| (19) |
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(11) |
EP 0 197 957 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.04.1988 Patentblatt 1988/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.09.1985 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH8500/138 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8602/120 (10.04.1986 Gazette 1986/08) |
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TRAGFÄHIGE, BIEGBARE STÜTZFOLIE UND DEREN VERWENDUNG FÜR OBERBÖDEN
FLEXIBLE BEARING SHEET AND UTILIZATION THEREOF FOR FLOORS
ELEMENT D'APPUI EN FEUILLE FLEXIBLE ET SON UTILISATION POUR DES PLANCHERS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
04.10.1984 CH 4771/84
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.10.1986 Patentblatt 1986/43 |
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Patentinhaber: BTA BODEN-TECHNIK AG |
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CH-8143 Sellenbüren-Zürich (CH) |
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Erfinder: |
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- RÜFENACHT, Hans-Peter
CH-8915 Hausen am Albis (CH)
- HÜRLIMANN, Georg, Max
CH-8123 Ebmatingen (CH)
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| (74) |
Vertreter: Breiter, Heinz |
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Patentanwälte
Breiter + Wiedmer AG
Postfach 366 8413 Neftenbach-Zürich 8413 Neftenbach-Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 057 372 BE-A- 570 711 DE-A- 3 325 907 US-A- 3 899 805
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EP-A- 0 127 037 DE-A- 1 658 911 DE-C- 1 123 817
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine tragfähige, biegbare Stützfolie mit Stoss- bzw.
Ueberlappungszonen und in Längs- und Querrichtung in Abstand regelmässig angeordneten,
einseitig nach unten ausgeformten Vertiefungen, die dicht verschliessend zur Aufnahme
einer fliessfähigen, selbst aushärtenden Masse geeignet sind, wobei die mit den Vertiefungen
auf einer im wesentlichen ebenen Unterlage aufliegende Stützfolie gewölbeartige Hohlräume
bildet. Weiter betrifft die Erfindung die Verwendung der Stützfolie als formgebende
Schalung zur Herstellung von in situ aushärtenden Oberböden.
[0002] Aus der DE-C-1 123 817 ist eine durch Ausformen von Vertiefungen versteifte Folie
bekannt, die als feuchtigkeits- und dampfsperrendes, gegebenenfalls auch schall- und
wärmeisolierendes Bauteil im Hoch-, Tief-, Wasser- und Strassenbau verwendbar ist.
Die pyramidenförmigen Vertiefungen bilden zusammenhängende Sechsecke. Die unmittelbar
aneinander grenzenden Vertiefungen sollen infolge der hexagonalen Anordnung die Biegefestigkeit
in allen Richtungen nahezu ausgleichen. Die Seitenflächen der Wandungen sind konvex
gekrümmt und ihre Böden vorzugsweise dicker ausgebildet als die Seitenwandungen.
[0003] Bei Verwendung im Fussbodenbau wird die gemäss DE-C-1 123 817 ausgestaltete Folie
unmittelbar auf die Rohdecke gelegt. Die Ränder der Folien werden überlappend verlegt
und z. B. mit Bitumen miteinander verklebt oder mit entsprechenden Werkzeugen an Ort
und Stelle verschweisst. Auf die so verlegte Sperrschicht aus Folien wird das Estrichmaterial
gebracht.
[0004] Weiter wird in der DE-A-3 103 632 ein Hohlboden mit einer über Tragfüsse auf einem
Unterboden ruhenden und mit diesem einen Hohlraum bildenden Oberboden beschrieben.
Die Tragfüsse sind in Form von kreisrunden Noppen ausgebildet, welche - mit dem Material
des Oberbodens ausgefüllte - Formteile mit glatter Beschichtung bilden. Die Tragfüsse
sind fest am Oberboden angeformt und bilden eine gewölbeartige Struktur ohne ebene
Seitenflächen. Die Umfangswandungen der Tragfüsse stossen im wesentlichen senkrecht
auf den Unterboden. Die Umfangswandungen der Tragfüsse gehen, sich kontinuierlich
nach oben erweiternd, knickfrei in den horizontalen Oberboden über. Der die Tragfüsse
stützende Unterboden weist eine glatte Beschichtung auf.
