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(11) |
EP 0 198 460 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.07.1992 Patentblatt 1992/28 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.04.1986 |
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| (54) |
Schaltersicherungseinheit
Switching unit with a fuse
Module de commutation à coupe-circuit fusible
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
15.04.1985 DE 3513462
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.10.1986 Patentblatt 1986/43 |
| (73) |
Patentinhaber: Bruchmann, Klaus |
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D-96450 Coburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Bruchmann, Klaus
D-96450 Coburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Strehl Schübel-Hopf Groening & Partner |
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Maximilianstrasse 54 80538 München 80538 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 903 826
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DE-C- 722 647
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltersicherungseinheit, bestehend aus einem Gehäuse,
in welchem eine Schaltwippe zwischen einer Ein- und Ausschaltstellung mittels eines
Betätigungsgriffs schwenkbar ist, wobei die Schaltwippe mit einem Einschubkanal für
einen Sicherungsstöpsel mit einem Sicherungseinsatz versehen ist gemäss dem ersten
Teil des Anspruches 1.
[0002] Eine Schaltersicherungseinheit dieser Gattung ist aus der DE-A-29 03 826 bekannt.
Bei dieser Schaltersicherungseinheit kann die Schaltwippe ohne Sicherungsstöpsel aus
der Ausschaltstellung in die Einschaltstellung bewegt werden, so daß die Möglichkeit
einer Berührung mit spannungsführenden Teilen sich nicht völlig ausschließen läßt.
[0003] In der auf eine ältere, nicht vorveröffentlichte Anmeldung zurückgehenden DE-A-34
06 815 ist ebenfalls eine Schaltersicherungseinheit der dem Oberbegriff des Patentanspruch
1 entsprechenden Gattung beschrieben, in deren Gehäuse eine als Arretiervorrichtung
dienende Sperrklinke gelagert ist. Diese Sperrklinke greift in einen Absatz der Schaltwippe
in deren Ausschaltstellung bei aus der Schaltwippe entnommenem Sicherungsstöpsel ein
und arretiert die Schaltwippe. Beim vollständigen Einschieben des Sicherungsstöpsels
in die Schaltwippe wird die Sperrklinke durch das innere gekrümmte Stirnende des Sicherungsstöpsels
gegen die Kraft einer Vorspannfeder aus der Arretierstellung ausgerückt. Dadurch wird
verhindert, daß die Schaltwippe ohne Sicherungsstöpsel aus der Ausschaltstellung heraus
bewegt und eine Berührungsgefahr spannungsführender Teile hervorgerufen werden kann.
Die Stirnseite des Stöpsels fluchtet mit der kreisbogenförmigen Umfangsfläche der
Schaltwippe und untergreift in der Einschaltstellung die Gehäusewand, so daß der Sicherungsstöpsel
gegen ein Herausrutschen aus der Schaltwippe gesichert ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Schaltersicherungseinheit der oben
erwähnten bekannten Gattung so zu verbessern, daß sie bei entferntem Sicherungsstöpsel
gegen Mißbrauch geschützt ist.
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß bei aus dem Einschubkanal der Schaltwippe
in deren Ausschaltstellung herausgenommenem Sicherungsstöpsel in den Einschubkanal
ein Steckschloß einsteckbar und verschließbar ist, wobei das äußere Ende des Steckschlosses
durch die Öffnung des Einschubkanals der Schaltwippe und die Öffnung des Gehäuses
nach außen vorsteht und den Querschnitt der beiden Öffnungen vollständig derart ausfüllt,
daß die Schaltwippe in ihrer Ausschaltstellung gegen eine Schwenkbewegung gesichert
ist. Hierdurch wird erreicht, daß gleichzeitig die Schaltwippe in der Ausschaltstellung
festlegbar und der Einschubkanal in der Schaltwippe durch das in der Schaltwippe verriegelte
Steckschloß gegen mißbräuchlichen Zugriff gesichert ist.
[0006] Das Steckschloß weist einen dem freien Querschnitt des Einschubkanals etwa entsprechenden
Querschnitt auf und erstreckt sich bis in den Bereich der äußeren Stirnfläche des
Betätigungsgriffes der Schaltwippe, so daß das Steckschloß zusammen mit dem Betätigungsgriff
der Schaltwippe den Querschnitt der Öffnung des Einschubkanals in der Schaltwippe
bzw. die Gehäuseöffnung vollständig derart ausfüllt, daß die Schaltwippe in ihrer
Ausschaltstellung unbeweglich festliegt.
