[0001] Die Erfindung betrifft eine transportable Reinraumanlage zur Aufstellung an beliebigen
Einsatzorten wie Baustellen u. dgl.
[0002] Die Fertigung von Halbleiter-Chips ebenso wie die Herstellung bestimmter pharmazeutischer
Präparate und auch anderer Erzeugnisse erfordert ein Höchstmaß an Reinheit der Luft,
in der der Herstellungsvorgang abläuft. Zu diesem Zweck ist es bekannt, entsprechende
Reinräume zu schaffen, in denen die Zahl der Staubpartikel je nach Größe vorgeschriebene
Mengen pro Raumeinheit gemäß der hierbei richtungweisenden Federal Standard 2o9B und
dementsprechend der VDI-Vorschrift E 2o83 nicht übersteigt.
[0003] Die Schaffung solcher Reinräume in festen Gebäuden ist seit langem bekannt und erlaubt
zahlreiche Variationen entsprechend den baulichen Gegebenheiten. In jüngerer Zeit
besteht jedoch auch ein Bedürfnis nach transportablen Reinraumanlagen, die kurzfristig
und gegebenenfalls auch nur vorübergehend an beliebigen Einsatzorten aufgestellt werden
können, um beispielsweise bei der Errichtung eines Industrieunternehmens mit automatisierter
Fertigung speziell dafür entwickelte Halbleiter-Chips an Ort und Stelle fertigen zu
können.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine derartige transportable Reinraumanlage zu schaffen,
mit der sich Reinraumklassen der Größe 1oo und mehr erreichen lassen.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch einen herkömmlichen Großcontainer,
der in Längsrichtung in einen von der einen Frontseite abschließbar begehbaren Vorraum,
einen mit diesen durch einen Durchlaß mit Vorhang verbundenen Arbeitsraum und einen
Reinraum unterteilt ist, welcher vom Arbeitsraum durch eine Schleuse mit hermetisch
verschließbarer Tür zum Reinraum und Vorhang zum Arbeitsraum begehbar ist, wobei an
einer Längsseite des Containers unter dessen Decke hauptsächlich innerhalb des Arbeitsraums
ein an einen steuerbaren Frischlufteinlaß angeschlossenes Filter, eine Mischkammer,
eine Heizung sowie ein ein Gebläse enthaltendes Luftumwälzgerät vorgesehen ist, von
welchem durch ein unter der Decke des Containers angeordnetes Kanalsystem hochrein
gefilterte Luft zunächst über einen großflächigen Schwebstoffilter von oben laminar
in den Reinraum einleitbar, von dort über weitere Filter zum größeren Teil unmittelbar
in den Arbeitsraum und zum kleineren Teil von oben in die Schleuse als Duschluft beförderbar
und schließlich aus dem Arbeitsraum in die Mischkammer zur erneuten Umwälzung unter
Hinzumischung von Frischluft bei gleichzeitig entsprechender Ableitung des Luftüberschusses
aus dem Vorraum durch einen steuerbaren Auslaß rückführbar ist.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Aufteilung des Containers in Längsrichtung in Verbindung
mit einer besonderen Luftführung sowie der Anordnung der Schleuse mit Luftdusche zwischen
Arbeitsraum und Reinraum lassen sich in der Tat, wie Messungen erwiesen haben, außerordentlich
hohe Reinraumwerte im Reinraum bei immer noch sehr hoher Reinheit im Arbeitsraum erhalten.
Der sich durch die Luftführung einstellende höchste Druck im Reinraum verhindert eine
Re-Kontamination vom Arbeitsraum und Vorraum her, und die ständig stattfindende Luftumwälzung
und gleichzeitige erneute Filterung mit Beimischung nur eines Bruchteils an Frischluft
von vorzugsweise 1o % schafft auch nach anfänglicher Verschmutzung durch das zu bearbeitende
Material und die im Reinraum tätigen Arbeitskräfte in vergleichsweise kurzer Zeit
wie etwa 3o Minuten den geforderten Reinraumgrad. Personen, die von außen den Container
betreten, werden, wie üblich, Schutzkleidung anziehen, die zweckmäßig im Vorraum in
Bereitschaft hängt oder liegt, und werden dann nach erster "Reinigung" im Arbeitsraum
innerhalb der Schleuse einer intensiven Luftdusche unterzogen, die verhindert, daß
unnötig viel Partikel mit der Kleidung in den Reinraum getragen werden. Dort sorgt
schließlich die ständige Umwälzung der immer wieder aufs neue gefilterten Luft für
die weitestgehende Beseitigung auch der restlichen Partikel, die noch an der Kleidung
und den freibleibenden Körperstellen anhaften.
