[0001] Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisches Relais mit einem als Grundkörper dienenden,
eine Wicklung tragenden Spulenkörper, dessen Spulenachse parallel zur Grundebene des
Relais verläuft, einem mit einem Anker zusammenwirkenden Joch, wobei das Joch zumindest
mit einem Schenkel oberhalb bzw. seitlich neben der Spule parallel zur Spulenachse
liegt und der Anker sich zumindest mit einem Abschnitt im wesentlichen parallel zur
Spulenachse erstreckt, mit einer Kontaktfeder, die sich mit einem ersten Federschenkel
im wesentlichen parallel zur Spulenachse außerhalb der Spule und über zumindest den
überwiegenden Teil der Spulenlänge erstreckt und im Bereich stirnseitig vor einem
ersten Spulenflansch in einem Kontaktraum abgekröpft ist und mit mindestens einem
im Spulenkörper verankerten Gegenkontaktelement zusammenwirkt.
[0002] Ein derartiges Relais ist beispielsweise aus der DE-OS 31 28 516 bekannt. Dort ist
im Spulenkörper ein Kern angeordnet, an dessen beiden Enden ein winkelförmiger Jochabschnitt
angekoppelt ist. Die Jochenden liegen oberhalb der Spule, und über diesen ist dann
der Anker angeordnet. Dadurch ergibt sich eine verhältnismäßig große Bauhöhe, da sich
die Dicke der Jochschenkel mit der des Ankers summiert, wobei für die Bauhöhe noch
berücksichtigt werden muß, daß der Arbeitsluftspalt zusätzlich die Höhe vergrößert.
Auf dem Anker ist eine lange Kontaktfeder befestigt, die jedoch durchgehend mit dem
Anker verbunden ist, so daß die freie Federlänge verhältnismäßig kurz ist. Will man
also zur Führung großer Ströme den Federquerschnitt entsprechend dimensionieren, so
ergibt sich eine verhältnismäßig steife Feder. Überdies ist das bekannte Relais nur
mit einem Schließerkontakt versehen, wobei aufgrund der Gestaltung der Einzelteile
und der Gesamtkonstruktion eine Abdichtung zwischen Spule und Kontaktraum nur schwer
möglich sein dürfte.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Relais der eingangs genannten Art so zu gestalten,
daß die Kontaktfeder eine möglichst lange freie Federlänge erhält, gleichzeitig aber
die Bauhöhe bzw. Breite des Relais durch diese Kontaktfeder und durch Teile des Magnetsystems
nur möglichst wenig gegenüber dem Spulendurchmesser vergrößert wird. Die Gesamtkonstruktion
soll außerdem so gestaltet sein, daß der Kontaktraum mit den beweglichen Teilen einschließlich
der langen Kontaktfeder auf einfache Weise gegenüber der Spulenwicklung und gegenüber
der Außenatmosphäre abgedichtet werden kann.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Anker sich innerhalb des
Spulenkörpers etwa in Axialrichtung über die ganze Wicklungslänge erstreckt, im Bereich
des ersten Spulenflansches einen aus dem Spulenrohr vorstehenden Fortsatz zur Kontaktbetätigung
aufweist und im Bereich eines zweiten Spulenflansches am Joch gelagert ist, daß die
Kontaktfeder in der Nähe des zweiten Spulenflansches am Joch befestigt ist, mit ihrem
ersten Federschenkel in einem zwischen dem Kemjoch und einem Gehäusedeckel gebildeten
Kanal verläuft, daß die Kontaktfeder vor dem ersten Spulenflansch einen etwa senkrecht
zur Spulenachse verlaufenden zweiten Federabschnitt bildet, der mit dem Ankerfortsatz
verbunden ist, und daß von dem zweiten Federabschnitt ein dritter Federabschnitt in
eine zur Spulenachse parallele Richtung abgebogen ist, welcher mit dem bzw. den Gegenkontaktelementen
zusammenwirkt.
