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(11) |
EP 0 211 092 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.09.1988 Patentblatt 1988/39 |
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Anmeldetag: 31.07.1985 |
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Übungsgefechtskopf für Artillerieraketen
Practice war head for ordnance rockets
Ogive d'exercice pour véhicule d'artillerie autopropulsé
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR GB IT NL |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.02.1987 Patentblatt 1987/09 |
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Patentinhaber: Buck
Chemisch-Technische Werke GmbH & Co. |
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D-7347 Bad Überkingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Steinicke, Wolfgang, Dipl.-Phys.
D-8230 Bad Reichenhall 4 (DE)
- Badura, Wolfgang, Dipl.-Ing. (FH)
D-8230 Bad Reichenhall 4 (DE)
- Hanser, Walter
D-7812 Bad Krozingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Münzhuber, Robert, Dipl.-Phys. |
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Patentanwalt
Rumfordstrasse 10 80469 München 80469 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-B- 2 733 700 FR-A- 2 196 065
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DE-U- 7 342 940 US-A- 4 374 493
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Übungsgefechtskopf für Artillerierakten gemäß Oberbegriff
des Patentansprüchs 1.
[0002] Für Übungsmunition wird häufig ein Nebelsatz zum Zweck der Funktionsdarstellung verwendet.
Der konstruktive Aufbau eines derartigen Übungsgefechtskopfs muß, wie bei der scharfen
Munition, eine einwandfreie Funktion, auch nach längerer Lagerung unter verschiedenen
Witterungsbedingungen gewährleisten Wegen der unterschiedlichen Wirkungsweisen von
Übungsmunition und scharfer Munition ist dabei in der Regel die Übungsmunition parallel
zur scharfen Munition in einem separaten Entwicklungsgang zu entwickeln. Dies kann
mit erheblichen Kosten verbunden sein, insbesondere dann, wenn die Wirkmasse der Übungsmunition
temperatur- oder feuchtigkeitsempfindlicher ist als die der scharfen Munition, was
gerade bei Nebelsätzen häufig der Fall ist. Für leichte Artillerieraketen ist in der
DE-B-2733700 ein Übungsgefechtskopf beschrieben, der den erwähnten Bedingungen genügt,
wie dies die praktische Erprobung gezeigt hat.
[0003] Zur Schaffung von wesentlich großkalibrigeren Übungsgefechtsköpfen für mittelschwere
und schwere Artillerieraketen kann jedoch nicht so vorgegangen werden, daß man den
bekannten und erprobten Übungsgefechtskopf einfach maßstabsgerecht vergrößert, vielmehr
muß - auch wenn das Grundprinzip beibehalten werden kann - eine gesonderte Entwicklung
und Erprobung durchgeführt werden, was mit beträchtlichen Kosten verbunden ist.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, einen einfachen und kostensparenden
Weg zu finden, um auf der Grundlage des für leichte Artillerieraketen bekannten und
erprobten Übungsgefechtskopfes zu Übungsgefechtsköpfen für mittelschwere und schwere
Artillerieraketen zu kommen, ohne dabei aufwendige Entwicklungs- und/oder Konstruktionsarbeiten
durchführen zu müssen.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
[0006] Erfindungsgemäß wird also so vorgegangen, daß in die Ogive des großkalibrigen Gefechtskopfs
die Funktionseinheit des bekannten kleinkalibrigen Übungsgefechtskopfs eingesetzt
wird, und daß durch ein Hüllrohr und eine Abschottungs-Ringplatte dafür Sorge getragen
wird, daß der Explosionsdruck nicht in dem großen Hohlraum des großkalibrigen Übungsgefechtskopfes
verpufft, sondern auf einen bestimmten Bereich der Ogive begrenzt wird, in welchem
Bereich dann die Ogive nach der Zündung des Aufschlagzünders aufreißt und den Nebel
ausströmen läßt. Zur Schaffung des großkalibrigen Übungsgefechtskopfes ist es deshalb
lediglich erforderlich, vom erprobten kleinkalibrigen Übungsgefechtskopf die Ogive
abzunehmen und die verbleibende Funktionseinheit zusammen mit dem Hüllrohr und der
Ringplatte in die Ogive des großkalibrigen Gefechtskopfes einzusetzen. Durch die Abschottung
nach hinten wird dabei erreicht, daß für die Wirkung von Anzündsatz und Nebelsatz
im wesentlichen dieselben Gegebenheiten existieren, wie bei der Zündung des Kleinkalibrigen
Übungsgefechtskopfes, womit sich besondere Entwicklungs- und Konstruktionsarbeiten
erübrigen. Außerdem ergeben sich, bezogen auf alle Kaliberarten, beträchtliche Einsparungen
der Herstellungskosten und in der Lagerhaltung.
