[0001] Die Erfindung betrifft ein konsolartiges Tragelement für Vorhangfassaden an Gebäudewänden,
das nachträglich an der Gebäudewand zu befestigen ist, wobei das Tragelement aus einem
horizontalen Träger mit dem Vertikalschenkel des Tragelementes zugeordnetem Wandbefestigungsbolzen
besteht.
[0002] Es sind Vorhangfassaden bekannt, bei den Konsolbalken nach Art eines Wandregalbrettes
an der Außenseite von Gebäudewänden mit Hilfe von zwei Dübelnbefestigt werden, Auf
den dortigen Konsolbalken werden dann Flächenelemente für eine Verblendfassade aufgesetzt,
wobei je nach Breite des Konsolbalkens zwischen dem Grundmauerwerk und der Verblendschale
zusätzlich noch eine Dämmschicht eingelegt werden kann. Bei sehr hohen Gebäuden, bei
denen die Belastung der tragenden Dübel zu groß würde, können mehrere Konsolbalken
übereinander angebracht werden, die dann einzelne Fassadenteile tragen. Die bekannte
Vorhangfassade hat den Vorteil, daß neben plattenförmigen Flächenelementen auch normale
Verblendsteine auf den Konsolbalken aufgemauert werden können. Problematisch ist aber,
daß bei älteren Gebäuden die Außenfläche des Grundmauerwerks häufig verwittert ist
und daher darin eingebrachte Dübel nur begrenzt belastungsfähig sind. Nachteilig ist
weiterhin, daß durch die Konsolbalken eine direkte Verbindung von der Vorhangfassade
zum Grundmauerwerk geschaffen wird.
[0003] Infolgedessen wird auf der Innenseite der Vorhangschale herablaufendes Wasser regelrecht
zum Grundmauerwerk hingeleitet, wobei gleichzeitig eine evtl. eingelegte Schicht von
Dämmaterial durchnäßt wird. Außerdem stellen die Konsolbalken über die gesamte Gebäudebreite
reichende Wärmeleitbrücken dar, so daß es in den Gebäudewänden zu Temperaturspannungen,
Kondenswasserbildung und dgl. kommen kann.
[0004] Durch die FR-A-2 468 702 ist ein gattungsgemäßes konsolartiges Tragelement bekannt,
dessen Vertikalschenkel ebenfalls in unmittelbarer Anlage an die tragende Gebäudewand
mittels eines Verankerungsbolzens angeschraubt wird. Auch dieses Tragelement setzt
einen für die Verankerung ausreichend festen Wandgrund voraus, und auch dort wird
herablaufendes Wasser unmittelbar zur tragenden Gebäudewand hingeleitet, so daß die
gleichen Nachteile wie beim eingangs geschilderten Stand der Technik vorliegen. Zudem
ragt dort der Horizontalschenkel des konsolartigen Tragelementes nur ein kurzes Stück
weit über die Vertikalmitte der aufzunehmenden Vorhangfassade hinaus, weshalb dort
noch eine gesonderte Tragschiene zum Abfangen der Vorhangfassade erforderlich ist,
welche ihrerseits mit einem unteren Keil in eine entsprechende Aufnahmenut am vorderen
Rand des Horizontalschenkels des konsolartigen Tragelementes eingefügt wird.
[0005] Durch die FR-A-2 456 870 ist es bekannt, zur Verankerung in nicht tragendem oder
porösem Mauerwerk Injektionsanker einzusetzen, die einen zentralen, von einem elastischen
Strumpf umschlossenen Verankerungsbolzen aufweisen, der in ein vorgebohrtes Loch der
tragenden Gebäudewand eingesteckt wird, wonach in den Strumpf Injektionsmasse eingepreßt
wird. Hierbei bildet sich ein Injektionsmassepfropfen aus, der großflächig in der
tragenden Gebäudewand verankert ist und in dem nach Aushärten der zentrale Verankerungsbolzen
fest eingebettet ist. Die bekannten Injektionsanker sind aber für sich allein nicht
zur Aufhängung einer Vorhangfassade geeignet.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Tragelement für Vorhangfassaden
an Gebäudewänden zu schaffen, welches sicher im Grundmauerwerk verankert werden kann
und welches einen zuverlässigen Nässeschutz sowie eine gute Isolierung gewährleistet.
