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(11) |
EP 0 202 442 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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20.12.1995 Patentblatt 1995/51 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.01.1990 Patentblatt 1990/02 |
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Anmeldetag: 04.04.1986 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B42C 9/00 |
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Einrichtung zur Steuerung der Heizeinrichtung eines Bindegerätes
Device for controlling the heating element in a binding device
Dispositif pour commander l'élément chauffant d'un appareil à relier
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
19.04.1985 DE 3514201
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.11.1986 Patentblatt 1986/48 |
| (73) |
Patentinhaber: Lázár, Peter |
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D-41470 Neuss (DE) |
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Erfinder: |
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- Lázár, Peter
D-4040 Neuss 21 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Paul, Dieter-Alfred, Dipl.-Ing. |
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Fichtestrasse 18 41464 Neuss 41464 Neuss (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 240 113 US-A- 4 108 713 US-A- 4 367 116
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US-A- 4 042 805 US-A- 4 141 100
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Steuerung der Heizeinrichtung eines Bindegerätes
zum Einbinden von losen Blättern in mit einem thermoplastischen Kleber am Rücken versehenen
Einbanddecken, mit einem Schalter zum Einschalten der Heizeinrichtung und mit einer
zu Beginn des Bindezyklus bei erhöhter Temperatur einschaltbaren, das Ende des Bindezyklus
durch ein Signal angebenden Zeitschaltuhr,
[0002] Ein Bindegerät mit einer Einrichtung zur Steuerung der Heizeinrichtung ist in der
DE-A 2 743 685 beschrieben. Es besteht aus einem Gestell mit zwei aufrechten Stützwandungen,
die zwischen sich einen Einstellschacht für eine mit losen Blättern gefüllte Einbanddecke
bilden. Eine der Stützwandungen ist derart verschiebbar gelagert, daß der Abstand
zwischen den Stützwandungen entsprechend der Dicke der hineingestellten Einbanddecke
angepaßt werden kann. An der Unterseite wird der Einstellschacht durch eine Aufstellfläche
begrenzt, die mit einer Heizeinrichtung zur Erhitzung dieser Aufstellfläche versehen
ist. Auf diese Aufstellflache werden die Einbanddecke mit ihrem Rücken zwischen den
beiden Stützwandungen aufgestellt, so daß die mittels der Heizeinrichtung erhitzte
Aufstellfläche den auf der Innenseite des Einbandrückens befindlichen thermoplastischen
Kleber, auch Schmelzkleber genannt, erwärmen und damit plastifizieren kann. Die Unterkanten
der in der Einbanddecke befindlichen losen Blätter werden auf diese Weise mit dem
Kleber benetzt. Nach Herausnahme der Einbanddecke kühlt sich der thermoplastische
Kleber wieder ab und wird dann fest, so daß die Blätter in der Einbanddecke fest eingebunden
sind.
[0003] Ein Bindezyklus für das Erhitzen einer Einbanddecke wird durch Einschalten der Heizeinrichtung
von Hand eingeleitet. Das Ende des Bindezyklus wird durch eine Zeitschaltuhr vorgegeben,
die mit Einschaltung der Heizeinrichtung in Gang gesetzt wird. Die Dauer des Bindezyklus
ist mit einem Zeitschalter in Abhängigkeit von der Art des verwendeten Einbanddeckels
und von der Dicke des zu bindenden Bandes einstellbar. Nach Ablauf des Bindezyklus
schaltet die Zeitschaltuhr automatisch die Heizeinrichtung ab und gibt gleichzeitig
ein akustisches oder optisches Signal.
[0004] Diese Art der Steuerung der Heizeinrichtung ist zwar konstruktiv relativ einfach.
