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(11) |
EP 0 196 720 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.01.1990 Patentblatt 1990/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.03.1986 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: G10K 1/32 |
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Läut- oder Spielglocke
Ringing or pealing bell
Cloche pour sonner ou pour carillonner
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
28.03.1985 NL 8500927
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.10.1986 Patentblatt 1986/41 |
| (73) |
Patentinhaber: KONINKLIJKE EIJSBOUTS KLOKKENGIETERIJ
EN FABRIEK VAN TORENUURWERKEN B.V. |
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Asten (NL) |
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Erfinder: |
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- Lehr, Andreas Josephus
NL-5721 VZ Asten (NL)
- Schoofs, Albertus Johannes Gerardus
NL-5531 HC Bladel (NL)
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| (74) |
Vertreter: van der Beek, George Frans, Ir. et al |
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Nederlandsch Octrooibureau
P.O. Box 29720 2502 LS 's-Gravenhage 2502 LS 's-Gravenhage (NL) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-B- 1 042 432
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DE-C- 36 972
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Läut- oder Spielglocke bestehend aus einer Lippe, einer
Schulter und einer Faussure, mit einem Gewicht in N, das wenigstens 25 mal das Produkt
der Frequenz des Grundtones in Hertz und der vierten Potenz des Durchmessers der Lippe
in Meter beträgt.
[0002] Diese Gewichtsbeschränkung schliesst dünnwandige Glocken, welche für andere Zwecke
als Läut-oder Spielglocken bekannt sind, z.B. an Fahrzeugen als Warnungsglocken oder
als Alarmglocken und welche keinen hohen Anforderungen an Klangqualität, also an genauer
Einhaltung der Verhältnisse besonders der fünf tiefsten Eigenfrequenzen, zu genügen
brauchen, aus.
[0003] Es ist üblich die Grösse einer derartigen Glocke zu bezeichnen als die Grösse des
grössten Durchmessers der Glocke, d.h. des Durchmessers des unteren freien Randes,
wobei dieser untere Randteil als Lippe bezeichnet wird.
[0004] Solche Glocken haben am oberen Ende eine Krone zum festen oder schwenkbaren Aufhängen.
Von der Krone geht eine flache oder etwa flachkonische Fläche aus, welche am äusseren
Ende eine sogenannte Schulter hat, mit der diese Fläche in die sogenannte Flanke übergeht.
[0005] In der westlichen Welt sind die meisten Läut- oder Spielglocken, anders als in den
östlichen Ländern gebräuchliche zylindrische Glocken mit kreisförmigem oder ovalem
Querschnitt, dadurch gekennzeichnet, dass von einer Schulter eine im wesentlichen
zylindrische oder leicht kegelförmige Flanke ausgeht, welche weiter nach unten konkav
nach aussen gekrümmt ist, meistens mit allmählich stärkerer Krümmung, und welche in
der Nähe des unteren Randes (des Lippenteils) in eine konvexe Krümmung übergeht. Die
Übergangszone vom konkaven in den konvexen Teil über einen Biegepunkt (also diese
Biegepunktzone) wird als Faussure bezeichnet. Bei derartigen Glocken verhalten sich
die tiefsten fünf Eigenfrequenzen zueinander wie 1:2:2,4:3:4, selbstverständlich mit
kleinen Abweichungen in der Grössenordnung von maximal 0,5 bis 1,5% von der mit der
Verhältniszahl 4 angegebenen Frequenz, wobei meistens für die ersten drei Frequenzen
0,5% als zulässig betrachtet werden und für die vierte nicht mehr als 1 % der mit
4 bezeichneten Frequenz.
[0006] Derartige Glocken sind, durch die Verhältniszahl 2,4 für die dritte Eigenfrequenz,
sogenannte Moll-oder Moll-Oktav-Glocken oder Kleine-Terz-Glocken. Man hat zwar auf
Grund von musikalischen Überlegungen den Wunsch geäussert, Dur- oder Dur-Oktavglocken
oder Grosse-Terz-Glocken herstellen zu können, was ein anderes Verhältnis der tiefsten
Eigenfrequenzen bedeutet, man hat derartige Glocken guter Klangqualität jedoch nicht
herstellen können. In der deutschen Auslegeschrift 1 042 432 hat man vorgeschlagen
eine Dur-Glocke insbesondere aus Stahl herzustellen, dadurch dass in der Nähe des
unteren Randes (der Lippe) in einer der Begrenzungsflächen, vorzugsweise in der inneren
Fläche, im axialen Querschnitt eine Wendekurve zu finden ist, wobei die Glockenlänge
grösser gewählt wird (im Verhältnis zum Durchmesser) als bei einer vergleichbaren
Moll-Glocke.
