(19)
(11) EP 0 212 458 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
04.03.1987  Patentblatt  1987/10

(21) Anmeldenummer: 86110890.0

(22) Anmeldetag:  06.08.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4H01F 7/06, H01R 13/629
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 10.08.1985 DE 8523151 U

(71) Anmelder: Parker Hannifin NMF GmbH
D-50735 Köln (DE)

(72) Erfinder:
  • Gaidzik, Ekkehard
    D-5000 Köln (DE)

(74) Vertreter: Köhne, Friedrich, Dipl.-Ing. 
Rondorferstrasse 5a
D-50968 Köln
D-50968 Köln (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Magnetventil


    (57) Es gibt Magnetventile mit einem Kunststoffgehäuse, in welchem ein Elektromagnet und ein durch den Elektromagneten betätigter Schieber angeordnet sind, wobei seitlich aus dem Kunststoffgehäuse quer zur Bewegungsrichtung des Schiebers eine elektrische Anschlußschiene herausragt. Um bei solchen Magnetventilen eine sichere störungsun­empfindliche elektrische Verbindung mit einem Stecker und einem Anschlußkabel zu ermöglichen, und bei geringem Bauaufwand allen in den Praxis vorkommenden mechanischen Beanspruchungen gerecht zu werden, wird vorgeschlagen, daß zu beiden Seiten der Anschlußschiene (7) und mit Abstand von dieser je ein Kunststoffsteg (8,9) einstückig mit dem Kunststoffgehäuse (1) angeformt ist und daß die beiden Kunststoffstege (8,9) einander zugekehrte Führungsflächen (10,11) für einen Flachstecker aufweisen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Magnetventil mit einem Kunststoffgehäuse, in welchem ein Elektromag­net und ein durch den Elektromagneten betätigter Schieber angeordnet sind, wobei seitlich aus dem Kunststoffgehäuse quer zur Bewegungsrichtung des Schiebers eine elektrische Anschlußschiene heraus­ragt.

    [0002] Magnetventile der vorbezeichneten Art werden in der Praxis sehr vielseitig angewendet, beispielsweise an landwirtschaftlichen Maschinen, Baumaschinen, Baggern und dgl. , d.h. überall dort, wo es darum geht, durch hydraulische Steuerungen irgendwelche Maschinenteile zu bewegen. Bei derartigen Maschinen herrscht viel­fach ein sehr rauher Betriebseinsatz. Bei den be­kannten Magnetventilen ragt die elektrische Anschluß­schiene frei aus dem Gehäuse des Magnetventiles heraus und wird von einem elektrischen Stecker über­deckt. Diese elektrische Verbindung ist in Anbetracht des rauhen Betriebes im praktischen Einsatz sehr un­sicher. Die Anschlußschiene kann schon bei verhältnis­mäßig geringen von außen einwirkenden Kräften verbo­gen werden. Der Stecker kann sich lockern oder sogar abrutschen. Ferner kann Wasser, Schlamm, Schmutz oder dgl. in die elektrische Verbindung eindringen und zu einer Korrosion führen, zumindest aber die Kontakt­sicherheit gefährden. Es hat sich demgemäß in der Praxis gezeigt, daß die bekannten Magnetventile recht störungsanfällig sind.

    [0003] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, ein Magnetventil zu schaffen, welches bei geringem Bauaufwand eine sichere störungsunempfindliche elek­trische Verbindung mit einem Stecker und einem An­schlußkabel ermöglicht und welches allen in der Praxis vorkommenden mechanischen Beanspruchungen standhält.

    [0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zu beiden Seiten der Anschlußschiene und mit Abstand von dieser je ein Kunststoffsteg einstückig mit dem Kunststoffgehäuse angeformt ist und daß die beiden Kunststoffstege einander zugekehrte Führungsflächen für einen Flachstecker aufweisen.

    [0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

    [0006] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Er­findung im Schema dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 eine Frontalansicht auf ein Magnetventil und Fig. 2 eine Seitenansicht hierzu.

    [0007] Das erfindungsgemäße Magnetventil nach dem in der Zeich­nung dargestellten Ausführungsbeispiel weist ein Kunst­stoffgehäuse 1 auf, in welchem sich in bekannter Weise ein nicht gezeichneter Elektromagnet und ein durch den Elektromagneten betätigter Schieber 2 befinden. Der Elektromagnet betätigt den Schieber 2 in Axialrichtung des dargestellten Schraubansatzes 3, so daß die von einer hydraulischen Flüssigkeit durchströmten Bohrungen 4, 5 mittels nicht gezeichneter Anschlüsse wahlweise be­aufschlagt werden können. Wie Fig. 2 deutlich zeigt, be­sitzt das Kunststoffgehäuse einen seitlichen etwa recht­ eckigen Ansatz 6. Seitlich aus dem Kunststoffgehäuse 1 und dem Ansatz 6 ragt eine elektrische Anschlußschiene 7 quer zur Bewegungsrichtung des Schiebers 2 heraus. Diese elektrische Anschlußschiene ist im Innern des Ge­häuses mit dem einen Spulenende des Elektromagneten verbunden. Das andere Ende der Spule liegt an Masse.

