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EP 0 213 404 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.03.1991 Patentblatt 1991/11 |
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Anmeldetag: 30.07.1986 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: H01H 85/30 |
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Sicherungseinsatz mit Federblechanzeiger
Cartridge fuse with a spring blade indicator
Cartouche à fusible comportant un indicateur à lame de ressort
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
12.08.1985 DE 3528915
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.03.1987 Patentblatt 1987/11 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Biller, Walter, Dipl.-Ing. (FH)
D-8401 Köfering (DE)
- Seger, Albert
D-8411 Lappersdorf (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 705 773 DE-C- 514 968 FR-E- 93 779 US-A- 2 794 095
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DE-A- 3 203 211 FR-A- 1 549 230 US-A- 2 357 747
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Sicherungseinsatz, insbesondere für Niederspannungs-Hochleistungs-Sicherungen,
NH-Sicherungen genannt, nach Oberbegriff von Patentanspruch 1. Danach weist der Sicherungseinsatz
zwischen Kontaktmessern einen Arbeitsschmelzleiter und darüber, elektrisch parallel
hierzu, einen Anzeigeschmelzleiter mit Federblechanzeiger auf. Der Anzeigeschmelzleiter
ist zwischen einer Anzeigefeder an einer Abschlußplatte und der gegenüberliegenden
Abschlußplatte gespannt, er hält das freie Ende der Anzeigefeder nieder. Wenn der
Anzeigeschmelzleiter durchschmilzt, kann die Anzeigefeder von der Abschlußplatte auffedern
und eine optische Anzeige geben. Ein derartiger Sicherungseinsatz ist bekannt (DE-A-
32 03 211).
[0002] Bei den verschiedenartigen auf dem Markt befindlichen Sicherungseinsätzen mit Anzeigevorrichtungen
wird der Anzeigeschmelzleiter durch eine verhältnismäßig weite Öffnung zum Einfüllen
von Löschsand und durch eine kleine Öffnung in der gegenüberliegenden Abschlußplatine
mit einer Kanüle hindurchgefädelt. Diese Kanüle wird durch eine trichterförmige Erweiterung
der Durchtrittsöffnung zentriert. Eine solche Zentrierung ermöglicht es, den Anzeigeschmelzleiter
durch die kleingehaltene Durchtrittsöffnung, deren Durchmesser in der Praxis unterhalb
0,35 mm gehalten wird, hindurchzufädeln. Durch ihre kleine Durchtrittsöffnung will
man vermeiden, daß Löschsand verloren wird und auch verhindern, daß beim Abschalten
ein Lichtbogen austreten kann.
[0003] Bei Sicherungseinsätzen mit einem Anzeigeschmelzleiter der geschilderten Art kann
es in der Praxis vorkommen, daß der Anzeigeschmelzleiter durch Sandkörner, die sich
im Anlauftrichter oder in dem kleinen Durchtrittsloch verklemmem, festgehalten wird,
so daß der Anzeigeschmelzleiter beim Ansprechen den Federblechanzeiger nicht freigeben
kann. Es ist mitunter auch vorgekommen, daß der Anzeigeschmelzleiter an der spannungsführenden
Abschlußplatte festgeschweißt wurde.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sicherungseinsatz zu entwickeln,
dessen Anzeiger nach dem Prinzip eines Federblechanzeigers gegen die geschilderten
Störungen unanfällig ist.
[0005] Die Lösung der geschilderten Aufgabe liegt nach der Erfindung in einem Sicherungseinsatz
mit den Merkmalen nach dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 1. Die Abschlußplatte
mit der Anzeigefeder ist danach auf ihrer Innenseite durch eine Dichtung geschützt,
durch die der Anzeigeschmelzleiter mit einer angespitzten Kanüle hindurchgestochen
und durch die Durchtrittsöffnung in der Abdeckplatte durchgefädelt werden kann. Eine
solche Dichtungsschicht läßt zum Anzeigeschmelzleiter in einem Ringspalt nur einen
kleineren Abstand als den Betrag des Korndurchmesser des Löschsandes. Falls an der
Durchtrittsöffnung für den Anzeigeschmelzleiter ein trichterförmiger Anlauf ausgebildet
ist, wird dieser Hohlraum durch die Dichtungsschicht gegen Löschsand abgedichtet.
