[0001] Die Erfindung betrifft eine Ventilführung für ein Ventil einer Brennkraftmaschine,
wobei die Ventilführung auf der einem Ventilteller des Ventils abgekehrten Seite mit
einem Ventildichtring versehen ist, der mit einem Schaft des Ventils zusammenwirkt.
[0002] Bei einer bekannten Ventilführung (DE-AS 20 41 729) der eingangs genannten Gattung
wird der Gummiventilring mit einer Ringwand auf der Ventilführung festgehalten. Dieser
Ausführung haftet der Nachteil an, daß nach Uberhol- oder Instandsetzungsarbeiten
an der Brennkraftmaschine die Gefahr besteht, daß der Ventildichtring nicht mehr mit
der gesamten Länge der Ringwand auf der Ventilführung sitzt, da weder die richtige
Lage bestimmende noch dem Monteur hierfür Hinweise gebende Vorkehrungen vorgesehen
sind.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, den Ventildichtring so zu gestalten, daß seine
Festlegung in der vorgesehenen Einbaulage problemlos ist.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1 gelöst. Die Erfindung weiterbildende Merkmale enthalten die Unteransprüche.
[0005] Die mit der Erfindung hauptsächlich erzielten Vorteile sind darin zu sehen, daß der
Ventildichtring über seine Anschläge auf einfache Weise an der Ventilführung festlegbar
ist und zwar in der konstruktiv definierten Lage. Dabei ist die Ventilführung, weil
durch einen glatten, d.h. keine Stufen, Ansätze oder dergleichen aufweisenden Rohrkörper
dargestellt, ein leicht herstellbares Bauteil. Die Anschläge lassen sich an einem
Dichtabschnitte des Ventildichtrings haltenden Trägerteil leicht vorsehen. Die Anschläge
können durch Abwinkelungen des Trägerteils gebildet werden. Auch besteht die Möglichkeit,
die Anschläge durch Segmente zu bilden. Diese können Teil eines im Sinter- oder Fließpressverfahren
hergestellten Trägerteils sein.
[0006] In der Zeichnung werden Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt, die nachstehend
näher beschrieben sind.
[0007] Es zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch einen Zylinderkopf einer Brennkraftmaschine im Bereich
eines Ventils,
Fig. 2 eine Einzelheit X der Fig. 1 im Schnitt und größerem Maßstab,
Fig. 3 eine Ansicht entsprechend Fig. 2 einer anderen Ausführungsform.
[0008] In einem Zylinderkopf 1 einer nicht näher dargestellten Brennkraftmaschine ist eine
Ventilführung 2 eingesetzt, die durch einen glatten Rohrkörper 3, d.h. an ihm sind
keine Anschläge, Stufen oder dergleichen vorgesehen, gebildet wird. Die Ventilführung
2 umgibt teilweise ein axialbewegliches Ventil 4, das mit seinem Ventilteller 5 an
einem Ventilsitzring 6 anliegt.
[0009] Auf der dem Ventilteller 5 abgekehrten Seite ist die Ventilführung 2 mit einem Ventildichtring
7 versehen. Der Ventildichtring 7 ist mit einem ersten Dichtabschnitt 8 über die Ventilführung
2 geschoben und wirkt mit einem zweiten Dichtabschnitt 9 mit einem Schaft 10 des Ventils
4 zusammen (Fig. 2). Ein Spannelement 11 sichert eine definierte Dichtwirkung zwischen
Dichtabschnitt 9 und Schaft 10.
[0010] Die aus Gummi, Kunststoff oder dergleichen bestehenden Dichtabschnitte 8 und 9 können
aus einem Stück hergestellt sein und werden von einem vorzugsweise metallischen Trägerteil
12 getragen.
[0011] Gemäß Fig. 2 ist das Trägerteil 12 ringförmig gestaltet, d.h. es umgibt die Ventilführun
g 2.Darüber hinaus weist das Trägerteil 12 ein oder mehrere Anschläge 13 auf, die durch
vom Trägerteil 12 weggeführte Abwinkelungen 14 gebildet werden und an der Stirnseite
15 der Ventilführung 2 anliegen.
[0012] Die Anschläge 13 der Abwinkelungen 14 verlaufen etwa senkrecht zur Stirnseite 15
der Ventilführung 2.
[0013] Nach Fig. 3 ist das Trägerteil 16 im Sinter- oder Fließpressverfahren hergestellt,
wobei die Anschläge 17 6 durch aus einem Stück mit dem Trägerteil 16 hergestellte
Segmente 18 dargestellt sind. Die Anschläge 17 der Segmente 18, von denen im Ausführungsbeispiel
drei am Umfang gleichmäßig verteilt vorgesehen sind, verläuft etwa parallel zur Stirnseite
19 der Ventilführung 2.
1. Ventilführung für ein Ventil einer Brennkraftmaschine, wobei die Ventilführung
auf der einem Ventilteller des Ventils abgekehrten Seite mit einem Ventildichtring
versehen ist, der mit einem Schaft des Ventils zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ventilführung (2) durch einen glatten Rohrkörper (3) gebildet wird und daß
der Ventildichtring (7) mit einem oder mehreren festen Anschlägen (13 und 17) an der
Stirnseite (15 und 19) des Rohrkörpers (3) anliegt.
2. Ventilführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (13 und
17) Bestandteil eines metallische Dichtabschnitte (8 und 9) des Ventildichtrings (7)
tragenden ringförmigen Trägerteils (12 und 16) sind.
3. Ventilführung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (13) durch
vom Trägerteil (12) weggeführte Abwinkelungen (14) gebildet werden.
4. Ventilführung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge
(13) der Abwinkelungen (14) etwa senkrecht zur Stirnseite (15) des Rohrkörpers (3)
verlaufen.
5. Ventilführung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (17) durch
Segmente (18) des im Sinter-oder Fließpressverfahren hergestellten Trägerteils (16)
gebildet werden.
6. Ventilführung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (17) der
Segmente (18) etwa parallel zur Stirnseite (19) des Rohrkörpers verlaufen.