Sie hat aber verschiedene Nachteile, die sich insbesondere dann zeigen, wenn - was
häufig geschieht - eine Vielzahl von Einbanddecken hintereinander einem Bindezyklus
unterworfen werden sollen. Handelt es sich dabei um Einbanddecken gleicher Art und
Dicke, so ist die einmal eingestellte Zeitdauer des Bindezyklus immer gleich. Dies
wird den tatsächlichen Erfordernissen jedoch nicht gerecht, denn für die Aufheizung
des kalten Bindegerätes und damit für den ersten Bindezyklus ist erheblich mehr Zeit
notwendig als für einen sich an den ersten anschließenden Bindezyklus, bei dem das
Bindegerät noch heiß ist. Da sich aber die eingestellte Zeitdauer nach den ungünstigsten
Bedingungen richten muß, also einem bei kaltem Gerät beginnenden Bindezyklus, ist
die Zeitdauer für folgende Bindezyklen unnötig lang. Das Erhitzen einer Vielzahl von
Einbanddecken wird hierdurch erheblich verzögert. Zudem entsteht unnötiger Energieaufwand.
[0005] Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die Heizeinrichtung nach Beendigung eines
Bindezyklus sofort abgestellt wird. Hierdurch kühlt sich das Bindegerät stark ab,
so daß es für einen erneuten Bindezyklus wieder aufgeheizt werden muß, was zusätzlich
Energie und insbesondere Zeit kostet.
[0006] Bei anschließend auf den Markt gekommenen Bindegeräten hat man den Bindezyklus auf
eine Zeitdauer verkürzt, die zum Binden einer Einbanddecke erforderlich ist, wenn
diese in ein schon vorgeheiztes Geräte eingestellt wird. Bei diesen Bindegeräten wird
die Zeitschaltuhr durch eine Lichtschranke eingeschaltet, die die Einbanddecke nach
Einsetzen in den Einstellschacht erfaßt, so daß der Bindezyklus durch das Einstellen
gestartet wird. Wegen des verkürzten Bindezyklus darf aber die Einbanddecke erst dann
eingestellt werden, wenn das Bindegerät bzw. die Heizeinrichtung eine ausreichende
Temperatur erreicht hat.
[0007] Eine erste Generation solcher Bindegeräte, ist in der US-A 4 367 116 beschrieben
ist. Bei diesen Bindegeräten mußte die Bedienungsperson mangels einer entsprechenden
Anzeige schätzen, wann die Heizeinrichtung eine solche ausreichende Temperatur erreicht
hatte oder - wenn das Gerät zuvor schon einmal benutzt worden war - ob es noch heiß
genug war. Erst dann wurde die Einbanddecke in das Bindegerät gestellt und damit der
Bindezyklus bzw. die Zeitschaltuhr gestartet. Gegenüber dem Bindegerät nach der DE-A
2 743 685 konnte damit die Bindezeit einer Vielzahl von hintereinander zu bindenden
Einbanddecken erheblich herabgesetzt werden. Bei dem im Bürobereich häufigen intermittierenden
Betrieb, bei dem das Bindegerät zwischen den Bindevorgängen abgeschaltet wird, war
der Benutzer aber immer im unklaren, ob das Bindegerät zum Start eines neuen Bindezyklus
noch heiß genug war oder nicht. Aus Sicherheitsgründen mußte somit die Bedienungsperson
praktisch immer solange warten, wie dies beim Einschalten eines kalten Gerätes notwendig
war. Tat er dies nicht, so ging er das Risiko einer unvollständigen Erwärmung des
Schmelzklebers und damit einer fehlerhaften Einbindung der Papierblätter ein. Tatsächlich
passierte letzteres in der Eile des Bürogeschehens häufig. Deshalb wurde - was sich
gleichfalls aus der US-A 4 367 116 ergibt - empfohlen, das Bindegerät einfach eingeschaltet
zu lassen, was jedoch zu hohem Energieverbrauch führte.