[0005] Durch die Anordnung des Ankers im Spulenkörper ergibt sich ein sehr wirksames Magnetsystem,
wobei gleichzeitig dieser Anker außerhalb der Spule keine Vergrößerung der Bauhöhe
bzw. Breite des Relais zusätzlich zum Joch verursacht. Die Kontaktfeder, die sich
in einem durch das Kemjoch und einen Gehäusedeckel gebildeten Kanal befindet, wird
die Bäuhöhe bzw. Breite ebenfalls nur unwesentlich vergrößert, wobei jedoch eine lange
freie Fedenänge garantiert ist, auch wenn das Relais abgedichtet wird.
[0006] In einer zweckmäßigen Ausgestaltung des Relais bildet der erste Spulenflansch einen
mit Seitenwänden umgebenen Kontaktraum, während das Joch zusammen mit dem aufgesetzten
Gehäusedeckel einen zum Kontaktraum hin offenen und an allen anderen Seiten geschlossenen
Kanal bildet. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß das Joch eine im wesentlichen
ebene Oberfläche aufweist, auf welcher Seitenstege des Deckels an drei Seiten des
ersten Federschenkels aufliegen. In einer anderen zweckmäßigen Ausführungsform kann
auch das Joch zum Deckel hin hochgezogene Seitenwände aufweisen, auf denen Dichtflächen
eines im wesentlichen flachen Deckelabschnitts aufliegen. Der vom ersten Spulenflansch
gebildete Kontaktraum kann zumindest nach einer Seite offene Wände aufweisen, welche
umlaufende, ebene Abdichtflächen bilden, auf denen entsprechende Abdichtflächen des
Deckels in Verlängerung der dem Joch gegenüberliegenden Dichtflächen aufliegen.
[0007] In vorteilhafter Ausgestaltung des Relais liegt der dritte Federabschnitt im Bereich
zwischen der Ebene des ersten Federabschnitts und der Ebene des Ankers, wobei ein
aus dem zweiten Federabschnitt freigeschnittener, um 180° gebogener Lappen mit dem
Ankerfortsatz in Eingriff ist. Weiterhin ist bei einer bevorzugten Ausführungsform
vorgesehen, daß das Joch mit dem ersten Federabschnitt bezüglich der Anschlußebene
des Relais oberhalb der Spule liegt und daß zwei Gegenkontaktelemente jeweils mit
senkrechten Anschlußabschnitten in Seitenwänden des Kontaktraums verankert und mit
Kontaktabschnitten derart entgegengesetzt zueinander nach innen gebogen sind, daß
die waagerecht liegenden Kontaktabschnitte den dritten Federabschnitt zwischen sich
einschließen.
[0008] In einer anderen, ebenfalls vorteilhaften Ausgestaltung ist demgegenüber vorgesehen,
daß das Joch mit dem ersten Federabschnitt seitlich von der Spule -bezüglich der Anschlußebene
-angeordnet ist und daß zwei Gegenkontaktelemente mit senkrechten Befestigungsabschnitten
in den Seitenwänden des Kontaktraums verankert sind und jeweils dem dritten Federabschnitt
gegenüberstehende, ebenfalls senkrecht stehende Kontaktabschnitte aufweisen. Dabei
ist es zweckmäßig, daß die Kontaktabschnitte U-förmig gebogen sind, wodurch sich eine
genaue Feineinstellung der Kontaktabstände vornehmen läßt. Zum Zwecke der Justierung
kann dabei weiterhin vorgesehen sein, daß die Seitenwände des Kontaktraums jeweils
im Bereich der Kontaktabschnitte Fenster aufweisen.
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend an Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein erfindungsgemäß gestaltetes Relais in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch das Relais von Fig. 1,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch ein etwas abgewandeltes Ausführungsbeispiel,
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung einer weiteren Abwandlung gegenüber Fig. 1,
Fig. 5 eine Querschnittsdarstellung durch ein Relais gemäß Fig. 2,
Fig. 6 eine etwas abgewandelte Ausführungsform gegenüber Fig. 5,
Fig. 7 und Fig. 8 eine weitere Ausführungsform in Explosionsdarstellung und nach dem
Zusammenbau in perspektivischer Ansicht.