[0005] Die Erfinder haben sich die Aufgabe gestellt, eine tragfähige, biegbare Stützfolie
mit einseitig nach unten ausgeformten Vertiefungen, die zur Aufnahme einer fliessfähigen,
an Ort und Stelle aushärtenden Masse geeignet sind, zu schaffen, die insbesondere
als formgebende Schalung zur Herstellung von darin aushärtenden Oberböden verwendet
wird, eine hohe Tragfähigkeit aufweist sowie einfach und kostengünstig herzustellen
ist.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch
- auf jedem Niveau im wesentlichen quadratisch bzw. rechteckig ausgebildete Vertiefungen,
welche ebenflächige Seitenwände mit einem horizontal umlaufenden Knick in deren oberer
Hälfte haben, wobei der Knick die Vertiefungen in einen oberen geraden Pyramidenstumpf
mit flacheren Seitenwänden und einen unteren geraden Pyramidenstumpf mit steileren,
jedoch deutlich von der Vertikalen abweichenden Seitenwänden aufteilt, und
- wenigstens über den Bereich der vier Seitenkanten des oberen Pyramidenstumpfs und
der Ecken des Knicks ausgeformte Verstärkungssicken, die im Rand beginnen, und im
flächig ausgebildeten Bereich der vier Seitenkanten des unteren Pyramidenstumpfs auslaufen.
[0007] Den sich entlang der Seitenkanten des oberen Pyramidenstumpfs über den Knick hinweg
erstreckenden Verstärkungssicken fällt eine wesenliche Rolle zu, indem sie sowohl
die Tragfähigkeit entscheidend erhöhen als auch - im Zusammenwirken mit dem Knick
- Torsionskräften wirksam entgegentreten. In bezug auf die Wirksamkeit hat es sich
als besonders günstig erwiesen, den Querschnitt der Verstärkungssicken sich nach unten
verengend auszubilden. Aus werkzeugtechnischen Gründen bieten sich dabei insbesondere
trapez- und halbkreisförmige Querschnitte an.
[0008] In bezug auf die Trägerfunktion der Stützfolie und insbesondere auch der darin aushärtenden
Masse ist der Uebergang der Verstärkungssicke in den flächig ausgebildeten Bereich
der Seitenkanten des unteren Pyramidenstumpfs besonders heikel. Bevorzugt erfolgt
deshalb dieser Uebergang nicht über einen Knick, sondern die Unterseite der Verstärkungssicke
geht in geschweifter Form tangential in diesen flächig ausgebildeten Bereich über.
[0009] Je nach den Dimensionen und die Anforderungen an die Stützfolie sind die Verstärkungssicken
bevorzugt 5-20 mm breit und tief, vorzugsweise 10-15 mm, ausgespart.
[0010] Es hat sich als zweckmässig erwiesen, die Stützfolie 0,3-1 mm dick auszubilden. Diese
darf einerseits nicht zu dünn sein, um die Tragfähigkeit nicht auf ein nicht mehr
akzeptierbares Mass herabzusetzen. Andererseits darf sie aber nicht so dick ausgebildet
sein, dass bei entsprechend verwendetem Material die Wärmeübertragung zu stark gedämmt,
und auch die Herstellung zu kostspielig ist.
[0011] Die horizontalen Seitenlängen der quadratischen bzw. der nahezu quadratischen, also
rechteckigen Vertiefungen messen im obersten Bereich vorzugsweise 5-25 cm, zu unterst,
bei der Auflagefläche der Vertiefungen, auch Stützfüsse genannt, vorzugsweise 1-5
cm.
