(19)
(11) EP 0 197 275 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
11.01.1989  Patentblatt  1989/02

(21) Anmeldenummer: 86102404.0

(22) Anmeldetag:  25.02.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4D04B 23/12

(54)

Verfahren und flache Kettenwirkmaschine zum Herstellen eines Schusskettengewirkes

Method and flat warp-knitting machine for manufacturing a warp-knitted fabric with inserted wefts

Procédé et métier à tricoter chaîne rectiligne pour la fabrication d'un tricot chaîne à trames


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB LI

(30) Priorität: 04.03.1985 DD 273732

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
15.10.1986  Patentblatt  1986/42

(73) Patentinhaber: VEB Kombinat Textima
DDR-9040 Karl-Marx-Stadt (DD)

(72) Erfinder:
  • Wierzgon, Achim, Dipl.-Ing.
    DDR-9044 Karl-Marx-Stadt (DD)
  • Günther, Ludwig, Dipl.-Ing.
    DDR-9083 Karl-Marx-Stadt (DD)
  • Müller, Gerhard
    DDR-Garnsdorf (DD)
  • Künzel, Rolf
    DDR-9374 Gelenau (DD)
  • Erth, Dieter, Dipl.-Ing.
    DDR-9125 Grüna (DD)
  • Grenzendörfer, Dietmar, Dipl.-Ing.
    DDR-9061 Karl-Marx-Stadt (DD)

(74) Vertreter: Beetz & Partner Patentanwälte 
Steinsdorfstrasse 10
80538 München
80538 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 2 065 910
DE-A- 2 134 022
DE-A- 2 129 866
US-A- 3 953 989
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine flache Kettenwirkmaschine, insbesondere Nähwirkmaschine, zum Herstellen eines Schußkettengewirkes, wobei ein kontinuierlicher Faden oder eine Fadengruppe ständig in einer hin- und herbewegbaren Schußfadenlegeeinrichtung geführt wird die, die Fadengruppe von einem ersten Schußfadenfördermittel zu einem zweiten Schußfadenfördermittel legt, wobei von der Schußfadenlegeeinrichtung eine Schußfadengruppe der Fadengruppe an die Fördermittel übergeben sowie von der Schußfadeniegeeinrichtung und der Fadengruppe getrennt wird und nach dieser Phase die Schußfadengruppe beiderseits freie Enden besitzt, so daß die Schußfadenfördermittel die Schußfadengruppe anschließend einer Maschenbildungsstelle zuführen, an der die Schußfäden mit maschenbildenden Kettfäden zu einem Flächengebilde verbunden werden.

    [0002] Bekannt ist eine Vorrichtung für die Zuführung von Füllfäden zu einer Wirkmaschine (DE-OS 2 134 022). Arbeitsweise und Bestandteile dieser Vorrichtung entsprechen der oben gekennzeichneten Art.

    [0003] Die Schußfadeniegeeinrichtung der Vorrichtung besitzt lediglich die Fähigkeit, bei einem Hingang eine Schußfadengruppe in Schußfadenfördermittel abzulegen. Der Hergang bzw. die Rückwärtsbewegung der Legeeinrichtung erfolgt ohne Schußfadenablage in die Fördermittel.

    [0004] Mit der bekannten Vorrichtung ist es erforderlich, zu Beginn eines jeden wirksamen Hinganges der Schußfadenlegeeinrichtung die freien Schußfadenenden jedesmal wieder neu in das diesseitige Schußfadenfördermittel einzuführen, um die Fadenenden gegen die Hubbewegung der Legeeinrichtung festzuhalten.

    [0005] Aus diesem Grunde besteht die Notwendigkeit der Ausstattung der Schußfadenlegeeinrichtung mit relativ komplizierten Fadenklemmitteln.

    [0006] Die Unwirksamkeit der Herbewegung führt entweder zu einer niedrigen Fördergeschwindigkeit der Schußfadenfördermittel oder zu einer überschnellen Hubgeschwindigkeit der Schußfadeniegeeinrichtung, wenn eine hohe Fördergeschwindigkeit gewünscht ist. Beide Erscheinungen sind mit beträchtlichen Nachteilen verbunden.

    [0007] Die Ausstattung der Schußfadenlegeeinrichtung mit Fadenklemmitteln bedeutet zu bewegende Masse, welche den Antriebsaufwand erhöht. Außerdem bringt das ständig neue Einführen der Fadenenden in das diesseitige Schußfadenfördermittel Funktionsunsicherheiten mit sich. Das ist unvorteilhaft.

    [0008] Mit der Erfindung ist die Beseitigung der angeführten Nachteile und eine ausreichende Zuverlässigkeit der Maschine bei einer hohen Arbeitsgeschwindigkeit bezweckt.

    [0009] Die Aufgabe der in den Patentansprüchen gekennzeichneten Erfindung besteht in der Schaffung eines Verfahrens und einer flachen Kettenwirkmaschine, wobei jede Bewegung der Schußfadenlegeeinrichtung eine Übergabe einer endlichen Schußfadengruppe an die Schußfadenfördermittel auslöst und die von einer Vorratsstelle abzuziehenden Fäden in der Nähe der Schußfadenfördermittel ständig in Bereitschaft gehalten werden.

    [0010] Die Erfindungsaufgabe wird dadurch gelöst, daß, bevor die Schußfadengruppe an die Schußfadenfördermittel übergeben wird, die Anfänge der Schußfadengruppe von einer ersten separaten Schußfadenhalteeinrichtung hilfsweise erfaßt sowie festgehalten werden und danach in einer Entfernung von der ersten Schußfadenhalteeinrichtung die Schußfadengruppe an einer von den Anfängen entfernten Stelle von einer zweiten separaten Schußfadenhalteeinrichtung hilfsweise erfaßt sowie festgehalten wird, daß daraufhin die zwischen den Schußfadenhalteeinrichtungen befindliche Schußfadengruppe von den Schußfadenfördermitteln übernommen wird, daß nach der Übernahme der Schußfadengruppe von den Schußfadenfördermittein die Schußfadengruppe in der Nähe der zweiten Schußfadenhalteeinrichtung von der letzteren und von der Schußfadenlegeeinrichtung getrennt wird und die erste Schußfadenhalteeinrichtung die Schußfadengruppe annähernd gleichzeitig freigibt, daß die Schußfadenfördermittel die übernommene Schußfadengruppe anschließend zur Maschenbildungsstelle hin transportieren, daß die in der zweiten Schußfadenhalteeinrichtung hilfsweise gehaltene Schußfadengruppe im weiteren Verlauf zur ersten Schußfadenhalteeinrichtung verlegt und von dieser ebenfalls hilfsweise erfaßt sowie festgehalten wird, daß dann die zwischen den Schußfadenhalteeinrichtungen befindliche neue Schußfadengruppe von den Schußfadenfördermitteln übernommen wird, daß nach der Übernahme der neuen Schußfadengruppe von den Schußfadenfördermitteln diese Schußfadengruppe in der Nähe der ersten Schußfadenhalteeinrichtung von der letzteren und von der Schußfadenlegeeinrichtung getrennt wird und die zweite Schußfadenhalteeinrichtung die Schußfadengruppe annähernd gleichzeitig freigibt, daß die Schußfadenfördermittel die übernommene Schußfadengruppe im folgenden zur Maschenbildungsstelle hin transportieren, daß sich die vorstehenden Verfahrensschritte beliebig oft wiederholen, und daß jeder Schußfaden nach seinem Eintragen in die maschenbildenden Kettfäden von den Schußfadenfördermitteln befreit wird.

    [0011] Eine Maschine, die sich insbesondere zur Durchführung des vorstehenden Verfahrens eignet, ist dadurch gekennzeichnet, daß den beiden Schußfadenfördermitteln außerhalb ihres Zwischenraumes je eine Schußfadenhalteeinrichtung zugeordnet ist, die sich unterhalb der Bewegungsebene der Schußfadenlegeeinrichtung befindet, und wobei zwischen jedem Fördermittel sowie der zugehörigen Schußfadenhalteeinrichtung eine Schneidvorrichtung vorgesehen ist.

    [0012] Mit der Erfindung wird die Wirksamkeit der Schußfadenlegeeinrichtung während jeder Bewegung erreicht und infolge der Anordnung sowie Funktionen der Schußfadenhalteeinrichtungen eine ständige Bereitschaft der abzuziehenden Fäden gesichert.

    [0013] Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.

