[0001] Die Erfindung betrifft eine Läppeinrichtung zur Oberflächenverbesserung von schüttfähigem
Gut, insbesondere zur Vorbehandlung für das galvanische Abscheiden von Aluminium aus
aprotischen, sauerstoff- und wasserfreien, aluminiumorganischen Elektrolyten, mit
einem Behandlungsraum, in welchem zwischen dem schüttfähigen Gut und einem Läppmittel
eine Relativbewegung erzeugbar ist.
[0002] Unter dem Begriff Läppen soll im folgenden ein spangebendes Bearbeitungsverfahren
mit losem, in einer Paste oder Flüssigkeit verteiltem Korn, dem Läppmittel, verstanden
werden. Demgegenüber handelt es sich beim Schleifen um ein spangebendes Bearbeitungsverfahren
mit vielschneidigen Werkzeugen von geometrisch unbestimmter Schneidenform, die aus
einer Vielzahl gebundener Körner bestehen.
[0003] Gattungsgemäße Läppeinrichtungen sind beispielsweise aus der Zeitschrift "Galvanotechnik",
0-7968 Saulgau, 76 (1985), Nr.l, Seiten 67 und 68 bekannt. In den dort allerdings
mit Gleitschliffanlagen bezeichneten Läppeinrichtungen erfolgt die Beabeitung in einer
bewegten Schüttung aus Werkstücken und Schleifkörpern. Die Bearbeitung in derartigen
Läppeinrichtungen, die als Trommeln, Glocken, Vibratoren, Fliehkraftanlagen und Schleppschleifanlagen
ausgebildet sein können, setzt eine Relativbewegung zwischen Werkstücken und Schleifkörpern
voraus, die regellos vor sich gehen kann und sowohl tangential wie auch normal zur
Oberfläche der Werkstücke verlaufen kann. Aus der US-A- 3 935 680 ist eine Läppeinrichtung
zur Oberflächenverbesserung von schüttfähigem Gut bekannt, bei welcher eine aus dem
Gut und Abriebmitteln bestehende Masse in ein kreisförmiges Vibrationsrohr eingebracht
und dort durch den geringer werdenden Querschnitt des Vibrationsrohres verdichtet
wird. Die Einfüllöffnung des Vibrationsrohres wird beim Betrieb verschlossen, wobei
dieses Verschließen nur dem Zweck dient eine wesentlich größere Menge als bei einem
offenen Vibrationsrohr bearbeiten zu können. Die Baugröße der Läppeinrichtung ist
jedoch begrenzt, da das Vibrationsrohr zusammen mit dem darin enthaltenen Gut und
dem Abriebmittel in Schwingungen versetzt werden muß. Dementsprechend ist auch der
erzielbare Durchsatz entsprechend gering. Der Einsatz der bekannten Läppeinrichtungen
erfolgt insbesondere in der Galvanotechnik zur allgemeinen Verbesserung des Oberflächenzustandes
von Werkstücken mit dem Ziel, bei einer nachfolgenden galvanischen Bearbeitung gut
haftende galvanische Niederschläge zu gewährleisten. Die vorzunehmende Oberflächenverbesserung
kann je nach dem Ausgangszustand der Werkstücke ein Kantenverrunden, Glätten, Glänzen,
Polieren, Entfetten und Entzundern einschließen. Weitere Anwendungsgebiete der bekannten
Läppeinrichtungen sind Oberflächenverbesserungen für eine nachfolgende Metallisierung
im Vakuum, für das Aufbringen von Lackschichten und für andere Verfahren der Beschichtung
von Werkstücken mit zumeist sehr dünnen, schützenden und verschönernden Überzügen
auf weniger wertvollen Unterlagen.
[0004] Die in den bekannten Läppeinrichtungen erzielten Oberflächenverbesserungen werden
bei vielen Werkstoffen durch den Kontakt mit Luft und Luftfeuchtigkeit sehr rasch
wieder teilweise aufgehoben. Durch vor dem Einbringen der Werkstücke in das galvanische
Bad einsetzende Oberflächenreaktionen, wie Oxidationen, Korrosionen und dergleichen,
werden dann die Voraussetzungen für gut haftende galvanische Niederschläge zumindest
erheblich beeinträchtigt.
[0005] Aus aprotischen, sauerstoff- und wasserfreien, aluminiumorganischen Elektrolyten
abgeschiedenes Aluminium zeichnet sich durch seine Duktilität, Porenarmut, Korrosionsfestigkeit
und Eloxierfähigkeit aus. Da der Zutritt von Luft durch Reaktion mit Luftsauerstoff
und Luftfeuchtigkeit eine erhebliche Verringerung der Leitfähigkeit und der Lebensdauer
dieser Elektrolyten bewirkt, muß das Galvanisieren in einer unter Luftabschluß arbeitenden
Behandlungseinrichtung vorgenommen werden. Damit auch beim Be- und Entladen dieser
unter Luftabschluß arbeitenden Behandlungseinrichtungen der Zutritt von Luft verhindert
werden kann, sind außerdem Ein- und Ausfuhrschleusen erforderlich, die als Gasschleusen,
als Flüssigkeits-schleusen oder als kombinierte Gas-Flüssigkeits-Schleusen ausgebildet
und mit Fördermitteln zum Durchschleusen des Galvanisiergutes ausgerüstet sind. Eine
derartige unter Luftabschluß arbeitende und mit Ein- und Ausfuhrschleusen versehene
Aluminiereinrichtung für die Massengalvanisierung von schüttfähigem Gut ist beispielsweise
aus der EP-OS 0 070 011 bekannt.
