(19) |
 |
|
(11) |
EP 0 208 864 A2 |
(12) |
EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
(43) |
Veröffentlichungstag: |
|
21.01.1987 Patentblatt 1987/04 |
(22) |
Anmeldetag: 13.05.1986 |
|
|
(84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE IT |
(30) |
Priorität: |
14.05.1985 DE 3517378
|
(71) |
Anmelder: Röttger Jansen-Herfeld |
|
42824 Remscheid (DE) |
|
(72) |
Erfinder: |
|
- Jansen-Herfeld, Röttger
D-5630 Remscheid (DE)
|
(56) |
Entgegenhaltungen: :
|
|
|
|
|
|
|
|
(54) |
Durch Beschleunigungskraft betätigte Kolbenpumpe |
(57) Mit einem oszillierenden Maschinenbauteil, insbesondere Gatterrahmen, verbundene
Kolbenpumpe, die durch einen Excenter betätigt wird, wobei der Excenter durch die
Beschleunigungen des oszillierenden Maschinenteils hin und her bewegt wird. Über seine
Peripherie drückt der Excenter gegen den Kolben der Pumpe und Ist dabei so angeordnet,
daß der Excenter in seinen beiden Totpunkten den Kolben am weitesten in den Pumpenblock
hineindrückt und somit zum Zeitpunkt der größten Beschleunigungen den größten Druck
ausübt.
|

|
[0001] Zur Druckerzeugung in hydraulischen Spannsystemen an hin und her gehenden Maschinenteilen,
z. B. Gattermaschinen zum Schneiden von Holz oder Stein, sind Pumpen bekannt geworden,
die im Stillstand angekuppelt werden, um den Druckaufbau zu bewirken. Eine weitere
Anordnung sind stationäre Pumpen, die über eine flexible Schlauchverbindung mit den
hin und her gehenden Rahmen bzw. Spannvorrichtungen verbunden sind. Eine weitere Variante
sind Pumpen, die mit dem Spannsystem fest verbunden sind und mit dem Maschinenrahmen
hin und her gehen.
[0002] Diese Systeme haben die Nachteile, daß entweder der Druck nicht konstant gehalten
werden kann während des Arbeitens der Maschine oder aber aufwendige und dadurch bruchempfindliche
Verbindungsleitungen zu der stationären Pumpe vorgesehen werden müssen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Pumpe zu schaffen, die während des
Laufens der Maschine mit den Spannapparaten verbunden ist und gleichzeitig den Druck
konstant hält, auch wenn dieser durch Längerwerden der Sägeblätter oder durch sonstige
Einflüsse abfällt, wobei diese Pumpe stetig mit den Spannvorrichtungen und dem hin
und her gehenden Maschinenteil fest verbunden ist.
[0004] Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe wird dadurch erreicht, daß eine Kolbenpumpe
fest an dem oszillierenden Maschinenteil befestigt ist und der Kolben durch eine Excenterscheibe,
die durch die Fliehkräfte hin und her bewegt wird, entsprechend der Excenterbewegung
ebenfalls hin und her bewegt wird, wobei der Excenter unmittelbar oder mittelbar durch
ein am Excenter außen angeordnetes Kugellager über den Kolbenkopf gleitet.
[0005] Durch diese Anordnung des Zusammenwirkens der Excenterscheibenmasse, der Beschleunigungen
des Maschinenteils, des Schwerpunktabstandes der Excenterscheibe zum systemfesten
Drehpunkt und dem daraus resultierenden Kraftmoment können bei laufender Maschine
und entsprechender Dimensionierung der Bauteile Drücke bis zu 1000 bar erzeugt werden.
[0006] Die einzige Darstellung zeigt eine derartige Pumpe in einer Schnittebene, die parallel
zur Oszillationsbewegung des Maschinenteils liegt. In dem Pumpengehäuse (1) ist der
Pumpenblock (2) mit dem Saugrückschlagventil (3) und dem Druckrückschlagventil (4)
angeordnet. Der hin und her gehende Kolben (5) wird durch die Excenterscheibe (8)
in den Pumpenblock (2) hineingedrückt und durch die Feder (6) wieder herausgezogen,
wobei das öl durch den Kanal (R) angesaugt und durch den Kanal (P) unter Druck gesetzt,
herausgedrückt wird. Hierbei dreht sich die Excenterscheibe (8) um die Achse (7),
die fest mit dem Pumpengehäuse (1) verbunden ist. Zur Erhöhung der Massenkräfte ist
mit der Excenterscheibe (8) eine Excenterzusatzmasse (9) fest verbunden. Durch die
Oszillationsbewegung (O) wird die Excenterscheibe (8) mit ihrer Excenterzusatzmasse
(9) um den Winkel α hin und her bewegt, und zwar aus der Mittellage (I) in die beiden
Endlagen (II und III), in denen die größten Fliehkräfte der Maschinen wirken und somit
die größten Drücke erzeugt werden, d. h. der Kolben (5) jeweils in seine äußerste
Lage in den Pumpenblock (2) gedrückt wird.
Bezugszeichenliste
[0007]
1 Pumpengehäuse
2 Pumpenblock
3 Saugrückschlagventil
4 Druckrückschlagventil
5 Kolben
6 Feder
7 Excenterachse
8 Excenterscheibe
9 Excenterzusatzmasse
[0008] α Schwenkwinkel
H Kolbenhub
O Oszillationsrichtung
I Excenterstellung
II Excenterstellung
III Excenterstellung
1) Mit einem hin und her gehenden Maschinenteil fest verbundene Kolbenpumpe (2) dadurch
gekennzeichnet, daß eine Excenterscheibe (8) mit ihrer Achse (7), die fest mit dem
oszillierenden Maschinenteil verbunden ist, so angeordnet ist, daß die Achse (7) etwa
senkrecht zur Oszillationsbewegungsrichtung (O) angeordnet ist und durch die Fliehkräfte
um den Winkel α dergestalt schwenkbar ist, daß die gegen einen Kolben (5) kraftschlüssig
wirkende Excenterscheibe (8) den Kolben (5) am tiefsten in den Pumpenblock (2) drückt,
wenn sich die Excenterscheibe (8) in ihren beiden äußeren Totpunkten (II und III)
und sich die Excenterscheibe (8) in diesen Positionen unter dem Einfluß der größten
Beschleunigung des oszillierenden Maschinenteils befindet.
2) Kolbenpumpe nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Excenterscheibe (8)
mit einer Excenterzusatzmasse (9) dergestalt fest verbunden ist, daß dadurch das Massenträgheitsmoment
bezogen auf die Achse (7) vergrößert wird.
3) Kolbenpumpe nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 2 dadurch gekennzeichnet,
daß an der Peripherie der Excenterscheibe (8) zumindest im Bereich des Kopfes des
Kolbens (5) ein Kugellager angeordnet ist.
