[0001] Bei der Erfindung wird ausgegangen von einem Druckgasschalter gemäss dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Mit diesem Oberbegriff nimmt die Erfindung auf einen Stand der Technik von Druckgasschaltern
Bezug, wie er in FR-C-2385211, DE-C-2811508 und DE-C-2812947 beschrieben ist. Die
bekannten Druckgasschalter weisen jeweils ein löschgasgefülltes Aufheizvolumen auf,
in welchem beim Ausschalten der Löschgasdruck durch die thermische Heizwirkung eines
zwischen zwei sich trennenden Schaltstücken gezogenen Lichtbogens je nach Stärke des
abzuschaltenden Stromes mehr oder weniger stark erhöht wird.
[0003] Beim Druckgasschalter nach FR-C-2385211 wird das Löschgas auf einem langen Weg vom
Aufheizvolumen über eine Verbindungskammer und eine Ausblaseöffnung in einen Auspuffraum
geführt. Hierbei wird der Lichtbogen überwiegend quer zu seiner Achse beblasen, wobei
wegen des langen Strömungsweges des Löschgases und der Ventilwirkung zunächst eines
beweglichen beider Schaltstücke und dann des Lichtbogens, selbst nach der Löschung
des Lichtbogens, in dessen Löschzone noch eine Strömung von frischem Löschgas aufrechterhalten
bleiben soll.
[0004] Bei den Druckgasschaltern nach DE-C-2811508 und DE-C-2812947 wird ein vorzeitiges
Abströmen des Löschgases aus dem Aufheizvolumen durch ein von der Stellung des beweglichen
Schaltstückes abhängiges Ventil verhindert. Hierdurch wird ein zum Ausschalten vergleichsweise
kleiner Ströme ausreichender Löschgasdruck erhalten. Ein weiteres Ventil ist notwendig,
um eine Ueberlastung des Aufheizvolumens beim Schalten vergleichsweise grosser Ströme
zu verhindern.
[0005] Die Erfindung wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, einen
Druckgasschalter der eingangs genannten Art anzugeben, mit welchem grosse und kleine
Ströme auch ohne den Einsatz drucksteuernder Ventile geschaltet werden können.
[0006] Der erfindungsgemässe Druckgasschalter zeichnet sich dadurch aus, dass durch den
Einsatz mindestens eines zwischen Lichtbogen- und Auspuffraum angeordneten Abströmrohres
beim Schalten kleiner Ströme ein erhöhter Druckaufbau im Aufheizvolumen ermöglicht
und beim Schalten grosser Ströme ein übermässiger Druckaufbau vermieden wird. Daher
können drucksteuernde Ventile entfallen und kann die Berstfestigkeit eines das Aufheizvolumen
aufnehmenden Gehäuses vergleichsweise gering gehalten werden.
[0007] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert.
[0008] Hierbei zeigt :
Fig. 1 eine Aufsicht auf einen Schnitt durch eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäss
ausgebildeten Druckgasschalters,
Fig. 2 ein Diagramm, in dem die zeitliche Abhängigkeit des Stromes I und der Löschgasdrücke
p, und P2 unmittelbar stromabwärts einer Düsenöffnung bei einem Druckgasschalter gemäss Fig.
1 mit verschieden bemessenen Abströmrohren angegeben sind,
Fig. 3 eine Aufsicht auf einen Schnitt durch eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäss
ausgebildeten Druckgasschalters,
Fig. 4 eine Aufsicht auf einen Schnitt durch eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäss
ausgebildeten Druckgasschalters, und
Fig. 5 eine Aufsicht auf einen Schnitt durch eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemäss
ausgebildeten Druckgasschalters.