[0007] Das Steckschloß kann aus einem sich längs erstreckenden, im Querschnitt dem Einschubkanal
angepaßten Schloßgehäuse bestehen, das in seinem nach außen gerichteten Ende ein Zylinderschloß
enthält, das an seinem äußeren Ende die Einstecköffnung für einen Schlüssel und an
seinem inneren Ende einen Steuernocken aufweist, der mittels des Schlüssels zwischen
einer Verriegelungsstellung und einer Entriegelungsstellung des Zylinderschlosses
in der Schaltwippe hin- und herschwenkbar ist.
[0008] Vorteilhaft ist in der Einsteckstellung des Steckschlosses in der Schaltwippe eine
einer Seitenwand des Schloßgehäuses zugeordnete elastische Sperrzone aus der Ebene
der Seitenwand nach außen durch Drehen des Zylinderschlosses mit seinem Steuernocken
in die Verriegelungsstellung in eine Durchbrechung in der Ebene der benachbarten Seitenwand
der Schaltwippe hinein und vor eine die Durchbrechung in der Seitenwand der Schaltwippe
begrenzende Anschlagfläche der Schaltwippenwand im Sinne einer Blockierung des Steckschlosses
in der Schaltwippe bewegbar. Das freie Ende der Sperrzone ist dabei zum nach außen
gerichteten Ende des Schloßgehäuses gerichtet und mit einer quer zur Längsachse des
Einschubkanals gerichteten Stirnfläche versehen. Die Sperrzunge bildet vorzugsweise
einen einheitlichen Bestandteil der Seitenwand des Schloßgehäuses, wobei ihre Außenseite
im unverriegelten Zustand mit der Außenseite der zugehörigen Seitenwand des Schloßgehäuses
etwa fluchtet. Die Einschubtiefe des Steckschlosses läßt sich durch einen Ansatz auf
der Oberseite des Schloßgehäuses begrenzen, der in der Einschubstellung am Öffnungsrand
des Einschubkanals in der Schaltwippe derart anliegt, daß das freie Ende der Sperrzunge
die Schwenkebene des Steuernockens durchsetzt.
[0009] Nachstehend ist die Erfindung anhand der schematischen Zeichnung eines Ausführungsbeispiels
näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht der Innenseite einer Gehäusehälfte, die in ihrer Ausschaltstellung
durch ein Steckschloß verriegelt ist, sowie der Außenseite der darin schwenkbar gelagerten
Schaltwippe,
- Fig. 2
- eine schematische vergrößerte Ansicht der Schaltwippe mit Steckschloß in Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Schnitt nach Schnittlinie III-III in Fig. 2,
- Fig. 4
- eine schaubildliche Ansicht des in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Steckschlosses,
- Fig. 5
- einen Querschnitt nach Linie V-V in Fig. 4 mit einem Steuernocken des Steckschlosses
in geöffneter Stellung und
- Fig. 6
- eine Schnittdarstellung wie in Fig. 5, jedoch mit dem Steuernocken des Steckschlosses
in der Verriegelungsstellung für eine Sperrzunge des Steckschloßgehäuses.
[0010] Gemäß Fig. 1 besteht eine Schaltersicherungseinheit 1 im wesentlichen aus einem Gehäuse
2, in dessen zentralem Hohlraum eine Schaltwippe 3 um Lagerzapfen 45 zwischen einer
Ein- und Ausschaltstellung mittels eines Betätigungsgriffs 4 schwenkbar ist. In die
Schaltwippe 3 ist ein Steckschloß 6 zur Verriegelung der Schaltwippe 3 in ihrer Ausschaltstellung
eingesteckt. Dieses Steckschloß 6 sitzt in einem Einschubkanal 5 (Fig. 3) der Schaltwippe
3, der normalerweise zur Aufnahme eines an sich bekannten und daher nicht gezeigten
Sicherungsstöpsels dient. Die äußere Stirnseite eines solchen Sicherungsstöpsels,
die sich von dem Betätigungsgriff 4 in Fig. 1 in Richtung der Einschaltstellung im
Uhrzeigersinn erstreckt, ist kreiszylindrisch gekrümmt und fluchtet mit der kreiszylindrischen
Außenkontur der Schaltwippe. Infolgedessen untergreift die gekrümmte Stirnfläche die
die Öffnung 30 des Schaltergehäuses 2 umgebende Wandung. Dadurch kann der Sicherungsstöpsel
in der Einschaltstellung der Schaltwippe nicht aus dieser herausgezogen werden; dies
ist nur in der Ausschaltstellung möglich. Das Steckschloß 6 steht aber nun mit seinem
äußeren Ende weit über die kreiszylindrische Umfangskontur der Schaltwippe 3 nach
außen bis zum Betätigungsgriff 4 vor, so daß die Schaltwippe 3 in ihrer Ausschaltstellung
blockiert ist.
