[0001] Die Erfindung betrifft ein Kompostiergerät zum Zerkleinern von organischem Abfall.
[0002] Solche Kompostiergeräte sind in verschiedener Form bekannt. Sie enthalten üblicherweise
schnell umlaufende Messer. Der organische Abfall muß dabei in eine Öffnung eingeschoben
und in den Bereich der umlaufenden Messer gedrückt werden. Das zerkleinerte Material
wird dann über einen Auswurfkanal herausgeschleudert. Solche Kompostiergeräte sind
nur für relativ geringe Mengen von organischem Abfall geeignet, können insbesondere
nicht stärkere Äste oder größere Holzstücke verarbeiten. Sie sind aufwendig und unbequem
in der Bedienung. Die umlaufenden Messer sind einem schnellen Verschleiß unterworfen.
[0003] Es sind auch Kompostiergeräte bekannt, bei denen die organischen Abfälle, insbesondere
Holz, durch ein Schlagwerk in einer Kammer zerkleinert werden. Die Abfälle werden
dabei so lange in der Kammer herumgeschleudert, bis eine ausreichende Zerkleinerung
erreicht ist und das Material herausgeschleudert wird. Auch hier müssen die Abfälle
von Hand in eine Öffnung eingeführt werden. Auch diese Einrichtung ist nur für relativ
geringe Mengen von organischen Abfällen geeignet.
[0004] Häufig fallen jedoch auch große Mengen von organischem Abfall wie Holz an, beispielsweise
in der Forstwirtschaft, bei kommunalen Körperschaften oder Straßenbauämtern. Es ist
wünschenswert, Holzabfälle, die beispielsweise beim Verschneiden von Straßenbäumen
anfallen, nicht zu verbrennen oder einer Müllverbrennungsanlage zuzuführen, sondern
zur Erzeugung von natürlichem Humus zu kompostieren. Durch Verbrennen wie durch eine
Müllverbrennungsanlage wird die Umwelt stark belastet. Das Verbrennen in einer Müllverbrennungsanlage
bringt außerdem erhebliche Kosten mit sich. Es ist daher bekannt, Holzabfälle zu zerkleinern
und in Mieten zu lagern, so daß sie sich durch natürliche Zersetzung in Humus verwandeln,
der dem natürlichen Kreislauf der Natur wieder zugeführt werden kann. Zur Beschleunigung
der Verrottung werden den zerkleinerten organischen Abfällen verrottungsfördernde
Mittel, z.B. Kalkstickstoff, zugeführt. Das geschieht üblicherweise manuell. Die Dosierung
und Vermischung der verrottungsfördernden Mittel mit den zerkleinerten Abfällen ist
dabei jedoch nur unvollkommen. Es besteht die Gefahr, daß die verrottungsfördernden
Mittel vom Regen herausgespült werden und dabei ihrerseits zu einer Umweltbelastung
für das Grundwasser und Gewässer führen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
ein; Kompostiergerät zum Zerkleinern von organischem Abfall, insbesondere von Holz,
zu schaffen, welches die maschinelle Verarbeitung größerer Mengen organischer Abfälle
und gleichzeitig das Aufschütten dieser Abfälle zu Mieten gestattet.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch
(a) einen auf einen Lastkraftwagen aufsetzbaren trogartigen Behälter,
(b) eine Fördereinrichtung auf dem Boden dieses Behälters, welche zu einem Ende des
Behälters hin fördert, und
(c) ein Schlagwerk, das den Behälter an dem besagten einen Ende abschließt.
[0006] Das Kompostiergerät enthält einen trogartigen Behälter, der auf einen üblichen Lastwagen
oder z.B. einen "Unimog" aufsetzbar ist. In diesen trogartigen Behälter können große
Mengen von z.B. Holz mittels eines Schaufelladers oder ggf. auch von Hand aufgegeben
werden. Die Fördereinrichtung transportiert das in den Behälter eingebrachte Material
zu dem einen Ende des Behälters, üblicherweise am hinteren Ende des Lastkraftwagens.
Dort wird das Material von der Fördereinrichtung in das Schlagwerk eingegeben. Das
von dem Schlagwerk zerkleinerte Material fällt dann vom hinteren Ende des Lastkraftwagens
auf den Boden. Durch langsames Vorfahren des Lastkraftwagens kann dabei eine gleichmäßige
Miete gesetzt werden.
