Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Stoffauflauf-Vorrichtung für eine Papiermaschine mit
einem Verteilerkasten zur Verteilung einer zugeführten Stoffsuspension über die Bahnbreite
der Papiermaschine, einer eine Vielzahl von Löchern oder Kanälen aufweisenden Führungsvorrichtung
für die Stoffsuspension und einem anschliessenden Düsenraum mit einem einstellbaren
Auslaufspalt zur Verteilung der Stoffsuspension über die Bahnbreite der Papiermaschine,
wobei die Massenverteilung über die Bahnbreite der Papiermaschine auf ein vorgegebenes
Flächengewicht über die Breite der Papiermaschine einstellbar ist und wozu am Verteilerkasten
Abzweigungen und ein Sammelbehälter zum einstellbaren Abführen der Stoffsuspension
und gegebenenfalls Abzweigungen zum einstellbaren Zuführen der Suspension in den Verteilerkasten
vorgesehen sind.
Stand der Technik
[0002] Solche Stoffauflauf-Vorrichtungen sind beispielsweise aus der US-4 087 321 bekannt.
Sie dienen dazu, eine vorbereitete Faserstoff-Suspension einer Papiermaschine zuzuführen
und über deren gesamte Bahnbreite in bestimmter Weise zu verteilen. Diese Verteilung
der Stoffsuspension soll derart erfolgen, dass die mit der Papiermaschine erzeugte
Papierbahn bestimmte Eigenschaften über die Bahnbreite hat, wobei meist ein gleichmässiges
Flächengewicht (Masse pro Flächeneinheit) nach der Trocknung, eine gleichmässige Feuchte,
sowie eine gleichmässige Faserorientierung über die gesamte Bahnbreite angestrebt
wird.
[0003] Aus der US-3 556 935 oder US-4 089 739 ist es dazu bekannt, die Weite des Auslaufspaltes
des Düsenraumes mittels mehrerer, über die Bahnbreite verteilter Einstelleinrichtungen
verstellbar auszubilden. Hiermit lässt sich zwar die Stoffsuspensionsmenge über die
Bahnbreite steuern, jedoch nicht die Faserorientierung.
[0004] Unzulänglichkeiten, die im Aufbau der Papiermaschine liegen, sowie physikalische
Vorgänge während des Papierherstellungsprozesses sind der Grund dafür, dass meist
nicht alle gewünschten Eigenschaften über die Bahnbreite gleichzeitig wie gewünscht
oder gleichmässig sind. Beispielsweise werden Mängel in der Siebpartie oder das Schrumpfen
der Papierbahn während der Trocknung, insbesondere am Bahnrand, durch Aenderung des
lokalen Stoffmengenströmes ebenso ausgeglichen, wie Unzulänglichkeiten in der Geometrie
des Verteilers, der Führungsvorrichtung oder des Düsenraumes. Zur Änderung oder Einstellung
eines bestimmten lokalen Stoffmengenstromes wird vielfach die Weite des Austrittsspaltes
aus dem Düsenraum lokal verändert. Dadurch wird jedoch auch der Druck im Düsenraum
örtlich verändert und der Druckverlauf in der Faserstoff-Suspension über die Maschinenbreite
ungleichmässig. Diese örtlichen Druckunterschiede im Düsenraum führen zu Querströmungen
im Düsenraum, die sich bis hin zum Auslaufspalt auswirken, und zwar in der Weise,
dass die Richtung der Strömung im Düsenraum, über die Breite gesehen, nicht exakt
parallel und mit der Maschinenrichtung übereinstimmend ist. Selbst kleine Abweichungen
von der Maschinenrichtung führen wegen der beim Austritt des Suspensionsstrahles vorhandenen
Querkomponenten des Geschwindigkeitsvektors zu unerwünschten Ungleichmässigkeiten
der Faserorientierung der erzeugten Papierbahn über die Bahnbreite.
[0005] Aus AT-363 776 ist es bereits bekannt, Druckunterschiede in der strömenden Stoffsuspension
im Verteiler dadurch über die Bahnbreite auszugleichen, dass der Stoffsuspension an
geeigneten Stellen, beispielsweise im Verteilerkasten zusätzlich Stoffsuspension zugeführt,
oder abgezogen wird, so dass der Druckverlauf im Verteilkasten über die gesamte Bahnbreite
konstant ist. Allein mit dieser Massnahme können jedoch nicht sämtliche Druckunterschiede
im Düsenraum ausgeglichen werden.
[0006] Aus der US-3 573160 ist es bekannt, das Geschwindigkeitsprofil der Stoffsuspension
über die Bahnbreite zu messen und den Querschnitt des Verteilers, z.B. mittels einer
verstellbaren Wand, entsprechend einzustellen, um eine gleichmassige Geschwindigkeit
der Suspension im Auslaufspalt zu erreichen. Es ist weiterhin aus der Europäischen
Patentanmeldung EP-AO 029 905 eine ähnliche Lösung zur Beeinflussung des Druckprofils
im Verteiler entnehmbar, bei der die Form der Verteilerrückwand veränderbar ist. Auch
durch diese Lösungen können Druckunterschiede und Querströmungen nur unvollkommen
verhindert werden.
[0007] Wie in der GB-1 216 114 beschrieben, ist auch schon versucht worden, einen gleichmässigen
Stofffluss durch mehrere, einzeln einstellbare Überlaufrohre am Verteilkasten zu erreichen,
womit die genannten Nachteile ebenfalls nicht vermieden werden können.
[0008] Beispielsweise treten im Düsenraum an den Rändern infolge von Reibungsverlusten an
den Seitenwänden zusätzliche Druckverluste auf, welche bewirken, dass der Druck im
Düsenraum und der durchgesetzte Stoffmengenstrom zum Rand hin abfallen. Auch hierdurch
treten im Düsenraum Querströmungen auf, die zur Folge haben, dass die Stromfäden nicht
mehr exakt parallel in Maschinenrichtung ausgerichtet sind.
[0009] In DE-A-2 151 906 wird vorgeschlagen, eine gleichmässige Geschwindigkeit und Stoffmenge
auch im Randbereich dadurch zu erreichen, dass ein über die Breite individuell einstellbarer
Spalt am Verteiler vorgesehen ist. Druckunterschiede und Querströmungen im Auslaufspalt
sind jedoch auch hier vorhanden.
