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(11) |
EP 0 194 549 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.11.1988 Patentblatt 1988/47 |
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Anmeldetag: 04.03.1986 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B41F 21/10 |
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Vorrichtung zur Steuerung von Greifern in Bogenrotationsdruckmaschinen
Gripper control device in a sheet-fed rotary printing machine
Dispositif de commande pour les pinces dans une rotative à feuilles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
12.03.1985 DE 3508697
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.09.1986 Patentblatt 1986/38 |
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Patentinhaber: M.A.N.-ROLAND Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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63012 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Höll, Roland
D-6108 Weiterstadt (DE)
- Dettinger, Dietrich
D-6056 Heusenstamm (DE)
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Vertreter: Marek, Joachim, Dipl.-Ing. |
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c/o MAN Roland Druckmaschinen AG
Patentabteilung/FTB S,
Postfach 10 12 64 63012 Offenbach 63012 Offenbach (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 613 174 GB-A- 2 080 254
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DE-C- 834 107
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Steuerung von Greifern in Bogenrotationsdruckmaschinen,
die zu einer Greiferreihe zusammengefaßt sind und auf umlaufenden Zylindern oder Trommeln
angebracht sind, wobei die Greiferreihe über eine Greiferwelle und eine erste Kurvensteuerung
gesteuert wird, die eine zentrale Verstelleinrichtung zum Verstellen der Öffnungsweite
der Greifer aufweist.
[0002] Eine Vorrichtungen zur Steuerung von Greifern in Bogenrotationsdruckmaschinen der
genannten Art ist aus der DE-B-2 613 174 bekannt.
[0003] Zur Ansteuerung der Greiferwelle ist nur ein Antrieb vorgesehen. Sollen hohe Greiferkräfte
aufgebracht werden, kann es beim Schließen durch Überdrücken der stark vorgespannten
Greifer zu einer Verspannung des Systems Greifer-Steuerkurve, Laufrolle, Antriebshebel,
Greiferwelle, Verstelleinrichtung kommen, wodurch der Schließvorgang verzögert und
der Kraftaufbau verlängert wird. Dies führt dazu, daß auch bei hohen Drehzahlen die
Aufschlagkraft der Greifer nicht über die statische Haltekraft hinaus geht. Die Folge
sind Doubliererscheinungen bei großer Verspannung des Systems.
[0004] Aus der GB-A-2 080 254 ist es bekannt, eine Greiferwelle durch Betätigungswellen
anzusteuern, die in einem Bogenführungszylinder parallel zu dessen Achse angeordnet
sind. Der Antrieb weist aber weder eine zentrale Verstelleinrichtung zum Verstellen
der Öffnungsweite der Greifer auf, noch parallel zueinander wirkende Kurvensteuerungen.
Passerdifferenzen oder Doubliererscheinungen sind durch den Antrieb nicht beeinflußbar.
[0005] Aus der DE-C-834 107 ist eine Vorrichtung mit zwei parallel zueinander angeordneten
Antrieben bekannt geworden, die eine Torsionsfeder zur Erzeugung eines gleichen oder
auch eines unterschiedlichen Spannungszustandes verdrehen und auf jeder Seite eines
Druckzylinders angeordnet sind. Diese Vorrichtung betrifft aber eine Vorgreifersteuerung
und nicht die Steuerung von Greifern eines rotierenden Zylinders. Eine Verstellung
der Öffnungsweite der Greifer ist nicht möglich.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung eingangs genannter Gattung
so weiterzubilden, daß unter Einbeziehung der zentralen Verstellmöglichkeit der Öffnungsweite
der Greifer eine Steuerung der Greifer mit gleichmäßigem Kraftaufbau in der Greiferwelle
bei der Greiferschließbewegung erreicht wird.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Zeichnung
und der Beschreibung.