[0007] Das Kompostiergerät kann in Verbindung mit einem üblichen, meist sowieso vorhanden
Lastkraftwagen verwendet werden. Es ist von dem Lastkraftwagen mittels einer üblichen
Schnellwechselvorrichtung abnehmbar, so daß der Lastkraftwagen auch für andere Zwecke,
beispielsweise für den Winterdienst, zur Verfügung steht. Der Antrieb des Kompostiergeräts
erfolgt durch die Verbrennungskraftmaschine des Lastkraftwagens über die üblicherweise
vorhandenen mechanischen oder hydraulischen Kraftanschlüsse.
[0008] Es kann vorkommen daß in den Behälter ein Teil, z.B. ein Stück eines starken Baumstammes,
hineingeworfen wird, der von dem Schlagwerk nur schwer zerkleinert werden kann. Das
bedeutet, daß das Schlagwerk ein erhöhtes Drehmoment zu überwinden hat und der Antrieb
stark belastet wird. Wenn dann dieser schwer zu zerkleinernde Teil durch die Fördereinrichtung
mit unverminderter Geschwindigkeit vorwärtsbewegt wird, dann wird der Teil noch weiter
gegen das Schlagwerk gedrückt. Das Drehmoment wird weiter erhöht, so daß die Gefahr
eines Festklemmens des Teils und einer Beschädigung des Geräts besteht.
[0009] Um sicherzustellen, daß das Gerät auch schwer zerkleinerbare Teile ohne Gefähr einer
Beschädigung zu zerkleinern vermag, kann ein Antrieb des Schlagwerkes eine Überlastkupplung
enthalten, durch welche das auf das Schlagwerk übertragene Drehmoment begrenzbar ist,
und ein Drehgeschwindigkeitsfühler vorgesehen sein, der auf eine abtriebsseitig von
der Überlastkupplung auftretende Drehzahl anspricht. Die Geschwindigkeit der Fördereinrichtung
kann dann durch den Drehgeschwindigkeitsfühler steuerbar sein, so daß bei Absinken
der besagten Drehzahl auch die Geschwindigkeit der Fördereinrichtung vermindert wird.
[0010] Wenn ein schwer zu zerkleinernder Teil an das Schlagwerk gelangt, so daß das Schlagwerk
ein Drehmoment aufbringen müßte, welches das durch die Überlastkupplung, z.B. eine
Turbokupplung, übertragbare Drehmoment überschreitet, dann sinkt die Drehzahl abtriebsseitig
von der Überlastkupplung ab. Der Drehgeschwindigkeitsfühler spricht an und vermindert
die Geschwindigkeit der Fördereinrichtung, und zwar notfalls bis zum
[0011] Stillstand. Das Schlagwerk wirkt dann auf den stillstehenden oder langsam vorbewegten
Teil und zerkleinert mit der Zeit die jeweils in den Bereich des Schlagwerkes gelangten
Schichten des Teils, was unter Umständen einige Zeit erfordert. Wenn die im Bereich
des Schlagwerks befindlichen Schichten des Teils hinreichend zerkleinert sind, vermindert
sich auch wieder das von dem Schlagwerk aufzubringende Drehmoment. Das Schlagwerk
läuft wieder schneller und die abtriebsseitig von der Überlastkupplung durch den Drehgeschwindigkeitsfühler
abgegriffene Drehzahl . steigt. Damit wird auch die Geschwindigkeit der Fördereinrichtung
wieder erhöht. Es erfolgt also praktisch eine Regelung, bei welcher die Fördereinrichtung
mit einer solchen Geschwindigkeit läuft, daß bei dem . Zerkleinerungsvorgang ein kritisches
Drehmoment an dem Schlagwerk und Antrieb nicht überschritten wird. Es wird dadurch
nicht nur eine Beschädigung des Kompostiergeräts vermieden sondern es wird ermöglicht,
auch schwer zu zerkleinernde Teile - entsprechend langsamer - ebenfalls zu verarbeiten.
[0012] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die zugehörigen
Zeichnungen näher erläutert:
Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung und zeigt einen Lastkraftwagen mit einem
aufgesetzten Kompostiergerät.