[0010] Das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Relais besitzt einen als Grundkörper dienenden
Spulenkörper 1 mit zwei Flanschen 2 und 3, wobei in den vergrößerten Flansch 2 ein
Kontaktraum 4 eingeformt ist, in welchem zwei feststehende Gegenkontaktelemente 5
und 6 befestigt sind. Der Spulenkörper 1 trägt eine Wicklung 7 und besitzt innerhalb
des Wicklungsbereiches eine axiale Durchgangsöffnung 8, in welcher in Axialrichtung
ein winkelförmiger Anker 9 mit seinem Längsschenkel angeordnet ist. Ein U-förmig gebogenes
Joch 10 liegt mit seinem Längsschenkel 10a parallel zur Spulenachse oberhalb der Spule
und greift mit einem keilförmigen Polstück 10b in die axiale Durchgangsöffnung 8 ein,
wobei es mit dem abgeschrägten Anker 9 einen Arbeitsluftspalt bildet. Der Anker ist
mit seinem abgewinkelten Lagerschenkel 9a am Jochschenkel 10a gelagert, wobei ein
Schneidenlager, Zapfenlager oder ein sonstwie geeignetes Lager an den ineinandergreifenden
Teilen von Joch und Anker ausgebildet ist.
[0011] Am beweglichen Ankerende 9b ist ein Fortsatz 11 angeformt, der aus dem Spulen rohr
-vorsteht und zur Betätigung einer Kontaktfeder 12 dient. Diese Kontaktfeder 12 liegt
mit einem ersten Federabschnitt 12a auf dem Jochschenkel 10a auf und ist an diesem
in der Nähe der Ankerlagerung befestigt; ein zweiter Federabschnitt 12b verläuft vor
dem ersten Spulenflansch 2 etwa senkrecht zur Spulenachse, während von diesem zweiten
Federabschnitt ein dritter Federabschnitt 12c in eine zur Spulenachse etwa parallele
Richtung abgebogen ist. Dieser dritte Federabschnitt 12c dient zur Kontaktgabe mit
den feststehenden Gegenkontaktelementen 5 und 6. Aus dem zweiten Federabschnitt ist
ein Lappen 12d freigeschnitten und nach unten gebogen, so daß er senkrecht zur Spulenachse
in Verlängerung des zweiten Federabschnittes verläuft und die Ankopplung zwischen
der Kontaktfeder 12 und dem Ankerfortsatz 11 herstellt. Auf diese Weise entsteht im
zweiten Federabschnitt ein Fenster 12e. Der erste Federabschnitt 12a bildet außerdem
über seinen Befestigungspunkt hinaus eine Verlängerung 12f, die am Ankerabschnitt
9a angreift und diesen in der Lagerung hält. Anstelle dieses Federabschnitts 12f kann
der Anker aber auch durch den Federabschnitt 12d in der Lagerung gehalten werden,
indem dieser Federabschnitt 12d mit dem Ankerfortsatz 11 mittels (in Fig. 7 dargestellter)
Hinterschneidungen 11 a ineinandergreift.
[0012] Die Gegenkontaktelemente 5 und 6 sind im Spulenflansch 2 bzw. in den Seitenwänden
der Kontaktkammer 4 mittels ihrer Anschlußelemente 5a bzw. 6a durch Einstecken befestigt
und innerhalb der Kontaktkammer 4 entgegengesetzt zueinander abgewinkelt, so daß sie
den mit Kontaktstücken versehenen Federabschnitt 12c zwischen sich einschließen.