[0011] Im einzelnen ist das Gehäuse 2 aus zwei zueinander etwa spiegelsymmetrischen Gehäusehälften
zusammengesetzt, von denen in der Fig. 1 nur eine Hälfte dargestellt ist. In den einander
gegenüberliegenden Stirnwänden 25 und 26 des Gehäuses 2 sind Anschlußöffnungen 27,
28 zur Einführung von in der Zeichnung nicht dargestellten elektrischen Leitern ausgebildet,
die mit der Schaltersicherungseinheit 1 verbunden werden sollen. Die in Fig. 1 oben
liegende Wand des Gehäuses 2 ist zu den Stirnwänden 25, 26 hin treppenförmig abgesetzt.
In ihrem höchstgelegenen Teil 29 weist die obere Gehäusewand die Öffnung 30 auf, aus
welcher der Betätigungsgriff 4 der Schaltwippe 3 und das Steckschloß 6 herausragen
und den Querschnitt der Öffnung 30 des Schaltergehäuses ausfüllen.
[0012] In ihren tiefer liegenden Schulterbereichen 31, 32 weist die obere Wand des Gehäuses
2 durchgehende Öffnungen 33, 34 auf, durch welche hindurch die im Inneren des Gehäuses
befindlichen Klemmschrauben 35, 36 zum An- oder Abklemmen der durch die Anschlußöffnungen
27, 28 eingeführten elektrischen Leiter betätigt werden.
[0013] In der unten liegenden Bodenwand 37 des Gehäuses 2 ist an dessen Außenseite eine
schwalbenschwanzartige Nut 38 vorgesehen, deren vordere Flanke von einem Schnellbefestigungsriegel
39 begrenzt wird, dessen Betätigungsbügel 40 nach vorne aus der Stirnwand 25 des Gehäuses
2 herausragt. Der Schnellbefestigungsriegel 39 ist in einem Hohlraum 41 der Bodenwand
37 des Gehäuses 2 in Richtung des Doppelpfeils 42 beweglich geführt. Mit dieser Ausgestaltung
kann die Schaltersicherungseinheit 1 z.B. auf handelsüblichen Hutprofilen nach EN
50022 montiert werden.
[0014] Jede Hälfte des aus einem isolierenden Material, z.B. Kunststoff, hergestellten Gehäuses
2 weist in ihrem Inneren eine Reihe von Zwischenwänden, z.B. die Zwischenwände 43
und 44, auf, welche Hohlräume, u.a. auch für die Schaltwippe, umschließen und mit
Vertiefungen; Nuten bzw. Durchbrüchen versehen sind, um die einzelnen Teile der Schaltersicherungseinheit
1 schraubenlos aufzunehmen und zu halten. Diese Zwischenwände erstrecken sich bis
zur Trennebene zwischen den beiden Hälften des Gehäuses 2. Entsprechende Zwischenwände
sind in der in der Fig. 1 nicht dargestellten Gehäusehälfte in spiegelsymmetrischer
Anordnung in gleicher Weise vorhanden und schließen bei zusammengebautem Gehäuse 2
an die Zwischenwände der in der Fig. 1 gezeigten Hälfte des Gehäuses 2 an.
[0015] Gemäß Fig. 3 weist die Schaltwippe 3 einen im wesentlichen radial verlaufenden Einschubkanal
5 mit einem rechteckigen Querschnitt auf, der dem rechteckigen Querschnitt des in
den Einschubkanal 5 eingeschobenen, sich längs erstreckenden Steckschlosses 6 (vgl.
Fig. 4) angepaßt ist. Der Einschubkanal 5 ist von den zum Teil mit Durchbrechungen
versehenen Wänden der Schaltwippe 3 rahmenartig umgeben.
