in einem vertikalen Feuerungsschacht
eines Ofens aufgeschichteten Stapels aus festem Brennstoff, insbesondere Holz, sowie
Ofen zur Durchführung des Verfahrens
Method of controlled burning of a pile of solid fuel particularly of wood piled up
in a vertical fire stack of a stove as well as stove for carrying out the method
Procédé pour la combustion contrôlée d'une pile en combustible solide notamment en
bois entassé dans une cheminée verticale de chauffage d'un poêle ainsi que poêle pour
la mise en oeuvre du procédé
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.09.1986 Patentblatt 1986/37 |
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Patentinhaber: WAMSLER-HERD-UND OFEN GMBH |
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D-8000 München 21 (DE) |
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Erfinder: |
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- Schmidt, Lothar, Dipl.-Ing.
D-8000 München 71 (DE)
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Vertreter: Münzhuber, Robert, Dipl.-Phys. |
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Patentanwalt
Rumfordstrasse 10 80469 München 80469 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 804 968 DE-C- 33 292
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DE-A- 3 142 394 US-A- 4 409 956
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum kontrollierten Abbrennen eines in einem
vertikalen Feuerungsschacht eines Ofens aufgeschichteten Stapels aus festem Brennstoff,
insbesondere Holz, mittels oberem Abbrand, bei dem der Brennstoffstapel an seiner
oberen Oberfläche entzündet und dann von oben nach unten abgebrannt wird.
[0002] Bei Ofen für feste Brennstoffe, insbesondere Holz, ist es bekanntlich sehr schwierig,
mit einer einzigen Brennstoffüllung einen über mehrere Stunden andauernden, gleichmässigen
und hygienischen Abbrand zu erreichen. Bei den bekannten Öfen für feste Brennstoffe,
insbesondere Holz, mit vertikalem Feuerungsschacht, arbeitet man im allgemeinen nach
dem Prinzip des unteren Abbrands. Das bedeutet, dass zunächst im Feuerungsschacht,
dessen Boden als Rost ausgebildet ist, der Brennstoff, also das Holz, aufgeschichtet
wird, worauf dann der Holzstapel an seiner Unterseite angezündet wird. Die für die
Verbrennung erforderliche Verbrennungsluft wird dabei von unten her durch den Rost
zu- und die Verbrennungsgase seitlich abgeführt. Theoretisch soll nun der Holzstapel
gleichmässig unten abbrennen und die zu verfeuernde Brennstoffmenge kontinuierlich
von oben nachrutschen. In der Praxis jedoch stellt sich nach vergleichsweise kurzer
Zeit ein durchbrandähnlicher Betriebszustand ein, d.h., die gesamte im Feuerungsschacht
befindliche Holzmenge wird thermisch zersetzt, mit der Folge einer sehr hohen aber
zeitlich begrenzten Leistungsspitze oder einer intensiven Rauchentwicklung falls die
Abgase oben nicht abziehen können. Der Grund dafür besteht darin, dass mit dem über
der Glut lagernden Brennstoff ein konvekter Wärmeaustausch stattfindet oder dass die
bei der Verbrennung entstehenden heissen Abgase das über dem Glutbett befindliche
Holz im Fall einer Abzugsmöglichkeit über dem Brennstoffdepot bei ihrem Weg nach oben
erhitzen. Nach dem gesicherten Stand der Technik wird Holz aber bereits bei Temperaturen
zwischen 100 und 150°C thermisch zersetzt, wobei brennbare und leicht entzündbare
Gase entstehen, die dann in kurzer Zeit zu den erwähnten Reaktionen des gesamten Holzstapels
führen. Ein kontrollierter, kontinuierlicher und hygienischer sowie wirtschaftlicher
Abbrand ist also auf diese Weise nicht zu erreichen.
[0003] Es ist deshalb auch bereits versucht worden, mit einem sogenannten oberen Abbrand
zu arbeiten, bei dem der Holzstapel an seiner oberen Oberfläche angezündet wird und
dann von oben nach unten abbrennen soll. In der Praxis kommt es jedoch auch hierbei
vergleichsweise schnell zu einem Durchbrand des gesamten Holzstapels. Die Strömungsgeschwindigkeit
der von unten, also vom Rost her, zugeführten und den Holzstapel nach oben zum Glutbett
hin durchströmenden Verbrennungsgase ist nämlich sehr gering, so dass die Verbrennungsluft
durch den dagegen vergleichsweise schnellen Vorgang der Wärmeübertragung bereits weit
unterhalb des Glutbettes erwärmt wird, mit der Folge, dass die oben in Verbindung
mit dem unteren Abbrand erwähnten Zersetzungsvorgänge des Holzes auch hier auftreten,
und zwar von oben nach unten fortschreitend. Der Holzstapel zündet also von oben nach
unten durch, und es stellt sich ein Durchbrand wie im Fall des unteren Abbrands ein.
