(19)
(11) EP 0 212 196 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.06.1990  Patentblatt  1990/24

(21) Anmeldenummer: 86109298.9

(22) Anmeldetag:  08.07.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5D03D 49/10, D03D 51/08

(54)

Verfahren und Vorrichtung zur Regelung eines Kettbaumantriebs einer Webmaschine

Process and device to control the warp beam drive in a loom

Procédé et dispositif pour le réglage de la commande de l'ensouple dans un métier à tisser


(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE FR GB IT LI

(30) Priorität: 07.08.1985 DE 3528280

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
04.03.1987  Patentblatt  1987/10

(73) Patentinhaber: Maschinenfabrik Stromag GmbH
D-59425 Unna (DE)

(72) Erfinder:
  • Obering, Walter Rehling
    D-4755 Holzwickede (DE)

(74) Vertreter: Wilhelm, Hans-Herbert, Dr.-Ing. et al
Wilhelm & Dauster Patentanwälte Hospitalstrasse 8
70174 Stuttgart
70174 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 080 581
DE-A- 2 939 607
DE-A- 3 435 049
EP-A- 0 117 479
DE-A- 3 406 888
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung eines Kettbaumantriebs einer Webmaschine, bei dem wenigstens in Abhängigkeit von einer die Drehzahl des Kettbaumes und einer die Spannung der Kettfäden darstellenden Größe der Kettbaumantrieb beeinflußt wird sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit einer Regeleinrichtung zur Beeinflussung des Kettbaumantriebs sowie wenigstens einer Einrichtung zur Messung der Drehzahl des Kettbaumes und einer Einrichtung zur Messung der Spannung der Kettfäden zur Einwirkung auf die Regeleinrichtung.

    [0002] Ein derartiges Verfahren sowie eine entsprechende Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens sind aus der deutschen Patentschrift 29 39 607 bekannt. Dort wird über die Stellung eines Tänzers die Spannung der Kettfäden gemessen sowie über ein Antriebsritzel die Drehzahl des Kettbaumes aufgenommen. Beide Größen sind einem Regler zugeführt, der eine Antriebseinheit ansteuert, die ihrerseits wiederum die Drehzahl des Kettbaumes beeinflußt.

    [0003] Es hat sich herausgestellt, daß die bekannte Einrichtung, insbesondere beim Anfahren des Kettbaumantriebs aus dem Stillstand keine zufriedenstellenden Webergebnisse liefert, sondern im Gewebe sogenannte Stopmarken bzw. Anlaßmarken erkennbar sind. Dieser Fehler entsteht dadurch, daß beim Anfahren der Tänzer zum Überschwingen neigt und daher keinen brauchbaren Sollwert mehr für den Regler liefert.

    [0004] Auch der in der genannten Patentschrift vorgeschlagene Anfahrsollwertgeber, der für das Anfahren des Kettbaumantriebs eine bestimmte Hochlaufkurve vorgibt und damit die Stellung des Tänzers als Sollwertsignal ersetzt kann das Auftreten von Stopmarken im Gewebe nur in begrenztem Umfang beheben.

    [0005] Aus der DE-A-3 406 888 ist auch ein Verfahren zum Starten einer Webmaschine aus dem Stillstand bekannt, wobei der Kettbaum vorwärts oder rückwärts gedreht wird, bis die erfaßte Kettfadenspannung einer vorbestimmten Kettfadenspannung entspricht.

    [0006] Aufgabe der Erfindung ist es, das bekannte Verfahren derart zu verbessern, daß auch beim Anfahren des Kettbaumantriebs aus dem Stillstand keine Fehler auftreten und daher im Gewebe auch keine Stopmarken bzw. Anlaßmarken erkennbar sind.

    [0007] Gelöst wird die Aufgabe dadurch, daß bei dem bekannten Verfahren vor einem Wiederanfahren des Kettbaumantriebs aus dem Stillstand die Spannung der Kettfäden durch Zurückdrehen des Kettbaumes auf einen vorbestimmbaren Wert erhöht und während des Anfahrens durch Einwirken auf den Kettbaumantrieb auf einen ebenfalls vorbestimmbaren Normalwert zurückgenommen wird. Durch diese Maßnahme wird einerseits die normalerweise als Sollwert verwendete Spannung der Kettfäden durch vorbestimmbare Werte bzw. Funktionen ersetzt, andererseits wird die Spannung der Kettfäden durch Verdrehen des Kettbaumes auf diese werte bzw. Funktionen eingestellt. Dadurch ist es möglich, den Anfahrvorgang des Kettbaumantriebs so genau zu beeinflussen, daß keine Stopmarken bzw. Anlaßmarken im Gewebe zu erkennen sind.

    [0008] Bei einer Ausgestaltung der Erfindung entspricht der vorbestimmbare Normalwert dem Wert der Spannung der Kettfäden vor dem ersten Anlauf des Kettbaumantriebs, während der vorbestimmbare erhöhte wert eine konstante Differenz mit dem Normalwert bildet, die ihrerseits von dem Anfahrverhalten des Hauptantriebs abhängt.