[0007] Eine besonders zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung ist im Unteranspruch 8 gekennzeichnet.
Gemäß dieser Weiterbildung wird also nicht nur die Funktionseinheit des bekannten
kleinkalibrigen Übungsgefechtskopfes in den großkalibrigen Übungsgefechtskopf eingesetzt,
sondern der komplette kleinkalibrige Übungsgefechtskopf, also einschließlich Ogive
und Zünder. Damit wird eine noch weitergehende Vereinfachung erreicht, insbesondere
weil der kleinkalibrige Übungsgefechtskopf ein geprüftes und erprobtes Gerät ist.
[0008] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt ; es zeigen
:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Vorderteil der Ogive eines großkalibrigen Übungsgefechtskopfes
nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Vorderteil der Ogive eines großkalibrigen Übungsgefechtskopfes
nach einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, und
Fig. 3 einen Längsschnitt durch den Vorderteil den Ogive eines großkalibrigen Übungsgefechtskopfes
nach einer dritten Ausführungsform der Erfindung.
[0009] Wie erwähnt, weist ein Übungsgefechtskopf der hier interessierenden Art eine zweiteilige
Außenhülle auf, bestehend aus einer Ogive und einem sich daran anschließenden, im
Wesentlichen zylindrischen Mantelrohr. In Fig. 1 ist nur der vordere Teil des Gefechtskopfs
dargestellt, so daß von dessen Außenhülle nur die Ogive 10, nicht aber das sich daran
anschließende Mantelrohr zu sehen ist. In die Spitze der Ogive 10 ist mittels eines
Adapters 11 ein Aufschagzünder 12 eingesetzt. Weiterhin ist in die Ogive 10 eine Einheit
eingesetzt, die im wesentlichen aus einem Aufnahmerohr 13, einem Nebelsatz 14 und
einem Mantelrohr 15 besteht. Diese aus der DE-B-27 33 700 bekannte Einheit stammt
im vorliegenden Fall aus einem Übungsgefechtskopf wesentlich kleineren Kalibers, nämlich
einem Gefechtskopf eines Kalibers mit einem Mantelrohr entsprechend dem Mantelrohr
15 von Fig. 1. Mit anderen Worten, das Mantelrohr 15 ist ein Teil der Außenhülle eines
kleinkalibrigen Gefechtskopfes und befindet sich hier in der Ogive 10 eines großkalibrigeren
Gefechtskopfes, wohingegen der einen Teil der Außenhülle des dargestellten Gefechtskopfes
bildende, sich an die Ogive 10 anschließende Rohrmantel auf der Zeichnung nicht sichtbar
ist.
[0010] Das Aufnahmerohr 13 steckt mit seinem Vorderende im Adapter 11 und ist an seinem
hinteren Ende durch einen Anker 16 gegen den nicht gezeichneten Boden des Gefechtskopfes
abgestützt. Im Aufnahmerohr 13 ist ein Anzündzerlegersatz 17 mit starker Hitze- und
Gasentwicklung untergebracht. Mit 18 ist ein Zündübertrager bezeichnet, der durch
eine Hülse 19 und einen Sprengring 20 gegen eine Bewegung nach vorne gesichert ist.