[0012] Der/die Neigungswinkel α der Seitenflächen des oberen Pyramidenstumpfs in bezug auf
die Horizontale liegt in der Praxis bevorzugt zwischen 10 und 60° (alte Teilung),
insbesondere bei 15-30°. Ein kleiner Winkel hat den Vorteil, dass einerseits wenig
Material zum Füllen der Stützfolie gebraucht wird, und sich andererseits unterhalb
der Stützfüsse ein voluminöser Hohlraum bilden kann. Die untere Grenze für den/die
Neigungswinkel a bildet jedoch die Belastbarkeit des Oberbodens, die auch ausserhalb
des Bereichs der Auflagefläche der Stützfüsse gesichert sein muss. Ein verhältnismässig
steiler Neigungswinkel α der Seitenflächen des oberen Pyramidenstumpfs dagegen hat
einen hohen Materialverbrauch zur Folge, verkleinert die Hohlräume, gewährleistet
aber andererseits eine regelmässig verteilte hohe Belastbarkeit des Oberbodens. Der
optimale Neigungswinkel a wird aus den an den Oberboden gestellten Anforderungen ermittelt.
Es versteht sich von selbst, dass bei quadratischem horizontalem Querschnitt vier
gleiche Neigungswinkel gebildet werden, bei rechteckigem Querschnitt dagegen sind
zwei einander gegenüberliegende Neigungswinkel gleich. Je mehr das Längenverhältnis
von Rechteckseiten von 1 abweicht, desto unterschiedlicher sind die beiden nicht gegenüberliegenden
Neigungswinkel α.
[0013] Der/die Neigungswinkel ß der Seitenflächen des unteren Pyramidenstumpfs sind immer
grösser als die Neigungswinkel a. Vorzugsweise liegt/liegen der/die Neigungswinkel
ß im Bereich von 30-80°, insbesondere bei 60-75°. Auch hier sind zur Optimalisierung
des Neigungswinkels ß verschiedene Gesichtspunkte zu berücksichtigen, beispielsweise
seien der Verbrauch an Füllmaterial und die Tragfähigkeit sowie bei mit der Folie
hergestellten Oberböden die potentielle Verklemmungsgefahr von Installationskabeln
im unterhalb der Stützelemente gebildeten Hohlraum erwähnt.
[0014] Für die Herstellung der Stützfolie werden übliche Materialien und Verfahren eingesetzt.
Vorzugsweise besteht die Stützfolie aus einem thermoplastischen Kunststoff, insbesondere
aus Polyvinylchlorid (PVC), Polyolefinen, wie Polyäthylen (PE) oder Polypropylen (PP),
oder Polyaromaten, wie Polystyrol (PS). Diese Materialen haben den Vorteil, dass sie
nach dem Aushärten des Oberbodens durch einen Heissluftstrom geschmolzen bzw. verbrannt
werden können, wodurch eine gute thermische Leitfähigkeit des Oberbodens gewährleistet
ist. Stützfolien aus thermoplastischem Kunststoff werden nach üblichen Spritzverfahren
hergestellt.
[0015] Die Stützfolien können jedoch auch aus einem ; gut tiefziehbaren Metall bestehen,
beispielsweise aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen. Metallfolien müssen nach dem
Aushärten des Oberbodens nicht entfernt werden, weil sie thermisch gut leitfähig sind.
[0016] Da die Wärmeübertragung nur vom Hohlraum zum Oberboden, jedoch nicht vom Unterboden
zum Oberboden gut sein soll, kann im untersten Bereich des unteren Pyramidenstumpfs
eine Isolation angebracht werden. Dies kann in bekannter i Weise dadurch erfolgen,
dass entsprechend geformte, wärmeisolierende Plättchen, beispielsweise aus Kork oder
einem organischen oder keramischen Hartschaum eingelegt werden. Einfacher und billiger
wird jedoch der unterste Bereich des unteren Pyramidenstumpfs mit einer Portion wärmeisolierenden
Pulvers oder poröser Granalien bedeckt. Die Wärmeisolierungen können vor oder nach
der Montage der Stützfolien auf der Baustelle eingebracht werden.