[0007] Nach einem ersten Merkmal zur vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Schleuse
im Arbeitsraum an der diesen vom Reinraum trennenden Querwand angeordnet und weist
zusammen mit dem Arbeitsraum eine abgehängte Decke mit getrennten Kammern oberhalb
des Arbeitsraums bzw. oberhalb der Schleuse auf, durch welche Reinluft aus dem Reinraum
über mit Filtern ausgestattete Öffnungen in der Querwand zu mit weiteren Filtern versehenen
Auslaßöffnungen in der abgehängten Decke über dem Arbeitsraum bzw. der Schleuse beförderbar
ist. Durch diese Anordnung läßt sich von der vom Reinraum in den Arbeitsraum gelangenden
Reinluft auf einfache Weise ein Teilstrom von beispielsweise 25 % das sind bei einer
Gesamt-Luftumwälzung von ca. 2.ooo m³/h etwa 5oo m³/h - zur Schleuse abzweigen, was
zu einem wirksamen Duscheffekt vor dem Eintritt in den Reinraum führt. Dabei schließt
sich die Schleuse zweckmäßig an die dem Luftumwälzgerät gegenüberliegende Längswand
des Containers an, und vom Luftumwälzgerät verläuft entlang der dortigen Längswand
innerhalb der abgehängten Decke ein gesonderter Kanal zu der den Reinraum begrenzenden
Frontwand des Containers und mündet dort in einen den großflächigen Schwebstoffilter
an der Unterseite oberhalb eines Arbeitstisches enthaltenden Filterkasten. Diese Anordnung
ist besonders angenehm für die im Reinraum tätigen Arbeitskräfte und vermeidet lästige
und bisweilen auch die Gesundheit gefährdende Querströmungen.
[0008] Nach einem anderen Ausgestaltungsmerkmal der Erfindung befindet sich der Einlaß für
die rückgeführte Luft in das Umwälzgerät an der Unterseite der Mischkammer, und darunter
ist im Arbeitsraum ein vertikal durchströmbares Kühlaggregat angeordnet, dessen Kondensator
an der Außenseite des Containers anbringbar und durch flexible Leitungen für das Kältemittel
über abgedichtete Durchführungen in der Containerwand an das Kühlaggregat anschließbar
ist. Durch diese Anordnung wird nicht nur ein durchgreifender ständiger Luftaustausch
im Arbeitsraum sichergestellt, sondern auch in der warmen Jahreszeit bzw. bei intensiver
Sonneneinstrahlung auf den Container eine wirksame Klimatisierung der Räume im Container
erreicht.
[0009] Noch ein weiteres Ausgestaltungsmerkmal der Erfindung sieht vor, daß der Frischlufteinlaß
und der Auslaß für den Luftüberschuß an der den Vorraum begrenzenden Frontseite des
Containers angeordnet sind. Indem diese Frontseite beim Verfahren des Containers nach
rückwärts gerichtet ist, werden Verschmutzungen dieser Öffnungen weitgehend vermieden,
was besonders für den Frischlufteinlaß erwünscht ist. Sowohl der Frischlufteinlaß
als auch der Auslaß für die Überschußluft können dabei mit motorisch verstellbaren
Klappen versehen sein, die den wirksamen Durchlaßquerschnitt und damit den Anteil
an beigemischter Frischluft bzw. abgeführter Überschußluft bestimmen, der, wie oben
bereits erwähnt, etwa 1o % betragen sollte, was bei einer durch die Räume zu transportierenden
Luftmenge von ca. 2.ooo m³/h einer Austauschmenge von ca. 2oo m³/h entspricht.
[0010] Die Vorhänge zwischen Vorraum und Arbeitsraum und zwischen Arbeitsraum und Schleuse
sind zweckmäßig von Schürzen aus einander seitlich überlappenden Kunststoffstreifen
gebildet, die einerseits den Durchtritt von Personen gestatten und zum anderen in
der normalen Lage eine ausreichede Abtrennung dieser Räume im Zuge des durch die Luftumwälzung
entstehenden Druckgefälles gewährleisten.