    [0008] Zu beiden Seiten der Anschlußschiene 7, also gemäß den Zeichnungen oberhalb und unterhalb sind mit Abstand von der Anschlußschiene je ein Kunststoffsteg 8 bzw. 9 ein­stückig mit dem Kunststoffgehäuse 1 angeformt. Die bei­den Kunststoffstege 8 und 9 weisen einander zugekehrte, also innenliegende Führungsflächen 10 und 11 auf, die eine sichere Führung und Halterung eines nicht gezeich­neten aufgeschobenen Flachsteckers gewährleisten. Wie Fig. 2 ferner verdeutlicht, liegen die Stirnenden der beiden Kunststoffstege etwa in gleicher Ebene mit dem Stirnende der Anschlußschiene 7. Um die Führung und Hal­terung für den Flachstecker zu verbessern und eine Ver­drehsicherheit zu gewährleisten, ist die Führungsfläche 10 des einen Kunststoffsteges 8 eben und die Führungs­fläche 11 des anderen Kunststoffsteges 9 teilzylindrisch ausgebildet, wie Fig. 1 verdeutlicht.

    [0009] Um eine weitere Stabilisierung der Anschlußschiene 7 und der beiden Kunststoffstege 8 und 9 zu erzielen, sind die Kunststoffstege 8, 9 in einem gehäuseseitigen Bereich, also nahe dem Ansatz 6, durch eine Verstärkungs­rippe 12 miteinander verbunden. Diese Verstärkungsrippe 12 umgibt in einem entsprechenden gehäuseseitigen Teil die Anschlußschiene 7 und ist gemäß Fig. 1 in diesem Bereich 13 bzw. 14 zu beiden Seiten verbreitert. Um die Halterung des Flachsteckers weiterhin zu verbessern, kann man diesen stirnseitig mit einem Zapfen versehen. Zu diesem Zweck ist die Verstärkungsrippe 12 im Bereich zwischen der Anschlußschiene 7 einerseits und dem Kunst­stoffstege 9 andererseits, der die teilzylindrische Führungsfläche 11 aufweist, mit einem Führungsloch 15 versehen, welches etwa bis zur Ebene der Stirnfläche des Ansatzes 6 reicht.

    [0010] Die erfindungsgemäße Gestaltungsweise kann nicht nur bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel des Magnetventiles, sondern auch bei anderen Magnetventilen sinngemäß ange­wendet werden.


    Ansprüche

    1. Magnetventil mit einem Kunststoffgehäuse (1), in welchem ein Elektromagnet und ein durch den Elek­tromagneten betätigter Schieber (2) angeordnet sind, wobei seitlich aus dem Kunststoffgehäuse (1) quer zur Bewegungsrichtung des Schiebers (2) eine elektrische Anschlußschiene (7) herausragt,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß zu beiden Seiten der Anschlußschiene (7) und mit Abstand von dieser je ein Kunststoffsteg (8,9) einstückig mit dem Kunststoffgehäuse (1) angeformt ist und daß die beiden Kunststoffstege (8, 9) einander zugekehrte Führungsflächen (10, 11) für einen Flachstecker aufweisen.
     
    2. Magnetventil nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Stirnenden der beiden Kunststoffstege (8,9) etwa in gleicher Ebene mit dem Stirnende der An­schlußschiene (7) liegen.
     
    3. Magnetventil nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Führungsfläche (10) des einen Kunststoffste­ges (8) eben und die Führungsfläche (11) des anderen Kunststoffsteges (9) teilzylindrisch ausgebildet sind.
     
    4. Magnetventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Kunststoffstege (8, 9) in einem gehäuseseiti­gen Bereich durch eine Verstärkungsrippe (12) mitein­ander verbunden sind, und daß die Verstärkungsrippe (12) einen gehäuseseitigen Teil der Anschlußschie­ne (7) umgibt und in diesem Bereich (13, 14) ver­breitert ist.
     
    5. Magnetventil nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Verstärkungsrippe (12) im Bereich zwischen der Anschlußschiene (7) und dem Kunststoffsteg (9). der die teilzylindrische Führungsfläche (11) auf­weist, mit einem Führungsloch (15) versehen ist.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht