[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Brandbekämpfung unter Verwendung
eines flüssigen Schaumlöschmittels, das mindestens einen Halogenkohlen (wasser) stoff
und ein Schaummittel enthält und das sich über weite Distanzen fördern läßt.
[0002] Aus der DE-A 23 30 571 ist bereits ein flüssiges Schaumlöschmittel bekannt, das aus
einem oder zwei Halogenkohlenwasserstoff(en) und einem Schaummittel zur Brandbekämpfung
besteht.
[0003] Es sind weitere Schaumlöschmittel bekannt, bei denen die Bildung des Schaumes durch
ein Schaumrohr unter Zumischung von Luft oder C0
2 zum Löschmittel hervorgerufen wird. Derartige Schaumlöschmittel kommen nachteiligerweise
in Form von Schaum am Brandherd an, was bedeutet, daß das Schaummittel gegebenenfalls
über einen längeren Weg in bereits verschäumter Form zum Brandherd zu fördern ist.
Diese bekannten Schaummittel erlauben nur einen geringen Abstand des Schaumrohres
zu den Flammfronten. Trotz der Verwendung von Hitzeschutzanzügen ist es daher den
Rettungsmannschaften häufig nicht möglich, nahe genug an den Brandherd heranzukommen.
[0004] Aus der CH-A-520 511 ist bereits ein flüssiges Schaumlöschmittel bekannt, enthaltend
mindestens einen Emulgator, das zum Feuerlöschen über größere Entfernungen geeignet
ist, und das dadurch gekennzeichnet ist, daß es 1,2-Dibromtetrafluoräthan enthält.
[0005] Aus der DE-A-2 134 973 ist bereits eine schäumbare Zusammensetzung zur Feuerbekämpfung
bekannt, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie folgendes enthält: ein Schäummittel,
Wasser, eine flammhemmende halogenhaltige Verbindung mit einem Siedepunkt von - 100
bis + 200 °C und ein oberflächenaktives Mittel, welches eine endständige aliphatische
Perfluorokohlenstoffkette mit mindestens 3 Kohlenstoffatomen aufweist
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Brandbekämpung der eingangs
genannten Art zu schaffen, das auf effektive Weise eine Brandbekämpfung, insbesondere
eine Bekämpfung von Treibstoffbränden oder dergleichen ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindnungsgemäß durch den kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0008] Weitere Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Brandbekämpfung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Das beim erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzte Löschmittel umfaßt ein flüssiges
oder wässriges Schaumlöschmittel, das Halogenkohlenwasserstoffe enthält und bei dem
als Schaummittel Tenside vorgesehen sind. Die Halogenkohlenwasserstoffe sind derart
in das Schaummittel eingebracht, daß ein gelartiges oder wässriges homogenes Schaumlöschmittel
entsteht. Mit Wasser vermischt ergibt sich eine Löschemulsion, die überraschendenweise
erst am Brandherd aufschäumt. Das Halogenkohlenwasserstoffgemisch entfaltet vorteilhafterweise
erst am Brandherd seine volle Wirkung, indem es das Schaummittel erst am Brandherd
zum Verschäumen bringt. Die sich aus Emulgationströpfchen ergebenden Schaumbläschen
sind mit einem quasi Inertgas gefüllt, so daß jede Rückzündgefahr ausgeschlossen ist.
[0010] Das wässrig aussehende oder gelartige Schaumlöschmittel wird in einem bestimmten
Verhältnis dem Löschwasser unter Bildung einer Emulsion zugegeben und in Form eines
Volistrahles oder Sprühstrahles wie Wasser auf den Brandherd gebracht. Erst im bzw.
am Brandherd kommt es aufgrund der am Brandherd vorhandenen Energie bzw. Hitze durch
Verdampfen der Halogenkohlenwasserstoffanteile zur Schaumbildung selbst.
[0011] Ein weiterhin überraschender Effekt ist die Haftfähigkeit des flüssigen Schaumlöschmittels,
das an senkrechten Wänden kaum abfließt und das eine wirksame Brandbekämpfung auch
an senkrechten Wänden ermöglicht.
[0012] Durch die sich als überraschend gezeigte Wirkung des flüssigen Schaumlöschmittels,
erst am Brandherd selbst durch die Hitzeenergie aufzuschäumen, ist es ohne weiteres
möglich, das Schaumlöschmittel über weite Distanzen zu fördem ; damit ist die Anwendung
des flüssigen Schaumlöschmittels auch über größere Abstände ohne weiteres möglich
und eine gezielte' Brandherdbekämpfung erreichbar.
