[0001] Die Erfindung betrifft Verfahren, Taschen und Vorrichtungen nach dem Oberbegriff
des beiliegenden Anspruchs 1.
[0002] In der DE-OS 31 30 375 ist eine Tasche, bestehend aus einem Grundblatt und einem
längs der Umrißlinien von zwei Aufnahmefächern mit dem Grundblatt verbundenen Deckblatt
beschrieben, bei der das Grundblatt das Deckblatt im Bereich der Fächeröffnungen überragt
und die Verbindung zwischen Grund- und Deckblatt nicht bis an die freie Kante des
Deckblattes heranreicht. Dadurch können in einer entsprechenden Maschine die Stapel
von Filmstreifen und Bildern unter Anhebung des frei beweglichen oberen Randes des
Deckblatts maschinell in die jeweiligen Fächer der Tasche eingeführt werden.
[0003] Ein Nachteil dieser Tasche ist jedoch, daß vor allem der verhältnismäßig schwere
Bilderstapel in der Tasche nicht gehalten ist und bei unsachgemäßer Handhabung auch
herausfallen kann. Es gibt zwar die Möglichkeit, die Tasche nach dem Zusammenklappen
der beiden Fächer zueinander im Bereich der überstehenden Kopfteile des Grundblattes
zu verkleben. Dies hat jedoch zur Folge, daß der Öffnungsvorgang irreversibel ist,
d. h., nach einem ersten Öffnen der Tasche diese nicht mehr zu verschließen ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, ein Verfahren, eine zugehörige Tasche und eine
Vorrichtung so auszubilden, daß die Tasche zwar zuverlässig verschlossen, jedoch leicht
geöffnet und auch wieder verschlossen werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst nach dem im Anspruch 1 beschriebenen Verfahren, mit der
im Anspruch 5 beschriebenen Tasche und der im Anspruch 8 beschriebenen Vorrichtung.
[0006] Durch den an dem Kopfteil des Grundblattes angebrachten, verhältnismäßig biegesteifen
Haltestreifen wird der Bilderstapel in der Tasche zuverlässig gehalten, wenn der freie
Rand des Deckblattes unter diesen Haltestreifen geschoben ist. Aufgrund der wirkenden
Hebelverhältnisse kann der Bilderstapel auch bei nach unten gerichteter Taschenöffnung
nicht aus der Tasche herausgeschüttelt werden, weil der Haltestreifen durch den geringen
wirksamen Hebelarm des Bilderstapels nicht umgeknickt werden kann. Dagegen ist das
Lösen dieses Verschlusses von Hand ohne Schwierigkeiten möglich, und der Verschluß
kann auch nach einer Betrachtung der Bilder ohne weiteres wieder in die geschlossene
Stellung gebracht werden, ohne daß dabei eine Einbuße an Schließkraft auftritt.
[0007] Der Haltestreifen an dem Kopfteil des Grundblattes ist mit verhältnismäßig geringem
Aufwand zu realisieren. Er kann entweder als zusätzlicher Streifen eines etwa in der
Steifigkeit dem des Grundblattes entsprechenden Materials aufgebracht werden oder
von dem Grundblatt umgefalzt und auf einer gewissen Breite von wenigstens einigen
Millimetern mit dem Grundblatt verklebt sein. Diese Verbindung ist jedoch von Bedeutung,
damit ein Zurückklappen des Haltestreifens nur durch Umbiegen des Grundblattes und/oder
des Haltestreifens erreicht werden kann. Ein nur umgefalzter, nicht verbundener Haltestreifen
erfüllt die Forderungen des zuverlässigen Verschließens nicht.
[0008] Schließlich ermöglicht die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit geringstem
Zeitaufwand ein Wechseln in der Lage zwischen Haltestreifen und Deckblattrand in der
Weise, daß zum Einfüllen das Deckblatt über dem Haltestreifen liegt und nach dem Befüllen
in die Lage unter dem Haltestreifen überführt wird.
[0009] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
im Zusammenhang mit der Beschreibung von Ausführungsbeispielen, die anhand von Figuren
eingehend erläutert sind. Es zeigen:
Fig. 1 eine Tasche mit zwei Aufnahmefächern mit Haltestreifen im Grundriß,
Fig. 2 die Tasche nach Fig. 1 in der Seitenansicht,
Fig. 3 eine Einzelheit der Tasche nach Fig. 1 und 2 im vergrößerten Maßstab im Grundriß,
Fig. 4 die Einzelheit gemäß Fig. 3 in der Seitenansicht,
Fig. 5 eine Vorrichtung zum Verschließen der Tasche nach Fig. 1 bis 4 im seitlichen
Durchschieben,
Fig. 6 die Vorrichtung nach Fig. 5 im Grundriß,
Fig. 7a den Ablauf von Befüllen und Verschließen der bis 7g Tasche nach den Fig. 1
bis 4 in der Vorrichtung nach Fig. 5 und 6 und
Fig. 8a den Ablauf des Verschließens der Tasche nach bis 8e Fig. 1 - 4 in einer Vorrichtung
durch paralleles Einschieben senkrecht zu dem Haltestreifen.