[0007] Das Klangbild einer derartigen Glocke war aber, durch Änderung der über die Dritte
hinausgehenden Eigenfrequenzen, nicht schön und bei hohen Anforderungen nicht akzeptierbar.
Für eine derartige Glocke gilt, dass sich die ersten fünf Eigenfrequenzen zueinander
verhalten sollen wie 1:2:2,5:3:4. Man hat auch Glocken hergestellt, bei welchen die
Verhältniszahl für die dritte Eigenfrequenz höher war als 2,4 z.B. 2,45 oder noch
etwas höher, dabei war jedoch auch das Klangbild der anderen Eigenfrequenzen gestört.
[0008] Überraschenderweise hat es sich nun gezeigt, dass eine derartige Durglocke hergestellt
werden kann unter Einhaltung der anderen angegebenen Frequenzverhältnisse, wenn die
Glocke gemäss dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 ausgebildet wird.
[0009] Wie bei allen Läut- und Spielglocken entsteht ein gutes Klangbild nur dann, wenn
eine gute Form der Glocke, Vermeidung von Giessfehlern im Material, eine gute Aufhängung
und ein guter Anschlag gewährleistet sind. Die definitive Form der Glocke kann etwas
vom rauhen Giesstück durch spanabnehmende Bearbeitung abweichen, aber das Ideal ist,
dass sich das rauhe Giesstück der definitiven Form möglichst genau annähert. Bei der
Auswahl der Form und bei der Bearbeitung spielen Erfahrung und Versuche eine grosse
Rolle. Man weiss aus Erfahrung wie bestimmte Frequenzen und Frequenzverhältnisse innerhalb
gewisser Grenzen korrigiert werden können. In dieser Hinsicht ist die erfindungsgemässe
Glocke in der gleichen Lage wie bekannte Glocken. Die exakte Form, um genau ein bestimmtes
Klangbild zu erhalten, kann nicht durch eine exakte Berechnungsmethode erhalten werden,
sondern es müssen immer Versuche und Erfahrung zu einem Endresultat führen, dass innerhalb
der oben genannten Toleranzen erreichbar ist.
[0010] Es ist für den Fachmann in der gleichen Weise wie bei der Herstellung der üblichen
Glocken unter Verwendung der dabei vorhandenen Erfahrung und der üblichen Experimente
möglich, ein Korrigieren der Bearbeitungen am rohen Giesstück vorzunehmen, um nach
Kenntnis der Erfindung eine gute Durglocke zu erhalten. Wesentlich ist aber, dass
es nach der Erfindung immer eine Ausbiegung wie beansprucht geben soll. Für davon
abweichende Formgebungen, bekannte oder noch nicht bekannte, auch wenn damit eine
Durglocke erhalten wird, werden keine Rechte beansprucht.
[0011] Die Erfindung betrifft ferner eine bevorzugte Ausführungsform einer derartigen Glocke
bezüglich des Ausmasses der Ausbiegung und der Lage der Biegepunkte, welche die Ausbiegung
begrenzen, insbesondere für Glocken aus den üblichen Glockenbronze-Legierungen, wie
sie noch beschrieben und in den beiliegenden Ansprüchen angegeben werden.
[0012] Wie oben bemerkt, gibt es Warnungs- und Alarmglocken, welche hier von Schutz ausgeschlossen
werden durch die Begrenzung der Erfindung auf ein minimales Gewicht der Glocke im
Verhältnis zum Grundton und zum Durchmesser der Lippe, und eine derartige Warnungsglocke
für Strassenbahnwagen ist bekannt aus der DE-C-36 972. Diese sehr dünnwandige Glocke
mit überall gleichbleibender Wandstärke hat oberhalb des aussen-konvexen Lippenteils
eine scharfe Ausbiegung kurzer Höhe als Übergang zu der konischen Flanke. Diese Ausbiegung
ist kürzer als diejenige der jetzigen Erfindung und hat einen Umkehrpunkt näher an
der Schulter, welche etwa 56% der axialen äusseren Länge der Glocke von der oberen
Fläche entfernt ist, wobei besonders die Zone der grössten Ausbiegung scharf gekurvt
(fast geknickt) ist.