    [0014] Die Zeichnungen zeigen in:

    Fig. 1: eine im wesentlichen geschnitten gezeichnete Darstellung der Schußfadenlegeeinrichtung, der Schußfadenfördermittel und der Schußfadenhalteeinrichtung einschließlich weiterer zugehöriger Mittel - von der Maschenbildungstelle aus gesehen,

    Fig. 2: eine schematische und um den Verlauf der Fördermittel ergänzte Seitenansicht der Fig. 1 in Richtung des Pfeiles A in verändertem Maßstab und ohne Schneidvorrichtung, wobei geöffnete Fadenklemmittel gezeigt sind,

    Fig. 3: eine Schußfadenhalteeinrichtung gemäß Fig. 1 als Ansicht in Richtung des Pfeiles B mit ausführlichen Einzelheiten in verändertem Maßstab, wobei geschlossene Fadenklemmittel gezeigt sind,

    Fig. 4: eine Draufsicht der Fig. 3,

    Fig. 5: eine Seitenansicht einer Schneidvorrichtung der Fig. 1 mit einem Betätigungsmittel - betrachtet in Richtung des Pfeiles C,

    Fig. 6: eine andere Variante von Einzelheiten der Schußfadenhalteeinrichtung der Fig. 3,

    Fig. 7: ein weiteres Detail im Unterschied zu den Fig. 3 und 6,

    Fig. 8: Betätigungsmittel für Fadenklemmen eines Schußfadenfördermittels - schematisch dargestellt,

    Fig. 9 bis 16: Ablaufschemata der Verfahrensschritte der Schußfadenlegung und -erfassung von den Schußfadenfördermitteln,

    Fig. 17: die Maschenbildungsstelle in einem vereinfachten Querschnitt.



    [0015] Gemäß Fig. 1 sind zwei endlose Schußfadenfördermittel 1; 2 in einem bestimmten Abstand zueinander angeordnet. Beide Fördermittel 1; 2 bewegen sich völlig synchron und kontinuierlich zur Maschenbildungsstelle. Bezogen auf die Zeichnung der Fig. 1 bedeutet das Hinbewegen zur Maschenbildungsstelle eine Bewegung der Fördermittel 1; 2 senkrecht aus der Zeichnungsebene heraus. An den Schußfadenfördermitteln 1; 2 ist eine Vielzahl von Fadenklemmen 3; 4 in gleichmäßigen Abständen befestigt. Es sind immer zwei Fadenklerrimen 3; 4 annähernd rechtwinklig zur Bewegungsrichtung der Fördermittel 1; 2 gegenüberliegend vorgesehen. Das Schußfadenfördermittel 1 wird von den Führungsschienen 5; 6 und 7 geführt, während das Fördermittel 2 von den Führungsschienen 8; 9 und 10 aufgenommen ist. Jede Fadenklemme 3; 4 besitzt ein Kiemmenunterteit 11; 12, welches an der Winkellasche 13; 14 befestigt ist, und ein Klemmenoberteil 15; 16, das mit seinem Stößel 21; 22 im Unterteil 11; 12 beweglich geführt wird. Eine Druckfeder 17; 18, die über den Ansatz 19; 20 das Klemmenoberteil 15; 16 gegen das Klemmenunterteil 11; 12 drückt, bewirkt, daß ein zwischen den Klemmenteilen 11:15 bzw. 12; 16 eingeführter Faden gehalten werden kann. Unter dem Stößel 21; 22 ist eine in vertikaler Richtung bewegbare Schiene 23, 24 angeordnet. Jede dieser Schienen 23, 24 erhält ihre Bewegung von einer nicht dargestellten Kurvenscheibe, die mit dem Maschinenantrieb in Verbindung steht. Die Kurvenscheibe überträgt die Bewegung mittels eines Hebelsystems 23 a; b; c bzw. 24 a; b; c (Fig. 8) auf die Schienen 23; 24, die den Schußfadenfördermitteln 1; 2 je zugeteilt sind. Eine vertikale Bewegung einer Schiene 23; 24 nach oben bewirkt ein Öffnen der Fadenklemme 3 bzw. 4. Die Schienen 23; 24 sind derart bemessen, daß gleichzeitig mindestens so viel Fadenklemmen 3; 4 geöffnet werden, wie Schußfäden zu einer Schußfadengruppe gehören.

    [0016] Über den beiden Schußfadenfördermitteln 1; 2 ist eine zur Bewegungsrichtung der letzteren angenähert senkrecht hin- und herbewegbare Schußfadenlegeeinrichtung 25 vorgesehen, welche ihre Hin-und Herbewegung mittels Rollen 26; 27 (Fig. 2) auf zwei fest angeordneten Stangen 28; 29 ausführt. Von der Schußfadenlegeeinrichtung 25 wird gemäß Fig. 1 ein kontinuierlicher Faden 30 oder eine Fadengruppe 30 ständig geführt, deren Abzug von ortsfesten Spulen 31 über einen gemeinsamen Fadenspeicher 32 erfolgt. Die Schußfadenlegeeinrichtung 25 umfaßt Fadenführungsmittel 33; 34 und langgestreckte Fadenführer 35. Der Abstand der Fadenführer 35 zueinander entspricht dem Abstand der Fadenklemmen 3; 4, den die letzteren auf ihrem Schußfadenfördermittel 1; 2 untereinander haben.

    [0017] Außerhalb des Zwischenraumes der Schußfadenfördermittel 1; 2 und unterhalb der Bewegungsebene der Schußfadenlegeeinrichtung 25 ist jedem Fördermittel 1; 2 eine Schußfadenhalteeinrichtung 36; 37 zugeordnet, die für jeden Schußfaden 30' einer gleichzeitig von der Schußfadeniegeeinrichtung 25 bei einem Hin- oder Hergang gelegten Schußfadengruppe 30' ein Fadenklemmittel 38; 39 trägt. Die beiden Schußfadenhalteeinrichtungen 36; 37 mit ihren Fadenklemmitteln 38; 39 und Antrieben sind von gleicher Bauart, so daß die weitere Beschreibung dieser Mittel an Hand einer Maschinenseite erfolgen kann. Ausgewählt wurde hierzu die Seite der Schußfadenhalteeinrichtung 37. Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, wird ein diesbezügliches Fadenklemmittel 39 von einem festen Klemmschenkel 40 und von einem bewegbaren Klemmschenkel 41 gebildet. Die Klemmschenkel 40; 41 sind mit je einem Fadenleitstift 42 versehen (vgl. auch Fig. 1). Einer von den beiden Klemmschenkeln 40; 41 - im vorliegenden Fall wurde der bewegliche Schenkel 41 bestimmt - ist zweckmäßigerweise mit einem Fadenumlenkmittel 43 auszustatten, welches, wie aus Fig. 4 hervorgeht, im geschlossenen Zustand des Fadenklemmittels 39, das heißt wenn zwischen den Klemmschenkeln 40; 41 ein Schußfaden 30' gehalten wird, den Spalt 44 zwischen den Klemmschenkeln 40; 41 verdeckt.

    [0018] Die festen Klemmschenkel 40 des Fadenklemmittels 39 sind entsprechend Fig. 3 und 4 an einer Führungsplatte 45 befestigt. Letztere ist auf Säulen 46 in vertikaler Richtung bewegbar gelagert (vgl. Fig. 1). Angetrieben wird die vertikal bewegbare Führungsplatte 45 über ein System von Getriebegliedern 45 a; 45 b von einer nicht dargestellten Kurvenscheibe, welche wiederum Verbindung mit dem Hauptantrieb der Maschine hat. Außerdem trägt die Führungsplatte 45 noch eine Leitschiene 47, die in eine Nut 48 des bewegbaren Klemmschenkels 41 des Fadenklemmittels 39 ragt.

    [0019] Gemäß den Fig. 3 und 4 wurde in den festen Klemmschenkeln 40 eine Führungsstange 49 verschiebbar gelagert. Sie trägt die bewegbaren Klemmschenkel 41, die mit der Stange 49 verbunden sind. Die in den Nuten 48 eingeführte Leitschiene sichert die Klemmschenkel 41 gegen Verdrehung auf der Stange 49. Für jeden bewegbaren Klemmschenkel 41 ist auf der Führungsstange 49 ein lösbarer Ring 50, der axial auf der Stange 49 unverschiebbar ist, und eine zwischen dem festen Klemmschenkel 40 eines benachbarten Fadenklemmittels 39 und dem bewegbaren Ktemmschenke) 41 angeordnete sowie vorgespannte Druckfeder 51 vorhanden. Die Führungsstange 49 wurde an ihrem hinteren Ende mit einem Ansatz 52 mit einem Stift 53 ausgerüstet, dessen Achse mit der Achse der Führungsstange 49 fluchtet. Der Stift 53 ist, bezogen auf die Führungsstange 49, außermittig angeordnet und in einem Lager 54 aufgenommen, wodurch ein Verdrehen der Stange 49 ausgeschlossen wird. Die Steuerung der axialen Bewegung erfolgt von einer nicht gezeigten Kurvenscheibe, welche eine entsprechende Bewegung auf einen Hebel 55 überträgt, der dann über eine Rolle 56 auf die Führungsstange 49 einwirkt. Ein Drehen des Hebels 55 entgegen dem Uhrzeigersinn führt zu einem Verschieben der Führungsstange 49 nach links, wodurch über die Ringe 50 die bewegbaren Klemmschenkel 41 entgegen der Wirkung der Druckfedem 51 ebenfalls nach links verschoben werden, was zum Öffnen der Fadenklemmittel 39 führt. Eine Drehbewegung des Hebels 55 im Uhrzeigersinn hat zur Folge, daß die Führungsstange 49 von der Druckfedern 51 über die bewegbaren Klemmschenkel 41 und die Ringe 50 nach rechts bewegt wird, was ein Schließen der Fadenklemmittel 39 zum Ergebnis hat. Infolge eines Spaltes 57 zwischen dem Ansatz 52 und der Rolle 56 bei geschlossenen Fadenklemmitteln 39 und dadurch, daß auf jeden bewegbaren Klemmschenkel 41 eine Druckfeder 51 wirkt, wird erreicht, daß jedes Fadenklemmittel 39 praktisch für sich allein bzw. unabhängig von den anderen Klemmitteln 39 vollständig geschlossen wird. Die Klemmwirkung der Fadenklemmittel 39 ist damit von Dickenschwankungen der Schußfaden 30' und von Fertigungstoleranzen weitgehend unbeeinflußbar.

