[0001] Die Erfindung betrifft eine mechanische Kraftstoffeinspritzung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Kraftstoffeinspritzung wird unter dem Warenzeichen "Bosch K-Jetronic"
serienmäßig in einer Vielzahl von Kraftfahrzeugen verbaut. Dabei ist vorgesehen, daß
zusätzlich zu den jedem Zylinder zugeordneten Einspritzventilen ein Kaltstartanreicherventil
vorgesehen ist, das insgesamt in einen Saugrohrabschnitt, der allen Zylindern zugeordnet
ist, beim Kaltstart zusätzlich einspritzt.
[0003] Weiterhin ist aus der US-Patentschrift 4,418,672 bekannt, zusätzlich zu den Einspritzdüsen
noch einen Ultraschallzerstäuber vorzusehen, um das Brennstoff-Luft-Gemisch durch
zusätzlichen Brennstoff zu korrigieren.
[0004] Aufgrund von Toleranzproblemen sind die Anforderungen an die Genauigkeit der Einspritzmenge
bei geringen Einspritzmengen, also insbesondere im Leerlauf, zur Sicherung eines stabilen
Leerlaufes verhältnismäßig hoch.
[0005] Auch eventuelle Kraftstoffverluste durch Niederschlag an den Saugrohrwänden verringert
den Anteil der tatsächlich in den Zylindern gelangenden Kraftstoffmenge, so daß der
Leerlauf der Brennkraftmaschine verhältnismäßig empfindlich ist.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes Kraftstoffeinspritzsystem zu schaffen,
das eine verbesserte Kraftstoffdosierung im Leerlauf ermöglicht.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch den Hauptanspruch.
[0008] Erfindungsgemäß ist dementsprechend vorgesehen, daß zusätzlich zu den Zylindereinspritzventilen
ein zentrales Einspritzventil vorgesehen ist, das Kraftstoff in das Saugrohr einspritzt
und über diese Zentraleinspritzung im Leerlauf alle Zylinder des Kraftfahrzeuges versorgt.
Da dann vorzugsweise die Zylindereinspritzventile vollständig abgeschaltet sind, wird
die gesamte Kraftstoffmenge über die Zentraleinspritzung geliefert, so daß die zuzuführende
Kraftstoffmenge ein Vielfaches (beim Vier-Zylinder-Motor mindestens das Vierfache)
der sonst von den einzelnen Zylindereinspritzventilen zuzuführenden Kraftstoffmenge
beträgt. Die Toleranzunterschiede fallen dadurch nicht so sehr ins Gewicht, und die
Gemischaufbereitung wird deutlich verbessert. Die Lehrlaufdrehzahlen können zur Kraftstoffeinsparung
noch weiter abgesenkt werden.
[0009] Dabei wird bei dem aus dem Stand der Technik bekannten Kraftstoffmengenteiler, der
mit Steuerschlitzen arbeitet, ein zusätzlicher Steuerschlitz für das Zentraleinspritzventil
vorgesehen. Dieser Mengenteiler, der gleichzeitig die Zylindereinspritzventile ansteuert,
erhält eine entsprechende Steuerschlitzformgebung, so daß im Leerlauf die Kraftstoffzufuhr
zu den Zylindereinspritzventilen blockiert und zum Zentraleinspritzventil geöffnet
ist, während bei einer Verschiebung des Steuerkolbens des Kraftstoffmengenteilers
durch den Luftmengenmesser, die bei Lastzuständen auftritt, die Zuführungen zu den
Zylindereinspritzventilen freigegeben werden, während die Zufuhr zu dem Zentraleinspritzventil
geschlossen werden kann.
[0010] Somit wird unter den Lastzuständen, unter denen eine größere Kraftstoffmenge erforderlich
ist, diese Kraftstoffmenge, wie bisher, über die Zylindereinspritzventile dezentral
den einzelnen Zylindern zugeführt.
[0011] Aus der DE-OS 27 37 849 ist die Kombination einer Zentraleinspritzung mit einer dezentralisierten
Einspritzung bekannt, dort allerdings wird vorgeschlagen, für niedrige Lastzustände
die dezentralisierte Einspritzung zu verwenden, und vor einem Abgasturbolader für
höhere Lastzustände zentralisiert einzuspritzen, um eine bessere Verwirbelung durch
die Arbeit des Abgasturboladers zu haben und somit den Zylindern ein besseres Kraftstoff-Luft-Gemisch
zur Verfügung zu stellen. Der Vorschlag, den Leerlauf der Brennkraftmaschine durch
eine Zentraleinspritzung zu verbessern, ist der DE-OS 27 37 849 nicht zu entnehmen.