[0013] Die beiliegende Figur zeigt im axialen Schnitt die Hälfte einer erfindungsgemässen
Glocke als Beispiel. Die etwas gekrümmte obere Wand 1 hat einen nach oben vorstehenden
Kopf 2 mit einer Krone 20, welche nur teilweise gezeichnet ist, alles wie üblich.
Über eine Schulter 3 geht die obere Wand in eine Flanke über, die oben einen annähernd
zylindrischen Teil 4 aufweist, welcher normalerweise mit einer Verzierung und einer
Beschriftung versehen ist. Bei den bisherigen Glocken geht dieser ungefähr zylindrische
oder nach unten leicht konische Flankenteil in einen aussen hohl gekrümmten Teil,
den Faussureteil 7 über, dessen unterster Abschnitt den Schlagringteil bildet, welcher
weiter unten einen nach aussen konvex gekrümmten Teil 8 enthält, der mit einer Lippe
9 endet.
[0014] Innen verläuft die Glockenwand ungefähr gleichförmig wie die Aussenwand, also konkav,
wo die Aussenwand konvex ist und umgekehrt, mit der Ausnahme, dass am Schlagringteil
bei 7 und 8 die Innenwand bis an die Lippe 9 nur konvex gekrümmt ist, unter Bildung
eines nach aussen dicker werdenden Schlagringteiles, der erst in der Nähe der Lippe
9 dünner wird.
[0015] Gemäss der Erfindung befindet sich zwischen dem ungefähr zylindrischen Teil 4 der
Flanke (welcher, wie gezeichnet, hier in der Aussenfläche nach innen etwas konisch
verengt sein kann) und dem Faussureteil 7 nicht eine zylindrische, konische oder leicht
sich ausweitende Flanke, sondern eine Ausbiegung 5, welche fliessend gekrümmt übergeht
mit einem aussen konkaven Teil 6 in die obere Seite sowie in den aussen konkaven Faussureteil
7. Die nun zu besprechende quantitative Ausführung der Glocke basiert auf einer Glocke
aus gebräuchlicher Glockenbronze (79% Kupfer, 19% Zinn und 2% andere Metalle und übliche
Verunreinigungen) mit dabei gebräuchlichen Wanddicken. Das Gewicht der Glocke in N,
ein Mass insbesondere für die Wanddicke ist bei normalen Läut- und Spielglocken hoher
Qualität aus Bronze das ± neunundzwanzigfache der Frequenz des Grundtones in Hertz
mal die vierte Potenz des Durchmessers D
o des Lippenrandes 9 in Meter. Bei der Durglocke nach der Erfindung ist das Gewicht
im gleichen Bereich. Für die zu beschreibenden Abmessungen, Lage der Biegepunkte usw.
gilt, dass das Gewicht mindestens das fünfundzwanzigfache des Produktes der Frequenz
und der vierten Potenz des Durchmessers ist, wobei bei einer vorzugsweise länger ausgebildeten
Durglocke gemäss der Erfindung das Gewicht etwas höher liegen kann als beim fünfundzwanzigfachen,
sogar als beim neunundzwanzigfachen des Produktes, derart, dass die Wanddicke ungefähr
gleich bleibt wie bei einer normalen Moll-glocke mit dem gleichen Grundton.
[0016] In der Zeichnung liegen die Biegepunkte 11 und 12, mit welchen die Aussenfläche der
Flanke aus den erwähnten angrenzenden konkaven Teilen bei 6 und 7 in die konvexe Krümmung
der Ausbiegung 5 übergeht, auf ungefähr 34% bzw. auf ungefähr 60% der axialen äusseren
Länge (Höhe) le der Glocke, gemessen von der theoretischen oberen Fläche 19, welche
die Glocke bei Abwesenheit des Kopfes 2 haben würde. Vorzugsweise liegt der Biegepunkt
11 in jedem Fall an der Stelle zwischen 28 und 40% der Länge le von dieser oberen
Fläche 19 und der Biegepunkt 12 an einer Stelle zwischen 55 und 66% dieser Länge le.
[0017] Der Biegepunkt 10 zwischen dem im wesentlichen zylindrischen Flankenteil 4 unter
der Schulter in der Aussenfläche und dem konkav gekrümmten Abschnitt 6 liegt in der
Figur bei ungefähr 18 % der axialen Länge le axial unterhalb der oberen Fläche 19.
Vorzugsweise befindet sich dieser Biegepunkt zwischen 15% und 20% von le unterhalb
der oberen Fläche (19).