[0013] Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens
näher erläutert.
[0014] Das flüssige Schaumlöschmittel weist mindestens einen Halogenkohlenwasserstoff, einen
Stabilisator und ein Schaummittel auf. Das Schaumlöschmittel enthält 20 bis 90 Gewichtsprozente
Fluorchlorkohlenwasserstoff oder Fluorchlorgenkohlenwasserstoffe und als Rest das
Schaummittel. Als Schaummittel werden Tenside verwendet. Besonders vorteilhaft hat
sich die Verwendung von Fluortensiden als Schaummittel herausgestellt. Als Fluortensid
wird eine amphotere Fluoralkylaminokarbonsäure oder ein anionisches Fluoralkylnatriumsulfonat
verwendet. Generell bestehen die benutzten Fluortenside aus anionenaktiven Perfluoralkylverbindungen.
Die Fluortenside sind auf der Basis von Perfluoralkansulfonaten aufgebaut.
[0015] Nach einer weiteren Ausführungsform enthält das flüssige Schaumlöschmittel vorzugsweise
Korrosionsinhibitoren und/oder Puffer und/oder Frostschutzmittel. Als Frostschutzmittel
werden beispielsweise Glykole, als Puffer Amine und als Korrosionsinhibitoren z. B.
das Na-Salz des Mercaptobenzothiazol eingesetzt. Der Einsatz von Frostschutzmittel
kann notwendig sein, wenn das Löschmittel im Winter in ungeheizten Räumen lagern muß.
Puffer halten den pH-Wert stabil und Korrosionsinhibitoren helfen die in den Löscharmaturen
enthaltenen Materialien wie Eisen, Kupfer und Messing zu schützen.
[0016] Zur Einarbeitung des oder der Fluorchlorkohlenwasserstoffe in das oder die Tenside
wird als Stabilisator ein Propylenoxid-Ethylenoxid-Block und Mischpolymerisat und
als Lösungsvermittler Butyldiglykol benutzt. Besonders vorteilhaft ist die Einarbeitung
von Propylenoxid-Ethylenoxid-Block und Mischpolymerisaten zu sehen. Durch ihre solubilisierende
und konsistenzgebende Wirkung ist eine stabile Einarbeitung des spezifisch schwereren
Halogenkohlenwasserstoffes möglich. Das so entstandene Schaumlöschmittel zeichnet
sich durch besondere Stabilität gegenüber polaren Lösungsmittelbränden und Treibstoffbränden
aus.
[0017] Als Halogenkohlenwasserstoffgemisch oder Fluorchlorkohlenwasserstoffe werden vorzugsweise
das niedrigsiedende Dichlortetrafluorethan mit einem Siedepunkt von 3,6 °C und das
demgegenüber höher siedende Trichlortrifluorethan mit einem Siedepunkt von 47,6 °C
verwendet.
[0018] Die bei dem flüssigen Schaumlöschmittel vorgesehenen Fluortenside sind Perfluoralkylverbindungen.
Als Schaummittel werden Tenside, synthetische Schaummittel und AFFF-Schaummittel eingesetzt.
Die AFFF Schaummittel bestehen aus reinen Fluortensid-Schaumtypen auf Wasserbasis,
wie z. B. Light Water. Wesentlich für das flüssige Schaumlöschmittel ist der Einsatz
von Fluorchlorkohlenwasserstoff oder Fluorchlorkohlenwasserstoffen in Verbindung mit
den vorgenannten Schaummitteln in Form von Tensiden bzw. Fluortensiden.
[0019] Im folgenden werden Beispiele der Zusammensetzung des flüssigen Schaummittels angegeben.
