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EP 0 205 651 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.01.1990 Patentblatt 1990/04 |
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Anmeldetag: 09.09.1985 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Ausbrechen des Ansatzes und des Mauerwerkes in liegenden
Rohrzylindern, insbesondere in Drehrohröfen
Process and device to remove deposits and linings from reposing drums, in particular
those in rotative drum furnaces
Procédé et dispositif pour arracher les dépôts et les revêtements dans les tambours
couchés, en particulier dans les fours à tambour rotatif
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE FR GB IT LU NL SE |
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Priorität: |
06.06.1985 DD 277103
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.12.1986 Patentblatt 1986/52 |
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Patentinhaber: VEB Spezialbaukombinat Magdeburg Kombinatsbetrieb Feuerungs- und Grundbau |
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DDR-3010 Magdeburg (DD) |
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Erfinder: |
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- Schweder, Herbert, Dipl.-Ing.
DDR-3034 Magdeburg (DD)
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Vertreter: Beetz sen., Richard et al |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-79/00148 DE-A- 2 303 914 FR-A- 804 688
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BE-A- 528 091 DE-C- 402 290 US-A- 3 025 548
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum vollständigen oder teilweisen Abarbeiten
oder Ausbrechen des Ansatzes und/oder Mauerwerks aus einem Rohrzylinder, insbesondere
einem Drehrohrofen der Zementindustrie, der in der Einleitung des Patentanspruchs
1 angegebenen Gattung.
[0002] Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 3.
[0003] Das Ausbrechen der sich während des Betriebes gebildeten harten Ansätze und/oder
der zumindest teilweise verschlissenen Ausmauerung muß regelmäßig von Hand mit Hilfe
entsprechender Werkzeuge, wie Bohrhämmer od. dgl., durchgeführt werden. Bevor das
Personal den Innenraum des Drehrohrofens betreten kann, muß dessen Innentemperatur
auf erträgliche Werte abgesenkt werden, was langwierige Abkühlungszeiten erfordert.
Auch nach entsprechender Abkühlung sind die Ausbrucharbeiten äußerst beschwerlich
und gefährlich.
[0004] Um die insbesondere bezüglich der Arbeitsbedingungen schwerwiegenden Nachteile des
manuellen Ausbrechens von Ansätzen und Mauerwerk aus Drehrohröfen und anderen großvolumigen
Wärmereaktoren zu beseitigen, sind in der Vergangenheit eine Vielzahl von Vorschlägen
zur Mechanisierung dieser Ausbruchsarbeiten gemacht worden. So ist beispielsweise
aus der DD- PS 64 844 ein mechanisches Ausbruch- bzw. Reinigungsgerät bekannt, das
mit Ultraschallschwingungen betrieben wird.
[0005] Die US-A-3 025 548 offenbart eine Vorrichtung zum Entfernen fester Ansätze aus einem
Drehrohrofen mittels eines Schrämmkopfes, der am freien Ende einer formsteifen Stange
befestigt ist und durch deren Längsbewegung in den Drehrohrofen von einer Stirnseite
aus eingeführt wird. Der Ausbruch der Ansätze bzw. der Ausmauerung erfolgt durch die
am Schrämmkopf vorgesehenen Ausbruchzähne bei gleichzeitiger Rotation des Drehrohrs.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum vollständigen oder teilweisen Ausbrechen
der Ansätze und/oder des Mauerwerks aus liegenden um ihre Längsachse drehenden Rahrzylindem,
insbesondere aus Drehrohröfen, zu schaffen, das ein kontinuierliches, durchgängiges
oder partielles Ausbrechen ohne Abkühlung des Rohrzylinders mit steuerbarer Ausbruchstiefe,
Ausbruchslänge und Vortriebsgeschwindigkeit ermöglicht. Die Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens soll konstruktiv einfach ausgebildet sein und auch bei den langgestreckten
und großvolumigen Drehrohröfen der Zementindustrie eingesetzt werden können.
[0007] Diese Aufgabe wird verfahrensmäßig durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale
gelöst.