Gegenüber dem Betrieb mit unterem Abbrand ergibt sich also beim oberen Abbrand lediglich
der Unterschied, dass die unerwünschte hohe Leistungsspitze (Durchbrand) mit einer
gewissen Zeitverzögerung erfolgt.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, das Verfahren mit oberem Abbrand
derart zu verbessern, dass ein kontrollierter, leistungsmässig gleichmässiger und
hygienischer Abbrand erreicht wird, ohne die Gefahr eines unkontrollierten Durchbrands
oder Verschwelung der gesamten Brennstoffüllung. Weiterhin ist Aufgabe der Erfindung
die Schaffung eines Ofens zur Durchführung dieses Verfahrens. Die verfahrensmässige
Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Patentanspruchs 1, die vorrichtungsmässige
Lösung aus den Merkmalen des Patentanspruchs 3.
[0005] Mit der Erfindung wird also dafür Sorge getragen, dass derjenige Teil des Holzes,
der - als Vorrat - noch nicht an der Verbrennung teilnehmen soll, weder von den Verbrennungs-Abgasen
noch von der dem Verbrennungsbereich zuzuführenden Verbrennungsluft durchströmt wird,
somit unter Zersetzungstemperatur bleibt, und darüber hinaus, dass die Brennzone (Glutbett)
scharf begrenzt und vergleichsweise klein bzw. schmal bleibt. Erreicht wird dies durch
die seitliche Verbrennungsluftzufuhr, die während des gesamten Abbrandvorgangs gezielt
in den Bereich unmittelbar über dem Glutbett erfolgt. Die scharfe Begrenzung der Verbrennungszone
ohne wesentliche Erwärmung des Brennstoffvorrats vermeidet auch weitgehend das Entstehen
von Zersetzungs- und Schwelgas und führt damit zu einer sehr hygienischen Verbrennung,
wobei der CO-Anteil, wie Versuche ergeben haben, deutlich unter 0,5 Vol.-% bleibt.
Soll eine besonders schmale und scharf begrenzte Verbrennungszone gewährleistet werden,
dann ist es vorteilhaft, mit sehr feinen Verbrennungsluftstrahlen zu arbeiten, dabei
aber die Strömungsgeschwindigkeit der Verbrennungsluft mechanisch durch Druck- und
Saugwirkung zu erhöhen.
[0006] Zwar war es aus der DE-C-33 292 und der DE-A-3 142 394 bereits bekannt, Verbrennungsluft
von der Seite her zuzuführen und dem Glutbett nachzuführen, jedoch erfolgte dabei
der Abbrandvorgang von dem dem Abgasauslass entfernten Ende des Stapels aus, mit der
Folge, dass die heissen Abgase die noch nicht entzündeten Bereiche des Stapels durchströmen
müssen, was der Aufgabe vorliegender Erfindung, nämlich einen unkontrollierten Durchbrand
des Stapels zu vermeiden, gerade entgegenwirkt. Schliesslich war es aus der DE-A-2
804 968 bei einem Heizkessel mit oberem Abgasauslass und Abbrand von oben nach unten
bekannt, mittels eines verschiebbaren Rohres die Verbrennungsluft von oben her auf
den Stapel zu leiten und das Rohr dem fortschreitenden Abbrand des Stapels nach unten
nachfolgen zu lassen, jedoch erfordert dieses Anblasen des Glutbettes von oben her,
also entgegengesetzt der Richtung der über einen Ringspalt entweichenden Abgase, die
Überwindung des dadurch entstehenden Gegendrucks und zwingt zur mechanischen Verbrennungsluftzuführung
(Druckluft) mit vergleichsweise hohem Druck. Damit aber werden heisse Schwelgase im
Stapel nach unten gedrückt, was nicht nur zu einer Verteerung des unteren Brennraumbereiches
führt, sondern insbesondere zu einem unkontrollierten Abbrand infolge einer Entzündung
des Brennstoffes durch die erwähnten Schwelgase. Auch ist dieses bekannte Verfahren
infolge seines mechanischen Aufwands (Steuerung der Absenkung des Rohrs, zwingend
erforderliche Druckluft) nicht für Einzelfeuerstätten geeignet.
[0007] Weitere zweckmässige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 den Ofen im Vertikalschnitt,
Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch die Verbrennungsluft-Kanäle, und
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Verteilerscheibe.
[0008] In Fig. 1 ist mit 10 das Ofengehäuse bezeichnet, das vorzugsweise zumindest zum Teil
aus einem Material hoher Wärmekapazität besteht, etwa Keramik (Kacheln) oder Gusseisen.