1. Beispiel
[0020]
5 % Fluoralkylnatriumsulfonat
1 % Propylenoxid-Ethylenoxid-Block und Mischpolymerisat
2 % Butyldiglykol
10 % Fluorchlorkohlenwasserstoffgemisch ergibt ein homogenes wäßr. aussehendes Schaumlöschmittel
mit
82 % Wasser gemischt, ergibt dies die fertige Löschemulsion
2. Beispiel
[0021]
5 % Fluoralkylaminocarbonsäure
1 % Propylenoxid-Ethylenoxid-Block und Mischpolymerisat
2 % Butyldiglykol
10 % Fluorchlorkohlenwasserstoffgemisch ergibt ein homogenes wäßr. aussehendes Schaumlöschmittel
mit
82 % Wasser gemischt, ergibt dies die fertige Löschemulsion
3. Beispiel
[0022]
A % I inht Water FC 206
1,5 % Propylenoxid-Ethylenoxid-Block und Mischpolymerisat
10 % Fluorchlorkohlenwasserstoffgemisch ergibt ein gelartiges Schaumlöschmittel mit
82,5 % Wasser vermischt, ergibt dies die fertige Löschemulsion
4. Beispiel
[0023]
6 % Light Water FC 203
1 % Propylenoxid-Ethylenoxid-Block und Mischpolymerisat
10 % Fluorchlorkohlenwasserstoffgemisch ergibt ein homogenes, wässrig aussehendes
Schaumlöschmittel mit
83 % Wasser vermischt, ergibt dies die fertige Löschemulsion
5. Beispiel
[0024]
5 % Light Water FC600 Typ ATC
0,3 % Propylenoxid-Ethylenoxid-Block und Mischpolymerisat
5 % Fluorchlorkohlenwasserstoffgemisch ergibt ein gelartiges Schaumlöschmittel mit
89,7 % Wasser vermischt, ergibt dies die fertige Löschemulsion
[0025] Der Vollständigkeit halber wird im folgenden noch ein Beispiel angegeben, das nicht
unter den anliegenden Anspruch 1 fällt.
Beispiel
[0026]
10 % Fluoralkylnatriumsulfonat
10 % Fluorchlorkohlenwasserstoffgemisch 2 % Propylenoxid-Ethylenoxid-Block und Mischpolymerisat
ergibt ein gelartiges Schaumlöschmittel mit
78 % Wasser gemischt, ergibt dies die fertige Löschemulsion.
[0027] Die Erprobung der flüssigen Schaumlöschmittel gemäß den vorstehend angegebenen Beispielen
an einem 4 m
2 Normfeuer hat Löschzeiten von maximal 18 Sekunden bei einem Verbrauch von circa 8
Litern flüssiger Schaumlöschemulsion maximal ergeben. Mit dieser Löschemulsion ließen
sich große Wurfweiten, vergleichbar mit Wasser, erreichen, sodaß es möglich war, den
Brandherd aus grosser Entfernung zu bekämpfen. Die niedrigsiedende Komponente der
verwendeten Fluorchlorkohlenwasserstoffe, nämlich das Dichlortetrafluoräthan im Fluorkohlenwasserstoffgemisch
bewirkt, daß bereits beim Passieren der Flammfronten ein Schaum auf der Oberfläche
verbleibt, sodaß ein Absinken der noch nicht zum Verdampfen gebrachten höher siedenden
Kohlenwasserstoffe vermieden wird. Der benutzte Fluorchlorkohlenwasserstoff oder die
verwendeten Fluorchlorkohlenwasserstoffe, die auch als Fluorchlorkohlenwasserstoffgemisch
bezeichnet werden können, entfalten damit erst am Brandherd die volle Wirkung, wobei
das Verschäumen erst am Brandherd erfolgt und sich die Emulgationströpfchen durch
Verdampfen der quasi Inertgas Schanmbläschen argeben wodurch eine Bück- zündgefahr
praktisch auszuschließen ist. Die Emulgationströpfchen bestimmen die Bläschengröße.
Die Schaumbildung wird dadurch hervorgerufen, daß der Fluorchlorkohlenwasserstoff
durch Hitze verdampft. Das Fluorchlorkohlenwasserstoffgemisch ist in Form von ganz
kleinen Tröpfchen in dem Schaumlöschmittel enthalten. Jedes Tröpfchen Fluorchlorkohlenwasserstoff
verdampft erst durch die vorhandene Energie am Brandherd. Jedes dieser kleinen Fluorchlorkohlenwasserstoffbläschen
ist mit einem Tensidfilm mit geringer Oberflächenspannung ummantelt, weshalb durch
die Tröpfchengröße in dem flüssigen Schaumlöschmittel die Größe der Bläschen im entstehenden
Schaum vorgegeben ist. Dadurch bildet sich überraschenderweise ein feinporiger Schaum
von großer Haftfähigkeit. Dadurch, daß jedes Schaumbläschen mit einem quasi Inertgas
gefüllt ist, wird jede Rückzündgefahr ausgeschlossen, solange eine Schaumdecke vorhanden
ist.
