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EP 0 197 252 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.08.1988 Patentblatt 1988/31 |
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Anmeldetag: 03.02.1986 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B66B 1/34 |
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Einrichtung zur Erzeugung von Schachtinformationen bei einem Aufzug
Device for generating lift-well information
Dispositif générant des informations concernant le puits d'un ascenseur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL |
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Priorität: |
03.04.1985 CH 1436/85
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.10.1986 Patentblatt 1986/42 |
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Patentinhaber: INVENTIO AG |
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CH-6052 Hergiswil NW (CH) |
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Erfinder: |
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- Smith, Kenneth, Dipl.-Ing.
CH-1083 Mézières (CH)
- Ferrario, Renato
CH-6484 Wassen (CH)
- Hochstrasser, Hans, Dipl.-Ing. ETH
CH-6004 Luzern (CH)
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Entgegenhaltungen: :
FR-A- 1 584 118 FR-A- 2 349 168 US-A- 4 134 476
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FR-A- 2 261 966 GB-A- 2 063 521 US-A- 4 494 628
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Erzeugung von Schachtinformationen bei
einem Aufzug, wobei eine Aufzugskabine mit einem Positionsgeber verbunden ist, mittels
welchem zumindest mit bestimmten Schachtorten übereinstimmende Positionen der Aufzugskabine
feststellbar sind.
[0002] Bei einer mit der CH-Ps 357 173 bekannt gewordenen Aufzugssteuerung sind bestimmte
Schachtorte durch Binärzahlen gekennzeichnet. Zum Zwecke der Erzeugung von den Binärzahlen
entsprechenden Signalen wird eine Kodiereinrichtung vorgeschlagen, bei der auf der
Aufzugskabine vier Geberelemente in Form von Schnappschaltern befestigt sind, mittels
welchen zwei verschiedene stationäre Schaltzustände erzeugt werden können. Diese Schnappschalter
werden bei der Vorbeifahrt der Aufzugskabine an im Aufzugsschacht angeordneten Betätigungsorganen
in Form von Gleitbahnen betätigt. Um die Anzahl Betätigungsorgane möglichst klein
zu halten ist der Kodierung der Graykode zugrunde gelegt, wobei lediglich ein Betätigungsorgan
pro Schachtort benötigt wird. Die auf mechanischer Basis arbeitende Kodiereinrichtung
ist störanfällig, so dass es zu Fehlschaltungen kommen kann. Mit der CH-PS 622 226
wird eine Einrichtung vorgeschlagen, die diesen Nachteil vermeidet. Hierbei bestehen
die auf der Aufzugskabine befestigten Geber aus bistabilen Magnetschaltern und die
im Aufzugsschacht angeordneten Betätigungsorgane aus Schaltmagneten.
[0003] Der Nachteil der vorstehend beschriebenen Einrichtungen liegt darin, dass derfür
den Einbau der Betätigungsorgane im Aufzugsschacht erforderliche Aufwand an Haltevorrichtungen
sowie Montage-und Einstellarbeiten beträchtlich ist und mit der Anzahl der Stockwerke
und der für die Steuerung benötigten Schachtinformationen noch wächst. Hinzu kommt,
dass bei vielen Aufzügen vierstellige Geber für die Erfassung aller Schachtinformationen
nicht genügen, so dass für die Signalübertragung mehr als vier Leiter im Hängekabel
vorgesehen werden müssen.
[0004] Aus der Druckschrift US-A-4 494 628 ist eine Einrichtung zur Erzeugung von Schachtinformationen
bei einem Aufzug, dessen Aufzugskabine mit einem Positionsgeber verbunden ist, mit
dem mit bestimmten Schachtorten übereinstimmende Positionen der Aufzugskabine feststellbar
sind und der einen Zähler aufweist, in welchem während der Fahrt der jeweiligen Position
der Aufzugskabine entsprechende Ortszahlen gebildet werden, bekannt.
[0005] In dieser Einrichtung ist ferner ein Speicher vorgesehen, in welchem die bestimmte
Schachtorte kennzeichnenden Ortszahlen gespeichert sind. Pro Stockwerk ist zudem an
jeder Schachttüre ein codierter Stockwerknummer-Geber und an der Kabine ein entsprechender
Code-Leser installiert. Mit dieser Einrichtung wird bei Asynchronismus oder Datenverlust
mit Kabine auf Stockwerk dessen Stockwerknummer durch die am Code-Leser sich horizontal
vorbeibewegende Schachttüre jeweils neu eingelesen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, deren konstruktiver Aufwand weitgehend unabhängig von der Anzahl
der Schachtinformationen und Stockwerke ist und bei der gegenüber dem Stand der Technik
weniger Schachtinstallationen und weniger Leiter im Hängekabel benötigt werden.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 gekennzeichnete Erfindung gelöst.