[0011] Schließlich sieht ein letztes Ausgestaltungsmerkmal der Erfindung vor, daß sämtliche
elektrischen Überwachungsgeräte für das Luftumwälzgerät und gegebenenfalls das Kühlaggregat
sowie die elektrische Beleuchtung und Stromversorgung der Räume im Vorraum angeordnet
sind, so daß von dort ausgehende Partikel gezwungen werden, mit der überschüssigen
Luft aus dem Vorraum unmittelbar ins Freie auszutreten.
[0012] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend in Verbindung mit der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen die erfindungsgemäße transportable Reinraumanlage umschließenden herkömmlichen
Container in Seitenansicht mit einem abgedichteten und durch Läden verschließbaren
Fenster sowie ggf. einem Eigentümer- oder Werbeschild,
Fig. 2 eine Frontansicht auf den Container von rechts in Fig. 1 mit der Eingangstür,
Fig. 3 einen Grundriß des Containers zur Veranschaulichung seiner räumlichen Unterteilung,
Fig 4 eine Innenansicht des Containers aus der gleichen Richtung wie Fig. 1 bei abgenommener
Seitenwand,
Fig. 5 einen Querschnitt durch den Container nach Linie V-V in Fig. 4 und
Fig. 6 einen horizontalen Längsschnitt durch den Container unmittelbar unter der Decke
gemäß Linie VI-VI in Fig. 4.
[0013] Der in den Fig. 1 und 2 von außen gezeigte Container unterscheidet sich von den üblichen
Containerausführungen rein äußerlich nur dadurch, daß er an seiner einen Frontseite
1o eine abschließbare Tür 12 und an einer Längsseite 14 ein von Klappläden 16 abdeckbares
Fenster 18 aufweist. Außerdem kann, beispielsweise neben dem Fenster 18, eine Tafel
2o angebracht sein, die den Namen des Eigentumers angibt und/oder als Werbeträger
dient.
[0014] Wie Fig. 3 zeigt, ist das Innere des Containers durch zwei Querwände 22 und 24 in
einen verhältnismäßig kurzen Vorraum, einen Arbeitsraum 28, der den größten Teil der
Länge des Containers einnimmt, sowie einen Reinraum 3o aufgeteilt. Der Vorratsraum
26 ist mit dem Arbeitsraum 28 durch eine Durchtrittsöffnung 32 verbunden, die von
einem Vorhang 34 abgedeckt ist. Der Vorhang 34 besteht zweckmäßig aus einander seitlich
überlappenden Kunststoffstreifen, die im normalen Hängezustand den Durchtritt von
Luft bis auf einen bestimmten Spalt am unteren Ende weitgehend verhindern.
[0015] Die Querwand 24 zwischen dem Arbeitsraum 28 und dem Reinraum 3o ist durch eine Tür
36 hermetisch verschließbar, vor der sich innerhalb des Arbeitsraums 28 eine von einer
Wand 38 und einem weiteren Vorhang 4o abgetrennte Schleuse 42 befindet. Die Schleuse
42 (und damit auch die Tür 36) schließt unmittelbar an die Seitenwand 14 des Containers
an und öffnet sich über den Vorhang 4o in Richtung zur gegenüberliegenden Seite des
Containers.
[0016] In die Querwand 24 ist außerdem ein Fenster 44 dichtend eingesetzt, das einen Sichtkontakt
zwischen Arbeitsraum 28 und Reinraum 3o gestattet.
[0017] Wie die Figuren 4 und 6 veranschaulichen, befindet sich an der der Seitenwand 16
gegenüberliegenden Seitenwand 46 des Containers unterhalb seiner Decke ein in seiner
Gesamtheit mit 5o bezeichnetes Luftumwälzgerät, das über einen Lufteinlaß 52 an der
Stirnseite 1o des Containers angeschlossen ist und sich über rund die Hälfte der Länge
des Arbeitsraums erstreckt. Das Luftumwälzgerät 5o enthält in dieser Erstreckungsrichtung
hintereinander
- ein Vorfilter 54 der Typenklasse EU 3 als Filter für die Außenluft,
- eine Mischkammer 56 für Außenluft und Umluft mit einer Eintrittsöffnung 58 am Boden
für die letztere,
- eine Elektrolufterhitzer 6o,
- ein elektromotorisch antreibbares Gebläse 62,
- ein Feinstfilter 64 der Typklasse EU 5 sowie einen Schalldampfer 66.