    [0009] Die Art und Weise der Berücksichtigung der Spannung der Kettfäden beim Anfahren des Kettbaumantriebs wird bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung dadurch erreicht, daß das Zurückstellen der Spannung der Kettfäden von dem vorbestimmbaren erhöhten wert auf den Normalwert in der Form einer vorgebbaren zeitabhängigen Funktion durchgeführt wird. Dadurch ist es möglich, das Erniedrigen der Spannung der Kettfäden genau dem Anfahrverhalten des Hauptantriebs anzupassen und dadurch jegliche Fehler beim Anfahren zu vermeiden.

    [0010] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist die Regeleinrichtung in digitaler Form ausgebildet, insbesondere in der Form eines entsprechend programmierten digitalen Rechengerätes. Die Einrichtung zur Messung der Drehzahl des Kettbaumes ist mit Hilfe eines mit dem Kettbaum gekoppelten Impulsgebers realisiert, der pro ganzer Umdrehung des Kettbaumes eine bestimmte Anzahl digitaler Impulse erzeugt. Die Einrichtung zur Messung der Spannung der Kettfäden ist mittels eines potentiometers ausgeführt, das die Stellung einer die Zugspannung der Kettfäden bestimmenden Spannwalze erfaßt und dem ein Analog/Digital-Wandler nachgeschaltet ist. Mit Hilfe dieser Anordnung ist es möglich, daß die Regeleinrichtung in jedem Moment die Spannung der Kettfäden und die Drehzahl des Kettbaumes genau erfassen und verarbeiten kann. Damit ist es auch möglich, im Falle des Stillstands des Kettbaumantriebs die Spannung der Kettfäden auf den vorbestimmbaren Wert zu erhöhen und während des Anfahrens des Kettbaumantriebs wieder auf den Normalwert zurückzustellen.

    [0011] Besonders vorteilhaft ist an der angegebenen Vorrichtung die Verwendung des Impulsgebers, da mit diesem nicht nur die Drehzahl des Kettbaumantriebs gemessen werden kann, sondern auch die Anzahl der Impulse, die sich durch das Zurückdrehen des Kettbaumes zur Erhöhung der Spannung der Kettfäden ergeben. Diese Anzahl kann dann in besonders vorteilhafter Weise zur Bildung der Anfahrfunktion weiterverwendet werden.

    [0012] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der angegebenen Vorrichtung wird die Vorwärtsbewegung der verwebten Kettfäden, also des Gewebes, mit Hilfe eines weiteren Impulsgebers gemessen, der mit einer Welle gekoppelt ist, die mit den verwebten Kettfäden durch Reibung in Wirkverbindung steht. Die Geschwindigkeit der Vorwärtsbewegung der verwebten Kettfäden dient der weiteren Einwirkung auf die Regeleinrichtung und damit der Beeinflussung des Kettbaumantriebs.

    [0013] Der Kettbaumantrieb selbst ist als ein in seiner Drehzahl über eine wechselweise Betätigung einer Kupplung und einer Bremse regelbarer Antrieb vorgesehen. Wahlweise kann aber auch jeder andere regelbare Antrieb verwendet werden.

    [0014] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung zur Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel gezeigt ist, das im folgenden erläuert wird. Es zeigt:

    Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Regelung.



    [0015] In der Fig. 1 werden von einem Kettbaum 10 Kettfäden 11 abgewickelt und über eine erste Umlenkrolle 12, einen Tänzer 13 sowie eine zweite Umlenkrolle 15 einer Webmaschine zugeführt, die schematisch mit dem Bezugszeichen 16 angedeutet ist. Dort unterliegen die Kettfäden 11 der sogenannten Fachbildung, wobei die mit 17 gekennzeichneten Kettfäden das Oberfach und die mit 18 gekennzeichneten das Unterfach bilden, durch welche in nicht näher dargestellter Weise der Schußfaden geführt wird. Außerhalb der mit dem Bezugszeichen 16 angedeuteten Webmaschine laufen die jetzt verwebten Kettfäden 11, also das Gewebe 19, zwischen den beiden Antriebsrollen 20 hindurch und werden danach auf der Rolle 21 aufgewickelt.

    [0016] Der Kettbaum 10 wird von einem Kettbaumantrieb 25 angetrieben, während die beiden Antriebsrollen 20 von einem Rollenantrieb 26 in Bewegung gesetzt werden. Der Rollenantrieb 26 kann auch als Hauptantrieb bezeichnet werden und ist deshalb mit einem M gekennzeichnet, weil er der sogenannte "Master-Antrieb" ist, also der bevorrechtigte Antrieb, während der Kettbaumantrieb 35 mit einem S gekennzeichnet ist, weil es sich bei ihm um den "Slave-Antrieb" handelt, also um den vom Rollenantrieb 26 abhängigen Antrieb. An den Kettbaum 10 und an eine der beiden Antriebsrollen 20 ist jeweils ein Impulsgeber 27 und 28 angeschlossen, der bei jeder Umdrehung des Kettbaumes 10 bzw. der Antriebsrollen 20 eine bestimmte Anzahl digitaler Impulse erzeugt. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß auf die Welle des Kettbaums 10 bzw. einer der beiden Antriebsrollen 20 eine Scheibe befestigt wird, die an ihrem Außenrand Zähne aufweist. Die Drehzahl der Welle wird dann dadurch erfaßt, daß eine Einrichtung, zum Beispiel eine Lichtschranke, die Vorbeibewegung der einzelnen Zähne erfaßt und für jeden vorbeibewegten Zahn ein Signal abgibt. Eine dieser Einrichtung nachgeschaltete Impulsformerstufe kann dann dieses Signal zu einem entsprechenden digitalen Impuls aufbereiten. Die Anzahl derartiger digitaler Impulse pro einer bestimmten Zeiteinheit ergibt dann die Drehzahl der Welle. Gleichzeitig ist es mit einem derartigen Impulsgeber in einem bestimmten Umfang auch möglich, Winkel- bzw. Wegmessungen bei einer Drehung der Welle durchzuführen, indem die Anzahl der durch diese Drehung hervorgerufenen Impulse gezählt und mit dem Abstand der Zähne des Impulsgebers verknüpft wird.