Hierbei ist ein Übertragungsorgan vorgesehen, welches die Aufzugsbewegungen schlupffrei
durch Formschlüssigkeit via Antriebsscheibe auf einen Impulsgeber im Maschinenraum
überträgt. Ferner ist ein Speicher vorgesehen, in welchem in bekannter Art bestimmte
Schachtorte kennzeichnende Ortszahlen gespeichert sind, die im Verlaufe einer Fahrt
fahrtrichtungsabhängig nacheinander in ein Register übertragen werden. Der Positionsgeber
weist einen Zähler auf, in welchem während der Fahrt der jeweiligen Position der Aufzugskabine
entsprechende Ortszahlen gebildet werden. Das Register und der Zähler sind mit einem
Komparator verbunden, der wie üblich die Ortszahlen miteinander vergleicht. Bei Gleichheit
wird ein eine Schachtinformation darstellendes Signal erzeugt und ein dem betreffenden
Schachtort zugeordnetes Schaltglied aktiviert.
[0008] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile sind darin zu sehen, dass keine an der Aufzugskabine
befestigten Positionsgeber erforderlich sind, wodurch die für die Signalübertragung
benötigten Leiter im Hängekabei und in der übrigen elektrischen Installation entfallen.
Die Installationen der mit den Positionsgebern zusammenwirkenden Betätigungsorgane
im Aufzugsschacht entfallen ebenfalls, so dass erhebliche Kosten gespart werden können.
[0009] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemässen Einrichtung.
[0010] In der Fig. 1 ist mit 1 ein Aufzugsschacht bezeichnet, in dem eine von einer Fördermaschine
2 über ein Förderseil 3 angetriebene Aufzugskabine 4 geführt ist. Ein Impulsgeber
5 in Form eines Digitaltachometers ist mit einer Antriebsscheibe 6 gekuppelt, welche
mittels eines an der Aufzugskabine 4 befestigten, über eine am unteren Schachtende
angeordnete Umlenkrolle 7 geführten Bandes 8 antreibbar ist. Die Übertragung des Drehmomentes
auf die Antriebsscheibe 6 erfolgt mittels Formschluss, der beispielsweise durch im
Band 8 vorgesehene Löcher, in welche an der Antriebsscheibe 6 angeordnete Zähne eingreifen,
hergestellt werden kann. Der Impulsgeber 5 und ein Zähler 9 bilden einen Positionsgeber,
wobei der Impulsgeber 5 beispielsweise pro 1 mm Fahrweg der Aufzugskabine 4 einen
Impuls erzeugt und die Impulse im Zähler 9 zu Ortszahlen summiert werden, welche der
jeweiligen Kabinenposition entsprechen und sich auf eine bestimmte Basis, beispielsweise
den Kabinenfussboden, wenn die Aufzugskabine 4 in der untersten Haltestelle ist, beziehen.
[0011] Mit KUET, KSE1, KSE2 und KSE3 sind Kontakte eines Sicherheitskreises bezeichnet,
welche mittels Schaltgliedern 10, 11, 12, 13, beispielsweise in Form von Relais, bei
der Vorbeifahrt der Aufzugskabine 4 an bestimmten Schachtorten betätigbar sind. Hierbei
sind beispielsweise der eine Kontakt KUET ein während der Fahrt im Türbereich zu schaltender
Türüberbrückungskontakt und die anderen Kontakte KSE1, KSE2 und KSE3 Schachtendekontakte,
mittels welchen die Verzögerung der Aufzugskabine 4 bei Einfahrt in eine Endhaltestelle
kontrolliert werden kann.
[0012] Die bestimmten Schachtorte sind durch Ortszahlen gekennzeichnet, welche in einem
Speicher 14 gespeichert sind, der mit einem Register 15 in Verbindung steht. Das Register
15 und der Zähler 9 der Positionsgebers sind mit einem Komparator 16 verbunden, wobei
das Register 15 und der Zähler 9 Register eines Mikroprozessors 17 sind, dessen Rechenwerk
den Komparator 16 bildet. Der Speicher 14 in Form eines Schreib-Lesespeichers, der
Mikroprozessor 17 und ein Festwertspeicher 18 sind über einen Bus 19 miteinander verbunden
und bilden zusammen mit einem Taktgenerator 20 einen Mikrocomputer 21. Ein Adressendekodierer
22 ist mit seinen Eingängen am Bus 19 und mit einem Ausgang an einem Bustreiber 23
angeschlossen. Der Bustreiber 23 ist eingangsseitig mit dem Impulsgeber 5 und ausgangsseitig
mit einem Datenleiter des Busses 19 verbunden. Weitere Ausgänge des Adressendekodierers
22 stehen mit weiteren Bustreibern 24, 25, 26 und 27 in Verbindung, die ausgangsseitig
an den Realis 10, 11, 12 und 13 angeschlossen sind. Der Mikrocomputer 21 und der Impulsgeber
5 sind mit einer an einem Drehstromnetz RSTO angeschlossenen gepufferten Speisung
28 verbunden, so dass bei Netzspannungsausfall der Betrieb der Einrichtung gewährleistet
ist bzw. kein Datenverlust entsteht.