[0012] In bevorzugter Ausführungsform sind die Zylindereinspritzventile im Leerlauf vollständig
geschlossen, so daß die Kraftstoffversorgung allein durch das Zentraleinspritzventil
erfolgt. Damit kann die Abstimmung des Leerlaufes exakt erfolgen.
[0013] Bei höheren Drehzahlen bzw. höheren Lastzuständen der Brennkraftmaschine kann das
Zentraleinspritzventil, das die Leerlaufversorgung sicherstellt, mitlaufen. Bevorzugt
jedoch wird das Zentraleinspritzventil bei höheren Lastzuständen, wenn die Zylindereinspritzventile
in Aktion treten, abgeschaltet.
[0014] Um im Rahmen einer λ- Regelung das Gemisch anzufetten bzw. abzumagern, kann das Zentraleinspritzventil
auch unter Teil- und Volllastbedingungen mitlaufen und zur Einhaltung des stöchiometrischen
Verhältnisses geregelt werden, während die Zylindereinspritzventile nicht mitgeregelt
zu werden brauchen. Die Ä-Regeiung kann somit baulich mit verringertem Aufwand verwirklicht
werden, da allein das Zentraleinspritzventil über die Regelung angesteuert wird.
[0015] Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipskizze; und
Fig. 2a-c verschiedene Stellungen des Steuerkolbens im Kraftstoffmengenteiler.
[0016] In Fig. 1 ist mit 10 ein Zylinder einer Brennkraftmaschine bezeichnet, der eine Einlaßöffnung
besitzt, durch die ein Einlaßventil 12 im geöffneten Zustand ein Kraftstoff-Luft-Gemisch
eintreten läßt. Zu dem Zylinder hin führt ein Saugrohr, das einen Abschnitt 14 aufweist,
durch den Luft zugeführt wird, die sich dann vor den einzelnen Zylindern in Abschnitten
16 auf die einzelnen Zylinder aufteilt. Im Abschnitt 16, also in den jeden Zylindern
12 individuell zugeordneten Abschnitten, liegt direkt vor dem Einlaßventil 12 ein
Einspritzventil 17, das über eine Leitung 36 zugeführten Kraftstoff vor das Einlaßventil
spritzt.
[0017] Durch eine Drosselklappe 18 wird die von einer Lufteintrittsöffnung 20 angesaugte
Luftmenge gesteuert.
[0018] Der Vollständigkeit halber ist ein Kaltstartventil 32 dargestellt, das in bekannter
Weise für eine Kaltstartanreicherung sorgt, indem über eine Leitung 30 zugeführter
Kraftstoff in das Saugrohr gespritzt wird.
[0019] Zur Zuteilung des Kraftstoffes zu den Zylindereinspritzdüsen 17 ist eine Gemischregeleinrichtung
22 vorgesehen, die in großer Zahl serienmäßig verbaut wird und Stand der Technik ist.
Diese Gemischregelanlage 22 besitzt in bekannter Weise einen Luftmengenmesser 24,
der durch eine Stauscheibe gebildet wird. Der Ausschlag des Luftmengenmessers 24 steuert
die über die Leitung 36 dem Zylindereinspritzventil 17 zugeführte Kraftstoffmenge.
[0020] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß im Saugrohrabschnitt 14, also in dem Saugrohrabschnitt,
der allen Zylindern gemeinsam ist, ein Einspritzventil 44 zur Zentraleinspritzung
von Kraftstoff vorgesehen ist. Der optimale Anbringungsort liegt direkt hinter der
Drosselklappe, wo die Verwirbelung der angesaugten Luft groß ist und somit eine gute
Vermischung gewährleistet ist. Ideal ist die Einspritzung direkt an der stromabwärtsgelegenen
Mündung des die Drosselklappe umgehenden Bypasses für den Leerlauf. Das Zentraleinspritzventil
44 ist über eine Kraftstoffleitung 42 mit einer Zumeßkammer in der Gemischregelanlage
verbunden. Die Steuerung der Kraftstoffmengen zu den Zylindereinspritzventilen 17
und dem Zentraleinspritzventil 44 geschieht über einen Kraftstoffmengenteiler 40,
der im einzelnen in Fig. 2 dargestellt ist.