[0008] Dieser Nachteil erwies sich als so gravierend, daß die Inhaberin des US-Patents 4
367 116 sich veranlaßt sah, Änderungen vorzunehmen. In einer zweiten Generation wurde
deshalb eine Zeitschaltung hinzugefügt, die - beginnend mit dem Einschalten der Heizeinrichtung
- nach einer bestimmten, vom tatsächlichen Beheizungszustand der Heizeinrichtung jedoch
unabhängigen und auch nicht veränderbaren Zeit ein Bereitschaftssignal abgibt, das
eine für den Bindevorgang ausreichende Temperatur der Heizeinrichtung anzeigt. Bis
zu dieser Anzeige ist die Zeitschaltuhr für den Bindezyklus gesperrt, d.h. durch Einstellen
einer Einbanddecke kann die Zeitschaltuhr nicht gestartet werden. Wird eine Einbanddecke
trotzdem vor Anzeige des Bereitschaftssignals eingestellt, so ertönt eine Fehlermeldung,
die solange andauert, wie sich die Einbanddecke im Bindegerät befindet. Selbst wenn
zwischenzeitlich die Zeit für die Anzeige des Bereitschaftssignals abgelaufen ist,
wird die Fehlermeldung fortgesetzt und ist die Zeitschaltuhr blockiert.
[0009] Gegenüber den in der US-A 4 367 116 beschriebenen Bindegeräten besteht der Vorteil
darin, daß nunmehr die Bedienungsperson erkennen kann, wann die Heizeinrichtung tatsächlich
die für den Bindezyklus notwendige Temperatur hat. Es muß jedoch weiterhin am Gerät
gewartet werden, bis dieser Zustand erreicht ist, da die Zeitschaltuhr durch ein vorheriges
Einstellen der Einbanddecke nicht in Gang gesetzt werden kann.
[0010] Von ganz erheblichem Nachteil ist zudem, daß die vorbeschriebene Zeitschaltung für
die Anzeige des Bereitschaftssignals immer in Gang gesetzt werden muß, wenn das Gerät
einmal ausgeschaltet war, und zwar unabhängig davon, ob es von einer vorangegangenen
Benutzung noch für einen Bindezyklus heiß genug ist oder nicht. Bei intermittierender
Benutzung muß somit jedes Mal auf das Bereitschaftssignal gewartet werden. Es treten
dann die gleichen Zeitverluste auf, wie bei dem Bindegerät nach der DE-A 2 743 685,
insoweit also ein Rückschritt.
[0011] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur Steuerung der
Heizeinrichtung des Bindegerätes der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß ein
zuverlässiges Einbinden von Papierblättern in Einbanddecken bei geringstmöglichem
Zeit- und Bedienungsaufwand erreicht wird.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Erfassung der Temperatur
der Heizeinrichtung ein Temperatursensor vorgesehen ist, der über eine elektronische
Schaltung derart mit der Zeitschaltuhr verbunden ist, daß er die Zeitschaltuhr automatisch
erst bei Erreichen einer bestimmten erhöhten Temperatur einschaltet, wenn die Temperatur
des Heizeinrichtung zuvor unterhalb der bestimmten erhöhten Temperatur lag, und daß
er die Zeitschaltuhr automatisch sofort einschaltet, wenn die Temperatur der Herzeinrichtung
auf oder oberhalb der bestimmten erhöhten Temperatur liegt.
[0013] Erfindungsgemäß ist also ein Temperatursensor und eine elektronische Schaltung vorgesehen,
die die Bedingung für die Einschaltung der Zeitschaltuhr vorgibt, und zwar im Unterschied
zu allen vorbekannten Ausführungen nach dem tatsächlichen Temperaturzustand der Heizeinrichtung.
