| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 209 013 A2 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
| (43) |
Veröffentlichungstag: |
|
21.01.1987 Patentblatt 1987/04 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.07.1986 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)4: F23H 7/10 |
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
BE DE FR GB NL SE |
| (30) |
Priorität: |
17.07.1985 DE 8520593 U
|
| (71) |
Anmelder: Omnical GmbH |
|
D-6344 Dietzhölztal-Ewersbach (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Lackowski, Bruno
D-6340 Dillenburg 2 (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Müller, Jürgen, Dipl.-Ing. |
|
Deutsche Babcock AG
Lizenz- und Patentabteilung
Duisburger Strasse 375 46049 Oberhausen 46049 Oberhausen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
|
| |
|
|
|
|
| |
|
(57) Ein Stößelvorschubrost mit Schürscheiben (2) auf mehreren Antriebswellen (3) wird
so betrieben, daß die einzelnen Antriebswellen (3) durch separate Antriebselemente
(4) individuell anzutreiben sind.
|

|
[0001] Die Neuerung betrifft einen wassergekühlten Stößelvorschubrost mit zwischen geneigten
Roststäben in mehreren Reihen auf durchlaufenden Antriebswellen angeordneten, aus
der Rostebene kurzzeitig hochschwenkbaren Schürscheiben. Vorschubroste gehören zum
allgemeinen Stand der Technik. Feste Brennstoffe beliebiger Art, wie unterschiedliche
Kohle- und Abfallbrennstoffe werden auf dem Rost verbrannt und rutschen infolge der
vorhandenen Neigung über die Rostfläche nach unten. Zur Förderung der Bewegung und
zum Auflockern des Brennstoffbettes dienen die hochschwenkbaren Schürscheiben. Diese
liegen mit ihrer Oberkante in der Rostebene. Beim kurzzeitigen Hochschwenken bewegen
sie den Brennstoff weiter. Dabei entsteht neben der Bewegung auf den Roststäben
eine zusätzliche Bewegung des Brennstoffbettes oberhalb der Schürscheiben. Diese
Relativbewegung innerhalb des Brennstoffbettes führt zu einer guten Durchmischung
und zu einer Intensivierung der Verbrennung.
[0002] Bei den bekannten Rosten werden die Antriebswellen aller Reihen von Schürscheiben
von einem gemeinsamen Antrieb betätigt. Es entsteht ein gleichzeitiges Schüren über
die gesamte Fläche des Brennstoffbettes.
[0003] Die Wirksamkeit des Schürvorganges soll verbessert werden. Gemäß der Neuerung wird
dieses dadurch erreicht, daß die einzelnen Antriebswellen durch separate Antriebselemente
individuell anzutreiben sind.
[0004] Ein individueller Antrieb der Antriebswellen erlaubt ein angepaßtes Schüren in unterschiedlichen
Zonen des Brennstoffbettes. Das kann bereits während des Befüllens von Vorteil sein.
Die einzelnen Reihen der Schürscheiben werden individuell so betätigt, daß sich die
gewünschte Schichtdicke des Brennstoffes über die gesamte Länge des Bettes in kürzester
Zeit erzeugen läßt.
[0005] Ein besonderer Vorteil wird durch den individuellen Antrieb während des eigentlichen
Schürbetriebes erzielt, wenn beginnend mit der unteren Antriebswelle die darüber liegenden
Antriebswellen in zeitlichen Folgeschritten anzutreiben sind. Das Schüren beginnt
dann immer im unteren Bereich und setzt sich kontinuierlich nach oben hin fort. Im
Gegensatz zu einem gleichzeitigen Betätigen aller Schürscheiben entsteht hierdurch
ein sehr starkes Auflockern des Brennstoffbettes, wobei die weitgehend ausgebrannten
Bestandteile zunächst beseitigt werden, um dem von oben folgenden Brenngut Platz
zu machen.
[0006] Die beigefügte Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Neuerung dar. Es zeigt:
Fig. 1: Einen Längsschnitt durch den geneigten Rost und
Fig. 2: Den Schnitt A - A aus Fig. 1.
[0007] Der Rost besteht aus geneigten, wassergekühlten Roststäben 1, zwischen denen mehrere
Reihen von Schürscheiben 2 angeordnet sind. Jede Reihe sitzt auf einer durchlaufenden
Antriebswelle 3. Dabei ist jede einzelne Antriebswelle 3 durch ein separates Antriebselement
4 anzutreiben. Während des Schürens empfiehlt sich zunächst ein Antrieb der unteren
Reihe der Schürscheiben 2. Diese schwenken dann in das weitgehend ausgebrannte Brenngut
und schieben es weiter. In kontinuierlichen Folgeschritten werden dann die folgenden
Reihen betätigt. Es wird eine hervorragende Schürwirkung erzielt.
1. Stößelvorschubrost mit zwischen geneigten Roststäben in mehreren Reihen auf durchlaufenden
Antriebswellen angeordneten, aus der Rostebene kurzfristig hochschwenkbaren Schürscheiben,
dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Antriebswellen (3) durch separate Antriebselemente
(4) individuell anzutreiben sind.
2. Stößelvorschubrost nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß beginnend mit der unteren Antriebswelle die darüber liegenden
Antriebswellen in zeitlichen Folgeschritten anzutreiben sind.