| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 212 122 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
26.10.1988 Patentblatt 1988/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.06.1986 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B05B 5/02 |
|
| (54) |
Sprühvorrichtung zur elektrostatischen Pulverbeschichtung
Spray device for electrostatic powder coating
Appareil de pulvérisation pour l'application électrostatique de poudre
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
BE CH FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
20.08.1985 DE 3529703
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
04.03.1987 Patentblatt 1987/10 |
| (73) |
Patentinhaber: Ransburg-Gema AG |
|
CH-9015 St. Gallen (CH) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Talacko, Radovan
CH-9015 St. Gallen (CH)
|
| (74) |
Vertreter: Vetter, Ewald Otto, Dipl.-Ing. |
|
Patentanwaltsbüro
Allgeier & Vetter
Postfach 10 26 05 86016 Augsburg 86016 Augsburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 4 266 721
|
US-A- 4 417 696
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Sprühvorrichtung zur elektrostatischen Pulverbeschichtung,
mit einem Hauptgerät, welches einen Abgabekanal für Pulver, eine Mündung am stromabwärtigen
Ende des Abgabekanals zur Zerstäubung des Pulvers, eine Pulverzuleitung zur Zufuhr
von pneumatisch gefördertem Pulver in den stromaufwärtigen Anfangsabschnitt des Abgabekanals,
und eine Gaszuleitung aufweist, durch welche Gas entlang einer an Erdpotential anschliessbaren
Ableiterelektrode in den Abgabekanal geleitet wird.
[0002] Eine solche Sprühvorrichtung ist aus der DE-PS 2 347 491 bekannt. Die Wand des Abgabekanals
besteht aus elektrisch isolierendem Material, durch welches an ihm entlang reibende
Pulverteilchen elektrisch aufgeladen werden. Dabei entsteht an der Kanalwand eine
Anhäufung von elektrischen Ladungen, welche die elektrische Aufladung der Pulverteilchen
behindern. Die Ableiterelektrode ragt im Abgabekanal in den Pulver-Gas-Strom hinein
und dient zur Ableitung der angehäuften Ladung von der Kanalwand über die Ableiterelektrode
zu einem Erdanschluss. Das Gas der Gaszuleitung strömt über die Ableiterelektrode,
damit sich an ihr keine Pulverteilchen festsetzen können. Eine ähnliche Vorrichtung
zeigt die DE-PS 2 203 351. Ferner zeigt die DD-PS 134 841 eine ähnliche Sprühvorrichtung,
bei welcher im Abgabekanal ein Strömungsleitkörper aus elektrisch isolierendem Material
angeordnet ist, so dass sich das Pulver sowohl an der Kanalwand als auch an der Oberfläche
des Strömungsleitkörpers durch Reibung elektrisch aufladen kann. Ferner zeigt die
DE-OS 2 756 009 (US-PS 4 090 666) eine Sprühvorrichtung ohne Ableiterelektrode, bei
welcher über eine Gaszuleitung Gas koaxial zum Pulver-Gas-Strom des pneumatisch geförderten
Pulvers in den Abgabekanal eingebracht wird, um die Pulverteilchen mit dem Gas der
Gaszuleitung radial nach aussen gegen die Kanalwand zu treiben, damit mehr Pulverteilchen
an der Kanalwand entlang reiben und durch stärkeren Reibungsdruck das Pulver insgesamt
stärker aufgeladen wird.
[0003] Ausser den vorgenannten Sprühvorrichtungen mit Aufladung des Pulvers durch Reibung
an einer Kanalwand gibt es auch Sprühvorrichtungen, bei welchen Pulver durch Elektroden
elektrisch aufgeladen werden, die sich im Strömungsweg des Pulvers befinden und an
den Hochspannungsanschluss einer Hochspannungserzeugerschaltung angeschlossen sind.
Dabei wird unterschieden zwischen sogenannter «innerer Aufladung», bei welcher sich
die Elektrode stromaufwärts von der Stelle befindet, wo die Zerstäubung des Pulvers
beginnt, und der sogenannten «äusseren Aufladung», bei welcher sich die Elektrode
in einem Bereich befindet, wo das Pulver zerstäubt wird oder bereits zerstäubt wurde.