Im Gehäuse 10 befindet sich ein vertikaler Feuerungsschacht 11, der beim dargestellten
Ausführungsbeispiel einen rechteckigen Querschnitt hat. Der Boden des Schachts 11
wird durch einen Rost 12 gebildet, unter welchem sich ein dichter Aschenraum 13 mit
Aschentür 14 befindet. Mit 15 ist eine ins Freie führende Öffnung des Aschenraums
13 bezeichnet, die eine ganz bestimmte, später noch zu erläuternde Grösse besitzt.
An seiner Oberseite ist der Feuerungsschacht 11 offen und steht mit seitlichen Sturzzügen
16 und 17 in Verbindung. Am strömungsmässigen Anfang der Sturzzüge 16 und 17 befinden
sich Sekundärluftöffnungen 18 und 19, die über vertikale, an den Wänden des Feuerungsschachts
11 hochgeführte Vorwärmkanäle mit Luft versorgt werden. In der auf der Zeichnung dem
Betrachter zugewandten Rückwand des Feuerungsschachts 11 sind in drei unterschiedlichen
Höhen jeweils fünf, in einer Horizontalreihe angeordnete Verbrennungsluft-Öffnungen
vorgesehen, nämlich eine obere Reihe von Verbrennungsluft-Öff-. nungen 22a, eine mittlere
Reihe von Verbrennungsluft-Öffnungen 22b und eine untere Reihe von Verbrennungsluft-Öffnungen
22c. Der Gesamtquerschnitt der fünf Öffnungen einer Reihe ist so bemessen, dass er
den Querschnitt der Luftzufuhröffnung 15 wesentlich übersteigt. Schliesslich ist in
Fig. 1 mit 23 eine Fülltür bezeichnet.
[0009] Die Fig. 2 und 3 zeigen in Einzeldarstellung die Luftzuführungskanäle zu den Verbrennungsluftöffnungen
sowie die deren lufteintrittsteuernde Elemente. Dabei ist in Fig. 2 davon ausgegangen,
dass - in Abwandlung zu Fig. 1 - der Feuerungsschacht 11 mit vier Reihen von Verbrennungsluftöffnungen
versehen ist, also mit Öffnungen 22a, 22b, 22c und 22d. Zu jeder dieser Öffnungsreihen
führt nun ein gesonderter Luftkanal 24a, 24b, 24c bzw. 24d. Die Lufteintritte zu diesen
vier Kanälen liegen nebeneinander und werden durch Öffnungen 25a, 25b, 25c und 25d
begrenzt, die in einer feststehenden Abdeckscheibe 26 vorgesehen sind. Auf der Abdeckscheibe
26 sitzt koaxial auf einer Welle 27 eine um diese Welle verdrehbare Verstellscheibe
28, wie dies aus Fig. 3 hervorgeht. Die Verstellscheibe 28 weist eine mit den Öffnungen
der Abdeckscheibe 26 korrespondierende Verstellöffnung 29 auf. Eine Bimetallfeder
30 ist einerseits mit der Welle 27 und andererseits mit der Scheibe 28 verbunden.
Schliesslich sitzt auf der Welle 27 ein Stellsektor 31, wobei ein thermisches Verstellglied
einerseits mit der Verstellscheibe 28 und andererseits dem Stellsektor 31 verbunden
ist.
[0010] In der Praxis haben Abdeckscheibe 26 und Verstellscheibe 28 im wesentlichen den selben
Durchmesser. Die Öffnungen 25 der Abdeckscheibe 26 korrespondieren derart mit der
Verstellöffnung 29 der Verstellscheibe 28, dass - je nach Drehstellung der Scheibe
28 - jeweils der Lufteintritt zu einem der Kanäle 24 voll bzw. zu zwei benachbarten
Kanälen entsprechend teilweise (stufenloser Übergang von einem zum anderen Kanal)
geöffnet ist. Das Verdrehen der Verstellscheibe 28 besorgt dabei die Bimetallfeder
30, die so an der Scheibe 28 angebracht ist, dass bei kalter Feder 30 der Lufteinlass
zum Kanal 24a für die oberste Öffnungsreihe 22a geöffnet und alle anderen Lufteinlässe
geschlossen sind, wohingegen mit sich erwärmender Bimetallfeder der Reihe nach eine
Verschiebung des Lufteintritts stufenlos vom Kanal 24a zum Kanal 24b, zum Kanal 24c
und schliesslich zum Kanal 24d erfolgt, und zwar unter jeweiliger Schliessung der
anderen Kanäle. Andererseits ist es mittels des thermischen Stellglied 32 möglich
die Lage des Stellsektors 31 zur Verstellöffnung 29 festzulegen. Durch Nicht-Überdeckung
oder teilweise Überdeckung legt somit der Stellsektor 31 die Gesamtgrösse der Verstellöffnung
29 fest und damit die Gesamtmenge an dem Verbrennungsschacht 11 zuzuführender Verbrennungsluft.
