[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung einer Berechtigungskarte,
die eine den Karteninhaber identifizierende Abbildung und weitere Daten aufweist,
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus der EP-A-00 84064 bekannt. Dabei ist als Druckvorrichtung
ein Thermo-oder Elektrosensitiv-Druckkopf vorgesehen, wobei das Videobild und die
übrigen Daten auf Karten aufgezeichnet werden, die mit einer Thermo- bzw. elektrosensitiven
Beschichtung versehen sind. Abgesehen von dem Erfordernis dieser Beschichtung, die
die Karten spürbar verteuert, läßt das Auflösungsvermögen der bekannten Vorrichtung
zu wünschen übrig.
[0003] Weiterhin sind Berechtigungskarten bekannt, die auf elektrofotografischem Weg mit
einem Bild des Karteninhabers und eventuell weiteren Daten versehen sind (US-PS 4
006 050, US-PS 4 092 449, DE-OS 22 62 507, EP-A-00 12 374 und EP-B 1-00 24 344). Dabei
werden beispielsweise nach der EP-B 1-00 24 344 mit einer Schreibmaschine oder handschriftlich
die Daten des Karteninhabers in ein Feld eines Formblatts eingetragen, auf welches
dann das Bild des Karteninhabers geklebt wird, worauf das Formblatt auf das Kopierfenster
eines handelsüblichen Kopiergeräts gelegt und kopiert wird.
[0004] Der Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, liegt die Aufgabe zugrunde,
die bekannte Vorrichtung nach der EP-A-00 84 064 dahingehend zu verbessern, daß eine
höhere Auflösung der den Karteninhaber identifizierenden Abbildung gewährleistet ist,
und zwar ohne die Kosten der Vorrichtung sowie die Kosten der Kartenrohlinge zu erhöhen.
[0005] Unter Berechtigungskarten sind dabei insbesondere Identitätsausweise, wie, Personal-
oder Firmenausweise Kredit- und- Scheckkarten sowie Ausweise zu verstehen, die zum
Bezug von Waren sowie zur Inanspruchnahme von Dienstleistungen berechtigten. Als solche
Dienstleistung ist beispielsweise der Personentransport zu nennen, etwa bei Wintersportanlagen.
So werden allein allein in den Alpen jährlich mehrere Millionen von Skipässen ausgegeben,
die mit einem Bild des Karteninhabers versehen werden.
[0006] Die den Karteninhaber identifizierende Abbildung ist in erster Linie ein Bild desselben.
Sie kann jedoch auch ein Fingerabdruck sein. In diesem Fall kann eine durchsichtige
Scheibe verwendet werden, auf die die betreffende Person den Finger drückt, wobei
die den Fingerabdruck aufnehmende Videokamera auf der anderen Seite der Scheibe angeordnet
ist.
[0007] Die weiteren Daten, die neben der den Karteninhaber identifizierenden Abbildung auf
die Berechtigungskarte aufgezeichnet werden, sind normalerweise alphanumerische Daten,
d. h. bei einem Skipaß z. B. eine Nummer zur Identifizierung der Karte, deren Preis,
Beginn und Dauer von deren Gültigkeit, Angaben über die Kasse, an der die Karte gekauft
worden ist, und weitere Angaben über den Karteninhaber (Erwachsener, Kind, Skilehrer
usw.). Diese weiteren Daten können jedoch auch eine Code-Markierung sein, beispielsweise
ein Strichcode, insbesondere wenn die Berechtigungskarte zum Bezug von Waren beispielsweise
in einem Supermarkt berechtigt, bei dem an der Kasse bereits entsprechende Strichcodelesegeräte
für die mit 'Strichcode versehenen Waren installiert sind.
[0008] Bei dem erfindungsgemäß verwendeten elektrofotografischen Aufzeichnungsgerät kann
das Ladungsbild, das von der Lichtquelle ganzflächig auf einer Halbleiterschicht erzeugt
wird, also beispielsweise von einer von der Steuereinrichtung angesteuerten auf eine
sich drehende Selenwalze projizierenden Fotoemitterzeile, dann wie bei einem handelsüblichen
elektrofotografischen Kopiergerät mit einem Toner in Berührung gebracht werden, worauf
das Tonerbild elektrostatisch auf die Karte übertragen und fixiert wird.
[0009] Nachstehend ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung anhand
der beigefügten Zeichnung näher erläutert, deren einzige Figur schematisch einen Kassenraum
mit Videokamera, ein Blockdiagramm der weiteren Grundeinheiten der Vorrichtung sowie
schematisch das Bedrucken eines Skipasses wiedergibt.
[0010] In dem Kassenraum 1 beispielsweise einer Gondelbahn einer Wintersportanlage ist eine
Videokamera 2 vorgesehen, die durch eine durchsichtige Scheibe 3 auf eine Rückwand
4 gerichtet ist, die in einem solchen Abstand von der Scheibe 3 angeordnet ist, daß
eine Person dazwischen bequem hindurchgehen kann.
[0011] Die Wand 4 bildet einen Hintergrund gleichbleibender Helligkeit für die Videoaufnahmen.
Eine Beleuchtungseinrichtung 5 sorgt für ausreichende Beleuchtungsverhältnisse. Die
Videokamera 2 kann eine herkömmliche Röhren-oder Halbleiterkamera sein.
[0012] Die Ausgangssignale der Videokamera 2 werden einer Einrichtung 6 zugeführt, die den
Bildinhalt, d. h. die einzelnen Bildpunkte der Videokamera 2 digitalisiert, z. B.
in zwölf Grautönen. Der so digitalisierte Bildinhalt wird einer elektronischen Steuereinrichtung
7 zugeführt.
