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EP 0 211 399 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.01.1990 Patentblatt 1990/02 |
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Anmeldetag: 30.07.1986 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E04H 12/28 |
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Verfahren zum Herstellen eines gasdichten, wärmegedämmten Futters für einen freistehenden
Schornstein
Manufacturing process of a gastight and insulating lining for a detached chimney
Procédé de fabrication d'un revêtement étanche aux gaz et isolant pour cheminée dégagée
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR IT LI |
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Priorität: |
09.08.1985 DE 3528653
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.02.1987 Patentblatt 1987/09 |
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Patentinhaber: HOECHST AKTIENGESELLSCHAFT |
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65926 Frankfurt am Main (DE) |
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Erfinder: |
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- Dück, Jan, Dr.
D-6000 Frankfurt am Main 71 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 136 244 FR-A- 2 007 720
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DE-A- 3 147 371 FR-A- 2 406 710
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- CHEMIE INGENIEUR TECHNIK, Band 40, Nr. 20, 25. Oktober 1968, Seiten 1013-1016, Weinheim,
DE; J. WAGNER et al.: "Freitragender Abgaskamin aus glasfaserverstärktem Polyesterharz"
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Herstellen eines gasdichten, wärmegedämmten
Futters aus gegen aggressive Medien, wie saure Kondensate und/oder gelöste Salze beständigem
Mauerwerk oder Beton für einen freistehenden Kraftwerks-und Industrieschornstein,
dessen Futter vom Schaft durch einen begehbaren Raum getrennt ist.
[0002] Die Begrenzung zulässiger Emissionen aus Kraftwerks- und Industrieschornsteinen erfordert
zusätzliche Reinigungsmaßnahmen, durch die die Beschaffenheit der Abgase gegenüber
früher erheblich verändert wird. Für Wärmekraftwerke, insbesondere solche, die mit
Kohle befeuert werden, hat sich die Naßreinigung mit Kalkmilch am besten bewährt.
Durch sie ergeben sich jedoch in den nachgeordneten Schornsteinen völlig andere Betriebsbedingungen,
die entsprechende Änderungen der Futterkonstruktion notwendig machen. Durch die Naßreinigung
erhöht sich der Gehalt an Wasserdampf und verringert sich die Temperatur der in den
Schornstein eingeleiteten Rauchgase. Der nicht entfernte Restgehalt an Schadstoffen
kann saure Kondensate bilden. Außerdem enthält das Rauchgas mitgerissene salzhaltige
Wassertröpfchen aus dem Waschprozeß. Hinter Naßwäschen werden daher meist Schornsteine
mit gemauerten Futtern verwendet, wie sie aus der FR-A-2 406 710 bekannt sind. Das
Futter besteht aus säurebeständigem Mauerwerk aus keramischen Formsteinen mit säurebeständigen
Kittfugen. Bei größeren Schornsteinen ist das Futter in einzelne Abschnitte, sogenannte
Schüsse, unterteilt, man spricht von Etagenfuttern, die vom tragenden Schaft durch
einen begehbaren Zwischenraum getrennt sind. Zur Wärmedämmung kann ein solches Futter
auf der Außenseite mit einer Wärmedämmschicht aus ca. 50 bis 60 mm dickem, geschlossenzelligem
Schaumglas (Foamglas) versehen sein. Zwischen Wärmedämmschicht und Mauerwerk ist ein
Sicherheitsspalt von 10 bis 20 mm belassen.
[0003] Das keramische Futter ist weder flüssigkeits- noch gasdicht. Obwohl das Schaumglas
selbst völlig dicht ist, sind durchlässige Stellen im Bereich der Kittfugen und der
Futteraufstandsflächen, in Verbindung mit dem Sicherheitsspalt, nicht völlig zu vermeiden.
Noch kritischer ist die Dichtigkeit der Verbindung zwischen den einzelnen Schüssen
des Futters. Die Abdichtung des Dilatationsspaltes ist praktisch noch ungelöst. Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen eines säurebeständigen
Schornsteinfutters zur Verfügung zu stellen, das wärmedämmend sowie flüssigkeits-
und gasdicht ist.
[0004] Die Erfindung löst die Aufgabe dadurch, daß auf das an sich bekannte Futter außenseitig
ein Laminat aus Glasfaser und Mehrkomponenten-Reaktionsharz und darauf eine Wärmedämmschicht
aufgebracht wird.
