[0001] Die Erfindung betrifft einen Rohranschluß zur Verbindung eines Abgangstutzens einer
WC-Schale mit einer Ablaufleitung, mit einer auf den Abgangstutzen der WC-Schale aufschiebbaren
Rohrmuffe und einem in die Ablaufleitung einsetzbaren Rohrstück. Eine Rohrverbindung
dieser Art ist beispielsweise aus der AT-B -348.450 bekannt.
[0002] Beim Installieren einer WC-Schale kann es zu Schwierigkeiten kommen, wenn der Abgangstutzen
der WC-Schale mit der Ablaufleitung der Hauskanalisation nicht fluchtet. Insbesondere
beim Austausch von alten WC-Schalen gegen neue stimmen oftmals die Installationsmaße
-nämlich der Wandabstand zur Mitte der Ablaufleitung -nicht mehr mit den korrespondierenden
Maßen der handelsüblichen WC-Schalen überein, wodurch eine neue WC-Schale nur unter
Schwierigkeiten gesetzt werden kann.
[0003] Es ist bekannt, zur Verbindung der WC-Schale mit der Ablaufleitung geknickte Rohranschlüsse
zu verwenden, was jedoch eine aufwendige Lagerhaltung erfordert, da das Maß des Achsabstandes
der Achse des Abgangstutzens der WC-Schale und der Ablaufleitung stark variieren kann.
Eine besondere Problematik ergibt sich bei sogenannten "Einstückklosetts", bei denen
der Spülkasten mit der WC-Schale eine Einheit bildet. Bei solchen "Einstückklosetts"
ist nämlich die Lage der WC-Schale vom Anliegen des Spülkastens an der Wand abhängig.
[0004] Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Schwierigkeiten und stellt sich die
Aufgabe, einen Rohranschluß der eingangs beschriebenen Art zu - schaffen, mit dem
die WC-Schale genau auf den gewünschten Platz setzbar ist, u.zw. unabhängig von der
Lage der Ablaufleitung der Hauskanalisation.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Rohrmuffe gegenüber dem
Rohrstück mittels eines sowohl gegenüber der Rohrmuffe als auch gegenüber dem Rohrstück
exzentrischen Drehgelenkes verdrehbar ist.
[0006] Zwecks leichten Zusammenbaus des Rohranschlusses ist vorteilhaft das Drehgelenk als
das Rohrstück mit der Rohrmuffe verbindende Schnappverbindung ausgebildet.
[0007] Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß das Drehgelenk von
einem kreisringförmigen Steckansatz, der am Rohrstück oder der Rohrmuffe angeordnet
ist, und einer von U-förmig gestalteten Wänden gebildeten, kreisringförmigen und den
Steckansatz aufnehmenden Rille, die am Rohr-Gegenstück angeordnet ist, gebildet ist,
wobei vorteilhaft am Grund der Rille eine Dichtschnur eingelegt ist.
[0008] Um den Zusammenbau des Rohranschlusses zu vereinfachen, ist zweckmäßig der Steckansatz
integral mit einer elastisch verformbaren, an der Innenwand der Rille anliegenden
Dichtlippe versehen, wodurch man sich die Dichtschnur erspart.
[0009] Eine einfach herzustellende Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrmuffe
an ihrem unteren Ende und das Rohrstück an seinem oberen Ende jeweils einstückig in
einen exzentrischen Flansch übergehen, wobei jeder der Flansche mit einem Teil des
Drehgelenkes einstückig ausgebildet ist.
[0010] Um beim Zusammenbau bzw. Einbau des Rohranschlusses Verformungen an demselben zu
vermeiden, ist vorteilhaft an einem der Flansche, vorzugsweise am Flansch der Rohrmuffe,
ein bis zum gegenüberliegenden Flansch reichender Stützsteg vorgesehen.
[0011] Um den Abstand der Achse der Rohrmuffe und dem Rohrstück zwischen Null und einem
Maximalwert variieren lassen zu können, ist zweckmäßig die Achse des Drehgelenkes
sowohl gegenüber der Achse der Rohrmuffe als auch gegenüber der Achse des Rohrstückes
um dasselbe Maß exzentrisch versetzt angeordnet.
