[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Druckwerk gemäß Oberbegriff Patentanspruch 1.
[0002] Druckwerke zum Bedrucken von Oberflächen von Bedruckgut sind an sich bekannt und
werden beispielsweise bei der Fertigung von elektrischen Bauelementen zum Aufdrucken
von Typenbezeichnungen usw. auf diese Bauelemente verwendet.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Druckwerk aufzuzeigen, welches bei
relativ einfacher Konstruktion und bei hoher Leistung ein einwandfreies Bedrucken
von Bedruckgut gestattet.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Druckwerk erfindungsgemäß gemäß dem kennzeichnenden
Teil des Patentanspruches 1 ausgebildet.
[0005] Das erfindungsgemäße Druckwerk zeichnet sich durch eine einfache und zuverlässig
arbeitende Konstruktion aus und liefert einwandfreie Druckbilder, die nicht direkt
von den Druckformen auf die zu bedruckenden Oberflächen des Bedruckgutes, sondern
in einem indirekten Druckverfahren unter Verwendung der Druckübertragungsflächen übertragen
werden.
[0006] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Druckwerkes ist das zweite
Element mit einer kreisförmigen oder ringförmigen Vertiefung versehen, an deren Boden
die wenigstens eine Druckform vorgesehen ist. Hierdurch ist ein sauberes Arbeiten
des Druckwerkes selbst bei einer relativ großen Menge an überschüssiger Druckfarbe
möglich, die (überschüssige Menge) ein einwandfreies Einfärben der wenigstens einen
Druckform sicherstellt, wobei nach dem Einfärben der Druckform überschüssige Druckfarbe
durch einen Abstreifer oder eine Abzieheinrichtung aus dem mit der wenigstens einen
Druckform versehenen Bereich in einen Bereich am äußeren oder inneren Rand der Vertiefung
gefördert wird. Diese nach außen oder innen geförderte überschüssige Druckfarbe wird
dann anschließend wiudcr zu:r. Einfärben der Druckform verwendet bzw. mitverwendet.
[0007] Bei einer weiteren Ausführungsform besteht das erste Element aus zwei Einzelelementen,
die in Richtung der ersten Drehachse versetzt zueinander angeordnet sind, wobei an
den einander zugewendeten Seiten der beiden Einzelelemente des ersten Elementes jeweils
wenigstens eine Druckübertragungsfläche vorgesehen ist und die wenigstens zwei, einander
zugewendeten Druckübertragungsflächen in Richtung der ersten Drehachse gegensinnig
aus der Ruhestellung, in der die einander zugewendeten Druckübertragungsflächen einen
größeren Abstand voneinander aufweisen, in die Arbeitsstellung bewegbar sind, in der
die einander zugewendeten Druckübertragungsflächen einen geringeren Abstand voneinander
besitzen, wobei das zweite Element an zwei einander abgewendeten Oberflächenbereichen
jeweils wenigstens eine Druckform aufweist.
[0008] Diese Ausführung hat den Vorteil, daß bei relativ einfacher Konstruktion und hoher
Leistung ein einwandfreies, gleichzeitiges Bedrucken von Bedruckgut an zwei einander
abgewendeten Oberflächenseiten möglich ist. Die beiden Einzelelemente des ersten Elementes
sind vorzugsweise kreisscheibenförmig ausgebildet und besitzen an den einander zugewendeten
Stirnflächen die wenigstens zwei Drückübertragungsflächen. Das zweite Element ist
dabei ebenfalls vorzugsweise kreisscheibenförmig ausgebildet und besitzt an beiden
Stirnflächen jeweils wenigstens eine Druckform. Bevorzugt sind jedoch an jedem Einzelelement
mehrere Druckübertragungsflächen und an den beiden Oberflächenbereichen des zweiten
Elementes mehrere Druckformen vorgesehen.
[0009] Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in Seitenansicht die teilweise im Längsschnitt eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Druckwerks;
Fig. 2 einen Schnitt entsprechend der Linie I-I der Fig. 1;
Fig. 3 in etwas vereinfachter Darstellung einen Schnitt entsprechend der Linie II-II
der Fig. 1;
Fig. 4 in Einzeldarstellung eine Draufsicht auf die mit den Druckformen versehene
Seite des zweiten, diese Druckformen aufweisenden Elementes.
Fig. 5 in ähnlicher Darstellung wie Fig. 1 eine abgewandelte Ausführung des Druckwerkes;
.
Fig. 6 in Draufsicht einen Transportteller des Druckwerks nach Fig. 5 zum Zuführen
und Abführen des Bedruckgutes an bzw. von der Druckposition;
Fig. 7 in schematischer Darstellung und in Seitenansicht eine weitere Ausführungsform
des Druckwerkes;
Fig. 8 in vereinfachter Darstellung eine Draufsicht auf eine Stirnfläche des die Druckformen
aufweisenden scheibenförmigen Elementes des Druckwerkes nach Fig. 7;
Fig. 9 im Längsschnitt eine abgewandelte Ausführungsform des Druckwerkes gemäß Fig.
7;
Fig. 10 einen Schnitt entsprechend der Linie III-III der Fig. 9;
Fig 11 in vergrößerter Detaildarstellung die Einrichtung zum Aufbringen von Druckfarbe
auf die Druckformen zusammen mit dem die Druckformen aufweisenden scheibenförmigen
Element bei dem Druckwerk nach Fig. 9.
[0011] Das Druckwerk nach den Fig. 1 bis 4 besitzt einen Maschinenrahmen bzw. ein Maschinengestell,
welches von zwei mit imen Oberflächenseiten in vertikalen Ebenen angeordneten sowie
parallel und im Abstand voneinander liegenden Platinen 1 gebildet ist, die über zwei
mit ihren Oberflächenseiten in horizontalen Ebenen liegenden und im Abstand übereinander
angeordneten Platinen miteinander verbunden sind. Die beiden, im wesentlichen rechteckförmig
ausgebildeten Platinen 1 besitzt an ihrer in der Fig. 1 unteren Seitenkante jeweils
im Bereich des dortigen rechten Endes eine von dieser Seitenkante nach unten reichende
Verlängerung 1'. An diesen Verlängerungen sind die Platinen 1 und damit das Druckwerk
über Winkelstücke 3 an einem Arbeitstisch oder aber an einer Fertigungslinie dort
befestigbar, wo das Bedruckgut 4, welches bei der dargestellten Ausführungform von
elektrischen Bauelementen gebildet ist, mit einem Aufdruck versehen werden soll. Der
zwischen den beiden Platinen 1 gebildete Raum ist bei der für die Fig. 1 gewählten
Darstellung oben sowie an der linken und rechten Seite durch ein haubenartiges Gehäuseteil
5 verschlossen, welches auch die außenliegenden Seiten der Platinen 1 mitabdeckt.
[0012] Zwischen den beiden Platinen 1 ist ein Antriebselement 6 befestigt, welches bei der
dargestellten Ausführungsform von einem Winkelgetriebe gebildet ist, dessen durch
das Gehäuseteil 5 nach außen hindurchgeführte angetriebene Welle 7 entweder direkt
oder über weitere Kupplungselemente mit einem Antriebsmotor (Elektromotor) verbunden
werden kann, und dessen abtreibende Welle 8 eine Zahnriemenscheibe 9 trägt. Selbstverständlich
kann das Antriebselement 6 auch ein Antriebsmotor (Elektromotor) sein, auf dessen
Welle dann die Zahnriemenscheibe 9 befestigt ist.