[0006] Das Aluminieren unter Verwendung aprotischer, aluminiumorganischer Elektrolyten erfordert
eine besonders sorgfältige Vorbehandlung und Oberflächenverbesserung des Aluminiergutes.
So dürfen einerseits zwischen der Vorbehandlung in einer Läppeinrichtung und dem Einbringen
des Galvanisiergutes in die Aluminiereinrichtung keine die Haftfestigkeit der Aluminiumschichten
beeinträchtigenden Oberflächenreaktionen stattfinden, während andererseits ein Einschleppen
von Luftsauerstoff, Luftfeuchtigkeit und anderen, für den empfindlichen Elektrolyten
schädlicher Stoffe mit dem Aluminiergut verhindert werden muß. Aus den genannten Gründen
ist es beispielsweise bislang noch nicht gelungen, Galvanisiergut aus Werkstoffen
wie Eisen, Stahl, Titan und dergleichen unmittelbar nach der Vorbehandlung in einer
Läppeinrichtung mit haftfesten galvanischen Aluminiumüberzügen zu versehen. Um gut
haftende Aluminiumüberzüge zu erhalten, mußte zuvor eine galvanisch abgeschiedene
Zwischenschicht aus Nickel aufgebracht werden.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Läppeinrichtung zur Oberflächenverbesserung
von schüttfähigem Gut zu schaffen, bei welcher die erzielte allgemeine Verbesserung
des Oberflächenzustandes des Gutes bis zu einer nachfolgenden Beschichtung aufrechterhalten
werden kann.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Läppeinrichtung durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 und gemäß einer Alternative durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruchs 2 gelöst.
[0009] Beide Lösungen beruhen auf der gemeinsamen Idee, daß das Läppen in einem gasdicht
verschließbaren und mit einem Inertgas beaufschlagbaren ortsfesten Behandlungsraum
unter Luftabschluß vorgenommen werden kann, sofern als Fördermittel für den dann notwendigen
Transport des schüttfähigen Gutes durch den Behandlungsraum ein Schwingförderer verwendet
wird. Der Schwingförderer kann das schüttfähige Gut dann durch ein im Behandlungsraum
enthaltenes Läppmittelbad transportieren, d.h. die für den Läppvorgang erforderliche
Relativbewegung zwischen dem schüttfähigen Gut und dem Läppmittel wird auf ähnliche
Weise wie bei den als Vibratoren ausgebildeten bekannten Läppeinrichtungen erzeugt.
Gemäß der Alternativlösung kann das Läppoen aber auch nach Art des Strahlläppens vorgenommen
werden, wobei die aus den Läppmitteldüsen austretenden Strahlen auf das schüttfähige
Gut gerichtet werden, das auf der Förderbahn des Schwingförderers vorbeibewegt wird.
Das unter Luftabschluß durch Tauchläppen oder Strahlläppen bearbeitete Gut kann dann
- ohne mit Luft in Berührung zu kommen - unmittelbar oder über eine Einfuhrschleuse
in eine nachgeordnete Beschichtungseinrichtung eingebracht werden. Auf diese Weise
können die Oberflächenverbesserung beeinträchtigende Reaktionen - wie Oxidationen,
Korrosionen und dergl. - bis zum nachfolgenden Beschichtungsvorgang ausgeschlossen
werden. Die erfindungsgemäßen Läppeinrichtungen sind daher insbesondere auch für die
Vorbehandlung für das galvanische Abscheiden von Aluminium aus aprotischen, sauerstoff-
und wasserfreien, aluminiumorganischen Elektrolyten geeignet. Dabei kann sogar beim
Aluminieren von schüttfähigem Gut aus Eisen, Stahl, Titan und dergleichen das bisher
erforderliche galvanische Abscheiden einer Zwischenschicht aus Nickel entfallen, da
das Läppen problemlos unter einer Inertgas-Atmosphäre mit Hilfe nichtwäßriger, aprotischer
Läppmittel vorgenommen werden kann.
[0010] Bei den in den erfindungsgemäßen Läppeinrichtungen eingesetzten Schwingförderern
handelt es sich um Fördermittel, welche schüttfähiges Gut unter Ausnutzung der Massenkräfte
auf einem festgelegten Förderweg in waagrechter und/ oder geneigter Richtung transportieren.
Als Antriebsmittel dienen in der Regel schrägwirkende Vibratoren oder schräggestellte
Lenker, welche die Förderbahn derart in Schwingungen versetzen, daß das Gut meist
Mikrowurfbewegungen ausführt und dadurch gegebenenfalls unter Gewinn an Höhe in Förderrichtung
transportiert wird.
