[0001] Zum Herstellen von Konen aus zugeschnittenen Blechplatten werden 3-Walzenmaschinen
oder 4-Walzenmaschinen benützt, die das zugeschnittene Blech, das zwei einander gegenüber
angeordnete, bogenförmige Ränder unterschiedlicher Länge aufweist, in einem oder mehreren
Durchgängen zum Konus formen. Da die Mantellinien bei einem Konus nicht zueinander
parallel verlaufen, darf das Blech nicht gerade durch die Maschinen bewegt werden;
es muß viel mehr kontinuierlich seine Richtung derart ändern, daß die Mantellinien
stets parallel zu den Walzenachsen verlaufen, oder, was gleichbedeutend ist, so, daß
diejenige Stelle jedes gebogenen Randes, die sich zwischen den Transportwalzen befindet,
stets die Vorschubrichtung angibt. Zu diesem Zweck weisen die üblichen Walzen-Blechrundmaschinen
einen Bremsschuh auf, an welchem der kürzere der beiden gebogenen Ränder anliegt und
von welchem er gebremst wird, so dass die Richtungsänderung gewährleistet ist. Eine
derartige Blech-Rundbiegemaschine mit vier Walzen ist aus der DE-B 1 917 219 bekannt.
Die Blechbearbeitung mit derartigen Maschinen hat jedoch den bekannten Nachteil, dass
der Bremsschuh grosse Kräfte auf das Werkstück ausübt, so dass die Möglichkeit besteht,
dass der bogenförmige Rand aufgestaucht wird. Dies ist besonders dann unzweckmässig,
wenn er bereits vor dem Biegen als einigermassen spitz auslaufende Schweisskante ausgebildet
werden sollte, weil ein derart geschwächter Rand den Stauchkräften stets nachgibt,
so dass vor dem Biegen am betreffenden Rand keine Schweisskantenvorbereitung vorgenommen
werden kann. Mit dem speziellen Bremsschuh nach der DE-B 1 917 219 war es zwar möglich,
die Verformungsgefahr zu verringern, aber nicht in allen Fällen völlig zu vermeiden.
[0002] Bei der Walzen-Blechrundmaschine nach der vorliegenden Erfindung, die mit zwei übereinander
angeordneten Vorschubwalzen, von denen die untere zum einseitigen Öffnen des Walzspaltes
verschwenkbar ist, und mindestens einer in bezug auf die Vorschubwalzen seitlich versetzten
und gegenüber diesen schräg auf und abwärts verfahrbaren Biegewalze versehen ist,
ist es nun möglich, ohne einen die Randaufstauchung bewirkenden Bremsschuh auszukommen,
da sie durch ein zum Bremsen des Werkstückvorschubes am kürzeren der beiden bogenförmigen
Ränder angreifende Klemmvorrichtung und ein diese Klemmvorrichtung und den Walzenvorschub
steuerndes Rechenwerk gekennzeichnet ist, welchem man die Grösse oder die Anzahl der
Vorschubschritte sowie diejenigen Grössen, mit denen sich die Geometrie des herzustellenden
Konusmantels bestimmen lässt, eingeben kann, damit durch das Zusammenwirken derVorschubwalze
und der Klemmvorrichtung das zu bearbeitende Werkstück schrittweise derart verschoben
und verschwenkt wird, dass zwischen zwei Vorschubschritten durch das Aufwärtsfahren
einer Biegewalze ein schrittweises Biegen der durch die dann parallel gestellten Vorschubwalzen
festgehaltene Blechplatte stets senkrecht zur Mantellinie erfolgen kann. Zweckmässigerweise
ist das Rechenwerk mit einem Lesegerät zum Lesen von auf dem Werkstück eingezeichneten
Mantellinien versehen.
[0003] Dadurch, dass bei dieser Maschine, bei welcher das Vorschieben und das Biegen in
getrennten, einander folgenden, kleinen Schritten durchgeführt wird, die zum Verschieben
des Werkstückes als Vorschubwalzen dienenden Walzen derart verstellt werden, dass
sich der Walzspalt nach einer Seite hin so öffnet, dass die Walzen das Werkstück nur
an einer verhältnismässig schmalen Stelle am längeren der beiden bogenförmigen Ränder
festklemmen, so dass es im übrigen Bereich nicht festgehalten wird und sich verhältnismässig
leicht verschwenken lässt, ist es möglich, die auf den Werkstückrand einwirkenden
Kräfte so klein zu halten, dass sie auch dann diesen Rand nicht beschädigen, wenn
er bereits als Schweisskante ausgebildet ist. Nach jedem Vorschubschritt werden dann
die beiden Transportwalzen wieder in die ursprüngliche Lage zurückgestellt, in der
sie zueinander parallel verlaufen und das Werkstück auf der ganzen Mantellinie festhalten,
damit es sich beim nachfolgenden Biegevorgang nicht verschiebt.
[0004] Nachfolgend werden anhand der Zeichnung Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.