[0007] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß dem Träger mindestens zwei
Wandbefestigungsbolzen in Form von Injektionsankern zugeordnet sind, welche bis zum
Träger hin von einem Injektionsstrumpf umschlossen sind und jeweils einen zentralen,
in der Injektionsmasse einzubettenden Verankerungsbolzen mit am Einsetzende angeordneter
Widerhakenscheibe aufweisen, daß der Träger eine L-Schiene ist, von deren Vertikalschenkel
die Injektionsanker auf der dem Horizontalschenkel abgewandten Seite abkragen und
daß der Horizontalschenkel des Trägers etwa gleich breit wie die Flächenelemente der
Vorhangfassade ist und daß auf den Injektionsankern kurz hinter dem Vertikalschenkel
je eine Tropfscheibe angeordnet ist.
[0008] Durch die Verwendung von Injektionsankern läßt sich auch in älterem, verwittertem
Mauerwerk eine sehr solide Befestigung des Tragelementes erreichen, wobei durch die
am Einsetzende angeordnete Widerhakenscheibe eine besonders hohe Auszugsfestigkeit
der Injektionsanker gegeben ist. Bei der Erfindung kragen die Injektionsanker so weit
ab, daß zwischen dem Vertikalschenkel der L-Schiene und dem Grundmauerwerk eine Wärmedämmschicht
eingelegt werden kann, wobei auch dann ein größerer Luftspalt verbleibt, der auf der
Innenseite der Fassadenschale ein unbehindertes Ablaufen von Wasser gestattet. Die
auf den Injektionsankern angeordnete Tropfscheibe sorgt dafür, daß auch an den Injektionsankern
selbst ein Übertreten von Wasser zum Grundmauerwerk sicher unterbunden ist. Bei dem
erfindungsgemäßen Tragelement sind allenfalls die Injektionsanker als Wärmeleitbrücken
zu betrachten, die aber aufgrund ihres geringen Querschnitts nur unwesentlich Wärme
leiten können.
[0009] Als weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Tragelementes ist es anzusehen, daß es
nicht nur an Gebäuden mit einschaligem Grundmauerwerk eingesetzt werden kann, sondern
daß auch eine Sanierung eines mehrschaligen, eine Verblendschale bereits aufweisenden
Mauerwerks möglich ist, ohne daß die alte Verblendschale abgerissen werden muß. Infolge
der durch die L-Schiene verbundenen Injektionsanker ergibt sich vielmehr sogar eine
Stabilisierung der mehrschaligen Grundkonstruktion. Insbesondere wenn ältere Luftschichtanker
zwischen den verschiedenen Scheiben korrodiert oder abgeschert sind, stellen die Injektionsanker
die Verbindung zwischen den verschiedenen Schalen wieder her und erhöhen insbesondere
die Biege-und Beulsteifigkeit der alten Verblendfassade. Die verschiedenen Schalen
werden zu einer einheitlichen, quasi kastenförmigen Gesamtkonstruktion vereinigt.
[0010] Gemäß der Erfindung können die Verankerungsbolzen an den Vertikalschenkel der L-Schiene
angeschweißt sein. Bei diesem Aufbau werden die konsolenartigen Tragelemente als Ganzes
an einer Gebäudewand befestigt.
[0011] Gemäß einer abgewandelten Ausführungsform der Erfindung können die Verankerungsbolzen
an den Verfikalschenkel der L-Schiene angeschraubt sein. Bei dieser Ausgestaltung
können die einzelnen Tragelemente in zerlegter Form zur Baustelle transportiert werden.
Je nach Zweckmäßigkeit können dann zunächst die Injektionsanker für sich allein oder
aber die kompletten, nunmehr montierten Tragelemente eingesetzt werden. Durch die
Verschraubung besteht die Möglichkeit, nach Art eines Baukastensystems L-Schienen
unterschiedlicher Länge und Injektionsanker verschiedener Größe ausgerichtet auf die
jeweiligen Erfordernisse miteinander zu verbinden. So ist es beispielsweise möglich,
einen der beiden Injektionsanker eines Tragelementes größer zu wählen, wenn an der
jeweiligen Stelle das Grundmauerwerk sehr brüchig ist oder wenn dieser Injektionsanker
zusätzliche Belastungen aufzunehmen hat.