«Zerstäuben» bedeutet hierbei das «radiale Auseinandertreiben der Pulverteilchen des
Pulverstromes» . Eine solche Vorrichtung zeigt DE-PS 2 030 388.
[0004] Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, die Sprühvorrichtung so auszubilden,
dass das Pulver wahlweise nach verschiedenen Verfahren elektrostatisch aufgeladen
werden kann, die Vorrichtung durch einfache Manipulation von einem auf ein anderes
Verfahren umgestellt werden kann. Dabei soll die Umstellung schnell vorgenommen werden
können und die Sprühvorrichtung konstruktiv einfach und preiswert sein.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass das Hauptgerät zusammen
mit mindestens zwei alternativ verwendbaren Zusatzgeräten, von welchen jedes für ein
anderes Verfahren zur elektrischen Aufladung des Pulvers ausgebildet ist, einen variablen
Gerätesatz bildet, dass das Hauptgerät am stromaufwärtigen Anfangsabschnitt des Abgabekanals
mit einem Anschlussstück zum Anschluss jeweils eines der Zusatzgeräte versehen ist,
dass jedes Zusatzgerät einen Strömungsleitkörper aufweist, welcher ein Anschlussstück
zum Anschluss am Anschlussstück des Hauptgerätes hat und sich im befestigten Zustand
axial durch den Abgabekanal erstreckt, so dass letzterer einen ringförmigen Querschnitt
mit einer äusseren Kanalwand und mit einer durch den Strömungsleitkörper gebildeten
inneren Kanalwand hat, dass der Strömungsleitkörper eines der Zusatzgeräte mindestens
auf seiner die innere Kanalwand bildenden Mantelfläche ein elektrisch isolierendes
Material zur elektrokinetischen Aufladung des Pulvers durch Reibung des Pulvers an
diesem Material aufweist, und dass im Strömungsleitkörper mindestens eines anderen
der Zusatzgeräte eine Hochspannungserzeugerschaltung untergebracht ist und dass dieser
Strömungsleitkörper mindestens eine an diese Hochspannungserzeugerschaltung angeschlossene
Elektrode zur elektrostatischen Aufladung des Pulvers aufweist.
[0006] Dadurch kann auf einfache Weise alternativ je eines der Zusatzgeräte in das Hauptgerät
eingesetzt und dadurch das Hauptgerät wahlweise auf verschiedene elektrostatische
Sprühbeschichtungsverfahren umgestellt werden.
[0007] Die Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben, in welchen
eine Ausführungsform der Erfindung als Beispiel dargestellt ist. Darin zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt einer ersten Variante einer Sprühvorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 2 einen Längsschnitt einer zweiten Variante der Sprühvorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 3 einen Längsschnitt einer dritten Variante der Sprühvorrichtung nach der Erfindung
und
Fig. 4 einen Längsschnitt einer vierten Variante der Sprühvorrichtung nach der Erfindung.
[0008] Bei allen Varianten 1 bis 4 weist das Hauptgerät 2 der Sprühvorrichtung ein Pistolengehäuse
4 aus elektrisch isolierendem Material und eine Ableiterelektrode 6 aus elektrisch
leitendem Material auf. Die Ableiterelektrode 6 ist in einem Kanalteil 8 eines Abgabekanals
10, welcher im Pistolenkörper 4 gebildet ist, mit diesem Pistolenkörper verbunden.
Ein aus dem Pistolenkörper hinten herausragender Endabschnitt 12 der Ableiterelektrode
6 ist über eine aufgeschraubte Mutter 14 mit einem Erdpotentialanschluss 16 verbunden.
Ein weiterer Teii18 des Abgabekanals 10 ist als Ringnut ausgebildet und bildet einen
die Ableiterelektrode 6 umgebenden Ringraum 20. In den Ringraum 20 mündet eine durch
den Pistolenkörper 4 hindurchführende Gaszuleitung 22. Der Ringraum 20 ist über eine
Strömungsdrossel 24 mit einem Kanalteil 26 des Abgabekanals 10 verbunden, welcher
sich von der Einmündung 28 einer im Pistolenkörper 4 gebildeten Pulverzuleitung 30
bis zu einer Mündung 32 am stromabwärtigen Ende des Abgabekanals 10 erstreckt. Die
Strömungsdrossel 24 hat die Form eines Ringspaltes, der aussen durch einen Wandteil
34 des Abgabekanals 10 und innen auf einem Teil seiner Länge durch einen stromabwärtigen
Endabschnitt 38 der Ableiterelektrode 6 gebildet ist.