[0011] Der Einsatz derartiger Schwingförderer in den erfindungsgemäßen Läppeinrichtungen
ermöglicht eine äußerst schonende Förderung des schüttfähigen Gutes, wobei ein Verklemmen
des Fördergutes nicht zu befürchten ist. Im Hinblick auf das unter Luftabschluß stattfindende
Läppen hat der Einsatz eines Schwingförderers als Fördermittel den zusätzlichen Vorteil,
daß keine aus dem Behandlungsraum herausgeführten Antriebswellen abgedichtet werden
müssen. Eine derartige Abdichtung rotierender Teile, die beim Einsatz anderer Fördermittel
erforderlich wäre, ist bei den beispielsweise bei einer Vorbehandlung mit aprotischen
Läppmitteln gestellten hohen Anforderungen durchaus als problematisch anzusehen.
[0012] Ein in den erfindungsgemäßen Einrichtungen eingesetzter Schwingförderer besitzt vorzugsweise
eine nach oben führende Förderbahn. Im Hinblick auf einen möglichst geringen Platzbedarf
bei relativ großer Länge der Förderbahn und damit der Bearbeitungsstrecke ist es dann
besonders vorteilhaft, wenn die Förderbahn wendelförmig nach oben geführt ist. Für
die Förderung des Gutes durch den Behandlungsraum wird also ein sogenannter Vibrationswendelförderer
verwendet, dessen Einsatz sich bereits beim Zuführen und Ordnen von Kleinteilen in
der Handhabungstechnik bewährt hat (VDI-Z 123, 1981, Nr.3-Febr.I, Seiten 82-86). In
sämtlichen Fällen ist die Förderbahn des Schwingförderers vorzugsweise als Schwingrinne
ausgebildet, welche mit geringem Aufwand eine sichere Führung des durch den Behandlungsraum
zu transportierenden Gutes gewährleistet.
[0013] Beim Tauchläppen in einem Läppmittelbad ist die Förderbahn des Schwingförderers vorzugsweise
über den Spiegel des Läppmittelbades hinausgeführt. Oberhalb des Badspiegels wird
dann an dem Gut noch anhaftendes Läppmittel durch die Schwingungen weggeschleudert,
wobei dieser Effekt noch begünstigt wird, wenn die Förderbahn zumindest in dem über
den Spiegel des Läppmittelbades hinausgeführten Bereich mit einer Perforation versehen
ist.
[0014] Ein Verschleppen des Läppmittels aus dem Behandlungsraum kann gänzlich ausgeschlossen
werden, wenn oberhalb des Spiegels des Läppmittelbades eine Sprüheinrichtung zum Versprühen
eines flüssigen Reinigungsmittels angeordnet wird. Vorzugsweise wird dabei ein im
Läppmittelbad enthaltenes Lösungsmittel der Sprüheinrichtung als Reinigungsmittel
zugeführt. Um die Zusammensetzung des Läppmittelbades möglichst konstant zu halten,
wird dieses Lösungsmittel entweder mit Hilfe mindestens eines Filters oder mit Hilfe
einer Destilliereinrichtung aus dem Läppmittelbad gewonnen.
[0015] Die Zufuhr des schüttfähigen Gutes zu der Läppeinrichtung ist besonders einfach zu
realisieren, wenn dem Schwingförderer - in Förderrichtung gesehen - ein Schwerkraftförderer
vorgeschaltet ist. Die gleichen Vorteile ergeben sich auch, wenn dem Schwingförderer
- in Förderrichtung gesehen - ein Schwerkraftförderer nachgeordnet ist. In beiden
Fällen ist es dann besonders günstig, wenn der Schwerkraftförderer durch ein Fallrohr
gebildet ist. Derartige Fallrohre können im Hinblick auf den Luftabschluß des Behandlungsraumes
auch besonders leicht an entsprechende Ein- oder Ausfuhrschleusen angeschlossen werden.
Bei einer Ausfuhrschleuse kann das Fallrohr dann auch bereits als abwärtsführender
Schenkel einer U-förmigen Flüssigkeitsschleuse herangezogen werden. Im übrigen können
bei der Verwendung von Ein- oder Ausfuhrschleusen für das Einbringen bzw. Austragen
des schüttfähigen Gutes ebenfalls Schwingförderer eingesetzt werden, die eine schonende
Behandlung des Gutes gewährleisten und im Hinblick auf die Abdichtung der Schleusenkammern
keine Probleme aufwerfen.
[0016] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist das schüttfähige
Gut über eine wahlweise an das Ende des Schwingförderers anschließbare Rückführeinrichtung
in den Anfangsbereich des Schwingförderers rückführbar. In diesem Fall kann das Läppen
in zwei oder mehreren Durchläufen vorgenommen werden, d.h. die Läppdauer kann ohne
Verlängerung der Förderbahn beliebig gesteigert werden. Erst nach Erreichen des gewünschten
Oberflächenzustandes wird das Gut ausgetragen. Die Umstellung zwischen Umlauf und
Austrag ist besonders einfach zu bewerkstelligen, wenn die Rückführeinrichtung über
eine Weiche an das Ende des Schwingförderers anschließbar ist. Ist die Rückführeinrichtung
als Schwerkraftförderer ausgebildet, so kann auf zusätzliche Fördermittel für die
Rückführung verzichtet werden. Auch hier wird der Schwerkraftförderer dann wieder
zweckmäßigerweise durch ein Fallrohr gebildet, welches außerdem bei schonender Behandlung
des Gutes dessen Durchmischung weiter verbessert.
