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EP 0 193 945 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.05.1992 Patentblatt 1992/20 |
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Anmeldetag: 05.03.1986 |
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Anordnung zur Führung von breitgeführten Warenbahnen durch Behandlungsvorrichtungen
Device for guiding sheet-like materials through treating apparatuses
Appareil pour la conduite au large de bandes à travers des installations de traitement
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
07.03.1985 DE 3508062
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.09.1986 Patentblatt 1986/37 |
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Patentinhaber: Babcock Textilmaschinen GmbH |
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21220 Seevetal (DE) |
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Erfinder: |
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- Tischbein, Claus, Dipl.-Ing.
D-2110 Buchholz 24 (DE)
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Vertreter: Planker, Karl-Josef, Dipl.-Phys. |
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Babcock-BSH AG
vormals Büttner-Schilde-Haas AG,
Postfach 6 47811 Krefeld 47811 Krefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 908 345 DE-B- 1 026 271 FR-A- 2 448 592
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DE-A- 3 221 776 FR-A- 1 376 428
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Führung von breitgeführten Warenbahnen
durch Behandlungsvorrichtungen, insbes. Wärmebehandlungsvorrichtungen, bei denen die
Warenbahnen nach ihrem Einlauf in die Behandlungsvorrichtung zunächst in gebundener
Warenführung die Behandlung durchlaufen und anschließend an eine ungebundene Warenführung
übergeben werden, von der sie dann aus der Behandlungsvorrichtung abgeführt werden.
[0002] Es ist bekannt, daß Prozesse bei denen textile Warenbahnen einer Wärmebehandlung
unterworfen werden müssen, im wesentlichen Zeitprozesse sind, was zur Folge hat, daß
um große Materialmengen in der Zeiteinheit durch die Behandlung zu bringen, sich jeweils
große Materialmengen in den Behandlungsvorrichtungen befinden müssen, die bei kontinuierlichen
Prozessen durch die Behandlungsvorrichtungen laufend hindurchgeführt werden müssen.
Eine Vorrichtung zür Durchführung derartiger Prozesse mit teils gebündeuer und teils
ungebundener Wavenführung ist in der FR-PS-2448592 beschrieben. Bei einer solchen
Vorrichtung ergeben sich vielfältige Probleme der Warenführung durch die Behandlungseinrichtungen
dadurch, daß Kürzungen oder Längungen der Warenbahnen unter der Wirkung der Behandlung
erfolgen, dagesichert werden müssen, daß Anpassungen an unterschiedliche Warenarten
vorgenommen werden müssen und dergleichen mehr.
[0003] Die Erfahrung hat nun gezeigt, daß die Leistungsfähigkeit von Wärmebehandlungsvorrichtungen
oft deshalb nicht voll ausgenutzt werden kann, weil wegen Führungsschwierigkeiten
für die Warenbahnen die Vorrichtungen mit geringeren Bahngeschwindigkeiten durchlaufen
werden müssen, als von der Behandlungsleistung her erforderlich ist.
[0004] Durch die vorliegende Erfindung soll deshalb die Aufgabe gelöst werden, die Führung
der Warenbahnen durch derartige Behandlungsvorrichtungen zu verbessern, mit dem Ziel,
auch bei schwierig zu führenden Waren, die Geschwindigkeit und damit die Leistung
der Behandlung zu erhöhen.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe wird durch die kennzeichnenden merkmale des anspruchs 1
erzielt.
[0006] Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, die Blasöffnungen von der Mitte der Dampfrohre
ausgehend beiderseits zusätzlich nach außen zu dem Warenbahnkanten hin leicht zu neigen,
wodurch ein Ausbreit- effekt auf die Warenbahn erzielt wird. Um Störungen durch das
Ausblasen des Dampfes auf die Erhaltung der gebildeten Warenbahnschleifen zu vermeiden,
soll am Beginn der ungebundenen Warenführung eine lediglich den Durchtritt des Faltenstapels
auf der ungebundenen Warenführung freilassende schwenkbare Abschirmschürze mit Umlenkwalzen
am unteren Ende vorgesehen sind.