    [0020] Es ist auch denkbar, außer den Druckfedern 51 noch eine weitere Feder 58 gemäß Fig. 6 zentral auf die Führungsstange 49 einwirken zu lassen. In diesem Falle liegt die Rolle 56 immer am Ansatz 52 an, und der erforderliche Spalt 57' tritt zwischen dem Ring 50 und dem bewegbaren Klemmschenkel 41 auf. Beiden Ausfürhrungsbeispielen für Bewegungsmittel der Führungsstange 49 (Fig. 3, 4 und 6) ist gemeinsam, daß das Offnen der Fadenklemmittel 39 formschlüssig und das Schließen kraftschlüssig erfolgt. Jedoch ist es auch möglich, die Führungsstange 49 in beiden Bewegungsrichtungen formschlüssig anzutreiben, wie das in Fig. 7 gezeigt wird. Bei dieser Variante muß bei geschlossenen Fadenklemmitteln 39 mindestens ein Spalt 57 zwischen der Rolle 56 und dem Ansatz 52 vorhanden sein, wobei es durchaus auch zweckmäßig sein kann, wenn außerdem ein entsprechender Spalt zwischen den Ringen 50 und den bewegbaren Klemmschenkeln 41 vorgesehen wird.

    [0021] Aus den drei Beispielen für das axiale Bewegen der Führungsstange 49 ist ebenfalls ersichtlich, daß die vertikale Lage der Schußfadenhalteeinrichtung 37 keinen Einfluß auf die Verschiebung der Führungsstange 49 hat, weil die Wirksamkeit des Armes des Hebels 55 von der vertikalen Stellung des Ansatzes 52 unabhängig ist, solange der letztere im Bereich des Hebels 55 verbleibt.

    [0022] Gemäß Fig. 1 wurde die flache Kettenwirkmaschine auf beiden Seiten zwischen den Schußfadenfördermitteln 1 bzw. 2 und den Schußfadenhalteeinrichtungen 36 bzw. 37 mit je einer Schneidvorrichtung 59; 60 ausgestattet. Jede Schneidvorrichtung 59; 60 umfaßt für jeden Schußfaden 30' der pro Hin-und Herbewegung der Schußfadenlegeeinrichtung 25 gelegten Schußfaden 30' eine Schere 61; 62. Ihr Abstand voneinander auf jeder Seite der Maschine entspricht dem Abstand der Fadenführer 35 der Schußfadenlegeeinrichtung 25. Die beiden Schneidvorrichtungen 59; 60, ihre Scheren 61; 62 und der dazugehörige Antrieb sind prinzipiell gleich, so daß die folgende Erläuterung sich auf eine Schneidvorrichtung 59; 60 beziehen kann. Entsprechend Fig. 5 wird die Schere 61 von einem festen Scherenschenkel 63 und einem bewegbaren Scherenkschenkel 64 gebildet. Mittels Gewindebolzen 65; 65 a ist der feste Scherenschenkel 63 gehaltert, wobei der Bolzen 65 auch als Lager für den bewegbaren Schenkel 64 dient. An jedem Scherenschenkel 64 ist ein Stift 66 befestigt, der zwecks Bewegung des losen Schenkels 64 in einer Ausnehmung einer Stange 67 geführt ist. Die Stange 67 wird von einer nicht dargestellten Kurvenscheibe über einen Hebel 68 und einen Bolzen 69 bewegt.

    [0023] Im folgenden wird die Arbeitsweise der beschriebenen flachen Kettenwirkmaschine detailliert dargelegt.

    [0024] Die Fig. 9 bis 16 zeigen hierzu Ablaufschemata der Verfahrensschritte, die von der Schußfadenlegeeinrichtung 25, den Schußfadenhalteeinrichtungen 36; 37, den Schußfadenfördermittein 1; 2 und den Schneidvorrichtungen 59; 60 im Zusammenspiel mit weiteren Mitteln durchzuführen sind. Die gewählten Bezugszahlen entsprechen denen der Fig. 1.

    [0025] Wie den Fig. 9 und 10 entnommen werden kann, ist ein Anfang einer Schußfadengruppe 30' in den Fadenklemmen 38 gehalten (in diesem Sinne ist die Fig. 9 mit der Fig. 1 in Übereinstimmung). Die Fadenklemmittel 38 nehmen dabei eine Stellung II a über der Ebene der Schußfadenfördermittel 1; 2 ein. Ebenfalls über der Ebene der Fördermittel 1; 2 stehen in dieser Phase die Fadenklemmittel 39. Dieselben befinden sich in der Stellung I, die von der Ebene der Fördermittel 1; 2 weiter entfernt ist als die Stellung II a der Fadenklemmittel 38. Die Seite der Fadenklemmittel 38 wird, bezogen auf die Funktion der Schußfadenlegeeinrichtung 25, in dieser Phase als Schußeingabeseite bezeichnet und die Seite der Fadenklemmittel 39 als Schußabgabeseite. Die Schußfadengruppe 30' bewegt sich nun von der Schußeingabeseite (links) zur Schußabgabeseite (rechts) hin. Die Fadenführer 35, die die Schußfaden 30' führen, durchfahren bei Ankunft an der Schußabgabeseite die vorher geöffneten Fadenklemmittel 39. Infolge des Haltens der Schußfadenanfänge in den Fadenklemmitteln 38 und der Bewegung der Schußfadenlegeeinrichtung 25 wird die Schußfadengruppe 30'von den Spulen 31 (Fig. 1) abgezogen und oberhalb der Schußfadenfördermittel 1; 2 über die gesamte Arbeitsbreite gelegt. Nimmt man gemäß Fig. 9 an, daß eine Gruppe endlicher Schußfäden 30" vorher in die Fadenklemmen 3; 4 der Fördermittel 1; 2 übergeben worden ist, so strebt diese "alte" Schußfadengruppe 30" jetzt gemeinsam mit den Fördermitteln 1; 2 der Maschenbildungsstelle zu (das ist eine gedachte, nicht illustrierte Bewegung aus der Zeichnungsebene heraus, auf einen Betrachter hin gerichtet), wobei die Fadenklemmen 3; 4 geschlossen sind. Die "alte" Schußfadengruppe 30" besitzt auf der Schußeingabeseite ein kürzeres Fadenende als an der Schußabgabeseite, wo das Fadenende etwas länger ausfällt. Die Ursachen dafür werden später noch erläutert. In Fig. 10 wurde weitergehend davon ausgegangen, daß sich die "alte" Schußfadengruppe 30" aus dem Bereich der Fadenklemmittel 38; 39 herausbewegt hat (von oben auf die Klemmittel 38; 39 geschaut), um einer "neuen" Schußfadengruppe 30' freien Raum zu geben. Das heißt ebenfalls, es sind inzwischen freie geöffnete Fadenklemmen 3; 4 mit den Schußfadenfördermitteln 1; 2 vorgerückt und unter der "neuen" Schußfadengruppe 30' eingetroffen. Übrigens sind alle Geschwindigkeits- und Wegverhältnisse so miteinander abgestimmt worden, daß eine "alte" Schußfadengruppe 30" mit den Schußfadenfördermittein 1; 2 bei jedem Hin- order Hergang der Schußfadenlegeeinrichtung 25 soweit vorrückt, daß die folgende "neue" Schußfadengruppe 30' sich im gewünschten Abstand anschließen kann und hierzu geöffnete sowie aufnahmefähige Fadenklemmen 3; 4 vorfindet.