[0013] Zwischen den Platinen 1 ist weiterhin ein Schrittgetrie
bu 10 vorgesehen, dessen parallel zur Welle 8 liegende und sich in vertikaler Richtung
erstreckende angetriebene Welle 11 ebenfalls mit einer Zahnriemenscheibe 12 versehen
ist, die über einen Zahnriemen 13 antriebsmäßig mit der Zahnriemenscheibe 9 verbunden
ist. Auf dem oberen Ende der von dem Antriebselement 6 kontinuierlich angetriebenen
Welle 11 sitzt oberhalb der Zahnriemenscheibe 12 eine Steuerscheibe 14, die an ihrer
oberen, dem Schrittgetriebe 10 abgewendeten Stirnseite an ihrem Umfang einen in sich
geschlossenen, ringartigen und über diese Stirnseite vorstehenden Rand 15 aufweist,
der konzentrisch zur Achse der Welle 11 verläuft, und dessen Höhe sich zur Bildung
einer Steuerkurve um den Umfang der Steuerscheibe 14 derart ändert, daß der Rand 15
einen Bereich maximaler Höhe und einen Bereich minimaler Höhe aufweist, die um 180°
um die Achse der Welle 11 gegeneinander versetzt sind und ineinander derart übergehen,
daß der Rand 15 in der Abwinklung eine sich nach einer Sinuslinie ändernde Höhe besitzt.
[0014] Das Schrittgetriebe 10 weist weiterhin eine abtreibende Welle 16 auf, deren Achse
ebenfalls in vertikaler Richtung liegt und die über die Oberseite sowie über die Unterseite
des Schrittgetriebes 10 vorsteht. An dem über die Oberseite des Schrittgetriebes vorstehenden
Ende der Welle 16 ist ein Zahnrad 17 befestigt, welches über ein an der oberen Platine
2 drehbar gelagertes Zwischenzahnrad 18 mit einem Zahnrad 19 antriebsmäßig in Verbindung
steht. Das Zahnrad 19 sitzt auf einer mit ihrer Achse ebenfalls in vertikaler Richtung
verlaufenden Welle 20, die in der oberen und unteren Platine 2 drehbar sowie gleichzeitig
auch axial verschiebbar gelagert ist.
[0015] Im Bereich zwischen den beiden Platinen 2 ist die Welle 20 mit einem Bund bzw. mit
einem Abschnitt 21 mit vergrößertem Querschnitt versehen, gegen welchen das obere
Ende einer die Welle 20 umgebenden Druckfeder 22 anliegt, die sich mit ihrem unteren
Ende gegen einen auf der WeLle 20 in Längsrichtung dieser Welle verschiebbar angeordnete
Hülse 23 abstützt, die ihrerseits mit ihrer dem Abschnitt 21 abgewendeten Unterseite
gegen die Oberseite der unteren Platine 2 bzw. gegen ein dort vorgesehenes Lagerelement
anliegt. Durch die Druckfeder 22 ist die Welle 20 für eine axiale Bewegung nach oben,
d.h. in Richtung des Pfeiles A der Fig. 1 vorgespannt.
[0016] An dem unteren, über die Unterseite der unteren Platine 2 vorstehenden Ende der Welle
20 ist ein teller- oder. kreisscheibenartiges Element 24 befestigt, welches im Bereich
seiner Umfangsfläche bei der dargestellten Ausführungsform vier im wesentlichen kreiszylinderförmig
ausgebildete Elemente 25 aus elastischem Material, z.B. aus Gummi oder elastischem
Kunststoff aufweist. Die Elemente 25, die jeweils den gleichen radialen Abstand von
der Achse der Welle 20 aufweisen und mit ihrer Zylinderachse parallel zur Achse der
Welle 20 liegen, sind um jeweils 90° um die Achse der Welle 20 gegeneinander versetzt
und stehen mit jeweils gleicher Länge über die untere, d.h. der unteren Platine 2
abgewendete Stirnfläche des Elementes 24 vor und bilden an ihrer unteren, konvex gewölbten
Fläche 25' die Druckübertragungsflächen.
[0017] Gegen das obere, über die obere Platine 2 vorstehende Ende der Welle 20 liegt eine
Rolle 26 an, die mit Hilfe eines Lagerbolzens 27 um eine senkrecht zu den Platinen
1 verlaufende Achse drehbar an einem Ende eines doppelarmigen Hebels 28 gelagert ist.
Der Hebel 28, der etwa in seinem mittleren Bereich mit Hilfe eines Gelenkbolzens 29,
dessen Achse ebenfalls senkrecht zu den Oberflächenseiten der Platinen 1 verläuft,
an diesen Platinen schwenkbar befestigt ist, weist an seinem anderen Ende eine weitere
Rolle 13 auf, die dort mit Hilfe einer Achse 31, ebenfalls um eine senkrecht zu den
Oberflächenseiten der Platinen 1 verlaufende Raumachse drehbar gelagert ist und gegen
die Oberseite des die Steuerkurve bildenden Randes 15 anliegt. Bei umlaufender Welle
11 wird somit über die von dem Rand 15 gebildete Steuerkurve und den Hebel 28 (im
Zusammenwirken mit der Druckfeder 22) die Welle 20 in.Achsrichtung hin- und herbewegt,
und zwar bei jedem vollen Umlauf der Welle 11 einmal nach oben (Pfeil A) und anschließend
einmal nach unten (Pfeil B).
[0018] Auf dem über die Unterseite des Schrittgetriebes 10 sowie über die untere Platine
2 vorstehenden Ende der Welle 16 ist ein zweites kreisscheibenartiges Element 32 befestigt,
welches am Umfang an seiner der unteren Platine 2 zugewendeten Stirnfläche mit einem
in sich geschlossenen Rand 33 versehen ist, der über die der unteren Platine 2 zugewendeten
Stirnfläche vorsteht. Durch diesen Rand 33 ist das.Element 32 napf- oder tellerartig
ausgebildet. Innerhalb des vom Rand 33 umschlossenen Bereichs liegt gegen die dortige
Stirnfläche des Elementes 32 eine mit einer mittleren Öffnung versehene Scheibe 34
auf, die zumindest an ihrer der unteren Platine 2 zugewendeten Oberflächenseite bei
der dargestellten Ausführungsform mit mehreren unterschiedlichen Druckformen 35a,
35b und 35c versehen ist (Fig. 4), welche jeweils durch linien- oder punktförmigen
Vertiefungen in dieser Oberflächenseite gebildet sind. Entsprechend der Anzahl der
Elemente 25 am Element 24 sind auch die unterschiedlichen Druckformen 35a, 35b und
35c jeweils vierfach vorgesehen, und zwar derart, daß die jeweils gleichartigen Druckformen
um 90
0 um die Achse der Welle 16 gegeneinander versetzt sind, d.h. bei den dargestellten
Ausführungformen sind die Druckformen 35a, 35b und 35c jeweils in vier Gruppen um
die Achse der Welle 16 angeordnet, wobei in jeder Gruppe um jeweils 30° gegeneinander
versetzt auf eine Druckform 35a eine Druckform 35b und auf diese eine Druckform 35c
folgen. Selbstverständlich ist es auch möglich, mehr als drei oder weniger als drei
. Druckformen in jeder Gruppe vorzusehen. Weiterhin ist es auch möglich, entsprechend
der Anzahl der Elemente 25 am Element 24 mehr oder weniger als vier Gruppen von Druckformen
zu verwenden. Das Element 32 und die mit den Druckformen versehene flache Scheibe
34 sind zwischen einem Bund 36 und einer am unteren Ende der Welle 16 mit Hilfe einer
Schraube 37 gehaltenen Klemmplatte 38 festgeklemmt. Über die der unteren Platine 2
abgewendeten untere Stirnfläche des Bundes 36 steht ein Stift 39 vor, der durch ein
an der Platte 34 vorgesehenes Justierloch 40a, 40b bzw. 40c hindurch in eine Bohrung
41 des Elementes 32 reicht. Die Anzahl der Justierbohrungen 40a-40c entspricht der
Anzahl der unterschiedlichen Druckformen 35a -35c, wobei die Justierbohrungen in den
gleichen Winkelabständen voneinander um die Achse der Welle 16 gegeneinander versetzt
sind, den (Winkelabstand) die unterschiedlichen Druckformen 35a - 35c in einer Gruppe
voneinander aufweisen. Durch Einführen des Zentrierstiftes 39 in eine Zentrierbohrung
40a - 40c ist es daher möglich, für den. Druckvorgang nur die dieser Zentrierbohrung
zugeordneten, jeweils gleichartigen Druckformen auszuwählen, so daß es auch möglich
ist, entsprechend der jeweils getroffenen Auswahl das
Bedruckgut 4 unter Verwendung ein und derselben Scheibe 34 mit unterschiedlichem Aufdruck
zu versehen.