[0017] Die Stützfolien werden in Form von Platten bevorzugt jedoch in Form von Rollen hergestellt
und aufbewahrt. Zur vereinfachten Montage können die äussersten Vertiefungen ineinander
gelegt werden. Weiter kann der Randbereich Mittel zur Verbindung von Folienbahnen
bzw. Platten haben. Dabei werden insbesondere die aus der Verpackungsindustrie bekannten
Bördelungen verwendet, welche nur zusammengesteckt und aufeinandergedrückt zu werden
brauchen. An Stelle des Zusammendrückens kann aber auch ein selbstaushärtender Kleber
oder ein Thermolack verwendet werden. An Stelle von Bördelungen können jedoch auch
ineinanderlegbare Nuten ausgebildet sein, die ihrerseits leicht verklebt oder durch
thermische Behandlung dicht verbunden werden können.
[0018] Falls es vom wirtschaftlichen Standpunkt aus vertretbar ist, können noch weitere,
an sich bekannte Massnahmen getroffen werden :
- Einbau von Verstärkungsmaterialien aus thermoplastischem Kunststoff oder Metall,
- Ausbildung von weiteren vertikal, horizontal und/oder diagonal verlaufenden Verstärkungssicken,
- Dickere Ausbildung der kritischen Stellen der Folien, beispielsweise der Verstärkungssicken
im Bereich der Seitenkanten des oberen Pyramidenstumpfs und dem flächig ausgebildeten
Bereich der Seitenkanten des unteren Pyramidenstumpfs.
[0019] Obwohl der Stützfolie im Bereich des Hoch-und Tiefbaus ein breites Verwendungspektrum
offen steht, wird sie in erster Linie als formgebende Schalung zur Herstellung von
in situ aushärtenden Oberböden verwendet. Dazu wird die Stützfolie mit Ihren Vertiefungen
bzw. den Stützfüssen auf den gereinigten rohen oder mit einer Schutzschicht versehenen
Unterboden gestellt, die Uebergangsstellen zwischen den Platten bzw. Bahnen der Stützfolie
ggf. abgedichtet und eine fliessfähige Masse eingegossen. Besteht die fliessfähige
Masse aus einer Suspension, ist sie selbstnivellierend, nimmt eine horizontale Lage
ein und bildet eine glatte Oberfläche. Ist die fliessfähige Masse von grösserer Konsistenz,
so muss sie glatt gestrichen werden. Als fliessfähige Massen haben sich in der Praxis
beispielsweise Beton oder Estrich bewährt, die bei hoher Wärmeleitung eine gute Tragfähigkeit
haben.
[0020] Da die Gewölbestruktur des Oberbodens exakt der Form der Stützfolie entspricht, ist
von wesentlicher Bedeutung, dass die Ausgestaltung dieser Stützfolie nicht nur deren
Tragfähigkeit, sondern auch derjenigen des späteren Oberbodens Rechnung trägt. Deshalb
muss kritischen Stellen, wie z. B. der Ausgestaltung der Verstärkungssicken und deren
Uebergang in den flächigen Bereich der Seitenkanten des unteren Pyramidenstumpfs yrpsste
Beachtung geschenkt werden.
[0021] Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen schematisch :
- Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Vertiefung in der Stützfolie mit umlaufendem Randbereich,
- Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch eine Stützfolie nach Fig. 1, mit verschieden
lang ausgebildetem unterem Pyramidenstumpf, und
- Fig. 3 einen Ausschnitt aus einer Stützfolie mit vier in Abstand von einander angeordneten
Vertiefungen.
[0022] Die in Fig. 1 dargestellte Vertiefung 10 einer Stützfolie ist im Querschnitt quadratisch
ausgebildet. Ein umgebender Rand 12 liegt in der Folienebene. Ein horizontal umlaufender
Knick 14 trennt die Vertiefung in zwei Pyramidenstümpfe, wobei die Seitenflächen 16
des oberen Pyramidenstumpfs 18 flacher verlaufen als die Seitenflächen 20 des unteren
Pyramidenstumpfs 22. Im Bereich der Seitenkanten des oberen Pyramidenstumpfs 18 sind
Verstärkungssicken 24 ausgebildet, welche eine sich nach unten verjüngende trapezförmige
Querschnittsform haben. Die Verstärkungssicken 24 beginnen im Randbereich 12 und enden
im flächig ausgebildeten Bereich der vier Seitenkanten 26 des untern Pyramidenstumpfs