[0007] An Hand der beiliegenden Zeichnungen soll die Erfindung nachfolgend noch näher erläutert
werden. Auf den Zeichnungen zeigen
- Fig. 1
- die Gesamtansicht eines Dämpfers mit einer gebundenen und einer ungebundenen Warenführung,
- Fig. 2
- in vergrößerter Darstellung den Bereich des Dämpfers mit dem Übergang von der gebundenen
zur ungebundenen Warenführung,
- Fig. 3
- ein Ausführungsbeispiel für den dampfbetriebenen Injektor zur Führung der Warenbahn
und
- Fig. 4
- den bereich des Dämpfers mit der Abführung der Warenbahn aus der Behandlung.
[0008] In den Figuren sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0009] Bei der in Fig. 1 dargestellten beispielsweisen Ausführungsform eines Dämpfers tritt
die Warenbahn 11 von unten in die Behandlungsvorrichtung 10 ein und wird zunächst
der aus oberen angetriebenen Walzen 12 und unteren nicht angetriebenen Walzen 13 bestehenden
gebundenen Warenführung 15 zugeführt. Zum Ausgleich von während der Dämpfbehandlung
in der Warenbahn entstehenden Verkürzungen oder Längungen ist der Antrieb für die
angetriebenen Walzen 12 im dargestellten Beispiel in drei Gruppen mit getrennten Antrieben
14 unterteilt, die durch von der Warenbahn umlaufene Tänzerwalzen oder dergl. geregelt
werden. Geringere Spannungen in der Warenbahn werden dadurch ausgeglichen, daß zwischen
die Antriebe 14 und die angetriebenen Walzen 12 in an sich bekannter Weise elastische
Übertragungsglieder wie z.B. elastische Riemen eingeschaltet sind.
[0010] Am Ende der gebundenen Warenführung 15 befindet sich ein aus der letzten angetriebenen
Walze 12 der gebundenen Warenführung und einer Leitwalze 18 bestehendes, einen Fixpunkt
für die Warenbahn bildendes Zugwerk,durch das eine korrekte Abnahme der Warenbahn
von der gebundenen Warenführung ermöglicht wird. Die Achse der Walze 18 bildet gleichzeitig
die Schwenkachse für eine Leitwalze, die dazu dient, die Warenbahn unter Ausschaltung
der Haspel 19 zur Walze 30 zu führen, wenn die Warenbahn unter Auslassung der ungebundenen
Warenführung zum Austritt der Behandlungsvorrichtung geführt werden soll.
[0011] Soll die Warenbahn 11 in Falten auf der ungebundenen Warenfüh-Soll die Warenbahn
11 in Falten auf der ungebundenen Warenführung geführt werden, so wird sie über die
Haspel 19 geleitet und dadurch in Falten auf der ungebundenen Warenführung abgelegt.
Damit die Warenbahn nicht an der Haspel hängen bleibt, ist dieser ein Dampfblasrohr
20 nachgeschaltet, dessen Dampfstrahlen das Ablösen der Warenbahn von der Haspel unterstützen.
[0012] Bei sehr schwierig zu führenden Warenbahnen hat es sich als zweckmäßig erwiesen,
in die freie Führung der Warenbahn zwischen der Haspel 19 und der ungebundenen Warenbahnführung
16 einen eine Zugkraft auf die Warenbahn ausübenden dampfbetriebenen Injektor 21 einzuschalten,
wie in Fig. 2 dargestellt ist. Dieser Injektor kann wie aus Fig. 3 zu erkennen ist,
aus zwei Dampfrohren 22 mit Blasöffnungen 23, die im Winkel von ca. 45
o gegen die Warenbahn gerichtet sind, bestehen, an die sich Leitbleche 24, die einen
Strömungskanal zwischen sich einschließen, anschließen. Durch die Dampfstrahlen wird
dabei eine Zugkraft auf die Warenbahn ausgeübt, die die Ablage auf der ungebundenen
Warenführung unterstützt und verbessert. Die Blasöffnungen 23 können auch noch schräg
nach außen zu beiden Warenbahnkanten hin geneigt sein, so daß auch noch eine Ausbreitwirkung
durch die Dampfstrahlen erreicht wird. Um ein An kleben der Warenbahn an den Leitblechen
24 zu verhindern, können auf deren Innenflächen in gewünschtem Abstand zueinander
Teflondrähte 31 angebracht sein.