[0017] Eine zusätzliche Durchmischung des Gutes mit einer besonders gleichmäßigen Oberflächenbehandlung
von allen Seiten her kann auch dadurch erreicht werden, daß die Förderbahn des Schwingförderers
- in Förderrichtung gesehen - mindestens eine nach unten führende Stufe aufweist.
[0018] Die nach oben führende Förderbahn des Schwingförderers ist vorzugsweise an einer
zentrisch angeordneten Tragsäule befestigt. Derartige Tragsäulen erfüllen dann neben
der Schwingungsübertragung auch die Aufgabe einer raumsparenden Tragkonstruktion für
die Förderbahn.
[0019] Die Schwingungserzeugung wird dann mit geringem Aufwand dadurch bewirkt, daß die
Tragsäule auf einem Vibrator angeordnet ist. Es ist aber auch möglich, daß die Tragsäule
auf einer im Behandlungsraum schwingungsfähig gelagerten Tragplatte angeordnet ist
und einen Vibrator trägt. Durch die Einbeziehung der gesamten Schwingungserregung
in den Behandlungsraum entfällt das Problem der Abdichtung von nach außen geführten
schwingenden Antriebsmitteln.
[0020] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im
folgenden näher beschrieben.
[0021] Es zeigen in stark vereinfachter schematischer Darstellung
Fig.l eine erste Ausführungsform einer Läppeinrichtung für schüttfähiges Gut,
Fig.2 eine zweite Ausführungsform einer Läppeinrichtung für schüttfähiges Gut,
Fig.3 Einzelheiten der Läppeinrichtung gemäß Fig.l eingesetzten Förderbahn,
Fig.4 ein erstes Prinzip zur Gewinnung eines Reinigungsmittels aus dem Läppmittelbad
und
Fig.5 ein zweites Prinzip zur Gewinnung eines Reinigungsmittels aus dem Läppmittelbad.
[0022] Fig.l zeigt im Längsschnitt eine erste Ausführungsform einer turmförmigen Läppeinrichtung
zur Oberflächenverbesserung von schüttfähigem Gut G, bei welchem es sich beispielsweise
um Bolzen, Muttern, Schrauben, Abstandsbuchsen und dergleichen handelt. Die Behandlung
des schüttfähigen Gutes G dient als Vorbehandlung für das nachfolgende galvanische
Abscheiden von Aluminium aus einem aprotischen, sauerstoff- und wasserfreien, aluminiumorganischen
Elektrolyten.
[0023] In einem auf einem Gestell Ge angeordneten und mit Hilfe eines oberen Deckels Del
gasdicht verschlossenen, kreiszylindrischen Behandlungsraum Brl befindet sich ein
Läppmittelbad Lbl, bei welchem es sich um in einem aprotischen Lösungsmittel, wie
z.B. Toluol, aufgeschwemmtes Läppkorn, wie z.B. Siliziumcarbid, Elektrokorund und
dergleichen, handelt. Der oberhalb des Spiegels Spl des Läppmittelbades Lbl liegende
Bereich des Behandlungsraumes Brl wird mit einem Inertgas, wie z.B. Stickstoff, beaufschlagt,
wobei die Zufuhr dieses Inertgases durch einen Pfeil Ig aufgezeigt ist.
[0024] Das zu bearbeitende Gut G wird über eine nicht näher dargestellte Einfuhrschleuse
und ein Fallrohr FrlO von oben her in den unteren Bereich des Behandlungsraumes Brl
eingebracht, wobei das Fallrohr Fr10 bis zur Höhe des Spiegels Spl mit dem Läppmittelbad
Lbl gefüllt und darüber mit Inertgas Ig beaufschlagt ist. Das über das Fallrohr Fr10
eingebrachte Gut G fällt dann auf das untere Ende der Förderbahn Fbl eines innerhalb
des Behandlungsraumes Brl angeordneten und insgesamt mit Sfl bezeichneten Schwingförderers.
Auf der als Schwingrinne ausgebildeten und wendelförmig nach oben führenden Förderbahn
Fbl wird das Gut G über den Spiegel Spl des Läppmittelbades Lbl hinaus nach oben transportiert
und fällt dann in das trichterförmig ausgebildete obere Ende eines aus dem Behandlungsraum
Brl hinausführenden Fallrohres Frl, welches sich nach Art eines Hosenrohres in ein
Fallrohr Frllund ein Fallrohr Fr12 aufzweigt. In der in Fig.l dargestellten Stellung
einer an der Verzweigungsstelle angeordneten Weiche Wel wird das Gut G dann über das
in den Behandlungsraum Brl wieder eintretende Fallrohr Frl2 auf den untersten Gang
der wendelförmigen Förderbahn Fbl zurückgeführt. Wird die als schwenkbare Klappe ausgebildete
Weiche Wel in Richtung des Pfeiles Pf umgestellt, so gelangt das Gut G über das Fallrohr
Frll unmittelbar oder über eine Schleuse in eine nachfolgend angeordnete und unter
Luftabschluß arbeitende Aluminiereinrichtung.