[0008] Gemäß der Erfindung erfolgt das Ausbrechen der Ansätze und/oder des Mauerwerks aus
dem Rohrzylinder durch Schlag-, Stoß- oder Reißeinwirkungen, welche von den Zähnen
der Ausbruchswalze auf die Innenfläche des Rohrzylinders ausgeübt werden. Aufgrund
der Rotation des Rohrzylinders führt die auf dessen Bodenbereich aufliegende Ausbruchswalze
eine Rollbewegung aus, wobei die durch ihre Schrägstellung gegenüber der Längsachse
des Rohrzylinders erzeugte Längsbewegung einen selbsttätigen Durchlauf der Ausbruchswalze
durch die gesamte Länge des Rohrzylinders bewirkt, und zwar entgegen der Neigung des
Rohrzylinders.
[0009] Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung wird die Durchlaufgeschwindigkeit
der Ausbruchswalze durch einen Seilzug verzögert, gestoppt oder in ihrer Richtung
umgekehrt.
[0010] Eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besonders geeignete Vorrichtung
ist im Patentanspruch 3 angegeben. Durch die radial vorstehende Stabilisierungsscheibe
ergibt sich die Schrägstellung der im Bodenbereich des Rohrzylinders aufliegenden
Ausbruchswalze, welche bei der Rotation des Rohrzylinders und der Abrollbewegung der
Ausbruchswalze deren Längsbewegung verursacht. Die mit den Ausbruchszähnen besetzte
eckige Zahnscheibe bewirkt bei der Rollbewegung der Ausbruchswalze einen schlag- bzw.
stoßartigen Eingriff der Zähne in den Ansatz bzw. das Mauerwerk des Rohrzylinders.
[0011] Zweckmäßig ist die Ausbruchswalze konisch ausgebildet, wobei die Zahnscheibe mehrere
Zahnpaare von gleicher Größe aufweist.
[0012] Ferner ist es zweckmäßig, wenn die Zahnspitzen von jeweils vier gleichen Ausbruchszähnen
und vier Abrollzähnen jeweils für sich ein Quadrat bilden, wobei die aus den Zahnspitzen
gebildeten beiden Quadrate so zueinander versetzt sind, daß ein ungleichmäßiges Achteck
entsteht. Ferner können die keilförmigen Ausbruchszähne bei Vorsehen von mindestens
zwei Zahnscheiben in ihrer Mehrzahl mit der Schneidenbreite rechtwinklig zur Längsachse
der Ausbruchswalze ausgerichtet sein. Die schlagartige Einwirkung der Ausbruchszähne
auf die Ansätze bzw. das Mauerwerk wird intensiviert, wenn diese so an der Zahnscheibe
angeordnet sind, daß sie senkrecht auf die Innenwandung des Rohrzylinders auftreffen.
[0013] Eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zeichnet
sich dadurch aus, daß die Stabilisierungsscheibe in ihrer Größe und in ihrem radialen
Verstellbereich etwa dem Durchmesser der Umhüllungsfigur der Ausbruchswalze angepaßt
ist und an ihrem Umfang gleichmäßig verteilt angeordnete radiale Verstellelemente
aufweist. Diese Verstellelemente können an ihrem äußeren Ende Kontaktelemente besitzen.
Der Abstand der Stabilisierungsscheibe von der Zahnscheibe sollte zweckmäßigerweise
größer und ungleich der Längsabmessung eines Steins der Ofenausmauerung sein.
[0014] Durch die angemessene Eigenmasse der Ausbruchswalze und die austauschbaren Abbruchwerkzeuge
werden bei ihrer Abrollbewegung die Ansätze und das Mauerwerk durch Schlag-, Stoß-und
Reißkräfte mürbegearbeitet, bis es ausbricht. Je nach dem konkreten Einsatz kann die
Ausbruchswalze kompakt, gegliedert oder hohl sowie in ihrer Masse, Größe, Art und
Anzahl der Ausbruchswerkzeuge, im Material und im gewählten Querschnitt variabel gestaltet
werden.