    [0026] Sobald die Fadenführer 35 die Fadenklemmittel 39 durchfahren haben, schließen sich dieselben, und daraufhin senken sich die Fadenklemmittel 38; 39 an beiden Seiten gleichzeitig (Fig. 11). Die "neue" Schußfadengruppe 30' gelangt somit in den Wirkungsbereich von zu diesem Zeitpunkt geöffneten Fadenklemmen 3; 4 (Fig. 8) und in die gespreizten Scheren 61; 62 (Fig. 5), wie es in Fig. 12 gezeigt ist. Aus Fig. 8 kann hierzu entnommen werden, auf welche Weise die "neue" Schußfadengruppe 30' von den Klemmenunter- und -oberteilen 11; 12 bzw. 15; 16 der Fadenklemmittel 34 erfaßt wird. Die Fadenklemmittel 38 erreichen dabei aus der Stellung II a über der Ebene der Schußfadenfördermittel 1; 2 ihre unterste Stellung 111, die sich annähernd in Höhe der Fördermittel 1; 2 befindet. Die Fadenklemmittel 39 dagegen senken sich in die Stellung II b, die über der Ebene der Fördermittel 1; 2 befindlich ist, wobei jedoch die Schußfadengruppe 30' in die Ebene der Fadenklemmen 3; 4 geführt wird, wie vorher beschrieben wurde.

    [0027] Nachdem die Schußfadengruppe 30' von den Fadenklemmen 3; 4 erfaßt wurde, werden die letzteren gemäß Fig. 13 geschlossen und anschließend die Fadenklemmittel 38 geöffnet sowie die Schußfadengruppe 30' auf der Schußabgabeseite bzw. auf der Seite der Fadenklemmittel 39 mittels der Scheren 62 geschnitten. Das Schneiden geschieht zwischen den Fadenklemmen 4 und den Fadenklemmitteln 39, wobei die letzteren geschlossen gehalten werden. Das Öffnen der Fadenklemmittel 38 ohne Betätigung der Scheren 61 führt zu einem etwas längeren Fadenende der Schußfadengruppe 30' an den Fadenklemmen 3 und zum Entleeren der Fadenklemmittel 38, während das Fadenende an den Fadenklemmen 4 infolge Betätigung der Scheren 62 kürzer entsteht. In Fig. 9 gab es die gleiche Erscheinung mit vertauschten Seiten, da die "alte" Schußfadengruppe 30" in einen entgegengesetzten Zyklus entstanden war, der sich nunmehr in der Fig. 14 als eine Folge auf Fig. 13 von Anfang an wiederholt. Es vertauschen sich also die Funktionen der Seiten der Fadenklemittel 38; 39. Die Seite der Klemmittel 38 fungiert beim folgenden Zyklus als Schußabgabeseite und die Seite der Klemmittel 39 als Schußeingabeseite. Somit vollzieht sich nachstehend ein seitenvertauschter Ablauf der Fig. 9 bis 13.

    [0028] Die Schußfadenlegeeinrichtung 25 der Fig. 14 bewegt sich auf die neue Schußabgabeseite (Fadenklemmittel 38) zu, und die Fadenklemmittel 39 sind in eine Stellung II a nach oben gerückt, wobei ein Anfang einer wiederum "neuen" Schußfadengruppe 30"' jetzt von den Fadenklemmitteln 39 gehalten wird. Bevor die Schußfadenlegeeinrichtung 25 das Fadenklemmittel 38 erreicht, hat sich auch dessen Höhe verstellt, indem die oberste Stellung I zur Arbeitsposition geworden ist, in der die Schußfadengruppe 30"' von der Schußfadenlegeeinrichtung 25 empfangen wird. In den Fadenklemmen 3; 4 der Fig. 14 befindet sich noch die "zweitälteste" Schußfadengruppe 30', welche auf dem Wege ist, für die "neue" Schußfadengruppe 30"' Platz zu schaffen, was im Sinne von Fig. 15 dann geschehen ist. Sobald die Fadenführer 35 die Fadenklemmittel 38 durchfahren haben, schließen sich die letzteren, und beide Fadenklemmittel 38; 39 senken sich anschließend so, daß die Schlußfadengruppe 30"' in bereits beschriebener Weise von den Fadenklemmen 3; 4 aufgenommen wird. Die Fadenklemmittel 38 haben dabei die Stellung II b und die Fadenklemmittel 39 die unterste Stellung 111 eingenommen. Im weiteren Verlauf werden die Fadenklemmittel 39 geöffnet und die Schußfadengruppe 30"' mittels der Scheren 61 geschnitten.

    [0029] Es beginnt im folgenden ein weiterer Bewegungszyklus analog den Fig. 9 bis 13, der sich beliebig oft wiederholen kann.

    [0030] Die Schußfäden 30', 30", 30"', welche zur Maschenbildungsstelle gelangt sind, werden dort (Fig. 17) mittels Wirknadeln 73 und Lochnadein 77 sowie maschenbildender Kettfäden zu einem Flächengebilde - einem Schußkettengewirke - verbunden. Dies kann mit mehreren Lochnadelreihen oder mit einer Reihe geschehen, wobei die bekannten Kettenwirkbindungen und ihre Kombinationen Anwendung finden können. Es ist auch denkbar, entlang der Schußfäden 30'; 30"; 30"' annähernd rechtwinklig dazu oder schräg verlaufend lose Kettfäden oder Musterelemente anzubinden. Mit der vorliegenden Erfindung ist weiter beabsichtigt, ein Flächengebilde herzustellen, das aus Schußfäden 30', 30", 30"', einer an die letzteren angelegten Grundware 78 und die vorgenannten Elemente verbindenden Kettfäden besteht. Zu diesem Zweck wird der Maschine die Grundware 78 vor den Stütznadeln 71 zugeführt, so daß dieselbe zwischen den Lochnadeln 77 und den Stütznadeln 71 in die Maschenbildungsstelle einläuft. Als Grundware kann ein Gewebe, ein Gewirke, ein Faservlies, eine Plastfolie, eine Filzbahn oder ein Spinnvlies verwendet werden.

    [0031] Um jeden Schußfaden 30'; 30"; 30"' in eine vorbestimmte Maschenreihe einzubinden, sind an mehreren Stellen zwischen den Abschlagplatinen 70, den Wirknadeln 73 und den Stütznadeln 71 Zubringeplatinen 72 vorgesehen, die an einer nicht dargestellten gemeinsamen Barre gehaltert wurden. Die Platinen 72 führen Hubbewegungen in Richtung X aus, die nach aufwärts und nach abwärts gerichtet sind. Bei der Abwärtsbewegung erfassen die Platinen 72 den nächstliegenden Schußfaden 30'; 30"; 30"' und tragen denselben in eine Maschenreihe ein, wobei der Schußfaden 30'; 30"; 30"' hinter die Wirknadeln 73 gebracht wird. In der tiefsten Stellung verbleiben die Platinen 72 solange, bis die Spitzen der Wirknadeln 73 aus den Stütznadeln 71 hervortreten, so daß der Schußfaden 30'; 30"; 30"' nicht mehr ausweichen kann. Der geschilderte Ablauf wird mit jedem Schußfaden 30'; 30"; 30"' durchgeführt. Als Antrieb für die Barre der Zubringeplatinen 72 kann ein gewöhnlicher Kurvenscheiben- oder Kurbeltrieb benutzt werden. Die höchste Stellung der Platinen 72 ist in der Zeichnung gestrichelt angedeutet und die tiefste Stellung mit Volllinien gekennzeichnet. Entsprechend Fig. 2 ist an der Maschenbildungsstelle an beiden inneren Seiten der Schußfadenfördermittel 1; 2 ein Schneidmesser 74 an einer Barre der Zubringeplatinen 72 so angeordnet, daß infolge der Hubbewegung der Barre ein Schußfaden 30'; 30"; 30"' sobald er in einer Maschenreihe eingebunden ist, von den Fadenklemmen 3; 4 der Fördermittel 1; 2 getrennt wird, um das Schußkettengewirke sofort von den Fördermitteln 1; 2 zu befreien. Anschließend wird jedes neu hergestellte Stück des Gewirkes aufgewickelt. Die Fadenklemmen 3; 4 laufen nach der Maschenbildungsstelle auf eine auf beiden Seiten vorhandene Kurve 75 auf, wodurch die Klemmen 3; 4 geöffnet werden und die noch vorhandenen Fadenenden von einer auf jeder Seite angeordneten Absaugeinrichttung 76 abgesaugt werden können.