[0013] Die Kontaktfeder 12 ist über einen seitlich angeformten Anschlußlappen 12g mit dem
Joch 12 verbunden, welches seinerseits einen angeschweißten Anschlußstift 10a aufweist;
außerdem sind üblicherweise Spulenanschlußstifte 13 in dem Flansch 3 verankert. Die
Kontaktkammer 4 besitzt eine stimseitige Fensteröffnung 4a, so daß vor dem Aufsetzen
der Kappe 14 eine Kontaktjustierung möglich ist.
[0014] Der Spulenkörper 1 besitzt zusammen mit dem Jochschenkel 10a jeweils ebene Abdichtflächen,
so daß in Verbindung mit der Kappe 14 eine gute Trennung der Kontaktkammer 4 gegenüber
der Spulenwicklung 7 und gegenüber der Außenatmosphäre möglich ist. So liegt die Kappe
14 großflächig an den Seitenwänden 15 der Kontaktkammer 4 sowie an der Stirnseite
16 rings um das Fenster 4a an. Der Kontaktfederschenkel 12a liegt in einem durch den
Jochschenkel 10a und die Kappe 14 gebildeten Kanal 17, der mit der Kontaktkammer in
Verbindung steht und gegenüber der Spulenwicklung gut abgedichtet werden kann. Auf
diese Weise erreicht man eine große freie Federlänge der Kontaktfeder bei gleichzeitig
guter Abdichtmöglichkeit und ohne wesentliche Vergrößerung der Bauhöhe. Zur Bildung
des erwähnten Kanals 17 sind zwischen dem Jochschenkel 10a und der Kappe 14 Dichtflächen
18 ausgebildet, indem entweder der Jochschenkel 10a flach ausgebildet ist, so daß
in der Kappe 14 ausgebildete Stege 14a beiderseits des Kontaktfederabschnitts 12a
auf dem Jochschenkel aufliegen (siehe Fig. 5) oder indem der Jochschenkel 10a mit
U-förmig nach oben gebogenen oder geprägten Seitenstegen 10c versehen ist (siehe Fig.
6 und Fig. 1). In beiden Fällen wird der Kanal 17 zu beiden Seiten gegenüber der Spulenwicklung
abgeschlossen, so daß beim Ausgießen des Wicklungsraums mit Vergußmasse die Kapillarspalte
an den Abdichtflächen 18 ein Weiterfließen dieser Vergußmasse in den Federkanal 17
und in die Kontaktkammer .4 verhindern. Eine 'weitere Dichtfläche 19 ist an der Stirnseite
zwischen dem Spulenflansch 3 und der Kappe 14 vorgesehen, so daß der Anker in seiner
Bewegung durch die Vergußmasse nicht beeinträchtigt wird.
[0015] Fig. 3 zeigt eine etwas abgewandelte Ausführungsform, wobei anstelle des U-förmigen
Joches 10 ein zweiteiliges Joch vorgesehen ist, welches aus einem Winkelpolschuh 20
und einem Winkeljochstück 21 zusammengesetzt ist. Anstelle des winkelförmigen Ankers
9 ist in diesem Fall ein stabförmiger Anker 22 vorgesehen, der in einer Ausnehmung
21a des Winkeijochstückes 21 gelagert ist. Im übrigen sind Aufbau und Funktion des
Relais die gleichen wie bei dem vorhergehenden Beispiel. Insbesondere besitzt auch
der Anker 22 einen Fortsatz 11, der eine Kontaktfeder 12 in der vorher beschriebenen
Weise betätigt. Auch die Abdichtung des Relais kann in ähnlicher Weise wie vorher
beschrieben erfolgen. Da in diesem Fall der Fortsatz 12f der Kontaktfeder 12 fehlt,
könnte in diesem Fall eine Dichtfläche zwischen Kappe 14 und Jochwinkel 21 auch hinter
dem freien Ende des Federabschnitts 12a vorgesehen werden, was jedoch nicht näher
dargestellt ist.