    [0017] Der Tänzer 13 dient dem Ausgleich der Geschwindigkeitsschwankungen der Kettfäden 10, die durch die Fachbildung entstehen. Aus diesem Grund bewegt sich derTänzer 13 synchron mit der Fachbildung auf- und abwärts. Der Tänzer 13 wird dabei von einer Feder 14 gehalten, so daß die Kettfäden 11 immer unter Zugspannung stehen. Die Stellung des Tänzers 13 wird von einem Weggeber 29 und einem Nullpunktgeber31 erfaßt, wobei dem Weggeber 29 ein Analog/Digital-Wandler 30 und dem Nullpunktgeber 31 ein Impulsformer 32 nachgeschaltet ist. Der Weggeber 29 kann beispielsweise in der Form eines Potentiometers ausgeführt sein, dessen Abgriff mit dem Tänzer gekoppelt ist. Demgegenüber kann es sich bei dem Nullpunktgeber 31 um einen Schalter handeln, der bei einer bestimmten, vorgebbaren Stellung des Tänzers 13 geschlossen, sonst jedoch immer geöffnet ist.

    [0018] Die Ausgangssignale des Impulsgebers 27, des Impulsformers 32, des Wandlers 30 und des Impulsformers 28, die mit IS, NP, TS und IM bezeichnet sind, sind einem Rechengerät 35 zugeführt, das als weiteres Eingangssignal mit einer Größe U beaufschlagt ist und das ein Ausgangssignal erzeugt, das an einen Digital/Analog-Wandler 45 angeschlossen ist. Das Rechengerät 35 umfaßt eine Übersetzungsberechnung 36, eine Sollwertberechnung 37, einen Soll-Ist-Vergleich 38, eine Istwertkorrektur 39 und eine Verknüpfung 40. Dabei ist der Übersetzungsberechnung 36 das Signal TS und das Signal U zugeführt, während der Istwertkorrektur 39 das Signal NP und das Signal IS zugeleitet ist. In Abhängigkeit von ihren beiden Eingangssignalen erzeugt die Übersetzungsberechnung 36 ein Ausgangssignal TK, das zusammen mit dem Signal IM die Sollwertberechnung 37 beaufschlagt. Das Ausgangssignal der Sollwertberechnung 37 ist mit ISS bezeichnet und an den Soll-Ist-Vergleich 38 angeschlossen. Die Istwertkorrektur 39 bildet aus ihren beiden Eingangssignalen NP und IS sowie aus einem Signal t, das die Zeit darstellt, ein Ausgangssignal NK, das zusammen mit dem SignallS an die Verknüpfung 40 angeschlossen ist und dort zum Signal ISI verknüpft wird. Dieses Signal ISI ist schließlich als zweites Eingangssignal zum Soll-Ist-Vergleich 38 geführt, dessen Ausgangssignal den Wandler 45 ansteuert.

    [0019] Die Drehzahl des Rollenantriebs 26 wird von einem Signal LWM vorgegeben, das einerseits dem Rollenantrieb 26 und andererseits einer Umrechnung 47 zugeführt ist. Mit Hilfe der Umrechnung 47 wird in Abhängigkeit von dem schon erwähnten Signal U aus dem Signal LWM das Signal LWF erzeugt, das an eine Verknüpfung 46 angeschlossen ist, der ebenfalls als Eingangssignal das Ausgangssignal LWK des Wandlers 45 zugeführt ist. Das Ausgangssignal der Verknüpfung 46 schließlich ist mit LWS bezeichnet und ist zum Zwecke der Steuerung des Kettbaumantriebs 25 an diesen angeschlossen.

    [0020] Das Signal LWM ist konstant und bewirkt dadurch, daß der Rollenantrieb 26 die Antriebsrollen 20 mit einer ebenfalls konstanten Drehzahl antreibt. Das Gewebe 19 wird daher mit einer gleichbleibenden Geschwindigkeit aus dem Bereich der Webmaschine 16 abgezogen. Da es sich beim Rollenantrieb 26 um den bevorrechtigten Antrieb, den "Master-Antrieb" handelt, muß der davon abhängige Kettbaumantrieb 25, der "Slave-Antrieb", auf diese konstante Abzugsgeschwindigkeit des Gewebes 19 eingestellt werden. Dies geschieht mittels der Verknüpfung der Signale LWF und LWK zum Signal LWS.