    [0032] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist auch eine schräge Anordnung der Stangen 28; 29 der Schußfadeniegeeinrichtung 25 zu sehen, um schräg zu den Schußfadenfördermitteln 1; 2 übergebene und von den letzteren festgehaltene Schußfadengruppen 30'; 30"; 30"' der Maschenbildungsstelle zuzuführen. Es können beispielsweise auch zwei Schußfadenlegeeinrichtungen 25 vorgesehen sein, wovon die eine sich senkrecht und die andere sich schräg in bezug auf die Schußfadenfördermittel 1; 2 hin- und herbewegt.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Herstellen eines Schußkettengewirkes, bei dem ein kontinuierlicher Faden oder eine Fadengruppe ständig in einer hin- und herbewegbaren Schußfadeniegeeinrichtung geführt wird, die die Fadengruppe von einem ersten Schußfadenfördermittel zu einem zweiten Schußfadenfördermittel legt wobei von der Schußfadenlegeeinrichtung eine Schußfadengruppe der Fadengruppe an die Fördermittel übergeben sowie von der Schußfadenlegeeinrichtung und der Fadengruppe getrennt wird und nach dieser Phase die Schußfadengruppe beiderseits freie Enden besitzt, so daß die Schußfadenfördermittel die Schußfadengruppe anschließend einer Maschenbildungsstelle zuführen, an der die Schußfäden mit maschenbildenden Kettfäden zu einem Flächengebilde verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, daß, bevor die Schußfadengruppe (30') an die Schußfadenfördermittel (1; 2) übergeben wird, die Anfänge der Schußfadengruppe (30') von einer ersten separaten Schußfadenhalteeinrichtung (36) hilfsweise erfaßt sowie festgehalten werden und danach in einer Entfernung von der ersten Schußfadenhalteeinrichtung (36) die Schußfadengruppe (30') an einer von den Anfängen entfernten Stelle von einer zweiten separaten Schußfadenhalteeinrichtung (37) hilfsweise erfaßt sowie festgehalten wird, daß daraufhin die zwischen den Schußfadenhalteeinrichtungen (36; 37) befindliche Schußfadengruppe (30') von den Schußfadenfördermitteln (1; 2) übernommen wird, daß nach der Übernahme der Schußfadengruppe (30') von den Schußfadenfördermitteln (1; 2) die Schußfadengruppe (30') in der Nähe der zweiten Schußfadenhalteeinrichtung (37) von der letzteren und von der Schußfadeniegeeinrichtung (25) getrennt wird und die erste Schußfadenhalteeinrichtung (36) die Schußfadengruppe (30') annähernd gleichzeitig freigibt, daß die Schußfadenfördermittel (1; 2) die übernommene Schußfadengruppe (30') anschließend zur Maschenbildungsstelle hin transportieren, daß die in der zweiten Schußfadenhalteeinrichtung (37) hilfsweise gehaltene Schußfadengruppe (30"') im weiteren Verlauf zur ersten Schußfadenhalteeinrichtung (36) verlegt und von dieser ebenfalls hilfsweise erfaßt sowie festgehalten wird, daß dann die zwischen den Schußfadenhalteeinrichtungen (36; 37) befindliche neue Schußfadengruppen (30"') von den Schußfadenfördermitteln (1; 2) übernommen wird, daß nach der Übernahme der neuen Schußfadengruppe (30"') von den Schußfadenfördermitteln (1; 2) diese Schußfadengruppe (30"') in der Nähe der ersten Schußfadenhalteeinrichtung (36) von der letzteren und von der Schußfadenlegeeinrichtung (25) getrennt wird und die zweite Schußfadenhalteeinrichtung (37) die Schußfadengruppe (30"') annähernd gleichzeitig freigibt, daß die Schußfadenfördermittel (1; 2) die übernommene Schußfadengruppe (30"') im folgenden zur Maschenbildungsstelle hin transportieren, daß sich die vorstehenden Verfahrensschritte beliebig oft wiederholen, und daß jeder Schußfaden (30'; 30"; 30"') nach seinem Eintragen in die maschenbildenden Kettfäden von den Schußfadenfördermitteln (1; 2) befreit wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß, während eine Schußfadengruppe (30'; 30"; 30"') von einer Schußfadenhalteeinrichtung (36; 37) zu einer anderen hin verlegt wird, sich die in der jeweiligen Bewegungsrichtung der Schußfadengruppe (30'; 30"; 30"') angeordnete Schußfadenhalteeinrichtung (36; 37) in ihre oberste Stellung I bewegt, um eine neue Schußfadengruppe (30' 30"; 30"') zu empfangen, und daß die Schußfadenhalteeinrichtung (36; 37), welche zu dieser Zeit die Schußfadengruppe (30' 30"; 30"') hält, in eine mittlere Stellung II a gehoben wird.
     
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß diejenige Schußfadenhalteeinrichtung (36; 37), der die Schußfadengruppe (30'; 30"; 30"') zustrebt, dann aus der Stellung I in eine mittlere Stellung II b abgesenkt wird, wenn die Schußfadengruppe (30'; 30"; 30"') von der betreffenden Schußfadenhalteeinrichtung (36; 37) gefangen worden ist, wobei die gegenüberliegende andere Schußfadenhalteeinrichtung (36; 37) währenddessen aus der mittleren Stellung II a in ihre unterste Stellung III herunter gelangt.
     
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß diejenige Schußfadenhalteeinrichtung (36; 37), von welcher sich die Schußfadengruppe (30'; 30"; 30"') fortbewegt, aus der mittleren Stellung II b in die andere mittlere Stellung II a hinaufbewegt wird, sobald die Schußfadengruppe (30'; 30"; 30"') in der Nähe der Schußfadenlegeeinrichtung (25) abgeschnitten wurde, wobei die Stellung II a solange beibehalten wird, bis die Schußfadengruppe (30'; 30"; 30"') die andere Schußfadenhalteeinrichtung (36; 37) erreicht hat.
     
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zeit, in welcher die betreffende Schußfadenhalteeinrichtung (36; 37), aus der mittleren Stellung II b in die andere mittlere Stellung II a hinaufbewegt wird, sich auch die gegenüberliegende Schußfadenhalteeinrichtung (36; 37), die die Schußfadengruppe (30'; 30"; 30"') von neuem empfangen soll, aufwärts bewegt, so daß die Schußfadenhalteeinrichtung (36; 37) aus der untersten Stellung III in die oberste Stellung verschoben wird.
     
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schußfadengruppe (30'; 30"; 30"') von den Schußfadenfördermitteln (1; 2) festgeklemmt wird, bevor die Schußfadengruppe (30'; 30"; 30'";) in der Nähe der Schußfadenlegeeinrichtung (25) abgeschnitten und an der gegenüberliegenden Schußfadenhalteeinrichtung (36; 37) etwa gleichzeitig freigegeben wird, wenn die Schußfadenlegeeinrichtung (25) eine Hin- oder Herbewegung beendet hat.
     
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schußfadengruppe (30'; 30"; 30"') stets dann an die Schußfadenfördermittel (1; 2) übergeben wird, wenn die vorhergehende Gruppe einen Vorlauf von einem Fadenabstand der Schußfadenfördermittel (1; 2) besitzt.
     
    8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden der Schußfadengruppe (30'; 30"; 30"') parallel zueinander geführt werden.
     
    9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schußfäden (30'; 30"; 30"') der Maschenbildungsstelle mit einem größeren gegenseitigen Abstand und schneller zugeführt werden, als der Fadenabstand und die Abzugsgeschwindigkeit des fertigen Schußkettengewirkes betragen.
     
    10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß je Maschenreihe des Schußkettengewirkes ein Schußfaden (30'; 30"; 30"') eingetragen wird.
     
    11. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schußfäden (30'; 30"; 30"') in unterschiedlichen Abständen eingetragen werden.
     
    12. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schußfaden (30'; 30"; 30"') annähernd rechtwinklig zur Länge des Schußkettengewirkes bzw. maschenreihengerecht eingetragen wird.
     
    13. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß Schußfäden (30'; 30"; 30"') der Maschenbildungsstelle schräg zugeführt werden.
     
    14. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Maschenbildungsstelle neben den Schußfäden (30'; 30"; 30"') eine Grundware zugeführt wird, welche vor einer Reihe von Stütznadeln (71) in einen Raum zwischen den letzteren und einer Anzahl von Lochnadeln (77) einläuft.
     
    15. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Schußfadenenden nach dem Verbinden mit den maschenbildenden Kettfäden vom Schußkettengewirke abgeschnitten und anschließend abgesaugt werden.
     
    16. Flache Kettenwirkmaschine, insbesondere Nähwirkmaschine, mit zwei angetriebenen, endlosen Schußfadenfördermitteln und einer über den letzteren angeordneten Schußfadeniegeeinrichtung, welche mit Mitteln zum ständigen Führen eines kontinuierlichen Fadens oder einer Fadengruppe ausgestattet und quer zu den Fördermitteln hin- und herbewegbar ist, die von der Fadengruppe abgeschnittene Schußfäden einer Maschenbildungsstelle zuführen und zu diesem Zweck eine Anzahl von Fadenklemmen tragen, die von Betätigungsmitteln steuerbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß den beiden Schußfadenfördermitteln (1; 2) außerhalb ihres Zwischenraumes je eine Schußfadenhalteeinrichtung (36; 37) zugeordnet ist, die sich unterhalb der Bewegungsebene der Schußfadenlegeeinrichtung (25) befindet, und wobei zwischen jedem Fördermittel (1; 2) sowie der zugehörigen Schußfadenhalteeinrichtung (36; 37) eine Schneidvorrichtung (59; 60) vorgesehen ist.
     