[0012] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung an zwei Ausführungsbeispielen
näher erläutert, wobei Fig. 1 einen Schnitt durch den Rohranschluß mit maximal eingestellter
Exzentrizität und Fig. 2 einen Grundriß des Rohranschlusses gemäß einer ersten Ausführungsform
zeigen. In Fig. 3 ist in zu Fig. 1 analoger Darstellung eine weitere Ausführungsform
veranschaulicht.
[0013] Der zweckmäßig aus Kunststoff gefertigte Rohranschluß 1 weist eine auf den Abgangstutzen
2 der WC-Schale aufschiebbare, etwa zylindrisch gestaltete Rohrmuffe 3 auf, die an
der Innenseite mit gegen den Abgangstutzen 2 der WC-Schale gerichteten, bogenförmig
gestalteten und elastisch verformbaren ringförmigen Dichtlippen 4 ausgestattet ist.
Am unteren Ende 5 der Rohrmuffe 3 ist an der Rohrmuffe ein ringförmiger und sich von
der Rohrmuffe nach außen erstreckender Flansch 6 vorgesehen, der mit der Rohrmuffe
einstückig ausgebildet ist. Die Achse 7 des Flansches 6 ist gegenüber der Achse 8
der Rohrmuffe um das Maß e exzentrisch angeordnet.
[0014] An der Unterseite des Flansches 6 ist ein sich vertikal nach unten erstreckender
ringförmiger Steckansatz 9 vorgesehen, dessen unteres Ende 10 wulstförmig verbreitert
ist. Dieser Steckansatz ragt in eine von U-förmig gestalteten Wänden 11, 12 gebildete
Rille 13 eines am oberen Ende 14 eines leicht kegeligen Rohrstückes 15, das in die
Ablaufleitung 16 einer Hauskanalisation einsetzbar ist, angeordneten Flansches 17.
Die Rille 13 ist eingangsseitig von einem Wulst 18 begrenzt, wodurch die U-förmigen
Wände 11, 12 mit dem Steckansatz 9 eine Schnappverbindung bilden. Sowohl der Steckansatz
9 als auch die Rille 13 sind kreisringförmig gestaltet, so daß die Rohrmuffe 3 gegenüber
dem Rohrstück 15 verdrehbar ist.
[0015] Am Grund der Rille 13 ist eine Gummidichtschnur 19 eingelegt, wodurch eine ausreichende
Dichtheit des vom Steckansatz 9 und der Rille 13 - (bzw. den Wänden 11, 12) gebildeten
Drehgelenkes 20 gegeben ist. Der Flansch 17 des Rohrstückes 15 und die Rille 13 sind
mit ihrer Achse 21 gegenüber der Achse 22 des Rohrstückes 15 ebenfalls um das Maß
e exzentrisch angeordnet, jedoch fluchtend zur Achse 7 ausgerichtet.
[0016] Das Rohrstück 15 weist an seiner Außenseite etagenförmig angeordnete und sich radial
erstreckende Dichtlippen 23 auf, die eine Dichtheit des Rohrstückes 15 gegenüber der
Ablaufleitung 16 der Hauskanalisation bewirken. Um eine leichte Drehung der Rohrmuffe
3 gegenüber dem in die Ablaufleitung 16 eingesetzten Rohrstück 15 von Hand aus zu
ermöglichen, sind an der Außenseite der Rohrmuffe 3 Griffnoppen 24 angeordnet.
[0017] Durch Verdrehen der Rohrmuffe gegenüber dem Rohrstück läßt sich der Abstand der Achse
8 der Rohrmuffe 3 von der Achse 22 des Rohrstückes 15 und damit der Abstand der Achse
25 des Abgangstutzens 2 der WC-Schale und der Achse 26 der Ablaufleitung 16 von Null
auf maximal 2e verändern, wodurch es möglich ist, die WC-Schale innerhalb des Bereiches
von Null bis zur doppelten Exzentrizität e unabhängig von der Lage der Ablaufleitung
zu setzen.