[0009] In allen Figuren sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Bei allen
in den Figuren 1, 3, 4 und 5 dargestellten Druckgasschaltern sind in ein nicht dargestelltes,
mit einem lsoliergas, wie etwa Schwefelhexafluorid von 4 bis 6 bar, gefüllten Gehäuse
zwei Stromanschlüsse 1 bzw. 2 geführt, welche in elektrisch leitender Verbindung mit
einem feststehenden Schaltstück 3 bzw. einem beweglichen Schaltstück 4 stehen. Wie
auf der linken Seite von Fig. 1 dargestellt ist, kontaktieren beide Schaltstücke 3
und 4 einander im eingeschalteten Zustand in einer im Gehäuse befindlichen Schaltkammer
5. Die Schaltkammer 5 enthält ein das feststehende Schaltstück 3 umfassendes Aufheizvolumen
6 sowie einen beim Ausschalten zwischen den sich trennenden Schaltstücken 3 und 4
befindlichen Lichtbogenraum 7, in dem ein zwischen den Schaltstücken 3 und 4 gezogener
Lichtbogen 8 brennt (rechte Seite von Fig. 1). Im Lichtbogenraum 7 befindet sich eine
von einem Isolierstoffkörper 9 begrenzte und im Einschaltzustand vom beweglichen Schaltstück
4 verschlossene Düsenöffnung 10, durch welche bei Annäherung eines zugeführten Stromes
I an einen Stromnulldurchgang in Pfeilrichtung Löschgas strömt. Der stromabwärts der
Düsenöffnung 10 befindliche Teil des Lichtbogenraumes 7 ist über ein Abströmrohr 11
mit einem vom nicht dargestellten Gehäuse umschlossenen Auspuffraum 12 verbunden.
Wie in der Fig. 1 dargestellt ist, können anstelle eines Abströmrohres 11 auch mehrere
Abströmrohre vorgesehen sein.
[0010] Der erfindungsgemässe Schalter wirkt wie folgt : Beim Ausschalten wird das mit dem
feststehenden Schaltstück 3 in Eingriff befindliche Schaltstück 4 durch einen nicht
dargestellten Antrieb nach unten bewegt. Im Zuge der Ausschaltbewegung trennen sich
beide Schaltstücke 3 und 4 und wird zwischen diesen Schaltstücken der im. Lichtbogenraum
7 brennende Lichtbogen 8 gezogen. Durch seine thermische Wirkung er-höht der Lichtbogen
8 den Druck des im Aufheizvolumen 6 befindlichen Löschgases.
[0011] Beim Schalten grosser Ströme ist dieser Druck so gross, dass nach Freigabe der Düsenöffnung
10 durch das Schaltstück 4 eine aus dem Aufheizvolumen 6 durch den Lichtbogenraum
7 und das Abströmrohr 11 zum Auspuffraum 12 geführte Löschgasströmung eine intensive
Beblasung des Lichtbogens 8 bewirkt. Da das Aufheizvolumen 6 hierbei nahezu ständig
mit dem Auspuffraum 12 in Verbindung steht und das im Abströmrohr 11 befindliche kühle
Gas aufgrund des anstehenden überkritischen Druckverhältnisses mit Schallgeschwindigkeit
ausgeblasen wird, wird eine übermässige Druckbelastung des Aufheizvolumens 6 vermieden.
[0012] Beim Schalten kleiner Ströme hingegen, blockiert nach Freigabe der Düsenöffnung 10
das im Abströmrohr 11 befindliche kühle Löschgas länger die Abströmung des aufgeheizten
Löschgases aus dem Lichtbogenraum 7 und damit auch aus dem Aufheizvolumen 6, da es
aufgrund des kleineren Druckes mit einer wesentlich kleineren Geschwindigkeit als
der Schallgeschwindigkeit ausgeblasen wird. Bei Annäherung an den Stromnulldurchgang
wird auch hier das kühle Löschgas von dem unter erhöhtem Druck stehenden und im Aufheizvolumen
6 befindlichen Löschgas aus dem Abströmrohr 11 herausgeschoben und der Lichtbogen
8 beblasen. Verglichen mit einem Druckgasschalter ohne ein derartiges Abströmrohr
stellt sich hierbei während der Aufheizphase ein gegenüber dem Fülldruck
PF des in der Schaltkammer 5 befindlichen Löschgases erhöhter Löschgasdruck im Aufheizvolumen
6 ein, welcher im Stromnulldurchgang gegenüber dem Fülldruck
PF des Löschgases um den Wert △p
1 erhöht ist. Diese zusätzliche Druckerhöhung reicht im allgemeinen aus, um den Lichtbogen
8 im Stromnulldurchgang ausreichend beblasen zu können.
