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EP 0 201 517 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.06.1989 Patentblatt 1989/23 |
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Anmeldetag: 19.09.1985 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE8500/324 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8602/679 (09.05.1986 Gazette 1986/10) |
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VERFAHREN ZUM ABBAU VON AUF DER SOHLE EINES HAFENBECKENS LIEGENDEN SCHLICKABLAGERUNGEN
METHOD FOR BREAKING DOWN OOZE IN A HARBOUR BASIN
PROCEDE POUR L'ABATTAGE DE LA VASE DANS UN BASSIN PORTUAIRE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE FR GB NL |
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Priorität: |
31.10.1984 DE 3439810
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.11.1986 Patentblatt 1986/47 |
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Patentinhaber: HOCHTIEF AKTIENGESELLSCHAFT VORM. GEBR. HELFMANN |
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45128 Essen (DE) |
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Erfinder: |
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- VON FRANKENBERG, Albrecht
D-2000 Hamburg 52 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Andrejewski, Walter et al |
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Patentanwälte
Andrejewski, Honke & Partner
Postfach 10 02 54 D-45002 Essen D-45002 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 3 160 966
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US-A- 3 896 566
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- Patents Abstracts of Japan, vol. 7, No. 149, (M-225) (1294) 30 June 1983
- Patents Abstracts of Japan, vol. 7, No. 98, (M-210) (1243) 26 April 1983
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abbau von auf der Sohle eines Hafenbeckens
liegenden Schlickablagerungen, wobei zumindes eines mit einer Druckluftglocke versehene
Abbaumaschine äuf Abbauhöhe abgesenkt und längs und/oder quer zur Hafenbeckensohle
bewegt wird, wobei die Druckluftglocke mit ihrem Rand bis auf die Hafenbeckensohle
abgesenkt und das Wasser aus der Druckluftglocke verdrängt wird, bis der Schlick in
der Druckluftglocke freiliegt, und wobei von der Abbaumaschine aufgenommener Schlick
aus der Druckluftglocke herausgefördert wird.
[0002] Bei dem bekannten Verfahren, von dem die Erfindung ausgeht (Patents Abstracts of
Japan Vol. 7, No. 149 (M-225) (1294) 30 June 1983 & JA-A-5 858 332) erfolgt keine
Steuerung der Druckluftfüllung der Druckluftglocke nach Maßgabe der abgeförderten
Schlickmenge. Folglich dringt mit jeder Abführung von Schlick aus der Druckluftgloc-ke
heraus Wasser in die Druckluftglocke wieder ein, und zwar auch in den in der Druckluftglocke
befindlichen Schlick, aus dem das Wasser zunächst herausgedrückt wurde. Es versteht
sich, daß man dieses Wasser aus dem abzufördernden Schlick wieder herausdrückt, wenn
er zu naß geworden ist. Insoweit tritt das Wasser gleichsam pumpend in den in der
Druckluftglocke befindlichen Schlick immer wieder ein und aus. Dieses pumpende Eindringen
und Austreten des Wassers führt dazu, daß im Schlick enthaltene Kontaminierungen aus
dem Schlick gleichsam ausgewaschen werden und in das umgebende Wasser gelangen sowie
dieses kontaminieren. Eine solche Kontaminierung des Wassers in der Umgebung einer
Druckluftglocke findet auch bei anderen bekannten Maßnahmen statt (US-PS 31 60 966).
Hier wird der Rand der Druckluftglocke mit Abstand über der Hafenbeckensohle gehalten.
Die Abbaumaschine arbeitet mit ihren Abbauwerkzeugen im Wasser unterhalb der Druckluftglocke.
Die abgebauten Ablagerungen werden folglich im Wasser aufgenommen und mit Wasser durchmengt.
Lediglich die Entleerung der Schaufeln erfolgt in der Druckluftglocke, um eine sichere
Übergabe der abgebauten Ablagerungen an den nachgeschalteten Förderer zu gewahrleisten.