[0005] Zwischen Laminat und Wärmedämmschicht können Schornsteinbänder angeordnet werden.
[0006] Gegenüber den bekannten Schornsteinfuttern bietet die Erfindung folgende Vorteile:
- Das durchgehend flüssigkeits- und gasdichte Laminat verhindert bei allen möglichen
Betriebszuständen das Eindringen von Abgasen in den begehbaren Zwischenraum, auch
im Bereich der Futterstöße.
- Die Erfindung ermöglicht den Einsatz preiswerter und einfach zu montierender Dämmstoffe,
wie Glas- oder Mineralwolle anstelle des aufwendigen Schaumglases.
- Durch entsprechenden Gehalt an Glasfasern bzw. Rovings kann die Laminatschicht einem
inneren Gasüberdruck angepaßt werden. Dies erlaubt höhere Abgasgeschwindigkeiten,
somit geringere Futterrohrdurchmesser und senkt so Eöe Erstellungskosten, kann jedoch
auch bei einer eventuell notwendigen Ausrüstung eines alten Schornsteins mit einem
neuen Futter, z.B. wegen nachträglichem Einbau einer Rauchgaswäsche, von Bedeutung
sein.
- Durch die lastverteilenden Schornsteinbänder kann eine, z.B. durch Temperaturwechsel
hervorgerufene Rißbildung verhindert werden.
[0007] Als Mehrkomponenten-Reaktionsharze kommen z.B. Phenol-, Furan-, Epoxid-, ungestättigte
Polyester- oder Polyurethanharze in Betracht. Durch geeignete Wahl von Harz und Härter
kann das Laminat durch Härtungsschwinden auf die Außenseite des Futters aufgeschrumpft
werden. Das Laminat aus Glasfaser und Mehrkomponenten-Reaktionsharz wird auf der Außenseite
des Futters fugenlos auch im Bereich der Futterstöße und der Futteraufstandsflächen
aufgebracht. Im Bereich des Dilatationsspaltes kann das Laminat in Form einer Dehnungsschlaufe
ausgebildet sein. Balgartige Zwischenstücke aus chemisch und thermisch gut beständigen,
flexiblem Kunststoff, z.B. Fluorkunststoff, können ebenfalls in das Laminat eingearbeitet
werden. Unter den Futteraufstandsflächen kann das Laminat, ggf. über eine Zwischenschicht,
auf die Stahlbetontragkonstruktion aufgebracht werden. Die Schornsteinbänder können
aus Stahl oder Edelstahl sein.
1. Verfahren zum Herstellen eines gasdruckdichten und wärmegedämmten Futters aus gegen
aggressive Medien beständigem Mauerwerk oder Beton für einen freistehenden Kraftswerks-
und Industrie-Schornstein, dessen Futter vom Schaft durch einen begehbaren Raum getrennt
ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf das an sich bekannte Futter außenseitig ein Laminat
aus Glasfaser und Mehrkomponenten-Reaktionsharz und darauf eine Wärmedämmschicht aufgebracht
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Laminat und Wärmedämmschicht
Schornsteinbänder angeordnet werden.
1. A process for the construction of a gas pressure-tight and thermally insulated
lining of masonry or concrete, which is resistant to aggressive media, for a free-standing
power station and industrial stack the lining of which is separated from the shaft
by an intervening access space, wherein a laminate of glass fiber and multicomponent
reactive resin, and on top of this a layer of thermal insulation, is placed on the
outer side of the prior art lining.
2. The process as claimed in claim 1, wherein stack ties are provided between the
laminate and the layer of thermal insulation.
1. Procédé pour la fabrication d'un revêtement étanche aux gaz sous pression et isolé,
en une maçonnerie ou un béton résistant aux milieux agressifs, pour une cheminée,
isolée, industrielle et de centrale, dont le revêtement est séparé du fût par un espace
praticable, caractérisé en ce qu'on applique sur le revêtement, connu en soi, et sur
sa face extérieure, un stratifié constitué de fibres de verre et d'une résine réactive
multicomposants et, par-dessus, une couche isolante thermique.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'entre le stratifié et la
couche isolantethermi- que sont disposées des bandes de cheminée.