[0019] Zwischen der kreiszylinderförmigen Umfangsfläche des Bundes 36 und der Innenfläche
des Randes 33 ist eine kreisringförmige, nach oben hin offene Vertiefung gebildet,
an deren Bodenfläche sich die Druckformen 35a - 35c befinden. Wie die Fig. 1 zeigt,
sind die beiden Elemente 24 und 32 weiterhin so zueinander angeordnet, daß sich diese
Elemente mit einem Teilbereich überlappen, wobei das Element 24 oberhalb des Elementes
32 derart angeordnet ist, daß sich die Elemente 24 und 32 in vertikaler Richtung in
einem Teilbereich überlappen, wobei in diesem Teilbereich die Bewegungsbahn, auf der
die Elemente 25 beim Drehen der Welle 20 umlaufen unmittelbar über der Bewegungsbahn
liegt, auf der die jeweils mit gleichem radialen Abstand von der Achse der Welle 16
angeordneten Druckformen 35a - 35c beim Drehen der Welle 16 umlaufen.
[0020] An der dem Element 24 abgewendeten Seite der Welle 16 ist an dem Element 32 eine
Einrichtung 42 zum Aufbringen von Druckfarbe vorgesehen, die im wesentlichen von einer
Rakel bzw. von einem Abstreifer 43 gebildet ist, welcher von oben her in den ringförmigen
Raum zwischen dem Bund 36 und dem Rand 33 hineinreicht und mit seiner unteren Kante
gegen die mit den Druckformen 35a - 35c versehene, der unteren Platine 2 zugewendeten
Oberflächenseite der Scheibe 34 anliegt. Wie die Fig. 2 zeigt, ist der in den ringförmigen
Raum hineinragende Teil des Abstreifers 43 von einer mit ihren Oberflächenseiten im
wesentlichen in vertikaler Richtung verlaufenden gekrümmten Wandung 44 gebildet, die
so angeordnet ist, daß bei der in der Fig. 2 durch den Pfeil C angedeuteten Drehrichtung
des Elementes 32 die konkave Seite der Wandung 44 die in Drehrichtung vordere Seite
des Abstreifers 43 bildet, sich also an dieser Seite des Abstreifers 43 ein teilweise
durch die Wandung 44 umschlossener Raum 45' ergibt, in welchem Über eine nicht näher
dargestellte Düsenöffnung Druckfarbe auf die Oberseite der Scheibe 34 aufgebracht
wird und in welchem sich vorzugsweise ständig ein gewisser Überschuß an Druckfarbe
befindet. Diese Druckfarbe wird dann mit der unteren Abstreifkante des Abstreifers
43 bzw. der Wandung 44 so verteilt, daß sich die Druckfarbe nach dem Vorbeibewegen
der Scheibe 34 an dem Abstreifer 43 zumindest an dem ringförmigen Oberflächenbereich,
auf dem die Druckformen 35a -35c angeordnet sind, hauptsächlich nur in den diese Druckformen
bildenden punkt- oder linienförmigen Vertiefungen befindet. Der Abstreifer 43 ist
an einem Ende eines horizontalen Haltearmes 45 gehalten, welcher an seinem anderen
Ende über eine Haltestange 46 an einer der beiden Platinen 1 befestigt ist. In Drehrichtung
des Elementes 32 (Pfeil C) auf den Abstreifer 43 folgend, ist eine Abzieheinrichtung
47 vorgesehen, die mittels eines schräg nach oben verlaufenden Haltearmes 48 und einer
Haltestange 49 an der anderen Platine 1 befestigt ist. Die Abzieheinrichtung 47 besteht
bei der dargestellten Ausführungsform aus einer Schneidklinge 50, die im einfachsten
Fall von einer Rasierklinge gebildet ist und die mit ihren Oberflächenseiten derart
schräg zu der Oberseite der Scheibe 34 angeordnet ist, daß die Schneidklinge 45 mit
der Oberseite der Scheibe 34 einen spitzen Winkel einschließt, welcher sich in Drehrichtung
(Pfeil C) des Elementes 32 öffnet. Die Schneidklinge 50, welche durch einen Halteklotz
51 und durch nicht näher dargestellte Schrauben an dem Haltearm 48 durch Festklemmen
gehalten ist, liegt mit ihrer, bezogen auf die Drehrichtung (Pfeil C) des Elementes
32 vorderen Schneidkante 52 gegen den mit den Druckformen 35a - 35c versehenen Bereich
der Oberseite der Scheibe 34 an. Durch die Schneidklinge 50 bzw. deren Schneide 52
wird somit ev. noch vorhandene, überschüssige Druckfarbe von dem mit den Druckformen
versehenen Bereich der Oberseite der Scheibe 34 abgezogen bzw. abgeschabt. Da die
effektive Länge der Schneide 52 kleiner ist als die Breite des ringförmigen Raumes
zwischen dem Bund 36 und dem Rand 33 und somit die Schneide 52 insbesondere auch einen
Abstand von der kreiszylinderförmigen Umfangsfläche des Bundes 36 aufweist und darüberhinaus
auch schräg zur Drehrichtung (Pfeil C) des Elementes 32 in der Weise angeordnet ist,
daß das dem Bund 36 benachbart liegende Ende der Schneide 52 auf einer radial zur
Achse der Welle 16 verlaufenden Linie liegt, die der entsprechenden Linie für das
dem Rand 33 benachbarte Ende der Schneide 52 in Drehrichtung (Pfeil C) des Elementes
32 vorauseilt, wird von der Schneide 52 abgezogene, überschüssige Druckfarbe aus dem
die Druckformen aufweisenden Oberflächenbereich radial nach innen gefördert und bildet
nach dem Vorbeibewegen an der Abzieheinrichtung 47 einen den Bund 36 umgebenden wulstartigen
Druckfarbenvorrat, welcher durch den Abstreifer 43 dann wieder (ggf. mit neuer Druckfarbe)
gleichmäßig verteilt und zum Einfärben der Druckformen 35a - 35c) mitverwendet wird.
Es versteht sich, daß für diesen Vorgang die Wandung 44 möglichst dicht bis an den
Bund 36 heranreicht.
[0021] Die Arbeitsweise des Druckwerkes läßt sich, wie folgt, beschreiben:
Das Bedruckgut 4 bzw. die einzelnen Bauelemente werden dem Druckwerk über eine Fördereinrichtung
53 getaktet zugeführt, wobei diese Fördereinrichtung synchron mit dem Antrieb des
Druckwerkes angetrieben ist.
[0022] Da die Zahnräder 17 und 19 die gleiche Anzahl von Zähnen aufweisen und über-das Zahnrad
18 antriebsmäßig miteinander verbunden sind, werden beide Elemente 24 und 32 in gleicher
Richtung und mit gleicher Geschwindigkeit gedreht, wie dies durch die Pfeile C und
D angedeutet ist.
[0023] Das Schrittgetriebe 10 ist so ausgelegt, daß während einer vollen Umdrehung der Welle
11 die Elemente 24 und 32 einen Bewegungsschritt von 90
0 mit vorausgehender bzw. anschließender Stillstandsphase ausführen, und zwar in der
Weise, daß immer dann, wenn die Welle 20 aus ihrer oberen Stellung um einen bestimmten
Betrag in Richtung des Pfeiles B abgesenkt ist, die beiden Elemente 24 und 32 stillstehen
und einem Element 25 eine Druckform 35a bzw. 35c und einem anderen Element 25 eine
Oberfläche des Bedruckgutes 4 unmittelbar gegenüberliegt. Bei dem weiteren Drehen
der Welle 11 und weiteren Absenken der Welle 20 (bei stillstehenden Elementen 24 und
32) kommt dann ein Element 25 mit seiner Unterseite zur Aufnahme eines Druckbildes
mit einer Druckform zur Anlage und das andere Element 25 mit seiner Unterseite zur
Übertragung des Druckbildes auf das Bedruckgut 4 mit der Oberfläche dieses Bedruckgutes
zur Anlage. Anschließend bewegt sich die Welle 20 in Richtung des Pfeiles A nach oben.