    [0021] Würde der Kettbaum 10 während der gesamten Betriebsdauer der Regelung einen konstanten Durchmesser aufweisen, so würde sich daraus ein konstantes Verhältnis zwischen der Drehzahl des Kettbaumes 10 und der Drehzahl der Antriebsrollen 20 ergeben. In diesem Fall würde es ausreichen, das den Rollenantrieb 26 ansteuernde Signal LWM mit Hilfe der Umrechnung 47 mit dem genannten Verhältnis zu verknüpfen, um dann mit dem Ausgangssignal LWF direkt den Kettbaumantrieb 25 anzusteuern. Das Signal LWK wäre in diesem Fall aufgrund des konstanten Übersetzungsverhältnisses andauernd Null.

    [0022] Da sich vom Kettbaum 10 jedoch die Kettfäden 11 abwickeln, verringert sich dessen Durchmesser langfristig mit jeder Fadenlage, die von ihm abgewickelt wird. Aus diesem Grund ist es nicht ausreichend, mit einem festen Verhältnis der Drehzahlen der Antriebsrollen 20 und des Kettbaumes 10 zu arbeiten, sondern es muß die Drehzahl des Kettbaumes 10 aufgrund der Verringerung seines Durchmessers korrigiert, genauer gesagt, erhöht werden. Dies geschieht mit Hilfe des vom Rechengerät 35 erzeugten Signals LWK, das über die Verknüpfung 46 den Kettbaumantrieb 25 beeinflußt.

    [0023] Damit eine Kompensation der Verringerung des Durchmessers des Kettbaumes 10 möglich ist, muß vor dem ersten Anlauf der gesamten Regelung der aktuelle Durchmesser des Kettbaumes gemessen und daraus das zu diesem Durchmesser gehörende Übersetzungsverhältnis der Drehzahlen des Kettbaumes 10 und der Antriebsrollen 20 errechnet werden. Dieses Übersetzungsverhältnis muß als Signal U dem Rechengerät 35 und der Umrechnung 47 zugeleitet werden. Des weiteren muß vor dem ersten Anlauf der Regelung die aktuelle Stellung des Tänzers 13 so beeinflußt werden, daß sie der vom Nullpunktgeber 31 erfaßbaren Stellung entspricht. Der Nullpunktgeber 31 muß also genau dann ein Signal abgeben, wenn der Tänzer 13 sich in dieser aktuellen Stellung befindet.

    [0024] Ist die Webmaschine angelaufen, befindet sich also die Regelung in Betrieb, so bewegt sich der Tänzer 13, wie schon erwähnt wurde, regelmäßig auf und ab. Verändert sich der Durchmesser des Kettbaumes 10 nicht, so bleibt auch der Mittelwert dieser Bewegung konstant. Ist jedoch eine Fadenlage des Kettbaumes 10 abgewickelt, so verringert sich der Durchmesser desselben, was zur Folge hat, daß aufgrund der im ersten Moment gleichbleibenden Drehzahl des Kettbaumes 10 zu wenig Kettfadenlänge der Webmaschine zugeführt wird und dadurch sich der Mittelwert der Auf- und Abbewegung des Tänzers 13 langsam in der Form einer langzeitigen Aufwärtsbewegung des Tänzers 13 verändert. Dieser Vorgang wird über den Weggeber 29 von der Übersetzungsberechnung 36 festgestellt, so daß jetzt von der Übersetzungsberechnung 36 das anfangs eingegebene Übersetzungsverhältnis U so geändert werden kann, daß der verringerte Durchmesser des Kettbaumes 10 berücksichtigt ist. Die Erfassung insbesondere der Veränderung des Mittelwerts des Tänzers 13 kann von der Übersetzungsberechnung 36 beispielsweise durch Integration der Tänzerbewegungen bewerkstelligt werden. Das Ausgangssignal der Übersetzungsberechnung 36, das das tatsächliche, also momentane Übersetzungsverhältnis repräsentiert, wird von der Sollwertberechnung 37 mit dem Signal IM verknüpft, das beispielsweise der Anzahl der Impulse in einer vorgebbaren Zeiteinheit entspricht, und zwar in der Art und Weise, daß am Ausgang der Sollwertberechnung 37 ein Signal ansteht, das der gewünschten Anzahl von Impulsen in derselben Zeiteinheit des dem Kettbaum 10 zugeordneten Impulsgeber 27 entspricht. Die Impulsanzahl IM wird also von der Sollwertberechnung 37 mit Hilfe des tatsächlichen Übersetzungsverhältnisses TK zur Soll-Impulsanzahl ISS umgerechnet.