Bei kaltem Bindegerät wird die Zeitschaltuhr erst dann eingeschaltet, wenn die bestimmte,
erhöhte Temperatur erreicht ist. Da dies durch die Elektronik automatisch geschieht,
kann die Bedienungsperson den Einbandrücken schon beim Einschalten der Heizeinrichtung
einstellen und sich dann entfernen. Sie braucht nicht auf das Erreichen einer bestimmten
Temperatur der Heizeinrichtung bzw. auf die Anzeige eines Bereitschaftssignals zu
warten, kann sich also anderen Tätigkeiten widmen. Dasselbe gilt, wenn das Bindegerät
zwischenzeitlich einmal abgeschaltet gewesen ist und sich dabei etwas unterhalb der
bestimmten, erhöhten Temperatur abgekühlt hat. Je geringer diese Abkühlung unterhalb
dieser Temperatur ist, desto geringer ist dann auch die Aufheizzeit. Dar gesamte Zeitraum
zwischen Einstellen der Einbanddecke und Ende des Bindezyklus ist somit auf ein Optimum
verkürzt, ohne daß die Bedienungsperson mehr tun muß als die Heizeinrichtung einzuschalten
und dann auf das Signal für die Beendigung des Bindezyklus achtzugeben. Hat sich das
Gerät nach dem Abschalten noch nicht unterhalb der bestimmten, erhöhten Temperatur
abgekühlt, so wird die Zeitschaltuhr für den Bindezyklus sofort mit dem Einschalten
der Heizeinrichtung gestartet, denn der Temperatursensor erfaßt ja schon beim Einschaltvorgang
eine Temperatur, die auf oder oberhalb der bestimmten, erhöhten Temperatur liegt.
[0014] Werden bei dieser Schaltung mehrere Einbanddecken hintereinander erhitzt und wird
deshalb das Bindegerät nicht abgeschaltet, so können die Bindezyklen und damit die
Zeitschaltuhr am einfachsten dadurch gestartet werden, daß das Bindegerät bzw. dessen
Heizeinrichtung aus- und sofort wieder eingeschaltet wird. Es besteht auch die Möglichkeit,
hierfür einen besonderen Schalter vorzusehen, der die Stromversorgung für die Heizeinrichtung
nicht unterbricht, wohl aber die Zeitschaltuhr in Gang setzt.
[0015] Nach der Erfindung soll aber auch hierfür eine Automatik dergestalt vorgesehen sein,
daß ein Sensor zum Erfassen einer in das Bindegerät eingestellten Einbanddecke vorgesehen
ist, der ebenfalls über eine elektronische Schaltung derart mit der Zeitschaltuhr
verbunden ist, daß die Zeitschaltuhr bei eingestellter Einbanddecke automatisch eingeschaltet
wird, wenn der Temperatursensor eine auf oder oberhalb der bestimmten, erhöhten Temperatur
liegende Temperatur erfaßt. Das so ausgebildete Bindegerät arbeitet also, wenn die
Heizeinrichtung einmal eingeschaltet ist, vollautomatisch. Dabei müssen für den Start
der Zeitschaltuhr und damit des Bindezyklus erfindungsgemäß immer zwei Bedingungen
erfüllt sein, nämlich daß die Temperatur der Heizeinrichtung sich auf oder oberhalb
der bestimmten, erhöhten Temperatur befindet und daß eine Einbanddecke in das Bindegerät
eingestellt ist. Sobald beide Bedingungen erfüllt sind, wird die Zeitschaltuhr durch
die elektronische Schaltung automatisch gestartet. Das Ende des Bindezyklus wird dann
durch ein optisches oder akustisches Signal angegeben.
[0016] Der vorbeschriebene Sensor kann aber auch mit dem Schalter zum Einschalten der Heizeinrichtung
gekoppelt werden, und zwar derart, daß die Heizeinrichtung bei Erfassen einer Einbanddecke
automatisch eingeschaltet wird. Hierdurch wird auch der Einschaltvorgang für die Heizeinrichtung
automatisiert mit dem Vorteil, daß ein Einschalten der Heizeinrichtung nach Einlegen
einer Einbanddecke nicht mehr vergessen werden kann. Besonders vorteilhart ist es,
wenn dieser Sensor für beide vorbeschriebenen Zwecke verwendet wird, also zum Einschalten
sowohl der Heizeinrichtung als auch der Zeitschaltuhr.