[0008] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen darin, daß ein schnellerer Greiferschluß
und ein verkürzter Kraftaufbau bewirkt werden, so daß trotz erhöhter Greiferkräfte
die Verspannung des Systems Greifersteuerkurve, Laufrolle, Antriebshebel, Betätigungswelle,
zentrale Verstelleinrichtung und Greiferwelle für die Öffnungsweite der Greifer verringert
wird. Die Krafteinleitung erfolgt durch die als Verschraubung wirkende Stelleinrichtung
symmetrisch zu beiden Kurvensteuerungen. Dadurch werden durch Verspannungen im Steuerungssystem
bewirkte Passerdifferenzen und Doubliererscheinungen beseitigt. Zugleich erlaubt die
als Verschraubung wirkende Stelleinrichtung 3 das stufenlose Anpassen der Öffnungsweite
der Greifer, an die zu verarbeitende Bogenstärke, wodurch ebenfalls Passerdifferenzen
vermieden werden.
[0009] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand von Zeichnungen näher
beschrieben.
[0010] Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung bei Steuerung über eine
von der Greiferwelle getrennte Betätigungswelle in einem Druckzylinder,
Fig. 2 eine Seitenansicht nach Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung bei Steuerung über eine
von der Greiferwelle überlagerte Betätigungswelle in einem Druckzylinder,
Fig. 4 eine Seitenansicht nach Fig. 3,
Fig. 5 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung bei Steuerung durch die
Druckzylindermitte.
[0011] Auf einem umlaufenden Druckzylinder 8 oder einer Trommel sind eine Anzahl Z einer
Greiferreihe zusammengefaßte Greifer 5 angebracht. Die Greifer 5 arbeiten mit einer
Greiferauflage 9 zusammen und werden über einen Antrieb gesteuert, der zu beiden Seiten
des Druckzylinders 8 oder einer Trommel je eine Kurvensteuerung 6, 7 mit Antriebshebeln
10, 11 und Laufrollen 12, 13 aufweist. Eine Greiferwelle 2 wird über eine als Verschraubung
ausgebildete zentrale Verstelleinrichtung 3 von einer Betätigungswelle 1 betätigt,
die formschlüssig mit den Antriebshebeln 10, 11 verbunden ist. Die Betätigungswelle
1 und die Greiferwelle 2 sind im Meßring 14 des Druckzylinders 8 oder einer Trommel
gegeneinander verdrehbar gelagert. Die Greifer 5 werden mittels Federkraft durch Federstangen
4 geöffnet. Die Laufrollen 12, 13 laufen auf Stirnflächen um den Umfang der zugehörigen
Steuerkurve 17, 18 herum. Die Steuerkurven 17, 18 können gleiche Kurven oder für eine
Zwangssteuerung sowohl Innenkurven als auch Außenkurven aufweisen. Die Einleitung
der Kraft beider Antriebe erfolgt durch die Betätigungswelle 1 über die zentrale Verstelleinrichtung
3 in der Mitte der Greiferwelle 2. Die Betätigungswelle 1 weist hierzu einen Arm 19
auf, auf dem sich eine Stellschraube mit Skala 3 abstützt, die gegen die Vorspannung
durch die Federstangen 4 verdrehbar in einem Lagerarm 20 der Greiferwelle 2 zur symmetrischen
Antriebsverbindung und zentralen Einstellung der Greiferöffnungsweite auf die zu verarbeitende
Bogenstärke angeordnet ist. Durch die zentrale Anordnung einerseits zwischen den Kurvensteuerungen
6, 7 und andererseits zwischen Betätigungswelle 1 und Greiferwelle 2 wird die Torsionskraft
symmetrisch geteilt und zugleich auf unterschiedliche Bogenstärken mit der erforderlichen
Genauigkeit einstellbar. Auf diese Weise werden Doubliererscheinungen und Passerdifferenzen
zugleich vermieden, weil trotz erhöhter Aufschlagkraft der Greifer das System Greifer-Steuerkurve
17, 18, Antriebshebel 10, 11, Laufrolle 12, 13, Betätigungswelle 1, Greiferwelle 2
und zentrale Verstelleinrichtung 3 durch parallele Anordnung zweier Kurvensteuerungen
6, 7 nicht mehr unzulässig verspannt wird. Durch Einbeziehung der zentralen Verstelleinrichtung
3 ist zugleich mit der erforderlichen Genauigkeit zu beiden Antrieben von einer zentralen
Stelle aus die Öffnungsweise der Greifer gleichmäßig auf unterschiedliche Bedruckstoffe
einstellbar.