[0009] Der Endabschnitt 38 der Ableiterelektrode 6 ist als Anschlussstück für ein Zusatzgerät
ausgebildet und für diesen Zweck mit einem Innengewinde 40 versehen. Die Innenwand
des die Strömungsdrossel 24 bildenden Ringspaltes wird am stromabwärtigen Endabschnitt
42, im Anschluss an die Ableiterelektrode 6, durch einen Teil des Zusatzgerätes gebildet,
welches in das Innengewinde 40 eingeschraubt ist. Der vom Pulver durchströmte Kanalteil
26 des Abgabekanals 10 besitzt eine Kanalwand 44 aus elektrisch isolierendem Material,
welches an ihm reibende Pulverteilchen durch die Reibung elektrisch auflädt.
[0010] Bei der in Fig. 1 dargestellten Sprühvorrichtung ist ein Zusatzgerät 50 vorgesehen,
welches einen Strömungsleitkörper 52 mit einem Anschlussstück 54 aufweist. Das Anschlussstück
54 ist mit einem Aussengewinde 56 versehen, welches in das Innengewinde 40 der Ableiterelektrode
6 eingeschraubt ist und den Strömungsleitkörper 52 axial im Kanalteil 26 des Abgabekanals
10 hält. Der Strömungsleitkörper 52 besteht aus einem elektrisch isolierenden Material,
welches an ihm reibende Pulverteilchen durch-Reibung elektrisch auflädt. Die Mantelwand
58 bildet eine innere Kanalwand, so dass der Kanalteil 26 des Abgabekanals zwischen
der inneren Kanalwand 58 und der äusseren Kanalwand 44 einen ringförmigen Querschnitt
hat. Der Strömungsleitkörper 42 hat stromaufwärts der Mündung 32 einen sich in Strömungsrichtung
kegelförmig verjüngenden Körperabschnitt, durch welchen der Ringraum des Kanalteils
26 in Strömungsrichtung grösser wird, so dass längs des Körperabschnitts 60 eine diffuserartige
Zerstäubung des Pulvers stattfindet, bevor dieses die Mündung 32 verlässt und durch
Auftreffen auf eine Prallplatte 62 weiter zerstäubt wird. Die Prallplatte 62 ist ein
Teil des Strömungsleitkörpers 52.
[0011] Hierbei werden die Pulverteilchen im Kanalteil 26 sowohl von der äusseren Kanalwand
44 als auch von der inneren Kanalwand 58 durch Reibung elektrostatisch aufgeladen.
Das Pulver wird über die Zuleitung 30 pneumatisch zugeführt, so dass der Pulverstrom
bereits in der Zuleitung 30 ein das Pulver transportierendes Gas enthält.
[0012] Durch die Ableiterelektrode 6 führt axial eine Bohrung 64 hindurch, welche zum Anschluss
der im folgenden mit Bezug auf die Fig. 2, 3 und 4 beschriebenen Varianten von Zusatzgeräten
erforderlich ist. Die weiteren Varianten haben jeweils das gleiche Hauptgerät 2, jedoch
andere Zusatzgeräte. Im folgenden werden nur noch die Teile beschrieben, die von der
Variante 1 nach Fig. 1 abweichen.
[0013] Fig. 2 zeigt ein Zusatzgerät 70 mit einem Strömungsleitkörper 72, in welchem eine
Hochspannungserzeugerschaltung 74 untergebracht ist. Die Hochspannungserzeugerschaltung
74 ist auf ihrer Niederspannungsseite 76 mit einem Stromversorgungskabel 78 versehen,
welches durch die Bohrung 64 der Ableiterelektrode 6 hindurchgeführt ist. Die Hochspannungsseite
80 der Hochspannungserzeugerschaltung 74 ist an Elektroden 82 angeschlossen, welche
stromaufwärts des verjüngten Körperabschnitts 60 in den Kanalteil 26 ragen und vorbeiströmendes
Pulver elektrostatisch aufladen. Hierbei spricht man von «innerer Aufladung», weil
die Aufladung des Pulvers vor seiner Expansion längs des Körperabschnitts 60 erfolgt.