[0017] Zweckmäßigerweise sollte der Sensor zur Erfassung des Einbandes im Bindegerät derart
mit dem Schalter zum Einschalten der Heizeinrichtung gekoppelt sein, daß die Heizeinrichtung
nach Entnahme einer Einbanddecke automatisch - vorzugsweise mit einer bestimmten Verzögerung
von einer bis fünf Minuten - abgeschaltet wird. Auf diese Weise arbeitet das Gerät
vollautomatisch, was zu einer entsprechenden Entlastung des Bürobetriebes führt.
[0018] Für den Sensor zur Erfassung des Einbandes im Bindegerät kommen verschiedene Ausführungsformen
in Frage, beispielsweise mechanische Taster oder dergleichen. Hierfür besonders eignet
sich eine kleine Lichtschranke. Auch andere elektronische Sensoren sind im Hinblick
auf die ohnehin vorhandene elektronische Schaltung zweckmäßig.
[0019] Die bestimmte, erhöhte Temperatur liegt unterhalb der Endtemperatur der Heizeinrichtung.
Als zweckmäßig hat sich dabei eine Temperatur etwa zwischen 90°C und 130°C erwiesen.
Hierdurch ist der Bindezyklus zwar etwas länger, als wenn die Endtemperatur als bestimmte,
erhöhte Temperatur genommen würde. Dies hat sich jedoch als zweckmäßig für nachfolgende
Bindezyklen erwiesen, da die dann noch kalten Einbände von der heißen Heizeinrichtung
erst einmal erwärmt werden müssen, was bei Einbänden, die in das kalte Gerät eingestellt
werden und sich mit der Heizeinrichtung kontinuierlich erwärmen, nicht der Fall ist.
Eine Stromersparnis kann dadurch erzielt werden, daß die Zeitschaltuhr am Ende eines
Bindezyklus die Heizeinrichtung auf die bestimmte, erhöhte Temperatur herunterschaltet.
Das Bindegerät ist dann immer noch für den sofortigen Start eines Bindezyklus bereit.
Andererseits ist der Energieverbrauch geringer, weil die bestimmte, erhöhte Temperatur
in zweckmäßiger Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Grundgedankens niedriger liegt
als die Endtemperatur.
[0020] Am Ende des Bindezyklus kann die Zeitschaltuhr auch dazu verwendet werden, neben
der Abgabe eines optischen oder akustischen Signals die Heizeinrichtung in an sich
bekannter Weise automatisch abzuschalten. Hierdurch würde sich allerdings das Bindegerät
bzw. dessen Heizeinrichtung auf Grund der hohen Temperaturdifferenz zur Umgebung sehr
schnell auf eine unterhalb der bestimmten, erhöhten Temperatur liegenden Temperatur
abkühlen mit der Folge, daß ein weiterer Bindezyklus erst nach einem Aufheizvorgang
gestartet würde. Hierdurch entstehen Zeitverluste, die im Bürobetrieb sehr lästig
sein können. Es hat sich deshalb für die Anforderungen im Bürobetrieb als zweckmäßig
erwiesen, daß die Zeitschaltuhr die Heizeinrichtung erst nach einer bestimmten Zeit
abschaltet, die sich vom letzten Bindezyklus oder - falls keiner stattgefunden hat
- vom Einschaltzeitpunkt der Heizeinrichtung berechnet. Diese bestimmte Zeit liegt
zweckmäßigerweise zwischen einer und zehn Minuten, wobei sich eine Zeit von fünf Minuten
als besonders geeignet herausgestellt hat. Nach Beendigung eines Bindezyklus wird
also die Heizeinrichtung nicht abgeschaltet, sondern nur ein Signal abgegeben. Die
Zeitschaltuhr läuft mit einem Zeitglied eine vorbestimmte Zeit weiter, bis die Heizeinrichtung
abgeschaltet wird. Dies hat den Vorteil, daß in diesem Zeitraum nachfolgende Bindezyklen
sofort - entweder von Hand oder durch Einstellen der Einbanddecke - eingeschaltet
werden können, wodurch die Zeit, in der sich die Einbanddecke in dem Bindegerät befindet,
kurz gehalten wird. Erst wenn das Bindegerät längere Zeit nicht benötigt wird, schaltet
es sich ab, um unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden.