[0010] Auch bei mehreren gegeneinander versetzten Reihen von Bohrungen oder Kanälen in der
Fuhrungsvorrichtung, wie z.B. in US-4 137124 offenbart, sind in den Randbereichen
Ungleichmässigkeiten, wie geringere Stoffmengenströme pro Breiteneinheit vorhanden,
die ebenfalls zu Druckunterschieden und zu Querströmungen im Düsenraum und am Spaltführen.
Durch Zuführung von zusätzlicher Stoffsuspension oder Wasser an den Seiten durch die
Seitenwände des Düsenraumes hindurch könnte dies zwar ausgeglichen werden, jedoch
bedingt dies einen erheblichen maschinellen und steuerungstechnischen Aufwand.
[0011] Eine Vorrichtung nach US 4 285 767 zeigt die Zuströmung von zusätzlicher Flüssigkeit
in einen Hochkonsistenz-Stoffauflauf. In einem anderen, durch US 2 904461 beschriebenen
Lochwalzenstoffauflauf älterer Bauart wird durch einen über die ganze Breite am Boden
befindlichen Schlitz zusätzlicher Faserstoff zugeführt.
[0012] Aus der FR 1 519 450 ist es ebenfalls bekannt, im Stoffauflauf gezielt Verdünnungswasser
zur lokalen Stoffdichteregelung zuzugeben.
[0013] In der deutschen Auslegeschritt DE-AS 11 65397 wird beschrieben, wie auch die sich
oben im Lochwalzenstoffauflauf absondernde Luft geregelt abgeleitet werden kann.
[0014] Auch wenn diese Lösungen eine Auswirkung auf die Strömungsrichtung am Austrittsspalt
des Stoffauflaufes haben können, so sind diese Anwirkungen jedoch nicht in ausreichendem
Masse steuerbar und nicht von den übrigen ebenfalls vorgegebenen zur Erzeugung von
Papier wesentlichen Parametern trennbar.
[0015] Die Erfindung setzt sich die Aufgabe, die vorstehend genannten Nachteile des Standes
der Technik zu beseitigen und insbesondere eine Stoffauflauf- Vorrichtung für eine
Papiermaschine zu schaffen, mit der man trotz der zur Einstellung gewünschter Querprofile
des Flächengewichts notwendigen Änderung des lokalen Stoffmengenstromes einen Strömungszustand
im Düsenraum und am Auslaufspalt erreicht, der frei von Querströmungen ist. Eine auf
diese Weise erzeugte Papierbahn soll eine gleichmässige Faserorientierung über die
Bahnbreite aufweisen.
Darstellung der Erfindung
[0016] Mit der erfindungsgemässen Vorrichtung wird diese Aufgabe durch Massnahmen gelöst,
die im Kennzeichen des Anspruches 1 ausgegeben sind.
[0017] Durch diese Einstellmöglichkeiten wird erreicht, dass die Strömung im Auslaufspalt
so beeinflusst wird, dass bei einer Einstellung der Massenverteilung auf ein gewünschtes
Querprofil trotzdem keine Querströmungen auftreten, und somit ein Papier mit gewünschter
Massenverteilung und mit gewünschter, z.B. gleichmässiger Faserverteilung bezüglich
Menge und Orientierung über die Bahnbreite erhalten wird. Es ist aber denkbar, dass,
wenn es gewünscht wäre, auch andere Strömungsformen in der Stoffauflaufvorrichtung
mit den erfindungsgemässen Mitteln einstellbar würden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0018] Die Erfindung sowie vorteilhafte Weiterbildungen derselben werden anhand der in den
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Figur 1 zeigt eine Stoffauflauf-Vorrichtung in der Aufsicht,
Figuren 2-4 zeigen verschiedene Ausführungen von Verteilkästen mit einstellbarem Druckverlauf
in zwei Vertikalschnitten,
Figur 5 zeigt eine Stoffauflauf-Vorrichtung im Vertikalschnitt,
Figur 6 zeigt eine Stoffauflauf-Vorrichtung mit verschiedenen möglichen Zugabe- oder
Entnahmestellen für Stoffsuspension oder Zugabestellen für Wasser,
Figuren 7 und 8 zeigen Führungsvorrichtungen mit unterschiedlicher Geometrie über
die Bahnbreite,
Figuren 9-11 zeigen verschiedene Anordnungen von Zuleitungen und Abzweigungen an einem
Stoffauflauf.
Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung
[0019] Die in Figur 1 dargestellte Stoffauflauf-Vorrichtung weist einen Verteilerkasten
1 auf, dessen Querschnitt sich in Flussrichtung F der Stoffsuspension verkleinert.
Als Stoffsuspension ist dabei z.B. eine Mischung von Fasern mit Zusatzstoffen zur
Papier-oder Kartonherstellung zu verstehen, jedoch auch Füllstoffsuspensionen zur
Papierbeschichtung. Am Ende des Verteilers mit dem grösseren Querschnitt ist ein Anschlussrohr
2 zur Zuführung der Stoffsuspension angeschlossen, und an dessen anderes, entgegengesetztes
Ende mit dem kleineren Querschnitt eine Rückführleitung 3. DerVerteilerbesitztvorzugsweise
eine annähernd konische Form oder kann als Pyramidenstumpf ausgebildet sein.
[0020] An eine Längsseite 4 des Verteilers 1 ist eine Führungsvorrichtung 5 angeschlossen.
Diese kann im Prinzip als beliebige, in der Papiermaschinentechnik übliche Führungsvorrichtung
ausgebildet sein, beispielsweise wie in der Figur ausschnittsweise dargestellt, als
Stufendiffusor mit sich stufenweise erweiternden parallelen Kanälen 6, z.B. gemäss
CH 518 406 (US 3725197).
[0021] An den Ausgang dieser Kanäle 6 schliesst sich ein Düsenraum 29 mit Austrittsspalt
8 an, wobei dieservon zwei Lippen 7 gebildetwird odervon einer Lippe und einer an
der Lippe montierten, aber gegen- überdieserfrei beweglichen Blende Die Stoffsuspension
gelangt nun über die Kanäle 6, den Düsenraum 29 und den Austrittsspalt 8 auf die Siebpartie
der Papiermaschine.