[0016] Das quaderförmige Schloßgehäuse 7 enthält in seinem nach außen gerichteten Ende 8
ein Zylinderschloß 9, welches gemäß Fig. 4 an seinem äußeren Ende 10 eine Einstecköffnung
11 für einen Schlüssel aufweist.
[0017] In Fig. 3 ist gezeigt, daß das Zylinderschloß 9 an seinem inneren Ende 12 einen Steuernocken
13 trägt, der mittels des Schlüssels zwischen einer Verriegelungsstellung A und einer
Entriegelungsstellung B des Zylinderschlosses 9 (Fig. 5 und 6) in der Schaltwippe
3 hin- und herschwenkbar ist.
[0018] Aus Fig. 3 ist ersichtlich, wie das im Steckschloß 6 angeordnete Zylinderschloß 9
mit der Schaltwippe 3 zusammenwirkt und sich dabei die Verriegelungsstellung A des
Zylinderschlosses 9 ergibt. Der Seitenwand 14 des Schloßgehäuses 7 ist eine elastische
und federnde Sperrzunge 15 zugeordnet. Ist das Steckschloß in die Schaltwippe 3 eingesetzt,
drückt der Steuernocken 13 in der Verriegelungsstellung des Zylinderschlosses 9 die
Sperrzunge 15 aus der Ebene der Seitenwand 14 des Schloßgehäuses 7 nach außen in eine
Durchbrechung 16 in der benachbarten Seitenwand 17 der Schaltwippe 3 hinein. Dadurch
wird das freie Ende 19 der Sperrzunge 5 vor einer die Durchbrechung 16 in der Seitenwand
17 der Schaltwippe 3 begrenzenden Anschlagfläche 18 der Schaltwippenwand 17 angeordnet.
Das freie Ende 19 der Sperrzunge 15 ist zum nach außen gerichteten Ende 8 des Schloßgehäuses
7 gerichtet und liegt in der Verriegelungsstellung des Zylinderschlosses 9 mit einer
Stirnfläche 20, welche quer zur Längsachse des Einschubkanals 5 der Schaltwippe 3
gerichtet ist, der Anschlagfläche 18 der Schaltwippenwand 17 gegenüber.
[0019] Gemäß Fig. 4 bildet die Sperrzunge 15 einen einheitlichen Bestandteil der Seitenwand
14 des Schloßgehäuses 7. Im unverriegelten Zustand fluchtet die Außenseite der Sperrzunge
15 mit der Außenseite der zugehörigen Seitenwand 14 des Schloßgehäuses 7 (vgl. auch
Fig. 5).
[0020] Auf der Oberseite 22 des Schloßgehäuses 7 befindet sich ein Ansatz 21, der sich gegen
den Rand 23 der Einstecköffnung in der Schaltwippe 3 legt. Dadurch wird die Einschubbewegung
des Steckschlosses 6 begrenzt, so daß der Steuernocken 13 neben dem freien Ende der
Sperrzunge 15 liegt und diese beteiligen kann.
[0021] In den Fig. 5 und 6 sind die Entriegelungsstellung B und die Verriegelungsstellung
A des Zylinderschlosses 9 erläutert. Die Längsachse des Zylinderschlosses 9 verläuft
parallel zur Längsachse des Schloßgehäuses 7, ist jedoch in Richtung auf die der Seitenwand
14 des Schloßgehäuses 7 gegenüberliegende Seitenwand 14a des Schloßgehäuses 7 sowie
etwas in Richtung auf die Oberseite 22 des Schloßgehäuses 7 versetzt angeordnet.
[0022] Gemäß Fig. 5 befindet sich der Steuernocken 13 des Zylinderschlosses 9 um 90° von
der Sperrzunge 15 abgewandt. Die Sperrzunge 15 ist in ihrer Ruhestellung gezeigt und
fluchtet mit ihrer Außenseite und ihrer Innenseite mit der zugehörigen Seitenwand
14 des Schloßgehäuses 7. Dies entspricht der Entriegelungsstellung B des Zylinderschlosses
9.
[0023] Gemäß Fig. 6 befindet sich der Steuernocken 13 des Zylinderschlosses 9 in einer Stellung,
die im Vergleich zu Fig. 5 um 90° verändert ist. Der Steuernocken 13 drückt dabei
die Sperrzunge 15 aus ihrer Ruhelage nach außen aus der Ebene der Seitenwand 14 hinaus.