[0025] Die innerhalb des Behandlungsraumes Brl wendelförmig nach oben führende Förderbahn
Fbl ist an einer zentrisch angeordneten Tragsäule Tsl befestigt, deren unteres Ende
auf einem zentrisch innerhalb des Gestells Ge angeordneten Vibrator Vl befestigt ist.
Der Durchtritt der Tragsäule Tsl durch den Boden des Behandlungsraumes Brl ist durch
einen elastischen und verschleißfesten Balg Bl abgedichtet, welcher einerseits mit
einer auf die Tragsäule Tsl aufgesetzten Scheibe und andererseits mit dem Boden des
Behandlungsraumes Brl verbunden ist. Durch den Vibrator V1 wird die Förderbahn Fbl
über die Tragsäule Tsl zu Schwingungen mit einer etwa schraubenförmigen Bewegung angeregt.
Aufgrund der schiefen Bewegung und der dabei auftretenden Beschleunigungen und Geschwindigkeiten
wird dem auf der wendelförmig nach oben führenden Förderbahn Fbl liegenden Gut G ein
schiefer Wurf aufgezwungen, so daß das schüttfähige Gut G unter Gewinn an Höhe in
Förderrichtung nach oben transportiert wird. Da die Wurfweite und Wurfhöhe äußerst
gering sind, handelt es sich bei dieser Art der Förderung um eine Mikrowurfförderung,
welche eine äußerst schonende Behandlung des Gutes G gewährleistet. Im dargestellten
Beispiel ist die Tragsäule Tsl über einen Flansch Fla mit einem sich nach unten hin
konisch erweiterten Tragkörper Tk des Vibrators Vl fest verbunden. Der Tragkörper
Tk ist über mehrere Federn Fdl schwingungsfähig auf dem Fundament gelagert. Innerhalb
des konischen Tragkörpers Tk ist ein Unwuchtantrieb Ua angeordnet, dessen Motor M
zu beiden Seiten angeordnete Schwungscheiben Ss mit einstellbarer Exzentrizität e
antreibt. Die Antriebsachse Aa des Motors M ist dabei um einen Winkel von beispielsweise
45° zur Horizontalen geneigt, so daß die Unwucht der Schwungscheiben Ss die bereits
erwähnten Schwingungen mit einer etwa schraubenförmigen Bewegung erzeugt.
[0026] Das schüttfähige Gut G wird über die Förderbahn Fbl durch das Läppmittelbad Lbl transportiert
und hierbei durch die Relativbewegung zwischen dem Gut G und dem in dem Läppmittelbad
Lbl enthaltenen Läppkorn in seiner Oberflächenbeschaffenheit verbessert. Die Läppeinrichtung
wird in der in Fig.l dargestellten Stellung der Weiche Wel so lange im Umlauf betrieben,
bis sich die erwünschte Oberflächenverbesserung eingestellt hat. Danach wird das über
den Spiegel Spl des Läppmittelbades Lbl hinausgeförderte Gut G mit Hilfe einer im
Behandlungsraum Brl. angeordneten Sprüheinrichtung Sel von dem noch anhaftenden Läppmittel
befreit und über die in Richtung des Pfeiles Pf umgestellte Weiche Wel und das Fallrohr
Frll in die nachgeordnete Aluminiereinrichtung eingebracht. Die Sprüheinrichtung Sel
versprüht dabei ein flüssiges Reinigungsmittel Rm, dessen Gewinnung aus dem Läppmittelbad
Lbl an späterer Stelle noch anhand der Fig.4 und 5 näher erläutert wird. Da der gesamte
Läppvorgang unter einer Inertgas-Atmosphäre und unter völlig aprotischen Bedingungen
stattfindet und das Gut G auch bei dem Einbringen in die nachgeordnete Aluminiereinrichtung
nicht mit Luft in Berührung kommt, bleibt die erzielte Oberflächenverbesserung bis
zum Abscheiden des Aluminiums erhalten. Aus diesem Grunde kann sogar aus Eisen, Stahl,
Titan und dergleichen bestehendes Gut G ohne das bisher erforderliche Aufbringen einer
Zwischenschicht aus Nickel unmittelbar galvanisch mit Aluminium überzogen werden.
[0027] Im Hinblick auf die abrasiven Eigenschaften des im Läppmittelbad Lbl enthaltenen
Läppkorns sollten die Wandung und der Boden des Behandlungsraumes Brl, die Förderbahn
Fbl und die Tragsäule Tsl zumindest in den mit dem Bad in Berührung kommenden Bereichen
aus abriebbeständigen Werkstoffen bestehen oder mit abriebfesten Überzügen, wie z.B.
Hartmetall, versehen sein.