Die Figur 1 zeigt rein schematisch eine 4-Walzen-Biegemaschine in perspektivischer
Darstellung, mit einem fertig bearbeiteten Werkstück und
die Figur 2 einen schematischen Querschnitt durch die Maschine kurz nach Beginn des
Verformens.
[0005] In der Zeichnung bezeichnet 1 die Oberwalze, 2 die Unterwalze, 3 und 4 die beiden
Seitenwalzen. Mit 5 ist das Werkstück, also hier der fertig bearbeitete Konusmantel
bezeichnet. Die Lager der einzelnen Walzen sind nicht dargestellt, wobei es bekannt
ist, die Oberwalze so zu lagern, dass sich eines ihrer Lager nach unten abklappen
lässt, damit das fertig bearbeitete Werkstück aus der Maschine herausgenommen werden
kann.
[0006] Nur rein schematisch sind die Hydraulikzylinder angedeutet, die zum Verschieben der
Walzenlager dienen, und die so dargestellt sind, als würden sie an den geometrischen
Achsen der Walzen angreifen. Die Hydraulikzylinder der Unterwalze sind mit 21 und
22 bezeichnet, diejenigen der Seitenwalzen mit 31 und 32 bzw. 41. Der zweite zur Seitenwalze
4 gehörende Zylinder ist in der Zeichnung nicht sichtbar. Ebenfalls nicht dargestellt
in der Zeichnung sind die Antriebsorgane der Oberwalze und der Unterwalze.
[0007] Als Werkstückdienteinefürdie Herstellung eines Konus zugeschnittene Metallplatte.
Wenn ein gerader Kegelkonus herzustellen ist, dann weist die Platte zwei zueinander
konzentrische, bogenförmige Ränder und zwei diese Ränder verbindende, gerade Ränder
auf, deren Verlängerungen sich im Zentrum der bogenförmigen Ränder schneiden. Falls
ein schiefer Konus herzustellen ist oder ein Konus mit einem nicht kreisförmigen Querschnitt,
so hat das Werkstück natürlich eine etwas andere, an sich bekannte Form.
[0008] Das Werkstück 5 wird wie üblich in die Walzen-Blechrundmaschine eingeführt und zwischen
der Oberwalze 1 und der Unterwalze 2 auf der ganzen Werkstücklänge festgehalten. Dann
wird sein freier Rand durch Zustellen der als Biegewalze dienenden Seitenwalze 3 angebogen.
Alsdann wird die Seitenwalze 3 wieder vom Werkstück 5 entfernt und es wird die Unterwalze
2 so verschwenkt, dass sich der Spalt in Richtung gegen den hydraulischen Zylinder
21 öffnet, wie das aus der Figur 1 ersichtlich ist, wo nur der längere bogenförmige
Rand 5a des Werkstückes 5 satt zwischen den beiden Walzen 1 und 2 eingeklemmt ist.
Nun wird das Werkstück durch Drehen der Walzen ein sehr kleines Stück weit vorgeschoben.
Eine nicht gezeichnete steuerbare Klemmvorrichtung bewirkt dabei ein Verschwenken
des Werstückes so, dass sich die zu erzeugenden Mantellinien des Werkstückes zwischen
den beiden Transportwalzen 1 und 2 befinden. Es ist möglich, zusätzlich zur Klemmvorrichtung
eine Messrolle oder eine optische Abtastvorrichtung, also ein Lesegerät zum Lesen
von auf dem Werkstück eingezeichneten Mantellinien zu verwenden, um den Vorschub am
kürzeren der beiden bogenförmigen Ränder zu messen. Im Rechenwerk lässt sich das Mass
dieses Vorschubs mit dem durch die Walzendrehung bewirkten Vorschub am längeren bogenförmigen
Rand vergleichen. Wenn das so bestimmte Verhältnis nicht mit dem Rechenwerk eingegebenen
Verhältnis der Längen der beiden bogenförmigen Ränder übereinstimmt, wird der Öffnungswinkel
des Spaltes zwischen den Walzen geändert oder die Klemmvorrichtung betätigt, um das
richte Verhältnis zwischen Vorschub und Verschwenkung zu erhalten. Da derartige Rechenwerte,
die beim Abweichen der Messwerte von einem eingegebenen Sollwert Steuerbefehle erteilen,
an sich bekannt sind, werden sie hier nicht näher beschrieben.
[0009] Es ist auch möglich, auf dem Werkstück Mantellinien oder die Enden von Mantellinien
des zu erzeugenden Konusmantels einzuzeichnen und das Rechenwerk mit einer optischen
Ablesevorrichtung zu versehen, die ihm die nötigen Informationen gibt, damit dieses
die Transportwalzen und die Klemmvorrichtung erfindungsgemäss so steuert, dass das
Werstück zwischen zwei Biege-Operationen derart schrittweise vorgeschoben und gleichzeitig
verschwenkt wird, dass die Biege-Operation jeweilen bei einer eingezeichneten Mantellinie
erfolgt. Nach jedem Vorschubschritt werden kann die Transportwalzen wieder in ihre
Ausgangslage gebracht, in welcher sie achsparallel angeordnet sind, so dass das Werkstück
auf seiner ganzen Länge gleichmässig festgehalten wird und das Zustellen der die Krümmung
des Werkstückes bewirkenden seitlichen Biegewalze 3 keine Verschiebung des Werkstückes
zwischen den Walzen 1 und 2 zur Folge hat. Nach dem Biegeschritt erfolgt erneut ein
Verstellen der Transportwalzen und ein Transportschritt, anschliessend wieder ein
Biegeschritt.