[0013] An die Steuereinrichtung 7 ist ferner eine Dateneingabeeinrichtung 8 angeschlossen.
Die Dateneingabeeinrichtung 8 kann entsprechend der Tastatur einer Schreibmaschine
ausgebildet sein. Die Dateneingabeeinrichtung kann weiterhin an ein Netzwerk und/oder
einen Massenspeicher 14 angeschlossen sein.
[0014] Falls 14 ein Netzwerk ist, so kann dieses beispielsweise die Dateneingabeeinrichtung
8 mit den einzelnen Hotels eines Wintersportortes verbinden. Die Daten des Hotelgastes,
für den die Berechtigungskarte, also z. B. der Skipaß oder eine Kurkarte gedruckt
werden soll, wie Name sowie Ab- und Anreisetag und damit die Gültigkeitsdauer der
Karte können dann über das Netzwerk abgerufen werden. Bei Abholung der Karte braucht
von der betreffenden Person dann nur noch das Videobild gemacht zu werden, während
die Eingabe der übrigen Daten entfällt.
[0015] Falls 14 ein Massenspeicher ist, so kann dieser beispiels weise in der Personalabteilung
einer Firma bereits vorhanden sein. Bei Erstellung eines Werksausweises können dann
die persönlichen Daten des betreffenden Werksangehörigen von dem Massenspeicher abgerufen
werden.
[0016] Die elektronische Steuereinrichtung 7 steuert eine Lichtquelle in einem elektrophotographischen
Aufzeichnungsgerät 9. Die Lichtquelle kann beispielsweise eine Fotoemitterzeile sein,
deren Fotoemitter von der Steuereinrichtung 7 einzeln angesteuert werden, wobei das
emittierte Licht ganzflächig auf eine sich drehende Walze mit einer Halbleiterbeschichtung
projiziert wird, auf der sich ein elektrostatisches Ladungsbild bildet, das dann mittels
eines Toners auf die Karte übertragen wird. Auf diese Weise zeichnet das Gerät 9,
gesteuert von der Steuereinrichtung 7, das von der Videokamera 2 aufgenommene Bild
der Person zwischen der Scheibe 3 und der Rückwand 4 sowie die auf die Dateneingabeeinrichtung
8 eingegebenen Daten auf den Kartenrohling 10 auf, und zwar das Bild 11 auf dem Abschnitt
A und die alphanumerischen Daten 12, wie Kartennummer, Kaufdatum der Karte, Kasse,
an der die Karte gekauft worden ist, weitere Angaben über die Person (z. B. Erwachsener)
und Gültigkeitsdauer der Karte auf dem Abschnitt B, wie dem bedruckten Skipaß 13 zu
entnehmen. Der Kartenrohring 10 kann dabei aus normalem Papier oder Kunststoff bestehen.
Die elektronische Steuereinrichtung 7 kann weiterhin mit einem Massenspeicher 15 verbunden
sein, an den ein Bildschirm 16 angeschlossen ist. Auf diese Weise kann die Kartenidentität
überprüft werden, D. h. bei einer bestimmten Kartennummer kann von dem Massenspeicher
15 das Bild der betreffenden Person abgerufen und auf dem Bildschirm 16 sichtbar gemacht
werden. Dadurch sind beispielsweise gefälschte Karten erkennbar, die mit einer ähnlichen
Vorrichtung hergestellt worden sind.
[0017] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist eine hohe Auflösung erzielbar. So können
beispielsweise mit einer Fotoemitterzeile als Lichquelle mehr als 20 Punkte pro Millimeter
erzeugt werden. Mit einem steuerbaren Laserstrahl ist noch eine wesentlich höhere
Auflösung möglich. Es können daher auch feinste Schattierungen der den Karteninhaber
identifizierenden Abbildung auf der Berechtigungskarte aufgezeichnet werden.
1. Vorrichtung zur Herstellung einer Berechtigungskarte (13), die eine den Karteninhaber
identifizierende Abbildung (11) und weitere Daten aufweist, mit
- einer Videokamera (2) zur Aufnahme der den Karteninhaber identifizierenden Abbildung;
- einer an die Videokamera (2) angeschlossenen Einrichtung (6) zum Digitalisieren
des Videobildes;
- einer Einrichtung (8) zur Eingabe der weiteren Daten,
- einer an die Digitalisierungseinrichtung (6) sowie die Dateneingabeeinrichtung (8)
angeschlossenen elektronischen Steuereinrichtung (7), und
- einer von der elektronischen Steuereinrichtung (7) angesteuerten Druckvorrichtung
(9) zum Aufzeichnen des Videobildes (l1) sowie der weiteren Daten auf die Berechtigungskarte
(13).
dadurch gekennzeichnet, daß die Druckvorrichtung (9) ein elektrophotographisches Aufzeichnungsgerät
ist, bei dem ein Ladungsbild verwendet wird, das von einer von der Steuereinrichtung
(7) ansteuerbaren Lichtquelle erzeugt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle durch
eine Fotoemitterzeile oder einen Laser gebildet wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dateneingabeeinrichtung
(8) von einem Netzwerk und/oder einem Massenspeicher (14) angesteuert ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die elektronische Steuereinrichtung (7) einen Massenspeicher (15) ansteuert.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den Massenspeicher
(15) ein Bildschirm (16) angeschlossen ist.