[0018] Gemäß der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform ist anstelle der Gummidichtschnur
19 eine am Steckansatz 9 angeformte, d.h. mit ihm integral ausgebildete Dichtlippe
27 vorgesehen. Diese ist elastisch verformbar und am unteren, wulstartigen Ende 10
des Steckansatzes 9 angeordnet. Sie erstreckt sich radial nach außen und gelangt mit
der Innenwand 28 der Rille 13 im zusammengebauten Zustand des Rohranschlusses in Kontakt,
wodurch die Dichtheit des Drehgelenkes 20 gewährleistet ist.
[0019] Am Flansch 6 der Rohrmuffe 3 ist ein sich in Achsrichtung erstreckender Stützsteg
29 angeformt, der sich in Richtung der Achse 25 bis zum gegenüberliegenden Flansch
17 des Rohrstückes 15 erstreckt. Dieser Stützsteg 29 ist in dem Bereich des Flansches
6 vorgesehen, an dem dieser eine größere radiale Erstreckung aufweist; er erstreckt
sich somit in Umfangsrichtung des Flansches über etwa 180° und dient dazu, beim Zusammenbau
des Rohranschlusses bzw. dessen Einbau Verformungen der Flansche 6 und 17 zu vermeiden,
so daß der exakte Sitz des Rohranschlusses am Abgangstutzen 2 der WC-Schale und an
der Ablaufleitung 16 der Hauskanalisation nach dem Einbau gewährleistet ist.
1. Rohranschluß (1) zur Verbindung eines Abgangstutzens (2) einer WC-Schale mit einer
Ablaufleitung (16), mit einer auf den Abgangstutzen (2) der WC-Schale aufschiebbaren
Rohrmuffe (3) und einem in die Ablaufleitung (16) einsetzbaren Rohrstück (15), dadurch
gekennzeichnet, daß die Rohrmuffe (3) gegenüber dem Rohrstück (15) mittels eines sowohl
gegenüber der Rohrmuffe (3) als auch gegenüber dem Rohrstück (15) exzentrischen Drehgelenkes
(20) verdrehbar ist.
2. Rohranschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Drehgelenk (20) als
das Rohrstück (15) mit der Rohrmuffe (3) verbindende Schnappverbindung ausgebildet
ist.
3. Rohranschluß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Drehgelenk (20) von
einem kreisringförmigen Steckansatz (9), der am Rohrstück (15) oder der Rohrmuffe
(3) angeordnet ist, und einer von U-förmig gestalteten Wänden - (11, 12) gebildeten,
kreisringförmigen und den Steckansatz (9) aufnehmenden Rille (13), die am Rohr-Gegenstück
angeordnet ist, gebildet ist.
4. Rohranschluß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Grund der Rille (13)
eine Dichtschnur (19) eingelegt ist.
5. Rohranschluß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Steckansatz (9) integral
mit einer elastisch verformbaren, an der Innenwand (28) der Rille (13) anliegenden
Dichtlippe (27) versehen ist (Fig. 3).
6. Rohranschluß nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rohrmuffe (3) an ihrem unteren Ende (5) und das Rohrstück (15) an seinem oberen
Ende (14) jeweils einstückig in einen exzentrischen Flansch - (6, 17) übergehen, wobei
jeder der Flansche (6, 17) mit einem Teil (9 oder 11, 12) des Drehgelenkes (20) einstückig
ausgebildet ist.
7. Rohranschluß nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an einem der Flansche
(6, 17), vorzugsweise am Flansch (6) der Rohrmuffe (3), ein bis zum gegenüberliegenden
Flansch (17, 6) reichender Stützsteg (29) vorgesehen ist (Fig. 3).
8. Rohranschluß nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
oaß die Achse (7, 21) des Drehgelenkes (20) sowohl gegenüber der Achse (8) der Rohrmuffe
(3) als auch gegenüber der Achse (22) des Rohrstückes - (15) um dasselbe Maß (e) exzentrisch
versetzt angeordnet ist.