    [0025] Vom Soll-Ist-Vergleich 38 wird die Söll-Impulsanzahl ISS mit der Ist-Impulsanzahl ISI, die normalerweise, wenn das Signal NK gleich Null ist, dem Ausgangssignal IS des Impulsgebers 27 entspricht, verglichen. Bei einer Abweichung der Ist- von der Soll-Impulsanzahl erzeugt der Vergleich 38 ein Ausgangssignal, das über die Verknüpfung 46 den Kettbaumantrieb 25 gerade so beeinflußt, daß die Verringerung des Durchmessers des Kettbaumes 10 durch eine Erhöhung der Drehzahl desselben kompensiert wird. Da durch die Erhöhung der Drehzahl des Kettbaumes 10 die Eingangssignale des Soll-Ist-Vergleichs 38 gleich groß werden, muß zur Aufrechterhaltung der erhöhten Drehzahl des Kettbaumes 10 der Vergleich 38 speichernde, also integrierende Eigenschaften besitzen.

    [0026] Bisher wurde angenommen, daß das Signal NK gleich Null ist. Dies ist jedoch nur der Fall, wenn die gesamte Webmaschine mit ihrer normalen Betriebsgeschwindigkeit arbeitet. Tritt hingegen während des Betriebs ein Fehler auf, so daß die Webmaschine zum Stillstand kommt, so muß nach der Behebung des Fehlers die gesamte Webmaschine neu angefahren werden. Während dieses Anfahrens ist das Signal NK ungleich Null. Das Signal NK hat dabei die Aufgabe, auch beim Anfahren der Webmaschine aus dem Stillstand ein genaues Arbeiten der gesamten Webmaschine zu gewährleisten. Es sollen also die normalerweise durch Stillstände der Webmaschine hervorgerufenen Stopmarken bzw. Anlaßmarken vermieden werden.

    [0027] Befindet sich die Webmaschine nach dem Auftreten und Behebens eines Fehlers im Stillstand, so wird als erstes der Kettbaum 10 so lange rückwärts gedreht, bis der Nullpunktgeber 31 anzeigt, daß sich der Tänzer 13 in seiner Normallage befindet. Damit dieser Zustand immer erreicht werden kann, ist der Kettbaumantrieb 25 so ausgebildet, daß der Kettbaum 10 später zum Stillstand kommt als die Antriebsrollen 20, so daß der Tänzer 13 unterhalb seiner Normallage steht und durch Rückwärtsdrehen des Kettbaums 10 diese Normallage erreichen kann. Hat die Istwertkorrektur 39 aufgrund des Signals NP erkannt, daß der Tänzer 13 diese Normallage erreicht hat, so zählt sie beim weiteren Zurückdrehen des Kettbaumes 10 die dadurch vom Impulsgeber 27 erzeugten Signale IS. Der Istwertkorrektur 39 ist eine bestimmte, auf das vom Impulsgeber 28 erzeugte Signal IM bezogene Impulsanzahl X vorgegeben, die von der Istwertkorrektur 39 mit Hilfe des von der Übersetzungsberechnung 36 gelieferten tatsächlichen Übersetzungsverhältnisses in eine auf das Signal IS bezogene Impulsanzahl Y umgerechnet wird. Erreicht die vom Impulsgeber 27 gelieferte Anzahl der Impulse des Signals IS den Wert der vorgegebenen Impulsanzahl Y, so wird der Kettbaum 10 angehalten. Der Tänzer 13 befindet sich jetzt in einer Stellung oberhalb seiner Normallage, wobei diese Stellung eindeutig durch den Wert der Impulsanzahl X definiert ist. Wichtig ist bei diesem Vorgang, daß der Wert X mit Hilfe des tatsächlichen Übersetzungsverhältnisses auf den Wert Y umgerechnet wird, da sonst die Stellung des Tänzers 13 nach dem Zurückdrehen des Kettbaumes 10 vom Durchmesser des Kettbaumes 10 abhängig und damit keine definierte Stellung des Tänzers 13 erreichbar wäre.

    [0028] Nachdem der Tänzer 13 durch das Zurückdrehen des Kettbaumes 10 die vorbestimmte definierte Stellung erreicht hat, kann das Anfahren der Webmaschine beginnen. Zu diesem Zweck wird als erstes der Einfluß des Signals TS auf die Übersetzungsberechnung 36 unterbunden, da sonst aufgrund der durch das Zurückdrehen entstandenen Stellung des Tänzers 13 von der Übersetzungsberechnung 36 eine fehlerhafte tatsächliche Übersetzung berechnet werden würde. Damit während des Anfahrens der Webmaschine, also während einer dazu notwendigen Zeitdauer To, in der das Signal TS nicht auf die Übersetzungsberechnung 36 einwirken darf, das Signal TK, das das letzte tatsächliche Übersetzungsverhältnis repräsentiert, erhalten bleibt, muß die Übersetzungsberechnung 36 speichernde, z.B. integrierende Eigenschaften aufweisen. Der Zeitbereich To, während dem das Signal TK gespeichert wird, wird der Übersetzungsberechnung 36 von der Istwertkorrektur 39 mitgeteilt, was in der Fig. 1 durch die strichlierte Pfeilverbindung angedeutet sein soll. Diese Zeitdauer To ist dabei beispielsweise vom Anfahrverhalten des Rollenantriebes 26 abhängig.