[0010] In Fig. 1 ist eine Tasche für Fotoarbeiten im Grundriß dargestellt. Die Tasche ist
nach dem Endlos-Verfahren als langes Band quer zur Einfüllrichtung hergestellt, wobei
das Taschenband in Anpassung an einen Verpackungskarton jeweils an den Kartonwänden
zickzackförmig gefaltet ist. Die in Fig. 1 im Grundriß gezeigte Tasche besteht aus
einem Grundblatt 1, das sich über die volle Höhe der Tasche erstreckt. Mit dem Grundblatt
verbunden ist ein Deckblatt 2, das mit seinem unteren Rand etwa bündig mit dem unteren
Rand des Grundblattes 1 liegt und mit dem Deckblatt entlang der Umrißlinien der gewünschten
Verpackungsfächer mit dem Grundblatt verklebt ist.
[0011] Jede Tasche hat zwei Fächer, ein Fach la für die Bilderstapel und ein Fach 1b für
die Filmstreifenstapel. Die Breite des Grundblattes 1 ist dabei so bemessen, daß alle
in Frage kommenden Bildformate, mit der Schmalseite voraus in das Fach eingeschoben,
gut darin unterzubringen sind. Die sich daraus ergebende Breite des Grundblattes von
etwa 20 cm ermöglicht es, in das Fach 1b Filmstreifen von etwa 4 Kleinbildnegativen
einzuschieben.
[0012] Wie insbesondere aus Fig. 2 zu entnehmen ist, ist der obere Rand des Deckblattes
2 gegenüber dem oberen Rand des Grundblattes 1 um einen gewissen Betrag zurückversetzt.
Diese Breite macht etwa 10 mm aus. Ferner reichen die quer zur Streifenlängsrichtung
verlaufenden Verklebungen 1c zwischen Grund- und Deckblatt nicht bis an den oberen
Rand des Deckblattes heran, sondern enden etwa ein Fünftel von der Breite des Deckblattes
vor dessen oberem Rand. Schließlich weist die Tasche verschiedene Trenn- und Faltperforationen
1d auf, die sich quer zur Streifenlängsrichtung über die ganze Streifenbreite erstrecken.
[0013] Am oberen Rand der Tasche, d. h., an der geöffneten Seite der Fächer la, 1b ist ein
Haltestreifen 3 angebracht, der am oberen Rand auf einer Breite von etwa 5 mm fest
mit dem Grundblatt verklebt ist. Diese Verbindung könnte auch in bekannter Weise durch
Umfalzen und Verbinden mittels Nadeln oder Zahnrädern erfolgen.
[0014] Wie insbesondere aus den Vergrößerungen der Fig. 1 und 2 darstellenden Fig. 3 und
4 zu entnehmen ist, ist der Haltestreifen 3 mit höchstens einem Drittel seiner Breite
mit dem Grundblatt 1 verklebt, so daß der nicht verklebte Lappen 3a zum Teil zur Deckung
mit dem oberen freien Rand 2a des Deckblattes 2 kommt. Der obere Rand 2a des Deckblattes
2 endet in einem Abstand von einigen Millimetern von der Verklebung des Haltestreifens
3 mit dem Grundblatt 1.
[0015] In der in Fig. 4 dargestellten Stellung liegt der freie Rand 2a des Deckblattes über
dem freien Teil 3a des Haltestreifens. In dieser Stellung ist es - wie aus der eingangs
genannten DE-OS 31 30 375 ersichtlich - ohne weiteres möglich, durch mechanische Hilfsmittel
den Rand 2a anzuheben und durch eine geeignete Vorrichtung den Papierbilderstapel
in das Fach 1a und den Filmstreifenstapel in das Fach lb einzuschieben. Der Haltestreifen
3 dient nun dazu, die Tasche in der Weise zu verschließen, daß zwar die Bilder wieder
entnommen werden können, daß jedoch nicht ein versehentliches Herausfallen eintreten
kann.
[0016] In den Fig. 5 und 6 ist die Vorrichtung zum Durchführen des Verschließvorganges dargestellt.