[0013] Der vorstehend beschriebene Sachverhalt ist aus Fig. 2 ersichtlich, in welcher die
Verläufe des zu schaltenden Stromes I und des Löschgasdruckes p
l unmittelbar stromabwärts der Düsenöffnung 10 sowie des Druckes p
1H im Aufheizvolumen 6 während einer nach dem Zeitpunkt t
o beginnenden Periode T des abzuschaltenden Stromes bei einem erfindungsgemässen Druckgasschalter
mit einem ca. 0,7 m langen Abströmrohr angegeben sind. Das Abströmrohr 11 ermöglicht
während der auf den Zeitpunkt t
o folgenden Hochstromphase das Ansteigen des Druckes p
l des Löschgases stromabwärts der Düsenöffnung 10 auf einen maximalen Wert. Entsprechend
steigt auch der Gasdruck im Aufheizvolumen 6 auf diesen Wert. Bei Annäherung an den
Stromnulldurchgang zum Zeitpunkt t
o + T/2 ist der Druck p
l des Löschgases unmittelbar stromabwärts der Düsenöffnung 10 auf den Wert des Fülldruckes
PF des Löschgases gefallen und es steht zur Beblasung des Lichtbogens 8 eine Druckdifferenz
von △p
1 zur Verfügung, welche aus der Differenz der Löschgasdrücke im Aufheizvolumen 6 p
1H und unmittelbar hinter der Düsenöffnung 10 resultiert.
[0014] Eine zusätzliche Erhöhung der beim Stromnulldurchgang zur Beblasung des Lichtbogens
8 zur Verfügung stehenden Druckdifferenz wird dadurch erreicht, dass der Abstand L
zwischen der Düsenöffnung 10 und dem zum Auspuffraum 12 hin geöffneten Ende des Abströmrohres
11 optimiert wird. Es hat sich gezeigt, dass bei einem Abstand L zwischen c/32f und
c/5f, wobei
c die Schallgeschwindigkeit im Löschgas unter Füllbedingungen und
f die Netzfrequenz des abzuschaltenden Stromes sind, sich eine zusätzliche Vergrösserung
der wirksamen Druckdifferenz △p1 über der Düsenöffnung 10 ergibt. Hierbei bestimmen sich die obere und untere Grenze
des Abstandes L durch eine in der Aufheizphase des Lichtbogens entstehende und sich
mit Schallgeschwindigkeit im Löschgas ausbreitende Verdichtungswelle, welche im Abströmrohr
11 fortgeleitet und an dessen geöffnetem Ende als Verdünnungswelle reflektiert wird.
[0015] Je nachdem ob 1 oder 2 Reflexionen erwünscht sind, ergeben sich Dimensionierungsbereiche
für den Abstand L von c/16f bis c/5f bzw. von c/10f bis c/32f.
[0016] Bei Druckgasschaltern für vergleichsweise grosse Kurzschlussströme ist es besonders
vorteilhaft, den Abstand L grösser c/10f und kleiner c/5f zu machen, da dann die Laufzeit
der Verdünnungswelle im Abströmrohr 11 derart bemessen ist, dass diese Welle nach
Reflexion am geöffneten Ende des Abströmrohres 11 etwa zum Zeitpunkt des Stromnulldurchganges
im Bereich der Düsenöffnung 10 eintrifft und dort eine beträchtliche Druckabsenkung
hervorruft.
[0017] Bei einem erfindungsgemäss ausgeführten Druckgasschalter mit einem im vorgenannten
Bereich liegenden und beispielsweise 0,30 m betragende Abstand L ergibt sich der in
Fig. 2 dargestellte Verlauf des Löschgasdruckes
P2 unmittelbar stromabwärts der Düsenöffnung 10. Hieraus ist ersichtlich, dass bei einem
derart dimensionierten Druckgasschalter zum Zeitpunkt des Stromnulldurchganges, nämlich
bei t
o + T/2, im Aufheizvolumen 6 ein Löschgas mit einem Druck P
2H zur Verfügung steht, dessen Druckdifferenz △p
2 zum Druck
P2 des Löschgases unmittelbar stromabwärts der Düsenöffnung 10 etwa doppelt so hoch
ist wie die entsprechende Druckdifferenz △p
1 beim Druckgasschalter mit einem ausserhalb des vorstehend genannten Bereichs dimensionierten
Abströmrohr 11. Dies ist vor allem dadurch bedingt, dass durch die geeignete Bemessung
des Abstandes L der Druck des Löschgases zum Zeitpunkt des Stromnulldurchganges unmittelbar
hinter der Düsenöffnung 10 erheblich unter dem Wert des Fülldruckes
PF des Löschgases abgesenkt ist.