[0012] Der Erfindung zufolge können die Vertikalschenkel der L-Schienen horizontal gerichtete
Langlöcher für die Anschraubenden der Verankerungsbolzen aufweisen. Durch die Langlöcher
können Abstandsungenauigkeiten beim Einsetzen der Injektionsanker ausgeglichen werden.
Der wesentliche Zweck der Langlöcher besteht aber darin, daß bei nur begrenzt fester
Anschraubung der Verankerungsbolzen eine horizontale Relativbewegung zwischen der
L-Schiene und den Injektionsankern zum Ausgleich von Wärmedehnungen eintritt. Dabei
ist zu bedenken, daß die Temperatur der Außenfassade zwischen -20°C und +80°C schwanken
kann, während die Temperatur des ein- oder mehrschaligen Grundmauerwerks nur weitaus
geringeren Änderungen unterworfen ist. Insbesondere bei einem mehrschaligen Grundmauerwerk
ergibt sich damit der Vorteil, daß durch die vorgesetzte Fassadenschale die Schwankungen
der Außentemperatur ausgeglichen werden, während die Schalen des Grundmauerwerks durch
die Injektionsanker - ohne die Gefahr von Wärmespannungen - starr miteinander verbunden
sind und damit das Grundmauerwerk insgesamt stabilisiert wird.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann dem Tragelement ein Fugenschlauch, vorzugsweise
von gleicher Länge wie die einer L-Schiene, angeordnet sein, welcher mit einer Einspritzöffnung
zum Einpressen von Mörtel versehen ist. Der Fugenschlauch dient dabei zum wasserdichten
Abschließen des Spaltes zwischen mehreren übereinandergesetzten Teilen einer Vorhangfassade
mit mehreren Tragelementen. Der Abdichtung dieses Spaltes kommt eine besondere Bedeutung
zu, weil an dieser Stelle das Wasser von der nächst oberen L-Schiene abfließt.
[0014] Gemäß der Erfindung kann die Länge der Verankerungsbolzen mehr als dreißig Zentimeter
betragen. Bei dieser Mindestlänge kann das Tragelement sicher an einem zweischaligen
Grundmauerwerk befestigt werden.
[0015] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können an den Tragelementen Anschlußelemente
für Gerüste oder Seile angebracht sein. Da die Injektionsanker eine sehr hohe Auszugsfestigkeit
besitzen, können auf die Tragelemente problemlos auch zusätzliche Belastungen aufgebracht
werden. Die Anschlußelemente können mit den L-Schienen oder den Verankerungsbolzen
der Tragelemente verschweißt oder verschraubt werden. Die Verankerungsbolzen können
auch aus Vierkantrohren bestehen.
[0016] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen :
Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines Tragelementes für eine Vorhangfassade,
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform eines Tragelementes,
Fig. 3 einen Ausschnitt einer unter Verwendung eines Tragelementes nach der Erfindung
an einem zweischaligen Grundmauerwerk angebrachten Vorhangfassade in einer Querschnittsdarstellung,
Fig. 4 den unteren Rand der Vorhangfassade nach Fig. 3,
Fig. 5 die Vorhangfassade gemäß einem Schnitt V-V in Fig. 4,
Fig. 6 einen dem Tragelement zugeordneter Fugenschlauch,
Fig. 7 eine alternative Ausführungsform einer an einem ein-schaligen Grundmauerwerk
befestigten Vorhangfassade in einer analogen Darstellung zu Fig. 3,
Fig. 8 eine zugeordnete Verbindungslasche und
Fig. 9 eine Winkelverbindungslasche für Innen-und Außenecken.
[0017] Fig. 1 zeigt ein konsolenartiges Tragelement 1 für eine Vorhangfassade an Gebäudewänden,
welches aus einem horizontalen Träger 2 in Form einer L-Schiene 3 und zwei Injektionsankern
4 aufgebaut ist. Die Injektionsanker 4 bestehen jeweils aus einem zentralen Verankerungsbolzen
5 mit am Einsetzende angeordneter Widerhakenscheibe 6, welcher bis zum Träger hin
von einem aus einem Gewebe gebildeten Injektionsstrumpf 7 umschlossen ist. Der Injektionsstrumpf
7 ist nur ausschnittsweise angedeutet und ansonsten durch eine gestrichelte Außenkontur
dargestellt. Die Verankerungsbolzen 5 sind mit einem Vertikalschenkel 8 der L-Schiene
3 in einer Weise verschweißt, daß sie auf der dem Horizontalschenkel 9 abgewandten
Seite von der L-Schiene 3 senkrecht abragen.