Das Aufnahmerohr 13 wird konzentrisch vom Mantelrohr 15 umgeben, das in seinem hinteren
Bereich, also im Bereich hinter dem Nebelsatz 14, von einem Hüllrohr 21 umschlossen
ist. Gegen die Vorderkante des Hüllrohrs 21 stützt sich eine Ringplatte 22 ab, die
den Ringraum zwischen Hüllrohr 21 und Ogive 10 abschottet, wobei ein elastischer Ring
23 eine Abdichtung zwischen Ringplatte 22 und Innenwand der Ogive 10 gewährleistet.
Die Ringplatte 22 ist zusätzlich durch eine Strebe 24 gegen den Gefechtskopfboden
abgestützt. Der Nebelsatz 14 ist, wie bekannt, in einer Ringbüchse 25 untergebracht,
die an ihrer Vorderseite durch einen von einer Feder 26 gehaltenen Deckel 25a verschlossen
ist. Die Ringbüchse 25 ist beidends am Aufnahmerohr 13 gehaltert, und zwar durch Ringscheiben
27 und 28, die in Richtung weg vom Nebelsatz 14 durch Sprengringe 27a bzw. 28a fixiert
sind.
[0011] Die Herstellung des erfindungsgemäßen Übungsgefechtskopfes erfolgt in folgender Weise.
Zunächst wird von einem Übungsgefechtskopf kleineren Kalibers, bestehend aus einer
Ogive, einem Mantelrohr, einen Aufnahmerohr und einem Nebeisatz, die Ogive abgenommen
bzw. bei Neuherstellung weggelassen. Die verbleibende Einheit aus Aufnahmerohr, Nebelsatz
und Mantelrohr wird dann von hinten in die Ogive des großkalibrigen Übungsgefechtskopfes
eingeschoben, worauf der Anker 16 und das Hüllrohr 21 und gegebenfalls die Strebe
bzw. Streben 24 eingesetzt werden. Schließlich wird die großkalibrige Ogive 10 auf
das kalibermäßige zugehörige, auf der Zeichnung nicht ersichtliche Mantelrohr aufgesteckt
bzw. aufgeschraubt. Lediglich als Beispiel sei angegeben, daß von einem Übungsgefechtskopf
einer leichten Artillerierakete LAR (Kaliber 110 mm) die Ogive abgeschraubt bzw. weggelassen
und die verbleibende Funktionseinheit 13, 14, 15 in die Ogive 10 einer mittelschweren
Artillerierakete MLRS (Kaliber 240 mm) eingesetzt wird.
[0012] Beim Aufschlag und Eindrigen des Übungsgefechtskopfes in das Erdreich wird der Kopf
stark abgebremst, wodurch der Nebelsatz 14 schlagartig hoch verdichtet wird und der
Aufschlagzünder 12 über den Zündübertrager 18 den dicht dahinter beginnenden Anzündzerlegersatz
17 zündet. Infolge der Verdämmung des Anzündzerlegersatzes 17 durch das Aufnahmerohr
13 wird die Abbrandgeschwindigkeit sehr hoch. Der über die Zündfenster auf den verdichteten
Nebelsatz einwirkende Hitze- und Druckstoß ist daher äußerst intensiv und bewirkt
somit den gewünschten explosionsartigen Abbrand.
[0013] Durch den, durch die Explosion verursachenden Gasdruck wird die Hülle aufgerissen
und der Druckstoß auf die Ogive übertragen, wobei diese ebenfalls an dieser Stelle
aufreißt. Dabei ist wesentlich, daß zum einen, infolge der Verstärkung durch das Hüllenrohr
21, das Aufnahmerohr 13 genau an der vorgesehenen Stelle - und nur an dieser - aufreißt,
und zum anderen, daß durch die Ringplatte 22 eine Abschottung des dahinter befindlichen,
großvolumingen Hohlraums erfolgt, weil nur auf diese Weise sichergestellt wird, daß
die Ogive 10 tatsächlich aufreißt, und zwar an der gewünschten Stelle im Bereich des
Nebelsatzes 14.