[0018] An den sich verjüngenden Ausgang des Luftumwälzgerätes 5o schließt unmittelbar unter
der Decke des Containers ein Kanal 68 an, der zu einem Filterkasten 7o im Reinraum
3o führt. Der Filterkasten 7o befindet sich an der dortigen Frontwand 72 des Containers
und enthält in seinem Boden einen großflächigen Schwebstoffilter 74, der die vom Luftumwälzgerät
5o geförderte Luft laminar nach unten gegen einen darunter befindlichen Arbeitstisch
76 ausströmen läßt.
[0019] Gemäß der Darstellung in Fig. 4 ist die Decke des Arbeitsraumes ebenso wie die der
Schleuse bei 78 bzw. 8o unter Bildung eines Zwischenraums zur Decke des Containers
abgehängt und schafft zwei an die Querwand 24 anschließende getrennte Kammern, die
über mit Filtern versehene Öffnungen 82 bzw. 84 in der Querwand 24 oberhalb des Fensters
44 bzw. der Tür 36 zum Reinraum 3o offen sind. Die abgehängte Decke 78 über dem Arbeitsraum
28 enthält mit Längsabstand zwei Öffnungen 86, 88, die gleichfalls von Filtern abgedeckt
sind. Dadurch vermag ein Teil der Reinluft aus dem Reinraum 3o über die Öffnung 82,
die Kammer über der abgehängten Decke 78 und die Öffnungen 86, 88 in den Arbeitsraum
zu strömen.
[0020] In ähnlicher Weise enthält die abgehängte Decke 8o der Schleuse 42 eine von einem
Filter abgedeckte Öffnung 9o, aus der die übrige Luft aus dem Reinraum 3o in die Schleuse
einströmt und dadurch eine darin befindliche Person, die den Reinraum betreten will,
zuvor mit Reinluft "duscht". Diese Luft tritt anschließend unter dem Vorhang 4o hindurch
in den Arbeitsraum 28 und wird dort zum größten Teil durch die Öffnung 58 im Boden
der Mischkammer 56 vom Gebläse 62 wieder angesaugt.
[0021] Ein Teil der Luft aus dem Arbeitsraum 28 strömt demgegenüber unter dem Vorhang 34
hindurch in den Vorraum 26 und verläßt diesen durch einen dem Lufteinlaß 52 in Bezug
auf die Tür 12 gegenüberliegenden Auslaß 92, der ebenso wie der Lufteinlaß mit einer
motorisch verstellbaren Klappe zur Bestimmung des wirksamen Durchlaßquerschnitts versehen
ist.
[0022] Ansonsten sind an der Decke des Reinraums 3o Leuchten 94, an der abgehängten Decke
des Arbeitsraums Leuchten 96 und an der Decke des Vorraums Leuchten 98 zur Ausleuchtung
dieser Räume angeordnet.
[0023] Unterhalb der Öffnung 58 der Mischkammer 56 ist an der Querwand 32 ein vertikal von
der Luft im Arbeitsraum durchströmbares Kühlaggegat 1oo angeordnet, dessen Kondensator
1o2 bei der Benutzung des Containers an der Frontseite 1o oberhalb der Tür angebracht
und durch (nicht gezeigte) flexible Leitungen mit entsprechenden abgedichteten Durchführungen
in der Containerwand an das Kühlaggregat 1oo anschließbar ist.
[0024] Beim Transport des Containers wird der Kondensator 1o2 abgenommen und im Container
aufbewahrt.
[0025] An der Frontwand 1o des Containers sind außerdem unterhalb des Lufteinlasses 12 diverse
gekapselte Steuer- und Kontrollgeräte 1o4, 1o6 für das Luftumwälzgerät 5o, das Kühlaggregat
1oo sowie diverse Steckdosen für 22o V Wechselstrom und 38o V Drehstrom an geeigneten
Stellen innerhalb des Arbeitsraums 28 und des Reinraums 3o angeordnet, zu denen die
elektrische Energie durch einen Hauptanschluß 1o8 an der Frontseite 1o des Behälters
zugeführt wird.