1. Zum Herstellen eines Konusmantels aus einer zugeschnittenen Blechplatte dienende
Walzen-Blechrundmaschine mit zwei übereinanderangeordneten Vorschubwalzen (1, 2),
von denen die untere zum einseitigen Öffnen des Walzspaltes verschwenkbar ist, und
mindestens einer in bezug auf die Vorschubwalzen (1, 2) seitlich versetzten und gegenüber
diesen schräg auf- und abwärts verfahrbaren Biegewalze (3, 4), gekennzeichnet durch
eine zum Bremsen des Werkstückvorschubes am kürzeren der beiden bogenförmigen Ränder
angreifende Klemmvorrichtung und ein diese Klemmvorrichtung und den Walzenvorschub
steuerndes Rechenwerk, welchem man die Grösse oder die Anzahl der Vorschubschritte
sowie diejenigen Grössen, mit denen sich die Geometrie des herzustellenden Konusmantels
bestimmen lässt, eingeben kann, damit durch das Zusammenwirken der Vorschubwalzen
(1,2) und der Klemmvorrichtung das zu bearbeitende Werkstück schrittweise derart verschoben
und verschwenkt wird, dass zwischen zwei Vorschubschritten durch das Aufwärtsfahren
einer Biegewalze ein schrittweises Biegen der durch die dann parallel gestellten Vorschubwalzen
(1, 2) festgehaltene Blechplatte stets senkrecht zur Mantellinie erfolgen kann.
2. Maschine nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Rechenwerk ein Lesegerät
zum Lesen von auf dem Werkstück eingezeichneten Mantellinien aufweist.
1. Roller sheet metal bending machine, which serves to produce a conical shell from
a metal plate cut to size, with two advancing rollers (1,2), which are arranged one
above the other and the lower one of which is pivotable for the opening of the roll
gap at one end, and at least one bending roller (3, 4), which is displaced laterally
with respect to the advancing rollers (1, 2) and movable obliquely upwards and downwards
relative to these, characterised by a clamping device, which for the braking of the
advance of the workpiece engages at the shorter of the two arcuate rims, and an arithmetic
unit, which controls this clamping device and the roller advance and into which one
can enter the size or the number of the advancing steps as well as those magnitudes,
by which the geometry of the conical shell to be produced can be determined, in order
that the workpiece to be treated is displaced and pivoted in stepwise manner by the
co-operation of the advancing rollers (1, 2) and the clamping device in such a manner
that between two advancing steps and by the upward movement of a bending roller a
stepwise bending of the metal plate held fast by the then parallelly set advancing
rollers (1, 2) can always take place perpendicularly to the generatrix.
2. Roller sheet metal bending machine according to claim 1, characterised thereby,
that the arithmetic unit comprises a reading apparatus for the reading of generatrices
drawn on the workpiece.
1. Machine à cintrer les tôles pour la fabrication d'une enveloppe conique à partir
d'un flan prédécoupé en tôle comportant deux rouleaux d'avance (1, 2) disposés l'un
au-dessus de l'autre, le rouleau inférieur étant basculable en vue d'une ouverture
unilatérale de la fente de laminage, et au moins un rouleau de cintrage (3, 4) décalé
latéralement et déplaçable obliquement vers le haut et vers le bas par rapport aux
rouleaux d'avance (1, 2), caractérisée par un dispositif de serrage destiné à ralentir
l'avance du flan sur le bord le plus court des deux bords en forme d'arcs de cercle
dudit flan, et par un calculateur qui commande ledit dispositif de serrage et l'avance
des rouleaux, calculateur dans lequel on peut introduire la valeur ou le nombre de
pas d'avance ainsi que les grandeurs qui permettent de déterminer la géométrie de
l'enveloppe conique à réaliser, afin que le flan à transformer avance et pivote toujours
de telle façon que sous l'action conjuguée des rouleaux d'avance (1, 2) et du dispositif
de serrage entre deux pas d'avance, par un déplacement vers le haut et l'un des rouleaux
de cintrage, un cintrage pas à pas du plan de tôle maintenu fixe entre les rouleaux
d'avance (1, 2) alors disposé parallèlement se fasse toujours perpendiculairement
à la génératrice de l'enveloppe.
2. Machine selon la revendication 1, caractérisée en ce que le calculateur présente
un appareil de lecture pour la lecture des génératrices de l'enveloppe conique tracées
sur le flan.