22. Die Bodenfläche 28 der Vertiefung 10 ist im vorliegenden Fall oktogonal ausgebildet.
[0023] In Fig. 2 sind Vertiefungen 10 mit verschiedem hohem unterem Pyramidenstumpf 22 angedeutet,
wobei jedoch nur der unterste Bereich der Vertiefung, der im fertigen Hohlboden als
Stützfuss dient, dargestellt ist. Aus dieser Figur ist die Neigung der Seitenflächen
besonders gut ersichtlich. Die Seitenflächen 16 des oberen Pyramidenstumpfs 18 haben
den Neigungswinkel α, welcher wesentlich kleiner ist als der Neigungswinkel ß der
Seitenflächen 20 der jeweiligen unteren Pyramidenstümpfe 22.
[0024] Weiter ist aus Fig. 2 gut ersichtlich, dass die Tiefe der Verstärkungssicken 24 von
oben nach unten zunimmt und deren Boden in geschweifter Kurve tangential in den flächigen
Bereich 26 der Seitenkanten des unteren Pyramidenstumpfs 22 übergeht. Diese Merkmale
sind für die Tragfähigkeit der Stützfolie und insbesondere des von ihr geformten Oberbodens
von Bedeutung.
[0025] In Fig. 3 ist gezeigt, wie vier nebeneinanderliegende Vertiefungen 10 einer Stützfolie
ausgebildet sind. Ueber die Breite einer Folienbahn können sich jedoch z. B. vier
bis zwanzig Vertiefungen erstrecken, je nach den Dimensionen von Vertiefungen und
Folienbahn.
1. Tragfähige, biegbare Stützfolje mit Stoss- bzw. Ueberlappungszonen und in Längs-
sowie Querrichtung in Abstand regelmässig angeordneten, einseitig nach unten ausgeformten
Vertiefungen, die dicht verschliessend zur Aufnahme einer fliessfähigen, selbstaushärtenden
Masse geeignet sind, wobei die mit den Vertiefungen auf einer im wesentlichen ebenen
Unterlage aufliegende Stützfolie gewölbeartige Hohlräume bildet, gekennzeichnet durch
- auf jedem Niveau im wesentlichen quadratisch bzw. rechteckig ausgebildete Vertiefungen
(10), welche ebenflächige Seitenwände (16, 20) mit einem horizontal umlaufenden Knick
(14) in deren oberer Hälfte haben, wobei der Knick (14) die Vertiefung (10) in einen
oberen geraden Pyramidenstumpf (18) mit flacheren Seitenwänden (16) und einen unteren
geraden Pyramidenstumpf (22) mit steileren, jedoch deutlich von der Vertikalen abweichenden
Seitenwänden (20) aufteilt, und
- wenigstens über den Bereich der vier Seitenkanten des oberen Pyramidenstumpfs (18)
und der Ecken des Knicks (14) ausgeformte Verstärkungssticken (24), die im Rand (12)
beginnen und im flächig ausgebildeten Bereich der vier Seitenkanten (26) des unteren
Pyramidenstumpfs (22) auslaufen.
2. Stützfolie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Querschnitt der
Verstärkungssicken (24) nach unten verengt und vorzugsweise trapez- oder halbkreisförmig
ausgebildet ist.
3. Stützfolie nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungssicken
(24) tangential in den flächig ausgebildeten Bereich der Seitenkanten (26) des unteren
Pyramidenstumpfs (22) übergehen und nach unten vorzugsweise einen tieferen Querschnitt
haben.
4. Stützfolie nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass Breite und
Tiefe des Querschnitts der Verstärkungssicken (24) bei 5-20 mm, vorzugsweise bei 10-15
mm liegen.
5. Stützfolie nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass sie 0,3-1
mm dick ausgebildet ist und die horizontale Seitenlänge von deren Vertiefungen (10)
zu oberst 5-25 cm und zu unterst 1-5 cm betragen.