Dabei entspricht die Nicht-Überdeckung einer vollen Heizleistung des Geräts, eine
Teil-Überdeckung einer verminderten Heizleistung. Eingestellt kann dies vom Benutzer
der Feuerstätte durch Betätigen des Stellglieds 32 werden, beispielsweise über einen
an der Gehäuseaussenseite befindlichen, mit dem Stellglied 32 verbundenen Schaltknebel.
Dafür, dass diese Einstellung nicht durch unterschiedliche Heizqualitäten des Brennstoffs,
unterschiedliche Zugbedingungen und dergleichen verändert wird, sorgt das auf Wärme
ansprechende thermische Stellglied 32 automatisch. Selbstverständlich ändert sich
die vom Stellglied 32 bestimmte Öffnungsweite der Verstellöffnung 29 durch von der
Bimetallfeder 30 bewirkte Drehungen der Verstellscheibe 28 nicht.
[0011] Die Feuerstätte arbeitet folgendermassen. Zunächst wird durch die Fülltür 23 Holz
in den Feuerungsschacht eingebracht, bis dieser vollständig gefüllt ist. Dann wird
der Holzstapel an seiner oberen Oberfläche angezündet, wobei zum Erleichtern des Anzündvorgangs
die Aschentür 14 offengelassen werden kann. Nach erfolgtem Anzündvorgang werden die
Fülltür 23 und die Aschentür 14 geschlossen. Eine Zufuhr von Verbrennungsluft zu dem
sich an der Stapeloberseite ausbildenden Glutbett erfolgt durch die Öffnungen 22a,
weil im kalten Zustand die Bimetallfeder 30 die Verstellscheibe 28 in einer solchen
Drehstellung hält, dass lediglich die Luftzufuhr zum Kanal 24a geöffnet ist, wohingegen
die Zufuhr zu den Kanälen 24b und 24c geschlossen ist. Zwar dringt auch noch durch
die Öffnung 15 des Aschenraums 13 Luft ein und gelangt durch den Holzstapel hindurch
bis zu dem Glutbett, jedoch ist infolge der Kleinheit der Öffnung 15 diese Luftmenge
sehr gering und dient lediglich dazu, die Schwelgase in der Schwebe zu halten, also
ein Absinken derselben zu verhindern. Die Verbrennungsgase treten in die Sturzzüge
16, 17 ein und strömen in diesen nach unten, wobei ihnen durch die Sekundärluft-Öffnungen
18 und 19 erwärmte Sekundärluft zum Zweck einer Nachverbrennung zugemischt wird.
[0012] Mit fortschreitendem Abbrand sinkt das Glutbett langsam nach unten, mit der Folge,
dass der Bimetallfeder 30 mehr Wärme zugeführt wird und diese die Verstellscheibe
28 langsam dreht. Die Folge davon ist, dass die Öffnungen 25a der Abdeckscheibe 26
des Kanals 24a geschlossen und gleichzeitig die Öffnungen 25b des Kanals 24b geöffnet
werden. Dies bedeutet aber, dass die Verbrennungsluftzufuhr mit sinkendem Glutbett
kontinuierlich von der Öffnungsreihe 22a zur Öffnungsreihe 22b übergeht, so dass der
Bereich unmittelbar über bzw. um das Glutbett herum, und nur dieser Bereich, mit Verbrennungsluft
aus den Öffnungen 22 versorgt wird. Mit weiterem Abbrand und damit Absinken des Glutbetts
schliessen sich dann der Reihe nach auch die Zuführöffnungen zu den Öffnungen 22b,
und die Zuführöffnungen zu den Öffnungen 22c öffnen sich, bis schliesslich nur noch
eine Verbrennungsluftzufuhr durch die Öffnungen 22c erfolgt und das Glutbett in den
Bereich des Rostes 12 abgesunken ist.
[0013] Auf die beschriebene Weise wird ein sehr gleichmässiger und hygienischer Abbrand
des gesamten im Schacht 11 befindlichen Holzstapels erreicht, wobei die Qualität des
Abbrands noch dadurch positiv beeinflusst wird, dass die Verbrennungsluft in den Kanälen
(24) vorerwärmt wird. Die Gesamtmenge an den Zuführkanälen (24) zuzuführender Luft
wird durch das Stellglied 32 bzw. den Stellsektor 31 geregelt, womit eine kontinuierliche
Verstellung zwischen minimaler und maximaler Heizleistung möglich ist. Die gesamte
Abbranddauer hängt zum einen von der Menge des aufgegebenen Brennstoffs also auch
von der Grösse des Schachts 11 und zum anderen von der Einstellung der Verstellklappe
und der Verstellöffnung ab. Lediglich als Beispiel sei angegeben, dass bei einer Schachthöhe
von etwa 100 cm und einem Schachtquerschnitt von etwa 800 cm
2 je nach Leistungseinstellung eine Abbranddauer von 5-20 Stunden erreichbar ist.