Verwirklicht man die bekannten Maßnahmen im Schlick, so kommen die im Schlick enthaltenen
Schadstoffe frei und das umgebende Wasser wird kontaminiert. Zwar wird in die Druckluftglocke,
anscheinend fortlaufend, Druckluft eingeführt, das verhindert jedoch die beschriebene
Kontaminierung nicht.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs angegebene Verfahren so zu
führen, daß eine Kontaminierung des umgebenden Wassers nicht mehr stattfindet und
die Schlickablagerungen nicht nur ohne erneute Durchmengung mit Wasser, sondern auch
hinreichend entwässert und ohne unerwünschte Ausspülungen hereingewonnen werden können.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß die Druckluftfüllung der Druckluftglocke
nach Maßgabe der abgeförderten Schlickmenge so gesteuert und geregelt wird, daß in
den in der Druckluftglocke befindlichen Schlick Wasser nicht erneut eindringt, so
daß ein Ausspülen von in dem Schlick befindlichen Schadstoffen in das die Druckluftglocke
umgebende Wasser hinein vermieden wird. - Nach dem Abbau einer Liegestelle der Druckluftglocke
wird die Druckluftglocke angehoben, zum nächsten Abbauplatz verholt und erneut abgesenkt.
[0005] Die erreichten Vorteile sind darin zu sehen, daß bei Verwirklichung der erfindungsgemäßen
Maßnahmen die Schlickablagerungen hinreichend ent wässert und ohne störende Auflockerungen
und Abspülungen von der Hafensohle hereingewonnen werden können. Dabei funktioniert
die Druckluftglocke auf besondere Weise, nämlich gleichsam zur Abkapselung der abzubauenden
Schlickablagerungen, die durch das Ausdrücken des Wassers und die beschriebene Steuerung
oder Regelung der Druckluftfüllung in der Druckluftglocke mechanisch entwässert hereingewonnen
werden können, ohne daß eine störende Kontaminierung des umgebenden Wassers stattfindet.
Verfahren zum Abbau von auf der Sohle eines Hafenbeckens liegenden Schlickablagerungen,
wobei zumindest eine mit einer Druckluftglocke versehene Abbaumaschine auf Abbauhöhe
abgesenkt und längs und/oder quer zur Hafenbeckensohle bewegt wird, wobei die Durckluftglocke
mit ihrem Rand bis auf die Hafenbeckensohle abgesenkt und das Wasser aus der Druckluftglocke
verdrängt wird, bis der Schlick in der Druckluftglocke freiliegt, und wobei von der
Abbaumaschine aufgenommener Schlick aus der Druckluftglocke herausgefördert wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftfüllung der Druckluftglocke nach Maßgabe
der abgeförderten Schlickmenge so gesteuert oder geregelt wird, daß in den in der
Druckluftglocke befindlichen Schlick Wasser nicht erneut eindringt, so daß ein Ausspülen
von in dem Schlick befindlichen Schadstoffen in das die Druckluftglocke umgebende
Wasser hinein vermieden wird.
A process for the excavation of sludge deposits lying on the bed of a harbour basin,
in which at least one excavating machine provided with a compressed air bell is lowered
to the excavation level and is displaced longitudinally and/or transversely to the
bed of the harbour basin, in which the compressed air bell is lowered with its rim
as far as the bed of the harbour basin and the water is expelled from the compressed
air bell until the sludge in the compressed air bell is exposed, and in which the
sludge excavated by the excavating machine is carried away from the compressed air
bell, characterized in that the amount of compressed air forced into the compressed
air bell is so controlled or regulated in accordance with the quantity of sludge removed
that water does not surge back into the sludge present in the compressed air bell,
so that washing-out of harmful materials contained in the sludge into the water surrounding
the compressed air bell is avoided.
Procédé d'extraction de dépôts limoneux au fond d'un bassin portuaire, au moins une
machine d'extraction munie d'une cloche à air comprimé étant descendue au niveau d'extraction
et déplacée le long du et/ou transversalement au fond du bassin portuaire, la cloche
à air comprimé étant abaissée avec son bord jusqu'au fond du bassin portuaire et l'eau
étant expulsée de ladite cloche à air comprimé jusqu'à ce que la vase soit dégagée
à l'intérieur de ladite cloche à air comprimé, et la vase recueillie par la machine
d'extraction étant évacuée de la cloche à air comprimé, caractérisé par le fait que
le remplissage d'air comprimé de la cloche à air comprimé est commandé ou réglé en
fonction de la quantité de vase évacuée de telle façon que l'eau ne pénètre pas une
nouvelle fois dans la vase contenue dans la cloche à air comprimé de sorte qu'une
évacuation des substances nocives contenues dans la vase dans l'eau environnant la
cloche à air comprimé est évitée.