[0015] Unabhängig von den möglichen Verschiedenheiten weist die Ausbruchswalze bei ihrer
Abrollbewegung eine konische bzw. kegelförmige Umhüllungsfigur auf, die Ursache für
ihre Längsbewegung entgegen der Neigung des Rohrzylinders ist. Durch den an ihrem
rückwärtigen Ende angeschlossenen Seilzug kann diese Längsbewegung der Ausbruchswalze
gesteuert werden. Dabei wird auch die verfahrensbedingte Längsneigung des Drehrohrofens
überwunden. Mit dem Seilzug kann die Längsbewegung je nach Arbeitsfortschritt gebremst,
verzögert oder umgekehrt werden. Damit kann die Ausbruchswalze unter Ausnutzung des
Ofenantriebs die gesamte Innenfläche des Rohrzylinders abfahren.
[0016] Von der Querschnittsform der Walze werden die Arbeitswirkung und das Bewegungsverhalten
beeinflußt. So erzeugt ein vorteilhaft eckiger Walzenquerschnitt beim Drehen rhythmische
Aufschläge, was die Wucht deutlich erhöht. Außerdem kann sich eine Walze mit eckigem
Querschnitt aus der unteren Wannenlage im Rohrzylinder herausbewegen und sich somit
vom Materialstrom des Ausbruchs ständig neu befreien. Die Wirkung der Ausbruchswalze
wird beim kontinuierlichen Drehen des Rohrzylinders dadurch entscheidend verstärkt,
daß der durch die Walze in der Wannenlage erschütterte und vorgelockerte Ansatz und
ebenso das Mauerwerk unter Dauerbelastung ihre Ringgewölbestruktur verlieren und infolge
ihres Eigengewichtes beim Erreichen der Hanglage einstürzen. Entsprechend den geometrischen
Verhältnissen der Ausbruchswalze ist am hinteren Ende die Stabilisierungsscheibe angeordnet,
die in ihrer Größe dem äußeren Durchmesser der vorzugsweise konischen Umhüllungsfigur
der Ausbruchswalze angepaßt ist. Die Stabilisierungsscheibe stabilisiert das Bewegungsverhaften
der Ausbruchswalze bei entsprechender Einstellung in Richtung ihres schmaleren Vorderendes.
Insbesondere dann, wenn sich die Ausbruchswalze auf dem vom Ansatz und Mauerwerk schon
freien Innenmantel des Drehrohrofens bewegen muß, gewährleistet die Stabilisierungsscheibe
eine Fortbewegung der Ausbruchswalze in Richtung ihres Vorderendes. Die Stabilisierungsscheibe
kann in ihrer Ausführung kompakt oder gegliedert, veränderbar in der Masse, in ihrer
Lage und im Material sowie in ihrer Größe und im gewählten Querschnitt ausgeführt
sein. Die Stabilisierungsscheibe gibt der Ausbruchswalze eine veränderte Lage, die
vom Hauptschuttstrom im wesentlichen nicht beeinflußt wird.
[0017] Die Erfindung soll nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert werden. Es zeigen :
Fig. 1 den einen Abschnitt eines Drehrohrofens im Schnitt mit eingeführter Ausbruchswalze
;
Fig. 2 einen Querschnitt des Drehrohrofens mit der Ausbruchswalze in Bewegungsphasen
;
Fig. 3 die Ausbruchswalze in Seitenansicht;
Fig. 4 die Rückansicht der Vorrichtung mit der Stabilisierungsscheibe.
[0018] Die Fig. 1 bis 3 zeigen den Teil eines liegenden Drehrohrofens von nahezu beliebiger
Länge und beliebigem Durchmesser, der unter Ausnutzung des vorhandenen Eigenantriebes
von Ansatz und Mauerwerk befreit wird. Dazu wird eine Ausbruchswalze 1, bestehend
aus einem zentralen Führungsstab 2 mit aufgesetzten Zahnscheiben 4, die mit auswechselbaren
Ausbruchszähnen 3 und Abrollzähnen 3' ausgerüstet sind, in den Drehrohrofen eingeführt.