[0006] Bei einer bekannten Anzeigevorrichtung für Sicherungseinsätze wird der Schmelzleiter
durch eine tüllenförmige Umhüllung geführt, die durch die Abschlußplatte hindurchgesteckt
ist, wobei zwischen Anzeigeschmelzleiter und Umhüllung zusätzlich für eine elektrische
Isolierung zu sorgen ist (DE-U- 76 12 790). Beim erfindungsgemäßen Sicherungseinsatz
erübrigen sich besondere Formteile und die Montage wird erleichtert.
[0007] Auf dem Markt befindliche Sicherungseinsätze weisen, wenn sie eine Dichtungsschicht
haben, im Bereich der Durchtrittsöffnung eine weitgehaltene Ausnehmung auf, so daß
der Löschsand den trichterförmigen Anlauf ausfüllen kann. Bei einem erfindungsgemäßen
Sicherungseinsatz erübrigt sich ein trichterförmiger Anlauf der Durchtrittsöffnung,
wenn man in der Montage beispielsweise durch ein Führungsrohr dafür sorgt, daß die
Kanüle zum Einfädeln des Anzeigeschmelzleiters die Durchtrittsöffnung trifft. Die
Dichtungsschicht kann aber auch so ausgebildet sein, daß bei einer Seitbewegung der
Kanüle, um die Durchtrittsöffnung zu suchen, sich das Material soweit wieder anlegt,
daß Löschsand nicht hindurchtreten kann.
[0008] Es ist günstig, die Anzeigefeder auf der Abschlußplatte über den Rand der Durchtrittsöffnung
für den Anzeigeschmelzleiter vorstehen zu lassen, um den außen auf der Abschlußplatte
festgelegten Anzeigeschmelzleiter in der Durchtrittsöffnung gegen ihre Wandung frei
zu halten. Dadurch ist besonders gut sichergestellt, daß der Anzeigeschmelzleiter
an der Abschlußplatte nicht festschweißen kann. Das wird auch schon durch die Dichtungsschicht
erschwert.
[0009] Der erfindungsgemäße Aufbau eines Sicherungseinsatzes ermöglicht es, die Durchtrittsöffnung
für den Anzeigeschmelzleiter relativ zu dessen Durchmesser weiträumig auszubilden,
was einerseits das Durchfädeln erleichtert und andererseits die Funktion des Anzeigeschmelzleiters
in noch höherem Maße sicherstellt.
[0010] Die Erfindung soll nun anhand eines in der Zeichnung grob schematisch wiedergegebenen
Ausführungsbeispiels näher erläutert werden:
In Figur 1 ist ein Sicherungseinsatz im Längsschnitt wiedergegeben.
In Figur 2 ist die Ansicht eines Sicherungseinsatzes in der Lage nach Figur 1 von
rechts gesehen dargestellt.
In Figur 3 ist der Sicherungseinsatz nach Figur 2 von links gesehen wiedergegeben.
In Figur 4 ist eine Einzelheit der rechten Abschlußplatte nach Figur 1 in vergrößertem
Maßstab dargestellt.
In Figur 5 ist in der Art der Darstellung nach Figur 4 eine Montagemaßnahme veranschaulicht.
[0011] Der Sicherungseinsatz nach Figur 1 weist zwischen Kontaktmessern 1, 2 einen Arbeitsschmelzleiter
3 auf. Darüber und elektrisch hierzu parallel ist ein Anzeigeschmelzleiter 4 mit einem
Federblechanzeiger angeordnet. Der Anzeigeschmelzleiter 4 ist zwischen einer Abschlußplatte
6 und der gegenüberliegenden Abschlußplatte 7 gespannt, wobei das freie Ende der Anzeigefeder
5 niedergehalten wird. Wenn der Anzeigeschmelzleiter 4 durchschmilzt, kann die Anzeigefeder
5 von der Abschlußplatte 6 auffedern und eine optische Anzeige geben.
