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EP 0 205 759 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.05.1988 Patentblatt 1988/18 |
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Anmeldetag: 08.03.1986 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: F02M 5/08 |
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Vergaser für Brennkraftmaschinen
Carburettor for an internal-combustion engine
Carburateur pour moteur à combustion interne
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT SE |
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Priorität: |
26.06.1985 DE 3522812
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.12.1986 Patentblatt 1986/52 |
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Patentinhaber: PIERBURG GMBH |
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41460 Neuss (DE) |
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Erfinder: |
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- Härtel, Günter, Dipl.-Ing.
D-4040 Neuss 21 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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- PATENTS ABSTRACTS OF JAPAN, Band 9, Nr. 268 (M-424)[1991], 25. Oktober 1985; & JP-A-60
113 052 (HITACHI SEISAKUSHO K.K.) 19-06-1985 (Kat. A)
- PATENTS ABSTRACTS OF JAPAN, Band 9, Nr. 252 (M-420)[1975], 9. Oktober 1985; & JP-A-60
104 750 (NIHON KIKAKI SEISAKUSHO K.K.) 10-06-1985 (Kat. A)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Vergaser für Brennkraftmaschinen nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Ein derartiger Vergaser ist in der DE-A-25 34 685 beschrieben und weist dort eine
vom Brennstoffzuführdruck abhängige Vorrichtung zur Umschaltung der Schwimmerkammer
von Außenauf Innenbelüftung auf, wobei die Innenbelüftung durch einen mit dem Ansaugkanal
des Vergasers verbundenen Kanal erreicht wird.
[0003] Im Zusammenhang mit der in letzter Zeit feststellbaren Erhöhung des leichtsiedenden
Brennstoffanteils werden häufig Fahrfehler im Heißleerlauf- und Heißstartbetrieb gemeldet,
die durch siedenden Brennstoff verursacht wurden. Als Abhilfe hierfür ist bekannt,
zwei Kanäle vorzusehen, die von der Schwimmerkammer ausgehen und zur Erzielung einer
Luftströmung mit Ansaugkanal-Abschnitten verbunden sind, zwischen denen bei Motorbetrieb
eine Druckdifferenz besteht.
[0004] Die aus der genannten Offenlegungsschrift bekannte Vorrichtung ist somit nicht ohne
weiteres auf den mit über zwei Kanäle belüfteter Schwimmerkammer ausgestatteten Vergaser
übertragbar, da keine Mittel für die Steuerung mehrerer Kanäle aufgezeigt werden.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen gattungsgemäßen Vergaser mit einer Vorrichtung
auszustatten, die die Kombination beider Maßnahmen ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe ist mit den im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 genannten Merkmalen
gelöst. vorteilhafte Weiterbildungen sind mit den Unteransprüchen genannt.
[0007] Durch die Erfindung ist ein fehlerfreier Heißieerlaufund Heißstartbetrieb mit wirksamer
Begrenzung der Verdampfungsemission möglich geworden, so daß die Umweltbelastung reduzierbar
ist.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben.
[0009] Es zeigt :
Fig. 1 einen Vergaser im Schnitt
Fig. 2 den Vergaser in einer Draufsicht
Fig. 3 einen Ausschnitt der Fig. 2
[0010] Fig. 1 zeigt einen Vergaser 1, dessen Ansaugkanal 2 für Luft eine Drosselklappe 3,
einen Venturiabschnitt 4 mit einem Vorzerstäuber 5 für die Einführung des Brennstoffs
und eine Luftklappe 6 aufweist. Der Ansaugkanal 2 setzt sich in einem Abschnitt 7
einer Filterkammer eines nicht dargestellten Luftfilters fort. Der Vergaser 1 weist
weitere Systeme auf, die nicht dargestellt sind. Stromauf des Venturiabschnittes 4
mündet ein Kanal 8 in den dortigen Ansaugkanal-Abschnitt 9 ein und ein weiterer Kanal
10 in den Ansaugkanal-Abschnitt 7 der Filterkammer.
[0011] Fig. 2 zeigt einen Ausbruch des Vergasers 1, aus dem die Anordnung einer Schieberstange
11 in einer Gehäusebohrung 12 ersichtlich ist. Die Schieberstange 11 ist mit einer
Membrane 13 verbunden, die eine in einen oberhalb des Brennstoffspiegels einer Schwimmerkammer
bestehenden Gasraum 14 belüftete Kammer 15 gegenüber einer Deckelkammer 16 abtrennt,
wobei die Deckelkammer 16 über eine Anschlußleitung 17 mit der in die Schwimmerkammer
führenden Brennstoffzuführleitung 18 verbunden und mit dem in dieser Zuführleitung
18 herrschenden Druck beaufschlagt ist.
[0012] Bei Inbetriebnahme der Brennkraftmaschine entsteht in der Brennstoffzuführleitung
18 ein Förderdruck, der die Membrane 13 mit der Schieberstange 11 aus der in Fig.
3 dargestellten ersten Endstellung (abgestellter Motor) gegen die Kraft einer Feder
19 in eine zweite Endstellung bewegt. In dieser zweiten Endstellung bilden zwei Durchmesserreduzierungen
20, 21 der Schieberstange 11 in der Gehäusebohrung 12 Kammern 22, 23, in die einmal
die mit den Ansaugkanalabschnitten 7, 9 verbundenen Kanäle 8,10 und zwei weitere,
aus dem Gasraum 14 der Schwimmerkammer abgehende Kanäle 24, 25 einmünden, so daß einmal
der vom Ansaugkanal-Abschnitt 9 abgehende Kanal 8 mit dem von der Schwimmerkammer
abgehenden Kanal 24 und zum anderen der mit dem Abschnitt 7 des Ansaugkanals 2 verbundene
Kanal 10 und der zweite von der Schwimmerkammer abgehende Kanal 25 verbunden sind,
wobei dann ein in die Atmosphäre bzw. zu einer Aktivkohlefalle 26 führender Kanal
27 von der Schieberstange 11 verschlossen ist.
[0013] Bei abgestelltem Motor fällt der Druck in der Brennstoffzuführleitung 18, die in
der Regel einen Rücklaufanschluß 28 zum Brennstofftank aufweist, so daß die Feder
19 die Schieberstange 11 in die erste Endstellung bewegt (Fig. 3). In dieser Endstellung
verschließt die Schieberstange 11 die mit den Abschnitten 7, 9 des Ansaugkanals 2
verbundenen Kanäle 8, 10 und öffnet den in die Atmosphäre bzw. zu der Aktivkohlefalle
26 führenden Kanal 27, so daß der Gasraum 14 der Schwimmerkammer über den Kanal 24
und die durch die Durchmesserreduzierung der Schieberstange gebildete Kammer 22 mit
dem zur Atmosphäre verbundenen Kanal 27 und durch diesen mit der Aktivkohlefalle 26
verbunden ist.
[0014] Hierdurch gelangen die nach dem Abstellen des Motors entstehenden Brennstoffdämpfe
nicht mehr in die Filterkammer und von dort in die Atmosphäre, sondern in die Aktivkohlefalle
26, wo sie absorbiert werden.
[0015] Die Aktivkohlefalle 26 weist weitere Anschlüsse für die Regenerierung der Aktivkohle
auf, die jedoch nicht beschrieben werden, da kein direkter Zusammenhang mit der Erfindung
besteht.
[0016] Alternativ ist beim Ausführungsbeispiel die Membrane 13 durch einen bei Motorbetrieb
erregten Elektromagneten zu ersetzen.
1. Vergaser für Brennkraftmaschinen mit einer bei Inbetriebnahme der Brennkraftmaschine
ansprechenden Vorrichtung zur Umschaltung der Schwimmerkammer von Außen- auf Innenbelüftung,
wobei die Innenbelüftung über wenigstens zwei Kanäle erfolgt, die zur Erzielung einer
Luftströmung mit Ansaugkanal-Abschnitten verbunden sind, zwischen denen bei Motorbetrieb
eine Druckdifferenz besteht, dadurch gekennzeichnet, daß diese Kanäle von mit dem
Ansaugkanal verbundenen Kanälen (8, 10) und von mit der Schwimmerkammer verbundenen
Kanälen (24, 25) gebildet sind, die bei Motorbetrieb über zwei in einer Gehäusebohrung
(12) durch Durchmesserreduzierungen (20, 21) einer Schieberstange (11) gebildete Kammern
(22, 23) verbunden sind, wobei dann ein in die Atmosphäre bzw. zu einer Aktivkohlefalle
(26) führender Kanal (27) von der Schieberstange (11) verschlossen ist, und daß bei
abgestelltem Motor die mit dem Ansaugkanal verbundenen Kanäle (8, 10) von der Schieberstange
(11) verschlossen und einer der mit der Schwimmerkammer verbundenen Kanäle (24) über
die durch die Durchmesserreduzierung (20) gebildete Kammer (22) mit dem zur Atmosphäre
bzw. zu der Aktivkohlefalle (26) führenden Kanal (27) verbunden sind.