Dementsprechend ist auch die Stirnfläche 20 der Sperrzunge 15 außerhalb des Schloßgehäuses
7 angeordnet. Dies entspricht der Verriegelungsstellung A des Zylinderschlosses 9.
[0024] Zur erfindungsgemäßen Benutzung der Schaltersicherungseinheit 1 wird die Schaltwippe
3 mittels des Betätigungsgriffs 4 in die Ausschaltstellung gebracht, wie sie in Fig.
1 dargestellt ist. Im Normalfall befindet sich in dem Einschubkanal 5 der Schaltwippe
3 ein Sicherungsstöpsel mit einem Sicherungseinsatz. Dieser Stöpsel wird aus dem Einschubkanal
5 herausgenommen, und an seiner Stelle wird das Steckschloß 6 in den Einschubkanal
5 eingesetzt. Während dieses Einsetzens befindet sich der Steuernocken 13 des Zylinderschlosses
9 in der Entriegelungsstellung B gemäß Fig. 4 und 5. Nach dem vollständigen Einschieben
des Steckschlosses 6 in den Einschubkanal 5 der Schaltwippe 3 bis zu einer Stellung,
in welcher der Ansatz 21 auf der Oberseite 22 des Schloßgehäuses 7 am Öffnungsrand
23 des Einschubkanals 5 anliegt, wird ein zugehöriger Schlüssel in die Einstecköffnung
11 des Zylinderschlosses 9 eingeführt und entgegen dem Uhrzeigersinn um 90° gedreht.
Da das freie Ende der Sperrzunge 15 des Steckschlosses 6 die Schwenkebene des Steuernockens
13 des Zylinderschlosses 9 durchsetzt, drückt der Steuernocken 13 während des Drehens
des Schlüssels die Sperrzunge 15 aus der Ebene der Seitenwand 14 des Schloßgehäuses
7 hinaus. Dadurch wird die Stirnfläche 20 am freien Ende 19 der Sperrzunge 15 gegenüber
der Anschlagfläche 18 der Seitenwand 17 der Schaltwippe 3 angeordnet. Es ist dann
das Steckschloß 6 gegen ein Herausziehen aus dem Einschubkanal 5 der Schaltwippe 3
blockiert, und der Schlüssel kann aus dem Steckschloß 6 abgezogen werden.
[0025] Das im Einschubkanal 5 verbleibende Steckschloß 6 verhindert einen Mißbrauch der
Schaltersicherungseinheit 1, weil es einerseits das Einsetzen eines Sicherungsstöpsels
oder einen anderen Gegenstandes in den Einschubkanal der Schaltwippe 3 unmöglich macht
und andererseits die Schaltwippe 3 in der Ausschaltstellung durch das über die Öffnung
30 des Gehäuses hinaus vorstehende Steckschloßgehäuse 7 gegen Verschwenken gesichert
ist.
1. Schaltersicherungseinheit, bestehend aus einem Gehäuse (2), in welchem eine Schaltwippe
(3) zwischen einer Ein- und Ausschaltstellung mittels eines Betätigungsgriffs (4)
schwenkbar ist, der aus einer Öffnung (30) des Gehäuses (2) vorsteht, wobei die Schaltwippe
(3) mit einem Einschubkanal (5) für einen Sicherungsstöpsel mit einem Sicherungseinsatz
versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei aus dem Einschubkanal (5) der Schaltwippe
(3) in deren Ausschaltstellung herausgenommenem Sicherungsstöpsel in den Einschubkanal
(5) ein Steckschloß (6) einsteckbar und verschließbar ist, wobei das äußere Ende des
Steckschlosses (6) durch die Öffnung des Einschubkanals (5) der Schaltwippe und die
Öffnung (30) des Gehäuses (2) nach außen vorsteht und den Querschnitt der beiden Öffnungen
vollständig derart ausfüllt, daß die Schaltwippe (3) in ihrer Ausschaltstellung gegen
eine Schwenkbewegung gesichert ist.
2. Schaltersicherungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steckschloß
(6) aus einem sich längs erstreckenden, im Querschnitt dem Einschubkanal (5) angepaßten
Schloßgehäuse (7) besteht, das in seinem nach außen gerichteten Ende (8) ein Zylinderschloß
(9) enthält, das an seinem äußeren Ende (10) die Einstecköffnung (11) für einen Schlüssel
und an seinem inneren Ende (12) einen Steuernocken (13) aufweist, der mittels des
Schlüssels zwischen einer Verriegelungsstellung (A) und einer Entriegelungsstellung
(B) des Zylinderschlosses (9) in der Schaltwippe (3) hin- und herschwenkbar ist.
3. Schaltersicherungseinheit nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
in der Einsteckstellung des Steckschlosses (6) in der Schaltwippe (3) eine einer Seitenwand
(14) des Schloßgehäuses (7) zugeordnete elastische Sperrzunge (15) aus der Ebene der
Seitenwand (14) nach außen durch Drehen des Zylinderschlosses (9) mit seinem Steuernocken
(13) in die Verriegelungsstellung in eine Durchbrechung (16) in der Ebene der benachbarten
Seitenwand (17) der Schaltwippe (3) hinein und vor eine die Durchbrechung (16) in
der Seitenwand (17) der Schaltwippe (3) begrenzende Anschlagfläche (18) der Schaltwippenwand
(17) im Sinne einer Blockierung des Steckschlosses (6) in der Schaltwippe (3) bewegbar
ist.
4. Schaltersicherungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das freie Ende (19) der Sperrzunge (15) zum nach außen gerichteten Ende (8) des
Schloßgehäuses (7) gerichtet und mit einer quer zur Längsachse des Einschubkanals
(5) gerichteten Stirnfläche (20) versehen ist.
5. Schaltersicherungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperrzunge (15) einen einheitlichen Bestandteil der Seitenwand (14) des Schloßgehäuses
(7) bildet und daß ihre Außenseite im unverriegelten Zustand mit der Außenseite der
zugehörigen Seitenwand (14) des Schloßgehäuses (7) etwa fluchtet.
6. Schaltersicherungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einschubtiefe des Steckschlosses (6) durch einen Ansatz (21) auf der Oberseite
(22) des Schloßgehäuses (7) begrenzt ist, der in der Einschubstellung am Öffnungsrand
(23) des Einschubkanals (5) in der Schaltwippe (3) derart anliegt, daß das freie Ende
der Sperrzunge (15) die Schwenkebene des Steuernockens (13) durchsetzt.
1. Fused switch unit comprising a housing (2) in which a switching lever (3) is pivotable
between a switched-on position and a switched-off position by means of an actuating
handle (4), which projects out of an opening (30) in the housing (2), the switching
lever (3) being provided with an insertion passage (5) for a fuse plug with a fuse
wire insert, characterised in that when the fuse plug is removed from the insertion
passage (5) in the switching lever (3) in the switched-off position thereof a plug
lock (6) may be inserted and locked in the insertion passage (5), whereby the outer
end of the plug lock (6) projects outwardly through the opening of the insertion passage
(5) in the switching lever and the opening (30) in the housing (2) and completely
fills the cross-section of the two openings such that the switching lever is secured
against pivotal movement in its switched-off position.
2. Fused switch unit as claimed in claim 1, characterised in that the plug lock (6) comprises
a longitudinally extending lock housing (7) which is matched to the cross-section
of the insertion passage (5) and which includes a cylinder lock (9) in its outwardly
directed end which has, at its outer end (10), the insertion opening (11) for a key
and, at its inner end (12), a control cam (13) which may be pivoted back and forth
by means of the key between a locked position (A) and an unlocked position (B) of
the cylinder lock (9) within the switching lever (3).
3. Fused switch unit as claimed in claims 1 or 2, characterised in that in the inserted
position of the plug lock (6) in the switching lever (3) an elastic locking tongue
(15) associated with a side wall (14) of the lock housing (7) is movable outwardly
out of the plane of the side wall (14) by rotation of the cylinder lock (9) with its
control cam (13) into the locked position in an opening (16) in the plane of the adjacent
side wall (17) of the switching lever (3) and in front of an engagement surface (18)
of the switching lever wall (17) defining the opening (16) in the side wall (17) of
the switching lever (3) so as to lock the plug lock (6) in the switching lever (3).
4. Fused switch unit as claimed in one of claims 1 to 3, characterised in that the free
end (19) of the locking tongue (15) is directed towards the outwardly directed end
(8) of the lock housing (7) and is provided with an end surface (20) directed transversely
to the longitudinal axis of the insertion passage (5).