[0018] Bei dem in Fig. 2 gezeigten Tragelement 10 ist in Besonderheit aber die Verbindung
zwischen dem Vertikalschenkel 8 der L-Schiene 3 und dem Verankerungsbolzen 5 durch
Schrauben 11 mit Unterlegscheibe 12 hergestellt.
[0019] Die Fig. 3 bis 5 veranschaulichen den Aufbau einer Vorhangfassade 13, bei welcher
Tragelemente 10 entsprechend Fig. 2 verwendet sind. Die Vorhangfassade 13 ist dabei
an einem zweischaligen Grundmauerwerk angebracht, welches aus einer vorderen Verblendschale
14 und einer Hintermauerschale 15 mit dazwischenliegender Luftschicht 16 besteht.
Die Verankerungsbolzen 5 der Tragelemente 10 sind etwas mehr als dreißig Zentimeter
lang, so daß sie in eine Bohrung 17 eingesetzt werden können, welche durch die Verblendschale
14 hindurch bis in die Hintermauerschale 15 hineinreicht.
[0020] Bei der Montage der neuen Vorhangfassade 13 werden zunächst die Injektionsanker 4
in die Bohrlöcher 17 eingeführt. Durch Injektionsbohrungen 18 am Anschraubende 19
der Injektionsanker 4 wird dann der hohle Verankerungsbolzen 5 mit Injektionsmasse
20 gefüllt, die durch eine oder mehrere Austrittsbohrungen 21 in der Nähe des Einsetzendes
22 nach außen dringt. Auf diese Weise wird der Injektionsstrumpf 7 zunehmend mit Injektionsmasse
20 gefüllt und legt sich dicht an den Wänden der Bohrung 17 an. Für den Fall, daß
die Wände der Bohrung 17 an einzelnen Stellen 23, 24 ausgebrochen sind, legt sich
der Strumpf 7 in diese Vertiefungen hinein, verhindert aber gleichzeitig ein zu starkes
Abfließen der Injektionsmasse 20 in Risse 25 oder dgl. Nach dem Aushärten der Injektionsmasse
20 ergibt sich eine sehr solide Verbindung zwischen dem Injektionsanker 4 und dem
zweischaligen Mauerwerk 14, 15, wobei die nunmehr durch die Injektionsmasse 20 festgehaltene
Widerhakenscheibe 6 für eine hohe Auszugsfestigkeit des Verankerungsbolzens 5 sorgt.
Die Widerhakenscheibe 6 verhindert außerdem bei der Injektion ein Übertreten von Injektionsmasse
20 in die Spitze des Bohrloches 17, wodurch der Verankerungsbolzens 5 aus dem Bohrloch
17 herausgedrückt werden könnte.
[0021] In der Luftschicht 16 zwischen der Verblendschale 14 und der Hintermauerschale 15
weitet sich der Injektionsstrumpf 7 wulstförmig auf, so daß nach dem Aushärten der
Injektionsmasse 20 die beiden Schalen 14, 15 gegeneinander abgestützt sind. Für den
Fall, daß schon vorher zwischen den beiden Schalen 14, 15 vorhandene Drahtanker 26
korrodiert oder abgeschert sind, wird deren Stützfunktion hinsichtlich einer Biege-
oder Beulbelastung der Verblendschale 14 nunmehr durch den Injektionsanker 4 übernommen.
[0022] Die Injektionsanker 4 ragen ein Stück weit aus der alten Verblendschale 14 heraus,
so daß die L-Schiene 3 mit Abstand zur Verblendschale 14 an den Injektionsankern 4
angeschraubt werden kann. Der Injektionsstrumpf 7, der bis an den Vertikalschenkel
8 der L-Schiene 3 heranreicht und dessen vordere Öffnung dort von einem Gummiring
27 zusammengehalten ist, bildet zwischen der L-Schiene 3 und der Verblendschale 14
einen weiteren verbreiterten Wulst, welcher ebenfalls eine abstützende Funktion hat.
In den freien Raum zwischen der alten Verblendschale 14 und der L-Schiene 3 ist eine
Wärmedämmschicht 28 eingelegt.