Eine Auflagefläche 4 dient zur Auflage der aus der Befüllstation kommenden Taschen,
die bereits mit den Bild- und Filmstapeln gefüllt sind. Am hinteren Rand 4a der Auflagefläche
4 befindet sich ein unter etwa 30
* ansteigender Rand 5, der nach einer um etwa 60' abgewinkelten Kante in einen Führungsschlitz
6 hineinführt. Der Führungsschlitz 6 Ist an seinem oberen Rand begrenzt durch das
umgebogene Blech 5, das nach einer weiteren Abkantung wieder in der Horizontalen nach
hinten weitergeführt ist. Der Führungsschlitz 6 kann jedoch genauso gut in einem massiven
Körper aus Kunststoff oder Metall eingearbeitet sein. Breite und Tiefe des Schlitzes
6 sind so bemessen, daß der obere Taschenrand, bestehend aus Grundblatt 1 und Haltestreifen
3, im Bereich der Verklebung gut darin Platz hat. Der Schlitz 6 hat an seinem in Fig.
6 unteren Rand eine trichterförmige Erweiterung, um das Einführen des Randes der Tasche
mit dem Haltestreifen von der Seite her zu erleichtern.
[0017] Etwa über dem Knick am Ende des ansteigenden Teils 5 der Auflagefläche befindet sich
die Spitze 7a eines Trennkeiles 7, dessen obere Kante 7b - ausgehend von einer kleinsten
Durchlaßöffnung - stetig in Fig. 6 ansteigend nach oben geht. Dieser Trennkeil 7 verläuft
zugleich schräg zu der Richtung des Schlitzes 6, so daß die Führungskante des Keils
stetig den von ihr erfaßten Haltestreifen weiter nach oben und nach hinten drückt,
bis er eine zur Auflagefläche 4 etwa senkrechte Stellung erreicht hat.
[0018] Annähernd parallel zu dem Trennkeil 7 zu der Tasche hin verläuft eine Schließkufe
8, die mit einem verhältnismäßig großen Abstand zu der Auflagefläche 4 beginnt, jedoch
in Durchschubrichtung den Durchlaßquerschnitt für den freistehenden Rand 2a des Deckblattes
stetig verkleinert. Trennkeil 7 und Schließkufe 8 entfernen sich in Durchschubrichtung
etwa unter einem Winkel von 15° von der Taschenbahn, bis am Auslauf der Keil 7 von
dem Haltestreifen 3 und die Kufe 8 von dem Deckblatt freikommt.
[0019] Aus den Fig. 7a bis 7g sind jeweils in Zuordnung zur Lage in Fig. 6 die verschiedenen
Phasen des Füll- und Verschließvorganges dargestellt. Die Fig. 7a und 7b zeigen noch
den Vorgang in der Befüllstation, der in Durchschubrichtung vor der Auflagefläche
4 in Fig. 6 angeordnet ist. Das Grundblatt der Tasche 1 ruht gestreckt auf einer der
Auflage 4 vergleichbaren Unterlage, während der vorstehende Rand 2a des Deckblattes
2 über dem Haltestreifen 3 liegt. In Fig. 7b ist dargestellt, wie der Rand 2a durch
bekannte Mittel angehoben ist, so daß der Stapel von Papierbildern in das trichterförmig
geöffnete Fach automatisch eingeschoben werden kann. In Fig. 7c ist der Bilderstapel
9 bereits eingeschoben. Die Tasche mit dem hochstehenden Rand 2a wird übergeführt
in die Verschließvorrichtung gemäß Fig. 5, 6. Der freie Rand 2a des Deckblattes steht
weiterhin schräg nach oben, während der Haltestreifen 3 flach auf dem Grundblatt 1
aufliegt.
[0020] Die Fig. 7d zeigt nun einen Teilschnitt durch die Verschließvorrichtung gemäß Fig.
5 und 6 längs der Schnittlinie 7d in Fig. 6. Der Kopfteil des Grundblattes 1 mit dem
daran befestigten Haltestreifen 3 ist in den Schlitz 6 von der Seite her eingeführt
und wird weiter durch die Zeichnungsebene hindurch nach hinten bewegt. Der an den
Rand anschließende Teil des Grundblattes 1 bis zu dem den Bilderstapel 9 tragenden
Teil desselben ruht auf der Auflage 4, wobei das Grundblatt nicht ganz an der Schrägfläche
5 anliegt. Durch das Gewicht des Bilderstapels 9 und gewissen Druck der Bedienungsperson
wird das Grundblatt in diesem Bereich noch weiter nach unten bewegt, so daß der freie
Rand 3a des Haltestreifens 3 aufgrund seiner Biegesteifigkeit sich von dem Grundblatt
1 ablöst und annähernd gestreckt nach oben steht. Dadurch wird er im Zuge des seitlichen
Verschiebens von der Spitze des Trennkeiles 7 erfaßt und sukzessive in eine Stellung
mehr und mehr senkrecht zur Auflagefläche 4 überführt.