Fig. 2 ist ein schematischer Längsschnitt des Kompostiergeräts.
Fig. 3 zeigt schematisch einen Schnitt etwa längs der Linie III-III von Fig. 2.
Fig. 4 zeigt schematisch den Aufbau der Worrichtung zur Dosierung von verrottungsfördernden
Mitteln.
Fig. 5 zeigt die Vorrichtung zur Steuerung der Fördereinrichtung in Abhängigkeit von
einer abtriebsseitig von einer Überlastkupplung abgegriffenen Drehzahl.
Fig. 6 zeigt die Anordnung des Drehgeschwindigkeitsfühlers zu der Überlastkupplung
in einer Ansicht von links in Fig. 5.
[0013] Fig. 1 zeigt einen Lastkraftwagen 10 in Form eines "Unimog", auf dessen Pritsche
12 ein erfindungsgemäßes Kompostiergerät 14 angeordnet ist. Das Kompostiergerät 14
enthält einen trogartigen Behälter 16. Der trogartige Behälter 16 weist an der vorderen
Stirnseite einen Winkelteil 18 auf, der über das Dach der Fahrerkabine ragt und diese
vor Beschädigung durch das aufgegebene Material schützt. Am rückwärtigen Ende ist
ein Schlagwerk 20 angeordnet, das den Behälter an dem rückwärtigen Ende abschließt.
Das Kompostiergerät ist mittels einer üblichen und daher nicht beschriebenen Schnellwechselvorrichtung
auf den Lastkraftwagen aufgesetzt.
[0014] Wie auf Fig. 2 ersichtlich ist, ist auf dem Boden des trogartigen Behälters 16 eine
Fördereinrichtung 22 vorgesehen, welche in Richtung des Pfeiles 24 zu dem Schlagwerk
20 und dem hinteren Ende des Behälters 16 hin fördert. Oberhalb des Schlagwerkes 20
ist eine Einrichtung 26 angeordnet zur dosierten, kontinuierlichen Zugabe eines verrottungsfördernden
Mittels, z.B. von Kalkstickstoff, zu dem zerkleinerten Abfall. Diese Einrichtung 26
zur Zugabe ist mit dem Antrieb der Fördereinrichtung 22 über einen Riementrieb 28
gekuppelt, der in Fig. 2 der Deutlichkeit der Darstellung halber nur durch eine gestrichelte
Linie angedeutet ist.
[0015] Das Schlagwerk 20 weist auf einer Welle 30 eine Mehrzahl von Scheiben 32 auf. In
den Scheiben 32 sind außermittige Lagerachsen 34 gelagert, die sich also über die
Zwischenräume zwischen den Scheiben 32 erstrecken. Auf den Lagerachsen 34 sind zwischen
den Scheiben 32 Schlegel-36 gelagert. Die Schlegel 36 werden beim Umlauf der Welle
30 durch die Fliehkraft nach außen gezogen. Dabei ist ihr Wirkbereich durch eine gedachte
Zylinderfläche 38 begrenzt. Der Umlaufsinn des Schlagwerkes 20, der durch Pfeil 40
dargestellt ist, ist so, daß sich die Schlegel 36 fördereinrichtungsseitig (also links
in Fig.2) von unten nach oben bewegen. Oberhalb der Fördereinrichtung 22 ist eine
Prallwand 42 angeordnet. Die Prallwand 42 bildet mit der besagten gedachten Zylinderfläche
38 einen schmalen Austrittsspalt 44.
[0016] Der zu zerkleinernde Abfall wird von der Fördereinrichtung 22 bis in den Wirkbereich
des Schlagwerks 20 transportiert. Dort wird das Material von den Schlegeln 36 zerschlagen
und nach oben gegen die Prallwand 42 geschleudert. Es fällt dann von der Prallwand
wieder nach unten. Die Fördereinrichtung 22 sorgt dafür, daß abgepralltes Material
stets wieder in den Wirkbereich der Schlegel 36 gelangt. Das Material wird in diesem
Bereich so lange der Wirkung der Schlegel 36 ausgesetzt, bis es so klein geschlagen
ist, daß es durch den Austrittsspalt 44 hindurchtreten kann.