Der Körper der Ausbruchswalze 1 erhält eine spitze Gestalt im Bereich des Führungsstabes
2. Eine sinnvolle Aneinanderreihung von mit Ausbruchszähnen 3 sowie Abrollzähnen 3'
besetzten und der Größe nach abgestuften Zahnscheiben 4, die am Führungsstab 2 befestigt
sind, bedingen eine konische Hüllfigur der Ausbruchswalze 1. Beim Laufen des Drehrohrofens
wird die Ausbruchswalze 1 mitbewegt, wobei sie. eine Doppelbewegung ausführt. Das
ist einmal eine walzende Drehbewegung, bei der die Ausbruchszähne 3 der Zahnscheiben
4 mit rhythmischen Schlägen im unteren Wannenbereich den Ansatz und das Mauerwerk
bearbeiten und zum anderen eine aus der konischen Hüllfigur resultierende Längsbewegung,
die zum Vorderende der Ausbruchswalze 1 gerichtet ist und dabei die verfahrensbedingte
leichte Neigung des Drehrohrofens überwindet. Um die Längsbewegung der Ausbruchswalze
1 entsprechend dem Arbeitsfortschritt und bei vorhandenen Montagestufen steuern und
kontrollieren zu können, ist diese an ihrem rückwärtigen Ende über einen Seilzug 9
an eine Winde 8 angeschlossen, die sich außerhalb des geöffneten Drehrohrofens befindet.
Mit dieser Winde 8 ist es möglich, die Längsbewegung der Ausbruchswalze 1 zu verzögern
und zu stoppen.
[0019] Wie Fig. 2 zeigt, besteht der Ausbruchsvorgang aus zwei Phasen. In der ersten Phase
werden der Ansatz und das Mauerwerk durch die Ausbruchswalze 1 in der Wannenlage erschüttert
und aufgelockert und dann unter Dauerbelastung in seiner Gewölbestruktur so zerstört,
daß es in der zweiten Phase zum Einstürzen dieser Bereiche beim wiederholten Drehen
in die Hanglage kommt. Eine Stabilisierungsscheibe 5 ist am hinteren Ende der Ausbruchswalze
1 montiert und in Fig. 4 dargestellt. Sie bewirkt, daß die Ausbruchswalze 1 im hinteren
Teil außerhalb des Sohlpunktes 15 des Drehrohrofenquerschnittes 11 liegt. Beim Bewegen
der Ausbruchswalze 1 durch die Drehbewegung des Drehrohrofens 10 ergeben sich dadurch
während des Ausbruchsvorganges folgende Effekte :
[0020] Die Ausbruchswalze 1 bewegt sich entsprechend Fig. 4 relativ unabhängig bzw. außerhalb
des ihr entgegenkommenden Schuttstromes 14, wodurch der Fortbewegungswiderstand verringert
wird.
[0021] Die Stabilisierungsscheibe 5 in ihrer Anordnung nach Fig. 3 gewährleistet, auch auf
blanken Stahlmantelbereichen des Drehrohrofens 10 bei entsprechender Einstellung die
Fortbewegung der Ausbruchswalze 1 in Richtung ihres schmaleren Vorderendes.
[0022] Der Anbau einer genügenden Anzahl radialer Verstellelemente 6 einschließlich gesonderter
Kontaktelemente 7, die auf den Umfang gleichmäßig verteilt angeordnet sind, vergrößert
je nach der konstruktiven Länge der Verstellelemente 6 den Durchmesser der Stabilisierungsscheibe
5 und beeinflußt je nach ihrer Einstellung das Bewegungsverhalten sowie das Arbeitsvermögen
der Ausbruchswalze 1. Mit der Größenverstellbarkeit der Stabilisierungsscheibe 5 wird
gleichzeitig die Schlagtiefe der Ausbruchszähne 3 und deren Schlagwucht verändert.