[0014] Fig. 2 zeigt eine Abwandlungsform der Erfindung, wobei sich der Gefechtskopf nach
Fig. 2 von demjenigen nach Fig. 1 lediglich dadurch unterscheidet, daß der Nebelsatz
14 gegen die Spitze der Ogive 10 abgestützt ist. Die Abstützung wird dabei durch eine
Stützhülse 30 bewirkt, die sich einerseits am massiven Teil der Ogivenspitze und andererseits
am vorderen Halterungsring 28 des Nebelsatzes 14 abstützt, und zwar unter Zwischenschaltung
einer zweiten Abschottungs-Ringplatte 31 mit elastischem Dichtungsring 32. Beim Aufschlag
und Eindringen dieses Gefechtskopfs nach Fig. 2 in das Erdreich, Verdichtung des Nebelsatzes
14 und Zündung des Anzündsatzes 17 entsteht infolge der zusätzlichen vorderen Abschottung
durch die zweite Ringplatte 31 ein noch höherer Explosionsdruck, der ein Auftulpen
des zwischen den beiden Ringplatten 31 und 22 befindlichen Teils der Ogive 10 zur-Folge
hat, so daß sich dieser Ogiventeil auf die Ogivenspitze schiebt und letztere über
das Stützrohr 30 und die Ringplatte 31 die Ringscheibe 28 nach hinten drückt. Gleichzeitig
drückt infolge der Abbremsung die Ringscheibe 27 nach vorne, so daß die Ringbüchse
25 zusammengestaucht und der darin befindliche Nebelsatz 14 noch stärker komprimiert
und somit hochaktiviert wird. Im übrigen erfolgt der Vorgang wie im Fall des Übungsgefechtskopfes
von Fig. 1.
[0015] Selbstverständlich können die vorab beschriebenen beiden Ausführungsbeispiele zahlreiche
Abwandlungen erfahren. So kann beispielsweise der Adapter 11 entweder eine Anpassung
des Aufnahmerohrs 13 an den Aufschlagzünder des großkalibrigen Gefechtskopfes oder
aber eine Anpassung des kleinkalibrigen Gefechtskopfes vornehmen. Auch die konstruktive
Ausbildung und Halterung der Ringscheiben zum Fixieren des Nebelsatzes können modifiziert
werden.
[0016] Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung ist in Fig. 3 dargestellt.
Dabei unterscheidet sich die Ausführungsform von Fig. 3 von den beiden Ausführungsformen
nach den Fig. 1 und 2 wesentlich dadurch, daß in die großkalibrige Ogive 10 nicht
nur die aus Aufnahmerohr 13, Nebelsatz 14 und Mantelrohr 15 bestehende Funktionseinheit
eines kleinkalibrigen Übungsgefechtskopfes sondern der ganze kleinkalibrigere Übungsgefechtskopf,
einschließlich seiner Ogive 40 und des Zünders eingesetzt ist. Die kleinkalibrige
Ogive 40 wird dann mittels eines Stützelements gegen die Spitze der großkalibrigen
Ogive 10 abgestützt, wobei beim dargestellten Ausführungsbeispiel dieses Stützelement
ein Stützring 41 ist, der zusätzlich als Abschottung nach vorne dient, ähnlich dem
Ring 32 des Ausführungsbeispiels von Fig. 2. Die Zündung des Gefechtskopfes kann dabei
auf verschiedene Art erfolgen. Im allgemeinen handelt es sich bei dem eingesetzten
kompletten, kleinkalibrigen Übungsgefechtskopf um einen elektronischen Übungsgefechtskopf,
dessen Zünder sowohl Aufschlag- als auch Zeitfunktion hat. Zur Anpassung des kleinen
Übungsgefechtskopfes an den großen Übungsgefechtskopf ist dabei ein elektronischer
Adapter vorzusehen. Der elektronische Zünder und der elektronische Adapter können
zusammen oder voneinander getrennt im kleinkalibrigen Übungsgefechtskopf oder hinter
diesem untergebracht sein. Im letzteren Fall ist es vorteilhaft, Zünder und Adapter
als elektronische Baueinheit auszubilden, die gegebenenfalls auch noch eine elektronische
Schaltung enthält, die das üben mit im Werfer befindlichem Übungsgefechtskopf erlaubt,
also ein Üben, ohne daß der Gefechtskopf abgeschossen wird. Es ist hier noch zu erwähnen,
daß auch dann, wenn ein elektronischer Zünder mit sowohl Aufschlag- als auch Zeitfunktion
verwendet wird, der Bestandteil des großkalibrigen Übungsgefechtkopfes ist, ein elektronischer
Adapter vorzusehen ist.