[0016] Die in den Fig. 2 und 3 dargestellten Konstrucktionselemente könne natürlich auch
in anderer Form kombiniert werden. So zeigt Fig. 4 ein Beispiel, bei dem der Anker
9 und das Joch 10 entsprechend Fig. 2 gestaltet sind, die Kontaktfeder 12 jedoch entsprechend
Fig. 3 auf dem Joch befestigt ist, also keinen Federabschnitt 12f besitzt. Ein Anschlußdraht
für die Kontaktfeder 12 ist in seitlich am Joch angebracht sein. Zur Abdichtung kann
entsprechend Fig. 4 zunächst ein flacher Deckel 23 vorgesehen werden, der in seiner
Kontur an die oberen Anschlußflächen 24 und 25 des Spulenkörpers sowie an die Oberfläche
26 des Joches 10 angepaßt ist. Auf diese Weise kann mit dem Deckel 23 zunächst eine
Vorabdichtung der Kontaktkammer 4 und des Kanals 17 vorgenommen werden, so daß die
eigentliche Abdichtung mittels einer zusätzlichen Kappe bzw. einer aufgebrachten Folie
und durch Ausgießen des Spulenwickelraums mit Vergußmasse vereinfacht wird.
[0017] Die Konstrucktion des Relais kann auch in der Weise abgewandelt werden, daß die Anordnung
von Joch und Anker gegenüber der Einbauebene um 90° gedreht wird, so daß die Ankerbewegung
parallel zur Einbauebene verläuft. Ein derartig aufgebautes Relais ist in Fig. 7 in
Explosionsdarstellung und in Fig. 8 im zusammengebauten Zustand gezeigt. Hierbei ist
ein Spulenkörper 31 mit zwei Flanschen 32 und 33 vorgesehen, wobei im Flansch 32 ein
Kontaktraum 34 eingeformt ist. Die Gegenkontaktelemente 35 und 36 bilden jeweils Anschlußelemente
35a und 36a und sind mit ihren kontaktgebenden Enden 35b und 36b entgegengesetzt zueinander
U-förmig gebogen, so daß sie in senkrechten Ebenen einander gegenüberstehen.
[0018] Der Spulenkörper trägt eine Wicklung 37. Die Magnetkreisteile sind im wesentlichen
so aufgebaut wie in Fig. 3, jedoch um 90° verdreht im Spulenkörper angeordnet. So
liegt in der axialen Durchgangsöffnung 38 ein Anker 47, der mit einem Winkelpolschuh
40 einen Arbeitsluftspalt bildet. An seinem Ende 47a ist der Anker 47 in einer Lagerausnehmung
41a eines Winkeljochstückes 41 gelagert, welches in eine seitliche Öffnung 33a des
Spulenkörperflanches 33 eingesteckt wird. Das Winkeljochstück 41 bildet in seinem
parallel zur Spulenachse verlaufenden Schenkel 41 mittels aufgebogener Seitenstege
41 einen Kanal 43 zur Aufnahme einer Kontaktfeder 42, welche im übrigen wie die bereits
beschriebene Kontaktfeder 12 gestaltet ist. Nach dem Zusammenbau liegt der Federabschnitt
42c zwischen den bilden Gegenkontaktelementen 35 und 36, wobei der freigeschnittene
und abgebogene Federabschnitt 42d mit dem hinterschnittenen Ende 11 des Ankerfortsatzes
11 in Eingriff ist. Auf diese Weise wird, wie bereits oben erwähnt, auch der Anker
in der Lagerung gehalten.
[0019] Fig. 8 zeigt das zusammengebaute Relais vor der Abdichtung. Dabei können die Gegenkontaktelemente
35 und 36 noch justiert werden, da sie von der Seite jeweils durch Fenster 34a in
den Seitenwänden der Kontaktkammer 34 noch zugänglich sind. In Fig. 8 sind außerdem
die Abdichtflächen zu sehen, die jeweils eine ebene Auflage einer Kappe oder einer
Folie ermöglichen, so daß
'der Wickelungsraum mit Vergußmasse gefüllt werden kann, ohne daß diese in die Kontaktkammer
34 oder in den Kanal 43 hineinläuft. So kann die Kappe beispielsweise flach auf dem
oberen Rand 44 des Spulenflansches 32 und auf dem oberen Rand 45 des Spulenflansches
33 aufliegen, welche zusammen mit dem oberen Rand 46 des Winkeljochstückes 41 eine
durchgehende ebene Fläche bilden. Beim Ausgießen des Wickelungsraumes mit Vergußmasse
ergibt sich somit wie im vorher beschriebenen Fall ein durchgehender Kapillarspalt,
der ein Eindringen der Vergußmasse in den Kontaktraum 34 oder in den Federkanal 43
verhindert.