[0012] Die Betätigungswelle 1 ist als steife Torsionsfeder für einen Fertigungsfehler-Ausgleich
der Kurven 17, 18 ausgebildet. Die Steuerung der Greifer 5 kann nach Fig. 1 und 2
über eine von der Greiferwelle 2 getrennte Betätigungswelle 1 erfolgen, die verdrehbar
und zueinander parallel im umlaufenden Druckzylinder 8 oder einer Trommel gelagert
sind. Die Steuerung der Greifer 5 kann gemäß einer anderen Ausführung nach Fig. 3
und 4 über eine von einer rohrförmigen Greiferwelle 2 konzentrisch umschlossenen Betätigungswelle
1 erfolgen. Schließlich ist gemäß einer Ausführung nach Fig. 5 die Steuerung der Greifer
5 durch die Druckzylindermitte über einen Hebeltrieb 15, 16 realisierbar. Die Lage
der Greiferwelle 2 ist bei allen Ausführungen nach Fig. 1 bis Fig. 5 jeweils nach
der Geometrie des Greifers 5 gewählt, während die Lage der Betätigungswelle 1 nach
der günstigsten Position für die Steuerkurven 17, 18 oder die Anschlußteile 10, 11,
12, 13, 15 festliegt. Durch Wahl der Hebellänge der Antriebshebel 11 kann die Kurvenkontur
günstig beeinflußt werden.
Bezugszeichenliste
[0013]
1 Betätigungswelle
2 Greiferwelle
3 zentrale Verstelleinrichtung
4 Federstange
5 Greifer
6 Kurvensteuerung
7 Kurvensteuerung
8 Druckzylinder
9 Greiferauflage
10 Antriebshebel
11 Antriebshebel
12 Laufrolle
13 Laufrolle
14 Meßring
15 Hebeltrieb
16 Hebeltrieb
17 Steuerkurve
18 Steuerkurve
19 Arm
20 Lagerarm
1. Vorrichtung zur Steuerung von Greifern (5) in Bogenrotationsdruckmaschinen, die
zu einer Greiferreihe zusammengefaßt sind und auf umlaufenden Zylinder (8) oder Trommeln
angebracht sind, wobei die Greiferreihe über eine Greiferwelle (2) und eine erste
Kurvensteuerung (6, 10, 12, 17) gesteuert wird, die eine zentrale Verstelleinrichtung
(3) zum Verstellen der Öffnungsweite der Greifer (5) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Greiferwelle (2) die zentrale Verstelleinrichtung (3) in der Mitte zwischen
den Enden in einem Lagerarm (20) als Verschraubung aufnimmt und daß die zentrale Verstelleinrichtung
(3) über einen Arm (19) in Antriebsverbindung mit einer parallel zur Greiferwelle
(2) angeordneten drehbar gelagerten Betätigungswelle (1) steht, die von zwei parallel
zueinander von außen auf die Enden der Betätigungswelle (1) wirkenden Kurvensteuerungen
(6, 7) über Laufrollen (12, 13) tragende Antriebshebel (10,11) von Steuerkurven (17,
18) antreibbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine konzentrisch auf der Betätigungswelle (1) angeordnete rohrförmige Greiferwelle
(2) vorgesehen ist, die in der Mitte zwischen ihren Enden in dem Lagerarm (20) die
zentrale Verstelleinrichtung (3), welche über den Arm (19) in Antriebsverbindung mit
der Betätigungswelle (1) steht, als Verschraubung aufnimmt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Steuerung der Greifer (5) durch die Zylindermitte die Antriebshebel (10,11)
als Hebelsysteme (15) ausgeführt sind, die zwischen jedem Ende der Betätigungswelle
(1) und den Steuerkurven (17, 19) der Kurvensteuerungen (6, 7) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerkurven (17, 18) Innen- und/oder Außenkurven aufweisen.