[0021] In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Temperatursensor auch
Teil einer Thermostatsteuerung für die Heizeinrichtung ist. Er erfüllt also innerhalb
der elektronischen Schaltung auch die Funktion, die einmal erhitzte Heizeinrichtung
auf konstanter Temperatur zu halten.
[0022] Dabei ist es von Vorteil, wenn der Temperatursensor als PTC-Widerstand mit positiven
Temperaturkoeffizienten ausgebildet ist. Wird seine Stromversorgung unterbrochen,
so zeigt er der elektronischen Steuerung höchsten Widerstand an, so daß sich das Bindegerät
entweder sofort nach einem Bindezyklus oder - wie oben als zweckmäßige Ausführungsform
dargestellt - nach einer bestimmten Zeit im Anschluß an einen Bindezyklus oder an
die Einschaltung der Heizeinrichtung abgeschaltet.
[0023] Schließlich sieht die Erfindung vor, daß die betimmte, erhöhte Temperatur auf zumindest
zwei verschiedene Werte einstellbar ist. Auf diese Weise läßt sich das Bindegerät
auf verschiedenartige Materialien von Einbanddecken einstellen. So ist es beispielsweise
erforderlich, bei Einbanddecken aus Kunststoff mit niedrigeren Temperaturen zu arbeiten.
[0024] Die elektronische Schaltung für die vorstehend beschriebenen Funktionen kann von
einem Fachmann mit den zum Stand der Technik gehörenden elektronischen Elementen ohne
weiteres hergestellt werden. Es erübrigt sich deshalb eine bis ins Einzelne gehende
Beschreibung der elektronischen Schaltung.
1. Einrichtung zur Steuerung der Heizeinrichtung eines Bindegerätes zum Einbinden von
losen Blättern in mit einem thermoplastischen Kleber am Rücken versehenen Einbanddecken,
mit einem Schalter zum Einschalten der Heizeinrichtung und mit einer zu Beginn des
Bindezyklus bei erhöhter Temperatur einschaltbaren, das Ende des Bindezyklus' durch
ein Signal angebenden Zeitschaltuhr, wobei die Heizeinrichtung aus dem Einschalten
bis zum Ende des Bindezyklus' - ggf. thermostatisch geregelt - eingeschaltet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Erfassung der Temperatur der Heizeinrichtung ein Temperatursensor
vorgesehen ist, der über eine elektronische Schaltung derart mit der Zeitschaltuhr
verbunden ist, daß er die Zeitschaltuhr automatisch erst bei Erreichen einer bestimmten,
erhöhten Temperatur einschaltet, wenn die Temperatur der Heizeinrichtung unterhalb
der bestimmten, erhöhten Temperatur lag, und daß er die Zeitschaltuhr automatisch
sofort einschaltet, wenn die Temperatur der Heizeinrichtung auf oder oberhalb der
bestimmten, erhöhten Temperatur liegt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die bestimmte, erhöhte Temperatur unterhalb der Endtemperatur
der Heizeinrichtung liegt.
3. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitschaltuhr am Ende eines Bindezyklus die Heizeinrichtung
auf die bestimmte, erhöhte Temperatur herunterschaltet.