[0028] Mit dem flüssigen Schaumlöschmittel wird vorteilhafterweise die Herstellung von Schaum
mittels eines Schaumrohres oder der Beimischung von Luft oder C0
2 zum Löschmittel vermieden ; vielmehr wird der Schaum durch das einemulgierte quasi
inerte Treibgas von selbst durch Einwirkung der am Brandherd vorhandenen Hitze gebildet.
Der niedrig siedende Anteil des Fluorkohlenwasserstoffgemisches erzeugt ein erstes
schnelles Aufspringen der Bläschen, sodaß die Löschemulsion, die schwerer als Wasser
ist, auf Treibstoffen und Lösungsmitteln schwimmt. Der bei Temperaturen über den normalen
Umgebungstemperaturen siedende Anteil des Fluorkohlenwasserstoffgemischs, beispielsweise
in Form von Trichlortrifluoräthan erzeugt bei Einwirkung von Wärme den eigentlichen
Schaum. Jede Schaumblase entspricht einem Emulsionströpfchen, sodaß der Schaum sehr
feinporig und gleichmäßig wird, sodaß er eine ausgezeichnete Haftfähigkeit an senkrechten
Strukturen erhält.
[0029] Die Herstellung des flüssigen Schaumlöschmittels erfolgt durch inniges Einrühren
von Stabilisatoren, Lösungsvermittlern und Fluorkohlenwasserstoffgemisch zum Schaummittel
unter Bildung einer homogenen Lösung oder einer gelartigen Form über einen Zeitraum
von etwa 10 Minuten bei Raumtemperatur. Nach einer bevorzugten Ausführungsform des
Verfahrens wird der Fluorkohlenwasserstoff gemeinsam mit dem Stabilisator und dem
Lösungsvermittler mit dem oder den Tensid(en) langsam so lange zusammen verrührt,
bis ein Gel oder eine homogene wässrige Phase entsteht. Das Gel oder die wässrige
Phase werden dem Löschwasser in einem Verhältnis von 1 : 99 bis 20: 80 unter Bildung
der Emulsion beigemischt. Die bei bekannten Schaumlöschmitteln notwendige Verwendung
von zusätzlichen Treibmitteln wie Luft oder CO
2 erübrigt sich bei dem flüssigen Schaumlöschmittel völlig.
1. Verfahren zur Brandbekämpfung unter Verwendung eines flüssigen Schaumlöschmittels,
das mindestens einen Halogenkohlen(wasser)stoff und ein Schaummittel enthält und das
sich über weite Distanzen fördern läßt, dadurch gekennzeichnet,
a. daß zunächst 20 bis 90 Gew% Fluorchlorkohlenwasserstoffe mit Propylenoxid-Ethylenoxid-Block
und -Mischpolymerisaten als Stabilisatoren und Tensiden als Schaummittel zusammen
solange verrührt werden, bis ein Gel oder eine homogene Lösung vorliegt,
b. daß dann das Gel. bzw. die homogene Lösung mit Löschwasser im Verhältnis 1 :99
bis 20:80 unter Bildung einer Löschemulsion vermischt wird und
c. daß dann die Löschemulsion zur Bildung des Löschschaums in Form eines Vollstrahls
oder Sprühstrahls auf den Brandherd gebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Tenside Fluortenside
verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Fluortensid eine amphotere
Fluoralkylaminokarbonsäure oder ein anionisches Fluoralkylnatriumsulfonat verwendet
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß Fluortenside aus
anionenaktiven Perfluoralkyl-Verbindungen verwendet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß Fluortenside auf
der Basis von Perfluoralkansulfonat verwendet werden.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im
Schaumlöschmittel Korrosionsinhibitoren . und/ oder Puffer und/oder Frostschutzmittel
verwendet werden.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Einarbeitung des oder der Fluorchlorkohlenwasserstoffe(s) in das Fluortensid Butyldiglykol
als Lösungsvermittler eingesetzt wird.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als
Fluorchlorkohlenwasserstoff(e) niedrig siedendes Dichlortetrafluoräthan mit Siedepunkt
3,6 °C und ein höher siedendes Trichlortrifluoräthan mit einem Siedepunkt von 47,6
°C verwendet werden.
9. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Propylenoxid-Ethylenoxid-Block und -Mischpolymerisate zur Herstellung des Gels
bzw. der homogenen Lösung in einer Menge von 2,9 bis 9,1 Gew.% verwendet werden.