[0023] Die Horizontalschenkel 9 der L-Schienen 3 tragen jeweils übereinander und nebeneinander
angeordnete Flächenelemente 29, welche zusammen die Fassadenschale 13 bilden. In der
Luftschicht zwischen Vorhangfassade 13 und Verblendschale 14 anfallende Kondensatfeuchte
und ggfs. durch die Vorhangfassade 13 durchgeschlagene Niederschlagsfeuchte wird an
der Rückseite 33 der Flächenelemente 29 nach unten abgeleitet und fließt jeweils über
die Enden des Horizontalschenkels 9 der L-Schienen 3 nach unten ab. An dem unteren
Rand der Fassadenschale 13 kann das Wasser frei in den Untergrund 35 abfließen; vgl.
Fig. 4.
[0024] Die Anschlußfuge zwischen der Oberseite eines Flächenelementes 29 und der darüberliegenden
L-Schiene 3 wird durch einen Fugenschlauch 38 geschlossen, welcher mit einer Einspritzöffnung
39 zum Einpressen von Mörtel versehen ist. Um eine vollständige Füllung des Fugenschlauches
38 erreichen zu können, weist dieser außerdem eine Luftaustrittsöffnung 40 auf; vgl.
Fig. 6.
[0025] Der Verikalschenkel 8 der L-Schienen 3 ist mit horizontal gerichteten Langlöchern
41 für die Anschraubenden 19 der Verankerungsbolzen 5 versehen. Wenn die Schrauben
11 nur mäßig angezogen werden und die Unterlegscheiben 12 eine glatte, reibungsarme
Oberfläche besitzen, ist aufgrund der Langlöcher 41 ein Temperaturausgleich zwischen
dem Grundmauerwerk 14, 15 und der Fassadenschale 13 möglich. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel
sind die Schrauben 11 unmittelbar in die Injektionsbohrungen 18 eingeschraubt, so
daß sich beim Aushärten der Injektionsmasse 20 eine Verklebung der Schrauben 11 ergibt.
Sie können sich daher auch bei sehr starken Wärmedehnungen nicht selbsttätig lösen.
Grundsätzlich ist es natürlich auch möglich, die Injektionsbohrungen und die Einschraubbohrungen
voneinander getrennt auszuführen und andere Sicherungsmaßnahmen für die Schrauben
11 vorzusehen.
[0026] In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 ist eine Vorhangfassade 42 gezeigt, welche
an einem ein-schaligen Grundmauerwerk 43 befestigt ist. Zur Verankerung sind dabei
Tragelemente 1 gemäß Fig. 1 verwendet, bei welchen die Injektionsanker 4 an den L-Schienen
3 angeschweißt sind. Die Vertikalschenkel 8 der L-Schienen 3 weisen daher eine Injektionsöffnung
44 für die Injektionsmasse 20 auf. Auf dem Horizontalschenkel 9 der L-Schienen 3 sind
normale Verblendsteine 45 aufgemauert, welche die einzelnen Flächenelemente 46 der
Fassadenschale 47 bilden. Die Verblendsteine 45 liegen unmittelbar am Vertikalschenkel
8 der L-Schienen 3 an. Die Injektionsanker 4 sind aber in dem Grundmauerwerk 43 so
weit abkragend eingesetzt, daß auch bei Einlegen einer Wärmedämmschicht 28 noch ein
Luftspalt 48 verbleibt, der ein einwandfreies Abfließen von Wasser an der Rückseite
49 der Fassadenschale 47 erlaubt. Um im Bereich der Injektionsanker 4 ein Übertreten
des Wassers zur Wärmedämmschicht 28 und zum Grundmauerwerk 43 zu verhindern, tragen
die Injektionsanker 4 kurz hinter den Vertikalschenkeln 8 der L-Schienen 3 Tropfscheiben
50.
[0027] In Fig. 7 ist außerdem ein Anschlußelement 51 für eine Seilverankerungsöse 52 gezeigt,
welches an der L-Schiene 3 angeschweißt ist. Das Anschlußelement 51 ist in dem gezeigten
Beispiel eine Innengewindebuchse, an welcher im Bedarfsfall auch Gerüste oder dgl.
befestigt werden können. Der im Bereich des Anschlußelementes 51 auf der L-Schiene
3 aufgesetzte Verblendstein ist mit einer entsprechenden Aussparung 53 versehen. Selbstverständlich
können derartige Anschlußelemente 51 auch bei einer Ausführungsform nach den Fig.