[0022] Wenigstens eine der Lippen 7 oder eine an ihr angebrachte Blende ist mit mehreren,
über die Breite verteilten Verstelleinrichtungen 30 versehen, mit denen die Spaltweite
individuell über die Breite manuell oder mittels einer Regeleinrichtung eingestellt
werden kann, um mit dem aus dem Spalt 8 ausströmenden Stoffsuspensionsmengenstrom
ein gewünschtes ofentrockenes Flächengewichtsprofil der damit erzeugten Papierbahn
über die Breite einzustellen. Wenn jedoch die Spaltweite über Verstelleinrichtungen
30 am Austrittsspalt 8 lokal verändert wird, andern sich neben dem lokalen Stoffmengenstrom
und dem Flächengewichtsprofil auch die lokalen Strömungsverhältnisse, wie Druck und
Geschwindigkeit im Düsenraum. Die Folge der Druckunterschiede sind Querströmungen
im Düsenraum, die bis hin zum Auslaufspalt 8 vorhanden sind und sich am Sieb der Papiermaschine
so lange auf die Faserlagerung auswirken, bis der gesamte Faserverband im Blatt fixiert
ist. Wegen der über die Bahnbreite der Maschine unterschiedlichen Querströmungen kommt
es dann zu einer unterschiedlichen Faserlagerung im Blatt über die Bahnbreite. Um
derartige Querströmungen der Stoffsuspension zu verhindern, sind bestimmte Vorkehrungen
erforderlich. Eine dieser Möglichkeiten besteht darin, unter Beibehaltung des eingestellten
Spaltweitenprofils den Druck der Stoffsuspension über die Bahnbreite der Papiermaschine
bzw, die Breite des Düsenraumes nachzustellen oder nachzuregeln. Andererseits kann
jedoch auch die Spaltweite konstant gehalten werden und statt dessen die Stoffdichte
örtlich so geändert werden, dass bei konstantem Druck über die Breite das gewünschte
Querprofil, z.B. des Ofentrocken-Flächengewichtes in der Papierbahn entsteht. Dazu
ist es erforderlich, an geeigneten Stellen individuell überdie Breite verteilt, Stoffsuspension
oder Wasser zuzugeben oder abzuführen.
[0023] Ähnlich wie Spaltweitenverstellungen wirkt sich ein anderes Phänomen aus, das dadurch
entsteht, dass an den Rändern der Papiermaschine infolge Reibungsverlusten an den
Seitenwänden 9 zusätzlich ein Druckverlust in der Stoffsuspension eintritt. Statt
diesen Druckverlust durch Zufuhrung von Suspension oder Wasser durch die Seitenwände
9 hindurch über zusätzliche Leitungen 10 zu kompensieren, was einen erheblichen maschinellen
und steuerungstechnischen Aufwand bedeutet, kann die erforderliche Kompensation auf
einfachere und präzisere Weise durch die gleiche Druckregelung oder Stoffdichte-Regelung
bzw. durch die gleiche Änderung der Geometrie erfolgen, wie sie zur Einhaltung eines
bestimmten Flächengewichtsprofiles bei gleichmässiger Faserorientierung erforderlich
ist. Auf die gleiche Weise lässt sich weiterhin das beim Trocknen von Papierbahnen
an den Rändern auftretende Schrumpfen kompensieren, so dass eine über die gesamte
Bahnbreite gleichmässige Papierbahn entsteht.
[0024] Eine Druckkompensation kann mit verschiedenen Massnahmen einzeln oder in Kombination
miteinander erfolgen. Eine Möglichkeit zur Druckkompensation über die Bahnbreite der
Maschine besteht darin, dass wie in Figur 1 gezeigt, an einer Längsseite des Verteilerkastens
1 über dessen Länge verteilt mehrere, als Abzweigleitungen 11,12,13 und 14 ausgebildete
Abzweigungen an geschlossen sind, die mit dem Inneren des Verteilers 1 in Verbindung
stehen. In diesen Abzweigleitungen sind steuerbare Ventile 15, 16, 17, 18, 19 vorgesehen,
mittels derer der Durchfluss der Abzweigleitungen und der Rückführleitung verandert
werden kann. Die Abzweigleitungen 11, 12, 13 und 14 sowie die Rückführleitung 3 sind
z.B. an eine gemeinsame Sammelleitung 20 angeschlossen. Über diese kann die an den
einzelnen Anschlusspunkten der Abzweigleitungen und über die Rückführleitung abgezweigte
Stoffsuspension abgeführt werden. Je nach abgeführter Menge der Suspension in den
einzelnen Abzweigleitungen ändert sich der hydrostatische Druckverlauf im Verteiler
1 ab dem Ort des Anschlusses der betreffenden Abzweigleitungen. Durch die Ventile
15, 16, 17, 18 und 19 ist das Mass der Druckveränderung einstellbar, so dass es durch
Betätigung dieser Ventile möglich ist, den erforderlichen Druckverlauf überdie Länge
des Verteilers bzw. die Breite der Papiermaschine einzustellen. Durch die Form des
Verteilers 1 kann dabei zunächst ein bestimmter Druckverlauf im Verteiler grob vorgegeben
werden, so dass nur noch die verbleibenden Abweichungen durch die Betätigung der Ventile
korrigiert werden müssen.
[0025] Die Druckeinstellung an den verschiedenen Einstellpunkten kann entweder manuell,
mittels visueller Druckanzeiger oder nach Beobachtung der erzeugten Papierbahn bzw.