[0021] In Fig. 7e ist die annähernd vertikale, d. h., zur Fläche 4 senkrechte Stellung des
Randes 3a des Haltestreifens gut sichtbar. Ebenfalls aus Fig. 7e geht hervor, daß
im Zuge des seitlichen Verschiebens der zunächst schräg nach oben stehende Rand 2
a des Deckblattes von der Kufe 8 erfaßt und mehr und mehr nach unten geführt wird.
[0022] In der Phase gemäß Fig. 7f sind der Haltestreifen 3a und der Rand 2a des Deckblattes
durch die sukzessive sich nach hinten entfernenden Trennkeil 7 und Kufe 8 freigegeben,
so daß der Haltestreifen 3 sich wieder gerade richtet und über den noch nach unten
gerichteten oberen Rand 2a des Halteblattes zu liegen kommt. Mit dem Entfernen der
Tasche bzw. des oberen Randes des Grundblattes 1 aus dem Spalt 6 richtet sich auch
das Grundblatt 1 wieder gerade, so daß der Rand des Haltestreifens 3a auf dem oberen
Rand 2a des Deckblatts zu liegen kommt. Die Tasche ist damit verschlossen. Der Verschluß
ist aufgrund der Steifigkeit des Haltestreifens 3 und des Grundblattes so wirksam,
daß auch bei einem Schütteln der Tasche mit Öffnung nach unten der Bilderstapel 9
den Streifen 3a nicht so weit umbiegen kann, daß der Rand des Deckblattes 2a von diesem
freikommt. Andererseits kann die Tasche leicht geöffnet werden durch Umschlagen des
Haltestreifens 3a von Hand und/oder durch Zurückziehen des Randes 2a des Deckblattes
2. In gleicher Weise kann die Tasche auch von Hand wieder verschlossen werden, wenn
die Bilder zu einer ersten Besichtigung entnommen und wieder in die Tasche hineingesteckt
wurden.
[0023] Eine weitere Ausführungsform einer Verschließvorrichtung ergibt sich aus Fig. 8,
wobei die Fig. 8a bis 8e wiederum die verschiedenen Phasen des Verschließvorganges
darstellen. An eine Auflagefläche 10 für die befüllte Tasche schließt sich an ihrem
hinteren Rand ein Spalt 11 an, dessen Breite so ist, daß der Rand des Grundblattes
1 mit dem daran befestigten Haltestreifen 3 gut eingeschoben werden kann. Der Spalt
11 wird an seiner von der Auflagefläche 10 entfernten Seite begrenzt durch eine Umlegfläche
12. Zum Durchführen des Schließvorgangs wird die Tasche entsprechend der Richtung
des Pfeiles 13 zur Befüllrichtung parallel schräg von oben an die Umlenkfläche 12
herangeführt, bis der vorlaufende Rand des Grundblattes in den Spalt 11 eingeführt
ist. Dabei wird das Grundblatt 1 stark nach hinten abgewinkelt. Da der freie Rand
3a des Haltestreifens dieser Biegebewegung wegen seiner Eigensteifigkeit nicht zu
folgen bereit ist, löst er sich von dem Grundblatt 1 ab und ragt nahezu senkrecht
zur Auflagefläche 10 nach oben. Der vordere Rand 2a des Deckblattes 2 rutscht dabei
mit seiner Kante über die Kante des Haltestreifens 3a hinweg und schnappt gemäß Fig.
8c nach unten. Dies wird durch eine weitere Abwinkelung des Grundblatts 1 durch Auflegen
der gesamten Tasche auf der Auflagefläche 10 noch unterstützt.
[0024] Wird nun gemäß Fig. 8d die Tasche wieder etwas nach oben angehoben, etwa so weit
wie zur Einführung gemäß Fig. 8a, so läßt sich der Rand des Grundblattes 1 ohne weiteres
aus dem Spalt 11 wieder nach oben ziehen. Danach richtet sich gemäß Fig. 8e das Grundblatt
wieder einigermaßen gerade, so daß der Streifen 3a des Haltestreifens von oben auf
dem Rand des Deckblattesa zur Anlage kommt. Auch damit ist die Tasche verschlossen,
wobei von der Bedienungsperson etwas mehr Bewegungen - Einschieben der Tasche, Auflegen
auf der Grundfläche, Wiederanheben - verlangt werden.