[0014] Die Erfindung kann selbstverständlich zahlreiche Abwandlungen erfahren. Dies betrifft
insbesondere die Zahl und Anordnung der Verbrennungsluftöffnungen 22. Anzustreben
wäre, sowohl in der Horizontalen als auch in der Vertikalen möglichst viele gesondert
schaltbare Öffnungen anzubringen, um so zum einen eine möglichst gleichmässige Versorgung
des Glutbetts von allen Seiten her mit Verbrennungsluft zu erhalten und zum anderen
dem Absinken des Glutbetts stufenlos folgen zu können. In der Praxis jedoch werden
bei einer Höhe des Feuerungsschachts von etwa 100 cm etwa 3-5 Öffnungsreihen genügen,
und zwar an einer Schachtseitenwand. Zur Verbesserung der Kontinuität ist es aber
auch möglich, die Reihen schräg anzuordnen, derart, dass sich die unterste Öffnung
der obersten Reihe nur unwesentlich über der höchsten Reihe der nächstfolgenden Reihe
befindet usw. In ähnlicher Weise ist es auch möglich, die Abdeckscheibe mit mehreren
Einlassöffnungen je Kanal zu versehen, oder zur Erzielung einer stufenlosen Regelung
Einlassschlitze anzubringen. Dabei muss das Regelorgan keine Lochscheibe sein, sondern
kann auch in anderer Weise konstruktiv ausgebildet werden. Der Antrieb der Lochscheibe
kann manuell erfolgen, wobei es dann zweckmässig ist, den Feuerungsschacht und das
Ofengehäuse mit Blickfenstern zu versehen. Wird, was selbstverständlich vorteilhaft
ist, die Lochscheibe selbsttätig verstellt, dann eignen sich neben Bimetallfedern
auch andere Wärmefühler, die auf Wärmeübertragung, Konvektion oder Strahlung ansprechen.
Auch Uhrwerke sind denkbar, insbesondere wenn ihr Zeitablauf mit dem Regelorgan für
die Klein-Grossstellung gekoppelt ist.
[0015] Um eine besonders scharf abgegrenzte Brennzone sicherzustellen, ist es vorteilhaft,
die Verbrennungsluftöffnungen möglichst klein zu machen und die Verbrennungsluft in
vergleichsweise scharfen Strahlen hoher Luftgeschwindigkeit dem Glutbett zuzuführen.
In diesem Fall ist es dann zweckmässig, der Verbrennungsluftzuführung ein Druckgebläse
vorzuschalten oder dem Ofen ein Sauggebläse nachzuschalten. Dabei können die kleinen
Verbrennungsluftöffnungen des Feuerungsschachts als Düsen ausgebildet sein, die waagrecht
oder geringfügig nach oben geneigt sind. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass
der Ofenbeliebige Grösse haben kann, also durchaus auch Feuerungsschächte einer Höhe
von mehreren Metern möglich ist, die beispielsweise zwei Stockwerke des Aufstellungsgebäudes
durchsetzen.
[0016] Selbstverständlich kann die Feuerstätte - wenn erwünscht - auch nach dem Durchbrandprinzip
betrieben werden, beispielsweise in dem Fall, dass die Holzfüllung bereits nahezu
vollständig abgebrannt ist und eine Verlängerung der Wärmeabgabe erforderlich wird;
hier kann dann über die Fülltür Holz nachgefüllt werden, das sich an dem bereits in
der Nähe des Rostes befindlichen Glutbett entzündet und abbrennt, wobei nur die unterste
Reihe von Verbrennungsluftöffnungen offen ist und bleibt, mit der Folge eines Durchbrands.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, auch die Sekundärluft-Zumischung
zu den Abgasen zu verbessern. Mit fortschreitendem Abbrand und damit sinkendem Glutbett
entfernt sich dieses immer weiter von den Sekundärluftöffnungen 18, 19, mit der Folge,
dass kaum mehr eine Nachverbrennung der Abgase stattfindet, die Sekundärluft also
nur noch eine Abgasverdünnung herbeiführt. Andererseits aber befinden sich die Verbrennungsluft-Öffnungen
die sich inzwischen beträchtlich oberhalb des Glutbetts befinden und deshalb gemäss
der beschriebenen Betriebsweise keine Luft mehr zuführen, an einer Stelle, die für
das Zuführen von Sekundärluft geeignet wäre. Es ist deshalb auch möglich, mit sinkendem
Glutbett zwar die Luftzuführung zu der entsprechenden Reihe von Verbrennungsluftöffnungen,
beispielsweise der Öffnungsreihe 22b, zu öffnen, anstelle deren damit korrespondierenden
Sperrung der Luftzufuhr zur Öffnungsreihe 22a dagegen die Öffnungen 18, 19 zu schliessen
und die Öffnungsreihe 22a teilweise d.h. mit dem korrespondierenden Querschnitt der
Öffnungen 18 und 19 offen zu lassen. In diesem Fall übernimmt die aus den Öffnungen
22a ursprünglich als Verbrennungsluft austretende Luft nunmehr die Funktion der Sekundärluft.