3 bis 5 vorgesehen sein.
[0028] Fig. 8 zeigt eine Verbindungslasche 54 zum seitlichen Anschluß zweier benachbarter
Tragelemente 1. Die Lasche 54 ist mit in ihrer Längsrichtung verlaufenden Langlöchern
55 zum Ausgleich von Tem-. peraturschwankungen versehen und wird an die Vertikalschenkel
der L-Schienen 3 angeschraubt. Fig. 9 zeigt eine Winkelverbindungslasche 56 für Innen-
und Außenecken, die ebenfalls mit Langlöchern 55 versehen ist.
1. Konsolenartiges Tragelement (1) für Vorhangfassaden (47) an Gebäudewänden (43),
das nachträglich an der Gebäudewand zu befestigen ist, wobei das Tragelement (1) aus
einem horizontalen Träger (2) mit dem Vertikalschenkel (8) des Tragelementes zugeordnetem
Wandbefestigungsbolzen (4) besteht, dadurch gekennzeichnet, daß dem Träger (2) mindestens
zwei Wandbefestigungsbolzen in Form von Injektionsankern (4) zugeordnet sind, welche
bis zum Träger (2) hin von einem Injektionsstrumpf (7) umschlossen sind und jeweils
einen zentralen, in der Injektionsmasse einzubettenden Verankerungsbolzen (5) mit
am Einsetzende (22) angeordneter Widerhakenscheibe (6) aufweisen, daß der Träger (2)
eine L-Schiene (3) ist, von deren Vertikalschenkel (8) die Injektionsanker (4) auf
der dem Horizontalschenkel (9) abgewandten Seite abkragen und daß der Horizontalschenkel
(9) des Trägers (2) etwa gleich breit wie die Flächenelemente (46) der Vorhangfassade
ist und daß auf den Injektionsankern (4) kurz hinter dem Vertikalschenkel (8) je eine
Tropfscheibe (50) angeordnet ist.
2. Tragelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungsbolzen
(5) an den Vertikalschenkel (8) der L-Schiene angeschweißt sind.
3. Tragelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungsbolzen
(5) an den Vertikalschenkel (8) der L-Schiene (3) angeschraubt sind.
4. Tragelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertikalschenkel (8)
der L-Schiene (3) horizontal gerichtete Langlöcher (41) für die Anschraubenden (19)
der Verankerungsbolzen (5) aufweisen.
5. Tragelement nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß ihm ein Fugenschlauch (38), vorzugsweise von gleicher Länge wie die einer L-Schiene
(3), zugeordnet ist, welcher mit einer Einspritzöffnung (39) zum Einpressen von Mörtel
versehen ist.
6. Tragelement nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Länge der Verankerungsbolzen (5) mehr als 30 Zentimeter beträgt.
7. Tragelement nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß an ihm Anschlußelemente (51) für Gerüste oder Seile angebracht sind.
8. Tragelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ihm Laschen
(54) zum Anschluß an jeweils benachbarten Tragelementen zugeordnet sind, wobei die
Laschen mit in ihrer Längsrichtung verlaufenden Langlöchern (55) für Temperaturausgleichsbewegungen
versehen sind.
9. Tragelement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ihm eine Winkelverbindungslasche
(56) für im Bereich von Außen- und Innenecken benachbarter Tragelemente (1) zugeordnet
sind.
10. Tragelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungsbolzen
aus Vierkantrohren bestehen.
1. Bracket-like support element (1) for curtain walls (47) at buildings (43), which
is to be fixed as an addition to the wall of the building, the support element (1)
consisting of a horizontal support (2) with wall-mounting bolt (4) arranged on the
vertical shank (8) of the support element, characterised in that the support (2) is
equipped with at least two wall-mounting bolts in the form of injection anchors (4),
which are surrounded up to the support (2) by an injection sleeve (7) and which each
have a central anchoring-bolt (5), to be bedded into the injection body, with a barbed
disc (6) fitted at the end (22) to be inserted, in that the support (2) is an L-bar
(3) from whose vertical shank (8) the injection anchors (4) project on the side turned
away from the horizontal shank (9) and in that the horizontal shank (9) of the support
(2) is roughly equal in width to the surface elements (46) of the curtain wall and
in that each of the injection anchors (4) is equipped just behind the vertical shank
(8) with a drip-washer (50).