Ab einer bestimmten Stellung, d.h. beispielsweise dann, wenn die Unterseite der Elemente
25 niveauhöher liegt als die obere Kante des Randes 33 werden die Elemente 24 und
32 jeweils um einen Schaltschritt (Winkelschritt von 90°) weitergedreht. Anschließend
wird die Welle 20 erneut abgesenkt, so daß von einem Element 25 wiederum ein Druckbild
aufgenommen und von einem Element 25 ein Druckbild auf ein neues, noch nicht bedrucktes
Bedruckgut 4 übertragen werden kann.
[0024] Das Druckwerk nach den Figuren 5 und 6 unterscheidet sich vom Druckwerk nach den
Fig. 1 bis 4 lediglich dadurch, daß anstelle der Fördereinrichtung 53 ein im wesentlichen
kreisscheibenförmiger Drehteller 54 vorgesehen ist. Der Drehteller 54 ist an einer
parallel zur und im Abstand von der Welle 20 angeordneten Welle 55 befestigt, die
an den Platinen 2 sowie an einer unter dem Drehteller 54 vorgesehenen ortsfesten Hilfsplatine
56, welche beispielsweise über Abstandselemente mit der unteren Platine 2 verbunden
ist, derart drehbar gelagert ist, daß sich jeweils ein Teilbereich des Elementes 24
sowie ein Teilbereich des kreisscheibenförmigen Drehtellers 54 überdecken. Am oberen
Ende trägt die Welle 55 ein Zahnrad 57, welches über ein an der oberen Platine 2 gelagertes
Zwischenzahnrad 58 mit dem Zahnrad 19 in Verbindung steht, so daß der Drehteller 54
synchron mit dem Antrieb des Druckwerkes rotierend und getaktet angetrieben ist.
[0025] An seiner den Elementen 25 zugewendeten Oberseite ist der Drehteller 54 mit radial
zur Achse der Welle 55 verlaufenden, zur Oberseite sowie zum Rand 54' des Drehtellers
hin offenen nutenartigen Aussparungen 59 versehen. Die Anzahl der in . gleichmäßigen
Winkelabständen um die Achse der Welle 55 verteilt angeordneten Aussparungen 59 ist
gleich der Anzahl der Elemente 25. In jeder Aussparung 59 ist ein hebelartig ausgebildeter
Klemmbacken 60 mit Hilfe eines parallel zur Achse der Welle 55 liegenden Gelenkstiftes
61 an einem Ende schwenkbar gelagert, wobei der Gelenkstift 61 der Welle 55 näherliegt
als das bis etwa an die Umfangsfläche 54' reichende freie Ende des Klemmbackens 60.
Durch eine Druckfeder 62 ist jeder Klemmbacken 60 so vorgespannt, daß er bei entspannter
Feder 62 mit einer seiner radial zur Welle 55 verlaufenden Längsseiten, nämlich mit
der als Haltefläche 63 dienenden Längsseite einer Erweiterung 64 unmittelbar benachbart
liegt, die jede Aussparung 59 im Bereich der Umfangsfläche 54' aufweist. An seinem
freien Ende weist jeder Klemmbacken 60 einen nach oben überstehenden Zapfen -65 auf,
der in Drehrichtung des Drehtellers 54 (Pfeil E) der zugehörigen Erweiterung 64 nacheilt.
[0026] An der Oberseite der Hilfsplatine 56 sind um 180° um die Achse der Welle 55 gegeneinander
versetzt zwei Halteklötze 66 vorgesehen, an denen jeweils ein als Hebel ausgebildetes
Anschlagelement 67 um einen parallel zur Achse der Welle 55 liegenden Gelenkstift
68 an einem Ende schwenkbar gelagert ist. Das andere Ende jedes Anschlagelementes
67 ist fingerartig mit vermindertem Querschnitt ausgebildet und besitzt einen zur
Welle 55 weisenden nasenartigen Vorsprung 69, der an einer Seite eine schräge Anlagefläche
für die Zapfen 65 bildet. Durch eine Druckfeder 70 ist jedes Anschlagelement 67 so
vorgespannt, daß das fingerartige Ende 67' mit dem Vorsprung 69 im Bewegungsraum der
Zapfen 65 liegt. Die beiden Anschlagelemente 67 sind weiterhin so angeordnet, daß
deren Vorsprünge 69 auf einer Verbindungslinie liegen, die etwa senkrecht zu der Linie
L verläuft, welche die Achsen der Wellen 16, 20 und 55 schneidet.
[0027] Immer dann, wenn sich ein Zapfen 65 an dem Vorsprung 69 eines Anschlagelementes vorbeibewegt,
wird die entsprechende Klemmbacke 60 gegen die Wirkung der Feder 62 in Richtung des
Pfeiles H geschwenkt, so daß von der Fördereinrichtung 70, an der die Bauelemente
4 in Richtung des Pfeiles F zugeführt werden, ein Bauelement 4 in die Erweiterung
64 hineinbeweg: werden kann bzw. aus einer Erweiterung 64 ein Bauelement 4 an die
Fördereinrichtung 71 abgegeben werden kann, mit der die bedruckten Bauelemente in
Richtung des Pfeiles G abgeführt werden. BeimWeiterbewegen des Drehtellers 54 kommt
jeder Zapfen 65 wieder außer Eingriff mit dem Vorsprung 69, so daß die betreffenden
Klemmbacken entgegen dem Pfeil H in ihre Ruhe- bzw. Klemmstellung zurückschwenken
und das von der Fördereinrichtung 70 an den Drehteller 54 übergebene Bauelement 4
in der Erweiterung 64 festgeklemmt ist. Es versteht sich, daß die Drehbewegung des
Drehtellers 54 immer dann eine Stillstandsphase aufweist, wenn sich eine Erweiterung
64 an der Förderrichtung 70, eine Erweiterung 64 an der Fördereinrichtung 71 und eine
Erweiterung 64 unter einem Element 25 befinden, so daß das in der letztgenannten Erweiterung
gehaltene Bauelement 4 durch das sich nach unten bewegende Element 25 an seiner über
die Oberseite des Drehtellers 54 vorstehenden Fläche bedruckt werden kann. Die Fördereinrichtungen
70 und 71 sind herkömmliche Fördereinrichtungen, beispielsweise Linear-Förderer (z.B.
Vibrations-Förderer), in denen die Bauelemente 4 in einer Führungsschiene geführt
sind. Zum Einbringen der Bauelemente 4 von der Förderrichtung 70 in die jeweils bereitstehende
Erweiterung 64 bzw. zum Ausbringen der Bauelemente 4 aus der Erweiterung 64 an die
Fördereinrichtung 71 sind vorzugsweise zusätzliche, nicht dargestellte Hilfsmittel,
wie beispielsweise Luftaustrittsdüsen oder mechanische Elemente zum Bewegen der Bauelemente
4 vorgesehen.
[0028] Bei der Ausführungsform nach den Figuren 7 und 8 ist 101 der mit seiner Oberseite
in einer horizontalen Ebene liegende Arbeitstisch eines ansonsten nicht näher dargestellten
Maschinenrahmens oder Maschinengestells. An der Oberseite des Arbeitstisches 101 ist
das Druckwerk 102, dessen Antriebselemente in einem Gehäuse 103 untergebracht sind,
dort befestigt, wo beispielsweise am Ende einer Fertigungslinie das
Bedruckgut mit einem Aufdruck versehen werden soll. Das
Bedruckgut ist von elektrischen Bauelementen 104 gebildet, die in quasi-radialer Form
gegurtet an einem Gurt 105 gehalten sind, der mit seiner Längserstreckung senkrecht
zur Zeichenebene der Fig. 7 liegt. Durch geeignete, an der Oberseite des Arbeitstisches
101 vorgesehene Führungs- und Antriebsmittel, die der einfacheren Darstellung wegen
lediglich als Führungsschienen 106 dargestellt sind, ist der Gurt 105 hochkant, d.h.
mit seinen Oberflächenseiten in vertikalen Ebenen und damit senkrecht zur Oberseite
des Arbeitstisches 101 liegend derart geführt, daß die Körper 104' der Bauelemente
104 über der Oberkante des Gurtes 105 angeordnet sind bzw. die Anschlußdrähte 107
über die Oberkante des Gurtes 105 in vertikaler Richtung nach oben wegstehen und an
ihrem oberen Ende die Bauelementekörper 104' tragen. Der Gurt 105 und damit auch die
an diesem gehaltenen Bauelemente 104 werden getaktet in horizontaler Richtung bzw.
in Richtung senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 7 bewegt.