[0018] Bei Druckgasschaltern für vergleichsweise kleine Kurzschlussströme reicht es im allgemeinen
aus, den Abstand L grösser c/20f und kleiner c/12f zu machen, da das Abströmrohr 11
wegen des vergleichsweise geringen Druckaufbaus im Aufheizvolumen 6 dann eine ausreichende
Sperrwirkung bis zum Eintreffen einer am geöffneten Ende des Abströmrohres 11 zweifach
reflektierten Verdünnungswelle aufweist.
[0019] Der Querschnitt des Abströmrohres 11 sollte grösser bemessen sein als der Querschnitt
der Düsenöffnung 10, um den erwünschten Druckabfall über der Düsenöffnung 10 sicherzustellen.
Es empfiehlt sich, den Querschnitt des Abströmrohres 11 kleiner 0,8 x f x V
H X PF/(A
PLB X c) zu machen, wobei
VH die Grösse des Aufheizvolumens 6,
f die Netzfrequenz des abzuschaltenden Stromes,
pF den Fülldruck des Löschgases,
△pLB den vom Lichtbogen 8 im Aufheizvolumen 6 zusätzlich zum Fülldruck PF aufgebauten Druck bei maximalem Strom, für den die Sperrwirkung des Abströmrohres
11 gerade noch benötigt wird (im allgemeinen ca. 1 bar) und
c die Schallgeschwindigkeit bedeuten.
[0020] Bei einer solchen Dimensionierung wird der Energieverlust, der durch das Abströmen
des aufgeheizten Löschgases in den stromabwärts der Düsenöffnung 10 und stromaufwärts
der Phasengrenze zwischen Heiss- und Kaltgas im Abströmrohr 11 befindlichen Raum entsteht,
auf ca. 20 % begrenzt.
[0021] Das Abströmrohr 11 kann wie in Fig. 1 dargestellt ist, zylinderförmig ausgebildet
sein. Es kann aber auch - wie gestrichelt in Fig. 1 dargestellt ist - gekrümmt ausgebildet
sein. Hierdurch wird zusätzlich noch der Vorteil erreicht, dass die Auspuffgase an
einer beliebigen (insbesondere dielektrisch unbelasteten) Stelle in den Auspuffraum
12 gelangen.
[0022] Ferner ist es, wie in Fig. 1 angegeben ist, denkbar, anstelle eines einzigen Abströmrohres
11 mehrere Abströmrohre einzusetzen. Hierbei ist lediglich zu beachten, dass die Querschnitte
dieser Abströmrohre 11 zusammengenommen innerhalb der vorstehend angegebenen Grenzen
für den Wert des Querschnittes des Abströmrohres 11 liegen.
[0023] Zur Erzielung einer kompakten Bauweise des erfindungsgemässen Druckgasschalters ist
es, wie in Fig. 3 angegeben ist, möglich, das Abströmrohr aus zwei konzentrisch zueinander
angeordneten und zentral zum beweglichen Schaltstück 4 geführten Rohrabschnitten 13
und 14 zu erstellen oder, wie in Fig. 4 angegeben ist, das Abströmrohr 11 als Wendel
15 auszubilden und diese Wendel 15 peripher zum beweglichen Schaltstück 4 anzuordnen.
[0024] Wie in Fig. 5 angegeben ist, ist es auch möglich, das Abströmrohr unmittelbar im
beweglichen Schaltstück 4 anzuordnen. Zwecks Erzielung einer kompakten Bauweise ist
es entsprechend der Ausführungsform gemäss -Fig. 3 auch in diesem Fall zweckmässig,
das Abströmrohr 11. aus zwei konzentrischen Rohrabschnitten 13 und 14 aufzubauen.
[0025] Das Abströmrohr sollte aus einem hitzebeständigen Material bestehen. Zur Erzielung
einer zusätzlichen Kühlwirkung auf die Auspuffgase ist es vorteilhaft, im Abströmrohr
in ausreichendem Masse gut wärmeleitendes Material vorzusehen. Solches Material ist
vorzugsweise aus Metall, wie etwa Kupfer oder Stahl, und kann beispielsweise die gesamte
Wand des Abströmrohres bilden oder aber lediglich an einigen Stellen dieser Wand angeordnet
sein. Bei einem überwiegend aus einem gut wärmeleitenden Metall bestehenden Abströmrohr
empfiehlt es sich, die mittlere Wandstärke dieses Rohres grösser 0,5 mm zu machen.