1. Transportable Reinraumanlage zur Aufstellung an beliebigen Einsatzorten wie Baustellen
u. dgl., gekennzeichnet durch einen herkömmlichen Großcontainer, der in Längsrichtung in einen von der einen Frontseite
(1o) abschließbar begehbaren Vorraum (26), einen mit diesem durch einen Durchlaß (32)
mit Vorhang (34) verbundenen Arbeitsraum (28) und einen Reinraum (3o) unterteilt ist,
welcher vom Arbeitsraum (28) durch eine Schleuse (42) mit hermetisch verschließbarer
Tür (36) zum Reinraum (3o) und Vorhang (4o) zum Arbeitsraum (28) begehbar ist, wobei
an einer Längsseite (46) des Containers unter dessen Decke hauptsächlich innerhalb
des Arbeitsraums (28) ein an einen steuerbaren Frischlufteinlaß (52) angeschlossenes,
Filter (54, 64), eine Mischkammer (56), eine Heizung (6o) sowie ein Gebläse (62) enthaltendes
Luftumwälzgerät (5o) vorgesehen ist, von welchem durch ein unter der Decke des Containers
angeordnetes Kanalsystem hochrein gefilterte Luft zunächst über einen großflächigen
Schwebstoffilter (74) von oben laminar in den Reinraum (3o) einleitbar, von dort über
weitere Filter zum größeren Teil unmittelbar in den Arbeitsraum (28) und zum kleineren
Teil von oben in die Schleuse (42) als Duschluft beförderbar und schließlich aus dem
Arbeitsraum (28) in die Mischkammer (56) zur erneuten Umwälzung unter Hinzumischung
von Frischluft bei gleichzeitig entsprechender Ableitung des Luftüberschusses aus
dem Vorraum durch einen steuerbaren Auslaß (92) rückführbar ist.
2. Reinraumanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleuse (42) im Arbeitsraum (28) an der diesen vom Reinraum (3o) trennenden
Querwand (24) angeordnet ist und zusammen mit dem Arbeitsraum (28) eine abgehängte
Decke (78, 8o) mit abgeteilten Kammern oberhalb des Arbeitsraums (28) bzw. oberhalb
der Schleuse (42) aufweist, durch welche Reinluft aus dem Reinraum (3o) über mit Filtern
ausgestattete Öffnungen (82, 84) in der Querwand (24) zu mit weiteren Filtern versehenen
Auslaßöffnungen (86, 88, 9o) der abgehängten Decke (78, 8o) über dem Arbeitsraum (28)
bzw. der Schleuse (42) beförderbar ist.
3. Reinraumanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleuse (42) an die dem Luftumwälzgerät (5o) gegenüberliegenden Längswand
(14) des Containers anschließt und daß vom Luftumwälzgerät (5o) entlang der dortigen
Längswand (46) oberhalb der abgehängten Decke (78) ein gesonderter Kanal (68) zu der
den Reinraum (3o) begrenzenden Frontwand (72) des Containers verläuft und dort in
einen den großflächigen Schwebstoffilter (74) an der Unterseite oberhalb eines Arbeitstisches
(76) enthaltenden Filterkasten (7o) mündet.
4. Reinraumanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Einlaß (58) für die rückgeführte Luft in das Umwälzgerät (5o) an der
Unterseite der Mischkammer (56) befindet und darunter im Arbeitsraum (28) ein vertikal
durchströmbares Kühlaggregat (1oo) angeordnet ist, dessen Kondensator (1o2) an der
Außenseite des Containers anbringbar und durch flexible Leitungen für das Kältemittel
über abgedichtete Durchführungen in der Containerwand an das Kühlaggregat (1oo) anschließbar
ist.
5. Reinraumanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Frisschlufteinlaß (52) und der Auslaß (92) für den Luftüberschuß an der den
Vorraum begrenzenden Frontseite (1o) des Containers angeordnet sind.
6. Reinraumanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Frischlufteinlaß (52) und der Auslaß (92) für die Überschußluft mit motorisch
verstellbaren Klappen zur Bestimmung des wirksamen Durchlaßquerschnitts versehen sind.
7. Reinraumanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorhänge (34, 4o) von Schürzen aus einander seitlich überlappenden Kunststoffstreifen
gebildet sind.
8. Reinraumanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche elektrischen Überwachungsgeräte (1o4, 1o6) für das Luftumwälzgerät
(5o) und ggf. das Kühlaggregat (1oo) sowie die elektrische Beleuchtung und Stromversorgung
der Räume (26, 28, 3o) im Vorraum (26) angeordnet sind.