6. Stützfolie nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass der/die Neigungswinkel
(α) der Seitenflächen (16) des oberen Pyramidenstumpfs (18) in bezug auf die Horizontale
bei 10-60°, vorzugsweise bei 15-30°, und der/die Neigungswinkel (ß) der Seitenflächen
(20) des unteren Pyramidenstumpfs (22) bei 30-80°, vorzugsweise bei 60-75°, liegen.
7. Stützfolie nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem
thermoplastischen Kunststoff, vorzugsweise Polyvinylchlorid, Polyäthylen, Polypropylen
oder Polystyrol, bzw. einem tiefziehfähigen Metall, vorzugsweise Aluminium bzw. einer
Aluminiumlegierung, besteht.
8. Stützfolie nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass im untersten
Bereich der Vertiefung (10) ein isolierender Formteil oder Schüttgut eingebracht ist.
9. Stützfolie nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Folienbahn
oder Platte ausgebildet ist und im Stoss- bzw. Ueberlappungsbereich Mittel zur Verbindung
mit einer andern Folie oder Platte hat, vorzugsweise ineinanderlegbare Längsnuten
oder Bördelungen.
10. Verwendung der Stützfolie nach einem der Ansprüche 1-9 als formgebende Schalung
zur Herstellung von in situ aushärtenden Oberböden.
1. Flexible support sheet with butt and/or lap joints and, disposed longitudinally
and transversely at uniform intervals, depressions moulded downwards on one side only,
which are suitable for receiving in sealing manner a flowable, self- hardening material
or compound, the support sheet resting by the depressions on a substantially plane
substrate to form vault-like cavities, characterized by
- depressions (10) that are substantially square or rectangular at each level, which
have plane lateral walls (16, 20), with a horizontally peripheral kink (14) in their
upper half, the kink (14) dividing the depression (10) into an upper, right truncated
pyramid (18) having flatter lateral walls (16) and a lower, right truncated pyramid
(22) having steeper but by no means vertical lateral walls (20), and
- moulded reinforcing beadings (24) at least over the region of the four lateral edges
of the upper truncated pyramid (18) and the corners of the kink (14), which start
at the edge (12) and end in the generally flat zone of the four lateral edges (26)
of the lower truncated pyramid (22).
2. Support sheet according to Claim 1, characterized in that the cross-section of
the reinforcing beadings (24) converges downwards and preferably has a trapezium-shaped
or semicircular form.
3. Support sheet according to Claim 1 or 2, characterized in that the reinforcing
beadings (24) continue tangentially into the generally flat zone of the lateral edges
(26) of the lower truncated pyramid (22) and preferably have a deeper cross-section
towards their lower end.
4. Support sheet according to one of Claims 1 to 3, characterized in that width and
depth of the cross-section of the reinforcing beadings (24) are in the range 5-20
mm, preferably 10-15 mm.
5. Support sheet according to one of Claims 1 to 4, characterized in that it is 0.3-1
mm thick and the horizontal side length of its depressions (10) is 5-25 cm at the
top and 1-5 cm at the bottom.
6. Support sheet according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the angle
or angles of inclination (a) of the lateral surfaces (16) of the upper truncated pyramid
(18) to the horizontal are in the range 10-60°. preferably 15-30°, and the angle or
angles of inclination (p) of the lateral surfaces (20) of the lower truncated pyramid
(22) are in the range 30-80°, preferably 60-75°.
7. Support sheet according to one of Claims 1 to 6, characterized in that it is of
a thermoplastics material, preferably polyvinyl chloride, polyethylene, polypropylene
or polystyrene, or of a metal that can be deep-drawn, preferably aluminium or an aluminium
alloy.
8. Support sheet according to one of Claims 1 to 7, characterized in that an insulating
component or loose material is introduced in the lowest region of the depression (10).
9. Support sheet according to one of Claims 1 to 8, characterized in that it is constructed
as a sheet strip or plate and has, in the abutting or overlapping zone, means for
connecting to another sheet or plate, preferably longitudinal grooves or beadings
that can be laid one inside another.