[0013] Damit die aus dem Injektor 21 austretenden Dampfstrahlen die korrekte Faltenablage
auf der ungebundenen Warenführung 16 nicht ungünstig beeinflussen, z.B. durch Verschiebung
der Falten durch den Dampfstrom, kann am Beginn der ungebundenen Warenführung eine
schwenkbare Abschirmschürze 25 vorgesehen werden. Wenn die ungebundene Warenführung
umgangen werden soll, zum Einzug der Warenbahn aber der Dampfinjektor benutzt werden
soll, kann unterhalb der Schürze 25 noch eine Umlenkwalze 32 vorgesehen werden.
[0014] Am Ende der ungebundenen Warenführung 16 sind, wie insbesondere Fig. 4 erkennen läßt,
Blasdüsen 26 mit zwischen die letzten Rollen 17 der ungebundenen Warenführung 16 gerichteten
Strahlen angeordnet, um zu verhindern, daß sich dort, z.B. beim Einziehen der Warenbahn
deren Ende oder auch im Bereich der Ablösung der Falten der Warenbahn in dem diese
besonders locker auf den Rollen 17 aufliegt, die Warenbahn um die Rollen herumwickelt
und zwischen diese gezogen wird. Durch die Blasdüsen 26 wird dieses verhindert und
dadurch eine Beschädigung der Warenbahn oder eine Störung des Warenlaufes vermieden.
[0015] Zur Verbesserung der Abführung der Warenbahn aus der Behandlungs vorrichtung können
hinter der ungebundenen Warenführung 16 noch Leitstäbe 27 schwenkbar angebracht sein,
um eine Anpassung der Warenbahnlage an die unterschiedlichen Warenführungen zu erreichen.
Vor dem Austritt der Warenbahn 11 wieder am unteren Teil der Behandlungsvorrichtung
können in den Warenbahnlauf noch zusätzlich Ausbreitvorrichtungen 28, Zugwalzen 29
oder sonstwie geeignete Führungsmittel eingeschaltet sein.
1. Anordnung zur Führung von breitgeführten Warenbahnen durch Behandlungsvorrichtungen,
insbes. Wärmebehandlungsvorrichtungen, bei denen die Warenbahnen nach ihrem Einlauf
in die Behandlungsvorrichtung zunächst in gebundener Warenführung die Behandlung durchlaufen
und anschließend in eine ungebundene Warenführung überfuhrt werden, von der sie dann
aus der Behandlungsvorrichtung abgeführt werden, wobei in den Laufweg der Warenbahn
(11) durch die Behandlungsvorrichtung (10) außer Spannungsausgleicheinrichtungen für
die Warenbahn bei der gebundenen Warenführung (15), Vorrichtungen (19,30) gezielten
Überführung der Warenbahn von der gebundenen zur ungebundenen Warenführung (16), sowie
Vorrichtungen (27,28,29) zur gelenkten Abführung der Warenbahn aus der Behandlungsvorrichtung
10 angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß in der freien Führung der Warenbahn
(11) zwischen der gebundenen (15) und der ungebundenen Warenführung (16) ein in Fallrichtung
der Warenbahn eine Zugkraft auf die Warenbahn ausübender dampfbetriebener Injektor
(21) angeordnet ist.