[0017] Die Ausführungsform nach Fig. 3 weist den großen Vorteil auf, daß dabei ein kompletter
- kleinkalibriger - Gefechtskopf eingebaut wird, der bereits die gesamte Erprobung
durchlaufen hat, einschließlich der aufwendigen Tests seiner Zündkette (Zünder-Zünderübertrager
- Anzündzerlegersatz).
1. Übungsgefechtskopf für vergleichsweise großkalibrige Artillerieraketen, mit einem
mechanischen oder elektronischen Zünder (12), einer Ogive (10), einem sich daran anschließenden,
im wesentlichen zylindrischen Mantelrohr (15), einem zentralen Aufnahmerohr (13),
das in seinem vorderen Teil mit einem schnell reagierenden Anzündzerlegersatz (17)
mit starker Gas- und Hitzeentwicklung gefüllt ist, und mit einem Nebelsatz (14) auf
der Basis von Halogen-Kohlenstoffen oder Halogen-Kohlenwasserstoffen und reaktiven
Metall- und/oder Metalloxidpulvern, der in einer auf dem vorderen Teil des Aufnahmerohrs
sitzenden, beidends durch am Aufnahmerohr (13) angebrachte Ringscheiben (27, 28) gehalterten
Ringbüchse (25) untergebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß in die Ogive (10) eine
aus Aufnahmerohr (13), Nebelsatz (14) und einem Mantelrohr (15) bestehende, für einen
Übungsgefechtskopf wesentlich kleineren Durchmessers bemessene Baueinheit eingesetzt
ist, und daß im Bereich hinter dem Nebelsatz (14) das Mantelrohr (15) der eingesetzten
Baueinheit von einem verstärkenden Hüllrohr (21) umschlossen und eine den Ringraum
zwischen Hüllrohr (21) und Ogive (10) abschottende Ringplatte (22) angebracht ist.
2. Übungsgefechtskopf nach Anspruch 1, bei dem die den Nebelsatz (14) halternden Ringscheiben
(27, 28) zum Nebelsatz hin begrenzt beweglich am Aufnahmerohr (13) angebracht sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die vordere Ringscheibe (28) gegen die Spitze der Ogive
(10) durch ein Stützrohr (30) abgestützt ist.
3. Übungsgefechtskopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Stützrohr
(30) und vorderer Ringscheibe (28) eine zweite, den Ringraum zwischen Aufnahmerohr
(13) und Ogive (10) abschottenden Ringplatte (31) eingesetzt und zum Nebelsatz (14)
hin begrenzt beweglich am Aufnahmerohr (13) fixiert ist.
4. Übungsgefechtskopf nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ringplatte (22) bzw. die Ringplatten (22, 31) ogivenseitig mit einem elastischen Dichtungsring
(23, 32) versehen ist bzw. versehen sind.
5. Übungsgefechtskopf nach einem der Ansprüche 1-4, mit in oder an der Ogivenspitze
angebrachtem Aufschlagzünder, gekennzeichnet durch ein in die Spitze der Ogive (10)
eingesetztes, den Aufschlagzünder (12) halterndes und das Aufnahmerohr (13) fixierendes
Adapterrohr (11).
6. Übungsgefechtskopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eingesetzte
Baueinheit eine auf ihrem Mantelrohr (15) sitzende Ogive (40) aufweist, die gegenüber
der Spitze der großkalibrigen Ogive (10) durch ein Stützelement (41) abgestützt ist.
7. Übungsgefechtskopf nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zünder an oder
in der Spitze der großkalibrigen Ogive (10) angeordnet ist.