Das Abströmrohr weist dann eine ausreichende Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität
auf, um einen erheblichen Teil der beim Schalten grosser Kurzschlussströme in der
Aufheizphase des Lichtbogens mit den Auspuffgasen durch die Düsenöffnung 10 in das
Abströmrohr 11 fliessenden Energie kurzzeitig aufnehmen zu können. Auf diese Weise
wird vorübergehend eine Aufheizung des Auspuffraumes 12 vermieden, wodurch die Druckdifferenz
zwischen Aufheizvolumen 6 und Auspuffraum 12 vergrössert und die Gefahr von Auspuffüberschlägen
vermindert wird.
1. Druckgasschalter mit
(a) einem löschgasgefüllten Gehäuse,
(b) einer im Gehäuse befindlichen Schaltkammer (5),
(c) einem im Gehäuse befindlichen und aufgeheiztes Löschgas aus der Schaltkammer (5)
aufnehmenden Auspuffraum (12),
(d) zwei in der Schaltkammer (5) relativ zueinander beweglich angeordneten Schaltstücken
(3, 4),
(e) einem in der Schaltkammer (5) befindlichen und ein erstes (3) beider Schaltstücke
(3, 4) umfassendes Aufheizvolumen (6),
(f) einem in der Schaltkammer (5) befindlichen und mit dem Aufheizvolumen (6) beim
Ausschalten verbindbaren Lichtbogenraum (7),
(g) einer im Lichtbogenraum (7) befindlichen und beim Ausschalten vom Löschgas durchströmten
Düsenöffnung (10), bei dem
(h) ein bei einem Schaltvorgang zwischen den Schaltstücken (3, 4) gebildeter Lichtbogen
(8) durch eine lichtbogenerzeugte Löschgasströmung beblasen wird, dadurch gekennzeichnet,
dass
(i) zwischen Lichtbogen (7)- und Auspuffraum (12) mindestens ein zum Auspuffraum (12)
hin geöffnetes Abströmrohr (11) vorgesehen ist, und dass
(j) der Abstand zwischen der Düsenöffnung (10) und dem zum Auspuffraum (12) hin geöffneten
Ende des Abströmrohres (11) grösser c/32f und kleiner c/5f ist, wobei c die Schallgeschwindigkeit
des in der Schaltkammer (5) befindlichen Löschgases und f die Netzfrequenz des abzuschaltenden
Stromes sind.
2. Druckgasschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
(k) der Abstand zwischen der Düsenöffnung (10) und dem zum Auspuffraum (12) hin geöffneten
Ende des Abströmrohres (11) grösser c/16f ist.
3. Druckgasschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
(I) der Abstand zwischen der Düsenöffnung (10) und dem zum Auspuffraum (12) hin geöffneten
Ende des Abströmrohres (11) grösser c/10f ist.
4. Druckgasschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
(m) der Abstand zwischen der Düsenöffnung (11) und dem zum Auspuffraum (12) hin geöffneten
Ende des Abströmrohres (11) kleiner c/10f ist.
5. Druckgasschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
(n) der Abstand zwischen der Düsenöffnung (10) und dem zum Auspuffraum (12) hin geöffneten
Ende des Abströmrohres (11) grösser c/20f und kleiner c/12f ist.
6. Druckgasschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
(o) der Querschnitt des Abströmrohres (11) grösser als der Querschnitt der Düsenöffnung
(10) und
(p) kleiner 0,8 x f x VH X pF/(pLB X c) ist, wobei
VH die Grösse des Aufheizvolumens 6,
pF den Fülldruck des Löschgases in der Schaltkammer (5) und
pLB den vom Lichtbogen im Aufheizvolumen zusätzlich zum Fülldruck PF aufgebauten Druck bei maximalem Strom, für den die Sperrwirkung des Abströmrohres
(11) gerade noch benötigt wird, bedeuten.
7. Druckgasschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
(q) das mindestens eine Abströmrohr (11) gekrümmt ausgebildet ist.
8. Druckgasschalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
(r) das mindestens eine Abströmrohr (11) als Wendel (15) ausgebildet ist.
9. Druckgasschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
(s) das mindestens eine Abströmrohr (11) zwei konzentrische Rohrabschnitte (13, 14)
aufweist, von denen
(t) ein äusserer Rohrabschnitt (14) zum Auspuffraum (12) hin geöffnet ist, und ein
mit dem äusseren Rohrabschnitt (14) verbundener innerer Rohrabschnitt (13) an den
Lichtbogenraum (7) anschliesst.
10. Druckgasschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
(u) das Abströmrohr (11) von einem gut wärmeleitenden Material wie Kupfer oder Stahl,
gebildet ist und eine mittlere Wandstärke grösser 0,5 mm aufweist.
1. Gas-blast switch with
(a) a housing filled with quenching gas,
(b) a switch chamber (5) located in the housing,
(c) an exhaust space (12) located in the housing and receiving heated quenching gas
from the switch chamber (5),
(d) two contact pieces (3, 4) arranged in the switch chamber (5) so as to be moveable
relative to one another,
(e) a heating volume (6) located in the switch chamber (5) and surrounding a first
contact piece (3) of the two contact pieces (3, 4),
(f) an arc space (7) located in the switch chamber (5) and connectable to the heating
volume (6) when the circuit is broken, and
(g) a nozzle orifice (10) which is located in the arc space (7) and through which
the quenching gas flows when the circuit is broken, in which
(h) an arc (8) formed between the contact pieces (3, 4) during a switching operation
is blown by an arc-generated flow of quenching gas, characterised in that
(i) at least one flow-off pipe (11) open towards the exhaust space (12) is provided
between the arc space (7) and the exhaust space (12), and
(j) the distance between the nozzle orifice (10) and the end of the flow-off pipe
(11) open towards the exhaust space (12) is larger than c/32f and smaller than c/5f,
c being the speed of sound of the quenching gas located in the switch chamber (5)
and f being the mains frequency of the current to be cut off.
2. Gas-blast switch according to Claim 1, characterised in that
(k) the distance between the nozzle orifice (10) and the end of the flow-off pipe
(11) open towards the exhaust space (12) is greater than c/16f.
3. Gas-blast switch according to Claim 2, characterised in that,
(I) the distance between the nozzle orifice (10) and the end of the flow-off pipe
(11) open towards the exhaust space (12) is greater than c/10f.
4. Gas-blast switch according to Claim 1, characterised in that
(m) the distance between the nozzle orifice (11) (sic) and the end of the flow-off
pipe (11) open towards the exhaust space (12) is less than c/10f.
5. Gas-blast switch according to Claim 4, characterised in that
(n) the distance between the nozzle orifice (10) and the end of the flow-off pipe
(11) open towards the exhaust space (12) is greater than c/20f and less than c/12f.
6. Gas-blast switch according to one of Claims 1 to 5, characterised in that
(o) the cross-section of the flow-off pipe (11) is larger than the cross-section of
the nozzle orifice (10), and
(p) is smaller than 0.8 x f x VH x pF/(...(sic) PLB x c),
VH being the size of the heating volume 6,
PF being the filling pressure of the quenching gas in the switch chamber (5), and...(sic)
pLB being that pressure built up at maximum current by the arc in the heating volume
in addition to the filling pressure PF, for which the blocking effect of the flow-off pipe (11) is still just required.
7. Gas-blast switch according to one of Claims 1 to 6, characterised in that
(q) at least one flow-off pipe (11) is curved.
8. Gas-blast switch according to Claim 7, characterised in that
(r) at least one flow-off pipe (11) is designed as a spiral (15).
9. Gas-blast switch according to one of Claims 1 to 6, characterised in that
(s) at least one flow-off pipe (11) has two concentric pipe sections (13, 14), of
which
(t) an outer pipe section (14) is open towards the exhaust space (12), and an inner
pipe section (13) connected to the outer pipe section (14) communicates with the arc
space (7).
10. Gas-blast switch according to one of Claims 1 to 9, characterised in that
(u) the flow-off pipe (11) is formed from a material of good thermal conductivity,
such as copper or steel, and has an average wall thickness greater than 0.5 mm.