2. Anordnung nach ANspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Injektor (21) aus beiderseits
der Warenbahn (11) angebrachten, sich über die Breite der Warenbahn erstreckenden
Dampfrohren (22) mit unter ca. 45o zur Warenbahn geneigten Blasöffnungen (23) und sich an diese Rohre anschließenden
einen Injektorkanal bildenden Leitblechen (24), deren Innenseiten mit Antihaftstäben
(31) bespannt sind, besteht.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasöffnungen (23)
von der Mitte der Dampfrohre (22) ausgehend beiderseits zusätzlich nach außen zu dem
Warenbahnkanten hin leicht geneigt sind.
4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Beginn der ungebundenen
Warenführung (16) eine lediglich den Durchtritt des Faltenstapels auf der ungebundenen
Warenführung freilassende schwenkbare Abschirmschürze (25) mit Umlenkwalze (32) am
unteren Ende vorgesehen ist.
1. Arrangement for guiding fabric webs in open width through treatment devices, in particular
heat treatment devices, whereby the fabric webs, after entry into the machine, run
through the treatment section initially in contact-guiding and are then transferred
to the depositing system from where they are then taken out of the treatment device,
whereby in the path of the fabric web (11) through the treatment device (10) while
in contact-guiding (15), there are devices (19, 30) for exact transfer of the fabric
web from contact-guiding to being deposited (16), as well as devices (27, 28, 29)
for controlled discharge of the fabric web from the treatment device (10).
2. Arrangement according to claim 1, whereby the injector (21) consists of steam pipes
(22) positioned on either side of the fabric web (11) and extending over the width
of the fabric web with blow openings inclined at an angle below approx. 45°, and guide
plates (24), the inside of which is provided with anti-adhesion rods (31) immediately
following these pipes forming an injection channel.
3. Arrangement according to claims 1 and 2, whereby the blow openings (23) are additionally,
starting from the middle of the steam pipes (22), in slightly inclined position towards
the outside in the direction of the fabric selvedges.
4. Arrangement according to claims 1 to 3, whereby at the beginning of the fabric depositing
system (16) there is a slewable screening apron (25) with deflection roller (32) at
the lower end, merely permitting passage of the crimped folds on the depositing system.
1. Disposition pour le guidage de nappes de tissu guidées au large à travers dispositifs
de traitement, en particulier dispositifs de traitement thermique dans lesquels les
nappes de tissu passent d'abord par contact après leur entrée dans le dispositif de
traitement et ensuite sans contact d'où elles sortent du dispositif de traitement.
Dans le parcours de marche de la nappe de tissu (11) à travers le dispositif de traitement
(10) sont disposés outre les dispositifs d'égalisation de la tension pour la nappe
de tissu guidée par contact (15) des dispositifs (19, 30) pour le changement prévu
de guidage du tissu par contact en guidage du tissu sans contact (16) ainsi que des
dispositifs (27, 28, 29) pour la sortie prévue de la nappe de tissu du dispositif
de traitement (10).
2. Disposition selon la demande 1 caractérisée par l'injecteur (21) se composant des
tubes de vapeur (22) disposés des deux côtés de la nappe de tissu (11) et placés sur
toute la largeur de la nappe de tissu avec des ouvertures de soufflage (23) inclinés
vers la nappe de tissu de moins d'environ 45° et des tôles de guidage (24) posées
après formant un canal d'injection dont les côtés intérieurs sont tendus de barres
antiadhésives (31).
3. Disposition selon les demandes 1 et 2 caractérisée par l'inclinaison supplémentaire
des ouvertures de soufflage (23) bilatérales du milieu des tubes de vapeur (22) vers
l'extérieur aux lisières des nappes de tissu.
4. Disposition selon les demandes 1 à 3 caractérisée par un tablier protecteur pivotant
(25) avec rouleau de détour (32) prévu au début du guidage du tissu sans contact (16)
qui ne permet que le passage de piles en plis sur le guidage du tissu sans contact,
et cela au bout inférieur.