[0018] Die Innenfläche der Glocke braucht der äusseren Ausbiegung des Teiles 5 nicht immer
zu folgen; wahrscheinlich gilt vor allem für kleinere Glocken, dass die Innenfläche
sogar keine Ausbiegung zu haben braucht. Jedoch gilt mit Sicherheit für grössere Glocken
und auch im allgemeinen, dass die Innenfläche zumindest vorzugsweise auch eine derartige
Ausbiegung haben soll, und zwar vorzugsweise derart dass die Wandstärke der Glocke
in der Ausbiegung sich nicht wesentlich ändert. Dabei liegen die Biegepunkte 14 und
15, die den aussen konvexen Teil der Ausbiegung, also den konkav gekrümmten Teil der
Innenwand, begrenzen, auf 32% bzw. 58% der inneren axialen Länge li der Glocke axial
von der unteren Fläche 18 (Plafond) des Kopfes entfernt. Vorzugsweise liegen die Biegepunkte
so, dass sich der Biegepunkt 14 bei 27 bis 37% und der Biegepunkt 15 bei 52 bis 64%
befinden.
[0019] Der Biegepunkt 13, mit welchem die zylindrische Innenfläche der Flanke des Teiles
4 direkt unter der Schulter in den konvex gekrümmten Teil übergeht, welcher über den
Biegepunkt 14 zur Ausbiegung 5 führt, liegt in der Figur bei 15,5% der inneren Länge
li axial von der Fläche 18 entfernt und vorzugsweise zwischen 12,5 und 17,5% von li
von dieser entfernt.
[0020] Das Mass der Ausbildung ist selbstverständlich nicht einfach zu definieren, da bei
einer einzigen Glocke eine gute Referenzbasis fehlt. Es scheint jedoch reell die Ausbiegungsabstände
anzugeben, d.h. die grössten Ausbiegungen gegenüber einer Tangente zu den bei bekannten
Glocken auch vorhandenen Abschnitten der Glocke unterhalb und oberhalb der Ausbiegung.
So ergibt sich für die Aussenfläche der Ausbiegung von der Tangente 16 zu den konkaven
Teilen oberhalb und unterhalb der Ausbiegung eine maximale Ausbiegung a des Teiles
5, senkrecht zur Tangente gemessen. Für die innere Fläche ergibt sich zwischen der
Tangente 17 zu den konvexen Teilen über und unter der Ausbiegung eine maximale Ausbiegung
b, senkrecht zur Tangente gemessen. Es gilt, dass in der Figur a 3,39% von le ist
und vorzugsweise im Bereich zwischen 3 und 3,8% von le liegt, während b in der Figur
3,54% von li beträgt und vorzugsweise im Bereich von 3,1 bis 4% von li liegt.
[0021] Für a gilt weiter, dass dieser Wert in der Figur 11,8% des Durchmessers d
e der Aussenfläche des ungefähr zylindrischen Abschnittes 4 der Flanke direkt unter
der Schulter gemessen beträgt und vorzugsweise zwischen 9 und 14% d
e liegt. Für b gilt, dass dieser in der Figur 13,2% des Durchmessers d; der Innenfläche
des ungefähr zylindrischen Teiles 4 beträgt und vorzugsweise zwischen 10, und 16%
von d
i liegt.
[0022] Die Länge der Tangente 16 zwischen den mit Querstrichen bezeichneten Punkten, an
welchen diese die konkave Krümmung an beiden Seiten der Ausbiegung in der Aussenfläche
berührt, ist in der Figur ± 45% der äusseren Länge le. Diese Länge soll, für einen
guten Glockenklang, niemals zu klein sein und eine Länge von wenigstens 25% von le
wird hierfür stark bevorzugt. Besonders liegt diese Länge vorzugsweise zwischen 40
und 55% von le.
[0023] Die Länge der Tangente 17 zwischen den mit Querstrichen angegebenen Punkten, an welchen
diese die konvexe Krümmung von beiden Seiten der Ausbiegung berührt, beträgt in der
Figur ± 49% der inneren Länge li und liegt vorzugsweise immer zwischen 44 und 58%
der axialen Länge li.