[0021] Der Kraftstoffmengenteiler 40 enthält ein Steuerkolben 58, der in einer zylindrischen
Bohrung 54 in einem Gehäuse 52 axial bewegbar ist. Von der einen Seite wird der Kolben
58 mit einem Systemdruck 56 beaufschlagt, von der anderen Seite wird der Kolben durch
den Luftmengenmesser in Axialrichtung angehoben oder abgesenkt. Der Kolben besitzt
im oberen und unteren Bereich einen Bund 60 bzw. 62, die jeweils abdichtend in der
Bohrung 54 abschließen. Zwischen den beiden Bünden 60 und 62 hat der Kolben 58 geringeren
Durchmesser.
[0022] Eine Kraftstoffzuleitung 64 mündet in die Bohrung 54 im Bereich des geringeren Durchmessers,
ein Kraftstoffabfluß 66, der in die Leitung 36 für das Zylindereinspritzventil 17
mündet, führt aus der Bohrung 54 weg. Je nach Stellung, wie es in den Figuren 2a-2c
dargestellt ist, verschließt der Bund 60 die Kraftstoffabflußleitung 66 vollständig
oder gibt sie in wachsendem Ausmaß frei. Damit wird durch das Anheben des Steuerkolbens
von der Kraftstoffzuleitung 64 in die Öffnung zur Kraftstoffableitung 66, die zu den
Einspritzventilen 17 führt, zunehmend Kraftstoff geführt.
[0023] Die bisher geschilderte Ausbildung des Kraftstoffmengenteiles ist Stand der Technik.
[0024] Die Leitung 42, die zu dem Zentraleinspritzventil 44 führt, ist im Kraftstoffmengenteiler
mit dem Anschluß 68 verbunden, der durch den Bund 60 wahlweise je nach Stellung des
Steuerkolbens. geöffnet werden kann. Dabei ist in dem Bund 60 ein Einschnitt 72 vorgesehen,
der sicherstellt, daß auch in der Leerlaufstellung des Steuerkolbens die Leitung 68
mit Kraftstoff versorgt wird.
[0025] die Zuleitung 65 für das Zentraleinspritzventil wird durch einen Vorsprung 70 des
Bundes 62 geöffnet oder verschlossen, je nach Stellung des Steuerkolbens, wobei in
der Leerlaufstellung der Zulauf 65 teilweise frei ist, so daß er mit dem Ablauf 68
verbunden ist.
[0026] Fig. 2b zeigt die Stellung des Steuerkolbens bei Teillast, es ist deutlich erkennbar,
daß der Vorsprung 70 in diesem Falle den Zulauf 65 zumindest bei größerem Anheben
des Steuerkolbens bereits vollständig sperrt, so daß das Zentraleinspritzventil 44
keinen Kraftstoff mehr erhält. In bekannter Weise werden die Zylindereinspritzventile
nunmehr mit der Kraftstoffversorgung verbunden, und in der Vollaststellung, wie sie
in 2c dargestellt ist, strömt noch mehr Kraftstoff zu den Zylindereinspritzventilen
17.
[0027] Sowohl in der Stellung des Steuerkolbens nach Fig. 2b als auch in der Stellung nach
Fig. 2c wird das Zentraleinspritzventil 44 nicht mehr über die Leitung 68 versorgt,
da der Zulauf zur Leitung 68, der über die Leitung 65 und die Bohrung 54 führt, durch
den Vorsprung 70 des Bundes 62 gesperrt ist.
[0028] Es ist natürlich denkbar, den Steuerschlitz für das Zentraleinspritzventil so auszulegen,
daß das Zentraleinspritzventil auch unter Teil- und Vollast mitläuft.
[0029] Zumindest im Teillastbereich ist ein passives Überschneiden des Zentraleinspritzbetriebs
und des Zylinderbetriebs wünschenswert.
1. Mechanische Kraftstoffeinspritzung für ein Brennkraftmaschine mit einer Kraftstoffpumpe,
einem Kraftstoffspeicher, einem Gemischregler (22) mit Kraftstoffmengenteiler (40),
der durch eine vom Luftmengenmesser (24) gesteuerte Verschiebung durch eingebaute
Steuerschlitze einen Kraftstoffzulauf zu Einspritzventilen (17, 32, 44) öffnet, wobei
jedem Zylinder der Brennkraftmaschine ein Zylindereinspritzventil (17) zugeordnet
ist, mit einem Zentraleinspritzventil (32) für die Kaltstartanreicherung und einem
dem Gemischregler zugeordneten Luftmengenmesser (24), der den Kraftstoffmengenteiler
(40) steuert, dadurch gekennzeichnet, daß ein weiteres Kraftstoffzentraleinspritzventil
(44) in einem allen Zylindern gemeinsamen Saugrohrabschnitt (14) der Brennkraftmaschine
vorgesehen ist, das im Leerlauf mit einer vorgebbaren Menge Kraftstoff versorgt wird,
und daß die Steuerschlitze für die Zylindereinspritzventile (17) im Leerlauf völlig
geschlossen sind und ein zusätzlicher Steuerschlitz für das Zentraleinspritzventil
(44) vorgesehen ist, der zumindest im Leerlauf öffnet.
2. Kraftstoffeinspritzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zentraleinspritzventil
(44) stromabwärts der Drosselklappe (18) in unmittelbarer Nähe derselben angeordnet
ist.
3. Kraftstoffeinspritzung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zentraleinspritzventil
(44) in unmittelbarer Nähe der Leerlaufumgehung für die Drosselklappe angeordnet ist.
4. Kraftstoffeinspritzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß bei V-Motoren in jedem der beiden Gemischzuführungszweige jeweils ein Zentraleinspritzventil
vorgesehen ist.
5. Verwendung der Kraftstoffeinspritzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 zur Steuerung
oder Regelung des stöchiometrischen Verhältnisses des Brennstoff-Luft-Gemisches, wobei
das zentrale Einspitzventil angesteuert wird.
1. Système mécanique d'injection de carburant pour un moteur à combustion interne,
comprenant une pompe de carburant, un accumulateur de carburant, un doseur de mélange
(22) avec un distributeur de débit de carburant (40) qui, par un déplacement commandé
par le débitmetre d'air (24), ouvre une amenée de carburant vers des injecteurs (17,
32, 44) par des fentes de dosage incorporées, un injecteur de cylindre (17) étant
associé à chaque cylindre du moteur à combustion interne, le système comprenant en
outre un injecteur central de départ à froid (32) pour l'enrichissement au départ
à froid et un débitmètre d'air (24) qui est associé au doseur de mélange et qui commande
le distributeur de débit de carburant (40), caractérisé en ce qu'il est prévu, dans
un tronçon du collecteur d'admission (14) commun à tous le cylindres, un autre injecteur
central de carburant (44) qui délivre du carburant en quantité prédéfinissable lors
de la marche au ralenti, et en ce que les fentes de dosage pour tous les injecteurs
de cylindre (17) sont complètement fermées lors de la marche au ralenti et il est
prévu, pour l'injecteur central (44), une fente de dosage supplémentaire qui s'ouvre
au moins lors de la marche au ralenti.
2. Système d'injection de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que
l'injecteur central (44) est disposé en aval du papillon des gaz (18), à proximité
immediate de celui-ci.
3. Système d'injection de carburant selon la revendication 2, caractérisé en ce que
l'injecteur central (44) est disposé à proximite immédiate de la dérivation de ralenti
du papillon des gaz.
4. Système d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à
3, caractérisé en ce qu'en cas de moteur en V, un injecteur central est prévu dans
chacune des deux branches d'admission de mélange.
5. Utilisation du système d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications
1 à 4 pour la commande ou le réglage du rapport stoechiométrique du mélange air-carburant,
dans lequel l'injecteur central est commandé.
1. Mechanical fuel injection for an internal combustion engine having a fuel pump,
a fuel accumulator, a mixture regulator (22) with fuel distributor (40) which opens
a fuel supply to injection valves (17, 32, 44) by means of a displacement, controlled
by the airflow sensor (24), through built-in metering slits, a cylinder injection
valve (17) being associated with each cylinder of the internal combustion engine,
having a central injection valve (32) for the cold-start enrichment and an airflow
sensor (24) associated with the mixture regulator, said airflow sensor controlling
the fuel distributor (40), characterized in that a further fuel central injection
valve (44) is provided in a suction tube section (14) common to all cylinders, of
the internal combustion engine, said suction tube section being supplied in the idling
mode with a predeterminable amount of fuel, and in that the metering slits for the
cylinder injection- valves (17) are comletely closed in the idling mode and an additional
metering slit for the central injection valve (44) is provided, said metering slit
opening at least in the idling mode.
2. Fuel injection according to Claim 1, characterized in that the central injection
valve (44) is arranged downstream of the throttle valve (18) in the immediate vicinity
of the same.
3. Fuel injection according to Claim 2, characterized in that the central injection
valve (44) is arranged in the immediate vicinity of the idling bypass for the throttle
valve.
4. Fuel injection according to one of Claims 1 to 4, characterized in that, in V engines,
in each case one central injection valve is provided in each of the two mixture feed
branches.
5. Use of the fuel injection according to one of Claims 1 to 4 for controlling the
stoichiometric ratio of the fuel/air mixture, the central injection valve being actuated.