Der Strömungsleitkörper 72 und die Prallplatte 62 bestehen aus einem Kunststoffteil,
in welchen die Hochspannungserzeugerschaltung 74 und die Elektrode 82 eingeschlossen
sind. Bei dieser Variante 2 wird das Pulver auch durch Reibung an der inneren Kanalwand
58 und der äusseren Kanalwand 44 durch Reibung elektrisch aufgeladen.
[0014] Die in Fig. 3 gezeigte Variante 3 zeigt ein Zusatzgerät 90 ähnlich der Variante 2
von Fig. 2, wobei jedoch bei der Variante 3 Elektroden 91 eines Strömungsleitkörpers
92 in einem Bereich 93 stromaufwärts der Mündung 32 angeordnet sind, wo das Pulver
durch den verjüngten Körperabschnitt 60 des Strömungsleitkörpers 92 bereits teilweise
zerstäubt wurde. Dadurch spricht man hier von «äusserer Aufladung». Die Elektroden
91 sind über einen elektrischen Schutzwiderstand 94 an die Hochspannungsseite 80 einer
Hochspannungserzeugerschaltung 74 angeschlossen, die in den aus Kunststoff bestehenden
Strömungsleitkörper 92 eingeschlossen ist.
[0015] Die in Fig. 4 gezeigte vierte Variante zeigt ein Zusatzgerät 100, bei welchem eine
Elektrode 101 aus dem stirnseitigen Ende der Prallplatte 62 herausragt. Die Elektrode
101 ist über einen elektrischen Schutzwiderstand 94 mit der Hochspannungsseite 80
einer Hochspannungserzeugerschaltung 74 verbunden, die in den Strömungsleitkörper
102 eingegossen sind. Auch hier besteht der Strömungsleitkörper 102 aus elektrisch
isolierendem Kunststoffmaterial, welcher an ihm reibende Pulverteilchen durch Reibung
elektrisch auflädt.
[0016] Der elektrische Schutzwiderstand 94 ist ebenfalls in den Strömungsleitkörper 32 von
Fig. 3 und 102 von Fig. 4 eingeschlossen. Bei der Variante 1 nach Fig. 1 erfolgt eine
elektrostatische Aufladung des Pulvers nur durch Reibung. Bei den Varianten 2, 3 und
4 nach den Fig. 2, 3 und 4 erfolgt zusätzlich eine elektrostatische Aufladung durch
die Elektroden 82, 91,101.
[0017] Bei allen Varianten besteht das Zusatzgerät 50, 70, 90 und 100 jeweils hauptsächlich
aus einem Strömungsleitkörper, in welchem alle für die elektrostatische Aufladung
des Pulvers erforderlichen Teile oder Materialien integriert sind. Dadurch können
die Zusatzgeräte schnell ausgewechselt werden, da lediglich jeweils ein anderer Strömungsleitkörper
in das Hauptgerät eingeschraubt werden muss. Dabei ist für alle Varianten nur ein
einziges Hauptgerät 2 mit einem einzigen Anschlussstück 38 erforderlich, das Bestandteil
des Hauptgerätes 2 ist und vorzugsweise gleichzeitig die Ableiterelektrode 6 bildet.
[0018] Abweichend hiervon ist auch eine Ausführungsform möglich, bei welcher der Kanalteil
8 des Abgabekanals 10 als Anschlussstück für das Zusatzgerät ausgebildet ist und beispielsweise
hierfür ein Innengewinde besitzt. In diesem Falle wäre die Ableiterelektrode 6 Bestandteil
des Zusatzgerätes 50 von Fig. 1, und die Ableiterelektrode könnte mit dem Strömungsleitkörper
52 unlösbar verbunden sein. In diesem Falle müssten die Zusatzgeräte 70, 90 und 100
der Fig. 2, 3 und 4 ein formmässig der Ableiterelektrode 6 entsprechendes Anschlussstück
haben, welches mit dem Strömungsleitkörper 72, 92, 102 verbunden ist und zusammen
mit diesem lösbar in den Teil 8 eingesetzt werden kann, vorzugsweise eingeschraubt
werden kann.