entsprechend den Messergebnissen für bestimmte Papiereigenschaften, die mit geeigneten
Sensoren quer über die Breite der Papierbahn ermittelt wurden, z.B. das Flächengewicht,
oder die Faserorientierung, vorgenommen werden oder, wie in Figur 1 angedeutet, mit
Hilfe einer, an die verschiedenen Messeinrichtungen angeschlossenen Regeleinrichtung
26. Dazu sind entlang der Flussrichtung F am Verteiler 1 Druckmessvorrichtungen 21,22,23,24
und 25 vorgesehen, mit welchen der hydrostatische Druck der Suspension im Verteiler
1 bzw. dessen Verlauf in Längsrichtung bestimmt wird. Solche Druckmesseinrichtungen
können im Prinzip beliebig ausgebildet und angeordnet sein, wobei die Druckmessung
auch im Düsenraum erfolgen kann. Im einfachsten Fall können die Messvorrichtungen
den einzelnen Ventilen zugeordnet sein und diese direkt steuern, oder die Messeinrichtungen
können unabhängig von den Ventilen ihre Messwerte der Regeleinrichtung 26 zuführen,
die beispielsweise mittels eines Prozessrechners die einzelnen Ventile in geeigneter
Weise steuert und nachregelt, so lange bis an allen Messpunkten der gewünschte Druck
herrscht
[0026] Das durch die Regeleinrichtung 26 vorgegebene Druckprofil kann dabei so gewählt sein,
dass der Druck einen gewünschten Verlauf zeigt, z.B. über die gesamte Breite konstant
gehalten wird, oder es können gewisse Randkorrekturen eingeschlossen sein, beispielsweise
ein etwas höherer Druck an beiden Rändern, um Druckverluste an den Seitenwänden zu
kompensieren. Zusätzlich kann die Regeleinrichtung 26 noch durch weitere, nicht dargestellte
Sensoren angesteuert werden, die beispielsweise die Dicke, das Flächengewicht, den
Curl (Rollneigung) oder die Faserorientierung des erzeugten Papieres entlang der Breite
der Papierbahn feststellen oder messen und entsprechende zusätzliche Steuersignale
28 liefern, mittels derer eine zusätzliche Druckkorrektur durch geführt oder ein Druckprofil
vorgegeben werden kann. Falls geeignetes Bedienungspersonal vorhanden ist, kann eine
derartige Steuerung jedoch auch auf einfachere Weise manuell oder halbautomatisch
durch Beobachtung der Messwerte der einzelnen Messeinrichtungen und entsprechende
Nachregelung erfolgen. Häufig ist eine solche einfachere Steuerung ausreichend, da
in der Regel eine einmalige Anpassung nach dem Anlaufen einer Papiermaschine genügt
und ein Nachregeln lediglich erforderlich wird, wenn sich Betriebsparameter, z.B.
der Druck oder die Zusammensetzung der zugeführten Stoffsuspension ändert, bzw. wenn
die Produktion geändert wird, z.B. wenn die Maschine auf eine andere Art von Stoffsuspension
umgestellt wird, die eine Änderung der Druckverteilung zur Folge hat. Bei vorbekannten
Stoffauflauf-Vorrichtungen war dies nur mit Schwierigkeiten und Komplikationen möglich.
[0027] Der Querschnitt der Abzweigleitungen 11, 12, 13 und 14 kann unterschiedlich sein,
entsprechend der notwendigen Korrektur. Ebenso kann der gegenseitige Abstand dieser
Abzweigleitungen unterschiedlich gewählt sein. Jedoch ist es auch ohne weiteres möglich,
Leitungen gleichen Durchmessers im gleichen Abstand voneinander vorzusehen, und zwar
in einer Anzahl, die die notwendige Steuerbarkeit gewährleistet.
[0028] Statt über die Abzweigleitungen einen Teil der Stoffsuspension abzuführen, können
die Abzweigleitungen auch zur Zuführung von zusätzlicher Stoffsuspension dienen. In
diesem Fall ist statt einer Rückführleitung 20 eine Zuführleitung vorzusehen. Diese
kann an die ohnehin vorhandene Zuführleitung 2 angeschlossen sein, oder auch an eine
davon getrennte Zufuhr, wobei die Vorrichtungen zur Durchfluss-Steuerung 15, 16, 17,
18, 19 als geeignete, steuerbare Pumpen ausgebildet sind. Nötigenfalls kann aber auch
nur ein Teil der Abzweigungen der Abführung von Stoffsuspension dienen, während die
anderen Abzweigungen Stoffsuspension zuführen können. Die Steuerorgane können dabei
so ausgebildet sein, dass die Durchflussrichtung und die Durchflussmenge steuerbar
sind.
[0029] Figur zeigt eine Variante in zwei Vertikalschnitten, bei der der Verteilerkasten
1 über Verbindungsleitungen 11-14 mit einem Sammelbehälter 20 verbunden ist. Das Ende
der Verbindungsleitungen 11, 12, 13, 14, das in den Sammelbehälter 20 geht, ist in
der Höhe verstellbar ausgebildet, beispielsweise durch von aussen verschiebbare Hülsen
66 oder durch wenigstens über einen Teil der Verbindungsleitungen gehende teleskopartige
Ausführung der Verbindungsleitungen. Damit wird ein in der Höhe verstellbares Wehr
geschaffen und somit der lokale Druck im Verteiler individuell einstellbar gemacht.
[0030] Figur 3 zeigt eine Abwandlung, bei derdie Verbindungsleitungen 11, 12, 13 als Schlitze
ausgebildet sind mit dahinterliegenden, verstellbaren Flächenelementen 60, 61 und
62, die als Überlaufwehre dienen. Durch Verstellung dieser Flächenelemente kann die
wirksame Wehrhöhe lokal verändert werden, so dass auch hier eine lokale Druckkorrektur
im Verteilerkasten 1 erfolgt.
[0031] Eine andere Möglichkeit, die Druckverhältnisse zu beeinflussen, ist in Figur 4 dargestellt,
bei der ein Stoffabzug nicht über einzelne, über die Maschinenbreite angeordnete Abzweigleitungen
erfolgt, sondern über einen Auslaufschlitz 64 zwischen Verteilerkasten 1 und Sammelbehälter
20, wobei der Auslaufschlitz 64 über die gesamte Maschinenbreite geht. Im Sammeibehäiter
20 ist weiterhin ein überdie gesamte Breite gehendes vertikales Überlaufwehr 63 vorgesehen,
dessen Höhe von aussen lokal über die Breite einstellbar ist. Dadurch lässt sich eine
Änderung des hydrostatischen Drucks im Verteileroder in der Düse einfach durch eine
Veränderung der Wehrhöhe des Auslaufschlitzes 64 erreichen. Statt eines senkrechten
Wehres kann auch eine verschiebbare Blende 65 vorgesehen sein, mittels der der Auslaufschlitz
64 über die Breite individuell einstellbar ist.
[0032] Statt die Abzweigleitungen oder Verbindungsschlitze an der Seite des Vertei lerkastens
1 anzubringen, können diese jedoch auch an anderen Punkten der Stoffauflauf-Vorrichtung
vorgesehen sein, beispielsweise am Diffusorblock 5, oder im Düsenraum 29 unmittelbar
nach dem Diffusorblock oder kurz vor dem Auslaufspalt 8 oder auch dazwischen.