2. Support element as in Claim 1, characterised in that the anchoring bolts (5) are
welded to the vertical shank (8) of the L-bar.
3. Support element as in Claim 1, characterised in that the anchoring bolts (5) are
screwed to the vertical shank (8) of the L-bar (3).
4. Support element as in Claim 3, characterised in that the vertical shanks (8) of
the L-bar (3) have horizontally directed linear holes (41) for the screwing ends (19)
of the anchoring bolts (5).
5. Support element as in one or more of the previous Claims, characterised in that
it is equipped with a linking tube (38), preferably of the same length as that of
an L-bar (3), which is provided with an opening (39) for the injection of mortar under
pressure.
6. Support element as in one or more of the previous Claims, characterised in that
the length of the anchoring bolts (5) is more than 30 centimetres.
7. Support element as in one or more of the previous Claims, characterised in that
connecting elements (51) for scaffolding or ropes are attached to it.
8. Support element as in one of Claims 1 to 7, characterised in that it is equipped
with tabs (54) each for attachment to adjacent support elements, the tabs being equipped
with linear holes (55), running longitudinally along them, for temperature compensation
movements.
9. Support element as in Claim 8, characterised in that it is equipped with an elbow
connection bracket (56) for support elements (1) which (1) border on one another in
the area of interior and exterior corners (of buildings).
10. Support element as in Claim 1, characterised in that the anchoring bolts consist
of square pipes.
1. Elément de support (1) en forme de console pour façaderideau (47) de mur de bâtiment
(43), qui doit être fixé ultérieurement sur le mur de bâtiment, l'élément de support
(1) étant constitué d'un support horizontal (2) muni de boulons de fixation au mur
associés à l'aile verticale (8) de l'élément de support, caractérisé par le fait qu'au
support (2) sont associés au moins deux boulons de fixation au mur, en forme de chevilles
à injection (4), qui sont entourées jusqu'au support (2) d'une chaussette d'injection
(7) et présentent chacune un boulon d'ancrage (5) central, à noyer dans la masse d'injection
et munie d'un disque d'accrochage (6) situé à l'extrémité d'introduction (22), que
le support (2) est un profilé en L (3) de l'aile verticale (8) duquel les chevilles
à injection (4) partent sur la face écartée de l'aile horizontale (9) et que l'aile
horizontale (9) du support (2) est à peu près de la même largeur que celle des éléments
de surface (46) de la façade-rideau et que, sur les chevilles à injection (4), une
plaque d'égouttage (50) est disposée très près derrière chacune des ailes verticales
(8).
2. Elément de support selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les boulons
d'ancrage (5) sont soudés à l'aile verticale (8) du profilé en L.
3. Elément de support selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les boulons
d'ancrage (5) sont vissés sur l'aile verticale (8) du profilé L (3).
4. Elément de support selon la revendication 3, caractérisé par le fait que l'aile
verticale (8) du profilé en L (3) présente des trous longitudinaux (41) dirigés horizontalement
pour les extrémités de vissage (19) des boulons d'ancrage (5).
5. Elément de support selon l'une des revendications précédentes caractérisé par le
fait qu'il lui est associé un tuyau de caoutchouc formant joint (38), de préférence
de même longueur que le profilé en L (3), qui est muni d'un orifice d'injection (39)
pour y faire entrer du mortier.
6. Elément de support selon l'une des revendications précédentes caractérisé par le
fait que la longueur des boulons d'ancrage (5) est supérieure à 30 centimètres.
7. Elément de support selon l'une des revendications précédentes caractérisé par le
fait qu'il lui sont appliqués des éléments de raccordement (51) pour cadres ou câbles.
8. Elément de support selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait
que lui sont associées des éclisses (54) pour raccordement à des éléments de supports
voisins, éclisses qui sont munies de trous longitudinaux (55) reportés sur sa longueur,
pour déplacements compensateurs de la température.
9. Elément de support selon la revendication 8, caractérisé par le fait qu'il lui
sont associées des éclisses de liaison coudées (56) pour des éléments de support (1)
voisins dans la zone des coins extérieurs et intérieurs.
10. Elément de support selon la revendication 1, caractérisé par le fait que les boulons
d'ancrage sont des tubes de section carrée.