[0028] Das im Behandlungsraum Brl untergebrachte Läppmittelbad Lbl muß von Zeit zu Zeit
erneuert oder auch in einem kontinuierlichen Aufbereitungsprozeß vom Abrieb befreit
und mit neuem Läppkorn versehen werden. Die Zufuhr und Entnahme des flüssigen Läppmittels
ist in Fig.l durch entsprechende Pfeile Zu und Ab angedeutet.
[0029] Fig.2 zeigt im Längsschnitt eine zweite Ausführungsform einer turmförmigen Läppeinrichtung
zur Oberflächenbehandlung von schüttfähigem Gut G. Das hier mit Lb2 bezeichnete aprotische
Läppmittelbad befindet sich in einem unmittelbar auf dem Flur angeordneten und mit
Hilfe eines oberen Deckels De2 gasdicht verschlossenen, kreiszylindrischen Behandlungsraum
Br2. Der oberhalb des Spiegels Sp2 des Läppmittelbades Lb2 liegende Bereich des Behandlungsraumes
Br2 wird mit einem Inertgas beaufschlagt, dessen Zufuhr durch einen Pfeil Ig aufgezeigt
ist.
[0030] Das zu behandelnde Gut G wird über ein Fallrohr Fr20 in den Behandlungsraum Br2 eingebracht
und fällt dann auf das untere Ende der Förderbahn Fb2 eines innerhalb des Behandlungsraumes
Br2 angeordneten und insgesamt mit Sf2 bezeichneten Schwingförderers. Auf der als
Schwingrinne ausgebildeten und wendelförmig nach oben führenden Förderbahn Fb2 wird
das Gut G durch das Läppmittel Lb2 nach oben transportiert und fällt dann auf eine
als kurze Rinne ausgebildete Weiche We2. Auf dem Weg nach oben passiert das Gut G
mehrere nach unten führende Stufen St der Förderbahn Fb2, deren Stufenhöhe so bemessen
ist, daß sich das Gut G beim Fallen dreht und eine verbesserte Durchmischung des Gutes
G erzielt wird. Bei der in Fig.2 dargestellten Stellung der Weiche We2 gelangt das
Gut G in ein als Rückführeinrichtung dienendes Fallrohr Fr22, welches das Gut G wieder
zum untersten Gang der Förderbahn Fb2 zurückführt. Bei der dargestellten Stellung
der Weiche We2 wird das Gut G also im Umlauf durch das Läppmittelbad Lb2 gefördert.
Nach Erreichen der gewünschten Oberflächenverbesserung wird das Gut G mit Hilfe einer
Sprüheinrichtung Se2 gereinigt und bei umgestellter Weiche We2 über ein Fallrohr Fr21
ausgetragen. Die obere Öffnung dieses Fallrohres Fr21 ist durch einen Deckel D verschließbar,
wobei das Öffnen und Schließen dieses Deckels D über eine nach außen geführte Betätigungsstange
Bs pneumatisch oder hydraulisch vorgenommen werden kann. Die Weiche We2 ist dabei
über ein Koppelglied Kg derart an die Betätigungsstange Bs angelenkt, daß mit dem
Öffnungshub des Deckels D eine Umstellung erfolgt und das Gut G über das Fallrohr
Fr21 in eine nachgeordnete Aluminiereinrichtung gelangt.
[0031] Die wendelförmige Förderbahn Fb2 ist an einer zentrisch angeordneten Tragsäule Ts2
befestigt, deren unteres Ende über eine Tragplatte Tp und mehrere Federn Fd2 schwingungsfähig
auf dem Boden des Behandlungsraumes Br2 gelagert ist und deren oberes in dem oberhalb
des Spiegels Sp2 des Läppmittelbades Lb2 liegenden Bereich einen Vibrator V2-trägt.
Der im Hinblick auf seine Funktion nicht näher dargestellte Vibrator VI ist dabei
über einen Zapfen Z im Deckel De2 drehbar und auch in geringem Umfang heb- und senkbar
zentriert.
[0032] In Fig.2 ist auch eine Variante aufgezeigt, gemäß welcher das Läppen im Behandlungsraum
Br2 allein durch Strahlläppen oder durch eine Kombination von Strahlläppen und Tauchläppen
vorgenommen wird. Hierzu sind auf die Förderbahn Fb2 eine Vielzahl von Läppmitteldüsen
Ld gerichtet, welchen ein flüssiges Läppmittel Lm unter Druck zugeführt wird. Die
Läppmitteldüsen Ld können auf der gesamten Länge des Förderweges in einem schraubenförmigen
Verlauf parallel zur Förderbahn Fb2 angeordnet sein, wobei das Läppmittelbad Lb2 dann
nur noch als Sumpf für das Läppmittel dient, dessen Zufuhr und Entnahme durch Pfeile
Lm aufgezeigt ist. Im übrigen funktioniert diese als Variante aufgezeigte Strahlläppeinrichtung
wie andere derartige Einrichtungen, wobei das flüssige Läppmittel Lm jedoch nicht
mit Hilfe von Druckluft, sondern mit Hilfe eines unter Druck stehenden Inertgases,
wie z.B Stickstoff, zu den Läppmitteldüsen Ld gefördert wird.