[0033] Figur 5 zeigt eine analoge Stoffauflauf-Vorrichtung im Vertikalschnitt, bei der wiederum
ein Verteiler 1, ein Diffusor 5 mit einer Reihe von parallelen Kanälen 6, und ein
Düsenraum 29 mit einem Austrittsspalt 8 vorgesehen sind. Die Stoffsuspension fliesst
aus dem Düsenraum 29 auf das über eine Brustwalze 31 geführte Sieb 32 einer Papiermaschine.
Der Vorderteil 33 der oberen Begrenzungslippe 7 des Düsenraumes 29 ist mittels eines
Gelenkes 34 und durch über die Breite des Austrittsspaltes 8 verteilte Verstelleinrichtung
35 über die Breite individuell einstellbar. Vielfach wird der Austrittsspalt oben
von einer Blende begrenzt, die auf der oberen Lippe montiert, aber gegenüber der oberen
Lippe in gewissem Masse frei beweglich ist. Durch die an der Blende befestigten Verstelleinrichtungen
lässt sich dann die Spaltweite ändern. Dadurch kann die aus dem Spalt austretende
Suspensionsmenge örtlich unabhängig über die Breite geregelt werden. Die Zuführung
oder Abführung von Faserstoff-Suspension erfolgt wiederum über Abzweigleitungen 11
am Verteiler 1 und ausserdem oder wahlweise über Abzweigleitungen 51 am Düsenraum
29, wobei zur Mengenregulierung Ventile oder Pumpen 36 oder die in den Figuren 2-4
gezeigten Ausführungen vorgesehen sind.
[0034] Weitere Möglichkeiten bestehen darin, wie in Figur 6 gezeigt, dass die Abzweigleitungen
wahlweise oder in Kombination am Verteiler 1, am Diffusorblock 5 oder am Düsenraum
29 vorgesehen sind. Dadurch können Änderungen des Druckverlaufs möglichst nahe am
Entstehungsort kompensiert werden. Im dargestellten Beispiel ist die Möglichkeit vorgesehen,
an der Oberseite des Verteilers 1 oder an einer anderen Stelle Abzweigleitungen 37
vorzusehen. Statt dessen können die Abzweigleitungen auch direkt aus dem Diffusorblock5
hinausgeführt werden. Imdargestellten Beispiel sind beispielsweise Leitungen 39 in
die erste Diffusorstufe, Leitungen 40 in die zweite Diffusorstufe unmittelbar nach
dem Absatz zur ersten Stufe, oder Leitungen 41 in die dritte Diffusorstufe unmittelbar
nach dem Absatz zur zweiten Stufe geführt. Es können jedoch auch Zuleitungen in den
Düsenraum 29 selbst vorgesehen sein, beispielsweise Leitungen 42 in den Anfang des
Düsenraumes, unmittelbar hinter den Austrittsöffnungen 43 aus den Diffusorkanälen
oder Leitungen 44, die in der Nähe des Ausgangsspaltes 8 des Düsenraumes 29 im beweglichen
Teil 33 der oberen Lippe mündet. Über diese Leitungen kann, wie bereits erwähnt, je
nach Erfordernissen zum Zwecke der Druckregelung oder der Stoffdichte-Änderung Wasser
oder Siebwasser mit geringerer Stoffdichte bzw. Stoffsuspension zugegeben oder abgeführt
werden.
[0035] Eine weitere Druckregelungsmöglichkeit im Verteiler 1 kann dadurch geschaffen werden,
dass der Verteilerquerschnitt geändert wird, z.B. durch eine beweglich ausgebildete
Rückwand 45 des Verteilers. Die Beweglichkeit kann dadurch erreicht werden, dass die
Rückwand 45 entweder manuell oder mittels einer Regeleinrichtung über die Breite des
Verteilerkastens verstellbar ist, wodurch sich das Druckprofil im Verteiler einstellen
lässt, oder dass die Rückwand 45 als flexible und verformbare Membran ausgebildet
ist, welche sich automatisch, beispielsweise mit Hilfe eines Druckpolsters an der
Rückseite so einstellt, dass über die ganze Breite des Verteilkastens der gleiche
Druck herrscht.
[0036] In Kombination mit anderen Verstell- und Regelmöglichkeiten oder auch allein kann
zur Erzielung gleicher Strömungsgeschwindigkeiten und gleicher Drücke über die Breite
des Düsenraumes eine Veränderung der Düsengeometrie notwendig sein. Hiezu sind Verstellmöglichkeiten
52 notwendig, die unmittelbar nach der Führungsvorrichtung, vor dem Auslaufspalt oder
auch dazwischen vorzusehen sind, wobei die Verstelleinrichtungen gleichzeitig auch
an zwei und mehr Positionen in Maschinenrichtung gesehen angebracht sein können.
[0037] Weitere Regelmöglichkeiten bestehen darin, dass verstellbare Blenden 46 vor den Eintrittsöffnungen
38 der Diffusorkanäle 6 oder entsprechende verstellbare Blenden 47 vor den Austrittsöffnungen
43 der Diffusorkanäle vorgesehen werden. Diese können aus verschiebbaren Elementen,
Irisblenden, aufblasbaren Körpern oder aus anderen Elementen bestehen. Auch kann über
Leitungen 50 direkt am Eingang 38 der Kanäle Suspension oder Wasser zugeführt werden,
oder die Kanäle können durch steuerbare Druckkörper 27 verengt werden.
[0038] Der erhöhte Druckverlust an den Rändern, z.B. infolge Reibung an den Seitenwänden
9 lässt sich dadurch kompensieren, dass in den Randzonen der Druckverlust der Führungseinrichtung
verändert, z.B. verringert wird, was durch eine Veränderung des Durchtrittsquerschnitts
pro Breiteneinheit erreicht wird.
[0039] Figur 7 zeigt ein Beispiel eines Diffusorblocks 5 mit mehreren übereinander liegenden
Reihen von gleichmässig übereinander angeordneten Stufendiffusoren. Dabei ist zur
Verringerung des Druckverlustes der Diffusoren der Querschnitt der Diffusoren in der
Randzone 48 an der Seitenwand 9 grösser als in der anschliessenden mittleren Zone
49, so dass der Druckverlust in der Stoffsuspension in der Randzone etwas kleiner
ist als in der Mitte und somit die erhöhten Druckverluste in der Randzone kompensiert
werden.