2. Vergaser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieberstange (11) von
einer auf den Brennstoffzuführdruck ansprechenden Membrane (13) verstellt wird.
3. Vergaser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schieberstange (11) von
einem bei Motorbetrieb erregten Elektromagneten verstellt wird.
1. A carburettor for internal combustion engines, with a device which responds when
the engine is started by changing over from venting the float-chamber externally to
venting it internally ; the internal venting being done through at least two channels
which, in order to induce a current of air to flow through them, are connected to
the induction passage of the carburettor at locations between which there is a pressure
difference when the engine is running, characterised in that the internal venting
is done through channels (10) and (8) connected to the induction passage of the carburettor,
and through channels (25) and (24) connected to the float chamber ; the carburettor
having a compound slide-valve (11) working in a bore (12) of the carburettor housing,
the slide-valve (11) having piston-like sliders spaced apart by necks (21) and (20)
of smaller diameter and forming valve-chambers (23) and (22); the slide-valve (11)
adopting a position, when the engine is running, such that a stream of venting air
flows from the induction passage through the channel (10), the valve-chamber (23),
the channel (25), through the vapour space (14) of the float chamber, above the liquid
surface, and out through the channel (24), the valve-chamber (22) and the channel
(8) back to the induction passage, for internal venting of the float-chamber; a further
channel (27) leading through an active-carbon vapour trap (26) being blocked by the
slide-valve (11) ; whereas when the engine has been stopped, the slide-valve adopts
a second position in which it blocks the internal venting channels (10) and (8) and
opens the passage (27) which now connects the vapour space (14) of the float chamber
through the channel (24), the valve-chamber (22) and the vapour trap (26), to the
external atmosphere.
2. Carburettor as claimed in Claim 1, characterised in that the slide-valve (11) is
shifted from one position to the other by a diaphragm (13) responding to fuel-feed
pressure.
3. Carburettor as claimed in Claim 1, characterised in that the slide-valve (11) is
shifted by an electromagnet energised by the running of the engine.
1. Carburateur pour moteurs à combustion interne équipé d'un dispositif qui, réagissant
lors de la mise en marche du moteur à combustion interne, est destiné à faire passer
la cuve à niveau constant de la ventilation extérieure à celle intérieure, la ventilation
intérieure s'effectuant par l'intermédiaire d'au moins deux canaux qui, en vue de
l'obtention d'un écoulement d'air, sont en communication avec des parties du canal
d'aspiration entre lesquelles il existe en cas de fonctionnement du moteur une différence
de pression, caractérisé en ce que ces canaux sont formés par des canaux (8, 10) communiquant
avec le canal d'aspiration et par des canaux (24, 25) communiquant avec la cuve à
niveau constant, qui lors du fonctionnement du moteur communiquent entre eux par l'intermédiaire
de deux chambres (22, 23) formées dans un alésage (12) du corps de carburateur par
des réductions de diamètre (20, 21) d'un tiroir (11), un canal (27) conduisant à l'atmosphère
et/ou à un piège à charbon actif (26) étant alors obturé par le tiroir (11), et en
ce que dans le cas où le moteur est arrêté les canaux (8, 10) communiquant avec le
canal d'aspiration sont obturés par le tiroir (11), et l'un (24) des canaux communiquant
avec la cuve à niveau constant est en communication, par l'intermédiaire de la chambre
(22) formée par la réduction de diamètre (20), avec le canal (27) conduisant à l'atmosphère
et/ou au piège à charbon actif (26).
2. Carburateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tiroir (11) est
déplacé par une membrane (13) réagissant à la pression d'amenée du combustible.
3. Carburateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tiroir (11) est
déplacé par un électroaimant excité en cas de fonctionnement du moteur.