Außerdem kann das Bewegungsverhalten von einem poltemden, rhythmischen Schlagen bei
kleiner Stabilisierungsscheibe 5 in ein beruhigteres Rollen bei großer Stabilisierungsscheibe
5 umgewandelt werden. Auf diese Weise ist es dann auch möglich, Beschädigungen durch
die Ausbruchszähne 3 an blanken Stahlmantelflächen des Drehrohrofens 10 oder an intaktem
Mauerwerk 12 zu minimieren. Diese Maßnahme schafft gleichzeitig die Voraussetzung
für einen separaten Ausbruch des Ansatzes 13.
[0023] Bei einem kontrollierten Bewegen der Ausbruchswalze 1 auf dem blanken Stahlmantel
gegen den Schüttstrom 14 sind die radialen Verstellelemente 6 so eingestellt, daß
die Ausbruchszähne 3 entsprechend Fig. 3 zwischen dem Vorderende und der Stabilisierungsscheibe
5 ausgehoben werden. Damit liegt die Hauptlast aufgrund der Gestaltung der Ausbruchswalze
1 auf der Stabilisierungsscheibe 5. Durch die Auswahl von Werkstoffen mit guten Haft-
und Gleitreibungswerten, wie z. B. Rotguß oder Hartgummi für die Kontaktelemente 7,
wird das Bewegungsverhalten der Ausbruchswalze bei der verfahrensbedingten Neigung
des Drehrohrofens und gegen den Schuttstrom 14 stabilisiert.
1. Verfahren zum vollständigen oder teilweisen Abarbeiten oder Ausbrechen von Ansätzen
und/ oder Mauerwerk in einem sich um seine zur Horizontalen etwas geneigte Längsachse
drehenden Rohrzylinder, insbesondere einem Drehrohrofen der Zementindustrie, unter
Ausnutzung der Drehbewegung des Rohrzylinders mittels einer in den Rohrzylinder eingeführten
und mit Zähnen besetzten Ausbruchswalze, die Schlag-, Stoß-und Reißkräfte auf die
Ansätze bzw. das Mauerwerk ausübt, wobei der im drehenden Rohrzylinder aufliegenden,
frei drehenden Ausbruchswalze eine auf die Längsachse des Rohrzylinders bezogene Schrägstellung
erteilt wird, so daß die Ausbruchswalze eine Längsbewegung entgegen der Rohrzylindemeigung
ausführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsbewegung der im
Rohrzylinder aufliegenden Ausbruchswalze durch einen mit der Ausbruchswalze verbundenen
Seilzug verzögert, gestoppt oder umgekehrt wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2 mit einer in
einen drehenden Rohrzylinder (10) einführbaren und mit Zähnen (3) besetzten Ausbruchswalze
(1), die über eine Halterung mit einer außerhalb des Rohrzylinders angeordneten Leitstation
(8) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die im Rohrzylinder (10) frei aufliegende
und infolge dessen Drehung eine Wälzbewegung ausführende Ausbruchswalze (1) an ihrem
einen Ende eine radial vorstehende Stabilisierungsscheibe (5) sowie außerhalb ihres
Schwerpunktes mindestens eine eckige Zahnscheibe (4) aufweist, an deren Umfang die
Zähne (3, 3') in unterschiedlicher Form und Stellung angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne (3, 3') paarweise
an der Zahnscheibe (4) angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die paarweise angeordneten
Zähne (3, 3') gleiche Größe haben.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnscheiben
(4) eine quadratische Form haben und an ihren Eckbereichen die Ausbruchszähne (3,
3') paarweise angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnspitzen jeweils
vier gleicher Ausbruchszähne (3) und Abrollzähne (3') für sich ein Quadrat bilden.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die aus den Zahnspitzen
gebildeten Quadrate so zueinander versetzt sind, daß ein ungleichmäßiges Achteck gebildet
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die keilförmigen Ausbruchszähne
(3) bei der Anordnung von mindestens zwei Zahnscheiben (4) in ihrer Mehrzahl mit ihrer
Schneidenbreite rechtwinklig zur Längsachse der Ausbruchswalze (1) angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausbruchszähne (3)
einer Zahnscheibe (4) bei gemeinsamer Auflage mit den Abrollzähnen (3') senkrecht
zur Innenwand des Rohrzylinders (10) ausgerichtet sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
als Seilzug ausgebildete Halterung mit dem die Stabilisierungsscheibe (5) tragenden
Ende der Ausbruchswalze verbunden ist und daß die Stabilisierungsscheibe (5) in ihrer
Größe sowie in ihrem radialen Verstellbereich dem Durchmesser der Umhüllungsfigur
der Ausbruchswalze (1) angepaßt ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Stabilisierungsscheibe
(5) radiale Verstellelemente (6) aufweist, die an ihrem Umfang gleichmäßig verteilt
angeordnet sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die radialen Verstellelemente
(6) in ihrer voll ausgefahrenen Position mit Kontaktelementen (7) versehen sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der
Abstand der Stabilisierungsscheibe (5) von der größten Zahnscheibe (4) größer und
ungleich der Abmessungen eines Steines der Ausmauerung in der Längserstreckung des
Rohrzylinders (10) ist.