[0029] Außerhalb des Gehäuses 103 sind zwei kreisscheibenartige Elemente 108 und 109 derart
vorgesehen, daß die beiden einander zugewendeten Stirnflächen 110 bzw. 111 dieser
Elemente im Abstand voneinander, jedoch parallel zueinander liegen, die durch den
jeweiligen Mittelpunkt hindurchgehenden Achsen der Elemente 108 und 109 achsgleichmiteinander
liegen und in horizontaler Richtung, d.h. in Richtung parallel zur Oberseite des Arbeitstisches
101, sowie in Richtung senkrecht zur Bewegungsrichtung des Gurtes 105 verlaufen.
[0030] Das Elemente 108 ist verdrehungssicher an einem aus dem Gehäuse 103 vorstehenden
Ende einer Hohlwelle 112 befestigt, die im Inneren des Gehäuses 103 bzw. an einer
Platine 113 drehbar und in axialer Richtung verschiebbar gelagert ist, welche (Platine)
den Innenraum des Gehäuses an der den Elementen 108 und 109 zugewendeten Seite abschließt.
Das im Vergleich zum Element 108 einen größeren Abstand von der Platine 113 aufweisende
Element 109 ist am Ende einer Welle 114 verdrehungssicher gehalten, die mit diesem
Ende ebenfalls über das Gehäuse 103 nach außen vorsteht und im Gehäuse 103 bzw. in
der Hohlwelle 112 drehbar sowie axial verschiebbar gelagert ist. Die Achsen der Hohlwelle
112 sowie der Welle 114 sind achsgleich miteinander und achsgleich mit den Achsen
der Elemente 108 und 109 und erstrecken sich somit ebenfalls in horizontaler Richtung.
Durch nicht näher dargestellte Antriebsmittel sind die Hohlwelle 112 sowie die Welle
114 und damit auch die auf diesen Wellen sitzenden Elemente 108 und 109 rotierend
und getaktet angetrieben und zwar derart, daß nach jedem Drehschritt, d.h. während
jeder auf einen Drehschritt folgenden Stillstandsphase die Hohlwelle 112 und damit
auch das Element 108 aus einer Ruhestellung mit geringerem Abstand von der Platine
113 entsprechend dem Pfeil A' in eine'Arbeitsstellung mit größerem Abstand von dieser
Platine bewegt und anschließend wieder zurückbewegt, wobei dieser Hub in Richtung
der Achse der Hohlwelle 112 erfolgt. Gleichzeitig wird in jeder Stillstandsphase das
Element 109 entsprechend dem Pfeil B" zunächst aus einer Ruhestellung mit größerem
Abstand von der Platine 113 in eine Arbeitsstellung mit geringerem Abstand von dieser
Platine bewegt und anschließend entgegen dem Pfeil B' wieder in die Ruhestellung zurückbewegt.
Auch dieser Hub des Elementes 109, der in seiner Größe dem Hub des Elementes 108 entspricht,
erfolgt in Richtung der Achse der Hohlwelle 112 bzw. der Welle 114. Zur Erzielung
der getakteten Drehbewegung der gleichen Durchmesser aufweisenden und synchron sowie
mit gleichem Drehsinn umlaufenden Elemente 108 und 109 ist im Inneren des Gehäuses
103 ein Schrittgetriebe vorgesehen, welches von einem nicht näher dargestellten Antriebsmotor
angetrieben wird, welcher entweder über das gleiche Schrittgetriebe oder aber über
ein weiteres Schrittgetriebe auch den Transport des Gurtes 105 vornimmt, so daß auch
das schrittweise Fortbewegen des Gurtes 105 und damit der Bauelemente 104 synchron
mit der Drehbewegung der Elemente 108 und 109 erfolgt. Zur Erzielung der Hübe (Pfeile
A' und B') der Elemente 108 und 109 ist im Inneren des Gehäuses 103 weiterhin eine
ebenfalls nicht dargestellte, wenigstens eine Steuerkurve aufweisende Getriebeanordnung
vorgesehen, wobei diese Getriebeanordnung auch so ausgebildet ist, daß die Hubbewegungen
der Elemente 108,und 109 synchron bzw. gleichzeitig in entgegengesetzter Richtung
erfolgen.
[0031] Im Bereich der Umfangsfläche der Elemente 108 und 109 sind an den einander zugewendeten
Stirnflächen 110 und 111 jeweils in gleichmäßigen Winkelabständen um die Achsen dieser
Elemente verteilt im wesentlichen kreiszylinderförmig ausgebildete Druckelemente 115
bzw. 116 vorgesehen, die in jeweils gleichem radialem Abstand von der Achse der Welle
114 bzw. Hohlwelle 112 angeordnet sind und aus elastischem Material, z.B. aus Gummi
oder elastischem Kunststoff bestehen. Die Elemente 115 und 116, die mit ihrer Zylinderachse
parallel zur Achse der Welle 114 bzw. Hohlwelle 112 liegen, sind an einem Ende bzw.
an einer Stirnseite an der Stirnseite 110 bzw. 111 des zugehörigen Elementes 108 bzw.
109 befestigt. Am anderen Ende bzw. an der anderen Stirnseite sind die Druckelement
konvex gewölbt und bilden dort die Druckübertragungsflächen 115' bzw. 116', wobei
sämtliche Druckübertragungsflächen 115' den gleichen Abstand von der Stirnfäche 110
und sämtliche Druckübertragungsflächen 116' den gleichen Abstand von der Stirnfläche
111 aufweisen. Weiterhin sind die Druckelemente 115 und 116 bei der dargestellten
Ausführungsform so angeordnet, daß in Richtung der Achse der Welle 114 bzw. Hohlwelle
112 jedem Druckelement 115 am Element 108 ein Druckelement 116 am Element 109 direkt
gegenüberliegt, was auch bedeutet, daß die Anzahl der Druckelemente 115 gleich der
Anzahl der Druckelemente 116 ist.
[0032] Oberhalb der Welle 114 bzw. Hohlwelle 112 ist im Gehäuse 103 bzw. in der Platine
113 eine Welle 117 drehbar gelagert, die mit ihrer Achse parallel zur Achse der Welle
114 liegt. Die Welle 117 trägt an ihrem aus dem Gehäuse 103 vorstehenden Ende ein
kreisscheibenförmiges Element 118, welches an seinen beiden, senkrecht zur Achse der
Welle 117 verlaufenden vertikalen Stirnflächen jeweils mit einer zu der betreffenden
Stirnfläche hin offenen ringförmigen Vertiefung versehen ist, deren jeweilige Bodenfläche
119 und 120 parallel zu den Stirnflächen 110 und 111 der Elemente 108 und 109 liegt
und im Bereich des Umfangs mit Druckformen 121 versehen ist, die jeweils durch linien-
oder punktförmige Vertiefungen an diesen Bodenflächen gebildet sind. Die Druckformen
121 an jeder Bodenfläche 119 bzw. 120 sind um jeweils gleiche Winkelabstände um die
Achse der Welle 117 verteilt angeordnet und besitzen auch jeweils den gleichen radialen
Abstand von dieser Achse, wobei jeder Druckform 121 an der Bodenfläche 119 eine Druckform
121 an der Bodenfläche 120 in Richtung der Achse der Welle 117 unmittelbar gegenüberliegt.