1. Apparatus for the control of grippers (5) in rotary sheet printing machines, which
are assembled in a row of grippers an installed on rotating cylinders (8) or drums,
wherein the row of grippers is controlled via a gripper shaft (2) and a first cam
control (6, 10, 12, 17) which has a central adjusting unit (3) for adjusting the opening
width of the grippers (5) characterised in that the gripper shaft (2) comprises the
central adjustment unit (3) in the centre between the ends as a screw in a mounting
arm (20), and that the central adjusting unit (3) is in drive connection with an actuation
shaft (1) rotatably mounted and arranged parallel to the gripper shaft (2) via an
arm (19), which can be driven from control cams (17, 18) by two cam controls (6, 7)
acting parallel to one another from the outside on the ends of the actuation shaft
(1) via drive levers (10, 11) carrying running rolls (12, 13).
2. Apparatus according to Claim 1, characterised in that a tubular gripper shaft (2)
arranged concentrically on the actuation shaft (1) is provided which in the centre
between its ends comprises as a screw in the mounting arm (20) the central adjusting
unit (3) which is in drive connection with the actuation shaft (1) via the arm (19).
3. Apparatus according to Claim 1 and 2, characterised in that for control of the
gripper (5) through the centre of the cylinder the drive levers (10, 11) are constructed
as lever systems (15) which are arranged between each end of the actuation shaft (1)
and the control cams (17, 18) of the cam controls (6, 7).
4. Apparatus according to Claims 1 to 3, characterised in that the control cams (17,
18) have interior and/or exterior curves.
1. Dispositif de commande de pinces (5), dans des machines à imprimer rotatives à
feuilles, qui sont réunies en une rangée de pinces et sont montées sur un cylindre
(8), ou un tambour, tournant, la rangée de princes étant commandée a un arbre à pinces
(2) et une première commande à came (6, 10, 12, 17), qui possède un dispositif de
réglage (3) central, pur régler la largeur d'ouverture des pinces (5),
caractérisé en ce que,
l'arbre à pinces (2) reçoit le dispositif de réglage (3) central, sous forme d'une
vis, au centre entre ses extrémités, dans un bras (20) et en ce que le dispocitif
de réglage (3) central est en liaison d'entraînement, par l'intermédiaire d'un bras
(19), avec un arbre d'actionnement (1), monté rotatif et disposé parallélement à l'arbre
à pinces (2), qui est susceptible d'être entraîné par deux commandes à came (6, 7),
agissant parallèlement l'une par rapport à l'autre, de l'extérieur sur les extrémités
de l'arbre d'actionnement (1), par l'intermédiaire de leviers d'entraînement (10,11),
portant des galets de roulement (12,13), de cames de commandes (17, 18).
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'il est prévu un arbre à pinces (2), de forme tubulaire, disposé concentriquement
sur l'arbre d'actionnement (1), qui reçoit sous forme d'une vis, au centre entre ses
extrémités, dans le bras (20), le dispositif de réglage (3) central, qui est en liaison
d'entrainement, par l'intermédiaire du bras (19), avec l'arbre d'actionnement (1).
3. Dispositif selon les revendications 1 et 2,
carctérisé en ce que
les leviers d'entraînement (10, 11) sont réalisés sous forme de systèmes de levier
(15), pour commander les pinces (5) par l'intermédiaire du centre du cylindre, qui
sont disposés entre chaque extrémité de l'arbre d'actionnement (1) et les cames de
commande (17, 18) des commandes à came (6, 7).
4. Dispositif selon les revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
les cames de commande (17,18) possèdent des cames intérieures et/ou extérieures.