Bei noch weiterem Absinken des Glutbetts und damit Öffnen der Verbrennungsluft-Öffnungen
22c wird die Öffnungsreihe 22a geschlossen und ein Teilquerschnitt der Öffnungsreihe
22b geöffnet. Soll die Feuerstätte auch mit Brennstoff-Teilfüllungen betrieben werden,
dann kann zusätzlich ein Füllgradanzeiger zur manuellen Voreinstellung auf Teilfüllung
vorgesehen sein, um zu erreichen, dass die Verstellscheibe eine derartige Voreinstellung
erhält, dass beim Anzünden (kaltes Gerät) bereits eine untere, der Füllhöhe angepasste
Reihe von Verbrennungsluft-Öffnungen offen ist.
1. Verfahren zum kontrollierten Abbrennen eines in einem vertikalen Feuerungsschacht
einer Feuerstätte aufgeschichteten Stapels aus festem Brennstoff, insbesondere Holz,
mittels oberem Abbrand, bei dem ein Teil der erforderlichen Verbrennungsluft von unten
her zugeführt und die entstehenden Abgase nach oben abgeführt werden und bei dem der
Brennstoffstapel an seiner oberen Oberfläche entzündet und dann von oben nach unten
abgebrannt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der überwiegende Teil der Verbrennungsluft
im wesentlichen horizontal von der Seite her einem begrenzten Bereich des sich nach
dem Entzünden des Stapels ausbildenden Glutbereiches zugeführt wird und dass die Zuführung
der seitlichen Verbrennungsluft der während des Abbrands erfolgenden Abwärtsbewegung
des Glutbettes derart nachgeführt wird, dass die seitliche Verbrennungsluftzufuhr
zum Glutbett im wesentlichen während des gesamten Abbrandvorgangs aufrechterhalten
bleibt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrennungsluftzufuhr
durch mechanische Druck- oder Saugwirkung unterstützt wird.
3. Feuerstätte für feste Brennstoffe, insbesondere Holz, zum Durchführen des Verfahrens
nach Anspruch 1 oder 2, mit einem in einem Gehäuse (10) untergebrachten, vertikalen
Feuerungsschacht (11), dessen Boden als Rost (12) ausgebildet ist und dessen oberes
offenes Ende mit Abgaskanälen (16, 17) in Verbindung steht, mit einer unmittelbar
oberhalb des oberen Endes des Feuerungsschachts (11) befindlichen Fülltüre (23) und
mit Sekundärluftöffnungen (18, 19) in dem an das Oberende des Feuerungsschachts (11)
angrenzenden Bereich der Abgaskanäle (16, 17), dadurch gekennzeichnet, dass der Feuerungsschacht
(11) im wesentlichen über seine gesamte Höhe verteilt mit Verbrennungsluft-Zuführöffnungen
(22) versehen ist, die bzw. deren Luftzuführung (24), für die verschiedenen Höhenbereiche
gesondert schliess- bzw. absperrbar sind.
4. Feuerstätte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in mehreren Höhenbereichen
des Feuerungsschachts (11) jeweils mehrere Verbrennungsluft-Öffnungen (22a, 22b, 22c)
vorgesehen sind.
5. Feuerstätte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrennungsluft-Reihen
(22a, 22b, 22c) sich jeweils in einer horizontalen Ebene befinden oder zur Horizontalen
eine geringe Anstellung aufweisen, wobei die niedrigste Öffnung einer Reihe geringfügig
höher angeordnet ist als die höchste Öffnung der nächstfolgenden Reihe.
6. Feuerstätte nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Luftzuführung zu den Verbrennungsluft-Öffnungen (22a, 22b, 22c) einer Öffnungsreihe
zu einem Kanal (24a, 24b, 24c) zusammengefasst ist, dass die Kanäle (24) der verschiedenen
Öffnungsreihen derart angeordnet sind, dass ihre Lufteinlässe unmittelbar nebeneinanderliegen,
und dass diesen Lufteinlässen ein Absperrorgan (28) vorgeschaltet ist.
7. Feuerstätte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lufteinlässe der
Kanäle (24) durch Abdeckscheiben (25) abgedeckt sind und das Absperrorgan aus. einer
dagegen verschiebbaren oder verdrehbaren Lochscheibe (28) besteht, die manuell oder
mechanisch betätigbar ist.