4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die bestimmte, erhöhte Temperatur etwa zwischen 90 und
130°C liegt.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Sensor zum Erfassen einer in das Bindegerät eingestellten
Einbanddecke vorgesehen ist, der ebenfalls über eine elektronische Schaltung derart
mit der Zeitschaltuhr verbunden ist, daß die Zeitschaltuhr bei eingestellter Einbanddecke
automatisch eingeschaltet wird, wenn der Temperatursensor eine auf oder oberhalb der
bestimmten, erhöhten Temperatur liegende Temperatur erfaßt.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Sensor zum Erfassen einer in das Bindegerät eingestellten
Einbanddecke vorgesehen ist, der mit dem Schalter zum Einschalten der Heizeinrichtung
derart gekoppelt ist, daß die Heizeinrichtung bei Erfassen einer Einbanddecke automatisch
eingeschaltet wird.
7. Einrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor zum Erfassen einer in das Bindegerät eingestellten
Einbanddecke mit dem Schalter zum Einschalten der Heizeinrichtung derart gekoppelt
ist, daß die Heizeinrichtung nach Entnahme einer Einbanddecke automatisch abgeschaltet
wird.
8. Einrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor zum Erfassen einer in das Bindegerät eingestellten
Einbanddecke mit einem Zeitglied versehen ist, das die Heizeinrichtung nach Entnahme
einer Einbanddecke mit einer bestimmten Verzögerung abschaltet.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor zur Erfassung des Einbandes als Lichtschranke
ausgebildet ist.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitschaltuhr die Heizeinrichtung nach einer bestimmten
Zeit, gerechnet vom letzten Bindezyklus oder - falls keiner stattgefunden hat - vom
Einschaltzeitpunkt der Heizeinrichtung, abschaltet.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der Temperatursensor auch Teil einer Thermostatsteuerung
für die Heizeinrichtung ist.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß der Temperatursensor als PTC-Widerstand ausgebildet ist.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die bestimmte, erhöhte Temperatur auf zumindest zwei verschiedene
Werte einstellbar ist.
1. Device for controlling the heating element in a binding device for the binding of
loose sheets in covers, which are provided with a thermoplastic adhesive on their
spine, with a switch for switching on the heating element and with a timer, which
can be switched on at a high temperature at the beginning of the binding cycle and
which indicates the end of the binding cycle by means of a signal, the heating element
being switched on, if appropriate with thermostatic control, from switch-on to the
end of the binding cycle, characterized in that, to detect the temperature of the
heating element, a temperature sensor is provided, which is connected via an electronic
circuit to the timer in such a manner that it switches the timer on automatically
only when a specific high temperature is reached, when the temperature of the heating
element was below the specific high temperature, and in that it switches the timer
on automatically immediately the temperature of the heating element is at or above
the specific high temperature.
2. Device according to Claim 1, characterized in that the given, high temperature lies
below the final temperature of the heating element.
3. Device according to Claim 2, characterized in that the timer switches the heating
element down to the given, high temperature at the end of the binding cycle.
4. Device according to Claim 2 or 3, characterized in that the given, high temperature
lies approximately between 90 and 130°C.
5. Device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that a sensor for detecting
a cover inserted in the binding device is provided, which is also connected via an
electronic circuit to the timer in such a manner that, with a cover inserted, the
time is automatically switched on when the temperature sensor detects a temperature
equal to or above the given, high temperature.
6. Device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that a sensor for detecting
a cover inserted in the binding device is provided, which is connected to the switch
for switching on the heating element in such a manner that the heating element is
automatically switched on when a cover is detected.
7. Device according to Claim 6, characterized in that the sensor for detecting a cover
inserted in the binding device is connected to the switch for switching on the heating
element in such a manner that the heating element is automatically switched off after
removal of a cover.
8. Device according to Claim 6, characterized in that the sensor for detecting a cover
inserted in the binding device is provided with a timing element, which switches off
the heating element with a given delay after removal of a cover.
9. Device according to one of Claims 5 to 8, characterized in that the sensor for detecting
the cover is executed as a light barrier.