[0025] Das Einschieben des Taschenrandes in den Spalt 11 kann noch erleichtert werden, wenn
die Fläche 12 konkav gekrümmt ist.
1. Verfahren zum Verpacken der zu einem Auftrag gehörenden Stapel von fotografischen
Filmstreifen und/oder Positivbildern in einer Tasche, bestehend aus einem Grundblatt
und einem längs der Umrißlinien des oder der Aufnahmefächer damit verbundenen Deckblatt,
wobei das Grundblatt an der Seite der Fächeröffnungen mit einem Kopfteil über das
Deckblatt hinausragt und die Verbindung zwischen Grund- und Deckblatt vor der freien
Kante des Deckblattes endet, dadurch gekennzeichnet, daß zum lösbaren Verschließen
der Taschen ein mit dem Kopfteil des Grundblattes verbundener Haltestreifen, der mit
einem freistehenden Teil seiner Breite den freien Rand des Deckblattes überdeckt,
zum Befüllen der Taschen unter dem Deckblatt liegt und nach dem Befüllen der Fächer
so weit angehoben wird, daß der freie Rand des Deckblattes an dem Haltestreifen vorbei
zur Anlage an dem Grundblatt bewegbar ist und von dem Haltestreifen in Anlage zu dem
Grundblatt gehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anheben des Haltestreifens
das Grundblatt im Bereich der Verbindung zwischen Grundblatt und Haltestreifen nach
hinten umgebogen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tasche seitlich in einen
Führungsschlitz für den Verbindungsbereich zwischen Haltestreifen und Grundblatt eingeschoben
und an einem Trennkeil zum Anheben des Haltestreifens vorbeigeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verschließen der mit
dem Haltestreifen verbundene Rand des Kopfteils des Grundblattes auf der ganzen Breite
gefaßt und so weit nach hinten zurückgebogen wird, daß der freie Rand des Deckblattes
an der Kante des Haltestreifens vorbei zum Grundblatt hin durchrutschen und sich daran
anlegen kann und daß dann der Rand des Grundblattes wieder freigegeben wird.
5. Tasche zur Verwendung bei dem Verfahren nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Haltestreifen aus einem vergleichsweise steifen Material besteht und in einer
Breite von wenigstens einigen Millimetern mit dem Kopfteil des Grundblattes verklebt
ist.
6. Tasche nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem inneren Rand der
Verklebung und dem freien Rand des Deckblattes bei Auflage auf dem Grundblatt ein
Abstand von einigen Millimetern verbleibt.
7. Tasche nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltestreifen und
das Deckblatt sich in einer Breite von wenigstens der halben Breite des Haltestreifens
überdecken.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in einer an die Befüllstation anschließenden Verschließstation ein Führungsschlitz
für den verklebten Bereich von Grundblatt und Haltestreifen vorgesehen ist, der mit
einer Auflagefläche für die befüllten Taschenfächer einen Winkel von wenigstens 35,
vorzugsweise 45° einschließt und daß ein Trennkeil, dessen obere, den Haltestreifen
führende Kante sich in Vorschubrichtung von der Auflagefläche entfernt, so angeordnet
ist, daß er pflugscharartig beim Durchschieben die vorlaufende Kante des Haltestreifens
anhebt und den Streifen fortschreitend in eine zur Auflagefläche annähernd senkrechte
Stellung überführt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem Trennkeil zu
den Fächern für die Stapel hin eine Kufe für den freien Rand des Deckblattes angeordnet
ist, deren Abstand zu der Auflagefläche für die Taschen in Durchschubrichtung sich
stetig auf ein der verschlossenen Tasche angepaßtes Maß verringert.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß Trennkeil und
Kufe in der zur Auflagefläche parallelen Ebene in Durchschubrichtung sich von den
Fächern für die Stapel entfernen, insbesondere mit der Durchschubrichtung einen Winkel
von 20° einschließen.
11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, 2 und 4, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Auflagefläche für die Tasche an deren dem Haltestreifen benachbarten
Rand einen Spalt und eine Umlenkeinrichtung für das Grundblatt im Bereich der Klebung
um wenigstens 90° nach unten vorgesehen ist, insbesondere ein Aufnahmeschlitz mit
einer Anschlag- und Führungsfläche, die zur Auflagefläche für die Tasche etwa senkrecht
nach unten verläuft.