8. Feuerstätte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochscheibe (28)
durch einen auf das Absinken des Glutbetts ansprechenden Wärmefühler, vorzugsweise
eine Bimetallfeder (30) betätigt ist, wobei die Grundstellung der Lochscheibe (28)
vorzugsweise durch einen Füllgradanzeiger voreinstellbar ist.
9. Feuerstätte nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb
des Rostes (12) ein dichtschliessender Aschenraum angeordnet ist, der eine Öffnung
(15) aufweist, deren Lufteinlassquerschnitt kleiner ist, als der Lufteinlassquerschnitt
aller Verbrennungsluftöffnungen einer Öffnungsreihe.
10. Feuerstätte nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die
Durchlassöffnung (29) der Lochscheibe (28) mittels eines thermischen Stellglieds (32)
verstellbar und/oder die Lochscheibe (28) in einer geschlossenen Kammer angeordnet
ist, die eine regelbare Gesamtluft-Zuführöffnung aufweist, der vorzugsweise eine Zugklappe
oder ein Gebläse vorgeschaltet ist.
11. Feuerstätte nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die
Sekundärluft- öffnungen (18, 19) bzw. deren Luftzuführungen verschliessbar sind.
12. Feuerstätte nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die
Verbrennungsluftöffnungen (22) als Düsen mit geringer Anstellung gegenüber der Horizontalen
ausgebildet sind.
1. Method for controlling the burning of a pile of solid fuel, in particular wood,
layered in a vertical fire stack of a hearth, by means of a top burning at the top,
in which one part of the necessary combustion air is supplied from below and the exhaust
gases produced are led off-upwards and in which the pile of fuel is ignited at its
upper surface and then burnt from the top downwards, characterised in that the major
part of the combustion air is supplied essentially horizontally from the side to a
limited area of the glowing area forming once the pile has been ignited, and thatthe
delivery of the combustion air at the side of the downwards movement of the glowing
bed resulting during the burning is led back in such a way that the side combustion
air supply to the glowing bed is essentially sustained during the whole burning process.
2. Method according to claim 1, characterised in that the combustion air supply is
supported by a mechanical pressure- or suction effect.
3. Hearth for solid fuel, in particular wood, for carrying out the method according
to claim 1 or 2, with a vertical fire stack (11) housed in a housing (10), the base
of which is designed as a grate (12) and the upper open end of which is in contact
with the exhaust gas channels (16,17), with a filling door (23) located directly above
the upper end of the fire stack( 11) and with secondary air openings (18, 19) in the
area of the exhaust gas channels (16, 17) adjoining the upper end of the fire stack
(11), characterised in that the fire stack (11) is equipped with combustion air supply
openings (22) distributed essentially over its whole height, which openings or the
air inlets (24) of which are able to be closed or blocked separately for the different
height areas.
4. Hearth according to claim 3, characterised in that in several high areas of the
fire stack (11) there are provided in each case several combustion air openings (22a,
22b, 22c).
5. Hearth according to claim 4, characterised in that the combustion air rows (22a,
22b, 22c) are located in each case on a horizontal plane or have a limited position
relative to the horizontal line, whereby the lowest opening of a row is arranged slightly
higher than the highest opening of the next row.
6. Hearth according to one of claims 3 to 5, characterised in that the air delivery
to the combustion air openings (22a, 22b, 22c) of one opening row is collected into
a channel (24a, 24b, 24c), that the channels (24) of the different opening rows are
arranged in such a way that their air inlets lie directly next to each other and that
a locking device (28) is upstream of these air inlets.
7. Hearth according to claim 6, characterised in that the air inlets of the channels
(24) are covered by cover discs (25) and the locking organ consists of a punched disc
(28) displaceable or rotatable thereagainst, which is able to be twisted mechanically
or manually.
8. Hearth according to claim 7, characterised in that the punched disc (28) is able
to be activated by a heat detector, preferably a bimetallic spring (30), responding
to the sinking of the glowing bed, whereby the basic position of the punched disc
(28) is able to be preset preferably by a filling ratio indicator.
9. Hearth according to one of claims 3 to 8, characterised in that below the grate
(12) a sealing ash pit is arranged, which has an opening (15), the air inlet cross-section
of which is smaller than the air inlet cross-section of all combustion air openings
of an opening row.
10. Hearth according to one of claims 7 to 9, characterised in that the lead aperture
(29) of the punched disc (28) is able to be adjusted by means of a thermal adjusting
member (32) and/or the punched disc is arranged in a closed chamber, which has a controllable
supply opening for all the ir, upstream of which is preferably a damper or a blower.
11. Hearth according to one of claims 3 to 10, characterised in that the secondary
air openings (18, 19) or the air inlets thereof are able to be sealed.
12. Hearth according to one of claims 3 to 11, characterised in that the combustion
air openings (22) are designed as nozzles with limited position relative to the horizontal
line.