1. Interrupteur à gaz comprimé, avec
(a) un boîtier rempli de gaz de soufflage,
(b) une chambre de coupure (5) située dans le boîtier,
(c) une chambre d'échappement (12) située dans le boîtier et contenant le gaz de soufflage
échauffé provenant de la chambre de coupure (5),
(d) deux pièces de contact (3, 4) mobiles l'une par rapport à l'autre et situées dans
la chambre de coupure (5),
(e) un volume d'échauffement (6) situé dans la chambre de coupure (5) et entourant
une première (3) des deux pièces de contact (3, 4),
(f) une chambre d'arc (7) située dans la chambre de coupure (5) et pouvant être raccordée
au volume d'échauffement (6) lors de la coupure,
(g) un orifice d'injection (10) situé dans la chambre d'arc (7) et traversé par le
gaz de soufflage lors de la coupure, dans lequel
(h) un arc électrique (8) formé entre les pièces de contact (3, 4) lors d'une opération
de coupure est soufflé par un courant de gaz de soufflage produit par l'arc électrique,
caractérisé en ce que
(i) entre la chambre d'arc (7) et la chambre d'échappement (12), il est prévu au moins
un tube d'évacuation (11) ouvert en direction de la chambre d'évacuation (12), et
en ce que
(j) la distance entre l'orifice d'injection (10) et l'extrémité du tube d'évacuation
(11) ouverte en direction de la chambre d'échappement (12) est supérieure à c/32f
et inférieure à c/5f, où c représente la vitesse du son dans le gaz de soufflage se
trouvant dans la chambre de coupure
(5) et f est la fréquence de réseau du courant à couper.
- 2. Interrupteur à gaz comprimé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que
(k) la distance entre l'orifice d'injection (10) et l'extrémité du tube d'évacuation
(11) ouverte en direction de la chambre d'échappement (12) est supérieure à c/16f.
3. Interrupteur à gaz comprimé suivant la revendication 2, caractérisé en ce que
(I) la distance entre l'orifice d'injection (10) et l'extrémité du tube d'évacuation
(11) ouverte en direction de la chambre d'échappement (12) est supérieure à c/10f.
4. Interrupteur à gaz comprimé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que
(m) la distance entre l'orifice d'injection (10) et l'extrémité du tube d'évacuation
(11) ouverte en direction de la chambre d'échappement (12) est inférieure à c/10f.
5. Interrupteur à gaz comprimé suivant la revendication 4, caractérisé en ce que
(n) la distance entre l'orifice d'injection (10) et l'extrémité du tube d'évacuation
(11) ouverte en direction de la chambre d'échappement (12) est supérieure à c/20f
et inférieure à c/12f.
6. Interrupteur à gaz comprimé suivant l'une ou l'autre des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
(o) la section du tube d'évacuation (11) est plus grande que la section de l'orifice
d'injection (10), et
(p) plus petite que 0,8 x VH x pp/(ApLB x c), où
VH est la grandeur du volume d'échauffement (6),
f est la fréquence de réseau du courant à couper,
pF est la pression de remplissage du gaz de soufflage dans la chambre de coupure (5)
et
△pLB est la pression créée par l'arc électrique dans le volume d'échauffement en plus
de la pression de remplissage pF pour le courant maximal, pour laquelle l'effet de barrage du tube d'évacuation (11)
est encore toujours requis.
7. Interrupteur à gaz comprimé suivant l'une ou l'autre des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
(q) au moins un tube d'évacuation (11) a une forme incurvée.
8. Interrupteur à gaz comprimé suivant la revendication 7, caractérisé en ce que
(r) au moins un tube d'évacuation (11) a la forme d'une hélice (15).
9. Interrupteur à gaz comprimé suivant l'une ou l'autre des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
(s) au moins un tube d'évacuation (11) présente deux éléments tubulaires (13, 14)
concentriques, parmi lesquels
(t) un élément tubulaire extérieur (14) est ouvert en direction de la chambre d'échappement
(12), et un élément tubulaire intérieur (13) communiquant avec l'élément tubulaire
extérieur (14) est raccordé à la chambre d'arc (7).
10. Interrupteur à gaz comprimé suivant l'une ou l'autre des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
(u) le tube d'évacuation (11) est constitué d'un matériau bon conducteur de la chaleur,
comme le cuivre ou l'acier, et présente une épaisseur moyenne de paroi supérieure
à 0,5 mm.