    [0029] Die Verstellung des Tänzers 13 aus seiner Normallage vor dem Anfahren der beiden Antriebseinheiten 25 und 26 hat den Zweck, das Überschwingen des Tänzers 13 während des Anfahrvorgangs zu verhindern. Die Verstellung des Tänzers 13 muß jedoch am Ende des Anfahrvorgangs, also nach der Zeitdauer to, wieder korrigiert sein, damit der Tänzer 13 im normalen Betrieb sich wieder um seine Normallage auf- und abwärts bewegt. Diese Korrektur wird während des Anfahrens der beiden Antriebseinheiten 25 und 26 mit Hilfe des von der Istwertkorrektur 39 erzeugten Signals NK bewerkstelligt. Zu diesem Zweck speichert die Istwertkorrektur 39 den Wert Y, um den der Kettbaum 10 über die Normallage des Tänzers 13 hinweg zurückgedreht worden ist und gibt diese Anzahl von Impulsen während des Anfahrvorgangs als Signal NK an den Soll-Ist-Vergleich 38 weiter. Das Signal NK manipuliert also die Anzahl der Impulse IS, und zwar derart, daß durch die Ansteuerung des Kettbaumantriebs 25 sich während des Anfahrvorgangs der Mittelwert der Stellung des Tänzers 13 langsam wieder seiner Normallage annähert. Am Ende des Anfahrvorgangs, also nach der Zeitdauer To, ist das Signal NK wieder Null und der Mittelwert der Stellung des Tänzers 13 entspricht wieder der Normallage desselben. Gleichzeitig wird jetzt wieder der Einfluß des Signales TS auf die Übersetzungsberechnung 36 freigegeben, so daß nach dem Anfahren der beiden Antriebseinheiten 25 und 26 der normale Regelkreis wieder intakt ist und Verringerungen des Durchmessers des Kettbaumes 10 mit Hilfe der Übersetzungsberechnung 36 berücksichtigt werden können.

    [0030] Der Verlauf des Signales NK während des Anfahrens der Antriebe 25 und 26, also während der Zeitdauer To, ist insbesondere vom Anfahrverhalten des Rollenantriebs 26 abhängig. Bei dem Verlauf des Signales NK handelt es sich dabei um eine mit der Zeit t sich ändernde Funktion. Besonders vorteilhaft ist es, das Signal NK während des Anfahrvorganges von größeren hin zu kleineren Werten zu verringern, beispielsweise in einer linearen Art und Weise. Ebenfalls ist es denkbar, daß der Verlauf des Signales NK vom momentanen tatsächlichen Übersetzungsverhältnis abhängig ist. Zu diesem Zweck ist die Istwertkorrektur mit der Übersetzungsberechnung 36 über die in der Fig. 1 dargestellte strichlierte Pfeilverbindung gekoppelt.

    [0031] Das Rechengerät 35, mit dem die Regelung des Kettbaumantriebs 25 und insbesondere die Steuerung desselben während des Anfahrens durchgeführt wird, ist in digitaler Form aufgebaut. Dabei ist es besonders vorteilhaft, einen entsprechend programmierten digitalen Rechner zu verwenden, insbesondere einen Mikroprozessor. Durch die Verwendung eines digitalen Rechengerätes ist es in besonders einfacher und vorteilhafter Weise möglich, das Ausgangssignal IS des Impulsgebers 27, nämlich die einzelnen Impulse dieses Signals, nicht nur auf die Zeit zu beziehen und damit eine Drehzahl zu berechnen, sondern auch insbesondere beim Zurückdrehen des Kettbaumes 10 zu Wegmessungen bzw. Winkelmessungen zu verwenden. Zu diesem Zweck werden die einzelnen Impulse gezählt und zur Umrechnung auf den zurückgelegten Weg bzw. Winkel mit einem von dem den Impuls erzeugenden Geberrad abhängigen Faktor multipliziert.

    [0032] Auch ist es möglich, die Funktion des Nullpunktgebers 31 mit Hilfe des Weggebers 29 auszuführen. Zu diesem Zweck muß nur der vom Weggeber 29 gemessene Wert, der der normalerweise vom Nullpunktgeber 31 erfaßten Normallage des Tänzers 13 entspricht, vom Rechengerät 35 abgespeichert werden. Soll insbesondere während des Zurückdrehens des Kettbaumes 10 die Normallage des Tänzers 13 erkannt werden, so muß in diesem Fall der dem Tänzer 13 entsprechende und vom Weggeber 29 gemessene Wert andauernd mit dem abgespeicherten Wert verglichen werden, so daß bei Gleichheit der beiden Werte die Normallage des Tänzers 13 erkannt werden kann.

    [0033] Es ist auch möglich, die Umrechnung 47 nicht außerhalb des Rechengerätes 35 vorzunehmen, sondern mit Hilfe desselben durchzuführen. Zu diesem Zweck ist es dann notwendig, das Signal LWM zu digitalisieren und schließlich nach der im Rechengerät vorgenommenen Verknüpfung 46 das Signal LWS wieder in einen analogen wert umzusetzen.

    [0034] Besonders vorteilhaft ist es, den Kettbaumantrieb 25 mit einer Kupplung und einer Bremse zu versehen, die wechselweise von dem Signal LWS betätigt werden, so daß insgesamt ein in seiner Drehzahl veränderbarer Antrieb zur Verfügung steht. Je höher dabei die Frequenz der wechselweisen Betätigung von Kupplung und Bremse ist, desto genauer ist auch die Drehzahl des Kettbaumantriebs 25 steuerbar.