[0024] Normale Mollglocken aus Bronze haben eine axiale äussere Länge le vom ungefähr 0,8-fachen
des Durchmessers D
o des Lippenrandes 9. Bei der Ausführung der Erfindung kann leicht ein besseres Ergebnis
bei grösserer Länge der Glocke erreicht werden, so dass z.B. diese so ausgeführt werden
kann, dass die Länge le das 0,88- bis 1-fache des Durchmessers D
o des Lippenrandes 9 ist. Ein möglicherweise störender Effekt der verwendeten Ausbiegung
auf andere Frequenzen als das erwähnte 2,5-fache der Frequenz des Grundtones wird
dann leichter und möglicherweise auch mit mehr Tonsauberkeit kompensiert.
1. Läut-oder Spielglocke bestehend aus einer Lippe (9), einer Schulter (3) und einer
Faussure (7), mit einem Gewicht in N, das wenigstens 25 mal das Produkt der Frequenz
des Grundtones in Hertz und der vierten Potenz des Durchmessers der Lippe in Meter
beträgt, dadurch gekennzeichnet, dass eine Flanke zwischen der Schulter und der Lippe
eine fliessend nach aussen verlaufende äusseren Ausbiegung (5) aufweist, die an beiden
axialen Enden über in der Gegenrichtung gekrümmte Übergänge in die Flankenteile in
der Nähe der Schulter (3) bzw. der Faussure (7) übergeht, dass die Glocke ein durch
die Ausbiegung (5) verursachtes Verhältnis der fünf niedrigsten Frequenzen von 1:2:2,
5:3:4 innerhalb der üblichen Toleranzen (0,5-1,5%) aufweist und dass Umkehrpunkte
(11, 12), die aussen den konvexen Teil der Ausbiegung (5) begrenzen, an Stellen liegen,
die axial von der oberen Fläche (19) der oberen Wand (1), welche über die Schulter
(3) in die Flanke übergeht, wobei ein eventueller Kopf (2) auf der oberen Wand (1)
nicht berücksichtigt wird, in einem Mass innerhalb der folgenden Grenzen entfernt
sind:
- für den Umkehrpunkt (11) näher an der Schulter (3) zwischen 28 und 40% der axialen
äusseren Länge (le) der Glocke zwischen dieser oberen Fläche (19) und dem unteren
Rand (9),
- und für den von der Schulter (3) entfernten Umkehrpunkt (12): zwischen 55 und 66%
dieser axialen Länge (le).
2. Glocke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Umkehrpunkt (10) an der
Aussenfläche der Flanke, an welchem ein ungefähr zylindrischer oder leicht konischer
Teil der Flanke in der Nähe der Schulter in den konkaven Teil (16) der konvexen Ausbiegung
übergeht, an einer axialen Stelle liegt, die axial zwischen 15 und 20% dieser axialen
Länge (le) liegt.
3. Glocke nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Flanke in einem
im wesentlichen gleichen axialen Bereich wie die äussere Ausbiegung, eine derartige
innere Ausbiegung aufweist, dass die Wandstärke der Glocke im Ausbiegungsbereich im
wesentlichen gleich bleibt.
4. Glocke nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umkehrpunkte (14,15),
die an der Innenfläche der Flanke den konvexen Teil (5) der Ausbiegung begrenzen,
an Stellen liegen, die axial von der quer verlaufenden unteren Fläche (18) der oberen
Wand (1) innerhalb folgender Grenzen liegen:
- für den Umkehrpunkt (14) näher an der Schulter: zwischen 27 und 37% der axialen
Länge (li) der Glocke zwischen dieser unteren Fläche (18) der oberen Wand und dem
unteren Rand (9) der Glocke,
- und für den Umkehrpunkt (15) der von der Schulter weiter entfernt ist: zwischen
52 und 64% dieser axialen Länge (li).
5. Glocke nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Biegepunkt (13) auf der
inneren Fläche der Flanke, in welchem der ungefähr zylindrische oder leicht konische
Teil der Flanke in der Nähe der Schulter (3) in den konvexen Innenwandteil übergeht,
wodurch dieserfliessend in die Ausbiegung (5) übergeht, an einer axialen Stelle liegt,
die axial zwischen 12,5 und 17,5% der inneren axialen Länge (Ii), gemessen an der
Glocke von der quer verlaufenden unteren Fläche (18) der oberen Wand (1) liegt.
6. Glocke nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der
Tangente an der Ausbiegung (5) zwischen den nach aussen gekrümmten Teilen der Flanke
in der Aussenfläche der Glocke wenigstens 25% der axialen äusseren Länge (le) der
Glocke, gemessen von der oberen Fläche (19) der oberen Wand (1), wobei ein eventueller
Kopf (2) auf der oberen Wand (1) nicht berücksichtigt wird, bis zum unteren Rand (9),
beträgt.