Sämtliche Druckformen 121 an jeder Bodenfläche 119 bzw. 120 sind gleichartig ausgebildet,
wobei die Druckformen 121 an der Bodenfläche 119 unterschiedlich von den Druckformen
121 an der Bodenfläche 120 sein können, d.h. die Druckformen 121 an der Bodenfläche
119 dienen beispielsweise zum Aufdrucken technischer Daten auf die eine Seite der
quaderartig ausgebildeten Bauelementekörper 104' und die Druckformen 121 an der Bodenfläche
120 zum Aufdrucken eines Herstellerhinweises auf die andere gegenüberliegende Seite
der Bauelementekörper 104'. Grundsätzlich ist es selbstverständlich auch möglich,
die Druckformen 12l an der Bodenfläche 119 identisch mit den Druckformen 121 an der
Bodenfläche 120 auszuführen, so daß die bedruckten Bauelementekörper 104° von beiden
Seiten her vollständig lesbar sind. Die Dicke des Elementes 118 im Bereich der Druckformen
121, d.h. der Abstand der Bodenflächen 119 und 120 ist in etwa gleich der Dicke des
Bauelementekörpers 104' in Richtung der Achse der Welle 114, d.h. in etwa gleich dem
Abstand, den die beiden-zu bedruckenden Flächen des Bauelementekörpers 104' voneinander
aufweisen.
[0033] Grundsätzlich ist es auch möglich, zumindest an einer Seite des Elementes 118 die
Druckflächen 121 nicht direkt auf der dortigen Bodenfläche 119 bzw. 120 vorzusehen,
sondern auf einer Oberflächenseite der oben beschriebenen Scheibe 34.
[0034] Die Welle 117, die drehbar, jedoch axial nicht verschiebbar gelagert ist, wird ebenfalls
rotierend und getaktet angetrieben, und zwar synchron mit dem Antrieb der Elemente
108 und 109, wobei der Antrieb des Elementes 118 vorzugsweise gleichsinnig zu dem
Antrieb der Elemente 108 und 109 erfolgt, d.h. sämtliche Elemente weisen die gleiche
Drehrichtung auf. Das Element 118 besitzt den gleichen Durchmesser wie die Elemente
108 und 109. Außerdem ist die Welle 117 im Gehäuse 103 derart gelagert und das Element
118 an dieser Welle derart befestigt, daß es mit einem Teilbereich in den Raum zwischen
den Elementen 108 und 109 hineinreicht, und zwar derart, daß in jeder Stillstandsphase
der Elemente i08, 109 und 118 einem Druckelement 115 eine Druckform 121 an der Bodenfläche
119 und einem Druckelement 116 eine Druckform 121 an der Bodenfläche 120 in Richtung
der Achsen der Welle 117 unmittelbar gegenüberliegt. Dies bedeutet auch, daß der Abstand,
den die Achsen der Wellen 114 bzw. 112 von der Achse der Welle 117 aufweisen gleich
der Summe aus dem radialen Abstand der Druckformen 121 von der Achse der Welle 117
und dem radialen Abstand der Druckelemente 115 bzw. 116 von der Achse der Welle 114
ist.
[0035] An dem Element 118 sind weiterhin zwei Einrichtungen 122 und 123 zum Einfärben der
Druckformen 121 mit Druckfarbe vorgesehen. Mit diesen zum Zuführen der Druckfarbe
dienenden und rakelartig ausgebildeten Einrichtungen wird erreicht, daß die beim Umlaufen
des Elements 118 die Einrichtungen 122 und 123 passierenden Druckformen 121 lediglich
im Bereich der diese Druckformen bildenden linien-oder punktförmigen Vertiefungen
mit Druckfarbe versehen werden.
[0036] Der Winkelabstand, den die Druckelemente 115 und 116 an den Elementen 108 und 109
voneinander aufweisen, entspricht jeweils'einem Drehschritt dieser Elemente. Ebenso
entspricht der Abstand der Druckformen 121 an jeder Bodenfläche 119 bzw. 120 einem
Drehschritt des Elementes 118. Die Anzahl der Druckformen 121 an den Bodenflächen
119 und 120, die Anzahl der Druckelemente 115 und 116 an den Elementen 108 und 109
sind im übrigen an die Größe der Drehschritte dieser Elemente so angepaßt, daß in
jeder Stillstandsphase dieser Elemente nicht nur jeweils einem Druckelement 115 und
116 eine Druckform 121 gegenüberliegt, sondern sich zwischen zwei anderen Druckelementen
115 und 116 der Bauelementekörper 104' eines Bauelementes befindet.
[0037] Die Figuren 9 bis 11 zeigen im Detail ein Druckwerk, welches im wesentlichen in gleicher
Weise wie das Druckwerk nach den Figuren 7 und 8 ausgebildet ist, sich von dem Druckwerk
an den Figuren 7 und 8 nur dadurch unterscheidet, daß anstelle des Elementes 118 ein
Element 118' mit ebenen Stirnflächen verwendet ist, an denen jeweils eine die Druckformen
35 aufweisende Scheibe 34 vorgesehen ist, wobei jede Scheibe 34 so ausgebildet und
befestigt ist, wie dies bei der Ausführungsform nach den Figuren 1 bis 4 beschrieben
wurde.
[0038] Im Inneren des Gehäuses 103 ist parallel zu und im Abstand von der Platine 113 eine
weitere Platine 113' vorgesehen. An der oberen Kante beider Platinen ist der Antriebsmotor
124 (Elektromotor) mit einem Getriebe 125 für den Antrieb des Druckwerkes vorgesehen.
Auf der Ausgangswelle 126 des Getriebes sitzt eine Riemenscheibe 127 die über einen
Zahnriemen 128 mit einer Riemenscheibe 129 verbunden ist, welche auf der Eingangswelle
130 eines Schrittschalt-Getriebes 131 sitzt. Auf der Welle 130 ist weiterhin eine
Steuerscheibe 132 mit einer in sich geschlossenen ringförmigen Nut 133 vorgesehen,
die an ihren einander zugewendeten seitlichen Flächen zwei Steuerkurven 134 bzw. 135
bildet, die jeweils ähnlich der von dem Rand 15 gebildeten Steuerkurve ausgeführt
sind und in einem sich um die Achse der Welle 130 erstreckenden Teilbereich jeweils
einen größeren Abstand und in einem anderen Teilbereich einen kleineren Abstand von
der Platine 113' aufweisen. Auf dem über die Platine 133° nach links vorstehenden
Ende der Welle 117, die die Ausgangswelle des zwischen den beiden Platinen 113 und
113' angeordneten Schrittschalt-Getriebes 131 bildet, sitzt ein Zahnrad 137, welches
über ein an der Platine 113' drehbar gelagertes Zwischenzahnrad 138 mit einem Zahnrad
139 in Verbindung steht, welch letzteres auf der Hohlwelle 112 befestigt ist. Das
über die Platine 113 nach rechts vorstehende Ende der Welle 117 trägt das Element
118'.
[0039] Im Inneren des Gehäuses 103 sind zwei weitere Platinen 140 und 140' parallel und
im Abstand voneinander vorgesehen, die mit ihren Oberflächenseiten senkrecht zu den
Oberflächenseiten der Platinen 113 bzw. 113' liegen und mit diesen Platinen verbunden
sind. Zwischen den Platinen 140 und 140' ist ein Gelenkstift 141 beidendig gelagert,
der mit seiner Achse in einer Achsrichtung senkrecht zur Achse der Hohlwelle 112 bzw.
Welle 114 liegt. An dem Gelenkstift 141 sind zwei doppelarmige Hebel 142 und 143 jeweils
etwa in der Mitte schwenkbar gelagert. Die beiden Hebel tragen an ihrem oberen Enden
Rollen 144 bzw. 145, die jeweils um eine Achse parallel zur Achse des Gelenkstiftes
141 drehbar sind. Die Rolle 144 des Hebels 142 liegt gegen die Steuerkurve 134 und
die Rolle 145 des Hebels 143 gegen die Steuerkurve 135 an. Im Inneren des Gehäuses
103 ist an dem dortigen, den Elementen 108 und 109 abgewandten Ende der Welle 114
eine Scheibe 146 vorgesehen, die einen größeren Außendurchmesser als die Welle 114
aufweist. Auf dem den Elementen 108 und 109 abgewendeten Ende der Hohlwelle 112 sitzt
im Inneren des Gehäuses 103 eine ein Gleitlager bildende Hülse 147. Das untere Ende
des Hebels 142 liegt mit einem an diesem Ende befestigten Gleitkörper 148 gegen die
den Elementen 108 und 109 zugewendete Stirnfläche der Scheibe 146 an. Ein am unteren
Ende des Hebels 143 befestigter Gleitkörper 149 liegt mit seiner den Elementen 108
und 109 zugewendeten Seite gegen die Hülse 147 an.