[0019] Bei den Zusatzgeräten70, 90 und 100 der Fig. 2, 3 und 4 ist eine gute Funktion auch
dann gegeben, wenn das Pulver nicht durch Reibung, sondern nur durch die Elektroden
82, 91, 101 elektrisch aufgeladen wird. Für diese Anwendungsfälle ist keine Ableiterelektrode
6 erforderlich. Es genügt für die Zusatzgeräte 70, 90 und 100 ein Anschlussstück 38.
Dieses kann insgesamt die Form der Ableiterelektrode 6 haben, und aus elektrisch nichtleitendem
oder leitendem Material bestehen.
1. Sprühvorrichtung zur elektrostatischen Pulverbeschichtung, mit einem Hauptgerät
(2), welches einen Abgabekanal (10) für Pulver, eine Mündung (32) am stromabwärtigen
Ende des Abgabekanals zur Zerstäubung des Pulvers, eine Pulverzuleitung (30) zur Zufuhr
von pneumatisch gefördertem Pulver in dem stromaufwärtigen Anfangsabschnitt des Abgabekanals
(10), und eine Gaszuleitung (22) aufweist, durch welche Gas entlang einer an Erdpotential
anschliessbaren Ableiterelektrode (6) in den Abgabekanal (10) geleitet wird, dadurch
gekennzeichnet, dass das Hauptgerät (2) zusammen mit mindestens zwei alternativ verwendbaren
Zusatzgeräten (50, 70, 90, 100), von welchen jedes für ein anderes Verfahren zur elektrischen
Aufladung des Pulvers ausgebildet ist, einen variablen Gerätesatz bildet, dass das
Hauptgerät am stromaufwärtigen Anfangsabschnitt (8, 18, 24) des Abgabekanals (10)
mit einem Anschlussstück (6, 38) zum Anschluss jeweils eines der Zusatzgeräte (50,
70, 90, 100) versehen ist, dass jedes Zusatzgerät einen Strömungsleitkörper (52, 72,
92, 102) aufweist, welcher ein Anschlussstück (54) zum Anschluss am Anschlussstück
(6, 38) des Hauptgerätes (2) hat und sich im befestigten Zustand axial durch den Abgabekanal
(10) erstreckt, so dass letzterer einen ringförmigen Querschnitt mit einer äusseren
Kanalwand (44) und einer durch den Strömungskörper gebildeten inneren Kanalwand (58)
hat, dass der Strömungsleitkörper (52) mindestens eines der Zusatzgeräte mindestens
auf seiner die innere Kanalwand bildenden Mantelfläche ein elektrisch isolierendes
Material zur elektrokinetischen Aufladung des Pulvers durch Reibung des Pulvers an
diesem Material aufweist, und dass im Strömungsleitkörper (72, 92, 102) mindestens
eines anderen der Zusatzgeräte (70, 90, 100) eine Hochspannungserzeugerschaltung (74)
untergebracht ist und dass dieser Strömungsleitkörper mindestens eine an diese Hochspannungserzeugerschaltung
angeschlossene Elektrode (82,91,101) zurelektrostatischen Aufladung des Pulvers aufweist.
2. Sprühvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei
Zusatzgeräte (70, 90, 100) vorgesehen sind, in deren Strömungsleitkörper (72, 92,
102) jeweils eine Hochspannungserzeugerschaltung (74) untergebracht ist, und dass
die Elektrode oder die Elektroden des einen Strömungsleitkörpers stromaufwärts des
Beginns (60) der Pulverzerstäubung und die Elektrode oder Elektroden (91, 101) des
anderen Strömungsleitkörpers oder der anderen Strömungsleitkörper (92, 102) im Bereich
(60, 62) der Pulverzerstäubung angeordnet ist oder sind.
3. Sprühvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussstück
(6, 38) des Hauptgerätes (2) einen Durchgang (64) für eine elektrische Leitung (78)
zur Stromversorgung einer Hochspannungserzeugerschaltung (74) eines der Zusatzgeräte
(70, 90, 100) aufweist.
4. Sprühvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
das Anschlussstück (6, 38) des Hauptgerätes (2) durch einen Teil (38) der Ableiterelektrode
(6) gebildet ist, und dass diese Ableiterelektrode Bestandteil des Hauptgerätes (2)
ist.
5. Sprühvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Pulverzuleitung (30) stromabwärts des Anschlussstücks (6, 38) in den Abgabekanal
(10) mündet.
6. Sprühvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
das Anschlussstück (6, 38) zwischen sich und einem umgebenden Körper (4) des Hauptgerätes
(2) einen Gaskanal (24) bildet, über welchen Gas des Gaskanals (22) von der Ableiterelektrode
(6) in den vom Pulver durchströmten Teil (26) des Abgabekanals (10) strömt und elektrische
Ladungen aus diesem Teil (26) des Abgabekanals (10) im Gas entgegen dessen Strömung
zur Ableiterelektrode abwandern.
1. Spray apparatus for electrostatic powder coating, having a main appliance (2),
which has a delivery conduit (10) for powder, an aperture (32) on the downstream end
of the delivery conduit for the atomisation of the powder, a powder supply line (30)
for the supply of pneumatically conveyed powder into the upstream initial section
of delivery conduit (10), and a gas supply line (22), through which gas is conveyed
along a conductor electrode (6), which can be connected to earth potential, into delivery
conduit (10), characterised in that the main appliance (2), together with at least
two alternative attachments (50, 70, 90, 100), each of which is constructed for a
different process for the electrical charging of powder, forms a variable set of appliances,
in that the main appliance is provided with a connection piece (6, 38) at the upstream
initial section (8, 18, 24) of delivery conduit (10) for connecting one respective
attachment (50, 70, 90, 100), in that each attachment has a flow conducting body (52,
72, 92, 102), which has a connection piece (54) for connection to connection piece
(6, 38) of main appliance (2) and in the secured position extends axially through
delivery conduit (10), so that the latter has an annular cross section with an outer
conduit wall (44) and with an inner conduit wall (58) formed by the flow conducting
body, in that the flow conducting body (52) of at least one attachment has an electrically
insulating material for the electrokinetic charging of the powder by friction of the
powder on this material at least on its casing surface forming the inner conduit wall,
and in that in the flow conducting body (72, 92, 102) of at least one other attachment
(70, 90, 100) there is housed a high-voltage generating circuit (74) and in that this
flow conducting body has at least one electrode (82, 91, 101) connected to this high-voltage
generating circuit for the electrostatic charging of the powder.
2. Spray apparatus according to Claim 1, characterised in that at least two attachments
(70, 90, 100) are provided, in the flow conducting body (72, 92, 102) of which is
housed a high-voltage generating circuit (74), and in that the electrode or electrodes
of one flow conducting body is or are disposed upstream from the beginning (60) of
powder atomisation and the electrode or electrodes (91, 101) of the other flow conducting
body or bodies (92, 102) is or are disposed in the powder atomisation area (60, 62).
3. Spray apparatus according to Claim 1 or 2, characterised in that connection piece
(6, 38) of the main appliance (2) has a passage (64) for an electric line (78) for
the power supply of a high-voltage generating circuit (74) of one of the attachments
(70, 90, 100).
4. Spray apparatus according to one of Claims 1 to 3, characterised in that connection
piece (6, 38) of main appliance (2) is formed by a part (38) of conductor electrode
(6), and in that this conductor electrode is a component of main appliance (2).
5. Spray apparatus according to one of Claims 1 to 4, characterised in that powder
supply line (30) discharges (28) downstream from connection piece (6, 38) into delivery
conduit (10).
6. Spray apparatus according to one of Claims 1 to 5, characterised in that connection
piece (6, 38) forms a gas conduit (24) between itself and a surrounding body (4) of
main appliance (2), via which gas from gas conduit (22) flows from conductor electrode
(6) into the part (26) of delivery conduit (10) through which powder flows and electrical
charges stray from this part (26) of delivery conduit (10) contrary to the flow of
gas to the conductor electrode.