    [0035] Abschließend sei noch darauf hingewiesen, daß zur Messung der Spannung der Kettfäden nicht nur die beschriebene Verwendung einer Tänzeranordnung möglich ist, sondern daß diese Kettfadenspannung mittels entsprechender Einrichtungen auch direkt gemessen werden kann oder über die Stellung von Spannelementen oder die Belastung der Lager von Umlenkrollen indirekt meßbar ist. Derartige Änderungen des beschriebenen Ausführungsbeispiels liegen jedoch im Bereich des Fachwissens eines entsprechenden Fachmannes.


    Ansprüche

    1. Verfahren zur Regelung eines Kettbaumantriebs einer Webmaschine, bei dem wenigstens in Abhängigkeit von einer die Drehzahl des Kettbaumes und einer die Spannung der Kettfäden darstellenden Größe der Kettbaumantrieb beeinflußt wird, dadurch gekennzeichnet, daß vor einem Wiederanfahren des Kettbauman triebs (25) aus dem Stillstand die Spannung der Kettfäden (11) durch Zurückdrehen des Kettbaumes (10) auf einen vorbestimmbaren Wert erhöht und während des Anfahrens durch Einwirken auf den Kettbaumantrieb (25) auf einen ebenfalls vorbestimmbaren Normalwert zurückgenommen wird.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vorbestimmbare Normalwert dem Wert der Spannung der Kettfäden (11) vor dem ersten Anlauf des Kettbaumantriebs (25) entspricht.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der vorbestimmbare erhöhte wert eine konstante Differenz mit dem Normalwert bildet.
     
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wert der konstanten Differenz wenigstens in Abhängigkeit von dem Anfahrverhalten des Hauptantriebs (26) gebildet wird.
     
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Zurückstellen der Spannung der Kettfäden (11) von dem vorbestimmbaren erhöhten Wert auf den Normalwert in der Form einer vorgebbaren zeitabhängigen Funktion durchgeführt wird.
     
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Verlauf der zeitabhängigen Funktion wenigstens in Abhängigkei von dem Anfahrverhalten des Hauptantriebs (26) vorgegeben wird.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Verlauf der zeitabhängigen Funktion linear ist.
     
    8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7, mit einer Regeleinrichtung zur Beeinflussung des Kettbaumantriebs sowie wenigstens einer Einrichtung zur Messung der Drehzahl des Kettbaumes und einer Einrichtung zur Messung der Spannung der Kett- .fäden zur Einwirkung auf die Regeleinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeleinrichtung (35) digital, insbesondere in der Form eines entsprechend programmierten digitalen Rechengerätes ausgebildet ist.
     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (27) zur Messung der Drehzahl des Kettbaumes (10) ein mit dem Kettbaum gekoppelter Impulsgeber ist, der pro ganzer Umdrehung des Kettbaumes (10) eine bestimmte Anzahl digitaler Impulse erzeugt.
     
    10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (29) zur Messung der Spannung der Kettfäden (11) ein Potentiometer ist, das die Stellung einer die Zugspannung der Kettfäden (11) bestimmenden Spannwalze (13) erfaßt.
     
    11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß dem Potentiometer (29) ein Analog/Digital-Wandler (30) nachgeschaltet ist.
     
    12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur weiteren Einwirkung auf die Regeleinrichtung (35) eine Einrichtung (28) zur Messung der Geschwindigkeit der Vorwärtsbewegung der verwebten Kettfäden (19) vorgesehen ist.
     
    13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (28) zur Messung der Geschwindigkeit der Vorwärtsbewegung der verwebten Kettfäden (19) ein Impulsgeber ist, der pro ganzer Umdrehung einer Welle (20), die mit den verwebten Kettfäden (19) durch Reibung in wirkverbindung steht, eine bestimmte Anzahl digitaler Impulse erzeugt.
     
    14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß für den Kettbaumantrieb (25) ein in seiner Drehzahl über eine wechselweise Betätigung einer Kupplung und einer Bremse regelbarer Antrieb vorgesehen ist.
     


    Revendications

    1. Procédé pour le réglage d'une commande de l'ensouple d'un métier mécanique, dans lequel la commande de l'ensouple est influencée au moins en fonction d'une grandeur représentant la vitesse de l'ensouple et d'une grandeur représentant la tension de la chaîne, caractérisé en ce qu'avant un redémarrage de la commande de l'ensouple (25) à partir de l'état de repos, on élève la tension de la chaîne (11), par une rotation en retour de l'ensouple (10), à une valeur prédéterminable et en ce qu'on la réduit à une valeur normale également prédéterminable, au cours du démarrage, en agissant sur la commande de l'ensouple (25).
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la valeur normale prédéterminable correspond à la valeur de la tension de la chaîne (11) existant avant la première mise en marche de la commande de l'ensouple (25).
     
    3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la valeur élevée prédéterminable représente une différence constante avec la valeur normale.
     
    4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'on établit la valeur de la différence constante au moins en fonction du comportement du démarrage de la commande principale (26).
     