[0040] Bei dem in Figur 8 dargestellten Diffusorblock 5 sind die einzelnen Reihen von Stufendiffusoren
gegeneinander versetzt, was bedeutet, dass in der Randzone 48 ein geringerer Düsendruck
durch die gegenüber der Mitte 49 fehlenden Diffusoren entsteht. Ein grösserer Stoffmengenstrom
pro Breiteneinheit wird in der Randzone durch das Anbringen zusätzlicher Bohrungen
erreicht, oder durch eine Reduzierung des Druckverlustes des einzelnen Elementes der
Führungsvorrichtung im Randbereich, so dass auch hier eine Druckkorrektur möglich
ist. Auf diese Weise sind auch grundsätzliche Mängel der Verteilerauslegung oder an
einem anderen Ort der Papiermaschine dadurch ausgleichbar, dass der Lochdurchmesser
oder Druckverlust über die Bahnbreite geändert und angepasst wird.
[0041] Abwandlungen und zweckmässige Weiterbildungen sind möglich und liegen im Rahmen des
Erfindungsgedankens. So können, wie in Figur 9 gezeigt, die mit der Sammelleitung
20 verbundenen Abzweigleitungen 11 mit Vorteil auch am höchsten Punkt des Verteilers
1 angeschlossen sein, womit gewährleistet ist, dass etwaige Luftausscheidungen sicher
abgeführt werden können. Unmittelbar daneben kann der Anschluss fur den Diffusor 5
vorgesehen sein, so dass die Druckregelung in unmittelbarer Nachbarschaft des Einganges
des Diffusors erfolgt.
[0042] Die Sammelleitung kann auch direkt am Verteiler 1 entlang geführt sein, so dass die
Abzweigungen 11 durch Öffnungen gebildet werden, die den Verteiler 1 und die Sammelleitung
20 verbinden.
[0043] Figur 10 zeigt ein Beispiel, bei dem der Diffusor als eine an sich bekannte, einen
Verteiler 1 mit den Lippen 7 und einen Ausgangsspalt 8 aufweisenden Düsenraum verbindende
Führungsvorrichtung ausgebildet ist, die zwei hintereinander geschaltete, durch einen
die Suspension umleitenden Zwischenraum 55 getrennte Rohrsysteme 53 und 54 aufweist.
Dieser Zwischenraum 55 ist durch Abzweigöffnungen 56 mit unabhängig steuerbarem oder
regelbarem Querschnitt an eine Überlaufleitung 57 angeschlossen, die gleichzeitig
eine Dämpfungswirkung zeigt.
[0044] Figur 11 zeigt ein analoges Beispiel, bei dem die Steuerbarkeit durch Schieber 58
erreicht wird, die den Querschnitt der Abzweigöffnungen verändern. Wahlweise können
dabei die Öffnungen 59 auch bis zum Anfang des Düsenraumes 29 vorverlegt sein.
1. Stoffauflaufvorrichtung für eine Papiermaschine mit einem Verteilerkasten (1) zur
Verteilung einer zugeführten Stoffsuspension über die Bahnbreite der Papiermaschine,
einer eine Vielzahl von Kanälen (6) aufweisenden Führungsvorrichtung (5) für die Stoffsuspension
und einem anschliessenden Düsenraum (29) mit einem einstellbaren Auslaufspalt (8)
zur Verteilung der Stoffsuspension über die Bahnbreite der Papiermaschine, wobei die
Massenverteilung über die Bahnbreite der Papiermaschine auf ein vorgegebenes Flächengewicht
über die Breite der Papiermaschine einstellbar ist und wozu am Verteilerkasten (1)
Abzweigungen (11-14) und ein Sammelbehälter(20) zum einstellbaren Abführen der Stoffsuspension
und ggfs. Abzweigungen (37) zum einstellbaren Zuführen der Suspension in den Verteilerkasten
(1) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung der Strömung der
Stoffsuspension in der Stoffauflaufvorrichtung, mit dem Ziel, dass auch bei einer
Änderung der Massenverteilung, durch Änderung von Betriebsparametern, über die Bahnbreite
der Papiermaschine gesehen, die horizontale Komponente der Strömungsrichtung der Stoffsuspension
am Auslaufspalt (8) überall parallel in Maschinenrichtung liegt und die Strömungsgeschwindigkeit
im Auslaufspalt (8), über die Maschinenbreite gesehen, gleich ist, nicht nur am Verteilerkasten
(1), sondern an der Stoffauflaufvorrichtung auch zwischen dem Verteilerkasten (1)
und dem Auslaufspalt (8) über die Breite des Stoffauflaufs wahlweise verteilte weitere
Abzweigungen (39,40,41,42,44, 50) zum einstellbaren örtlichen Abführen oder Zuführen
von Stoffsuspension oder Wasser und/oder Vorrichtungen (27, 45, 46, 47, 51, 52, 56,
58, 59) zum örtlichen Ändern bzw. Gestalten des Durchflussprofils und des Druckprofils
in den bezüglichen Räumen der Stoffauflaufvorrichtung vorgesehen sind, wobei die Strömung
der Stoffsuspension durch Änderung des Durchflussprofils im Verteiler, bzw. in der
Führungsvorrichtung (5), bzw. in dem Düsenraum (29) oder durch Zuführung oder Abführung
von Stoffsuspension, bzw. Zuführung von Wasser bezüglich des Verteilers (1), der Führungsvorrichtung
(5) und/oder bezüglich des Düsenraums (29) durch nach Bedarf kombinierten Einsatz
der lokal dazu vorgesehenen Mittel miteinander einzustellen ist und dass der Querschnitt
der Kanäle der Führungsvorrichtung (5) über die Bahnbreite unterschiedlich gestaltet
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die am Verteilerkasten
(1) angeordneten Abzweigungen (11-14) mit ihrem dem Verteilerkasten (1) abgewandten
Ende in den Sammelbehälter (20) hineinragen, wobei die Länge ihres in den Sammelbehälter
(20) hineinragenden Teiles veränderbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzweigungen (11-14,
64) am Vertei lerkasten (1) mit wenigstens einer Offnung ausgebildet sind und dass
im Sammelbehälter (20) an den Öffnungen ein in der Höhe lokal verstellbares Überlaufwehr
(60, 61, 62) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzweigungen am Verteilerkasten
(1) aus einem zwischen dem Verteilerkasten (1) und dem Sammelbehälter (20) in Längsrichtung
verlaufenden Schlitz (64) bestehen, dessen Weite örtlich einstellbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzweigungen (39-41)
und die Vorrichtungen (56, 58) an die Führungsvorrichtung (5, 55) angeschlossen sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzweigungen (39)
an die erste Stufe eines als Stufendiffusor ausgebildeten Kanals der Führungsvorrichtung
(5) angeschlossen sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzweigungen (40,
41) an eine zweite oder eine folgende Stufe eines als Stufendiffusor ausgebildeten
Kanals der Führungsvorrichtung (5) unmittelbar nach einer Stufe angeschlossen sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzweigungen (59)
an den Düsenraum (29) angeschlossen sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Regeleinrichtung
(26) eingerichtet ist, um den Druck überdie Breite des Stoffauflaufs auf ein vorgegebenes
Druckprofil im Verteilerkasten (1) zu regeln.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtungen (27)
zur Veränderung des Durchflussprofils der Kanäle (6) der Führungsvorrichtung (5) vorgesehen
sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzweigungen (50)
zur Zuführung von Wasser zu den Eingängen (38) der Kanäle (6) vorgesehen sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtungen (46,47)
vor den Eingangsöffnungen (38) der Führungsvorrichtung (5) oder nach deren Austrittsöffnungen
(43) zur verstellbaren Durchflussregelung durch die Führungsvorrichtung (5) vorgesehen
sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle der Führungsvorrichtung
(5) in den Randzonen (48) des Stoffauflaufs einen anderen Druckverlust aufweisen als
in der mittleren Zone (49).
14. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsvorrichtung
(5) in der Randzone die gleiche Anzahl von Kanälen (6) pro Breiteneinheit aufweist,
wobei die Querschnitte der Kanäle in der Randzone (48) anders sind als in der mittleren
Zone (49).
15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass in der Randzone (48)
zusätzliche Bohrungen als Kanäle in der Führungsvorrichtung (5) vorgesehen sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Vorrichtung
(45 bzw. 52) die Geometrie der Verteilerkästen (1, 55) und/oder des Düsenraumes (29)
über die Breite des Stoffauflaufs örtlich individuell veränderbar ist zum Ändern bzw.
Gestalten des Durchflussprofils und des Druckprofils in den Räumen (1, 29).
1. A headbox system for a paper-making machine with a distribution box (1) for distributing
a supplied pulp suspension across the width of the web of the paper-making machine,
a guide device (5) for the pulp suspension having a pluralityofchan- nels (6) and
a subsequent nozzle chamber (29) with an adjustable delivery gap (8) for distributing
the pulp suspension across the width of the web of the paper-making machine, the distribution
of the pulp across the width of the web of the paper-making machine being adjustable
to a predetermined weight per unit surface area across the width of the paper-making
machine, and for which purpose branch pipes (11-14) and a collecting container (20)
for adjustable removal of the pulp suspension and optionally branch pipes (37) for
the adjustable supply of the suspension into the distribution box (1) are provided,
characterised in that in order to set the flow of the pulp suspension in the headbox
system with the aim that, even with a change in the distribution of pulp, by altering
operating parameters, viewed across the width of the web of the paper-making machine,
the horizontal component of the direction of flow of the pulp suspension at the delivery
gap (8) is parallel in all places to the direction of the machine, and the rate of
flow in the delivery gap (8), viewed across the width of the machine, is the same,
additional branch pipes (39, 40, 41, 42, 44, 50) selectively distributed across the
width of the headbox for the adjustable localised removal or supply of pulp suspension
or water and/or devices (27,45,46,47, 51, 52, 56, 58, 59) for the localised alteration
or formation of the flow profile and the pressure profile in the related chambers
of the headbox system are provided not only in the distribution box (1) but in the
headbox system also between the distribution box (1) and the delivery gap (8), the
flow of the pulp suspension being able to be set by changing the flow profile in the
distributor, or in the guide device (5), or in the nozzle chamber (29), or by feeding
in or removing pulp suspension, orfeeding in water relative to the distributor (1),
the guide device (5) and/or relative to the nozzle chamber (29) by the use, combined
as required, of the means provided locally for this purpose and that the cross- section
of the channels of the guide device (5) differ in shape across the width of the web.
2. A system according to Claim 1, characterised in that the branch pipes (11-14) arranged
on the distribution box (1) project into the collecting container (20) with their
ends which face away from the distribution box, the length of their parts which project
into the collecting container (20) being changeable.
3. A system according to Claim 1, characterised in that the branch pipes (11-14, 64)
on the distribution box (1) are formed with at least one opening and that an overflow
weir (60,61,62) which is locally adjustable in height is provided at the openings
in the collecting container (20).
4. A system according to Claim 1, characterised in that the branch pipes on the distribution
box (1) consist of a slot (64) running in the longitudinal direction between the distribution
box (1) and the collecting container (20), the width cf which slot is locally adjustable.
5. A system according to Claim 1, characterised in that the branch pipes (39-41) and
the devices (56, 58) are connected to the guide device (5, 55).
6. A system according to Claim 1, characterised in that the branch pipes (39) are
connected to the first step of a channel of the guide device (5) which is constructed
as a stepped diffusor.
7. A system according to Claim 1, characterised in that the branch pipes (40, 41)
are connected to a second or to a subsequent step of a channel of the guide device
(5) which is constructed as a stepped diffusor directly after a step.
8. A system according to Claim 1, characterised in that the branch pipes (59) are
connected to the nozzle chamber (29).
9. A system according to Claim 1, characterised in that an automatic control device
(26) is equipped to control the pressure across the width of the headbox to give a
predetermined pressure profile in the distribution box (1).
10. A system according to Claim 1, characterised in that the devices (27) are provided
for altering the flow profile of the channels (6) of the guide device (5).
11. A system according to Claim 1, characterised in that the branch pipes (50) are
provided for supplying water to the entrances (38) to the channels (6).
12. A system according to Claim 1, characterised in that the devices (46, 47) in front
of the entrance openings (38) of the guide device (5) or after its exit openings (43)
are provided for adjustable flow control through the guide device (5).
13. A system according to Claim 13, characterised in that the channels of the guide
device (5) in the edge zones (48) of the headbox have a different pressure drop than
those in the central zone (49).