Bezugszeichenliste
[0020]
1 Spulenkörper
2, 3 Flansche
4 Kontaktraum
4a Fensteröffnung
5, 6 Gegenkontaktelemente
5a, 6a Anschlußelemente
7 Wicklung
8 Durchgangsöffnung
9 Anker
9a Lagerschenkel
9b bewegliches Ankerende
10 Joch
10a Joch-Längsschenkel
10b Polstück
10c Seitensteg
11 Fortsatz
11 a Hinterschneidung
12 Kontaktfeder
12a, 12b, 12c Federabschnitte
12d Lappen (Federabschnitt)
12e Fenster
12f Verlängerung der Feder
12g Anschlußlappen
13 Spulenanschlußstift
14 Kappe
14a Steg
15 Seitenwand der Kontaktkammer
16 Stirnseite der Kontaktkammer
17 Kanal
18, 19 Dichtflächen
20 Winkelpolschuh
21 Winkeljochstück
21 a Ausnehmung
22 Anker
23 Deckel
24, 25 Anschlußflächen
26 Oberfläche des Joches
31 Spulenkörper
32, 33 Flansche
34 Kontaktraum
34a Fenster
35, 36 Gegenkontaktelemente
35a, 36a Anschlußelemente
35b, 36b kontaktgebende Enden
37 Wicklung
38 Durchgangsöffnung
40 Winkelpoischuh
41 Winkeljochstück
41a Lagerausnehmung
41b Schenkel
41c Seitensteg
42 Kontaktfeder
42c, 42d Federabschnitt
43 Kanal
44, 45, 46 Rand der Spulenflansche bzw. des Winkeljochstückes
47 Anker
47a gelagertes Ankerende
1. Elektromagnetisches Relais mit einem als Grundkörper dienenden, eine Wicklung (7;
37) tragenden Spulenkörper (1; 31), dessen Spulenachse parallel zur Grundebene des
Relais verläuft, einem mit einem Anker (9; 22; 47) zusammenwirkenden Joch (10; 20,
21; 40, 41), wobei das Joch zumindest mit einem Schenkel (10a; 21b; 41b) oberhalb
bzw. seitlich neben der Spule parallel zur Spulenachse liegt und der Anker sich zumindest
mit einem Abschnitt im wesentlichen parallel zur Spulenachse erstreckt, mit einer
Kontaktfeder (12; 42), die sich mit einem ersten Federschenkel im wesentlichen parallel
zur Spulenachse außerhalb der Spule und über zumindest den überwiegenden Teil der
Spulenlänge erstreckt und im Bereich stimseitig vor einem ersten Spulenflansch (2;
32) in einem Kontaktraum (4; 34) abgekröpft ist und mit mindestens einem im Spulenkörper
(1; 31) verankerten Gegenkontaktelement (5, 6; 35, 36) zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anker (9; 22; 47) sich innerhalb des Spulenkörpers (1; 31) etwa in Axialrichtung
über die ganze Wicklungslänge erstreckt, im Bereich des ersten Spulenflansches (2;
32) einen aus dem Spuienrohr vorstehenden Fortsatz (11) zur Kontaktbetätigung aufweist
und im Bereich eines zweiten Spulenflansches (3; 33) am Joch (10; 21; 41) gelagert
ist, daß die Kontaktfeder (12; 42) in der Nähe des zweiten Spulenflansches (3; 33)
am Joch (10; 21; 41) befestigt ist, mit ihrem ersten Federschenkel (12a; 42a) in einem
zwischen dem Joch (10; 21; 41) und einem Gehäusedeckel (14; 23) gebildeten Kanal -
(17; 43) verläuft, daß die Kontaktfeder (12; 42) vor dem ersten Spulenflansch (2;
32) einen etwa senkrecht zur Spulenachse verlaufenden zweiten Federabschnitt (12b;
42b) bildet, der mit dem Ankerfortsatz (11) verbunden ist, und daß von dem zweiten
Federabschnitt (12b; 42b) ein dritter Federabschnitt (12c; 42c) in eine zur Spulenachse
parallele Richtung abgebogen ist, welcher mit dem bzw. den Gegenkontaktelementen (5,
6; 35, 36) zusammenwirkt.
2. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Spulenflansch (2;
32) eine mit Seitenwänden umgebene Kontaktkammer (4; 34) bildet und daß das Joch (10;
21; 41) zusammen mit dem aufgesetzten Gehäusedeckel (14; 23) einen zur Kontaktkammer
(14; 34) hin offenen und an allen anderen Seiten geschlossenen Kanal (17; 43) bildet.
3. Relais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Joch (10) eine im wesentlichen
ebene Oberfläche (26) aufweist, auf welcher Seitenstege (14a) des Deckels (14) an
drei Seiten des ersten Federabschnitts (12a) aufliegen.
4. Relais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Joch (10) zum Deckel hin
gezogene Seitenstege (10c) aufweist, auf denen Dichtflächen (18) eines im wesentlichen
flachen Deckelabschnittes aufliegen.
5. Relais nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine vom ersten Spulenflansch
(2; 32) gebildete Kontaktkammer (4; 34) nach zumindest einer Seite offene Wände aufweist,
welche umlaufende ebene Abdichtflächen (15, 24; 44) bilden, auf denen entsprechende
Abdichtflächen des Deckels in Verlängerung der dem Joch gegenüberliegenen Dichtflächen
aufliegen.
6. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte
Federabschnitt (12c; 42c) im Bereich zwischen der Ebene des ersten Federabschnitts
(12a; 42a) und der Ebene des Ankers (9; 22; 42) liegt und daß ein aus dem zweiten
Federabschnitt (12b; 42b) freigeschnittener, um 180° gebogener Lappen (12d; 42d) mit
dem Ankerfortsatz (11) in Eingriff ist.
7. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Joch (10;
21) mit dem ersten Federabschnitt (12a) bezüglich der Anschlußebene oberhalb der Spule
liegt und daß zwei Gegenkontaktelemente (5, 6) jeweils mit senkrechten Anschlußabschnitten
(5a, 6a) in Seitenwänden der Kontaktkammer (4) verankert und mit Kontaktabschnitten
(5b, 6b) derart entgegengesetzt zueinander nach innen gebogen sind, daß die waagrecht
liegenden Kontaktabschnitte (5b, 6b) den dritten Federabschnitt (12c) zwischen sich
einschließen.
8. Relais nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Joch (41)
zusammen mit dem ersten Federabschnitt (42a) seitlich von der Spule -bezüglich der
Anschlußebene - angeordnet ist und daß zwei Gegenkontaktelemente (35, 36) mit senkrechten
Befesztigungsabschnitten (35a, 36a) in den Seitenwänden der Kontaktkammer (34) verankert
sind und jeweils dem dritten Federabschnitt (42c) gegenüberstehende, ebenfalls senkrecht
stehende Kontaktabschnitte - (35b, 36b) aufweisen.
9. Relais nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktabschnitte (35b,
36b) durch U-förmige Biegung der Gegenkontaktelemente (35, 36) gebildet sind.
10. Relais nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände der
Kontaktkammer (34) jeweils im Bereich der Kontaktabschnitte (35b, 36b) Fenster (34a)
aufweisen.