8. Übungsgefechtskopf nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die eingesetzte
Baueinheit ein kompletter kleinkalibriger Übungsgefechtskopf, einschließlich Zünder,
ist.
9. Übungsgefechtskopf nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zünder ein
elektronischer Zünder ist, der hinter der eingesetzten Baueinheit sitzt.
10. Übungsgefechtskopf nach einem der Ansprüche 6-9, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stützelement (41) ein abschottender Stützring ist.
11. Übungsgefechtskopf nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß
die hintere Ringplatte (22) am vorderen Stirnrand des Hüllrohrs (21) anliegt und durch
Streben (24) gegen den Gefechtskopfboden abgestützt ist.
12. Übungsgefechtskopf nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß
das Aufnahmerohr (13) durch einen Anker (16) gegen den Gefechtsboden abgestützt ist.
1. Practice warhead for comparatively large calibre artillery rockets, with a mechanical
or electronic detonator (12), a warhead (10), an essentially cylindrical casing tube
(15) connected to it, a central accommodating tube (13) the front section of which
is filled with a quick reacting igniter self-destroying unit (17) with strong gas
and heat generation, and with a smoke unit (14) based on halogen carbons of halogen
hydrocarbons and reactive metal or metal oxide powders, which is housed in an annular
container (25) seated on the front section of the accommodating tube an held a both
ends by means of annular discs (27, 28) attached to te accommodating tube (13), characterised
in that inserted into the warhead (10) is a structural unit composed of accommodating
tube (13), smoke unit (14) and a casing tube (15) and proportioned for a practice
warhead of substantially smaller diameter, and in that in the region behind the smoke
unit (14) the casing tube (15) of the inserted structural unit is enclosed by a reinforcing
encasing tube (21) and there is attached an annular plate (22) partitioning the annular
space between the encasing tube (21) and the warhead (10).
2. Practice warhead according to claim 1, in which the annular discs (27, 28) holding
the smoke unit (14), limited towards the smoke unit, are moveably attached to the
accommodating tube (13), characterised in that the front annular disc (28) is supported
against the tip of the warhead (10) by a supporting tube (30).
3. Practice warhead according to claim 2, characterised in that a second annular plate
(31) partitioning the annular space between the accommodating tube (13) and the warhead
(10) is inserted between the supporting tube (30) and the front annular disc (28)
and, limited towards the smoke unit (14), is moveably fixed on the accommodating tube
(13).
4. Practice warhead according to one of claims 1-3, characterised in that the annular
plate (22) or the annular plates (22, 31) is or are provided on the warhead side with
an elastic sealing ring (23, 32).
5. Practice warhead according to one of claims 1-4, with an impact detonator attached
in or on the tip of the warhead, characterised by an adapter tube (11) inserted in
the tip of the warhead (10), holding the impact detonator (12) and securing the accommodating
tube (13).
6. Practice warhead according to claim 1, characterised in that the inserted structural
unit has a warhead (40) seated on its casing tube (15), which warhead is supported
relative to the tip of the large calibre warhead (10) by a supporting element (41).
7. Practice warhead according to claim 6, characterised in that the detonator is arranged
on or in the tip of the large calibre warhead (10).
8. Practice warhead according to claim 6, characterised in that the inserted structural
unit is a complete small calibre practice warhead, including detonator.
9. Practice warhead according to claim 6, characterised in that the detonator is an
electronic detonator seated behind the inserted structural unit.
10. Practice warhead according to one of claims 6-9, characterised in that the supporting
element (41) is a partitioning supporting ring.
11. Practice warhead according to one of claims 1-10, characterised in that the rear
annular plate (22) adjoins the front end margin of the encasing tube (21) and is supported
against the warhead base by stays (24).
12. Practice warhead according to one of claims 1-11, characterised in that the accommodating
tube (13) is supported against the warhead base by an anchor (16).