5. Fused switch unit as claimed in one of claims 1 to 4, characterised in that the locking
tongue (15) constitutes a unitary component of the side wall (14) of the lock housing
(7) and that its outer surface is approximately in alignment with the outer surface
of the associated side wall (14) of the lock housing (7), in the unlocked state.
6. Fused switch unit as claimed in one of claims 1 to 5, characterised in that the insertion
depth of the plug lock (6) is limited by a lug (21) on the upper surface (22) of the
lock housing (7) which, in the inserted position, engages the edge (23) of the opening
of the insertion passage (5) in the switching lever (3) such that the free end of
the locking tongue (15) passes through the pivotal plane of the control cam (13).
1. Module coupe-circuit à fusible, composé d'un boîtier (2), dans lequel une bascule
de commutation (3) peut pivoter entre une position de fermeture de circuit et une
position d'ouverture de circuit au moyen d'un bouton de commande (4), qui fait saillie
par une ouverture (30) hors du boîtier (2), la bascule de commutation (3) étant munie
d'un canal d'insertion (5) pour une cartouche de fusible avec un fusible, caractérisé
en ce que, lorsque la cartouche de fusible est retirée du canal d'insertion (5) de
la bascule de commutation (3) dans sa position de coupure de circuit, une serrure
enfichable (6) peut être introduite et verrouillée dans le canal d'insertion (5),
l'extrémité extérieure de la serrure enfichable (6) fait saillie vers l'extérieur
par l'ouverture du canal d'insertion (5) de la bascule de commutation et l'ouverture
(30) du boîtier (2) et remplit totalement la section transversale des deux ouvertures
de manière telle que la bascule de commutation (3) est assurée dans sa position d'ouverture
de circuit contre un mouvement de pivotement.
2. Module coupe-circuit à fusible selon la revendication 1, caractérisé en ce que la
serrure (6) est composée d'un logement de serrure (7) allongé et de section adaptée
au canal d'insertion (5), contenant à son extrémité dirigée vers l'extérieur (8) une
serrure à cylindre qui présente, à son extrémité extérieure (10), l'ouverture d'insertion
(11) pour une clef et, à son extrémité intérieure (12), une came radiale (13) qui,
au moyen de la clef, peut pivoter dans un sens et dans l'autre entre une position
de verrouillage (A) et une position de déverrouillage (B) de la serrure à cylindre
(9) dans la bascule de commutation (3).
3. Module coupe-circuit à fusible selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que,
dans la position d'insertion de la serrure enfichable (6) dans la bascule de commutation
(3) une lame de blocage élastique (15) disposée sur une paroi latérale (14) du boîtier
de la serrure (7) peut s'écarter du plan de la paroi latérale (14) vers l'extérieur
par rotation de la serrure à cylindre (9) avec sa came radiale (13) dans la position
de verrouillage dans un découpage (16) dans le plan de la paroi latérale (17) de la
bascule de commutation (3) et venir se placer devant une surface de butée (18) limitant
le découpage (16) dans la paroi latérale voisine (17) de la paroi de la bascule de
commutation (3) au sens d'un blocage de la serrure enfichable (6) dans la bascule
de commutation (3).
4. Module coupe-circuit à fusible selon la revendication 1 à 3, caractérisé en ce que
l'extrémité libre (19) de la lame de verrouillage (15) est dirigée vers l'extrémité
dirigée vers l'extérieur du logement de la serrure (7) et munie d'une surface frontale
(20) perpendiculaire à l'axe longitudinal du canal d'insertion (5).
5. Module coupe-circuit à fusible selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en
ce que la lame de blocage (15) fait partie intégrante de la paroi latérale (14) du
logement de la serrure (7) et que son côté extérieur est à peu près aligné à l'état
non verrouillé avec le côté extérieur de la paroi latérale (14) correspondante du
logement de la serrure (7).
6. Module coupe-circuit à fusible selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en
ce que la profondeur d'insertion de la serrure enfichable (6) est limitée par une
butée (21) sur la face supérieure (22) du logement de la serrure (7), qui s'applique,
dans la position insérée, contre le bord de l'ouverture (23) du canal d'insertion
(5) dans la bascule de commutation (3) de telle sorte que l'extrémité libre de la
lame de blocage (15) traverse le plan de pivotement de la came radiale (13).