10. Use of the support sheet according to one of Claims 1 to 9 as a shaping form for
the production of over-floors that harden in-situ.
1. Feuille d'appui flexible et apte au support, présentant des zones respectives d'aboutage
ou de chevauchement ainsi que des renfoncements qui sont disposés à intervalles réguliers
dans le sens longitudinal et dans le sens transversal, sont déformés d'un côté vers
le bas et se prêtent à une obturation étanche afin de recevoir une masse fluable autodurcissante,
la feuille d'appui, reposant par les renfoncements sur une sous-structure essentiellement
plane, formant alors des cavités bombées, caractérisée par
- des renfoncements (10) qui sont, à chaque niveau, pour l'essentiel de réalisation
respectivement carrée ou rectangulaire et présentent des parois latérales (16, 20)
à surface plane avec, dans leur moitié supérieure, un coude (14) s'étendant périphériquement
dans le sens horizontal, ce coude (14) subdivisant le renfoncement (10) en une pyramide
tronquée supérieure rectiligne (18) à parois latérales (16) plus aplaties, et en une
pyramide tronquée inférieure rectiligne (22) à parois latérales (20) qui sont plus
pentues, mais dévient toutefois nettement de la verticale, et
- des moulures de renfort (24) qui sont ménagées au moins sur la région des quatre
arêtes latérales de la pyramide tronquée supérieure (18) et des coins du coude (14),
qui débutent au bord (12) et s'achèvent dans la région, de réalisation aplatie, des
quatre arêtes latérales (26) de la pyramide tronquée inférieure (22).
2. Feuille d'appui selon la revendication 1, caractérisée par le fait que la section
des moulures de renfort (24) se rétrécit vers le bas et est, de préférence, de réalisation
trapézoïdale ou semi- circulaire.
3. Feuille d'appui selon la revendication 1 ou 2, caractérisée par le fait que les
moulures de renfort (24) fusionnent tangentiellement avec la région, de réalisation
aplatie, des arêtes latérales (26) de la pyramide tronquée inférieure (22), et présentent
de préférence, vers le bas, une section plus profonde.
4. Feuille d'appui selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée par le fait
que la largeur et la profondeur de la section des moulures de renfort (24) sont de
l'ordre de 5 à 20 mm, de préférence de 10 à 15 mm.
5. Feuille d'appui selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par le fait
qu'elle est réalisée avec une épaisseur de 0,3 à 1 mm, la longueur horizontale de
côté de ses renfoncements (10) mesurant au maximum de 5 à 25 cm et, au minimum, de
1 à 5 cm.
6. Feuille d'appui selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée par le fait
que l'angle/les angles d'inclinaison (a) des surfaces latérales (16) de la pyramide
tronquée supérieure (18), par rapport à l'horizontale, est/sont de l'ordre de 10 à
60°, de préférence de 15 à 30°, et l'angle/les angles d'inclinaison (p) des surfaces
latérales (20) de la pyramide tronquée inférieure (22) est/sont de l'ordre de 30 à
80°, de préférence de 60 à 75°.
7. Feuille d'appui selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée par le fait
qu'elle consiste en une matière thermoplastique, de préférence du polychlorure de
vinyle, du polyéthylène, du polypropylène ou du polystyrène, ou bien respectivement
en un métal apte à l'emboutissage profond, de préférence de l'aluminium ou, respectivement,
un alliage d'aluminium.
8. Feuille d'appui selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée par le fait
qu'une pièce préformée isolante ou un matériau en vrac est inséré dans la région la
plus basse du renfoncement (10).
9. Feuille d'appui selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée par le fait
qu'elle est réalisée sous la forme d'une bande en feuille ou d'une plaque et présente,
dans la zone respective d'aboutage ou de chevauchement, des moyens de solidarisation
avec une autre feuille ou plaque, de préférence des gorges longitudinales ou des sertissages
encastrables les uns dans les autres.
10. Utilisation de la feuille d'appui selon l'une des revendications 1 à 9, en tant
que coffrage de mise en forme pour la production de planchers durcissant « in situ
•.