    5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'on procède à la remise à l'état initial de la tension de la chaîne (11 ), depuis la valeur élevée prédéterminable jusqu'à la valeur normale, sous la forme d'une fonction prédéfinissable dépendant du temps.
     
    6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'on définit l'allure de la fonction dépendant du temps, au moins en fonction du comportement de démarrage de la commande principale (26).
     
    7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que l'allure de la fonction dépendant du temps est linéaire.
     
    8. Dispositif en vue de mettre en oeuvre le procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, ce dispositif étant muni d'une installation de réglage en vue d'influencer la commande de l'ensouple, ainsi que d'au moins une installation destinée à la mesure de la vitesse de l'ensou- pie et d'une installation destinée à la mesure de la tension de la chaîne, pour avoir un effet sur l'installation de réglage, caractérisé en ce que l'installation de réglage (35) est réalisée en forme numérique, en particulier sous la forme d'un calculateur numérique programmé de manière correspondante.
     
    9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'installation (27) destinée à la mesure de la vitesse de l'ensouple (10) est constituée d'un contacteur accouplé à l'ensouple, qui fournit un certain nombre d'impulsions numériques, par révolution complète de l'ensouple (10).
     
    10. Dispositif selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que l'installation (29) destinée à la mesure de la tension de la chaîne (11) est constituée d'un potentiomètre qui détecte la position d'un rouleau tendeur (13) déterminant la tension de traction de la chaîne (11).
     
    11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'on intercale un convertisseuranalogi- que/numérique (30) à la suite du potentiomètre (29).
     
    12. Dispositif selon les revendications 8 à 11, caractérisé en ce que, pour obtenir un effet supplémentaire sur l'installation de réglage (35), on prévoit une installation (28) destinée à la mesure de la vitesse du mouvement en avant de la chaîne tissée (19).
     
    13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'installation (28) destinée à la mesure de la vitesse du mouvement en avant de la chaîne tissée (19) est constituée d'un contacteur qui fournit un certain nombre d'impulsions numériques, par révolution complète d'un arbre (20) qui se trouve en liaison active par frottement avec la chaîne tissée (19).
     
    14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 8 à 13, caractérisé en ce que, pour la commande de l'ensouple (25), on prévoit une commande à vitesse réglable, à l'intervention d'une mise en action alternative d'un embrayage et d'un frein.
     


    Claims

    1. A method of controlling a warp beam drive of a loom, wherein the warp beam drive is influenced at least as a function of one of the values representing the speed of the warp beam and one of the values representing the tension of the warp threads, characterised in that before the warp beam drive (25) is started up again from standstill, the tension of the warp threads (11) is increased to a predetermined value by turning back the warp beam (10) and is taken back to a normal value, also predetermined, during starting up by operation of the warp beam drive (25).
     
    2. A method according to claim 1, characterised in that the predeterminable normal value corresponds to the value of the tension of the warp threads (11) before the first starting up of the warp beam drive (25).
     
    3. A method according to claim 1 or 2, characterised in that the predeterminable increased value forms a constant differential with the normal value.
     
    4. A method according to claim 3, characterised in that the value of the constant differential is at least a function of the starting performance of the main drive (26).
     
    5. A method according to one of claims 1 to 4, characterised in that the re-setting of the tension of the warp threads (11) from the predetermined increased value to the normal value is effected in the form of a specifiable time-related function.
     
    6. A method according to claim 5, characterised in that the curve of the time-related function is specified at least as a function of the starting behaviour of the main drive (26).
     
    7. A method according to claim 5 or claim 6, characterised in that the curve of the time-related function is linear.
     
    8. Apparatus for carrying out the method according to one of claims 1 to 7, with a control device for acting on the warp beam drive and at least one device for measuring the speed of rotation of the warp beam and a device for measuring the tension of the warp threads for acting on the control device characterised in that the control device (35) is digital, in particular has the form of an appropriately programmed digital computing device.
     
    9. Apparatus according to claim 8, characterised in that the device (27) for measuring the speed of rotation of the warp beam (10) is a pulse transmitter coupled to the warp beam, which generates a certain number of digital pulses per complete revolution of the warp beam (10).
     
    10. Apparatus according to claim 8 or 9, characterised in that the device (29) for measuring the tension of the warp threads (11) is a potentiometer, which comprises the function of a tension pulley (13) for determining the tension of the warp threads (11).
     
    11. Apparatus according to claim 10, characterised in that an analog/digital converter (30) is connected in series to the potentiometer (29).
     
    12. Apparatus according to one of claims 8 to 11, characterised in that for further acting on the control device (35) a device (28) is provided for measuring the speed of forward movement of the woven warp threads (19).
     
    13. Apparatus according to claim 12, characterised in that the device (28) for measuring the speed of forward movement of the woven warp threads (19) is a pulse transmitter, which generates a certain number of digital pulses per complete revolution of a shaft (20), which is actively engaged with the woven warp threads (19) by friction.
     
    14. Apparatus according to one of claims 8 to 13, characterised in that a drive, whose speed may be regulated via an alternating actuation of a clutch and a brake, is provided for the warp beam drive (25).
     




    Zeichnung