[0013] Die vorstehend beschriebene Einrichtung arbeitet wie folgt:
[0014] Nach dem Start der Aufzugskabine 4 wird der Impulsgeber 5 via Antriebscheibe 6 durch
das Band 8 in synchrone Bewegung versetzt und wird der Bustreiber 23 mit Hilfe des
Adressendekodierers 22 aktiviert, so dass die vom Impulsgeber 5 erzeugten Impulse
übertragen und im Zähler 9 zu Ortszahlen summiert werden können. Sodann wird die Ortszahl
des dem Startort der Aufzugskabine 4 in Fahrtrichtung am nächsten liegenden bestimmten
Schachtortes aus dem Speicher 14 in das Register 15 übertragen. Im Verlaufe der Fahrt
werden nun im Komparator 16 die Ortszahlen des Zählers 9 und des Registers 15 ständig
miteinander verglichen. Bei Gleichheit wird die Adresse der Ortszahl des betreffenden
Schachtortes im Adressendekodierer 22 dekodiert und der zugeordnete Bustreiber aktiviert,
worauf das nachgeschaltete Relais erregt und dessen Kontakt betätigt wird. Danach
wird die Ortszahl des folgenden, in Fahrtrichtung am nächsten liegenden bestimmten
Schachtortes in das Register 15 übertragen und in vorstehend beschriebener Weise fortgefahren.
1. Einrichtung zur Erzeugung von Schachtinformationen bei einem Aufzug, dessen Aufzugskabine
(4) mit einem Positionsgeber verbunden ist, der einen Impulsgeber (5) aufweist, der
von einem an der Aufzugskabine befestigten Band (8) angetrieben wird und von der Kabinenbewegung
bestimmte Impulsfolgen abgibt, mittels welchen in Verbindung mit einer Auswerteschaltung
zumindest mit bestimmten Schachtorten übereinstimmende Positionen der Aufzugskabine
(4) feststellbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (8) eine mit dem Impulsgeber
(5) gekuppelte Antriebsscheibe (6) schlupffrei mit Formschluss umschlingt und der
Impulsgeber der Kabinenbewegung proportionale, permanent zwangssynchronisierte Impulsfolgen
abgibt.
2. Einrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das die Kabinenbewegung
auf die Antriebsscheibe (6) übertragende Band (8) zwecks Formschluss mit der Antriebsscheibe
(6) Löcher oder Schlitze mit gleichmässiger Teilung und die Antriebsscheibe (6) auf
ihrer Umfangsoberfläche in die Löcher oder Schlitze des Bandes (8) eingreifende Erhebungen
aufweisen.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die als Mikrocomputer
(21) ausgebildete Auswerteschaltung und der Impulsgeber (5) an einer gepufferten Speisung
(28) angeschlossen sind.
1. Equipment for the production of shaft data in a lift, the lift cage (4) of which
is connected with a position transmitter, which displays a pulse generator (5), which
is driven by a belt (8) fastened at the lift cage and delivers pulse sequences, which
are determined by the cage movement and by means of which - in conjunction with an
evaluation circuit - positions of the lift cage (4) are ascertainable, which coincide
at least with certain shaft locations, characterised thereby, that the belt (8) loops
free of slip and with shape-locking around a drive pulley (6) coupled with the pulse
generator (5) and the pulse generator delivers permanent constrainedly synchronised
pulse sequences proportional to the cage movement.
2. Equipment according to patent claim 1, characterised thereby, that the belt (8)
transmitting the cage movement to the drive pulley (6) displays holes or slots of
uniform pitch spacing for the purpose of shape-locking with the drive pulley (6) and
the drive pulley (6) on its circumferential surface displays protrusions engaging
into the holes or slots of the belt (8).
3. Equipment according to claim 1, characterised thereby, that the evaluating circuit
constructed as microcomputer (21) and the pulse generator (5) are connected to a buffered
supply (28).
1. Dispositif générant des informations relatives à la cage d'un ascenseur, dont la
cabine (4) est reliée à un transmetteur de position comportant un générateur d'impulsions
(5), qui est entraîné par une bande (8) fixée sur la cabine d'ascenseur et délivre
des trains d'impulsions déterminés par le déplacement de la cabine, et à l'aide duquel
des positions de la cabine d'ascenseur (4), qui coïncident au moins avec des emplacements
déterminés dans la cage d'ascenseur, peuvent être déterminées en liaison avec un circuit
d'évaluation, caractérisé en ce que la bande (8) s'enroule, selon une liaison par
formes complémentaires et sans glissement, autour d'une poulie d'entraînement (6)
accouplée au générateur d'impulsions (5), et le générateur d'impulsions délivre des
trains d'impulsions proportionnels au déplacement de la cabine et synchronisés en
permanence de façon forcée.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la bande (8), qui transmet
le déplacement de la cabine à la poulie d'entraînement (6), comporte, en vue de sa
liaison par formes complémentaires avec la poulie d'entraînement (6), des trous ou
des fentes réparties selon un pas uniforme et la poulie d'entraînement (6) comporte,
sur sa surface périphérique, des parties saillantes s'engageant dans les trous ou
les fentes de la bande (8).
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le circuit d'évaluation,
réalisé sous la forme d'un micro-ordinateur (21 ), et le générateur d'impulsions (5)
sont raccordés à un dispositif d'alimentation branché en tampon (28).