7. Glocke nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Tangente an
der Ausbiegung (5) zwischen den nach aussen gekrümmten Teilen der Flanke in der Aussenfläche
der Glocke 40 bis 55% der axialen äusseren Länge (le) der Glocke wie bezeichnet beträgt.
8. Glocke nach Anspruch 3 und 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der
Tangente an der Ausbiegung (5) zwischen den nach aussen gekrümmten Teilen der Flanke
in der Innenfläche der Glocke 44 bis 58% der axialen inneren Länge (li) der Glocke,
gemessen von der quer verlaufenden Unterfläche (18) der oberen Wand (1) bis zum unteren
Rand (9), beträgt.
9. Glocke nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass das Mass (a)
der Ausbiegung in der Aussenfläche der Flanke, gemessen ab und senkrecht zur Tangente
(16) an den konkaven Flankenteilen (6, 7) in der Aussenoberfläche an beiden Seiten
der Ausbiegung (5), 3 bis 3,8% der axialen Länge (le) der Glocke zwischen der Oberfläche
(19) der oberen Wand (1) und dem unteren Rand (9) sowie zwischen 9 und 14% des Aussendurchmessers
der Glocke, direkt unterhalb der Schulter (3) gemessen, beträgt.
10. Glocke nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass das Mass (b)
der Ausbiegung in der Innenfläche der Flanke, gemessen ab und senkrecht zur Tangente
(17) an den konvexen Flankenteilen in der Innenfläche an beiden Seiten der Ausbiegung,
3,1 bis 4% der axialen Länge (li) der Glocke zwischen der unteren Fläche (18) der
oberen Wand (1) und dem unteren Rand (9) und zwischen 10,5 bis 16% des Innendurchmessers
der Glocke, direkt unter der Schulter (3) gemessen, beträgt.
11. Glocke nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere
axiale Länge (le) der Glocke, gemessen von der oberer Fläche (19) der oberen Wand
(1), wobei ein eventueller Kopf (2) auf der oberen Wand (1) nicht berücksichtigt wird,
bis zum unteren Rand (9), das 0,88 bis 1-fache des Durchmessers (Do) der Lippe beträgt.
1. Ringing or chiming bell comprising a lip (9), a shoulder (3) and a waist (7), having
a weight in N which is at least 25 times the product of the frequency of the fundamental
tone in Hertz and the diameter of the lip to the power four in metres, characterized
in that a flank between the shoulder and the lip has an external outward curve (5)
which runs smoothly outwards and, at both axial ends, merges via transitions curved
in the opposite direction into the flank parts in the vicinity of the shoulder (3)
and of the waist (7) respectively, in that the bell has a ratio, resulting from the
outward curve (5), of the five lowest frequencies of 1:2:2.5:3:4 within the customary
tolerances (0.5-1.5%), and in that reversal points (11, 12) which delimit the convex
part of the outward curve (5) on the outside are situated at points which are at axial
distances from the upper face (19) of the upper wall (1), which merges into the flank
via the shoulder (3), any head (2) on the upper wall (1) not being taken into account,
by a measure within the following limits:
- for the reversal point (11) nearer to the shoulder (3), between 28 and 40% of the
axial outside length (le) of the bell between this upper face (19) and the lower edge
(9),
- and for the reversal point (12) remote from the shoulder (3): between 55 and 66%
of this axial length (le).
2. Bell according to Claim 1, characterized in that a reversal point (10) on the external
face of the flank, at which reversal point an approximately cylindrical or slightly
conical part of the flank in the vicinity of the shoulder merges into the concave
part (16) of the convex outward curve, is situated at an axial point which is situated
axially between 15 and 20% of this axial length (le).
3. Bell according to Claim 1 or 2, characterized in that, in essentially the same
axial region as the external outward curve, the flank has such an internal outward
curve that the wall thickness of the bell in the region of the outward curve remains
essentially the same.
4. Bell according to Claim 3, characterized in that the reversal points (14, 15) which
delimitthe convex part (5) of the outward curve on the internal face of the flank
are situated at points which are situated at axial distances from the transversely
extending lower face (18) of the upper wall (1) which lie within the following limits:
- for the reversal point (14) nearer to the shoulder: between 27 and 37% of the axial
length (li) of the bell between this lower face (18) of the upper wall and the lower
edge (9) of the bell,
- and for the reversal point (15) which is further away from the shoulder: between
52 and 64% of this axial length (li).