[0040] Zwischen den Elementen 108 und 109 sind mehrere Führungselemente vorgesehen, die
zwar ein Bewegen der Elemente 108 und 109 in Richtung der Pfeile A' bzw. B' oder in
umgekehrter Richtung ermöglichen, jedoch verhindern, daß sich die Elemente 108 und
109 relativ zueinander um die Achse der Welle 114 verdrehen können. Diese Führungselemente
bestehen jeweils aus einem Bolzen 150, der mit einem Gewinde in einer Gewindebohrung
im Element 109 gehalten ist, mit seiner Achse parallel zur Achse der Welle 114 liegt
und mit einem Ende in eine Bohrung 151 des Elementes 108 hineinreicht. An diesem Ende
ist auf dem Bolzen 150 eine Gleithülse 152 verdrehungssicher befestigt, die mit ihrer
Außenfläche an der Wandung der Bohrung 151 gleitet. Über die Bolzen 150 sind auch
die Elemente 108 und 109 so miteinander gekoppelt, daß beim Drehen der Hohlwelle 112
über das auf dieser Hohlwelle befestigteElement 108 das auf der Welle 114 sitzende
Element 109 mitgedreht wird. Zwischen den einander zugewendeten Stirnseiten der Elemente
108 und 109 sind mehrere Druckfedern 153 vorgesehen, die die Elemente 108 und 109
in ihre jeweilige Ruhestellung auseinanderdrücken. Die Übersetzung des
Schrittschaltgetriebes 131 sowie die Steuerkurven 134 und 135 sind so ausgesführt,
daß nach jedem Drehschritt der Welle 117 sowie der Wellen 112 und 114 während der
auf diesen Drehschritt folgenden Stillstandsphase die Hebel 142 und 143 durch die
Steuerkurven 134 bzw. 135 aus einer Ruhestellung in eine Arbeitsstellung, d.h. der
Hebel 142 in Richtung des Pfeiles D" und der Hebel 143 entgegen dieser Richtung um
den Gelenkstift 141 geschwenkt und anschließend wieder in die Ruhestellung zurückgeschwenkt
werden, so daß die Elemente 108 und 109 in.jeder Stillstandsphase aus der Ruhestellung
einen Arbeitshub in Richtung A' bzw. B' und zurück in die Ruhestellung ausführen.
Das Schrittschaltgetriebe 133 ist vorzugsweise so ausgelegt, daß bei einem vollen
Umlauf der Welle 130 die Welle 117 vier Drehschritte mit jeweils einer anschließenden
Stillstandsphase ausführt.
[0041] Die Fig. 11 zeigt im Detail noch die Einrichtung zum Einfärben der Druckformen 35a
- 35c an den Scheiben 34. Diese Einrichtung besteht wiederum aus den beiden Elementen
122 und 123. In Drehrichtung des Elementes 118' sind auf die Elemente 122 und 123
folgend noch jeweils Abstreifvorrichtungen 154 bzw. 155 vorgesehen, die jeweils im
aus einem an dem Element 122 bzw. 123 befestigten ortsfesten Halteklotz 156 und einem
an diesem Klotz mit Hilfe von-Führungsstiften 157 in Richtung senkrecht zu den Stirnseiten
des Elementes 118' verschiebbar gehaltenen Klotz 158 bestehen, der einen messerartigen
Abstreifer 159 trägt, welcher gegen die mit den Druckformen 35a - 35c versehene Oberflächenseite
der betreffenden Scheibe 34 federnd anliegt, und zwar aufgrund der zwischen den Klötzen
156·und 158 wirkenden Druckfeder 160. In der
Fig. 11 sind die beiden, jeweils von Schneidklingen gebildeten Abstreifer bezogen auf
die Drehrichtung des Elementes 118' so angeordnet, daß diese Abstreifer mit der jeweiligen
Fläche des Ringes 34 einen spitzen Winkel bilden, welcher sich in Drehrichtung des
Elementes 118' (Pfeil C') öffnet. Es ist jedoch auch möglich, die Abstreifer 159 und
ebenso auch den Abstreifer 50 nach den Figuren 1 bis 4 derart anzuordnen, daß dieser
Abstreifer mit der Oberflächenseite der Scheibe 34 einen spitzen Winkel einschließt,
der sich entgegen der. Drehrichtung des Elementes 118' bzw. des Elementes 32 öffnet.
[0042] Die Arbeitsweise der Druckvorrichtungen nach den Fig. 7 bis 10 läßt sich, wie folgt
beschreiben:
In jeder Stillstandsphase der Elemente 108, 109 und 118 werden zwei Druckbilder von
den eingefärbten Druckflächen 121 gleichzeitig auf die Druckübertragungsflächen 115'
bzw. 116' übertragen. Die mit diesen Druckbildern versehenen Druckübertragungsflächen
115' bzw. 116' gelangen dann nach einem oder mehreren Drehschritten der Elemente 108
und 109 an den Bereich, an dem sich zwischen diesen Elementen ein Bauelementekörper
104' befindet, so daß die Druckbilder dann (in einer Stillstandsphase) auf die Oberflächenseiten
eines bereitstehenden Bauelementekörpers 104' aufgedruckt werden können.
[0043] Da mit den beschriebenen Druckwerken sehr kleine, gut leserliche Aufdrucke erzielt
werden sollen und hierfür eine ganz exakte Drehbewegung der Elemente erforderlich
ist, kann es zweckmäßig sein eine Bremsvorrichtung für eine Welle vorzusehen, wie
dies in der Fig. 5 mit der Bremsvorrichtung 72 für die Welle 20 angedeutet ist. Durch
diese Bremsvorrichtung werden Ungenauigkeiten, die sich aus dem Spiel der antreibenden
Zahnräder 17 bis 19 ergeben könnten, vermieden, da auf die Welle 20 ständig ein konstantes,
bremsendes Drehmoment ausgeübt wird.
1. Druckwerk zum Aufbringen eines Aufdrucks auf eine in einer Druckebene liegende Oberfläche von Bedruckgut, mit einem ersten, um eine erste Drehachse
an einem Maschinengestell drehbar gelagerten und getaktet angetriebenen Element, welches
an zumindest einem Oberflächenbereich wenigstens eine Druckübertragungsfläche aufweist,
mit einem zweiten, um eine parallel zur ersten verlaufenden zweite Drehachse am Maschinengestell
drehbar gelagerten und ebenfalls getaktet angetriebenen Element, welches an zumindest
einem dem ersten Element zugewendeten Oberflächenbereich wenigstens eine Druckform
aufweist, sowie mit einer Einrichtung zum Aufbringen von Druckfarbe auf die wenigstens
eine Druckform, wobei wenigstens eines der beiden Elemente relativ zum anderen zwischen
zwei Stellungen derart hin- und herbewegbar ist, daß die wenigstens eine Druckübertragungsfläche
in einer ersten Stellung (Arbeitsposition) gegen die wenigsten eine Druckform anliegt
und in einer zweiten Stellung (Ruheposition) einen Abstand von der Druckform aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die wenigsten eine Druckform (35a, 35b, 35c; 121) sowie
die wenigstens eine Druckübertragungsfläche (25*, 115', 116') in senkrecht zu den Drehachsen (16, 20; 114, 117) verlaufenden Ebenen
angeordnet sind, und daß die Elemente (24, 32; 108, 109, 118) in Richtung der Drehachsen
(20, 16; 114, 117) relativ zueinander bewegbar sind.
2. Druckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Druckübertragungsflächen
(25'; 115', 116') an der wenigstens einen Oberflächenseite des ersten Elementes gleich
der Anzahl der Druckformen (35a, 35b, 35c; 121) an der dieser Oberflächenseite zugewendeten
Seite des zweiten Elementes oder einem ganzzahligen Vielfachen hiervon ist, und/oder
daß die Anzahl der Druckformen (35a, 35b, 35c; 121) an der wenigstens einen Oberflächenseite
des zweiten Elementes gleich der Anzahl der Druckübertragungsflächen (25' ; 115P, 116 ) an der dieser Oberflächenseite zugewendeten Seite des ersten Elementes oder
einem ganzzahligen hiervon ist.
3. Druckwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckübertragungsflächen
(25'; 115', 116') jeweils in gleichen Winkelabständen um die erste Drehachse verteilt
angeordnet sind, und/oder daß die Druckformen (35a, 35b, 35c; 121) jeweils in gleichen
Winkelabständen um die zweite Drehachse (16, 117) angeordnet sind.
4. Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß am zweiten
Element wenigstens zwei Gruppen von unterschiedlichen Druckformen (35a, 35b, 35c)
vorgesehen sind, wobei die Druckformen jeder Gruppe um jeweils einen gleichen, ersten
Winkelabstand um die zweite Drehachse gegeneinander versetzt sind und die Druckformen
jeder Gruppe gegenüber den Druckformen einer anderen Gruppe um einen zweiten Winkelabstand
versetzt sind, und daß das zweite Element (32) an einer die zweite Drehachse bildenden
Welle (16) in unterschiedlichen, dem zweiten Winkelabstand entsprechenden Stellungen
befestigbar.
5. Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckübertragungsflächen
(25'; 115', 116') von den freien Enden von Vorsprüngen (25; 115, 116) vorzugsweise
aus elastischem Material gebildet sind, die (Vorsprünge) über die dem zweiten Element
(32; 118) zugewendete Oberfläche des ersten Elementes (24; 108, 109) vorstehen.
6. Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite
Element (32) an seiner dem ersten Element (24) zugewendeten Oberflächenseite eine
kreisförmige oder kreisringförmige, zu dem ersten Element (24) hin offene und zum
Umfang hin geschlossene Vertiefung aufweist, an deren Bodenfläche die Druckformen
(35a, 35b, 35c) vorgesehen sind, wobei vorzugsweise in die Vertiefung ein beispielsweise
von einer gekrümmten Wandung (44) gebildeter Abstreifer (43) der Einrichtung (42)
zum Aufbringen der Druckfarbe hineinreicht und mit seiner Abstreifkante gegen die
Bodenfläche der Vertiefung anliegt.
7. Druckwerk nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Abstreifer (43)
in Drehrichtung des zweiten Elementes (32) folgend eine in die Vertiefung hineinreichende
und eine gegen die Bodenfläche der Vertiefung anliegende Schneide (52) aufweisende
Abzieheinrichtung (47) vorgesehen ist, wobei vorzugsweise die Schneide (52) schräg
zur Drehrichtung (C) des zweiten Elementes (32) verläuft und einen Abstand von der
inneren und/oder äußeren Begrenzungsfläche (36, 33) der Vertiefung aufweist.
8. Druckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das erste
Element (24; 108, 109) an wenigstens einer Welle (20; 112, 114) befestigt ist, die
im Maschinengestell (1, 2, 103) drehbar sowie axial verschiebbar gelagert ist und
in Achsrichtung durch eine Steuerkurve (15; 134, 135) hin- und herbewegbar ist, welche
auf einer kontinuierlich umlaufenden Welle (11; 136) vorgesehen ist.
9. Druckwerk nach einem der Ansprüche l bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das erste
Element (24; 108, 109) sowie das zweite Element (32; 118) an Wellen (20, 16; 112,
114, 117) befestigt sind, die antriebsmäßig miteinander verbunden sind und von denen
eine die Ausgangswelle eines Schrittgetriebes (10; 131) ist, wobei vorzugsweise die
Steuerkurve (15; 134, 135) auf der Eingangswelle des Schrittgetriebes (10, 131) vorgesehen
ist.
10. Druckwerk nach einem der Anprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das erste
Element aus zwei Einzelelementen (108, 109) besteht, die in Richtung der ersten Drehachse
(112, 114) versetzt zueinander angeordnet sind, daß an den einander zugewendeten Seiten
(110, 111) der beiden Einzelelemente (108, 109) des ersten Elementes jeweils wenigstens
eine Druckübertragungsfläche (115 , 116') vorgesehen ist, daß die wenigstens zwei,
einander zugewendeten Druckübertragungsflächen (115', 116') in Richtung der ersten
Drehachse (112, 114) gegensinnig aus der Ruhestellung, in der die einander zugewendeten
Druckübertragungsflächen (115', 116') einen größeren Abstand voneinander aufweisen,
in die Arbeitsstellung bewegbar sind, in der die einander zugewendeten Druckübertragungsflächen
(115', 116') einen geringeren Abstand voneinander besitzen, daß das zweite Element
(118) an zwei einander abgewendeten Oberflächenbereichen (119, 120) jeweils wenigstens
eine Druckform (121) aufweist, daß die Bewegungsbahn der beiden, jeweils wenigstens
eine Druckform (121) aufweisenden Oberflächenbereiche (119, 120) des zweiten Elementes
(118) in einem Teilabschnitt zwischen den Bewegungsbahnen der wenigstens zwei Druckübertragungsflächen
(115', 116') verläuft, und daß zwischen den Bewegungsbahnen der wenigstens zwei Druckübertragungsflächen
(115', 116') zwei Druckebenen gebildet sind, wobei vorzugsweise das erste Einzelelement
(108) des ersten Elementes auf einer Hohlwelle (112) und das zweite Einzelelement
(109) des ersten Elementes auf einer Welle (114) befestigt ist, die zumindest mit
einer Teillänge in die Hohlwelle (112) hineinreicht, und die Hohlwelle (112) am Maschinengestell
(103, 113) sowie die Welle (114) des zweiten Einzelelementes (109) in dieser Hohlwelle
und/oder am Maschinengestell (103, 113) drehbar und axial verschiebbar gelagert sind,
und/oder wobei vorzugsweise das zweite Element (118) an einer Welle (117) befestigt
ist, die im Maschinengestell (103, 113) drehbar, axial jedoch nicht verschiebbar gelagert
ist.
11. Druckwerk nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß 5 das zweite Element (118) kreisscheibenförmig ausgebildet ist und an jeder der beiden,
senkrecht zur zweiten Drehachse (117) verlaufenden Stirnflächen (118, 120) jeweils
wenigstens eine Druckform (121) aufweist.
12. Druckwerk nach Anspruche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein
Einzelelement (108, 10 9) des ersten Elementes kreisscheibenförmig ausgebildet ist
und an seiner dem anderen Einzelelement zugewendeten, senkrecht zur ersten Drehachse
(112, 114) verlaufenden Stirnseite (110, 111) wenigstens eine Druckübertragungsfläche
(115', 116') aufweist.
13. Druckwerk nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß in Richtung
der ersten Drehachse (112, 114) die wenigstens eine Druckübertragungsfläche (115')
an einem Einzelelement (108) der wenigstens einen Druckübertragungsfläche (116') an
dem anderen Einzelelement (109) des ersten Elementes unmittelbar gegenüberliegt, und
daß die wenigstens zwei Druckformen (121) an den beiden Oberflächenbereichen (119,
120) des zweiten Elementes (118) in Richtung der zweiten Drehachse deckungsgleich
am zweiten Element (118) vorgesehen sind.
14. Druckwerk nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anzahl der Druckübertragungsflächen (115') an dem einen Einzelelement (108) gleich
der Anzahl der Druckübertragungsflächen (116') an dem anderen Einzelelement (109)
ist, und/oder daß die Anzahl der Druckformen (121) an dem einen Oberflächenbereich
(119) des zweiten Elementes (118) gleich der Anzahl der Druckformen (121) an dem anderen
Oberflächenbereich (120) des zweiten Elementes (118) ist.
15. Druckwerk nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtung zum Aufbringen von Druckfarbe von zwei Einzeleinrichtungen (122, 123)
gebildet ist, von denen jede an einem Oberflächenbereich (119, 120) des zweiten Elementes
(118) ortsfest vorgesehen ist.