[0033] Fig.3 zeigt, daß die in der Läppeinrichtung gemäß Fig.l eingesetzte und an der Tragsäule
Tsl befestigte Förderbahn Fb2 mit einer Perforation P versehen sein kann. In dem durch
das Läppmittelbad Lbl (vergl. Fig.l) führenden Bereich bewirkt diese Perforation P
einen verbesserten Zutritt des Läppmittels zu dem Gut G, während in dem darüberliegenden
Bereich durch die Perforation P das Wegschleudern des an dem Gut G noch anhaftenden
Läppmittels und die Reinigung des Gutes G mit Hilfe der Sprüheinrichtung Sel begünstigt
werden.
[0034] Fig.4 zeigt am Beispiel der in Fig.2 dargestellten Läppeinrichtung ein erstes Prinzip
für die Gewinnung des für den Betrieb der Sprüheinrichtung Se2 erforderlichen Reinigungsmittels
Rm aus dem Läppmittelbad Lb2. Das in dem Läppmittelbad Lb2 enthaltene Läppmittel wird
über eine Pumpe Pl abgezogen und dann in einem Grobfilter Gf und einem diesem nachgeordneten
Feinfilter Ff von den festen Bestandteilen befreit, so daß der Sprüheinrichtung Se2
das im Läppmittelbad Lb2 enthaltene aprotische Lösungsmittel als Reinigungsmittel
Rm zugeführt werden kann. Durch Pfeile Pfl und Pf2 ist angedeutet, daß die in dem
Grobfilter Gf und dem Feinfilter Ff zurückgehaltenen festen Bestandteile, bei welchen
es sich um Läppkorn und Abrieb handelt, entweder einer Aufbereitung unterzogen werden
können oder auch direkt in den Behandlungsraum Br2 zurückgeführt werden können.
[0035] Fig.5 zeigt am Beispiel der in Fig.2 dargestellten Läppeinrichtung ein zweites Prinzip
für die Gewinnung des für den Betrieb der Sprüheinrichtung Se2 erforderlichen Reinigungsmittels
Rm aus dem Läppmittelbad Lb2. Das in dem Läppmittelbad Lb2 enthaltene Läppmittel wird
mit Hilfe einer Pumpe abgezogen und einer insgesamt mit De bezeichneten Destilliereinrichtung
zugeführt. Die Destilliereinrichtung De umfaßt einen ersten Behälter Bhl, in welchem
das Läppmittelbad Lb2 mit Hilfe einer Heizeinrichtung He derart erwärmt wird, daß
das darin enthaltene aprotische Lösungsmittel verdampft. Das verdampfte Lösungsmittel
wird dann mit Hilfe einer Kühleinrichtung Ke kondensiert, in einem zweiten Behälter
Bh2 aufgefangen und über eine Pumpe P3 der Sprüheinrichtung Se2 als flüssiges Reinigungsmittel
Rm zugeführt. Der zweite Behälter Bh2 ist über ein als Überlauf dienendes Rücklaufrohr
Rl mit dem ersten Behälter Bhl verbunden.
Bezugszeichenliste für VPA 85 P 1425
[0036]
Ab Läppmittelentnahme
B1 Balg
Bhl erster Behälter
Bh2 zweiter Behälter
Brl, Br2 Behandlungsraum
Bs Betätigungsstange
D Deckel
De Destilliereinrichtung
Del, De2 oberer Deckel
Fbl, Fb2 Förderbahn
Fdl, Fd2 Feder
Ff Feinfilter
Fla Flansch
Frl, Fr10, Frll, Fr12 Fallrohr
Fr20, Fr21, Fr22
G schüttfähiges Gut
Ge Gestell
Gf Grobfilter
He Heizeinrichtung
Ig Inertgas
Ke Kühleinrichtung
Kg Koppelglied
Lbl, Lb2 Läppmittelbad
Ld Läppmitteldüse
Lm flüssiges Läppmittel
M Motor
P Perforation
Pl, P2, P3 Pumpe
Pf, Pfl, Pf2 Pfeil
Rl Rücklaufrohr
Rm flüssiges Reinigungsmittel
Sel, Se2 Sprüheinrichtung
Sfl, Sf2 Schwingförderer
Spl, Sp2 Spiegel des Läppmittelbades Ss Schwungscheibe
St Stufe
Tk Tragkörper
Tp Tragplatte
Tsl, Ts2 Tragsäule
Ua Unwuchtantrieb
Vl, V2 Vibrator
Wel, We2 Weiche
Zu Läppmittelzufuhr
e Exzentrizität
1. Läppeinrichtung zur Oberflächenverbesserung von schüttfähigem Gut, insbesondere
zur Vorbehandlung für das galvanische Abscheiden von Aluminium aus aprotischen, sauerstoff-und
wasserfreien, aluminiumorganischen Elektrolyten, mit einem Behandlungsraum, in welchem
zwischen dem schüttfähigen Gut und einem Läppmittel eine Relativbewegung erzeugbar
ist, gekennzeichnet durch
- einen gasdicht verschließbaren und mit einem Inertgas (Ig) beaufschlagbaren ortsfesten
Behandlungsraum (Brl; Br2),
- mindestens einen im Behandlungsraum (Brl; Br2) angeordneten Schwingförderer (Sfl;
Sf2) und
- ein im Behandlungsraum (Brl; Br2) enthaltenes Läppmittelbad (Lbl; Lb2), durch welches
das schüttfähige Gut (G) mit Hilfe des Schwingförderers (Sfl; Sf2) transportierbar
ist.