[0012] Die Abschlußplatte 6 mit der Anzeigefeder 5 ist auf ihrer Innenseite mit einer Dichtungsschicht
14 versehen, die aus einem Asbest-Ersatzmaterial bestehen kann. Es kann auch ein papierartiger
Werkstoff verwendet werden. Diese Dichtungsschicht kann von einer angespitzten Kanüle
20 in einem Führungsrohr 8 nach Figur 5 in der Montage durchstochen werden, um den
Anzeigeschmelzleiter 4 durch die Abschlußplatte 6 in deren Durchtrittsöffnung 9 hindurchzufädeln.
Die Dichtungsschicht 14 reicht dabei näher als bis auf den Betrag des Korndurchmessers
des Löschsandes an den Anzeigeschmelzleiter 4 heran. In einem Isolierstoffgehäuse
10, beispielsweise aus Keramik, sind die Kontaktmesser 1, 2 mit ihren Flanschen 11
gehalten.
[0013] Die Anzeigefeder 5 kann nach Figur 2 durch eine Ausklinkung 12 in ihrer Federkraft
auf den Anzeigeschmelzleiter 4 abgestimmt werden. Der Anzeigeschmelzleiter kann hinter
der Durchtrittsöffnung 9 in der Abschlußplatte 6 umgelegt und festgeschweißt werden,
um die Anzeigefeder 5 niederzuhalten. Im Ausführungsbeispiel tritt der Anzeigeschmelzleiter
4 durch eine Öffnung 13 in der Anzeigefeder 5 hindurch. Die Abschlußplatten 6 und
7 können nach Figur 1 durch Schrauben 15 am Gehäuse des Sicherungseinsatzes verspannt
sein.
[0014] Zur Abschlußplatte 6 mit der Anzeigefeder 5 gegenüberliegend ist der Anzeigeschmelzleiter
4 durch den Verschluß 16 der Einfüllöffnung für Löschsand festgelegt und mit einem
Kontaktblech 17 nach Figur 3 verbunden. Die Anzeigefeder 5 und das Kontaktblech 17
reiten auf den Kontaktmessern 2 bzw. 1 auf. Die Anzeigefeder 5 und das Kontaktblech
17 sind durch Noppen 18 befestigt. Es ist günstig, wenn die Anzeigefeder 5 auf der
Abschlußplatte 6 über den Rand der Durchtrittsöffnung für den Anzeigeschmelzleiter
4 vorstehend ausgebildet ist, wie es in Figur 4 veranschaulicht ist. Dadurch wird
der Anzeigeschmelzleiter in der Durchtrittsöffnung 9 frei geführt. Die Durchstichöffnung
19 in der Dichtungsschicht 14 ist in der Zeichnung bei übertriebenem Durchmesser verdeutlicht.
Die Durchtrittsöffnung 9 für den Anzeigeschmelzleiter 4 kann relativ zu dessen Durchmesser
weiträumig ausgebildet werden, da der Löschsand des Sicherungseinsatzes durch die
Dichtungsschicht 14 von der Durchtrittsöffnung 9 in der Abschlußplatte abgehalten
wird.
1. Sicherungseinsatz, iqsbsondre für NiederspannungsHochleistungs-Sicherungen, NH-Sicherungen
genannt, der zwischen Kontaktmessern (1, 2) einen Arbeitsschmelzleiter (3) und darüber,
elektrisch parallel hierzu einen Anzeigeschmelzliter (4) mit Federblechanzeiger aufweist,
wobei zwischen einer Anzeigefeder (5) an einer Abschlußplatte (6) und der gegenüberliegenden
Abschlußplatte (7) ein Anzeigeschmelzleiter (4) gespannt ist, der das freie Ende der
Anzeigefeder (5) niederhält, die nach Durchschmelzen des Anzeigeschmelzleiters (4)
von der Abschlußplatte (6) auffedert und eine optische Anzeige gibt, wobei die Abschlußplatte
(6) mit der Anzeigefeder (5) auf ihrer Innenseite abgedichtet ist, dadurch gekennzeichnet,daß der Anzeigeschmelzleiter (4) durch eine mittels Kanüle (20) durchstechbare Dichtungsscheibe
(14) derart hindurchgestochen ist, daß im Bereich der Durchtrittsöffnung (19) in der
Dichtungsschicht diese näher an den Anzeigeschmelzleiter (4) heranreicht als es dem
Korndurchmesser des Löschsandes entspricht.
2. Sicherungseinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigefeder (5) auf der Abschlußplatte (6) über den Rand der Durchtrittsöffnung
(9) für den Anzeigeschmelzleiter (4) vorstehend ausgebildet ist.
3. Sicherungseinsatz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnung (9) für den Anzeigeschmelzleiter (4) relativ zu dessen
Durchmesser weiträumig ausgebildet ist.
1. A cartridge fuse-link, in particular for low-voltage-high power fuses, called l.v.h.r.c.
fuses, which has between contact blades (1,2) a working fuse element (3) and above
this, and electrically parallel to this, an indicator fuse element (4) with a spring
plate indicator, wherein between an indicator spring (5) on an end cover plate (6)
and the opposing end cover plate (7) there is stressed an indicator fuse element (4),
which holds down the free end of the indicator spring (5), which, when the indicator
fuse element (4) fuses, springs open from the end cover plate (6) and a visual display
is given, wherein the end cover plate (6) with the indicator spring (5) is sealed
on its inner side, characterised in that the indicator fuse element (4) is pierced
by a sealing disc (14), able to be pierced by means of a hollow needle (20), so that
in the region of the passage opening (19) in the sealing layer this reaches closer
to the indicator fuse element (4) than the grain diameter of the extinguishing sand.
2. A cartridge fuse-link according to claim 1, characterised in that the indicator spring
(5) on the end cover plate (6) is formed projecting over the edge of the passage opening
(9) for the indicator fuse element (4).
3. A cartridge fuse-link according to claim 2, characterised in that the passage opening
(9) for the indicator fuse element (4) is formed so that it has a wide area relative
to its diameter.
1. Cartouche fusible, en particulier coupe-circuit BT à haut pouvoir de coupure, dit
coupe-circuit NH, qui comporte, entre deux lames ou couteaux de contact (1,2), un
conducteur-fusible de travail (3) et au-dessus et en paralléle sur celui-ci, un conducteur-fusible
indicateur (4) avec un indicateur à tôle élastique à ressort, du type dans lequel,
entre un ressort indicateur (5) monté sur une plaque de fermeture (6) et la plaque
de fermeture (7) située en face de la précédente, est tendu un conducteur-fusible
indicateur (4) qui maintien en position abaissée l'extrémité libre du ressort indicateur
(5) qui, après fusion du conducteur-fusible indicateur (4), se détache brusquement
de la plaque de fermeture (6) et fournit ainsi une indication optique, la plaque de
fermeture (6), avec le ressort indicateur (5), étant étanchéifiée sur sa face, intérieure,
caractérisée par le fait que le conducteur-fusible indicateur (4) est, à l'aide d'une
canule (20), enfoncée de telle manière à travers un disque d'étanchéité (14) qui est
susceptible d'être transpercé, que dans la zone de l'ouverture de passage (19) de
la couche d'étanchéité, celle-ci s'approche du conducteur-fusible indicateur (4) d'une
quantité qui est inférieure au diamètre des grains du sable d'extenction.
2. Cartouche fusible selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le ressort
indicateur (5) est monté sur la plaque de fermeture(6) de manière à déborder la périphérie
de l'ouverture de passage (9) pour le conducteur-fusible indicateur (4).
3. Cartouche fusible selon la revendication 2, caractérisée par le fait que l'ouverture
de passage (9) pour le conducteur-fusible indicateur (4) est réalisée de façon plus
spacieuse, comparativement au diamètre de ce dernier.