1. A method of completely or partly removing or clearing incrustation and/or masonry
in a cylindrical tube rotating around a longitudinal axis at an angle to the horizontal,
more particu- lady a rotary kiln in the cement industry, using the rotation imparted
to the cylindrical tube by means of a toothed clearing roller inserted into the cylindrical
tube and exerting impact, striking and tearing forces on the incrustation or the masonry,
the clearing roller, which rotates freely and rests on the rotating cylindrical tube,
being given an oblique position relative to the longitudinal axis of the cylindrical
tube, so that the clearing roller moves longitudinally against the inclination of
the cylindrical tube.
2. A method according to claim 1, characterised in that the longitudinal motion of
the clearing roller resting in the cylindrical tube is delayed or stopped or reversed
by a cable connected to the clearing roller.
3. A means for working the method according to claim 1 or 2, comprising a clearing
roller (1) having teeth (3) and insertable into a rotating cylindrical tube (10) and
connected by a holder to a guide station (8) disposed outside the cylindrical tube,
characterised in that the clearing roller (1), which rests freely in the cylindrical
tube (1) and is rotated thereby, has a radially projecting stabilising plate (5) at
one end and at least one angular toothed plate (4) outside its centre of gravity and
having peripheral teeth (3, 3') which vary in shape and position.
4. A means according to claim 3, characterised in that the teeth (3, 3') are disposed
in pairs on the toothed plate (4).
5. A means according to claim 4, characterised in that the pairs of teeth (3, 3')
have the same size.
6. Means according to any of claims 3 to 6, characterised in that the toothed plates
(4) have a square shape and the clearing teeth (3, 3') are disposed in pairs at their
comer regions.
7. Means according to claim 6, characterised in that the tips of each group of four
similar clearing teeth (3) and rolling teeth (3') form a square.
8. Means according to claim 7, characterised in that the squares formed by the toothed
tips are offset from one another so as to form an irregular octagon.
9. Means according to claim 8, characterised in that the wedged-shaped clearing teeth
(3), when there are at least two toothed plates (4), are mostly disposed so that the
wide parts of their edges are at right angles to the longitudinal axis of the clearing
roller (1).
10. Means according to claim 9, characterised in that the clearing teeth (3) on each
toothed plate (4), when supported in common with the rolling teeth (3'), are aligned
at right angles to the inner wall of the cylindrical tube (10).
11. Means according to any of claims 3 to 10, characterised in that the holder in
the form of a cable is connected to the end of the clearing roller bearing the stabilising
plate (5), and the size and radial range of adjustment of the stabilising plate (5)
are adjusted to the diameter of the envelope of the clearing roller (1).
12. Means according to claim 4 or 11, characterised in that the stabilising plate
(5) comprises radial adjusting elements which are uniformly distributed at its periphery.
13. Means according to claim 12, characterised in that the radial adjusting elements
(6) are provided with contact elements (7) at their fully extended position.