1. Process for fire fighting, using a liquid foam fire-extinguishing agent which contains
at least one halogenated hydrocarbon and a foaming agent and which can be conveyed
over long distances, characterized
a. in that first 20 to 90 % by weight of fluorochlorohydrocarbons and propylene oxide/ethylene
oxide block and mixed polymers as stabilizers and surfactants as foaming agents are
stirred together until a gel or a homogeneous solution is present,
b. in that the gel or the homogeneous solution is then mixed with fire extinguishing
water in a ratio of 1 : 99 to 20 : 80, forming a fire-extinguishing emulsion, and
c. in that the fire-extinguishing emulsion is then applied to the seat of the fire
to form the fire-extinguishing foam in the form of a full jet or sprayed jet.
2. Process according to Claim 1, characterized in that fluoro surfactants are used
as the surfactants.
3. Process according to Claim 2, characterized in that an amphoteric fluoralkylaminocarboxylic
acid or an anionic sodium fluoralkylsulphonate is used as the fluoro surfactant.
4. Process according to Claim 2 or 3, characterized in that fluoro surfactants comprising
anion-active perfluoralkyl compounds are used.
5. Process according to Claim 3 or 4, characterized in that fluoro surfactants based
on perfluoralkanesulphonate are used.
6. Process according to one of the preceding claims, characterized in that corrosion
inhibitors and/or buffers and/or antifreezing agents are used in the foam fire-extinguishing
agent.
7. Process according to one of the preceding claims, characterized in that for incorporation
of the fluorochlorohydrocarbon(s) into the fluoro surfactant, butyldiglycol is used
as an aid to solution.
8. Process according to one of the preceding claims, characterized in that low-boiling
dichlorotetrafluoroethane having a boiling point of 3.6 °C and a higher-boiling trichlorotrifluoroethane
having a boiling point of 47.6 °C are used as the fluorochlorohydrocarbon(s).
9. Process according to one of the preceding claims, characterized in that the propylene
oxide/ethylene oxide block and mixed polymers are used to prepare the gel or the homogeneous
solution in an amount of 2.9 to 9.1 % by weight.
1. Procédé pour lutter contre l'incendie en utilisant un agent extincteur moussant
liquide qui contient au moins un halogéno(hydro)carbure et un agent moussant et qui
peut être propulsé sur de grandes distances, caractérisé en ce que
a. on agite d'abord 20 à 90 % en poids de fluorochlorohydrocarbures avec des polymères
séquencés et copolymères d'oxyde de propylène et d'oxyde d'éthylène comme stabilisants
et des tensio-actifs comme agents moussants ensemble jusqu'à formation d'un gel ou
d'une solution homogène,
b. on mélange ensuite le gel ou la solution homogène avec l'eau d'extinction dans
le rapport de 1 : 99 à 20 : 80 avec formation d'une émulsion extinctrice, et
c. on amène ensuite l'émulsion extinctrice pour former la mousse extinctrice, sous
la forme d'un jet plein ou d'un jet pulvérisé, sur le foyer d'incendie.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise des fluorotensio-actifs
comme tensio-actifs.
3. Procédé suivant la revendication 2, caractérisé en ce qu'on utilise comme fluorotensio-actif
un acide fluoroalcoylaminocarboxylique amphotère ou un fluoroalcoylsulfonate de sodium
anionique.
4. Procédé suivant la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce qu'on utilise des fluorotensio-actifs
consistant en perfluoroalcoyl-dérivés anioniques.
5. Procédé suivant la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce qu'on utilise des fluorotensio-actifs
à base de perfluoroalcanesulfonate.
6. Procédé suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en
ce qu'on utilise des inhibiteurs de corrosion et/ou des tampons et/ou des antigels
dans l'agent extincteur moussant.
7. Procédé suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en
ce qu'on utilise du butyldiglycol comme agent de solubilisation pour l'incorporation
du ou des fluorochlorohydrocarbures dans le fluorotensio-actif.
8. Procédé suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en
ce qu'on utilise comme fluorochlorohydrocarbures du dichlorotétrafluoroéthane à bas point d'ébullition ayant un point d'ébullition de 3,6
°C et un trichlo- rotrifluoroéthane à point d'ébullition plus élevé ayant un point
d'ébullition de 47,6 °C.
9. Procédé suivant l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en
ce qu'on utilise les polymères séquencés et copolymères d'oxyde de propylène et d'oxyde
d'éthylène en une quantité de 2,9 à 9,1 % en poids pour la préparation du gel ou de
la solution homogène.