2. Läppeinrichtung zur Oberflächenverbesserung von schüttfähigem Gut, insbesondere
zur Vorbehandlung für das galvanische Abscheiden von Aluminium aus aprotischen, sauerstoff-und
wasserfreien, aluminiumorganischen Elektrolyten, mit einem Behandlungsraum, in welchem
zwischen dem schüttfähigem Gut und einem Läppmittel eine Relativbewegung erzeugbar
ist, gekennzeichnet durch
- einen gasdicht verschließbaren und mit einem Inertgas (Ig) beaufschlagbaren ortsfesten
Behandlungsraum (Br2),
- mindestens einen im Behandlungsraum (Br2) angeordneten Schwingförderer (Sf2) und
- mindestens eine innerhalb des Behandlungsraumes (Br2) auf die Förderbahn (Fb2) des
Schwingförderers (Sf2) gerichtete Läppmitteldüse (Ld), welcher ein Läppmittel (Lm)
unter Druck zuführbar ist.
3. Läppeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß der Schgwingförderer
(Sfl; Sf2) eine nach oben führende Förderbahn (Fbl; Fb2) besitzt.
4. Läppeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Förderbahn (Fbl;
Fb2) wendelförmig nach oben geführt ist.
5. Läppeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
, daß die Förderbahn (Fbl; Fb2) des Schwingförderers (Sfl; Sf2) als Schwingrinne ausgebildet
ist.
6. Läppeinrichtung nach Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet
, daß die Förderbahn (Fbl; Fb2) des Schwingförderers (Sfl; Sf2) über den Spiegel (Spl;
Sp2) des Läppmittelbades (Lbl; Lb2) hinausgeführt ist.
7. Läppeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet , daß die Förderbahn (Fbl)
zumindest in dem über den Spiegel (Spl) des Läppmittelbades (Lml) hinausgeführten
Bereich mit einer Perforation (P) versehen ist.
8. Läppeinrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet , daß oberhalb des
Spiegels (Spl; Sp2) des Läppmittelbades (Lbl; Lb2) eine Sprüheinrichtung (Sel; Se2)
zum Versprühen eines flüssigen Reinigungsmittels (Rm) angeordnet ist.
9. Läppeinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet , daß ein im Läppmittelbad
(Lb2) enthaltenes Lösungsmittel der Sprüheinrichtung (Se2) als Reinigungsmittel (Rm)
zuführbar ist.
10. Läppeinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet , daß das Lösungsmittel
mit Hilfe mindestens eines Filters (Gf, Ff) aus dem Läppmittelbad (Lb2) gewinnbar
ist.
11. Läppeinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet , daß das Lösungsmittel
mit Hilfe einer Destilliereinrichtung (De) aus dem Läppmittelbad (Lb2) gewinnbar ist.
12. Läppeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
, daß dem Schwingförderer (Sfl; Sf2) in Förderrichtung gesehen ein Schwerkraftförderer
vorgeschaltet ist.
13. Läppeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
, daß dem Schwingförderer (Sfl; Sf2) in Förderrichtung gesehen ein Schwerkraftförderer
nachgeordnet ist.
14. Läppeinrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet , daß der Schwerkraftförderer
durch ein Fallrohr (Fr10, Frll; Fr20, Fr21) gebildet ist.
15. Läppeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
, daß das schüttfähige Gut (G) über eine wahlweise an das Ende des Schwingförderers
(Sfl; Sf2) anschließbare Rückführeinrichtung in den Anfangsbereich des Schwingförderers
(Sfl; Sf2) rückführbar ist.
16. Läppeinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet , daß die Rückführeinrichtung
über eine Weiche (Wel; We2) an das Ende des Schwingförderers (Sfl;Sf2) anschließbar
ist.
17. Läppeinrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet , daß die Rückführeinrichtung
als Schwerkraftförderer ausgebildet ist.
18. Läppeinrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet , daß der Schwerkraftförderer
durch ein Fallrohr (Fr12: Fr22) gebildet ist.
19. Läppeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
, daß die Förderbahn (Fb2) des Schwingförderers (Sf2) in Förderrichtung gesehen mindestens
eine nach unten führende Stufe (St) aufweist.
20. Läppeinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 19, dadurch gekennzeichnet , daß
die wendelförmig nach oben führende Förderbahn (Fbl; Fb2) an einer zentrisch angeordneten
Tragsäule (Tsl; Ts2) befestigt ist.
21. Läppeinrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet , daß die Tragsäule (Tsl)
auf einem Vibrator (V1) angeordnet ist.
22. Läppeinrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet , daß die Tragsäule (Ts2)
auf einer im Behandlungsraum (Br2) schwingungsfähig gelagerten Tragplatte (Tp) angeordnet
ist und einen Vibrator (V2) trägt.