1. Dispositif de pulvérisation pour l'application électrostatique de poudre, comprenant
un appareil principal (2) qui comporte un canal de sortie (10) pour de la poudre,
une embouchure (32) pour la pulvérisation de la poudre à l'extrémité du canal de sortie
qui est située en aval, un conduit (30) pour amener de la poudre transportée pneumatiquement
dans la section de début du canal de sortie (10) qui est située en amont, et un conduit
d'amenée de gaz (22) au moyen duquel du gaz est conduit dans le canal de sortie (10)
le long d'une électrode de dérivation (6) pouvant être reliée au potentiel de la terre,
caractérisé par le fait que l'appareil principal (2) constitue un jeu d'appareils
transformables en coopération avec au moins deux appareils supplémentaires (50, 70,
90, 100) utilisables à tour de rôle dont chacun est conformé en vue d'un procédé différent
pour charger la poudre en électricité, que l'appareil principal, sur la section de
début (8, 18, 24) du canal de sortie ( 10) qui est située en amont, est muni d'une
pièce de raccordement (6, 38) pour raccorder à chaque fois l'une des appareils supplémentaires
(50, 70, 90, 100), que chaque appareil supplémentaire comporte un corps de guidage
de l'écoulement (52, 72, 92, 102) qui présente une pièce de raccordement (54) pour
le raccorder à la pièce de raccordement (6, 38) de l'appareil principal (2) et qui,
à l'état monté, s'étend axialement à travers le canal de sortie (10), de sorte que
ce dernier présente une section transversale annulaire avec une paroi de canal extérieure
(44) et une paroi de canal intérieure (58) formée par le corps de guidage de l'écoulement,
que le corps de guidage de l'écoulement (52) de l'un au moins des appareils supplémentaires
comporte, du moins sur sa surface extérieure qui constitue la paroi de canal intérieure,
une matière électriquement isolante pour la charge électrocinétique de la poudre par
frottement de la poudre sur cette matière, et qu'un circuit générateur de haute tension
(74) est logé dans le corps de guidage de l'écoulement (72, 92, 102) de l'un au moins
des autres appareils supplémentaires (70, 90, 100), et que ce corps de guidage de
l'écoulement comporte au moins une électrode (82, 91, 101) reliée à ce circuit générateur
de haute tension pour la charge électrostatique de la poudre.
2. Dispositif de pulvérisation selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'il
est prévu au moins deux appareils supplémentaires (70, 90, 100) dans le corps de guidage
de l'écoulement (72, 92, 102) desquels est logé à chaque fois un circuit générateur
de haute tension (74), et que l'électrode ou les électrodes de l'un des corps de guidage
de l'écoulement est montée ou sont montées en amont du début (60) de la pulvérisation,
cependant que l'électrode ou les électrodes (91, 101) de l'autre corps de guidage
de l'écoulement ou des autres corps de guidage de l'écoulement (92, 102) est montée
ou sont montées dans la région (60, 62) de la pulvérisation.
3. Dispositif de pulvérisation selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait
que la pièce de raccordement (6, 38) de l'appareil principal (2) comporte un passage
(64) pour un conducteur électrique (78) pour alimenter en courant un circuit générateur
de haute tension (74) de l'un des appareils supplémentaires (70;90, 100).
4. Dispositif de pulvérisation selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par
le fait que la pièce de raccordement (6, 38) de l'appareil principal (2) est constituée
par une partie (38) de l'électrode de dérivation (6), et que cette électrode de dérivation
est un élément constitutif de l'appareil principal (2).
5. Dispositif de pulvérisation selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par
le fait que le conduit (30) d'amenée de poudre débouche (28) dans le canal de sortie
(10) en aval de la pièce de raccordement (6, 38).
6. Dispositif de pulvérisation selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par
le fait que la pièce de raccordement (6, 38) constitue, entre elle-même et un corps
(4) de l'appareil principal (2) qui l'entoure, un canal (24) pour le gaz à travers
lequel le gaz du canal de gaz (22) s'écoule depuis l'électrode de dérivation (6) dans
la partie (26) du canal de sortie ( 10) qui est parcourue par la poudre, et détourne
vers l'électrode de dérivation les charges électriques dans le gaz, à l'encontre de
son écoulement, depuis cette partie (26) du canal de sortie (10).