5. Bell according to Claim 4, characterized in that an inflection point (13) on the
internal face of the flank, at which point the approximately cylindrical or slightly
conical part of the flank in the vicinity of the shoulder (3) merges into the convex
internal wall part, the latter thereby merging smoothy into the outward curve (5),
is situated at an axial point which is situated at an axial distance of between 12.5
and 17.5% of the internal axial length (li), measured on the bell, from the transversely
extending lower face (18) of the upper wall (1).
6. Bell according to one of Claims 1-5, characterized in that the length of the tangent
to the outward curve (5) between the outward-curved parts of the flank in the external
face of the bell is at least 25% of the axial outside length (le) of the bell, measured
from the upper face (19) of the upper wall (1) to the lower edge (9), any head (2)
on the upper wall (1) not being taken into account.
7. Bell according to Claim 6, characterized in that the length of the tangent to the
outward curve (5) between the outward-curved parts of the flank in the external face
of the bell is 40 to 55% of the axial outside length (le) of the bell, as indicated.
8. Bell according to Claim 3 and 6 or 7, characterised in that the length of the tangent
to the outward curve (5) between the outward-curved parts of the flank in the internal
face of the bell is 44 to 58% of the axial internal length (li) of the bell, measured
from the transversely extending lower face (18) of the upper wall (1) to the lower
edge (9).
9. Bell according to one of Claims 1-8, characterized in that the dimension (a) of
the outward curve in the external face of the flank, measured from and perpendicular
to the tangent (16) to the concave flank parts (6, 7) in the external surface on both
sides of the outward curve (5), is 3 to 3.8% of the axial length (le) of the bell
between the upper surface (19) of the upper Wall (1) and the lower edge (9) and between
9 and 14% of the outside diameter of the bell, measured directly below the shoulder
(3).
10. Bell according to one of Claims 1-9, characterized in that the dimension (b) of
the outward curve in the internal face of the flank, measured from and perpendicular
to the tangent (17) to the convex flank parts in the internal face on both sides of
the outward curve, is 3.1 to 4% of the axial length (Ii) of the bell between the lower
face (18) of the upper wall (1) and the lower edge (9) and between 10.5 to 16% of
the inside diameter of the bell, measured directly below the shoulder (3).
11. Bell according to one of Claims 1-10, characterized in that the external axial
length (le) of the bell, measured from the upper face (19) of the upper wall (1) to
the lower edge (9), any head (2) on the upper wall (1) not being taken into consideration,
is 0.88 to 1 times the diameter (Do) of the lip.
1. Cloche pour sonner ou carrillonner, constituée d'une lèvre (9), d'un épaulement
(3) et d'une faussure (7), ayant un poids N, qui se monte à au moins 25 fois le produit
de la fréquence fondamentale, en Hertz, par le diamètre de la lèvre à la puissance
quatre, en mètre, caractérisée en ce qu'un flanc entre l'épaulement et la lèvre présente
une partie bombée (5) qui s'incurve doucement vers l'extérieur, et dont la transition
vers la partie de flanc au voisinage de l'épaulement (3), ainsi que vers la faussure
(7), à ses deux extrémités axiales, s'effectue par l'intermédiaire d'un passage incurvé
dans le sens opposé, en ce que la cloche présente un rapport, dû à la partie bombée
(5) entre les cinq fréquences les plus basses, de 1:2:2,5:3:4, dans les limites de
tolérance habituelles (0,5-1,5%), et que des points d'inversion (11, 12), qui limitent
à l'extérieur la partie convexe de la partie bombée (5), sont situés à des endroits
qui sont éloignés axialement de face supérieure (19) de la paroi supérieure (1 qui
se poursuit par le flanc par l'intermédiaire de l'épaulement (3), une tête (2) éventuellement
située sur la paroi supérieure (1) n'étant pas prise en considération, d'une distance
comprise entre les limites suivantes:
- pour le point d'inversion (11), à proximité de l'épaulement (3), entre 28 et 40%
de la longueur axiale extérieure (le) de la cloche, mesurée entre la face supérieure
(19) et le bord inférieur (9) de celle-ci,
- et pour le point d'inversion (12) éloigné de l'épaulement (3), entre 55 et 66% de
la longueur axiale extérieure (le) de la cloche.