    17. Flache Kettenwirkmaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß jede Schußfadenhalteeinrichtung (36; 37) mit einer Anzahl von Fadenklemmitteln (38; 39) besetzt ist, welche mit der Zahl der wirksamen Fadenführer (35) der Schußfadenlegeeinrichtung (25) übereinstimmt.
     
    18. Flache Kettenwirkmaschine nach den Anspruchen 16 und 17, dadurch gekennzeichnet, daß jede Schußfadenhalteeinrichtung (36; 37) in vertikaler Richtung separat heb- und senkbar ausgeführt ist, wobei ein System von Getriebegliedem (45 a; 45 b) als Betätigungsmittel dient.
     
    19. Flache Kettenwirkmaschine nach Ansprüchen 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß jede Schußfadeniegeeinrichtung (25) auf rechtwinklig zu den Schußfadenfördermittein (1; 2) gehalterten Stangen (28; 29) hin- und herbewegbar vorgesehen ist.
     
    20. Flache Kettenwirkmaschine nach Ansprüchen 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Stangen (28; 29) der Schußfadeniegeeinrichtung (25) schräg zu den Schußfadenfördermittein (1; 2) angeordnet sind, um eine schräg liegende Schußfadengruppe (30'; 30"; 30"') in die Maschenbildungsstelle einbringen zu können.
     
    21. Flache Kettenwirkmaschine nach den Ansprüchen 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Schußfadenfördermittel (1; 2) Fadenklemmen (3; 4) tragen, welche untereinander den gleichen Abstand besitzen wie die Fadenführer (35) der Schußfadenlegeeinrichtung (25) und wie die Fadenklemmittel (38, 39) der Schußfadenhalteeinrichtungen (36; 37).
     
    22. Flache Kettenwirkmaschine nach Anspruch 16 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenklemmittel (38, 39) im wesentlichen aus Klemmschenkeln (40, 41), Fadenleitstiften (42) und je einem Fadenumlenkmittel (43) bestehen.
     
    23. Flache Kettenwirkmaschine nach Ansprüchen 16 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenklemmittel (38; 39) mittels einer kurvenscheibengesteuerten Führungsstange (49) betätigbar sind.
     
    24. Flache Kettenwirkmaschine nach den Ansprüchen 16 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß jede Schneidvorrichtung (59; 60) soviel Scheren (61; 62) umfaßt, wie Fadenklemmittel (38; 39) an jeder Schußfadenhalteeinrichtung (36; 37) vorgesehen sind.
     
    25. Flache Kettenwirkmaschine nach den Ansprüchen 6 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenklemmen (3; 4) der Schußfadenfördermittel (1; 2) mittels eines Hebelsystems (23 a; b; c; 24 a; b; c) steuerbar sind, das an eine Schiene (23; 24) angelenkt ist.
     
    26. Flache Kettenwirkmaschine nach den Ansprüchen 16 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Reihe von Stütznadeln (71) eine Anzahl von Zubringeplatinen (72) greifen, die in Richtung (X) betätigbar sind und eine derart gerichtete Auf-und Abbewegung ausführen.
     
    27. Flache Kettenwirkmaschine nach Ansprüchen 16 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschine nach der Maschenbildungstelle mit einer Absaugeinrichtung (76) ausgestattet ist, die die mittels Schneidmesser (74) abgetrennten Fadenenden ableitet.
     
    28. Flache Kettenwirkmaschine nach den Ansprüchen 16 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Schußfadenlegeeinrichtungen (25) oberhalb der Schußfadenfördermittel (1; 2) hin- und herbewegbar angeordnet sind.
     
    29. Flache Kettenwirkmaschine nach den Ansprüchen 16 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß eine rechtwinklig hin- und herbewegbare und eine schräg bewegbare Schußfadenlegeeinrichtung (25) vorgesehen sind.
     


    Claims

    1. Method for the production of a weft-warp knitted fabric, in which a continuous thread or a thread group is guided constantly in a reciprocatingly movable weft thread laying device which lays the thread group from a first weft thread conveying means to a second weft thread conveying means, while a weft thread group of the thread group is transferred by the weft thread laying device to the conveying means and severed from the weft thread laying device and the thread group and after this phase the weft thread group possesses free ends on both sides, so that the weft thread conveying means next feed the weft thread group to a stitch formation position where the weft threads are connected with stitch-forming warp threads into a flat structure, characterised in that before the weft thread group (30') is transferred to the weft thread conveying means (1; 2) the commencements of the weft thread group (30') are auxiliarily grasped and held fast by a first separate weft thread holding device (36) and thereafter, at a distance from the first weft thread holding device (36), the weft thread group (30') is auxiliarily grasped and held fast at a position remote from the commencements by a second separate weft thread holding device (37), in that thereupon the weft thread group (30') situated between the weft thread holding devices (36; 37) is taken over by the weft thread conveying means (1; 2); in that after the taking over of the weft thread group (30') by the weft thread conveying means (1; 2) the weft thread group (30') is severed in the vicinity of the second weft thread holding device (37) by the latter and by the weft thread laying device (25) and the first weft thread holding device (36) liberates the weft thread group (30') approximately at the same time, in that the weft thread conveying means (1; 2) transport the taken over weft thread group (30') next to the stitch formation position, in that the weft thread group (30"') auxiliarily held in the second weft thread holding device (37) in the further progress is shifted to the first weft thread holding device (36) and likewise auxiliarily grasped and held fast by this device, in that then the new weft thread group (30"') situated between the weft thread holding devices (36; 37) is taken over by the weft thread conveying means (1; 2), in that after the take- over of the new weft thread group (30"') by the weft thread conveying means (1; 2) this weft thread group (30"') is served in the vicinity of the first weft thread holding device (36) by the latter and by the weft thread laying device (25) and the second weft thread holding device (37) liberates the weft thread group (30"') approximately at the same time, in that the weft thread conveying means (1; 2) subsequently transport the taken-over weft thread group (30"') to the stitch formation position, in that the above method steps are repeated as often as desired, and in that each weft thread (30'; 30"; 30"') after its insertion into the stitch forming warp threads is freed from the weft thread conveying means (1; 2).
     
    2. Method according to claim 1, characterised in that while one weft thread group (30'; 30"; 30"') is being shifted from one weft thread holding device (36; 37) to another, the weft thread holding device (36; 37) arranged in the respective direction of movement of the weft thread group (30'; 30"; 30"') is moving into its uppermost position I in order to receive a new weft thread group (30'; 30"; 30"'), and in that the weft thread holding device (36; 37), which at this time is holding the weft thread group (30'; 30"; 30"'), is being lifted into a middle position Ila.
     
    3. Method according to claims 1 and 2, characterised in that that weft thread holding device (36; 37) which is driving towards the weft thread group (30'; 30"; 30"') is lowered out of the position I into a middle position Ilb when the weft thread group (30'; 30"; 30"') has been caught by the relevant weft thread holding device (36; 37). While the opposite other weft thread holding device (36; 37) is meanwhile travelling out of the middle position Ila down into its lowermost position III.
     
    4. Method according to claims 1 to 3, characterised in that that weft thread holding device (36; 37) away from which the weft thread group (30'; 30"; 30"') is moving is moved out of the middle position Ilb up into the other middle position Ila, as soon as the weft thread group (30'; 30"; 30"') has been cut off in the vicinity of the weft thread laying device (25), the position Ila being retained until the weft thread group (30'; 30"; 30"') has reached the other weft thread holding device (36; 37).
     
    5. Method according to claim 4, characterised in that in the time in which the relevant weft thread holding device (36; 37) is being moved up out of the middle position Ilb into the other middle position Ila, the opposite weft thread holding device (36; 37), which is to receive the weft thread group (30'; 30"; 30"') newly, is also moving upwards so that the weft thread holding device (36; 37) is displaced out of the lowermost position III into the uppermost position I.
     
    6. Method according to claims 1 to 5, characterised in that one weft thread group (30'; 30"; 30"') is clamped fast by the weft thread conveying means (1; 2) before the weft thread group (30'; 30"; 30"') is cut off in the vicinity of the weft thread laying device (25) and is released at the opposite weft thread holding device (36; 37) approximately at the same time, when the weft thread laying device (25) has terminated one movement forward or back.
     
    7. Method according to claims 1 to 6, characterised in that a weft thread group (30'; 30"; 30"') is passed to the weft thread conveying means (1; 2) whenever the preceding group possesses a lead of one thread interval of the weft thread conveying means (1; 2).
     
    8. Method according to claims 1 to 7, characterised in that the threads of the weft thread group (30'; 30"; 30"') are conducted parallel with one another.
     
    9. Method according to claims 1 to 8, characterised in that the weft threads (30'; 30"; 30"') are fed to the stitch formation position with greater mutual spacing than corresponds to the thread spacing and faster than corresponds to the speed of withdrawal of the finished weft-warp knitted fabric.
     
    10. Method according to claims 1 to 9, characterised in that one weft thread (30'; 30"; 30"') is inserted per stitch row of the weft-warp knitted fabric.
     