14. Means according to any of claims 3 to 13, characterised in that the distance between
the stabilising plate (5) and the largest toothed plate (4) is greater than and different
from the dimensions of a brick on the refractory lining in the longitudinal direction
of the cylindrical tube (10).
1. Procédé pour dégager et arracher complètement ou partiellement des dépôts et/ou
la maçonnerie dans un tambour cylindrique tournant autour de son axe longitudinal
légèrement incliné par rapport à l'horizontale, notamment un four tubulaire rotatif
dans l'industrie du ciment, moyennant l'utilisation du mouvement de rotation du tambour
cylindrique à l'aide d'un cylindre d'arrachement, qui est inséré dans .le tambour
cylindrique, comporte des dents et applique des forces de frappe, de choc et de frottement
aux dépôts ou à la maçonnerie, le cylindre d'arrachement, qui est allongé à l'intérieur
du tambour cylindrique en rotation et tourne librement, étant situé dans une position
oblique par rapport à l'axe longitudinal du tambour cylindrique de sorte que le cylindre
d'arrachement exécute un déplacement longitudinal dans le sens opposé à la pente du
tambour cylindrique.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le déplacement longitudinal
du cylindre d'arrachement situé dans le tambour cylindrique est retardé, arrêté ou
inversé au moyen d'un câble relié au cylindre-
3. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon la revendication 1 ou 2, comportant
un cylindre d'arrachement (1), qui peut être inséré dans un tambour cylindrique rotatif
(10), comporte des dents (3) et est relié par l'intermédiaire d'un dispositif de retenue
à un poste de pilotage (8) disposé à l'extérieur du tambour cylindrique, caractérisé
en ce que le cylindre d'arrachement (1), qui s'étend librement à l'intérieur du tambour
cylindrique (10) et exécute un mouvement de roulement sous l'effet de la rotation
du tambour, comporte, sur son extrémité, un disque de stabilisation (5), qui fait
saillie radialement, ainsi que, de façon décalée par rapport à son centre de gravité
au moins un disque denté anguleux (4) sur le pourtour duquel des dents (3, 3') possédant
des formes différentes sont disposées dans des positions différentes.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que les dents (3, 3') sont
disposées par couples sur le disque denté (4).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que les dents (3, 3'), disposées
par couples, possèdent la même taille.
6. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que les disques
dentés (4) possèdent une forme carrée et que les dents d'arrachement (3, 31 sont disposées
par couples au niveau de leurs zones d'angle.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que les pointes de quatre
dents identiques d'arrachement (3) et les pointes de quatre dents identiques de roulement
(3') forment des carrés respectifs.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les carrés formés à
partir des pointes des dents sont décalés les uns par rapport aux autres de manière
à former un octogone irrégulier.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que les dents d'arrachement
en forme de coin (3) sont disposées dans leur majorité de telle sorte que leur largeur
de coupe soit perpendiculaire à l'axe longitudinal du cylindre d'arrachement (1).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que les dents d'arrachement
(3) d'un disque denté (4) sont dirigées perpendiculairement à la paroi intérieure
du tambour cylindrique (10) lorsqu'elles sont en appui conjointement avec les dents
de roulement (3').
11. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 10, caractérisé en ce que le dispositif
de retenue réalisé sous la forme d'un câble est relié à l'extrémité du cylindre d'arrachement,
qui porte le disque de stabilisation (5), et que la taille ainsi que la plage radiale
de réglage du disque de stabilisation (5) sont adaptées au diamètre du contour enveloppe
du cylindre d'arrachement (1).
12. Dispositif selon la revendication 4 ou 11, caractérisé en ce que le disque de
stabilisation (5) comporte des éléments mobiles radiaux (6), qui sont disposés en
étant répartis uniformément sur le pourtour du disque.
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que les éléments radiaux
mobiles (6) présentent, dans leur position totalement ressortie, des éléments de contact
(7).
14. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 13, caractérisé en ce que la distance
entre le disque de stabilisation (5) et le disque denté le plus grand (4) est différente
des dimensions d'une pierre de la maçonnerie et est supérieure à ces dimensions dans
la direction longitudinale du tambour cylindrique (10).