14. A system according to Claim 1, characterised in that the guide device (5) has
the same number of channels (6) per unit width in the edge zone, the cross-sections
of the channels in the edge zone (48) being differentfrom those in the central zone
(49).
15. A system according to Claim 14, characterised in that additional holes are provided
in the edge zone (48) as channels in the guide device (5).
16. A system according to Claim 1, characterised in that the geometry of the distribution
box (1, 55) and/or the nozzle chamber (29) is locally and individually changeable
across the width of the headbox by means of the device (45 or 52) to change or form
the flow profile and the pressure profile in the chambers (1, 29).
1. Système de caisse de tête pour machine à papier, avec une caisse de distribution
(1) pour répartir une suspension de matière, amenée à ladite caisse, sur toute la
largeur de bande de la machine à papier, avec un dispositif de guidage (5) de ladite
suspension de matière présentant une pluralité de canaux (6) et une chambre à tuyères
(29) disposée à la suite, avec une fente d'écoulement (8) réglable pour répartir la
suspension de matière sur toute la largeur de bande de la machine à papier, la répartition
massique selon la largeur de bande étant réglable en vue d'un grammage prédéterminé
sur toute la largeur de la machine à papier, dans lequel sont prévues à cet effet
sur la caisse de distribution (1) des dérivations (11 14) et un collecteur (20) pour
l'évacuation réglable de la suspension de matière, et, le cas échéant, des dérivations
(37) pour amener, de manière réglable, de la suspension dans la caisse de distribution
(1), caractérisé en ce que, pour régler l'écoulement de la suspension de matière dans
le système de caisse de tête dans le but que, même en cas de changement de la répartition
massique par modification des paramètres d'exploitation, la composante horizontale,
vue dans le sens de la largeur de bande de la machine à papier, du sens d'écoulement
de la suspension de matière à la fente d'écoulement (8), soit partout parallèle dans
le sens de la machine, et que la vitesse d'écoulement dans la fente d'écoulement (8)
vue dans le sens de la largeur de la machine soit uniforme, non seulement dans la
caisse de distribution (1), mais aussi dans le système de caisse de tête entre la
caisse de distribution (1) et la fente d'écoulement (8) sur toute la largeur du système
de caisse de tête, sont prévus, répartis sélectivement sur la largeur du système de
caisse de tête, d'autres dérivations (39, 40, 41, 42, 44, 50) pour l'évacuation locale
ou l'apport local, réglables, de suspension de matière ou d'eau, et/ou des dispositifs
(27, 45, 46, 47, 51, 52, 56, 58, 59) pour modifier ou conformer localement le profil
d'écoulement et le profil de pression dans les divers espaces respectifs du système
de caisse de tête, tandis que l'écoulement de la suspension de matière est réglé en
modifiant le profil d'écoulement dans la caisse de distribution et/ou dans le dispositif
de guidage (5) et/ou dans la chambre à tuyères (29) ou bien par apport ou par évacuation
de suspension de matière et/ou par apport d'eau concernant la caisse de répartition
(1), le dispositif de guidage (5) et/ou concernant la chambre à tuyères (29) par mise
en oeuvre combinée, selon les besoins, des moyens prévus localement à cet effet, les
uns avec les autres etque la section des canaux du dispositif de guidage (5) est conformée
de manière différente sur la largeur de bande.
2. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que les dérivations (11 - 14)
disposées sur la caisse de distribution (1) dépassent, par leurs extrémités opposées
à la caisse de distribution (1), à l'intérieur du collecteur (20), la longueur de
leur partie dépassant à l'intérieur du collecteur (20) étant modifiable.
3. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que les dérivations (11 - 14,
64) sur la caisse de distribution (1) sont conformées avec au moins une ouverture
et en ce qu'est prévu dans le collecteur (20), sur les ouvertures, un déversoir de
trop-plein (60, 61, 62) réglable localement en hauteur.
4. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que les dérivations sur la
caisse de distribution (1) consistent en une fente (64) s'étendant longitudinalement
entre la caisse de distribution (1) et le collecteur (20), la largeur de cette fente
étant réglable localement.
5. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que les dérivations (39 - 41)
et les dispositifs (56, 58) sont raccordés au dispositif de guidage (5, 55).
6. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que les dérivations (39) sont
raccordées au premier gradin d'un canal du dispositif de guidage (5), ce canal étant
conformé sous la forme d'un diffuseur à gradins.
7. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que les dérivations (40, 41)
sont raccordées à un deuxième gradin ou à un gradin suivant d'un canal du dispositif
de guidage (5) conformé sous la forme d'un diffuseur à gradin, directement après un
gradin.
8. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que les dérivations (59) sont
raccordées à la chambre à tuyères (29).
9. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une installation de réglage
(26) est agencée pour régler la pression sur la largeur du système de caisse de tête
selon un profil de pression prédéterminé dans la caisse de distribution (1).
10. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que les dispositifs (27) sont
prévus pour modifier le profil d'écoulement des canaux (6) du dispositif de guidage
(5).
11. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que les dérivations (50) sont
prévues pour l'apport d'eau aux entrées (38) des canaux (6).
12. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que les dispositifs (46, 47)
sont prévus en avant des ouvertures d'entrée (38) du dispositif de guidage (5), ou
après ses ouvertures de sortie (43), pour un réglage ajustable du débit à travers
le dispositif de guidage (5).
13. Système selon la revendication 13, caractérisé en ce que les canaux du dispositif
de guidage (5) présentent, dans les zones marginales (48) du système, une perte de
charge autre que dans la zone médiane (49).
14. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de guidage
(5) présente dans la zone marginale le même nombre de canaux (6) par unité de largeur,
tandis que les sections des canaux dans la zone marginale (48) sont autres que dans
la zone médiane (49).
15. Système selon la revendication 14, caractérisé en ce que dans la zone marginale
(48) des forures supplémentaires sont prévues en tant que canaux dans le dispositif
de guidage (5).
16. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que, au moyen du dispositif
(45 ou 52) la géométrie des caisses de distribution (1,55) et/ou de la chambre à tuyères
(29) est modifiable localement de façon individuelle sur toute la largeur du système
de caisse de tête, pour modifier et/ou conformer le profil d'écoulement et le profil
de pression dans les chambres (1, 29).