    11. Method according to claims 1 to 10, characterised in that the weft threads (30'; 30"; 30"') are inserted at different intervals.
     
    12. Method according to claims 1 to 11, characterised in that each weft thread (30'; 30"; 30"') is inserted approximately at right angles to the length of the weft-warp knitted fabric or perpendicularly to the stich rows.
     
    13. Method according to claims 1 to 11, characterised in that weft threads (30'; 30"; 30"') are fed obliquely to the stitch formation position.
     
    14. Method according to claims 1 to 13, characterised in that to the stitch formation position there is fed, beside the weft threads (30'; 30"; 30"') a basic fabric which enters before a row of support needles (71) into a space between the latter and a number of eyed needles (77).
     
    15. Method according to claims 1 to 14, characterised in that the weft thread ends, after connection with the stitch-forming warp threads, are cut off from the weft-warp knitted fabric and then sucked away.
     
    16. Flat warp-knitting machine, especially sew- knitting machine, having two driven endless weft thread conveying means and a weft thread laying device arranged above the latter, which is equipped with means for the constant guidance of a continuous thread or a thread group and is movable to and fro transversely of the conveying means, which feed weft threads cut off from the thread group to a stitch formation position and for this purpose carry a number of thread clamps which are controllable by actuation means, characterised in that to each of the two weft thread conveying means (1; 2) there is allocated, outside their interspace, a weft thread holding device (36; 37) which is situated beneath the plane of movement of the weft thread laying device (25), while a cutting device (59; 60) is provided between each conveying means (1; 2) and the pertinent weft thread holding device (36; 37).
     
    17. Flat warp-knitting machine according to claim 16, characterised in that each weft thread holding device (36; 37) is fitted with a number of thread clamping means (38; 39) which conforms with the number of the effective thread guides (35) of the weft thread laying device (25).
     
    18. Flat warp-knitting machine according to claims 16 and 17, characterised in that each weft thread holding device (36; 37) is made separately raisable and lowerable in the vertical direction, while a system of gear links (45a; 45b) serves as actuation means.
     
    19. Flat warp-knitting machine according to claims 16 to 18, characterised in that the weft thread laying device (25) is provided for movement to and fro on rods (28; 29) retained at right angles to the weft thread conveying means (1; 2).
     
    20. Flat warp-knitting machine according to claims 16 to 18, characterised in that the rods (28; 29) of the weft thread laying device (25) are arranged obliquely in relation to the weft thread conveying means (1; 2) in order to be able to insert an obliquely lying weft thread group (30'; 30"; 30"') into the stitch formation position.
     
    21. Flat warp-knitting machine according to claims 16 to 20, characterised in that the weft thread conveying means (1; 2) carry thread clamps (3, 4) which possess the same spacing from one another as the thread guides (35) of the weft thread laying device (25) and as the thread clamping means (38; 39) of the weft thread holding devices (36; 37).
     
    22. Flat warp-knitting machine according to claims 16 to 21, characterised in that the thread clamping means (38; 39) consists essentially of clamp legs (40; 41), thread guide pins (42) and a thread deflector means (43) each.
     
    23. Flat warp-knitting machine according to claims 16 to 22, characterised in that the thread clamping means (38; 39) are actuable by means of a cam-disc-controlled guide rod (49).
     
    24. Flat warp-knitting machine according to claims 16 to 23, characterised in that each cutting device (50; 60) comprises as many shears (61; 62) as threads clamping means (38; 39) are provided on each weft thread retaining device (36; 37).
     
    25. Flat warp-knitting machine according to claims 16 to 24, characterised in that the thread clamps (3; 4) of the weft thread conveying means (1; 2) are controllable by means of a lever system (23ab b; c; 24a; b; c) which is articulated to a rail (23; 24).
     
    26. Flat warp-knitting machine according to claims 16 to 25, characterised in that between the row of support needles (71) there engages a number of feeder sinkers (72) which are actuatable in the direction (X) and carry out an upward and downward movement so directed.
     
    27. Flat warp-knitting machine according to claims 16 to 26, characterised in that the machine is equipped, after the stitch formation position, with a suction device (76) which conducts away the thread ends severed by means of cutters (74).
     
    28. Flat warp-knitting machine according to claims 16 to 27, characterised in that several weft thread laying devices (25) are arranged for reciprocating movement above the weft thread conveying means (1; 2).
     
    29. Flat warp-knitting machine according to claims 16 to 28, chararacterised in that a weft thread laying device (25) which can be moved to and fro at right angles and an obliquely movable one are provided.
     


    Revendications

    1. Procédé de fabrication d'un tricot chaîne à trames, dans lequel un fil continu ou un groupe de fils est guidé en permanence dans un dispositif de positionnement des fils de trame qui peut se déplacer d'un mouvement de va-et-vient et qui positionne le groupe de fils d'un premier dispositif de transport des fils de trame à un deuxième dispositif de transport des fils de trame, un groupe de fils de trame du groupe de fils étant amené par le dispositif de positionnement des fils de trame au dispositif de transport et séparé du dispositif de positionnement des fils de trame et du groupe de fils et le groupe de fils de trame présentant des deux côtés, après cette phase des extrémités libres, de sorte qu'ensuite le dispositif de transport des fils de trame amène le groupe de fils de tram à un emplacement de formation des mailles où les fils de trame sont assemblés avec des fils de chaîne de formation des mailles pour la réalisation d'une surface, caractérisé en ce qu'avant que le groupe (30') de fils de trame soit amené au dispositif (1, 2) de fils de trame, les bouts avant du groupe (30') de fils de trame sont saisis et maintenus subsidiairement par un premier dispositif (36) de maintien des fils de trame séparé, après quoi, à une certaine distance du premier dispositif (36) de maintien des fils de trame, le groupe (30') de fils de trame est saisi et maintenu subsidiairement, à un emplacement éloigné de bouts avant, par un deuxième dispositif (37), de maintien des fils de trame séparé, en ce qu'ensuite le groupe (30') de fils de trame qui se trouve entre les dispositifs de maintien (36, 37) des fils de trame est repris par les dispositifs (1, 2) de transport des fils de trame, en ce qu'après la reprise du groupe (30') de fils de trame par les dispositifs (1, 2) de transport des fils de trame le groupe (30') de fils de trame, est à proximité du deuxième dispositif (37) de maintien des fils de chaîne, séparé de ce dernier et du dispositif (25) de positionnement des fils de chaîne et que le premier dispositif (36) de maintien des fils de trame libère presque simultanément le groupe (30') de fils de trame, en ce qu'ensuite les dispositifs (1, 2) de transport des fils de trame transportent jusqu'à l'emplacement de formation des mailles groupe (30') de fils de trame qu'ils avaient repris, en ce que, par la suite, le groupe (30"') maintenu subsidiairement dans le deuxième dispositif (37) de maintien des fils de trame est déplacé vers le premier dispositif de maintien (36) des fils de trame qui le saisit et le maintient subsidiairement en ce qu'ensuite les nouveaux groupes (30"') de fils de trame, que se trouvent entre les dispositifs (36, 37) de maintien des fils de trame sont repris par les dispositifs (1, 2) de transport des fils de trame en ce qu'après la reprise du nouveau groupe (30"') de fils de trame par les dispositifs (1, 2) de transport des fils de trame, ce groupe (30"') de fils de trame est, à proximité du premier dispositif (36) de maintien des fils de trame, séparé de ce dernier et du dispositif (25) de positionnement des fils de trame et que le deuxième dispositif (37) de maintien libère presque simultanément le groupe (30"') de fils de trame, en ce que les dispositifs (1, 2) de transport amènent ensuite aux emplacements de formation des mailles le groupe (30"') de fils de trame qu'ils avaient repris, en ce que les opérations décrites ci-dessus peuvent être répétées à volonté et qu'après son insertion dans les fils de chaîne de formation des mailles, chaque fil de trame (30', 30", 30"') est libéré par les dispositifs (1, 2) de transport des fils de trame.
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pendant que l'un des groupes (30', 30", 30"') de fils de trame est déplacé vers l'autre groupe par un dispositif (36, 37) de maintien de fils de trame, le dispositif (36, 37) de maintien des fils de trame qui est placé dans la direction de mouvement correspondante du groupe (30', 30", 30"') des fils de trame se déplace jusqu'à sa position supérieure I pour y recevoir un nouveau groupe (30', 30", 30"') de fils de trame et en ce que le dispositif (36, 37) de maintien des fils de trame qui, à ce moment, maintient le groupe (30', 30", 30"') de fils de trame, est soulevé dans une position médiane Ila.
     
    3. Procédé selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le dispositif (36, 37) de maintien des fils de trame vers lequel le groupe (30', 30", 30"') de fils de trame se dirige est ensuite abaissé pour passer de la position 1 à la position médiane Ilb lorsque le groupe (30', 30", 30"') de fils de trame a été capté par le dispositif correspondant (36, 37) de maintien des fils de trame, l'autre dispositif (36, 37) de maintien des fils de chaîne qui est situé en face s'abaissant pendant ce temps pour passer de la position médiane Ila à sa position la plus basse III.
     