10. Device according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the timer switches
off the heating element after a given time, calculated from the last binding cycle
or - in the event that none has taken place - from the switch-on time of the heating
element.
11. Device according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the temperature sensor
is also part of a thermostat control for the heating element.
12. Device according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the temperature sensor
is executed as a PTC resistance.
13. Device according to one of Claims 1 to 12, characterized in that the given, high temperature
can be adjusted to at least two different values.
1. Dispositif pour commander le dispositif de chauffage d'une relieuse servant à relier
des feuilles volantes dans des couvertures pourvues d'une colle thermoplastique sur
leur dos, comportant un interrupteur pour mettre en marche le dispositif de chauffage
et une minuterie pouvant être mise en marche au début du cycle de reliure lorsque
la température est élevée, et indiquant la fin du cycle de reliure par un signal,
sachant que le dispositif de chauffage est allumé du début à la fin du cycle de reliure,
le cas échéant en étant réglé par un thermostat, caractérisé par le fait que, pour
capter la température du dispositif de chauffage, il est prévu un capteur de température
qui, par l'intermédiaire d'un circuit électronique, est relié à la minuterie de telle
manière qu'il ne met en marche la minuterie automatiquement que lorsqu'une certaine
température élevée est atteinte lorsque la température du dispositif de chauffage
se situait en dessous d'une certaine température plus élevée, et qu'il met en marche
la minuterie automatiquement dès que la température du dispositif de chauffage se
situe au niveau de cette température plus élevée ou au-dessus de celle-ci.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que ladite température
élevée se situe en dessous de la température finale du dispositif de chauffage.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé par le fait qu'à la fin d'un cycle
de reliure, la minuterie ramène le dispositif de chauffage à un niveau de réglage
qui correspond à ladite température élevée.
4. Dispositif selon la revendication 2 ou 3, caractérisé par le fait que ladite température
élevée se situe environ entre 90° C et 130° C.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait qu'il est
prévu un capteur pour détecter une couverture de reliure mise en place dans la relieuse,
lequel capteur est également relié à la minuterie par l'intermédiaire d'un circuit
électronique, et ce, de telle façon que, lorsqu'une couverture de reliure est mise
en place, la minuterie est automatiquement mise en route lorsque le capteur de température
capte une température qui est située au niveau ou au-dessus de ladite température
élevée.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait qu'il est
prévu un capteur pour détecter une couverture de reliure mise en place dans la relieuse,
lequel capteur est couplé de telle façon avec l'interrupteur servant à allumer le
dispositif de chauffage que celui-ci est mis en marche automatiquement lorsqu'une
couverture de reliure est détectée.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé par le fait que le capteur qui sert
à détecter une couverture de reliure placée dans la relieuse est couplé de telle façon
avec l'interrupteur servant à mettre en marche le dispositif de chauffage que le dispositif
de chauffage est coupé automatiquement après avoir retiré une couverture de reliure.
8. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé par le fait que le capteur pour détecter
une couverture de reliure placée dans la relieuse est muni d'un élément de temporisation
qui coupe le dispositif de chauffage avec un retard déterminé après avoir retiré une
couverture de reliure.
9. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 8, caractérisé par le fait que le capteur
pour détecter la reliure est réalisé sous la forme d'une barrière lumineuse.
10. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait que la minuterie
coupe le dispositif de chauffage après une durée déterminée calculée à partir du dernier
cycle de reliure ou, si aucun cycle n'a eu lieu, à partir de l'instant où dispositif
de chauffage a été mis en marche.
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé par le fait que le capteur
de température constitue également une partie d'une commande thermostatique pour le
dispositif de chauffage.
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé par le fait que le capteur
de température est réalisé sous la forme d'une résistance ayant un coefficient de
température positif.
13. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé par le fait que ladite
température élevée peut être réglée sur au moins deux valeurs différentes.