1. Tête militaire d'exercice pour des missiles d'artillerie de calibre relativement
gros, comportant une amorce mécanique ou électronique (12), une ogive (10), un tube
d'enveloppe essentiellement cylindrique (15) faisant suite à cette dernière, un tube
de logement central (13) qui est rempli, dans sa partie antérieure, d'une charge décomposable
de mise à feu à réaction rapide (17) et à fort dégagement de gaz et de chaleur, et
une charge fumigène (14) à base de carbures d'halogènes ou d'hydrocarbures halogénés
et de poudres réactives de métal et/ou d'oxyde métallique, charge qui est contenue
dans une douille annulaire (25) fixée sur la partie antérieure du tube de logement
et maintenue à ses deux extrémités par des disques annulaires (27, 28) montés sur
le tube de logement (13), caractérisée en ce qu'il est placé, dans l'ogive (10), une
unité modulaire qui est dimensionnée pour une tête militaire d'exercice de diamètre
nettement plus petit et qui se compose du tube de logement (13), de la charge fumigène
(14) et d'un tube d'enveloppe (15), et en ce que dans la région située en arrière
de la charge fumigène (14), le tube d'enveloppe (15) de l'unité modulaire insérée
est entouré par un tube de gainage de renfort (21) et il est monté une plaque annulaire
(22) qui compartimente la cavité entre le tube de gainage (21) et l'ogive (10).
2. Tête militaire d'exercice selon la revendication 1, dans laquelle les disques annulaires
(27, 28) qui maintiennent la charge fumigène (14) sont montés sur le tube de logement
(13) de manière à pouvoir effectuer un mouvement limité vers la charge fumigène, caractérisée
en ce que le disque annulaire antérieur (28) prend appui sur le nez de l'ogive (10)
par l'intermédiaire d'un tube de soutien (30).
3. Tête militaire d'exercice selon la revendication 2, caractérisée en ce qu'une seconde
plaque annulaire (31), qui cloisonne la cavité entre le tube de logement (13) et l'ogive
(10), est placée entre le tube de logement (13) et l'ogive (10) et est fixée au tube
de logement (13) de manière à pouvoir effectuer un mouvement limité vers la charge
fumigène (14).
4. Tête militaire d'exercice selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée
en ce que du côté de l'ogive, la plaque annulaire (22) ou les plaques annulaires (22,
31) est (sont) munie(s) d'un anneau d'étanchéité élastique (23 ; 32).
5. Tête militaire d'exercice selon l'une quelconque des revendications 1 à 4 comportant
une amorce ou fusée percutante disposée dans le nez de l'ogive, caractérisée par un
tube adaptateur (11) qui est placé dans le nez de l'ogive (10), maintient l'amorce
percutante (12) et fixe le tube de logement (13).
6. Tête militaire d'exercice selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'unité
modulaire insérée comporte une ogive (40) qui est fixée sur son tube d'enveloppe (15)
et qui prend appui sur le nez de l'ogive de gros calibre (10) par l'intermédiaire
d'un élément de soutien (41).
7. Tête militaire d'exercice selon la revendication 6, caractérisée en ce que l'amorce
est disposée sur ou dans le nez de l'ogive de gros calibre (10).
8. Tête militaire d'exercice selon la revendication 6, caractérisée en ce que l'unité
modulaire insérée est une tête militaire d'exercice de petit calibre complète, y compris
son amorce.
9. Tête militaire d'exercice selon la revendication 6, caractérisée en ce que l'amorce
est une amorce électronique qui est fixée en arrière de l'unité modulaire insérée.
10. Tête militaire d'exercice selon l'une quelconque des revendications 6 à 9, caractérisée
en ce que l'élément de soutien (41) est un anneau de soutien qui sert aussi de cloison.
11. Tête militaire d'exercice selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisée
en ce que la plaque annulaire postérieure (22) est appliquée contre le bord frontal
antérieur du tube de gainage (21) et est soutenue par des entretoises (24) qui prennent
appui sur le fond de la tête militaire.
12. Tête militaire d'exercice selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisée
en ce que le tube de logement (13) prend appui sur le fond de la tête militaire par
l'intermédiaire d'un dispositif d'ancrage (16).