1. Procédé pour la combustion contrôlée d'une pile d'un combustible solide, en particulier
de bois, entassé dans le puits de combustion vertical d'un poêle, par une combustion
supérieure descendante dans laquelle une partie de l'air comburant nécessaire arrive
par le bas et les gaz brûlés résultants sont évacués vers le haut, et dans laquelle
la pile de combustible est enflammée à sa surface supérieure, puis est brûlée de haut
en bas, caractérisé en ce que la majeure partie de l'air comburant est introduite
en direction essentiellement horizontale, par le côté, dans une région limitée de
la zone incandescente qui se forme après l'inflammation de la pile, et en ce que l'arrivée
de l'air comburant latéral suit le mouvement descendant de la couche incandescente
qui se produit au fur et à mesure de la combustion, de telle manière que l'apport
latéral d'air comburant pour la couche incandescente soit maintenu pratiquement pendant
la totalité du processus de combustion.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'apport d'air comburant
est soutenu par effet mécanique de pression ou d'aspiration.
3. Poêle à combustibles solides, en particulier à bois, pour l'exécution du procédé
selon la revendication 1 ou 2, comportant un puits de combustion vertical (11) logé
dans une enveloppe (10), puits dont le fond est réalisé sous forme de grille (12)
et dont l'extrémité supérieure ouverte est en communication avec des conduits de gaz
brûlés (16, 17), une porte de chargement (23) qui se trouve immédiatement au-dessus
de l'extrémité supérieure du puits de combustion (11), et des ouvertures d'air secondaire
(18, 19) dans la région des conduits de gaz brûlés (16, 17) qui est contiguë à l'extrémité
supérieure du puits de combustion (11), caractérisé en ce que le puits de combustion
(11) est muni d'orifices d'arrivée d'air comburant (22) qui sont répartis pratiquement
sur toute sa hauteur, ces orifices ou leurs alimentations en air (24) pouvant être
fermés ou coupés séparément pour les différentes régions en hauteur.
4. Poêle selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'il est prévu plusieurs orifices
d'air comburant (22a, 22b, 22c) dans chacune de plusieurs régions en hauteur du puits
de combustion (11).
5. Poêle selon la revendication 4, caractérisé en ce que les rangées d'orifices d'air
comburant (22a, 22b, 22c) se trouvent chacune dans un plan horizontal ou présentent
une faible inclinaison par rapport à l'horizontale, l'orifice le plus bas d'une rangée
étant situé légèrement plus haut que l'orifice le plus élevé de la rangée immédiatement
suivante.
6. Poêle selon l'une quelconque des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que l'alimentation
en air des orifices d'air comburant (22a, 22b, 22c) d'une rangée d'orifices est réunie
en un conduit (24a, 24b, 24c), en ce que les conduits (24) des différentes rangées
d'orifices sont disposés de telle manière que leurs admissions d'air soient situées
immédiatement côte à côte, et en ce qu'un organe de coupure (28) est disposé en amont
de ces admissions d'air.
7. Poêle selon la revendication 6, caractérisé en ce que les admissions d'air des
conduits (24) sont recouverts par des disques de protection (25) et en ce que l'organe
de coupure est constitué par un disque ajoure (28) qui peut effectuer un mouvement
de translation ou de rotation par rapport à ces disques et qui peut être actionné
à la main ou mécaniquement.
8. Poêle selon la revendication 7, caractérisé en ce que le disque ajouré (28) peut
être actionné par un détecteur de chaleur qui réagit à la descente de la couche incandescente,
de préférence un ressort bimétallique (30), la position initiale du disque ajouré
(28) étant de préférence préréglable par un indicateur de degré de remplissage.
9. Poêle selon l'une quelconque des revendications 3 à 8, caractérisé en ce qu'il
est disposé, au-dessous de la grille (12), un cendrier fermant hermétiquement qui
présente une ouverture (15) dont la section d'admission d'air est plus petite que
la section d'admission d'air de tous les orifices d'air comburant d'une rangée d'orifices.
10. Poêle selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que l'ouverture
de passage (29) du disque ajouré (28) est réglable au moyen d'un organe thermique
de réglage (32) et/ou le disque ajouré (28) est disposé dans une chambre fermée qui
présente une ouverture réglable d'arrivée d'air total, en amont de laquelle est disposé
de préférence un registre à coulisses ou une soufflante.
11. Poêle selon l'une quelconque des revendications 3 à 10, caractérisé en ce que
les orifices d'air secondaire (18, 19) ou leurs alimentations en air sont obturables.
12. Poêle selon l'une quelconque des revendications 3 à 11, caractérisé en ce que
les orifices d'air comburant (22) sont réalisés sous forme de buses présentant une
faible inclinaison par rapport à l'horizontale.