[0017] Es können jedoch trotzdem während des Umlaufs der Schlegel Materialstücke hinter
den Austrittsspalt 44 gelangen, ohne entsprechend zerkleinert zu werden. Um eine Zerkleinerung
auch solcher Teile zu gewährleisten, ist austrittsseitig vor dem Austrittsspalt 44
und in die Zwischenräume zwischen den umlaufenden Schlegeln 36 hineinragend eine Reihe
von Fangpratzen 46 angeordnet. Solches Material legt sich dann vor die Fangpratzen
46 und wird durch die zwischen den Fangpratzen 46 hindurchlaufenden Schlegel 36 weiter
zerkleinert. Austrittsseitig von den Fangpratzen 46 und oberhalb des Schlagwerks 20
ist eine-zur Austrittsseite hin nach unten geneigte weitere Prallwand 48 angebracht.
Diese weitere Prallwand 48 ist mit querverlaufenden Vorsprüngen 50 versehen, welche
das gegen die Prallwand 48 geschleuderte Material wieder in den Wirkbereich des Schlagwerks
20 zurückleiten. Somit wird auch das vor die Fangpratzen 46 gelangte und dort durchgetrennte
Material noch ein- oder zweimal in den Wirkbereich des Schlagwerks 20 zurückgeschleudert,
so daß eine vollständige Zerkleinerung stattfindet.
[0018] Fördereinrichtungsseitig vor der Prallwand 42 ist ein schwerer Kettenvorhang 52 angebracht,
der mit dem Schlagwerk 20 und der Prallwand 42 einen Zerkleinerungsraum 54 einschließt.
In diesem Zerkleinerungsraum wird das Material herumgeschleudert und wiederholt der
Wirkung des Schlagwerks 20 ausgesetzt. Der Kettenvorhang 52 verhindert, daß Material
von dem Schlagwerk 20 nach hinten weggeschleudert werden kann.
[0019] Die Fördereinrichtung 22 enthält eine sich über den Boden des Behälters 16 erstreckende
Platte 56 sowie ein Paar von endlosen, über je zwei Kettenräder 58 und 60 geführten
Förderketten 62. Die Förderketten 62 erstrecken sich längs der beiden Längsseiten
der Platte. Jeweils eine Kettenbahn 64 jeder Förderkette 62 verläuft oberhalb der
Platte 56. Die Fördereinrichtung enthält weiterhin Querleisten 66, die an ihren Enden
mit den Förderketten verbunden sind. Beim Umlauf der Förderketten bewegen sich die
Querleisten 66 über die Platte 56 und nehmen das daraufgefallene Material in Richtung
auf das Schlagwerk 20 mit.
[0020] Die Einrichtung 26 zur Zugabe eines verrottungsfördernden Mittels enthält eine mit
Vorsprüngen 68 versehene, umlaufende Walze 70. Eine elastische Klappe 72, z.B. aus
Hartgummi oder Kunststoff, ist zur Horizontalen geneigt und liegt an der Unterseite
der Walze 70 an. Eine Blattfeder oder ein Blattfederpaket 74 drückt die-Klappe 72
an die Walze 70 an. Die Einrichtung zur Zugabe eines verrottungsfördernden Mittels
enthält weiterhin eine zweite elastische Klappe 76, die ebenfalls gegen die Horizontale
zu der Walze 70 hin geneigt auf der gegenüberliegenden Seite an der Walze anliegt.
Die Walze 70 ist, wie gesagt, mit einer Antriebswelle der Fördereinrichtung 22 über
einen Riementrieb 28 gekuppelt. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß die Menge
des dosierten verrottungsfördernden Mittels optimal an die Menge des zugeführten,
zu kompostierenden Abfalls angepaßt ist. Wenn viel Abfall anfällt, läuft die Fördereinrichtung
22 schneller, und dementsprechend wird auch mehr verrottungsförderndes Mittel von
der entsprechend schneller laufenden Walze 70 dosiert. Die Dosierung erfolgt in dem
Zerkleinerungsraum 54, in welchem das zerkleinerte Material herumgewirbelt wird, so
daß ohne weitere Maßnahme eine gute Vermischung des Materials mit dem verrottungsfördernden
Mittel gewährleistet ist.
[0021] Es kann vorkommen, daß in das Kompostiergerät Teile (z.B. Eisenstücke, Steine oder
Betonteile) eingegeben werden, die von dem Schlagwerk nicht zerkleinert werden können.