2. Cloche selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un point d'inversion (10)
situé sur la face extérieure du flanc, au niveau duquel une partie à peu près cylindrique
ou légèrement conique du flanc se prolonge, au voisinage de l'épaulement, par la partie
concave (16) de la partie bombée convexe, se trouve en un point axial qui est situé
axialement entre 15 et 20% de la longueur axiale (le) de la cloche.
3. Cloche selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le flanc présente,
dans une zone axiale essentiellement identique à celle de la partie bombée extérieure,
une partie bombée intérieure telle que l'épaisseur de paroi de la cloche demeure essentiellement
identique dans la zone de la partie bombée.
4. Cloche selon la revendication 3, caractérisée en ce que les points d'inversion
(14, 15), qui délimitent, sur la face intérieure du flanc, la partie convexe (5) de
la partie bombée, sont situés à une distance axiale de la face inférieure (18) transversale
de la paroi supérieure (1 ), qui est comprise entre les limites suivantes:
- pour le point d'inversion (14), proche de l'épaulement, entre 27 et 37% de la longueur
axiale (li) de la cloche, entre la face inférieure ( 18) de la paroi supérieure et
le bord inférieur (9) de la cloche,
- et pour le point d'inversion (15), qui est plus éloigné de l'épaulement, entre 52
et 64% de la longueur axiale (li) de la cloche.
5. Cloche selon la revendication 4, caractérisée en ce qu'un point de flexion (13)
situé sur la face intérieure du flanc, qui constitue la transition entre la partie
à peu près cylindrique ou légèrement conique du flanc, à proximité de l'épaulement
(3), et la partie de paroi intérieure convexe, cette transition se faisant d'une manière
fluide en la partie bombée (5), est situé en un endroit dont la position axiale est
comprise entre 12,5 et 17,5% de la longueur axiale intérieure (Ii), mesurée sur la
cloche à partir de la face inférieure transversale (18) de la paroi supérieure (1).
6. Cloche selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que
la tangente à la partie bombée (5) entre la partie incurvée vers l'extérieur du flanc,
de la face extérieur de la cloche, se monte à au moins 25% de la longueur axiale extérieure
(le) de la cloche, mesurée à partir de la face supérieure (19) de la paroi supérieure
(1), une tête (2) éventuellement située sur la paroi supérieure (1), n'étant pas prise
en considération, jusqu'au bord inférieur (9).
7. Cloche selon la revendication 6, caractérisée en ce que la longueur de la tengente
à la partie bombée (5) entre la partie incurvée vers l'extérieur du flanc, sur la
face intérieure de la cloche, se monte à 40 à 55% de la longueur axiale extérieure
(le) de la cloche, comme indiqué.
8. Cloche selon les revendications 3 et 6 ou 7, caractérisée en ce que la longueur
de la tangente à la partie bombée (5) entre la partie incurvée vers l'extérieur du
flanc, sur la face intérieure de la cloche, se monte à 44 à 58% de la longueur axiale
intérieure (li) de la cloche, mesurée à partir de la face inférieure transversale
(18) de la paroi supérieure (1) jusqu'au bord inférieur (9).
9. Cloche selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que
la dimension (a) de la partie bombée de la face extérieure du flanc, mesurée à partir
de, et perpendiculairement à, la tangente (16) à la partie de flanc concave (6, 7)
de la face extérieure, sur les deux faces de la partie bombée (5), se monte à 3 à
3,8% de la longueur axiale (le) de la cloche, entre la face (19) de la paroi supérieure
(1) et le bord inférieur (9), ainsi qu'à 14% du diamètre extérieur de la cloche, mesuré
immédiatement en-dessous de l'épaulement (3).
10. Cloche selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que
la dimension (b) de la partie bombée au niveau de la face intérieure du flanc, mesurée
à partir de, et perpendiculairement à la tangente (17) à la partie de flanc de la
face intérieure, sur les deux faces de la partie bombée, se monte à 3,1 à 4% de la
longueur axiale (li) de la cloche, entre la face inférieure (18) de la paroi supérieure
(1) et le bord inférieur (9) et à 10,5 à 16% du diamètre intérieur de la cloche, mesuré
immédiatement en-dessous de l'épaulement (3).
11. Cloche selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que
la longueur axiale extérieure (le) de la cloche, mesurée à partir de la face supérieure
(19) de la paroi supérieure (1 une tête (2) éventuellement située sur la paroi supérieure
(1), n'étant pas prise en considération, jusqu'au bord inférieur (9), se monte à 0,88
à 1 fois le diamètre (Do) de la lèvre.