    4. Procédé selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que chaque dispositif (36, 37) de maintien des fils de trame dont le groupe (30', 30", 30"') des fils de trame s'écarte s'élève pour passer de la position médiane IIb à une autre position médiane Ila dès que le groupe (30', 30", 30"') de fils de trame est coupé à proximité du dispositif (25) de positionnement des fils de trame, la position lia restant occupée jusqu'à ce que le groupe (30', 30", 30"') de fils de trame ait atteint l'autre dispositif (36, 37) de maintien des fils de trame.
     
    5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que, pendant que le dispositif correspondant (36, 37) de maintien des fils de trame s'élève pour passer de la position moyenne Ilb à l'autre position moyenne Ila, le dispositif (36, 37) qui se trouve en face et qui doit recevoir de nouveau le groupe (30', 30", 30"') de fils de trame, se déplace vers le haut, de sorte que le dispositif (36, 37) de maintien des fils de trame est déplacée de la position la plus basse III à la position la plus haute I.
     
    6. Procédé selon les revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un groupe (30', 30", 30"') de fils de trame est pincé par les dispositif (1, 2) de transport des fils de trame avant que le groupe (30', 30", 30"') soit coupé à proximité du dispositif (25) de positionnement des fils de trame et en ce que le dispositif (36, 37) de maintien des fils de trame presque en même temps que le dispositif (25) de positionnement des fils de trame a terminé son mouvement dans un sens ou dans l'autre.
     
    7. Procédé selon les revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'un groupe (30', 30", 30"') de fils de trame est amené en permanence au dispositif (1, 2) de transport des fils de trame lorsque le groupe précédent a une avance égale à une distance de fil du dispositif (1, 2) des fils de trame.
     
    8. Procédé selon les revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les fils du groupe (30', 30", 30"') des fils de trame sont guidés parallèlement les uns aux autres.
     
    9. Procédé selon les revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les fils de trame (30', 30", 30"') de l'emplacement de formation des mailles sont amenés avec un plus grand espacement réciproque et une plus grande vitesse que l'espacement des fils et la vitesse de sortie du tricot chaîne à trames terminé.
     
    10. Procédé selon les revendications 1 à 9, caractérisé en ce que chaque rangée de mailles du tricot chaîne à trames comporte un fil de trame (30', 30", 30"') inséré.
     
    11. Procédé selon les revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les fils de trame (30', 30", 30"') sont insérés à des distances différentes.
     
    12. Procédé selon les revendications 1 à 11, caractérisé en ce que chaque fil de trame (30', 30", 30"') est inséré sensiblement perpendiculairement à la longueur du tricot chaîne à trames, c'est-à-dire suivant les rangées de mailles.
     
    13. Procédé selon les revendications 1 à 11, caractérisé en ce que les fils de trame (30', 30", 30"') sont amenés obliquement à l'emplacement de formation des mailles.
     
    14. Procédé selon les revendications 1 à 13, caractérisé en ce qu'à l'emplacement de formation des mailles arrive, avec les fils de trame (30', 30", 30"') un tricot de fond qui, devant une rangée d'aiguilles d'appui (71) pénètre dans un espace compris entre ces dernières et un certain nombre d'aiguilles à trou (77).
     
    15. Procédé selon les revendications 1 à 14, caractérisé en ce que les extrémités des fils de trame sont, avant leur assemblage avec les fils de chaîne à trames et enlevées par aspiration.
     
    16. Métier à tricoter à chaîne rectiligne, notamment machine à tricoter et à coudre, qui comporte deux dispositifs entraînés de transport sans fin de fils de trame et un dispositif de positionnement des fils de trame placé au-dessus qui est équipé de dispositifs assurant le guidage permanent d'un fil continu ou d'un groupe de fils et peut se déplacer d'un mouvement de va-et-vient transversalement par rapport aux dispositifs de transport qui amènenet les fils de trame coupés et séparés du groupe des fils jusqu'à un emplacement de formation des mailles et, pour cela, comportent un certain nombre de pinces d'extrémités qui peuvent être commandées par des dispositifs de manoeuvre, caractérisé en ce qu'à chacun des deux dispositifs (1, 2) de transport des fils de trame correspond, à l'extérieur de l'espace qui les sépare, un dispositif (36, 37) de maintien des fils de trame qui se trouve au-dessous du plan de déplacement du dispositif (25) de positionnement des fils de trame, le métier comprenant, entre chacun des dispositifs de transport (1, 2) et le dispositif (36, 37) correspondant de maintien des fils de trame, un dispositif de coupe (59, 60).
     
    17. Métier à tricoter à chaîne rectiligne selon la revendication 16, caractérisé en ce que chaque dispositif (36, 37) de maintien de fils de trame comporte un certain nombre de dispositifs (38, 39) de serrage des fils qui correspond au nombre des guides de fils actifs (35) du dispositif (25) de positionnement des fils de trame.
     
    18. Métier à tricoter à chaîne rectiligne selon les revendications 16 et 17, caractérisé en ce que chaque dispositif (36, 37) de maintien des fils de trame est monté de manière à pouvoir être soulevé et abaissé séparément dans le sens vertical sous l'action d'un dispositif de commande constitué par un système d'engrenages (45a, 45b).
     
    19. Métier à tricoter à chaîne rectiligne selon les revendications 16 à 18, caractérisé en ce que le dispositif (25) de positionnement des fils de trame peut se déplacer d'un mouvement de va-et-vient sur des tiges (28, 29) maintenues perpendiculairement aux dispositifs (1, 2) de transport des fils de trame.
     
    20. Métier à tricoter à chaîne rectiligne selon les revendications 16 à 18, caractérisé en ce que les tiges (28, 29) du dispositif (25) de positionnement des fils de trame sont disposées obliquement par rapport au dispositif (1, 2) de transport des fils de trame pour pouvoir introduire à l'emplacement de formation des mailles un groupe (30', 30", 30"') de fils de trame obliques.
     
    21. Métier à tricoter à chaîne rectiligne selon les revendications 16 à 20, caractérisé en ce que les dispositifs (1, 2) de transport des fils de trame comportent des pinces à fils (3, 4) qui sont à la même distance les unes des autres que les guides-fils (35) du dispositif (25) de positionnement des fils de trame et que les dispositifs (38, 39) de serrage des fils des dispositifs (36, 37) de maintien des fils de trame.
     
    22. Métier à tricoter à chaîne rectiligne selon les revendications 16 à 21, caractérisé en ce que les dispositifs (38, 39) de serrage des fils sont essentiellement constitués par des branches de serrage (40, 41) par des chevilles (42) de guidage des fils et par un dispositif (43) de déviation des fils.
     
    23. Métier à tricoter à chaîne rectiligne selon les revendications 16 à 22, caractérisé en ce que les dispositifs (38, 39) de déviation des fils peuvent être manoeuvrés par une tige de guidage commandée par un disque à courbes de commande.
     
    24. Métier à tricoter rectiligne selon les revendications 16 à 23, caractérisé en ce que chaque dispositif de coupe (59, 60) comporte autant de lames (61, 62) qu'il y a de dispositifs (38, 39) de serrage de fils dans chaque dispositif (36, 37) de maintien des fils de trame.
     
    25. Métier à tricoter à chaîne rectiligne selon les revendications 16 à 24, caractérisé en ce que les pinces à fils (3, 4) des dispositifs (1, 2) de transport des fils de trame peuvent être commandées par un système de leviers (23a, b, c; 24a, b, c) qui s'articule sur un rail (23, 24).
     
    26. Métier à tricoter à chaîne rectiligne selon l'une des revendications 16 à 25, caractérisé en ce qu'il comporte un certain nombre de platines d'amenée (72) qui s'engagent dans la rangée des aiguilles d'appui (71), peuvent être déplacées dans la direction (X) et y effectuent un mouvement alternatif vers le haut et vers le bas.
     
    27. Métier à tricoter à chaîne rectiligne selon les revendications 16 à 26, caractérisé en ce qu'après l'emplacement de formation des mailles il comporte un dispositif d'aspiration (76) qui évacue les extrémités de fils coupés par des lames (74).
     
    28. Métier à tricoter à chaîne rectiligne selon les revendications 16 à 27, caractérisé en ce que plusieurs dispositifs (25) de positionnement des fils de trame placés au-dessus des dispositifs (1, 2) de transport des fils de trame, peuvent se déplacer d'un mouvement de va-et-vient.
     
    29. Métier à tricoter à chaîne rectiligne selon les revendications 16 à 28, caractérisé en ce qu'il comporte deux dispositifs (25) de positionnement des fils de trame, l'un qui peut se déplacer perpendiculairement d'un mouvement da va-et-vient et l'autre qui peut se déplacer obliquement.
     




    Zeichnung