Um eine Beschädigung des Kompostiergeräts in solchen Fällen zu vermeiden, sind verschiedene
Maßnahmen getroffen:
Die Schlegel 36 sind bis in den Bereich innerhalb des Umfangs der Scheiben 32 einschwenkbar.
Wenn also der Schlegel 36 ein Materialteil nicht zerkleinern kann, dann kann er ausweichen
und innerhalb der Scheiben 32 an dem Teil vorbeigehen. Das Teil kann dann vor die
Fangpratzen 46 gelangen. Um auch hier eine Beschädigung auszuschließen ist vorgesehen,
daß die Fangpratzen 46 ausschwenkbar gelagert sind und durch eine vorgespannte Feder
78 gegen einen Anschlag 80 in ihrer Arbeitsstellung gehalten sind. Bei Überlast können
daher die Fangpratzen 46 ausweichen und ein nicht zerkleinerbares Teil zum Ausgang
durchlassen.
[0022] Schließlich enthält der Antrieb des Schlagwerkes eine Überlastkupplung 82 in Form
einer Turbokupplung, durch welche das auf das Schlagwerk 20 übertragene Drehmoment
auf einen zulässigen Wert begrenzt wird. Eine Zapfwelle 84 des Lastkraftwagens ist
mit einem T-Getriebe 86 verbunden, über welches das Schlagwerk 20 angetrieben wird.
[0023] Wie aus Fig. 5 und 6 ersichtlich ist, ist das umlaufende Gehäuse 88 der Turbokupplung
82 über eine Rolle 90 mit der Eingangswelle 92 eines Drehgeschwindigkeitsfühler 94
verbunden. Der Drehgeschwindigkeitsfühler 94 ist ein üblicher, handelsüblicher Fliehkraftgeber
und daher nicht im einzelnen dargestellt. Er enthält Fliegewichte an einem Gestänge,
die von der Eingangswelle 92 her angetrieben werden und einen drehzahlabhängigen Hub
ausführen. Dieser Hub wird auf einen Stellhebel 96 übertragen. Der Stellhebel 96 verstellt
über ein Gestänge 98 die Schiefscheibe und damit die Fördermenge einer Axialkolbenpumpe
100, die von einer Motorzapfwelle 102 mit konstanter Drehzahl angetrieben wird. Die
Axialkolbenpumpe 100 ist über eine Leitung 104 mit einem Hydraulikmotor 106 verbunden,
der das Kettenrad 60 antreibt. Durch Veränderung der Fördermenge der Axialkolbenpumpe
100 wird die Drehzahl des Hydraulikmotors 106 und damit die Geschwindigkeit der Fördereinrichtung
22 verändert.
[0024] Der trogartige Behälter kann auch nach Art eines "Containers" von einem Lastkraftwagen
mittels eines Hakenlifts, eines Seilzuges o.dgl., absetzbar sein, so daß er im Betrieb
stationär verwendet wird. Anschließend wird der Behälter wieder auf den Lastkraftwagen
aufgesetzt und abtransportiert.
[0025] Es kann auch für das Kompostiergerät ein eigener Antriebsmotor vorgesehen sein.
1. Kompostiergerät zum Zerkleinern von organischem Abfall, insbesondere von Holz,
gekennzeichnet durch
(a) einen auf einen Lastkraftwagen (10) aufsetzbaren trogartigen Behälter (16),
(b) eine Fördereinrichtung (22) auf dem Boden dieses Behälters (16), welche zu einem
Ende des Behälters (16) hin fördert, und
(c) ein Schlagwerk (20), das den Behälter (16) an dem besagten einen Ende abschließt.
2. Kompostiergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
(a) oberhalb des Schlagwerks (20) eine Einrichtung (26) angeordnet ist zur dosierten,
kontinuierlichen Zugabe eines verrottungsfördernden Mittels, z.B. von Kalkstickstoff,
zu dem zerkleinerten Abfall und
(b) diese Einrichtung (26) zur Zugabe mit dem Antrieb der Fördereinrichtung gekuppelt
ist.
3. Kompostiergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
(a) das Schlagwerk (20) auf einer Welle (30) in Abständen voneinander eine Mehrzahl
von Scheiben (32) aufweist,
(b) in den Scheiben (32) außermittige Lagerachsen (34) gelagert sind und
(c) auf den Lagerachsen (34) zwischen den Scheiben (32) Schlegel (36) gelagert sind,
welche bei Umlauf der Welle (30) durch die Fliehkraft nach außen gezogen werden, wobei
ihr Wirkbereich durch eine gedachte Zylinderfläche (38) begrenzt ist.
4. Kompostiergerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
(a) der Umlaufsinn (40) des Schlagwerks (20) so ist, daß sich die Schlegel (36) fördereinrichtungsseitig
von unten nach oben bewegen,
(b) oberhalb der Fördereinrichtung (22) und des Schlagwerks (20) eine Prallwand (42)
angeordnet ist und
(c) die Prallwand (42) mit der besagten gedachten Zylinderfläche (38) einen schmalen
Austrittsspalt (44) bildet.
5. Kompostiergerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß austrittsseitig vor
dem Austrittsspalt (44) und in die Zwischenräume zwischen den unlaufenden Schlegeln
(36) hineinragend eine Reihe von Fangpratzen (46) angeordnet ist.
6. Kompostiergerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
(a) die Fangpratzen (46) ausschwenkbar gelagert sind und
(b) die Fangpratzen (46) durch eine vorgespannte Feder (78) gegen einen Anschlag (80)
in ihrer Arbeitsstellung gehalten sind.
7. Kompostiergerät. nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
(a) austrittsseitig von den Fangpratzen (46) oberhalb des Schlagwerks (20) eine zur
Austrittsseite hin nach unten geneigte weitere Prallwand (48) angebracht ist und
(b) die weitere Prallwand (48) mit querverlaufenden Vorsprüngen (50) versehen ist,
welche das gegen die Prallwand (50) geschleuderte Material wieder in den Wirkbereich
des Schlagwerks (20) zurückleiten.
8. Kompostiergerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß fördereinrichtungsseitig
vor der Prallwand (42) ein schwerer Kettenvorhang (52) angebracht ist, der mit dem
Schlagwerk (20) und der Prallwand. (42) einen Zerkleinerungsraum (54) einschließt.
9. Kompostiergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung
(a) eine sich über den Boden des Behälters (16) erstreckende Platte (56) enthält sowie
(b) ein Paar von endlosen, über je zwei Kettenräder (58,60) geführten Förderketten
(62), die längs der beiden Längsseiten der Platte (56) angeordnet sind und von denen
jeweils eine Kettenbahn (64) oberhalb der Platte (56) verläuft, und
(c) Querleisten (66), die an ihren Enden mit den Förderketten (62) verbunden sind.
10. Kompostiergerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (26)
zur Zugabe eines verrottungsfördernden Mittels
(a) eine mit Vorsprüngen (68) versehene, umlaufende Walze (70) enthält sowie
(b) eine tangential an der Unterseite der Walze (70) anliegende, zur Horizontalen
geneigte, erste elastische Klappe (72),
(c) eine die Klappe (72) an die Walze (70) andrückende Blattfeder (74) und
(d) eine zweite elastische Klappe (76), die ebenfalls gegen die Horizontale zu der
Walze (70) hin geneigt auf der gegenüberliegenden Seite an der Walze (70) anliegt.
11. Kompostiergerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (70) mit
einer Antriebswelle der Fördereinrichtung (26) über einen Riementrieb (28) gekuppelt
ist.
12. Kompostiergerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlegel (36)
bis in den Bereich innerhalb des Umfangs der Scheiben (32) einschwenkbar sind.
13. Kompostiergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Schlagwerks
(20) eine Überlastkupplung (82) enthält.
14. Kompostiergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
(a) ein Antrieb des Schlagwerkes (20) eine Überlastkupplung (82) enthält, durch welche
das auf das Schlagwerk (20) übertragene Drehmoment begrenzbar ist,
(b) ein Drehgeschwindigkeitsfühler (94) vorgesehen ist, der auf eine abtriebsseitig
von der Überlastkupplung (82) auftretende Drehzahl anspricht, und
(c) die Geschwindigkeit 'der Fördereinrichtung (22) durch den Drehgeschwindigkeitsfühler
(94) steuerbar ist, so daß bei Absinken der besagten Drehzahl auch die Geschwindigkeit
der Fördereinrichtung (22) vermindert wird.